DE29802682U1 - Scharniertürhalter für Fahrzeugtüren - Google Patents
Scharniertürhalter für FahrzeugtürenInfo
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Description
8356/VIII
Friedr. Fingscheidt GmbH
Friedrichstraße 29, D-42551 Velbert
Friedrichstraße 29, D-42551 Velbert
Scharniertürhalter für Fahrzeugtüren
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Scharniertürhalter, insbesondere für Fahrzeugtüren, mit einem ersten
Scharnierteil, welches mit einem zweiten Scharnierteil um eine Drehachse schwenkbeweglich verbunden ist, wobei in die
Scharnierteile eine verschiedene Relativdrehstellungen definierende Rasteinrichtung integriert ist, welche einerseits
ein kinematisch mit dem ersten Scharnierteil verbundenes und in einer längs zur Drehachse verlaufenden
Wirkrichtung mit einer Feder belastetes Rastelement sowie andererseits eine am zweiten Scharnierteil befindliche, im
wesentlichen kreissektorförmige und bezüglich ihres Krümmungsradius
zur Drehachse koaxial angeordnete Laufbahn umfaßt, die mindestens eine mit dem Rastelement zusammenwirkende
Raststelle aufweist.
Ein derartiger Scharniertürhalter ("Türscharnier mit integriertem Türhalter") ist durch die DE 31 37 134 Al bekannt
geworden. Charakteristisch für diese Art ist einerseits, daß die Schwenkachse des Rastelementes des Türhalters der
Drehachse des Scharniers entspricht, und andererseits ist eine sich lediglich über einen Teilkreis (Kreissektor)
erstreckende Laufbahn vorgesehen. Daraus ergibt sich eine kompakte Bauform. Der bekannte Scharniertürhalter ist in
verschiedenen Ausführungsformen beschrieben, und zwar zunächst
mit radialer Wirkrichtung des Rastelementes (Fig. 1 bis 3 sowie 6 und 7). Ferner ist auch eine Ausführung mit
axialer Rastrichtung offenbart (Fig. 4), bei der die Wirkrichtung des federbelasteten Rastelementes parallel zur
Drehachse verläuft.
Scharniertürhalter der eingangs beschriebenen Art unterliegen einem sowohl anwender- als auch herstellerseitigen
Anforderungsprofil, welches zum Teil widersprüchliche erscheinende
Forderungen umfaßt. Die Scharniertürhalter sollen eine geringe Masse besitzen und im Fahrzeug ein
kleines Einbauvolumen beanspruchen, sie sollen leicht zu montieren und zu demontieren sein, hohe Türhaltekräfte
aufbringen, wartungsfrei und in einem weiten Temperaturbereich stabil arbeiten, bei unbeeinträchtigter Funktion eine
lange Lebensdauer, insbesondere eine hohe Verschleiß- und Korrosionsfestigkeit, aufweisen, geräuscharm wirksam werden
und kostengünstig, d.h. mit möglichst geringem technologischen Aufwand, herstellbar sein.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Scharniertürhalter der eingangs genannten Art zu
schaffen, der sich bei Einhaltung der vorgenannten anwenderseitigen Forderungen insbesondere durch verbesserte Montagefreundlichkeit
und einen verringerten Herstellungsaufwand auszeichnet.
Erfindungsgemäß wird dies durch einen Scharniertürhalter,
insbesondere für Fahrzeugtüren, mit einem ersten Scharnierteil erreicht, welches mit einem zweiten Scharnierteil um
eine Drehachse schwenkbeweglich verbunden ist, wobei das erste Scharnierteil zwischen zwei einander gegenüberliegenden
Frontwänden des zweiten Scharnierteiles gelagert ist, wobei in die Scharnierteile eine verschiedene Relativdrehstellungen
definierende Rasteinrichtung integriert ist, welche einerseits zwei jeweils mit dem ersten Scharnierteil
kinematisch verbundene und jeweils in entgegengesetzte, längs zur Drehachse verlaufende Wirkrichtungen auf die
Frontwände wirkende, jeweils mit einer Feder belastete Rastelemente sowie andererseits zwei am zweiten Scharnierteil
befindliche, im wesentlichen kreissektorförmige und bezüglich ihres Krümmungsradius zur Drehachse koaxial
angeordnete Laufbahnen umfaßt, wobei jede Laufbahn mindestens eine mit dem jeweiligen Rastelement zusammenwirkende
Raststelle aufweist.
Durch die Erfindung werden die Funktionsteile (Rastelemente, Raststellen) einerseits entlastet, da die aufzubringende
Türhaltekraft in kleinere Kraftkomponenten zerlegt wird,
andererseits gestattet die Erfindung eine sehr einfache Herstellung und Montage, weil die beiden Scharnierteile
einstückig ausgeführt werden können. So kann beispielsweise das zweite Scharnierteil, da seine Frontwände und die Seitenwand
eben ausgebildet sein können und das Teil somit eine geometrisch einfache Form aufweist, als Biegeformteil
ausgeführt sein. In einer bevorzugten Ausführung kann auch das erste Scharnierteil und/oder das zweite Scharnierteil
als einstückige(s) Polymerverbund- oder Leichtmetall-Guß-Teil
(e) ausgeführt sein. In Gußformen zur Herstellung der Teile müssen in diesem Fall auch bei Fertigung einstückiger
Teile keine aufwendigen Maßnahmen zur Entformung vorgesehen
werden.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß das aus den beiden Frontwänden und aus mindestens einer die Frontwände verbindenden
Seitenwand bestehende zweite Scharnierteil ein Gehäuse für das erste Scharnierteil bilden kann, wobei auch
die in dem ersten Scharnierteil gehaltenen Rastelemente durch das Gehäuse abgedeckt werden. Ein spezielles separates
Halteteil für die Rastelemente ist daher nicht erforderlich.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungsmerkmale der Erfindung sind in den Unteransprüchen sowie der folgenden Beschreibung
enthalten.
Anhand von drei in der Zeichnung dargestellten, vorteilhaften Ausführungsbeispielen soll im folgenden die Erfindung
näher erläutert werden. Dabei zeigen:
Fig. 1 eine Schnittdarstellung durch eine erste Ausführung eines erfindungsgemäßen Scharniertürhalters,
entsprechend der Schnittebene I-1 gemäß Fig. 2,
Fig. 2 eine perspektivische Darstellung der in Fig. 1 dargestellten ersten Ausführung eines erfindungsgemäßen
Scharniertürhalters,
Fig. 3 eine Schnittdarstellung durch einen erfindungsgemäßen Scharniertürhalter in einer zweiten Ausführungsform,
entsprechend der Schnittebene III-III gemäß Fig. 4,
Fig. 4 eine Draufsicht auf die in Fig. 3 dargestellte zweite Ausführung eines erfindungsgemäßen Scharniertürhalters
,
Fig. 5 und 6
zwei perspektivische Ansichten aus unterschiedlichen Richtungen der in Fig. 3 und 4 dargestellten
zweiten Ausführung eines erfindungsgemäßen Scharniertürhalters ,
Fig. 7 eine Darstellung - analog zu Fig. 1 und 3 - einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgmäßen
Scharniertürhalters.
In den verschiedenen Figuren der Zeichnung sind gleiche Teile stets mit denselben Bezugszeichen versehen und werden
daher in der Regel auch jeweils nur einmal beschrieben.
Wie sich zunächst aus Fig. 1 ergibt, besteht ein erfindungsgemäßer
Scharniertürhalter aus zwei mittels eines Scharnierstiftes 1 um eine Drehachse X-X schwenkbeweglich
verbundenen Scharnierteilen 2, 3. Der Scharnierstift 1 ist zumindest drehmomentschlüssig mit dem ersten Scharnierteil
2 verbunden und in dem zweiten Scharnierteil 3 drehbar geführt. Beispielsweise kann er - wie dargestellt - über eine
Stifthülse la durch Preßpassung fest mit dem ersten Scharnierteil 2 verbunden sein.
Das erste Scharnierteil 2 kann einem ortsfesten Fahrzeug-Rahmenteil
und das zweite Scharnierteil 3 einer schwenkbeweglichen Fahrzeugtür zugeordnet sein. Umgekehrt ist es
jedoch auch möglich, das erste Scharnierteil 2 an der schwenkbeweglichen Fahrzeugtür und das zweite Scharnierteil
3 an einem ortsfesten Fahrzeug-Rahmenteil zu befestigen. Zur Befestigung können dabei Befestigungsöffnungen in den
beiden Scharnierteilen 2, 3 dienen, die aus Fig. 2 ersichtlich, jedoch nicht näher bezeichnet sind.
Die beiden Scharnierteile 2, 3 bilden mit dem Scharnierstift
1 ein Gelenk, das als Gabelgelenk bezeichnet werden könnte, weil in diesem Gelenk zwei Endabschnitte 4, 5 einander
gegenüberliegender Frontwände 6, 7 des zweiten Scharnierteiles 3 das erste Scharnierteil 2 im Verbindungsbereich
der Scharnierteile 2, 3 außen umgreifen. Das erste Scharnierteil 2 ist somit zwischen den beiden einander
gegenüberliegenden Frontwänden 6, 7 des zweiten Scharnierteiles 3 gelagert. Wie insbesondere Fig. 2 veranschaulicht,
sind die Frontwände 6, 7 dabei vorzugsweise im wesentlichen eben ausgebildet und besitzen einen im wesentlichen kreissektorförmigen
Grundriß. Die beiden Endabschnitte 4, 5 befinden sich dabei an der Spitze des Kreissektors und sind
nach innen verkröpft.
In die Scharnierteile 2, 3 ist eine verschiedene Relativdrehstellungen
definierende Rasteinrichtung integriert. Diese Rasteinrichtung umfaßt zwei jeweils mit dem ersten
Scharnierteil 2 kinematisch verbundene und jeweils in entgegengesetzte, längs zur Drehachse X-X verlaufende Wirkrichtungen
A, B auf die Frontwände 6, 7 wirkende jeweils mit einer Feder 8 belastete, als Wälzkörper ausgebildete
Rastelemente 10, 11. Im Gegensatz zu den nachfolgend dargestellten Ausführungsformen sind bei der ersten Ausführung
der Erfindung beide Rastelemente 10, 11 nur durch eine gemeinsame Feder 8 belastet.
Weiterhin umfaßt die Rasteinrichtung zwei am zweiten Schar-
nierteil 3 befindliche, im wesentlichen kreissektorförmige
und bezüglich ihres Krümmungsradius zur Drehachse X-X koaxial angeordnete Laufbahnen 12, 13. Jede Laufbahn 12, 13
weist mindestens eine mit dem jeweiligen Rastelement 10, 11 zusammenwirkende Raststelle auf. Diese Raststellen sind in
Fig. 1 und in der weiteren Beschreibung allgemein mit den Bezugszeichen 14 und 15 gekennzeichnet, während lediglich
in Fig. 2 durch Verwendung der Bezugszeichen 14a, 14b, 14c, 15a, 15b, 15c eine weitere Unterscheidung getroffen ist.
Die in Fig. 2 jeweils mit dem Buchstaben a gekennzeichneten Raststellen 14, 15 entsprechen einer maximalen Öffnungsstellung
der Tür, die mit dem Buchstaben b gekennzeichneten Raststellen 14, 15 einer Mittelstellung der Tür (sog. Garagenstellung)
und die mit dem Buchstaben c gekennzeichneten Raststellen 14, 15 einer Schließstellung der Tür. Bedarfsweise
könnten auch noch eine oder mehr weitere Raststel-Ie
(n) 14, 15 für weitere Mittelstellungen der Tür vorgesehen sein.
Der Kreissektor der Laufbahnen 12, 13 umfaßt in allen dargestellten
Ausführungen der Erfindung vorzugsweise etwa einen Viertelkreis. Durch diese bewußte Nutzung von nur
maximal 90° des gesamten Kreisumfangs für die Laufbahnen 12, 13 wird eine sehr geringe Baugröße erreicht, bzw. der
zur Verfügung stehende Bauraum innerhalb des Fahrzeugs kann besser ausgenutzt werden. Auf diese Weise kann z.B. ein relativ
großer Radius der Laufbahnen 12, 13 vorgesehen werden.
Das aus den beiden Frontwänden 6, 7 und aus einer Seitenwand 16 bestehende zweite Scharnierteil 3 bildet ein vorzugsweise
einstückiges Gehäuse für das erste Scharnierteil 2 und umfaßt auch die mit dem ersten Scharnierteil 2 kine-
matisch verbundenen Rastelemente 10, 11. Auf die Vorteile
dieser bevorzugten Ausbildung wurde bereits verwiesen: Das zweite Scharnierteil 3 kann auf diese Weise fertigungstechnisch
günstig, beispielsweise als Biegeformteil ausgeführt sein.
Falls jedoch das erste Scharnierteil 2 und/oder das zweite Scharnierteil 3 als Leichtmetall-Gußteil(e) ausgeführt werden
sollen, wodurch auch als einstückige Formteile relativ komplizierter Raumform mit vergleichsweise geringem Aufwand
realisierbar sind, so eignet sich hierfür insbesondere ein Aluminium-Druckguß-Verfahren. Auch Magnesiumlegierungen
können mit Vorteil eingesetzt werden. Ebenso ist eine Fertigung als Preß- bzw. Schmiedeteile möglich. Sollte ein
Leichtmetall-Druckgußteil den geforderten Festigkeitswerten nicht genügen, sind spezielle Verfahren, wie Vakuum-Druckguß
oder Vakural-Gießen oder auch thixotropes Gießen bevorzugt anzuwenden. Durch diese Gießverfahren wird ein sehr
homogenes Gefüge erreicht, welches sich zusätzlich durch Wärmebehandlung vergüten läßt. Dadurch wird eine maximale
Streckgrenze mit einer hohen Bruchdehnung erreicht. Ein erfindungsgemäßer Scharniertürhalter kann so bei langanhaltender
voller Funktionsfähigkeit eine Masse von nur etwa 3 00 g aufweisen. Bei einer ebenfalls möglichen Fertigung
der Scharnierteile 2, 3 als Polymerverbund-Teile eignet sich insbesondere ein faserverstärkter, vornehmlich ein mit
Kohlefasern verstärkter Polyamid-Werkstoff.
Alternativ zu den dargestellten Ausführungen ist es natürlich auch möglich, die Scharnierteile 2, 3 jeweils mehrteilig
aus insbesondere lösbar verbundenen Einzelteilen herzustellen.
Im Gegensatz zu den nachfolgenden beiden Ausführungen sind die an den Frontwänden 6, 7 am zweiten Scharnierteil 3 befindlichen
Laufbahnen 12, 13 für die Rastelemente 10, 11 durch die Oberfläche des zweiten Scharnierteiles 3 gebildet,
und zwar durch die der jeweiligen gegenüberliegenden Frontwand 7, 6 zugekehrte (innere) Oberfläche 17, 18 der
Frontwände 6, 7. Die mit dem jeweiligen Rastelement 10, 11 zusammenwirkende Raststelle 14, 15 der Laufbahnen 12, 13
ist aus in den Frontwänden 6, 7 befindlichen Öffnungen gebildet, wobei das Rastelement 10, 11 während der Relativbewegung
der Scharnierteile 2, 3 in jeweils eine in der Frontwand 6, 7 befindliche Öffnung einrastet. So wird mit
Vorteil bei sparsamem Materialeinsatz eine hohe Funktionalität des erfindungsgemäßen Scharniertürhalters erreicht.
Wie Fig. 1 zeigt, sind die Rastelemente 10, 11 der ersten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Scharniertürhalters
als Kugeln ausgebildet. Die Kugeln sind in einem Führungskanal 19 des ersten Scharnierteiles 2 drehbar und längs zur
Drehachse X-X der Scharnierteile 2, 3 verschieblich gelagert. Durch die Kugelform der Rastelemente 10, 11 wird hier
auf einfache Weise erreicht, daß bei Bewegung der Rastelemente 10, 11 auf den Laufbahnen 12, 13 mit Vorteil nahezu
nur Rollreibung und nahezu keine Gleitreibung auftritt. In den Führungskanal 19 ist eine vorzugsweise aus Kunststoff,
z.B. aus Polytetrafluorethylen (PTFE), bestehende jeweils das Rastelement 10, 11 und die Feder 8 umfassende Schutzhülse
20 eingesetzt.
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
(Fig. 3 bis 6) sind die am zweiten Scharnierteil 3 an den beiden Frontwänden 6, 7 befindlichen Laufbahnen 12, 13
durch an der Frontwand 6, 7 angeordnete Rastschienen 21, 22
gebildet. Die mit dem jeweiligen Rastelement 10, 11 zusammenwirkende
Raststellen 14, 15 der Laufbahnen 12, 13 sind dabei als Rastvertiefungen in den Rastschienen 21, 22 mit
an das Rastelement 10, 11 angepaßter Kontur ausgebildet (Fig. 5). Hierdurch rastet das Rastelement 10, 11 während
der Relativbewegung der Scharnierteile 2, 3 in jeweils eine Rastvertiefung ein. Die Lage der Rastvertiefungen ist hierbei
insbesondere wie bei der ersten Ausführungsform derart gewählt, daß außer der Schließstellung eine ganz geöffnete
Öffnungsstellung der Fahrzeugtür sowie vorzugsweise zusätzlich
eine etwa halbgeöffnete Garagenstellung definiert sind.
Im dargestellten Fall sind die Rastschienen 21, 22 vorzugsweise Bestandteil einer die Oberfläche der Frontwand 6, 7
zumindest teilweise bedeckenden Schicht, und zwar jeweils einer die Schicht bildenden, vorzugsweise aus einem Polymer
bestehenden Umspritzung 23, 24 der Frontwände 6, 7. Die Umspritzung
23, 24 ist dabei vorzugsweise mit der Frontwand 6, 7 stoff- und/oder formschlüssig verbunden. Dies wird dadurch
erreicht, daß - wie die Draufsicht in Fig. 4 und die perspektivischen Darstellungen in Fig. 5 und 6 zeigen - die
Umspritzung 23, 24 einerseits jeweils in den Frontwänden 6, 7 vorhandene Öffnungen 25 durchsetzt (Fig. 4) und auch auf
den äußeren Oberflächen 26, 27 der Frontwände 6, 7 eine Schicht bildet (Fig. 4 bis 6) sowie jeweils andererseits
mindestens eine Stirnfläche 28, 29 der Frontwände 6, 7 umgreift (Fig. 6).
In der zweiten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Scharniertürhalters
sind die Rastelemente 10, 11 als Rollen mit zylindrischer Umfangskontur ausgebildet. Sie sind jeweils
in einem Führungskanal 19 des ersten Scharnierteiles 2 um
eine zur Drehachse X-X der Scharnierteile 2, 3 quer verlaufende Rotationsachse Z-Z drehbar und längs zur Drehachse X-X
der Scharnierteile 2, 3 verschieblich gelagert. Die Rastelemente 10, 11 bestehen jeweils aus einem im wesentlichen
zylinderförmigen Grundkörper 30, der zumindest im Bereich
der Berührungsfläche mit einer Laufbahn 12, 13 mit einer ringförmigen Ummantelung 31, wie einem Laufring, versehen
ist. Die Ummantelung 31 bildet ihrerseits ebenfalls eine zylindrische Umfangskontur aus.
Auch bei der zweiten Ausführungsform der Erfindung sind
bevorzugtermaßen die Rastelemente 10, 11 als auch die Laufbahnen 12, 13 derart ausgebildet, daß bei einer Relativbewegung
zueinander zwischen ihnen nahezu nur Rollreibung und nahezu keine Gleitreibung auftritt. Dies wird in diesem
Fall dadurch erreicht, daß sowohl die Rotationsachsen Z-Z der Rastelemente 10, 11 als auch die mit den Rastelementen
10, 11 in Berührung stehenden Oberflächen der Laufbahnen 12, 13 derart in einem zur Drehachse X-X der Scharnierteile
2, 3 spitzen Winkel stehen, daß sich bei einer Relativbewegung der Rastelemente 10, 11 und Laufbahnen 12, 13 zueinander
über ihre Berührungsfläche hinweg auf Linien parallel zu den Rotationsachsen Z-Z ein jeweils konstanter Schubbzw.
Torsionsspannungsverlauf einstellt. Die Relativgeschwindigkeit der Rastelemente 10, 11 und der Laufbahnen
12, 13 zueinander nimmt auf diese Weise über die gesamte in Berührung stehende Fläche den gleichen Wert, nämlich den
der Umfangsgeschwindigkeit der Ummantelung 31, an, wodurch selbst ein nur partielles Gleiten vermieden wird. Auf diese
Weise ist ein verschleißarmer Lauf und damit eine lange Lebensdauer der beweglichen Teile gewährleistet.
Bevorzugt können außerdem die jeweiligen Laufbahn 12, 13
zumindest an ihrer Oberfläche sowie das jeweilige Rastelement 10, 11 zumindest im Bereich seiner mit der Laufbahn
12, 13 in Berührung stehenden Umfangsflache aus verschiedenen
Materialien bestehen, und zwar einerseits aus Metall mit einer definiert aufgerauhten Oberflächenstruktur und
andererseits aus einem derart elastisch nachgiebigen Material, daß zwischen dem Rastelement 10, 11 und der Laufbahn
12, 13 durch elastische Verformung des nachgiebigen Materials ein flächiger Anlagekontakt mit Kraftschluß erreicht
wird. Dieser erhöhte Kraftschluß, gegebenenfalls sogar Formschluß, trägt ebenfalls dazu bei, daß das Rastelement
10, 11 in jedem Fall auf der Laufbahn 12, 13 abrollt, so daß Gleitreibung und damit Verschleiß vermieden werden.
Beispielsweise können zu diesem Zweck die Rastelemente 10, 11 aus Metall bestehen und die definiert aufgerauhte, insbesondere
gerändelte Oberflächenstruktur aufweisen, während die Laufbahnen 12, 13 aus dem elastisch nachgiebigen Material,
insbesondere einem Polymer mit einer Härte etwa im Bereich von 72 bis 80 Shore-D, gefertigt sein können. Zu
dieser vorteilhaften Ausgestaltung wird auf das deutsche Gebrauchsmuster 296 11 819 in vollem Umfange verwiesen.
Die zweite Ausführung der Erfindung unterscheidet sich von der ersten Ausführung des weiteren,dadurch, daß der Führungskanal
19 durch eine quer zur Drehachse X-X der Scharnierteile 2, 3 verlaufende Zwischenwand 32 in zwei Unterbringungsräume
19a, 19b für jeweils ein Rastelement 10, 11 unterteilt ist. Jedes Rastelement 10, 11 ist durch eine separate
Feder 8, 9 belastet, die sich einendig an der Zwischenwand 32 im Führungskanal 19 abstützt. Anderendig sind
vornehmlich jeweils zwischen der Feder 8, 9 und dem Rastelement 10, 11 federseitig insbesondere topfförmig ausgebildete
Käfigteile 33, 34 angeordnet, die rastelementseitig
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zur Führung des Rastelementes 10, 11 eine an das Rastelement 10, 11 angepaßte Kontur aufweisen. Die Längsachsen der
beiden Unterbringungsräume 19a, 19b für die Rastelemente 10, 11 stehen jeweils senkrecht auf den Rotationsachsen Z-Z
der Rastelemente 10, 11, so daß sie miteinander einen stumpfen Winkel einschließen. Sie verlaufen somit nicht
parallel zur Drehachse X-X der Scharnierteile 2, 3.
Zudem ist bei der zweiten Ausführung des erfindungsgemäßen
Scharniertürhalters vorzugsweise vorgesehen, daß die Rasteinrichtung in einem einer Tür-Schließstellung kinematisch
vorgeordneten Endbereich der Relativbewegung einen Ziehweg zum selbsttätigen Zuziehen der Fahrzeugtür definiert. Hierzu
weisen die Laufbahnen 12, 13 - siehe vor allem Fig. 5 in ihrem der Tür-Schließstellung vorgeordneten Endbereich
einen Ziehwegabschnitt 3 5 auf, der ausgehend von einem bestimmten inneren Radius der Laufbahnen 12, 13 schräg nach
außen bis zu einem größeren Radius verläuft. Durch diesen
Schrägverlauf der Laufbahnen 12, 13 über den Ziehwegabschnitt 3 5 hinweg wird bedingt durch die Kräfte der Federn
8, 9 über die Rastelement 10, 11 eine selbsttätige Drehung des mit der Tür verbundenen Scharnierteils 2, 3 bis zur
Tür-Schließstellung bewirkt.
Insbesondere Fig. 4 und 6 der zweiten Ausführungsform der
Erfindung veranschaulichen, daß zwischen den beiden Scharnierteilen 2, 3 eines erfindungsgemäßen Scharniertürhalters
ein die Öffnungsbewegung der Fahrzeugtür begrenzender Endanschlag 36 gebildet sein kann, wobei die beiden Scharnierteile
2, 3 über an ihnen befindliche, nicht näher bezeichnete Anschlagelemente, beispielsweise - wie dargestellt
- über die Seitenfläche der Seitenwand 16 des zweiten Scharnierteils 3 und eine korrespondierende Stoßfläche
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des ersten Scharnierteils 2, unmittelbar aneinander zur Anlage gelangen.
Der Endanschlag 3 6 kann insbesondere mit einem Dämpfungsmaterial
versehenen sein. Vorteilhafterweise kann/können das Dämpfungsmaterial des Endanschlags 36, die Rastschienen
21, 22 und/oder die Ummantelungen 23, 24 der Rastelemente 10, 11 (einheitlich) aus einem geeigneten Polymer, vornehmlich
aus einem thermoplastisch verarbeitbaren Polyurethan-Elastomer, bestehen. Hierzu eignet sich insbesondere
Desmopan®.
Fig. 7 zeigt eine dritte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Scharniertürhalters. Die Rastelemente 10, 11 sind
hier im Gegensatz zur zweiten Ausführungsform als Rollen mit abschnittsweise kegelförmiger Umfangskontur ausgebildet.
Wie bei der zweiten Ausführung bestehen die Rastelemente 10, 11 jeweils aus einem im wesentlichen zylinderförmigen
Grundkörper 30, der im Bereich der Berührungsfläche mit einer Laufbahn 12, 13 mit einer ringförmigen Ummantelung
31 versehen ist. Die Ummantelung 31 bildet dabei die kegelförmige Umfangskontur aus.
Daß bei einer Relativbewegung von Rastelementen 10, 11 und Laufbahnen 12, 13 zueinander zwischen ihnen nahezu nur
Rollreibung und nahezu keine Gleitreibung auftritt, wird bei der dritten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Scharniertürhalters dadurch erreicht, daß die Rotationsachsen Z-Z der Rastelemente 10, 11 in einem zur Drehachse
X-X der Scharnierteile 2, 3 rechten Winkel stehen, jedoch sowohl die kegelförmige Umfangskontur der Rastelemente 10,
11 im Bereich der Berührungsfläche mit einer Laufbahn 12, 13 als auch die mit den Rastelementen 10, 11 in Berührung
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stehenden Oberflächen der Laufbahn 12, 13 derart in einem zur Drehachse X-X der Scharnierteile 2, 3 stumpfen Winkel
stehen, daß sich bei einer Relativbewegung der Rastelemente 10, 11 und Laufbahnen 12, 13 zueinander über ihre Berührungsfläche
hinweg auf Linien längs zu den Rotationsachsen Z-Z ein jeweils konstanter Schub- bzw. Torsionsspannungsverlauf
einstellt. Auch bei dieser Ausführung nimmt die Relativgeschwindigkeit der Rastelemente 10, 11 und der
Laufbahnen 12, 13 zueinander über die gesamte in Berührung stehende Fläche jeweils den gleichen Wert an.
Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten und Ausführungsbeispiele
beschränkt, sondern umfaßt auch alle im Sinne der Erfindung gleichwirkenden Ausführungen. Beispielsweise
können die Rastschienen 21, 22 auch jeweils lösbar an den Frontwänden 6, 7 befestigt sein. Sie können dabei
zweckmäßigerweise über eine Formschlußverbindung in dem zweiten Scharnierteil 3 gehaltert sein, wobei die Formschlußverbindung
so ausgebildet ist, daß eine starre, ortsfeste Halterung insbesondere in Bewegungsrichtung der Rastelemente
10, 11 erreicht wird. Zweckmäßigerweise können dazu Nutführungen, beispielsweise Schwalbenschwanzführungen
oder alternativ dazu auch T-Nut-Führungen, zum Einschieben und Entnehmen der Rastschienen 21, 22 vorgesehen sein. Die
dadurch erzielte Auswechselbarkeit der Rastschienen 21, 22 ermöglicht eine einfache und schnelle Anpassung an verschiedenartige
Anforderungen. Beispielsweise kann so der Scharniertürhalter für unterschiedliche Raststellungen und/
oder Rastkräfte ausgelegt werden. Zudem ist eine einfache und schnelle Wartungsmöglichkeit gegeben.
Ferner ist die Erfindung nicht auf die im Anspruch 1 definierte Merkmalskombination beschränkt, sondern kann auch
- 16 -
durch jede beliebige andere Kombination von bestimmten Merkmalen aller insgesamt offenbarten Einzelmerkmale definiert
sein. Dies bedeutet, daß grundsätzlich praktisch jedes Einzelmerkmal des Anspruchs 1 weggelassen bzw. durch
mindestens ein an anderer Stelle der Anmeldung offenbartes Einzelmerkmal ersetzt werden kann. Insofern ist der Anspruch
1 lediglich als ein erster Formulierungsversuch für
eine Erfindung zu verstehen.
1 Scharnierstift la Stifthülse für 1 2, 3 Scharnierteile
4, 5 Endabschnitte von 6,
6, 7 Frontwände von 3
8, 9 Federn
10, 11 Rastelemente
12, 13 Laufbahnen
14, 15 Raststellen
14a, 14b, 14c, 15a, 15b, 15c Raststellen (Fig. 2)
16 Seitenwand von 3
17 (innere) Oberfläche von 6, gegenüberliegend zu
18 (innere) Oberfläche von 7, gegenüberliegend zu
19 Führungskanal in 2 für 10,
19a, 19b Unterbringungsräume von 19 (Fig. 3 und 7)
20 Schutzhülse in 21, 22 Rastschienen
23, 24 Umspritzung von 6,
2 5 Öffnungen in 6,
26, 27 äußere Oberflächen von 6,
28, 29 Stirnflächen von 6,
3 0 Grundkörper von 10,
31 Ummantelung von 3
32 Zwischenwand in 19, zwischen 19a und 19b 33, 34 Käfigteile für 10,
3 5 Ziehwegabschnitt
3 6 Endanschlag
A Wirkrichtung von
B Wirkrichtung von
X-X Drehachse von 2,
Z-Z Rotationsachsen von 10,
Claims (21)
1. Scharniertürhalter, insbesondere für Fahrzeugtüren, mit einem ersten Scharnierteil (2), welches mit einem
zweiten Scharnierteil (3) um eine Drehachse (X-X) schwenkbeweglich verbunden ist, wobei das erste Scharnierteil
(2) zwischen zwei einander gegenüberliegenden Frontwänden (6, 7) des zweiten Scharnierteiles (3)
gelagert ist, wobei in die Scharnierteile (2, 3) eine verschiedene Relativdrehstellungen definierende Rasteinrichtung
integriert ist, welche einerseits zwei jeweils mit dem ersten Scharnierteil (2) kinematisch
verbundene und jeweils in entgegengesetzte, längs zur Drehachse (X-X) verlaufende Wirkrichtungen (A, B) auf
die Frontwände (6, 7) wirkende, jeweils mit einer Feder (8, 9) belastete Rastelemente (10, 11) sowie andererseits
zwei am zweiten Scharnierteil (3) befindliche, im wesentlichen kreissektorförmige und bezüglich
ihres Krümmungsradius zur Drehachse (X-X) koaxial angeordnete Laufbahnen (12, 13) umfaßt, wobei jede
Laufbahn (12, 13) mindestens eine mit dem jeweiligen Rastelement (10, 11) zusammenwirkende Raststelle (14,
15) aufweist.
2. Scharniertürhalter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das
dadurch gekennzeichnet, daß das
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aus den beiden Frontwänden (6, 7) und aus mindestens
einer diese verbindenden Seitenwand (16) gebildete
zweite Scharnierteil (3) ein Gehäuse für das erste Scharnierteil (2) bildet.
3. Scharniertürhalter nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Frontwände (6, 7) im wesentlichen eben ausgebildet sind und einen im wesentlichen kreissektorförmigen Grundriß besitzen.
dadurch gekennzeichnet, daß die Frontwände (6, 7) im wesentlichen eben ausgebildet sind und einen im wesentlichen kreissektorförmigen Grundriß besitzen.
4. Scharniertürhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Scharnierteil (3) als einstückiges Biegeformteil ausgeführt ist.
dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Scharnierteil (3) als einstückiges Biegeformteil ausgeführt ist.
5. Scharniertürhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß das erste Scharnierteil (2) und/oder das zweite Scharnierteil (3) als einstückige(s) Leichtmetall-Gußteil(e) oder Polymerverbund-Teil(e), insbesondere aus einem kohlefaserverstärkten Polyamid, ausgeführt ist/sind.
dadurch gekennzeichnet, daß das erste Scharnierteil (2) und/oder das zweite Scharnierteil (3) als einstückige(s) Leichtmetall-Gußteil(e) oder Polymerverbund-Teil(e), insbesondere aus einem kohlefaserverstärkten Polyamid, ausgeführt ist/sind.
6. Scharniertürhalter insbesondere nach einem der Ansprüche
1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine der am zweiten Scharnierteil (3) an
einer Frontwand (6, 7) befindlichen Laufbahnen (12, 13) durch eine an der Frontwand (6, 7) angeordnete
Rastschiene (21, 22) gebildet ist.
7. Scharniertürhalter insbesondere nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß
dadurch gekennzeichnet, daß
• *
mindestens eine am zweiten Scharnierteil (3) an einer Frontwand (6, 7) angeordnete eine Laufbahn (12, 13)
für mindestens ein Rastelement (10, 11) bildende Rastschiene (21, 22) Bestandteil einer eine Schicht
bildenden, die Oberfläche der Frontwand (6, 7) zumindest teilweise bedeckenden, vorzugsweise aus einem
Polymer bestehenden Umspritzung (23, 24) der Frontwand (6, 7) ist, wobei die Umspritzung (23, 24) vorzugsweise
mit der Frontwand (6, 7) stoff- und/oder formschlüssig verbunden ist.
8. Scharniertürhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß
mindestens eine der mit dem jeweiligen Rastelement (10, 11) zusammenwirkenden Raststellen (14, 15) einer
Laufbahn (12, 13) aus einer in der Frontwand (6, 7) befindlichen Öffnung gebildet ist.
9. Scharniertürhalter nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß
mindestens eine der mit dem jeweiligen Rastelement (10, 11) zusammenwirkenden Raststellen (14, 15) einer
Laufbahn (12, 13) als Rastvertiefung in der Rastschiene (21, 22) mit an das Rastelement (10, 11)
angepaßter Kontur gebildet ist.
10. Scharniertürhalter insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die Rastelemente (10, 11) und die Laufbahnen (12, 13) derart
ausgebildet sind, daß bei einer Relativbewegung zueinander zwischen ihnen nahezu nur Rollreibung und
nahezu keine Gleitreibung auftritt.
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11. Scharniertürhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die
jeweilige Laufbahn (12, 13), zumindest an ihrer Oberfläche, sowie das jeweilige Rastelement (10, 11), zumindest
im Bereich seiner mit der Laufbahn (12, 13) in Berührung stehenden Umfangsflache, aus verschiedenen
Materialien bestehen, und zwar einerseits aus Metall mit einer definiert aufgerauhten Oberflächenstruktur
und andererseits aus einem derart elastisch nachgiebigen Material, daß zwischen dem Rastelement (10, 11)
und der Laufbahn (12, 13) durch elastische Verformung des nachgiebigen Materials ein flächiger Anlagekontakt
mit Kraftschluß erreicht wird.
12. Scharniertürhalter insbesondere nach einem der Ansprüche
1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß die Rastelemente (10, 11) als Kugeln ausgebildet sind, die
in einem Führungskanal (19) des ersten Scharnierteiles (2) drehbar und längs zur Drehachse (X-X) der Scharnierteile
(2, 3) entlang ihren Wirkrichtungen (A, B) verschieblich gelagert sind.
13. Scharniertürhalter insbesondere nach einem der Ansprüche
1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, daß die Rastelemente (10, 11) als Rollen mit zylindrischer
und/oder zumindest abschnittsweise kegelförmiger Umfangskontur ausgebildet sind, die jeweils in einem
Führungskanal (23) des ersten Scharnierteiles (2) um eine zur Drehachse (X-X) der Scharnierteile (2, 3)
quer verlaufende Rotationsachse (Z-Z) drehbar und längs zur Drehachse (X-X) der Scharnierteile (2, 3)
entlang ihren Wirkrichtungen (A, B) verschieblich gelagert sind.
14. Scharniertürhalter insbesondere nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, daß ein als Rolle ausgebildetes Rastelement (10, 11) jeweils aus einem im wesentlichen zylinderförmigen Grundkörper (30) besteht, der zumindest im Bereich der Berührungsfläche mit einer Laufbahn (12, 13) mit einer ringförmigen Ummantelung (31) versehen ist.
dadurch gekennzeichnet, daß ein als Rolle ausgebildetes Rastelement (10, 11) jeweils aus einem im wesentlichen zylinderförmigen Grundkörper (30) besteht, der zumindest im Bereich der Berührungsfläche mit einer Laufbahn (12, 13) mit einer ringförmigen Ummantelung (31) versehen ist.
15. Scharniertürhalter insbesondere nach Anspruch 13 oder
14,
dadurch gekennzeichnet, daß die Rastelemente (10, 11) als Rollen mit im Bereich der
Berührungsfläche mit einer Laufbahn (12, 13) zylindrischer Umfangskontur ausgebildet sind, wobei sowohl
die Rotationsachsen (Z-Z) der Rastelemente (10, 11) als auch die mit den Rastelementen (10, 11) in Berührung
stehenden Oberflächen der Laufbahn (12, 13) derart in einem zur Drehachse (X-X) der Scharnierteile
(2, 3) spitzen Winkel stehen, daß sich bei einer Relativbewegung der Rastelemente (10, 11) und Laufbahnen
(12, 13) zueinander über ihre Berührungsfläche hinweg auf Linien parallel zu den Rotationsachsen (Z-Z)
ein jeweils konstanter Schub- bzw. Torsionsspannungsverlauf einstellt.
16. Scharniertürhalter insbesondere nach Anspruch 13 oder
14,
dadurch gekennzeichnet, daß die Rastelemente (10, 11) als Rollen mit im Bereich der
Berührungsfläche mit einer Laufbahn (12, 13) kegelför-
miger Umfangskontur ausgebildet sind, wobei die Rotationsachsen
(Z-Z) der Rastelemente (10, 11) in einem zur Drehachse (X-X) der Scharnierteile (2, 3) rechten
Winkel stehen, jedoch sowohl die kegelförmige Umfangskontur der Rastelemente (10, 11) im Bereich der Berührungsfläche
mit einer Laufbahn (12, 13) als auch die mit den Rastelementen (10, 11) in Berührung stehenden
Oberflächen der Laufbahn (12, 13) derart in einem zur Drehachse (X-X) der Scharnierteile (2, 3) stumpfen
Winkel stehen, daß sich bei einer Relativbewegung der Rastelemente (10, 11) und Laufbahnen (12, 13) zueinander
über ihre Berührungsfläche hinweg auf Linien längs zu den Rotationsachsen (Z-Z) ein jeweils konstanter
Schub- bzw. Torsionsspannungsverlauf einstellt.
17. Scharniertürhalter nach einem der Ansprüche 12 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß der
Führungskanal (19) durch eine quer zur Drehachse (X-X) der Scharnierteile (2, 3) verlaufende Zwischenwand
(32) in zwei Unterbringungsräume (19a, 19b) für jeweils ein Rastelement (10, 11) unterteilt ist und daß
jedes Rastelement (10, 11) durch eine separate Feder (8, 9) belastet ist, die sich einendig an der Zwischenwand
(32) im Führungskanal (23) abstützt.
18. Scharniertürhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, daß die Rastelemente (10, 11) durch eine gemeinsame Feder (8) belastet sind.
dadurch gekennzeichnet, daß die Rastelemente (10, 11) durch eine gemeinsame Feder (8) belastet sind.
19. Scharniertürhalter insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 18,
dadurch gekennzeichnet, daß die Rasteinrichtung in einem einer Tür-Schließstellung
vorgeordneten Endbereich der Relativbewegung einen Ziehweg zum selbsttätigen Zuziehen der Fahrzeugtür
definiert.
20. Scharniertürhalter insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 19,
dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den beiden Scharnierteilen (2, 3) ein das
Öffnen der Fahrzeugtür begrenzender, insbesondere mit einem Dämpfungsmaterial versehener, Endanschlag (36)
gebildet ist.
21. Scharniertürhalter nach einem der Ansprüche 6 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß die
Rastschienen (21, 22) und/oder die Ummantelungen (31) der Rastelemente (10, 11) und/oder das Dämpfungsmaterial
aus einem thermoplastisch verarbeitbaren Polyurethan-Elastomer besteht/bestehen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29802682U DE29802682U1 (de) | 1998-02-17 | 1998-02-17 | Scharniertürhalter für Fahrzeugtüren |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29802682U DE29802682U1 (de) | 1998-02-17 | 1998-02-17 | Scharniertürhalter für Fahrzeugtüren |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29802682U1 true DE29802682U1 (de) | 1999-06-24 |
Family
ID=8052767
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29802682U Expired - Lifetime DE29802682U1 (de) | 1998-02-17 | 1998-02-17 | Scharniertürhalter für Fahrzeugtüren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29802682U1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE29913235U1 (de) | 1999-08-04 | 1999-11-25 | Kermi Gmbh, 94447 Plattling | Scharnier, insbesondere für Türflügel |
| DE19936280B4 (de) * | 1998-08-07 | 2004-09-23 | Illinois Tool Works Inc., Glenview | Türscharniersystem |
| DE10344190A1 (de) * | 2003-09-22 | 2005-05-04 | Automobilscharniere Hasten | Schwenkscharnier |
| IT201600120681A1 (it) * | 2016-11-29 | 2018-05-29 | De Molli Giancarlo Ind S P A | Cerniera ad asse variabile per porte di veicoli, in particolare per porte di veicoli ad alte prestazioni |
-
1998
- 1998-02-17 DE DE29802682U patent/DE29802682U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19936280B4 (de) * | 1998-08-07 | 2004-09-23 | Illinois Tool Works Inc., Glenview | Türscharniersystem |
| DE29913235U1 (de) | 1999-08-04 | 1999-11-25 | Kermi Gmbh, 94447 Plattling | Scharnier, insbesondere für Türflügel |
| DE10344190A1 (de) * | 2003-09-22 | 2005-05-04 | Automobilscharniere Hasten | Schwenkscharnier |
| IT201600120681A1 (it) * | 2016-11-29 | 2018-05-29 | De Molli Giancarlo Ind S P A | Cerniera ad asse variabile per porte di veicoli, in particolare per porte di veicoli ad alte prestazioni |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| R207 | Utility model specification |
Effective date: 19990805 |
|
| R150 | Utility model maintained after payment of first maintenance fee after three years |
Effective date: 20010611 |
|
| R151 | Utility model maintained after payment of second maintenance fee after six years |
Effective date: 20040527 |
|
| R152 | Utility model maintained after payment of third maintenance fee after eight years |
Effective date: 20060516 |
|
| R071 | Expiry of right |