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DE29720465U1 - Vorrichtung zum Klemmen und Brechen von Bohrsträngen - Google Patents

Vorrichtung zum Klemmen und Brechen von Bohrsträngen

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Publication number
DE29720465U1
DE29720465U1 DE29720465U DE29720465U DE29720465U1 DE 29720465 U1 DE29720465 U1 DE 29720465U1 DE 29720465 U DE29720465 U DE 29720465U DE 29720465 U DE29720465 U DE 29720465U DE 29720465 U1 DE29720465 U1 DE 29720465U1
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DE
Germany
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clamping
drilling
holder
jaws
drill
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DE29720465U
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English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Huette & Co Bohrtechnik GmbH
Original Assignee
Huette & Co Bohrtechnik GmbH
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Publication date
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21BEARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
    • E21B19/00Handling rods, casings, tubes or the like outside the borehole, e.g. in the derrick; Apparatus for feeding the rods or cables
    • E21B19/16Connecting or disconnecting pipe couplings or joints
    • E21B19/161Connecting or disconnecting pipe couplings or joints using a wrench or a spinner adapted to engage a circular section of pipe
    • E21B19/163Connecting or disconnecting pipe couplings or joints using a wrench or a spinner adapted to engage a circular section of pipe piston-cylinder actuated

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Earth Drilling (AREA)

Description

Vorrichtung zum Klemmen und Brechen von Bohrsträngen
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Klemmen und Brechen von Bohrsträngen, die aus Bohrelementen wie Bohrrohren oder Bohrgestängen zusammengesetzt sind, mit wenigstens zwei paarweise gegenüberliegend angeordneten und hydraulisch verstellbaren Spannbacken, zwischen denen ein Bohrelement einklemmbar ist, und mit Klemmeinsätze aufweisenden Aufsetzbacken, welche lösbar an den Spannbacken befestigt sind.
Vorrichtungen zum Klemmen und Brechen von Bohrsträngen werden an Bohrgeräten zum Herstellen von Löchern in verschiedenen Untergründen verwendet. Bohrgeräte finden eine häufige Anwendung, um Verpreßanker im Erdreich, Gestein oder Fels zu setzen. Hierzu bestehen die bekannten Bohrgeräte aus einem Raupenfahrzeug, auf dem eine Lafette an Gelenkarmen in allen Richtungen bewegbar angelenkt ist. Auf der Lafette ist axial verfahrbar ein Bohrantrieb, z. B. ein Drefv/Schlagantrieb, angeordnet, mit dem die einzelnen Bohrelemente gekoppelt werden. Diese Kopplung wie auch die Verbindung der einzelnen Bohrelemente im Rahmen des Vortriebs des gesamten Bohrstranges findet gewöhnlich durch Verschrauben statt. Die einzelnen Bohrelemente werden einem in der Regel parallel zur Lafette angeordneten Magazin entnommen und nach dem Bohren der Löcher, wieder in dieses zurückgelegt.
Die Handhabung der einzelnen Bohrelemente stellt sowohl beim Setzen zur Durchführung des Bohrvorganges als auch beim Ziehen der Bohrstränge ein außerordentliches Problem insoweit dar, daß die einzelnen Bohrelemente in Abhängigkeit von ihrer Länge ein erhebliches Gewicht besitzen und am
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Bohrgeräte positioniert, gehalten und verschraubt bzw. wieder voneinander gelöst und wegtransportiert werden müssen. Bei verschiedenen Bohrverfahren kommt darüber hinaus erschwerend hinzu, daß mit ineinander gesetzten Bohrsträngen gearbeitet wird, wie beispielsweise beim Überlagerungs- und Doppelkopfbohren, bei dem ein inneres Bohrgestänge mit einem Außenbohrrohr konzentrisch mit Abstand umgeben ist. Für jeden sogenannten Schuß sind hierbei zwei unterschiedliche Bohrelemente zu handhaben, die über Gewindeanschlüsse mit dem Bohrantrieb bzw. dem bereits gesetzten Bohrstrang zu verbinden und nach Durchführung des Dreh-/Schlag-Bohrvorgangs wieder zu lösen sind.
Im Stand der Technik ist es bekannt, zum Verbinden bzw. Lösen von Bohrelementen eines Bohrstranges die eingangs geschilderte Vorrichtung zu verwenden. Ursächlich hierfür ist, daß durch die Dreh-/Schlagbewegung während des Bohrvorgangs die einzelnen Bohrelemente eines Bohrstranges derart miteinander verpreßt sind, daß ein Losdrehen mittels des Bohrantriebs alleine nahezu ausgeschlossen ist. Bei der bekannten Vorrichtung werden zwei miteinander verschraubte Bohrelemente jeweils zwischen ein Paar hydraulisch betätigte Spannbacken eingeklemmt und das Haftmoment der Bohrelementverbindung durch hydraulisch unterstützte Relativdrehung eines Spannbackenpaares um in der Regel 30° aufgebrochen. Das endgültige Losdrehen des damit gelockerten Bohrelementes kann nun mit dem Bohrantrieb vorgenommen werden. Um einen Reibschluß der Spannbacken mit einem eingespannten Bohrelement zu erzielen, werden mit profilierten Klemmeinsätzen bestückte Aufsetzbacken verwendet, die nach Verschleiß ausgewechselt werden.
Als Nachteil der zuvor beschriebenen Vorrichtung erweist sich, daß sich die zum einfachen und schnellen Austauschen an die Spannbacke angeschraubten Aufsetzbacken häufig lösen, was nicht nur eine umständliche und aufwendige regelmäßige Kontrolle mit sich bringt, sondern aufgrund der großen aufgebrachten Kräfte auch zu Beschädigungen an den Spannbacken oder den Bohrelementen führen kann. Die Ursache hierfür besteht darin, daß bei Verwendung von Bohrelementen mit unterschiedlichen Durchmessern eine stets flächige Berührung von Klemmeinsatz und Bohrelement ausgeschlossen
ist, so daß eine einseitige Belastung der Spannbacken und damit Spannungen in diesen auftreten, die ein Lösen der Schrauben bewirken.
Nachteilig ist weiterhin, daß mit der einseitigen, das heißt punktförmigen, Belastung der Klemmeinsätze ein hoher Verschleiß einhergeht und durch die Verwendung profilierter Klemmeinsätze zudem die Gefahr des Abbrechens eines Profils besteht, was auch Verformungen oder Beschädigungen der Bohrelemente zur Folge haben kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Klemmen und Brechen dahingehend weiterzubilden, daß sich bei Vermeidung der zuvor beschriebenen Nachteile eine variable Anpassung der Klemmeinsätze an unterschiedliche Bohrelementdurchmesser auf einfache und kostengünstige Weise erreichen läßt.
Die Aufgabe ist bei einer Vorrichtung der eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Klemmeinsätze an Halterungen angeordnet sind, die verschwenkbeweglich in den Aufsetzbacken gelagert sind, wobei die Verschwenkachse parallel zu einem eingespannten Bohrelement verläuft.
Durch eine solche erfindungsgemäße Ausgestaltung wird stets ein flächiger Kontakt zwischen Klemmeinsätze und Bohrelement erreicht, so daß eine gleichmäßige Kraftübertragung stattfindet. Dies bewirkt nicht nur einen geringeren Verschleiß der Klemmeinsätze, sondern führt auch zu deutlich erhöhten Klemmkräften bei gleichbleibendem Hydraulikaufwand.
In einer bevorzugten Ausführungsform weist eine Halterung eine Querschnittsfläche auf, welche auf einer Seite eine konvexe und auf der dieser gegenüberliegenden Seite eine konkave Kontur besitz, wobei die konvexe Seite im Aufsetzbacken geführt und die freie konkave Seite mit wenigstens einem Klemmeinsatz versehen ist. Die konkave Ausgestaltung der Halterung einerseits erweist sich günstig für die Übertragung hoher Kräfte, während die konvexe Ausgestaltung andererseits eine optimale Anpassung an die Außenkontur eines Bohrelementes gestattet. Hinsichtlich letzterem ist es weiterhin von Vorteil, wenn die Krümmung der konkaven Seite einem
mittleren Durchmesser von beispielsweise 100 mm der gängigsten mittleren Bohrelemente entspricht, so daß die Abweichungen bei Verwendung von Bohrelementen mit größeren oder kleineren Durchmessern auf ein Minimum beschränkt ist.
Zweckmäßigerweise ist die Lagerfläche eines Aufsetzbackens im Querschnitt annähernd kartenförmig ausgebildet und weist die gleiche Krümmung auf wie die konvexe Seite einer Halterung. Dies bietet den Vorteil, daß sich die Kraftübertragung von den Spannbacken über die Aufsetzbacken in die Halterung der Klemmeinsätze ungehindert vollzieht, so daß eine geringe Spannungsbelastung in den Aufsetzbacken entsteht.
Zweckmäßig ist ferner, wenn die Halterung um eine Achse verschwenkbar ist, welche in einer Durchgangsbohrung der Halterung geführt ist, um auf einfache und kostengünstige Weise eine begrenzte Drehung und damit Anpassung der Halterung an unterschiedliche Bohrelementedurchmesser zu ermöglichen. Gemäß einem weiteren Merkmai der Erfindung verläuft die Durchgangsbohrung nahe dem Schwerpunkt der Halterung, so daß diese aufgrund ihres Eigengewichts stets eine vorbestimmte Grundstellung einnimmt und dennoch einfach zu verschwenken ist. Um größtmögliche Variabilität hinsichtlich der Anpassung der Halterung an unterschiedliche Bohrelementdurchmesser zu gewährleisten, hat gemäß einem besonders vorteilhaften Merkmal der Erfindung die Durchgangsbohrung einen zylindrischen Durchmesser, welcher in Krümmungsrichtung der Halterung größer ist als der Durchmesser der Achse. Auf diese Weise ist es möglich, daß die Halterung nicht nur um eine feste Verschwenkachse drehbar ist, sondern durch Verschieben relativ zur feststehenden Welle eine Exzentrizität erfährt, welche einen optimalen Anstellwinkel hinsichtlich eines
Bohrelementdurchmessers gewährleistet.
Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung sind an einer Halterung zwei Klemmeinsätze angeordnet, die an ihrer freien Außenfläche eine riffelartige Profilierung aufweisen, welche der konkaven Kontur der Halterung folgt, um auf diese Weise eine gute tangentiale Annäherung an die Krümmung eines Bohrelementes zu erreichen. Zu dem gleichen Zweck wird weiterhin
-&Bgr;-
vorgeschlagen, daß an einem Aufsetzbacken zwei Halterungen angeordnet sind, was zudem zu einer erhöhten Klemmkraft beiträgt.
Um ein einfaches und schnelles Austauschen der Spannbacken zu erzielen, sind vorteilhafterweise die Aufsetzbacken an die Spannbacken angeschraubt. Aufgrund der erfindungsgemäßen Ausgestaltung ergibt sich kein Lösen der Schrauben mehr, wie dies aus dem Stand der Technik bekannt war. Schließlich wird vorgeschlagen, daß die Klemmeinsätze unlösbar mit den Halterungen verbunden sind, um eine zuverlässige Kraftübertragung von den Halterungen auf die Klemmeinsätze zu erzielen.
Weitere Merkmale und Vorteile des Gegenstandes der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispieles, das in der Zeichnung dargestellt ist, und zwar zeigen:
Fig. 1 ein Bohrgerät mit einer Vorrichtung zum Klemmen und Brechen von Bohrsträngen in einer schematischen Seitenansicht;
Fig. 2 die Vorrichtung zum Klemmen und Brechen als Einzelbaugruppe in einer schematischen Ansicht gemäß dem Pfeil in Fig. 1 teilweise im Schnitt;
Fig. 2a die Vorrichtung gemäß Fig. 2 bei einer Relativverdrehung zwischen zwei Spannbackenpaaren;
Fig. 3 eine Spannbacke mit angeschraubter Aufsetzbacke und daran angeschlossenen Halterungen mit Klemmeinsätzen in einer Schnittdarstellung;
Fig. 3a die Spann- und Aufsetzbacken mit einer alternativen Ausführungsform für die Halterungen;
Fig. 4 eine schematische Darstellung zur Verdeutlichung des Spannens eines Rohres kleinen Durchmessers und
Fig. 4a eine schematische Darstellung zur Verdeutlichung des Spannens eines Rohres großen Durchmessers.
Das in Fig. 1 gezeigte Bohrgerät 1 eignet sich zum Bohren von Löchern in verschiedenen Untergründen, wie beispielsweise Erdreich, Gestein oder Fels. Das als Raupenfahrzeug ausgebildete Bohrgerät 1 weist ein Raupenfahrwerk 2 auf, an dessen Schwenksäule 3 über Gelenkarme 4, einen Schwenkkopf 5 für die Neigungseinsteliung und ein Lafettenträger 6 eine Lafette 7 in allen Richtungen beweglich angelenkt ist. Die heb- und senkbare sowie nach allen räumlichen Achsrichtungen bewegbare Lafette 7 wird hydraulisch von einer Motor-Hydraulik-Einheit 8 angetrieben. Auf der Lafette 7 ist in entsprechenden Führungen axial verfahrbar ein Bohrantrieb 9 angeordnet, der beispielsweise als Dreh-/Sch!agantrieb oder als Duplex- oder Doppelkopfantrieb ausgebildet sein kann. Der Antriebskopf des Bohrantriebes 9 weist einen Gewindeanschluß 10 für die Kopplung mit einzelnen Bohrelementen 11 des zu setzenden bzw. wieder herauszuziehenden Bohrstranges auf. Als Bohrelemente 11 können sowohl Bohrgestänge als auch Bohrrohre verwendet werden, die als einzelne Schüsse zu einem Bohrstrang zusammengesetzt und von dem Bohrantrieb 9 durch Drehen und/oder Schlagen in einen Untergrund eingetrieben werden, wobei bei einem Duplex-Antrieb die Bohrlochverrohrung und das Bohrlochgestänge gleichzeitig gedreht und/oder geschlagen werden.
Am vorderen Ende 12 der Lafette 7 ist eine Klemm- und Brechvorrichtung 13 angeordnet, die zum klemmenden Festhalten, Verschrauben und Lösen eines aus Bohrelementen 11 zusammengesetzten Bohrstranges dient. Seitlich an der Lafette 7 ist ein Magazin 14 für die Bohrelemente 11 befestigt, das als Trommelmagazin ausgebildet ist und mittels eines Antriebsmotors 1 5 um seine Mittelachse 16, die sich in der Bohrebene seitlich der Bohrachse 17 befindet, rotierbar ist, um nacheinander die Bohrelemente 11 in eine in der Bohrebene liegende, zur Bohrachse 17 hingewendete Entnahmeposition zu bringen. Auf der dem Magazin 14 gegenüberliegenden Seite der Lafette 7 ist eine Handhabungsvorrichtung 18 angeordnet, mittels der die Entnahme der Bohrelemente 11 aus dem Magazin 14 voli mechanisiert und ohne manuelle Unterstützung stattfindet.
Die in den Figuren 2 und 2a gezeigte Klemm- und Brechvorrichtung 13 besteht aus zwei in Richtung der Bohrachse 17 hintereinander angeordneten Paaren von Spannbacken 19, 19a von denen jeder Spannbacken 19, 19a mittels zweier Hydraulikzylinder 20 orthogonal zur Bohrachse 17 verstellbar ist. An den Spannbacken 19, 19a sind Aufsetzbacken 21 mittels Schrauben 22 angeschraubt. Das in Bohrrichtung hintere Spannbackenpaar 19 ist über zwei seitlich angelenkte Hydraulikzylinder 23, 23a relativ zu dem in Bohrrichtung vorderen Spannbackenpaar 19a verdrehbar, wie insbesondere in Fig. 2a zu erkennen ist.
In den Figuren 3 und 3a sind in einer Schnittdarstellung die mit den Schrauben 22 an die Spannbacken 19, 19a angeschraubten Aufsetzbacken 21 detaillierter zu erkennen. Die Aufsetzbacken 21 sind mit zwei im Querschnitt annähernd kaiottenförmig ausgebildeten Lagerflächen 24 versehen, die zur Führung von komplementär ausgebildeten Halterungen 25 vorgesehen sind. Die einen im wesentlichen konvex-konkaven Querschnitt aufweisenden Halterungen 25 sind an ihrer konkaven Seite mit jeweils zwei Klemmeinsätzen 26 bestückt, die an ihrer freien Außenfläche eine riffelartige Profilierung aufweisen, welche der konkaven Kontur der Halterung 25 folgt. Die Halterungen 25 sind mittels einer Achse 28 verschwenkbeweglich in den Aufsetzbacken 21 gelagert. Die Verschwenkachse ist dabei so orientiert, daß sie parallel zu einem eingespannten Bohrelement 11, das heißt parallel zur Bohrachse 17 verläuft. Die Achsen 28 erstrecken sich in Segmentbohrungen/Segmentausfräsungen 27, 27a der Halterungen 25, die im Fall der Ausführungsform gemäß Fig. 3 als konzentrische Bohrung nahe dem Schwerpunkt der Halterung 25 und in der alternativen Ausführungsform gemäß Fig. 3a einen zylindrischen Durchmesser aufweisen, welcher in Krümmungsrichtung der Halterung 25 größer ist als der Durchmesser der Welle 28, das heißt eine exzentrische Verschiebung der Halterung 25 zusätzlich zur Verschwenkbewegung um die Achse 28 in einem Aufsetzbacken 21 zuläßt.
Die Arbeitsweise des in Fig. 1 gezeigten Bohrgerätes 1 ist wie folgt: Zu Beginn einer Bohrung werden die Bohrelemente 11 in das Magazin 14 geladen, wobei in Abhängigkeit des auszuführenden Bohrverfahrens sowohl Bohrrohre oder Bohrgestänge alleine als auch kombiniert angeordnet werden können. Zur
Entnahme des ersten Bohrelementes 11 verfährt die Handhabungsvorrichtung 18 und positioniert das Bohrelement 11 in der Bohrachse 17. Als nächstes wird der Bohrantrieb 9 an das Bohrelement 11 auf der Lafette 7 herangefahren und über den Gewindeanschluß 10 mit diesem verbunden. Bei Doppelkopfoder Überlagerungsbohren, bei dem die Bohrelemente 11 aus inneren Bohrgestängen und äußeren Bohrrohren zusammengesetzt sind, wird zunächst das Innengestänge gegriffen, in die Bohrachse 17 transportiert und mit dem Bohrantrieb 9 verbunden. Dieser fährt sodann soweit zurück, daß die Entnahme eines Außenrohres in äquivalenter Weise aus dem Magazin 14 stattfinden kann. Anschließend wird das Innengestänge in das Außenrohr eingeführt und daß so zusammengesetzte Bohrelement 11 auf der Lafette 7 nach vorn zu einem bereits im Bohrloch befindlichen Bohrstrang verfahren. Die Befestigung des Bohrelementes 11 an den Bohrstrang geschieht mit Hilfe der Klemm- und Brechvorrichtung 13 derart, daß das vordere Spannbackenpaar 19a den Bohrstrang einklemmt und das Bohrelement 11 mit Hiife des Bohrantriebs 9 aufgeschraubt wird.
Das eigentliche Bohren wird durch Betätigung des Dreh- und/oder Schlagantriebs des Bohrantriebs 9 durchgeführt. Dies setzt selbstverständlich voraus, daß das vordere Spannbackenpaar 19a den Bohrstrang nicht mehr festklemmt. Zum Anschließen eines weiteren Bohrelementes 11 wird der Bohrstrang wieder mit den Spannbacken 19 und/oder 19a festgeklemmt und der Bohrantrieb 9 gelöst und in seine Ausgangsposition am hinteren Ende der Lafette 7 zurückbewegt. In gleicher Weise kann nun ein weiteres Bohrelement 11 entnommen bzw. aus einem inneren Bohrgestänge und einem äußeren Bohrrohr zusammengesetzt und auf die bereits im Bohrloch befindlichen Bohrelement aufgeschraubt werden, bis das Bohrloch sukzessiv fertiggestellt ist.
Nach Fertigstellung des Bohrloches wird zunächst Schuß für Schuß das innere Bohrgestänge abgebaut und ggf. ein zu setzender Verpreßanker in das noch verrohrte Bohrloch eingeführt, ehe Schuß für Schuß auch die Außenverrohrung abgebaut wird. Die Arbeitsfolge beim Herausziehen entspricht dabei der beim Abwärtsbohren, jedoch in entgegengesetzter Reihenfolge. Das heißt, daß ein Bohrelement 11 auf die Höhe des Magazins 14 mit dem Bohrantrieb 9 gezogen wird und dann mit der Klemm- und
Brechvorrichtung 13 festgeklemmt wird. Dabei klemmen das hintere Spannbackenpaar 19 das zu entnehmende Bohrelement 11 und das vordere Spannbackenpaar 19a das mit diesem verschraubte Bohrelement des verbleibenden Bohrstranges fest. Durch entsprechende Beaufschlagung der Hydraulikzylinder 23, 23a wird sodann das hintere Spannbackenpaar 19 gegenüber dem vorderen Spannbackenpaar 19a um ca. 30° verdreht. Dies hat zur Folge, daß die aufgrund des Bohrvorgangs mit einem hohen Haftmoment miteinander verbundenen Bohrelemente "gebrochen" werden, so daß nun die Kraft des Bohrantriebs 9 ausreicht, um das gelockerte Bohrelement 11 vom verbleibenden Bohrstrang zu !ösen. Selbstverständlich ist hierzu das Spannbackenpaar 19 wieder zu öffnen. Mittels der Handhabungsvorrichtung 18 wird danach das Bohrelement 11 ergriffen und festgehalten, bis der Gewindeanschluß 10 des Bohrantriebs 9 vollständig gelöst ist. Anschließend wird das Bohrelement 11 im Magazin 14 positioniert, wobei durch die Rotation des Magazins 14 sichergestellt ist, daß sich stets ein leeres Fach auf Höhe der Handhabungsvorrichtung 18 befindet. Der Abbau des nächsten Bohrelementes 11 erfolgt in gleicher Weise.
Durch die hohen, mittels der Hydraulikzylinder 20 aufgebrachten Kräfte beim Festklemmen des Bohrstrangs bzw. des Bohrelementes 11 mit den Spannbacken 19, 19a tritt ein hoher Verschleiß an den Kontaktflächen auf, welcher ein Austauschen der die notwendige Reibung erzielenden Klemmeinsätze 26 mit der Zeit erfordert. Diese, häufig aus einem Hartmetall bestehenden Klemmeinsätze 26 sind daher mit Schrauben 22 an den Aufsetzbacken 21 angeordnet, was einen einfachen und schnellen Austausch sicherstellt. Um eine optimale Anpassung der Klemmeänsätze 26 an unterschiedliche Durchmesser von Bohrelementen 11 zu gewährleisten, sind die Klemmeinsätze 26 an den in den Aufsetzbacken 21 verschwenkbeweglich gelagerten Halterungen 25 angeordnet. Durch die Verschwenkbeweglächkeit der Halterungen 25 wird erreicht, daß die Klemmeinsätze 26 stets größtenteils flächig an den Bohrelementen 11 anliegen, so daß eine gleichmäßige Kraftübertragung von den Hydraulikzylindern 20 auf ein eingespanntes Bohrelement 11 stattfindet. Dies trägt zum einen dazu bei, daß die in den Aufsetzbacken 21 auftretenden Spannungen minimiert werden, so daß ein unbeabsichtigtes Lösen der Schrauben 22 ausgeschlossen werden kann, und zum anderen, daß auch der Verschleiß erheblich reduziert wird, so daß sich
eine längere Lebensdauer der Klemmeinsätze 26 ergibt. Ferner läßt sich bei gleichem durch die Hydraulikzylinder 20 aufgebrachten Kraftaufwand, eine erhöhte Haltekraft erzielen, so daß größere Brechmomente übertragen werden können. In der Ausführungsform gemäß Fig. 3a ist zudem die Halterung 25 im Rahmen der Segmentbohrung/Segmentausfräsung 27a zusätzlich zur Verschwenkbewegung exzentrisch verschiebbar, was insbesondere bei Bohrelementen 11 mit sehr kleinen oder sehr großen Durchmessern eine optimale Anpassung zuläßt. Mittels der in den Figuren 3 und 3a gezeigten Anordnung der Klemmeinsätze 26 an verschwenkbeweglichen Halterungen 25 wird damit nicht zuletzt auch einer erhöhten Betriebszuverlässigkeit Rechnung getragen, indem Beschädigungen an den Spannbacken 19, 19a oder den Hydraulikzylindern 20 infolge eines unbeabsichtigten Lösens der Aufsetzbacken 21 weitestgehend vermieden werden.
Bezugszeichenliste
1 Bohrgerät
2 Raupenfahrwerk
3 Schwenksäule
4 Gelenkarm
5 Schwenkkopf
6 Lafettenträger
7 Lafette
8 Motor-Hydraulik-Einheit
9 Bohrantrieb
10 Gewindeanschluß
11 Bohrelement
12 vorderes Ende der Lafette
13 Klemm- und Brechvorrichtung
14 Magazin
15 Antriebsmotor zum Magazin
16 Mittelachse zum Magazin
17 Bohrachse
18 Handhabungsvorrichtung
19 Spannbacken 19a Spannbacken
20 Hydraulikzylinder
21 Aufsetzbacken
22 Schraube
23 Hydraulikzylinder 23a Hydraulikzylinder
24 Lagerfläche
25 Halterung
26 Klemmeinsatz
27 Segmentbohrung/Segmentausfräsung 27a Segmentbohrung/Segmentausfräsung
28 Achse

Claims (11)

Ansprüche
1. Vorrichtung zum Klemmen und Brechen von Bohrsträngen, die aus Bohrelementen (11) wie Bohrrohren oder Bohrgestängen zusammengesetzt sind, mit wenigstens zwei paarweise gegenüberliegend angeordneten und hydraulisch verstellbaren Spannbacken (19, 19a), zwischen denen ein Bohrelement (11) einklemmbar ist, und mit Klemmeinsätze (26) aufweisenden Aufsetzbacken (21), welche lösbar an den Spannbacken (19, 19a) befestigt sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Klemmeinsätze (26) an Halterungen (25) angeordnet sind, die verschwenkbewegüch in den Aufsetzbacken (21) gelagert sind, wobei die Verschwenkachse parallel zu einem eingespannten Bohrelement (11) verläuft.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Halterung (25) eine Querschnittsfläche aufweist, welche auf einer Seite eine konvexe und auf der dieser gegenüberliegenden Seite eine konkave Kontur besitzt, wobei die konvexe Seite im Aufsetzbacken (21) geführt und die freie konkave Seite mit wenigstens einem Klemmeinsatz (26) versehen ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Krümmung der konkaven Seite einem mittleren Durchmesser von beispielsweise 100 mm der gängigsten Bohrelemente (11) entspricht.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, gekennzeichnet durch eine im Querschnitt annähernd kalottenförmige Lagerfläche (24) eines Aufsetzbackens (21), welche die gleiche Krümmung aufweist wie die konvexe Seite einer Halterung (25).
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterung (25) um eine Achse (28) verschwenkbar ist, welche in einer Segmentbohrung/Segmentausfräsung (27, 27a) der Halterung (25) geführt ist.
·♦·
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Segmentbohrung/Segmentausfräsung (27, 27a) nahe dem Schwerpunkt der Halterung (25) verläuft.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Segmentbohrung/Segmentausfräsung (27a) einen zylindrischen Durchmesser hat, welcher in konkaver Krümmungsrichtung der Halterung (25) größer ist als der Durchmesser der Achse (28).
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß an einer Halterung (25) zwei Klemmeinsätze (26) angeordnet sind, die an ihrer freien Außenfläche eine riffelartige Profilierung aufweisen, welche der konkaven Kontur der Halterung (25) folgt.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß an einem Aufsetzbacken (21) zwei Halterungen (25) angeordnet sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufsetzbacken (21) an die Spannbacken (19, 19a) angeschraubt sind.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmeinsätze (26) unlösbar mit den Halterungen (25) verbunden sind.
R/SC/wr
DE29720465U 1997-11-19 1997-11-19 Vorrichtung zum Klemmen und Brechen von Bohrsträngen Expired - Lifetime DE29720465U1 (de)

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