DE29801154U1 - Anzeigevorrichtung, insbesondere für harmonische Ton-Intervallstrukturen - Google Patents
Anzeigevorrichtung, insbesondere für harmonische Ton-IntervallstrukturenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Anzeigevorrichtung, insbesondere für harmonische Ton-Intervallstrukturen.
25 Die Harmonielehre als wichtiger Bestandteil der Musik folgt strengen logischen und mathematischen Regeln. Sie beschäftigt
sich mit der Verbindung der Akkorde im Tonsatz (Brockhaus, 17. Auflage). Das menschliche Gehör empfindet
gewisse gleichzeitig zusammen gespielte Töne als harmo-
30 nisch, andere als disharmonisch. Mit dem Mehrklang von Tönen beschäftigt sich die Akkordlehre.
Eine Anzahl von Tönen, die nacheinander gespielt zueinander harmonisch passen, nennt man eine Tonart. Es
35 existieren insgesamt 12 verschiedene Töne, die jeweils
durch einen Halbtonschritt voneinander getrennt sind. Zusammengefaßt nennt man die Gesamtheit der 12 Halbtöne eine
Oktave.
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Holger Seffen
Die Kunst des Musizierens liegt nun u.a. in der besonderen,
sowohl zeitgleichen wie auch in zeitlich aufeinanderfolgenden Kombination von verschiedenen Tönen
bzw. gleichen Tönen unterschiedlicher Oktaven. Die Töne lassen sich durch unterschiedliche Tonnamen, wie auch durch
die als Intervall bezeichneten Abstände zwischen zwei Tönen, beschreiben.
Musiker sowie Menschen, die sich mit Musik im allgemeinen beschäftigen, stehen beim Betreiben einer musikalischen
Tätigkeit, wozu im folgenden das Hören von Musik, das Erzeugen von Tönen selbst, wie auch das Komponieren etc.
gehören soll, vor dem Problem, die gehörten bzw. erzeugten Töne anderen Tönen zuzuordnen. Insbesondere ist es für Musiker
zumindest beim Erlernen ihrer musikalischen Fähigkeiten schwierig, auf Anhieb die Zahl der zwischen zwei Tönen
liegenden Halbtonschritte anzugeben oder umgekehrt, ausgehend von einem ersten Ton unter Kenntnis des Intervalls
bzw. der Zahl der Halbtonschritte, den gesuchten Ton zu benennen.
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Anzeigevorrichtung zu schaffen, die dem Benutzer den Umgang mit Ton-Intervallstrukturen
erleichtert.
Die Erfindung löst diese Aufgabe mit den Merkmalen des
Anspruchs 1, wonach eine Anzeigevorrichtung, insbesondere für harmonische Ton-Intervallstrukturen vorgesehen ist, mit
einer ersten, im wesentlichen kreisförmigen Scheibe, die
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zwölf Kreissegmente umfaßt, wobei jedem Kreissegment
mindestens eine feste Markierung einer ersten Art zugeordnet ist, und mit einer zweiten, im wesentlichen kreisförmigen
Scheibe, die zwölf kreissegmentartige Bereiche aufweist, denen jeweils wenigstens eine feste Markierung einer
zweiten Art zugeordnet ist, wobei die Markierungen erster und zweiter Art in Radialrichtung benachbart angeordnet
sind, wobei die beiden Scheiben konzentrisch zueinander angeordnet sind und die zweite Scheibe relativ zu der ersten
Scheibe um die gemeinsame Mittelachse in jeweils eine von zwölf Drehpositionen drehbar ist, und wobei infolge einer
Drehbewegung jeweils unterschiedliche Markierungen zweiter Art und Markierungen erster Art in unmittelbarer Zuordnung
in Radialrichtung einander gegenüberliegen.
Das Prinzip der Erfindung besteht somit zunächst darin, eine Anzeigevorrichtung mit zwei vorteilhaft zueinander
angeordneten Scheiben bereitzustellen, auf denen Markierungen erster und zweiter Art auf geschickte Weise angeordnet
sind. Durch Drehung der beiden Scheiben relativ zueinander werden unmittelbare Zuordnungen verschiedener Markierungen
zueinander erreicht. Dadurch, daß Markierungen erster Art und Markierungen zweiter Art in Radialrichtung
in unmittelbarer Zuordnung einander gegenüberliegen, zeigt die Anzeigevorrichtung dem Benutzer automatisch alle Abstände
zwischen Markierungen erster Art relativ zu Abständen der Markierungen zweiter Art an.
Entspricht beispielsweise die Markierung erster Art den Symbolen für die zwölf Halbtonschritte und die Markie-
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rung zweiter Art den Ziffern 1 bis 12, so zeigt die Anzeigevorrichtung automatisch dem Benutzer den Abstand
zweier Halbtonschritte als Abstand zwischen zwei Ziffern an. In der Regel umfaßt die Menge der Markierungen zweiter
Art einen Nullpunkt, so z.B. die Ziffer 1, da dies dem Benutzer das Ablesen der Zahl der Halbtonschritte noch weiter
erleichtert.
Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform schließen
die Kreissegemente und die kreissegmentartigen Bereiche gleiche Umfangswinkel ein. Dies hat den Vorteil, daß der
Blick des Betrachters noch stärker geführt wird.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind auf der zweiten Scheibe feste Markierungen einer dritten
Art angeordnet, die jeweils den Markierungen zweiter Art in Radialrichtung benachbart sind. Dies bietet die Möglichkeit
einer zusätzlichen Anzeige von weiteren Informationen bei einfach gelenkter Blickführung des Betrachters.
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Gemäß einer besonderen Ausgestaltung der Erfindung sind die festen Markierungen dritter Art als Bereiche mit
drei unterschiedlichen Farben ausgebildet. Dies erleichtert zusätzlich die Blickführung des Benutzers für die Zuordnungen
der. Markierungen der dritten Art zu den Markierungen erster und zweiter Art.
Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der
Erfindung sind den festen Markierungen erster und zweiter Art feste, farbige Markierungen vierter Art zugeordnet. Da-
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durch wird die Blickführung des Benutzers insbesondere für die Zuordnung Markierungen erster Art zu Markierungen zweiter
Art wiederum erleichtert.
Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung weist die erste Scheibe einen größeren Radius
als die zweite Scheibe auf und steht über deren Umfangsrand vor. Dies hat den Vorteil, daß eine besonders einfach gestaltete
sowie einfach zu handhabende Anzeigevorrichtung geschaffen ist.
Zusätzliche vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der nicht zitierten
Unteransprüche. Im übrigen wird die Erfindung insgesamt aus der nachfolgenden ausführlichen Erläuterung eines in den
Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels besonders deutlich. In den Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 in Draufsicht eine Anzeigevorrichtung mit durch unterschiedliche Schraffuren dargestellten Markierungen
dritter und vierter Art, ohne Markierungen erster und zweiter Art,
Fig. 2 die Anzeigevorrichtung gemäß Fig. 1 mit zusätzlieh
angebrachten Markierungen erster Art, Markierungen zweiter Art und Markierungen siebter Art und
Fig. 3 die Anzeigevorrichtung gemäß Fig. 2, bei der
die zweite, kleinere Scheibe relativ zur ersten, größeren
Scheibe in Richtung des Uhrzeigersinns in eine benachbarte
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Drehposition verdreht ist.
Die in den Fig. insgesamt mit 10 bezeichnete Anzeigevorrichtung umfaßt eine erste Scheibe 11 und eine dazu konzentrisch
angeordnete zweite Scheibe 12. Die erste Scheibe 11 weist einen größeren Radius als die zweite Scheibe 12
auf, so daß ein ringförmiger Randbereich der ersten Scheibe 11 über die Umfangskante 15 der zweiten Scheibe 12 hinaus
vorsteht. Die erste Scheibe 11 und die zweite Scheibe 12 sind um die gemeinsame Mittelachse 14 drehbar miteinander
verbunden, wobei die zweite Scheibe 12 relativ zur ersten Scheibe 11 in jeweils eine von wenigstens zwölf Drehpositionen
drehbar ist.
Die erste Scheibe 11 weist zwölf Kreissegmente 16 auf. In analoger Weise ist auch die zweite Scheibe 12 in zwölf
kreissegmentartige Bereiche 17 unterteilt. Die zwölf Kreissegmente 16 und die zwölf kreissegmentartigen Bereiche 17
schließen gleiche Uittfangswinkel (jeweils 30°) ein.
Markierungen 18, 19 erster und zweiter Art sind in Fig. 1 der besseren Übersichtlichkeit halber nicht dargestellt.
Dazu wird auf die Fig. 2 und 3 verwiesen.
Die Markierungen 18 erster Art sind den Kreissegmenten 16 der ersten Scheibe 11 zugeordnet. Jedes Kreissegment 16
umfaßt dabei mindestens eine derartige Markierung 18 erster Art.
Auf der zweiten, kleineren Scheibe 12 sind die Markie-
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rungen 19 zweiter Art angeordnet, wobei jedem kreissegmentartigen
Bereich 17 jeweils mindestens eine derartige Markierung 19 zweiter Art zugeordnet ist.
Auf der Oberfläche der zweiten Scheibe 12 sind, in geringerem Abstand von der Achse 14 als die Markierungen 19
zweiter Art, Markierungen 20 dritter Art angeordnet. Diese Markierungen 2 0 dritter Art sind Bereiche unterschiedlicher
Farben, wobei jedem kreissegmentförmigen Bereich 17 mindestens eine derartige Markierung 20 dritter Art zugeordnet
ist. Zur Veranschaulichung der drei unterschiedlichen Farben sind die entsprechenden, der Mittelachse 14
nahen, Flächensegmente der kreissegmentförmigen Bereiche 17 mit zwei unterschiedlichen Schraffierungen und einer Bepunktung
in den Zeichnungen dargestellt.
Weiterhin sind Markierungen 21a, 21b vierter Art vorgesehen.
Beim Ausführungsbeispiel handelt es sich dabei um unterschiedlich gefärbte Flächenbereiche. Eine Farbe 21a
ist in den Fig. durch Schraffur dargestellt. Der zweiten Farbe 21b entspricht der Übersichtlichkeit halber keine
Schraffur. Die farbigen Markierungen 21a, 21b sind jeweils den Kreissegmenten 16 und den kreissegmentartigen Bereichen
17 zugeordnet.
Beim Ausführungsbeispiel ist die Anordnung der Markierungen 21a, 21b vierter Art auf vorteilhafte Weise derart
getroffen, daß jeweils zwei in Umfangsrichtung benachbarte Kreissegmente 16 unterschiedlich farbig ausgebildet sind.
Gleiches gilt für in Umfangsrichtung benachbarte kreis-
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segmentartige Bereiche 17.
Dies hat zur Folge, daß bei jeder zweiten der zwölf Drehpositionen, wie beispielhaft eine in Fig. 1 dargestellt
ist, jeweils ein Kreissegment 16 und ein in Radialrichtung zur Mittelachse 14 hin benachbarter kreissegmentartiger Bereich
17 Markierungen 21a, 21b vierter Art gleicher Farbe aufweisen. Auf diese Weise wird der Blick des Betrachters
zur Mittelachse 14 hin gelenkt. Der Benutzer kann so einander in Radialrichtung benachtbarte Kreissegmente 16 und
kreissegmentförmige Bereiche 17 besonders einfach zuordnen.
In Fig. 3 ist eine von sechs Drehpositionen dargestellt, bei der jeweils ein Kreissegment 16 und ein in Radialrichtung
zur Mittelachse 14 hin benachbarter kreissegmentartiger Bereich 17 Markierungen 21a, 21b vierter Art
unterschiedlicher Farbe aufweisen. Dies fördert in analoger Weise, wie oben beschrieben, eine Blickführung des Benutzers
.
Die Anordnung und besondere Wahl der Markierungen 21a, 21b vierter Art unterstützen die Blickführung insbesondere
im Hinblick auf die Zuordnung der Markierungen 18 erster Art und den Markierungen 19 zweiter Art zueinander.
Die Oberfläche zumindest der zweiten Scheibe 12, aber gegebenenfalls auch die der ersten Scheibe 11, kann so gestaltet
sein, daß mit einem Markierungselement, beispielsweise einem Filzstift, Markierungen fünfter Art auf einfache
Weise aufbringbar und wieder entfernbar sind. So kann
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die Oberfläche beispielsweise aus Kunststoff bestehen und relativ glatt ausgebildet sein. Markierungen fünfter Art
sind in den Zeichnungen nicht gezeigt. Sie können dem Benutzer jedoch dazu dienen, bestimmte, bei unterschiedlichen
Tonarten, benötigte Intervallfolgen, beispielsweise in den kreissegmentartigen Bereichen 17, festzuhalten. Dies kann
dem Benutzer die Handhabung zusätzlich erleichtern.
Die für die jeweilige Tonart wichtigen Intervallabstände sind auf besonders vorteilhafte Weise in Tabellenform
als Markierungen sechster Art auf der Rückseite der ersten Scheibe 11 angeordnet. Somit befinden sich diese
Markierungen sechster Art an der Anzeigevorrichtung 10 selbst, die insgesamt lediglich gedreht werden muß, um dem
Betrachter einen Blick auf die Markierungen sechster Art zu ermöglichen. Die Markierungen sechster Art sind jedoch
ebenfalls in den Zeichnungen nicht dargestellt.
Vorteilhafterweise weist die erste Scheibe 11 einen Radius zwischen 4 und 8 cm und die zweite Scheibe 12 einen
Radius zwischen 3 und 5 cm auf. Auf diese Weise ist die Anzeigevorrichtung 10 sehr handlich ausgebildet und problemlos
transportierbar.
im folgenden wird kurz und lediglich beispielhaft die
Handhabung der Anzeigevorrichtung 10 erklärt:
Gemäß den Fig. 1 und 2 stellen die Markierungen 18
erster Art die Symbole für alle zwölf Halbtöne dar. Die Markierungen 19 zweiter Art entsprechen einer Numerierung
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eins bis sieben mit mehreren Zwischenmarkierungen. Sie stellen die Intervalle dar. So bedeutet die Markierung 19
zweiter Art "b2" einen Intervallabstand von einem Halbtonschritt, den man eine kleine Sekund nennt. Gemäß Fig. 2 ist
die Markierung 18 erster Art "B#/C" der Markierung 19 zweiter Art "1" zugeordnet. Analog liegt die in Umfangsrichtung
im Uhrzeigersinn benachbarte Markierung 18 erster Art "C#/Db" in Radialrichtung benachbart neben der Markierung
19 zweiter Art "b2". Die Anzeigevorrichtung 10 zeigt somit als Intervallabstand kleine Sekund bezogen auf den
Halbton (Grundton) "B#/C" den Halbton "C#/Db" an.
Anstelle der in den Fig. 2 und 3 dargestellten Markierungen 19 zweiter Art können daher beispielsweise auch Intervallnamen
wie Prim, kleine Sekund, große Sekund usw. oder auch eine durchlaufende Numerierung eins bis zwölf
vorgesehen sein.
Möchte ein Benutzer, ausgehend von einem Grundton "C#/Db", den um eine kleine Sekund auf der Tonleiter "nach
oben" beabstandeten Halbton wissen, so muß er lediglich die zweite Scheibe 12 in eine Drehposition bringen, in der die
Markierung 19 zweiter Art "1" in Radialrichtung benachbart der Markierung 18 erster Art "C#/Db" gegenüberliegt (Fig.
3). Der um eine kleine Sekund "b2" beabstandete Ton ergibt sich somit unmittelbar als "D". Diese Markierung 18 erster
Art "D" liegt der Markierung 19 zweiter Art "b2" radial benachbart gegenüber.
Auf ähnliche Weise gestaltet sich ein Auffinden eines
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um ein bestimmtes Intervall benachbarten Tones "unterhalb"
eines Grundtons. Sucht ein Benutzer, ausgehend vom Grundton "B#/C", den um eine große Sekunde (zwei Halbtonschritte)
beabstandeten und unterhalb des Grundtones "B#/C" liegenden Ton, so entspricht dies nach der Harmonielehre dem um eine
kleine Septime (entsprechend zehn Halbtonschritten) oberhalb des Grundtons liegenden Halbton. Dieses Beispiel läßt
sich ebenfalls anhand der Fig. 2 beschreiben. Das Symbol für eine kleine Septime "b7" als Markierung 19 der zweiten
Art ist schnell gefunden. Es liegt dem Kreissegment 16 radial benachbart gegenüber, das die Markierung 18 erster
Art "A#/Bb" aufweist. Dieser Ton "A#/Bb" entspricht somit dem um eine große Sekunde unterhalb des Grundtones "B#/C"
liegenden Tones.
Neben der Bestimmung von Abständen oder Intervallen zwischen zwei Tönen, eignet sich die Anzeigevorrichtung 10
auch zur Strukturbestimmung von Tonleitern (Tonfolgen) oder Akkorden. Tonleitergesetzmaßigkeiten lassen sich insbesondere
durch eine vorteilhafte Anordnung und Ausbildung von Markierungen 20 dritter Art und Markierungen 22 siebter Art
auf den ersten Blick erkennen.
Ein Problem, das sich dem Benutzer dabei stellen kann, ist die Frage, welche Töne eine bestimmte Dur-Tonleiter
(oder entsprechend eine beliebige andere Tonleiter) hat.
Jede Dur-Tonleiter hat charakteristische Intervalle zwischen jeweils zwei aufeinanderfolgenden Tönen. Die für
Dur-Tonleitern charakteristischen Abstände sind als Markierungen zweiter Art 19 mit den Symbolen "1", "2", "3", "4",
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"5", "6" und "7" versehen. Stellt man die zweite Scheibe 12 relativ zur ersten Scheibe 11 so ein, daß der kreissegmentartige
Bereich 17 mit dem Symbol "1" in Radialrichtung benachbart dem Grundton der gesuchten Tonleiter liegt, so
zeigt die Anzeigevorrichtung 10 automatisch die den Symbolen "2" bis "7" jeweils radial benachbart gegenüberliegenden
Töne als Bestandteile der Dur-Tonleiter an.
Bei Arbeiten mit anderen als Dur-Tonleitern, sind die Intervalle zwischen jeweils zwei Tönen einer solchen Tonleiter
andersartig. Die jeweilige Formel ist wie oben beschrieben auf der Rückseite der ersten Scheibe 11 angeordnet.
Um nicht zu viele Felder mit zu vielen Informationen unterbringen zu müssen, lassen sich die gewünschten Intervallabstände
als Markierungen fünfter Art auf den kreissegmentartigen Bereichen 17 entfernbar anbringen.
Anschließend kann der Benutzer, wie oben beschrieben, mit der Anzeigevorrichtung 10 arbeiten.
Da diese Markierungen fünfter Art abwischbar sind, was beispielsweise mit einem Taschentuch durchführbar ist, läßt
sich ein Markierungs- und Demarkierungsvorgang prinzipiell beliebig oft wiederholen.
Was das Arbeiten des Benutzers mit der Anzeigevorrichtung 10 im Zusammenhang mit Akkorden angeht, kann auf das
oben gesagte für Tonleitern verwiesen werden. Es lassen sich wieder verschiedene Tonreihen, die als Akkord nun
gleichzeitig gespielt werden, nach bestimmten Regeln zusammenfassen.
Intervalle, d.h. Abstände zwischen einzelnen
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Tönen eines Akkordes, lassen sich wiederum als Markierung fünfter Art, beispielsweise in den kreissegmentartigen Bereichen
17 der zweiten Scheibe 12, anbringen und wieder entfernen.
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Da sich für Tonintervalle bei Akkorden andere Symbole als für Intervalle in Tonleitern eingebürgert haben, sind
Markierungen 22 siebter Art als Markierungen für Akkordintervalle vorgesehen, die den Markierungen 19 zweiter Art
fest zugeordnet sind.
Die festen Markierungen 20 dritter Art dienen ebenfalls der erleichterten Blickführung des Benutzers bei Problemen
der Akkordlehre. Die Gesamtheit der Markierungen 20 dritter Art wird daher als Akkordkreis bezeichnet. Bestimmte
Gesetzmäßigkeiten in der Akkordlehre besagen, daß bestimmte Intervallabstände vorkommen müssen, um einen
Akkord einer bestimmten Gruppe von Akkorden zuordnen zu können. Durch Anbringung von farbigen Markierungen 20
dritter Art und entsprechender Zuordnung zu den kreissegmentartigen Bereichen 17 kann der Benutzer auf Anhieb eine
gewisse Struktur eines Akkordes erkennen, da die Töne in in Umfangsrichtung benachbarten und entsprechend gefärbten Bereichen
liegen müssen. So kann eine Anzahl gespielter Töne einer bestimmten Akkordstruktur zugeordnet werden und umgekehrt
ausgehend von einer Akkordstruktur die gesuchte Tonfolge schnell gefunden werden.
Die Anzeigevorrichtung 10 läßt sich beispielsweise als Lehrmittel benutzen, um sein Wissen über harmonische Zusam-
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menhänge zu erweitern. Man kann mit der Anzeigevorrichtung
10 aber ebenso mühelos ganze Stücke transponieren. Es lassen sich jedoch auch auf einfache Weise exotische, d.h.
nicht gebräuchliche Tonleitern konstruieren sowie Stufenakkorde ableiten.
Claims (18)
1. Anzeigevorrichtung (10), insbesondere für harmonische Ton-Intervallstrukturen, mit einer ersten, im wesentliehen
kreisförmigen Scheibe (11), die zwölf Kreissegmente (16) umfaßt, wobei jedem Kreissegment (16) mindestens eine
feste Markierung (18) einer ersten Art zugeordnet ist, und mit einer zweiten, im wesentlichen kreisförmigen Scheibe
(12), die zwölf kreissegmentartige Bereiche (17) aufweist, denen jeweils wenigstens eine feste Markierung (19) einer
zweiten Art zugeordnet ist, wobei die Markierungen (18, 19) erster und zweiter Art in Radialrichtung benachbart angeordnet
sind, wobei die beiden Scheiben (11, 12) konzentrisch zueinander angeordnet sind und die zweite Scheibe
(12) relativ zu der ersten Scheibe (11) um die gemeinsame Mittelachse (14) in jeweils eine von zwölf Drehpositionen
drehbar ist, und wobei infolge einer Drehbewegung jeweils unterschiedliche Markierungen (19) zweiter Art und Markierungen
(18) erster Art in unmittelbarer Zuordnung in Radialrichtung einander gegenüberliegen.
2· Anzeigevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kreissegmente (16) und die kreissegmentartigen Bereiche (17) gleiche Umfangswinkel einschließen.
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3. Anzeigevorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß auf der zweiten Scheibe (12) feste Markierungen (20) einer dritten Art angeordnet sind, die jeweils
den Markierungen (19) zweiter Art in Radialrichtung benachbart sind.
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4. Anzeigevorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die festen Markierungen (20) dritter Art als Bereiche mit drei unterschiedlichen Farben ausgebildet
sind.
5. Anzeigevorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß den festen Markierungen (18) erster Art und
den festen Markierungen (19) zweiter Art feste, farbige Markierungen (21a, 21b) vierter Art zugeordnet sind.
6. Anzeigevorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß jedes Kreissegment (16) wenigstens eine Markierung (18) der ersten Art und wenigstens eine Markierung
(21a, 21b) der vierten Art aufweist.
7. Anzeigevorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß jeder kreissegmentartige Bereich (17) wenigstens
eine Markierung (19) der zweiten Art und wenigstens eine Markierung (21a, 21b) der vierten Art aufweist.
8. Anzeigevorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die festen, farbigen Markierungen (21a, 21b)
vierter Art in zwei unterschiedlichen Farben vorgesehen sind, wobei jeweils zwei in Umfangsrichtung benachbarte
Kreissegmente (16) bzw. kreissegmentförmige Bereiche (17) Markierungen (21a, 21b) unterschiedlicher Farbe aufweisen.
9. Anzeigevorrichtung nach einem der vorangegangenen
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberflächen der
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beiden Scheiben (11, 12) ein Material aufweisen, von dem
eine mit einem Markierungselement, wie einem Stift,
aufgebrachte Markierung einer fünften Art abwischbar ist.
10. Anzeigevorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Rückseite
der ersten Scheibe (11) Markierungen sechster Art angeordnet sind.
11. Anzeigevorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß auf der zweiten
Scheibe (12) radial zwischen den Markierungen (19) zweiter und den Markierungen (20) dritter Art feste Markierungen
(22) siebter Art angeordnet sind.
12. Anzeigevorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß jeder kreissegmentartige Bereich (17)
wenigstens eine Markierung (20) der dritten Art aufweist.
13. Anzeigevorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß jeder kreissegmentartige Bereich (17) wenigstens eine Markierung (22) der siebten Art aufweist.
14. Anzeigevorrichtung nach einem der vorangegangenen
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Scheibe
(11) einen größeren Radius als die zweite Scheibe (12) aufweist und über deren Umfangsrand (15) vorsteht.
15. Anzeigevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
13, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Scheiben (11,
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12) gleich große Radien aufweisen und ein ringförmiger Randbereich der zweiten Scheibe (12) transparent ausgebildet
ist.
16. Anzeigevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Scheiben (11,
12) gleich große Radien aufweisen und in einem ringförmigen Randbereich der zweiten Scheibe (12) Öffnungen zur Durchsicht
auf den Randbereich der ersten Scheibe (11) angeordnet sind.
17. Anzeigevorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Scheibe (11)einen Radius zwischen
4 und 8 cm und die zweite Scheibe (12) einen Radius zwischen 3 und 5 cm aufweist.
18. Anzeigevorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß fünf kreissegmentartige
Bereiche (17) von jeweils einer Winkelhalbierenden unterteilt sind und jeweils mindestens zwei Markierungen
(19) zweiter Art und zwei Markierungen (20) dritter Art aufweisen.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29801154U DE29801154U1 (de) | 1998-01-24 | 1998-01-24 | Anzeigevorrichtung, insbesondere für harmonische Ton-Intervallstrukturen |
| DE19859303A DE19859303A1 (de) | 1998-01-24 | 1998-12-22 | Anzeigevorrichtung, insbesondere für harmonische Ton-Intervallstrukturen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29801154U DE29801154U1 (de) | 1998-01-24 | 1998-01-24 | Anzeigevorrichtung, insbesondere für harmonische Ton-Intervallstrukturen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29801154U1 true DE29801154U1 (de) | 1998-04-23 |
Family
ID=8051683
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29801154U Expired - Lifetime DE29801154U1 (de) | 1998-01-24 | 1998-01-24 | Anzeigevorrichtung, insbesondere für harmonische Ton-Intervallstrukturen |
| DE19859303A Withdrawn DE19859303A1 (de) | 1998-01-24 | 1998-12-22 | Anzeigevorrichtung, insbesondere für harmonische Ton-Intervallstrukturen |
Family Applications After (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19859303A Withdrawn DE19859303A1 (de) | 1998-01-24 | 1998-12-22 | Anzeigevorrichtung, insbesondere für harmonische Ton-Intervallstrukturen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (2) | DE29801154U1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US7829778B2 (en) | 2006-02-22 | 2010-11-09 | Fraunhofer-Gesellschaft Zur Foerderung Der Angewandten Forschung E.V. | Device and method for generating a note signal and device and method for outputting an output signal indicating a pitch class |
| US7982122B2 (en) | 2006-02-22 | 2011-07-19 | Fraunhofer-Gesellschaft Zur Foerderung Der Angewandten Forschung E.V. | Device and method for analyzing an audio datum |
-
1998
- 1998-01-24 DE DE29801154U patent/DE29801154U1/de not_active Expired - Lifetime
- 1998-12-22 DE DE19859303A patent/DE19859303A1/de not_active Withdrawn
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US7829778B2 (en) | 2006-02-22 | 2010-11-09 | Fraunhofer-Gesellschaft Zur Foerderung Der Angewandten Forschung E.V. | Device and method for generating a note signal and device and method for outputting an output signal indicating a pitch class |
| US7982122B2 (en) | 2006-02-22 | 2011-07-19 | Fraunhofer-Gesellschaft Zur Foerderung Der Angewandten Forschung E.V. | Device and method for analyzing an audio datum |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19859303A1 (de) | 1999-07-29 |
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