DE29724107U1 - Mauerwerk aus quaderförmigen Bausteinen - Google Patents
Mauerwerk aus quaderförmigen BausteinenInfo
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Datum 27. September 1999 Mauerwerk aus quaderförmiqen Bausteinen
Die Erfindung betrifft ein Mauerwerk aus quaderförmigen Bausteinen, die jeweils mit in der Mauerwerksebene verlaufenden Nuten versehen sind, wobei in die Nuten Zentrierstücke eingesetzt sind und jedes Zentrierstück zugleich in Nuten zweier benachbarter, in derselben Bausteinlage angeordneter Bausteine und in eine Nut mindestens eines Bausteins der oberhalb oder unterhalb angeordneten Bausteinlage eingreift.
Ein Mauerwerk mit diesen Merkmalen ist aus der US 3,061,979 sowie aus der DE 31 OO 425 C2 bekannt. Gemeinsam ist beiden Konstruktionen, daß die Verbindung zwischen den einzelnen Bausteinen des Mauerwerks ausschließlich unter Verwendung horizontaler und vertikaler Profilstreifen erfolgt, die in Nuten in den Bausteinen eingreifen und auf diese Weise die Bausteine in horizontaler wie auch in vertikaler Richtung miteinander verklammem. Durch diese Verbindungstechnik soll in beiden Fällen eine Bauweise erreicht werden, bei der auf eine Verbindung der einzelnen Bausteine durch plastische und anschließend erstarrende Massen wie Mörtel oder Leim verzichtet werden kann.
Bei diesen bekannten Bauweisen erfordert die vertikale Verklammerung der Bausteinlagen mittels der entsprechenden vertikalen Profilstreifen ein sehr sorgfältiges Arbeiten, da diese Verklammerung der einzige Verbindungsmechanismus gegen Spannungen innerhalb des Mauerwerks, etwa infolge seitlich auf das Mauerwerk einwirkender Windkräne ist.
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Ein weiteres Mauerwerk der eingangs genannten Art ist aus der DE 27 39 017 bekannt. Bei diesem Mauerwerk werden erneut horizontale und vertikale Profilstreifen verwendet, die in in den Bausteinen vorgesehene Nuten eingreifen, um die benötigte Festigkeit des Mauerwerks zu erreichen. Die vertikal verlaufenden Profilstreifen erstrecken sich hierbei jeweils über die gesamte Länge der zu errichtenden Mauer. Dies hat zur Folge, daß entsprechend der Länge des zu errichtenden Mauerwerks in ihrer Länge abgestimmte Profilstreifen zum Verbinden der einzelnen Blöcke gefertigt müssen. Zudem muß ein solches Mauerwerk schichtweise aufgebaut werden, und im Falle von Aussparungen in dem Mauerwerk für beispielsweise Fensteröffnungen oder dergleichen müssen Profilstreifen einer geänderten Länge vorgesehen werden, die auf diesen speziellen Fall abgestimmt sein müssen. Zur Verbindung des Mauerwerks ist es vorgesehen, die Profilstreifen in den Nuten einzuleimen oder einzuzementieren. Auch in diesem Fall ist eine solche Verbindung nicht ausreichend, so daß zur Erhöhung der Stabilität weitere Verbindungselemente in Form von Profilstreifen benötigt werden, die in vertikale Nuten zwischen den Blöcken eingefügt werden.
Ein weiteres Mauerwerk ist aus der EP 0 684 349 A1 bekannt. Bei einem Mauerwerk gemäß diieser Offenbarung werden Zentrierstücke in Nuten zweier benachbarter Blöcke eingesetzt. Die Blöcke werden dann flächig an ihren Berührungsflächen mit Mörtel verbunden. Da die Zentrierstücke nur in Nuten von jeweils zwei aneinander angrenzenden Blöcken eingreifen, weist ein solches Mauerwerk im Falle von schwacher Verbindungshaftung des Mörtels nur eine geringe Festigkeit auf, da nur jeweils zwei benachbarte Blöcke über derartige Verbindungselemente miteinander gesichert verbunden sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Mauerwerk aus quaderförmigen Bausteinen zu entwickeln, das sich einfach und mit guter Maßhaltigkeit der Wandflächen errichten läßt, und dabei ein hohes Maß an Standsicherheit aufweist.
Zur Lösung wird bei einem Mauerwerk der eingangs genannten Art vorgeschlagen, daß die Länge der Zentrierstücke geringer ist als die halbe Länge der Bausteine und daß die horizontale Lagerfläche jedes Bausteins flächig mit der
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gegenüberliegenden Lagerfläche des unterhalb bzw. oberhalb im Mauerwerksverband angeordneten Bausteins verklebt ist.
Durch die Verwendung von Zentrierstücken, welche in die Nuten der Bausteine eingesetzt sind, wobei jedes Zentrierstück zugleich in Nuten zweier benachbarter, in derselben Bausteinlage angeordneter Bausteine und in eine Nut mindestens eines Bausteins der oberhalb oder unterhalb angeordneten Bausteinlage eingreift, wird eine gute Maßhaltigkeit der Wandflächen des Mauerwerks erzielt. Das übliche Verputzen des Mauerwerks nach erfolgtem Aufeinanderstapeln der Bausteine ist nicht erforderlich, vielmehr reicht es wegen der Maßhaltigkeit der Wandflächen aus, wenn die Poren der Bausteine sowie die Restfugen zwischen den einzelnen Bausteinen anschließend mit einer Spachtelmasse versehen werden.
Um die Zentrierstücke der jeweiligen Art des Mauerwerksverbandes und insbesondere dem Versatz zwischen den einzelnen Bausteinlagen anpassen zu können, wird die Länge der Zentrierstücke geringer als die halbe Länge der Bausteine gewählt.
Von Bedeutung ist ferner, daß die horizontale Lagerfläehe jedes Bausteins flächig mit der gegenüberliegenden Lagerfläche des unterhalb bzw. oberhalb im Mauerwerksverband angeordneten Bausteins verklebt ist. Auf diese Weise können von dem Mauerwerk Querkräfte gut aufgenommen werden, so daß insgesamt ein hohes Maß an Standsicherheit erzielt wird.
Gemäß einer Ausgestaltung wird vorgeschlagen, daß ausschließlich die beiden horizontalen Lagerflächen der Bausteine mit Nuten versehen sind, wohingegen die beiden vertikalen Stoßflächen keine Nuten aufweisen. Die Aufgabe der Nuten ist es daher ausschließlich, ein exaktes Aufeinandersetzen der einzelnen Bausteinlagen sicherzustellen, um so die angestrebte hohe Maßhaltigkeit der Wandflächen zu erzielen. Eine nennenswerte Verklammerung der einzelnen Bausteinlagen wird durch die Zentrierstücke nicht angestrebt; vielmehr erfolgt die Aufnahme der für den Standsicherheitsnachweis maßgeblichen Kräfte innerhalb des Mauerwerks ganz überwiegend durch die flächige Verklebung der horizontalen Lagerfläche jedes Bausteins mit der gegenüberliegenden Lagerfläche der unterhalb bzw. oberhalb angeordneten Bausteine.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung sind die Nuten über die gesamte Länge der Bausteine durchgehend ausgebildet. Auf diese Weise lassen sich die Bausteine mit beliebigem Versatz auf den Bausteinen der jeweils unterhalb angeordneten Bausteinlage absetzen.
Die Standsicherheit des Mauerwerks läßt sich zusätzlich verbessern, indem auch die vertikalen Stoßflächen benachbarter Bausteine derselben Bausteinlage flächig miteinander verklebt sind.
Die Zentrierstücke selbst sollten bündig und spielfrei in die Nuten passen und w bestehen zu diesem Zweck vorzugsweise aus einem Vollmaterial, etwa einem
formstabilen Kunststoff.
Schließlich wird mit der Erfindung vorgeschlagen, daß die Tiefe der Nuten das Einbis Zweifache der Breite der Nuten beträgt. Auf diese Weise wird eine besonders gute Zentrierung der einzelnen Bausteinlagen bei zugleich ausreichend verbleibender Lagerfläche für den Klebstoffauftrag erzielt.
Weitere Einzelheiten und Vorteile werden nachfolgend anhand der zugehörigen Zeichnungen erläutert. Darin zeigen:
Fig. 1 in einer perspektivischen Darstellung ein aus quaderförmigen Bau-A steinen aufgeschichtetes Mauerwerk in der Bauphase und
Fig. 2 in einer Seitenansicht ein Mauerwerk in fertiggestellter Ausführung.
Das Mauerwerk besteht in an sich bekannter Weise aus einzelnen quaderförmigen Bausteinen 1, z. B. Gasbetonsteinen. Die Bausteine 1 sind an ihrer Oberseite sowie an ihrer Unterseite jeweils mit Nuten 2 versehen, die sich jeweils über die gesamte Länge des Bausteins 1 erstrecken. Beim Ausführungsbeispiel sind die Nuten 2 rechteckig gestaltet, wobei die Tiefe der Nuten das Ein- bis Zweifache der Breite der Nuten beträgt. Als besonders günstig hat sich eine Tiefe der Nut von 20 mm und eine Breite von 15 mm herausgestellt. Die Nuten 2 verlaufen jeweils in der Mitte 6er Breite der Bausteins 1, so daß sich sämtliche Nuten des Mauerwerks in derselben Ebene befinden, die zugleich Mittelebene des Mauerwerks ist. Die
Bausteine 1 können auf diese Weise auch seitenverkehrt geschichtet oder um 180° verdreht gesetzt werden.
In die Nuten 2 sind Zentrierstücke 3 einsetzbar, deren Breite möglichst genau der Breite der Nuten entspricht, so daß die Zentrierstücke 3 spielfrei in den Nuten sitzen. Bei den Zentrierstücken 3 handelt es sich um kleine Quader aus formstabilem Kunststoff, deren Breite der Breite der Nut 2 entspricht, und deren Höhe in etwa gleich ist der doppelten Tiefe der Nut 2. Ferner ist die Länge der Zentrierstücke 3 geringer als die halbe Länge der Bausteine 1.
Insbesondere die Fig. 2 läßt erkennen, daß im Auflagebereich zwischen zwei Bausteinlagen die Zentrierstücke 3 jeweils so in die dortigen Nuten eingesetzt werden, daß jedes Zentrierstück 3 zugleich in Nuten zweier benachbarter, in derselben Bausteinlage angeordneter Bausteine 1 und in eine Nut mindestens eines Bausteins 1 der oberhalb oder unterhalb angeordneten Bausteinlage eingreift. Zentrierstücke 3 werden also jeweils dort angeordnet, wo die vertikalen Stoßflächen 4 zweier benachbarter Bausteine 1 derselben Bausteinlage zusammentreffen. Diese Stoßflächen 4 weisen, anders als die horizontalen Lagerflächen 5, keine Nuten auf und sind, bis auf die Mündungen der in den horizontalen Lagerflächen 5 ausgebildeten Nuten 2, vollständig glatt ausgebildet.
Fig. 1 läßt noch erkennen, daß die Bausteine 1 der untersten, unmittelbar auf dem Fundament aufliegenden Bausteinlage an ihrer unterer Lagerfläche keine Nuten aufweisen.
Die Nuten können bereits beim Herstellen der Bausteine durch Gießen in eine Form in die Bausteine eingeformt werden. Sie können auch nach dem Erhärten der Formmasse eingefräst werden. Jedoch lassen sich mittels entsprechender Fräser oder Sägen auch vor Ort auf der Baustelle diese Nuten mit der erforderlichen Präzision herstellen.
Das beschriebene Mauerwerk wird Bausteinlage für Bausteinlage erstellt. Vor dem Setzen eines neuen Bausteins 1 wird an der entsprechenden Stelle der darunter angeordneten Bausteinlage zunächst das Zentrierstück 3 eingesetzt. Sodann werden die untere Lagerfläche 5 des zu setzenden Bausteins sowie die nach oben
gerichtete Lagerfläche der Setzfläche mit einem flächig aufgetragenen Kleber versehen, z. B. einem Gasbetonkleber. Durch diesen Schritt wird die horizontale Lagerfiäche 5 jedes Bausteins 1 flächig mit der gegenüberliegenden Lagerfläche des unterhalb bzw. oberhalb im Mauerwerksverband angeordneten Bausteins verklebt. Das Mauerwerk erhält hierdurch eine besonders hohe Standsicherheit. Zusätzlich können auch die vertikalen Stoßflächen 4 verklebt werden.
1 Baustein
2 Nut
3 Zentrierstück
4 Stoßfläche
5 Lagerfläche
Claims (7)
1. Mauerwerk aus quaderförmigen Bausteinen, die jeweils mit in der Mauerwerksebene verlaufenden Nuten (2) versehen sind, wobei in die Nuten (2) Zentrierstücke (3) eingesetzt sind und jedes Zentrierstück (3) zugleich in Nuten (2) zweier benachbarter, in derselben Bausteinlage angeordneter Bausteine (1) und in eine Nut (2) mindestens eines Bausteins (1) der oberhalb oder unterhalb angeordneten Bausteinlage eingreift, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge der Zentrierstücke (3) geringer ist als die halbe Länge (1) und daß die horizontale Lagerfläche (5) jedes Bausteins (1) flächig mit der gegenüberliegenden Lagerfläche (5) des unterhalb bzw. oberhalb im Mauerwerksverband angeordneten Bausteins (1) verklebt ist.
2. Mauerwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ausschließlich die beiden horizontalen Lagerflächen (5) der Bausteine (1) mit Nuten (2) versehen sind, wohingegen die beiden vertikalen Stoßflächen (4) keine Nuten aufweisen.
3. Mauerwerk nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Nuten (2) über die gesamte Länge der Bausteine durchgehend ausgebildet sind.
4. Mauerwerk nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die vertikalen Stoßflächen (4) benachbarter Bausteine (1) derselben Bausteinlage flächig miteinander verklebt sind.
5. Mauerwerk nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Zentrierstücke (3) aus Vollmaterial bestehen, vorzugsweise aus formstabilem Kunststoff.
6. Mauerwerk nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Tiefe der Nuten (2) das Ein- bis Zweifache der Breite der Nuten (2) beträgt.
7. Mauerwerk nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Nuten (2) bereit beim Formprozeß der Bausteine in diese eingeformt werden.
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| DE29724107U1 true DE29724107U1 (de) | 1999-12-09 |
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2001086085A1 (de) * | 2000-05-11 | 2001-11-15 | Ter Huurne Andre | Gebäudekonstruktion sowie formelemente zum aufbau derselben |
| EP1207365A1 (de) * | 2000-11-17 | 2002-05-22 | Silca Service- und Vertriebsgesellschaft für Dämmstoffe mbH | Steinwand mit Nut-Feder-Verbindungen |
-
1997
- 1997-02-21 DE DE29724107U patent/DE29724107U1/de not_active Expired - Lifetime
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Legal Events
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| R150 | Utility model maintained after payment of first maintenance fee after three years |
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