DE297814C - - Google Patents
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- DE297814C DE297814C DENDAT297814D DE297814DA DE297814C DE 297814 C DE297814 C DE 297814C DE NDAT297814 D DENDAT297814 D DE NDAT297814D DE 297814D A DE297814D A DE 297814DA DE 297814 C DE297814 C DE 297814C
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10B—DESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
- C10B1/00—Retorts
- C10B1/02—Stationary retorts
- C10B1/04—Vertical retorts
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
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- Organic Chemistry (AREA)
- Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 26«. GRUPPE1!.
Die Erfindung betrifft die Erzeugung von . Leuchtgas und bezieht sich insbesondere auf
das sogenannte kontinuierliche Verfahren, wonach ununterbrochen Kohle am oberen Ende
einer von außen beheizten senkrechten Retorte zugeführt und schließlich am unteren
Ende in Form von Koks abgezogen wird.
Bei den gegenwärtig üblichen kontinuierlichen Verfahren wird das Gas am oberen
Ende der Retorte abgezogen, und deshalb werden einige der abdestillierten Kohlenwasserstoffe
nicht einer genügenden Hitze unterworfen, um beständig zu werden; man hat deshalb später im Verlauf des Verfahrens ge-
!5 wisse Schwierigkeiten, weil diese Kohlenwasserstoffe
sich kondensieren.
Dem vorliegenden Verfahren gemäß werden alle Gase an einer Stelle abgezogen, die zwischen
den Enden der Retorte liegt, und wo eine hinreichend hohe Temperatur herrscht, um alle Bestandteile des Gases dauernd zu
fixieren ;■ man erreicht dadurch, daß das entwickelte Gas viel beständiger und gleichförmiger
ist und mehr Leuchtstoffe und Wärmeeinheiten enthält ails ein Gas, das der Retorte
an ihrem oberen Ende entnommen ist.
Man hat bereits früher vorgeschlagen, die in dem unteren und im oberen Teile der Retorte
erzeugten Gase getrennt abzuziehen und sie später miteinander zu mischen, doch hat
dieses Verfahren sich nicht mit praktischem Erfolge verwerten lassen, weil das so gewonnene
Gas nicht gleichförmigen Charakter hat. Nach dem der Erfindung entsprechenden Verfahren
werden die im oberen und unteren Teil der Retorte erzeugten Gase in der geeigneten
Zone der Retorte miteinander vermischt, und die starke Affinität der im unteren Teil der Retorte entwickelten ärmeren
Gase zu den reicheren Gasen bewirkt, daß das als Endprodukt gewonnene Gas gleichförmig
ist, und die Hitze, der die Gase unterworfen werden, macht die Kohlenwasserstoffe
für die Dauer beständig, ohne daß freier Kohlenstoff oder Ruß entsteht.
Eine weitere Neuerung besteht darin, daß der Kohle anreichernde öle zugesetzt werden,
und zwar in der Zone, die am geeignetsten für das Aufschließen und Fixieren dieser öle v
ist, eine Zone, welche im wesentlichen mit derjenigen übereinstimmt, aus welcher die
Gase abgezogen werden. Die öle werden durch ein Rohr geführt, das in der Kohlenfüllung
der Retorte liegt und sich vom oberen Ende der letzteren nach unten erstreckt, so
daß die öle beim Niedergehen allmählich angewärmt und schnell zersetzt werden, wenn
sie in die Kohle oder den Koks gelangen. Die Enden dieser Ölzuführrohre sind so festgelegt,
daß sie in die Zone münden, welche durch die Abzugslinie begrenzt ist, jedoch auf der entgegengesetzten Seite oder aber von
der Abzugslinie entfernt sind, so daß das aufgeschlossene Öl durch die heiße Kohle oder
den Koks hindurchgeht, ehe es das Abzugsrohr erreicht.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel.
Hier sind zwei senkrechte Retorten io, ii
vorhanden, die am oberen Ende die übliche Vorrichtung zur Beschickung mit Kohlen j
tragen. Diese Beschickungsvorrichtungen 12 sind von bekannter Bauart. Am unteren
Ende haben die Retorten Vorrichtungen 13 zum Herausschaffen der Koksmengen. Die
Retorten sind von Flammkanälen 14 umgeben, die von dem Kanal 15 aus, welcher an einen
Gaserzeuger 16 angeschlossen ist, mit Gasr
gespeist werden. Die Züge 15 münden in die Flammkanäle 14 und können in üblicher
Weise durch Schieber und Brücken geregelt werden, durch welche die Wärme innerhalb
gewisser Grenzen an allen Punkten rings um die Retorten konstant erhalten werden, und
durch welche die gewünschte Temperatur in der vorerwähnten Zone aufrechterhalten werden
kann, wo das Gas der Retorte entnommen wird und wo die öle zersetzt oder aufgeschlossen
und im Gase fixiert werden.
An einer zwischen beiden Enden der Retorte befindlichen Stelle liegt das Abzugsrohr
17 für die in der Retorte entwickelten Gase, das in die Retorte ; an einer Stelle mündet,
wo die richtige Temperatur herrscht, um die im oberen Teile der Retorte erzeugten Gase
ohne Überhitzung und Kohlenstoff- oder Rußabscheidung zu fixieren. Ungefähr in gleicher
Höhe wie das Rohr 17 kann ein Verbindungsrohr 18 zwischen den Retorten 10, 11 vorgesehen
sein, so daß die in der Retorte 11 entwickelten Gase gewünschtenfalls auch durch
das Rohr 17 abgezogen werden können; doch kann natürlich auch ein gesondertes Abzugsrohr
für jede Retorte vorhanden sein.
Um die Leuchtkraft des Gases durch Einführung von ölen in die Kohle zu steigern,
ist ein Rohr ig vorgesehen, das vom oberen Ende der einen Retorte in der letzteren nach
unten reicht bis zu einer Stelle, wo die zum Aufschließen der anreichernden öle und zum
dauernden Fixieren der daraus gewonnenen Gase geeignete Temperatur herrscht. Diese
Stelle wird gewöhnlich in derselben Zone liegen wie das Auslaßrohr 17, jedoch auf der
entgegengesetzten Seite der Retorte oder in einiger Entfernung von der Mündung des Auslaßrohres.
Das Rohr 19 ist zweckmäßig mit einem Schutzmantel 20 umgeben, der es gegen
Verbrennen sichert. Das Rohr geht innerhalb der Kohle nach unten, so daß die darin von
oben her eingeführten öle beim Niederfließen allmählich erwärmt werden und in die Kohle
mit einer für das Aufschließen günstigen Tempe- 5i ratur eintreten.
Beim Betriebe der Vorrichtung, die auf der Zeichnung nur schematisch angedeutet ist,
werden die im oberen Teile der Retorten aus der Kohle abdestillierten Gase mit den Gasen 6c
gemischt, die im unteren Teile der Retorte -entstehen, und der Einwirkung der Wärme
im Bereich des Auslaßrohres. 17 unterworfen, das an solcher Stelle innerhalb der Retorte
befestigt ist, daß man dort gerade die richtige 6= Temperatur aufrechterhalten kann, die nötig
ist, um die Gase zu fixieren, ohne freien Kohlenstoff oder Ruß zu erzeugen.
Das zum Einführen' anreichernder öle dienende Rohr 19 kann auch in Fortfall kommen, 7c
wenn das aus der Kohle erzeugte Gas genügende Leuchtkraft hat. Wie aus der Zeichnung zu
ersehen ist, wird der äußere Teil der sich nach unten bewegenden Kohlensäule innerhalb der
Retorte zuerst destilliert · und höher erhitzt als der innere Teil oder der Kern, und die
Gase, die aus diesem Kern entwickelt werden, müssen durch die höher erhitzte Kohle hindurchstreichen,
um das Auslaßrohr 17 zu erreichen, und da die verschiedenen Stufen oder
Zonen der Retorte auf verschiedenen Temperaturen erhalten werden, so können die Gase
nicht eher in das Auslaßrohr 17 gelangen, als bis sie durch die Zone hindurchgegangen sind,
wo die im Gas enthaltenen Leuchtstoffe, Leuchtöle usw. mit Sicherheit fixiert werden.
Claims (2)
1. Verfahren zur Erzeugung von Leucht- 9a
gas in ununterbrochenem Betriebe, dadurch gekennzeichnet, daß die in den verschiedenen
Teilen der Retorte entwickelten Gase in Höhe einer mittleren Retortenzone durch die heißere Randschicht hindurch seitlich
abgezogen werden, so daß die Kohlenwasserstoffe ohne Erzeugung von Ruß fixiert werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß zur Anreicherung der io< Kohle dienende flüssige Kohlenwasserstoffe
durch die heiße Kohlensäule zu der Zone niedergeführt werden, aus der die Gase seitlich abgezogen werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE297814C true DE297814C (de) |
Family
ID=552082
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT297814D Active DE297814C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE297814C (de) |
-
0
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