DE29718807U1 - Achsfederung von Lastfahrzeugen und Arbeitsmaschinen - Google Patents
Achsfederung von Lastfahrzeugen und ArbeitsmaschinenInfo
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- B60G17/02—Spring characteristics, e.g. mechanical springs and mechanical adjusting means
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Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Vehicle Body Suspensions (AREA)
Description
22. Oktober 1997 97-3028 G-sk
Liebherr-Werk Ehingen GmbH
D-89584 Ehingen/Donau
D-89584 Ehingen/Donau
Achsfederung von Lastfahrzeugen und Arbeitsmaschinen
Die Erfindung betrifft eine Achsfederung von Lastfahrzeugen und Arbeitsmaschinen,
vorzugsweise von Schwerlastfahrzeugen, mit hydraulischen Kolben-Zylinder-Einheiten,
die die bewegliche Verbindung zwischen Achsen und Fahrgestell darstellen und Zylinderkammern durch Hydraulikleitungen mit Blasen- oder Membranspeichern
(BMS, Hydrospeicher) verbunden sind, deren Gaskammern mit einer der gewünschten Federkennlinie angepaßten Gasmenge befüllt sind.
Hydro-pneumatische Achsfederungen dieser Art sind bekannt und werden in der
Regel bei Schwerlastfahrzeugen eingesetzt, wobei üblicherweise der Gasvorspanndruck
der Blasen- oder Membranspeicher, der die Federung bestimmt, konstant gehalten wird. Das Arbeiten mit einem konstanten Gasvorspanndruck ist aber nur dann
unproblematisch, wenn die auftretenden Achslasten keine zu großen Unterschiede aufweisen, da andernfalls die Gefahr besteht, daß die Blasen oder Membranen der
Blasen- oder Membranspeicher zerstört werden. Wird mit nur einem Gasvorspanndruck
gearbeitet, kann sich bei stark veränderten Achslasten die Federung derart verändern, daß sie nicht mehr funktionssicher ist.
Es ist bekannt, mit mehreren Blasen- oder Membranspeichern zu arbeiten, die unter
verschiedenen Gasvorspanndrücken stehen, wenn in Einzelfällen unterschiedliche Achslasten beherrscht werden müssen. Werden jedoch durch unterschiedliche BeIadungszustände
veränderliche Achslasten erreicht, so läßt sich auch mit mehreren vorgegebenen Gasvorspanndrücken keine optimale Achsfederung erreichen.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine hydro-pneumatische Achsfederung der eingangs
angegebenen Art zu schaffen, die sich einfach und schnell unterschiedlichen BeIadungszuständen
bzw. Achslasten anpassen läßt.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Gasmenge in den
Gaskammern der Blasen- oder Membranspeicher auf die jeweiligen Achslasten einstellbar
ist.
Bei der erfindungsgemäßen hydro-pneumatischen Achsfederung wird also immer
eine optimale Federung dadurch erreicht, daß die Gasmenge in der Gaskammer auf den jeweiligen Belastungszustand eingestellt wird.
Zweckmäßigerweise stehen die Gaskammern der Blasen- oder Membranspeicher
über ein Ventil mit einem Druckgasspeicher oder einer Druckgasquelle in Verbindung.
Als Gas wird üblicherweise Stickstoff verwendet.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, daß der Druckgasspeicher
ein Kolbenspeicher ist, dessen Kolben in dem Speicherzylinder hydraulisch, pneumatisch
oder durch einen elektrischen oder anderen, beispielsweise mechanischen, Antrieb bewegbar ist.
Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, daß der Öldruck
in den hydraulischen Kolbenzylindereinheiten gemessen wird und eine Steuereinrichtung
vorgesehen ist, die die Gasmenge in den Blasen- oder Membranspeichern
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entsprechend dem gemessenen Öldruck einstellt. Der Öldruck stellt sich abhängig
von der Achslast in den Zylindern 2, 3 ein.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung näher
erläutert. In dieser zeigt
Fig. 1 einen Schaltplan der hydro-pneumatischen Achsfederung, bei der
die Federung auf ihren weichsten Wert eingestellt ist (geringste Achslast),
Fig. 2 den Schaltplan nach Fig. 1, bei dem die Federung auf ihren härtesten
Wert eingestellt ist (höchste Achslast) und
Fig. 3 einen der Fig. 1 entsprechenden Schaltplan, bei dem die Federung
automatisch auf die jeweilige Achslast einstellbar ist (Zwischenstellung).
In dem linken strich-punktiert eingekastelten Teil der Zeichnung ist eine übliche hydro-pneumatische
Achsfederung dargestellt, bei der der Gasvorspanndruck in dem Blasen- oder Membranspeicher 1 nicht veränderbar ist. Bei dieser bekannten Achsfederung
stellen die hydraulischen Kolbenzyiindereinheiten 2, 3 die federnde Verbindung
zwischen Fahrgestell und Achsen 8 dar. Die Kolben- 4 bzw. Ringkammer 5 gegenüberliegender Zylinder einer oder mehrerer Achsen sind in der dargestellten
Weise kreuzweise durch Hydraulikleitungen 9, 10 miteinander verbunden. Dies bewirkt
eine Stabilisierung des Fahrzeugs bei Kurvenfahrt. Die Hydraulikleitungen 9, 10 sind durch Leitungen 11, 12 unter Zwischenschaltung eines Kombiventils 13 mit den
Blasen- oder Membranspeichern 1 verbunden. Die Hydraulikleitung 12 ist in gleicher
Weise wie die Hydraulikleitung 11 mit einem Blasen- oder Membranspeicher 1 und
mit einem Hydrauliksystem verbunden, wie es oben aus Fig. 1 ersichtlich ist.
Dem Hydrauliksystem wird über die Druckleitung 14 von der Hydraulikpumpe 15 Hydrauliköl
zugeführt, so daß immer eine ausreichende Füllung vorhanden ist, wobei
die Füllung durch die Ventile 16, 17 gesteuert wird. Überschüssiges Öl wird über die
Rücklaufleitung 18 zum Tank geführt. Die bis hierher beschriebene hydropneumatische
Achsfederung ist bekannt und braucht daher näher nicht beschrieben zu werden.
Die Erfindung besteht darin, daß der Gaskammer 20 des Blasen- oder Membranspeichers
über eine Leitung 21 und ein zwischengeschaitetes Magnetventil 22 ein
Kolbenspeicher 24 zugeordnet ist, in dem ein Kolben 25 durch Öldruck verschieblich
geführt ist. Um den Gasmenge in der Gaskammer 20 des Blasen- oder Membranspeichers
1 zu erhöhen, wird das Magnetventil 2 geöffnet und der Kolben 25 durch Öffnen des Magnetventils 23 in der Steuereinheit 27 über Öldruck nach links bewegt,
bis die Gasmenge im Blasen- oder Membranspeicher in der gewünschten Weise erhöht
und den Achslasten angepaßt ist.
Durch Verschieben des Kolbens 25 im Zylinder 24 wird Gas in den Blasen- oder
Membranspeicher 1 gepumpt (Kolbenbewegung nach links) bzw. aus dem Blasenoder Membranspeicher abgelassen (Kolbenbewegung nach rechts). Die Gasmenge
im Blasen- oder Membranspeicher 1 wird hierdurch erhöht bzw. verringert und in gewünschter Weise der Achslast angepaßt.
Die hydraulischen Kolbenzylindereinheiten 2 und 3 der gefederten Achsen sind zu
ihrer Federung in der dargestellten Weise an Blasen- oder Membranspeicher 1 angeschlossen.
Diesen Blasen- oder Membranspeichern 1 wird über den Kolbenspeicher 24 in Abhängigkeit von der Achslast eine bestimmte Gasmenge zugeführt.
Der den Achslasten entsprechende Federungsdruck kann über Drucksensoren 30 an
den hydraulischen Kolbenzyiindereinheiten 2, 3 gemessen werden.
Zu jedem der Achslast entsprechenden Federungsdruck 30 wird die erforderliche
Gasmenge der Blasen- oder Membranspeicher errechnet. Die errechnete Gasmenge
wird sodann durch den Kolbenspeicher eingestellt, indem der Kolben 25 im Zylinder
24 um eine bestimmte Strecke nach links oder rechts verschoben wird. Diese Verschiebung
wird über die Kolbenwegerfassung 26 gemessen und die Magnetventile 23 und 23a sinngemäß angesteuert. Dabei wird grundsätzlich eine Einstellung gewählt,
bei der der Blasen- oder Membranspeicher 1 etwa zur Hälfte mit Öl und Gas gefüllt ist.
Für die Zustände "leer" (Fig. 1) und "voll" (Fig. 2) ist die Gasmenge relativ einfach
einzustellen. Hierzu ist es grundsätzlich nur erforderlich, den Kolben 25 in die dargestellten
Endstellungen in dem Speicherzylinder 24 zu verfahren, die aus den Fig. 1 und 2 ersichtlich sind.
Aus Fig. 1 ist der Zustand "leer" ersichtlich, bei der sich der Kolben 25 in der rechten
Endstellung des Kolbenspeichers 24 befindet. Die Gasmenge in der Gaskammer des Blasen- oder Membranspeichers 1 ist somit der kleinste und die Menge in dem Kolbenspeicher
die größte. Die Achsfederung ist somit auf die kleinste Achslast eingestellt.
Bei dem Zustand "voll" (Fig. 2) ist der Kolben 25 in die linke Endstellung des Kolbenspeichers
24 gefahren worden, so daß Gasmenge im Blasen- oder Membranspeicher 1 die größte ist. Der Federungsdruck ist dabei auf die höchste Achslast eingestellt.
Bei der aus Fig. 3 ersichtlichen Einstellung befindet sich der Kolben 25 etwa in der
Mitte des Kolbenspeichers 24, wobei der Federungsdruck auf einen mittleren Wert eingestellt ist. Um eine solche Einstellung vorzunehmen, wird der Kolbenweg erfaßt.
Nach Erreichen der notwendigen Gasmenge wird die Bewegung des Kolbens 25
gestoppt und das Ventil 22 geschlossen und somit der Kolbenspeicher 24 von dem
Blasen- oder Membranspeicher 1 getrennt. Die für die vorhandene Achslast erforderliche
Gasmenge ist nun in dem Blasen- oder Membranspeicher 1 eingestellt.
Die Veränderung der Gasmenge kann automatisch oder manuell erfolgen.
Bei automatischer Veränderung des Gasvorspanndrucks wird über einen Drucksensor
30 der jeweilige Federungsdruck in dem Federungskreis gemessen und somit die jeweilige Achslast erfaßt. Entsprechend dem gemessenen Federungsdruck wird
die zugehörige Gasmenge eingestellt, was in der beschriebenen Weise durch die Verschiebung des Kolbens 25 in dem Kolbenspeicher 24 erfolgt.
Die Auslegung der Größe des Kolbenspeichers 24 richtet sich nach den auftretenden
niedrigsten bzw. höchsten Achslasten.
Beim Anfahren der Niveaustellung der hydraulischen Kolbenzylindereinheiten 2 und
3 stellen sich die Federungsdrücke ein. Nach dieser Einstellung kann durch Verfahren
des Kolbens 25 in dem Kolbenspeicher 24 die erforderliche Gasmenge eingestellt werden.
Nach Erreichen der vorgegebenen Stellung des Kolbens 25 in dem Kolbenspeicher
24 wird über das Ventil 22 der Kolbenspeicher von dem Blasen- oder Membranspeicher
getrennt.
Claims (5)
1. Achsfederung von Lastfahrzeugen und Arbeitsmaschinen, vorzugsweise von
Schwerlastfahrzeugen, mit hydraulischen Kolben-Zylinder-Einheiten, die die bewegliche Verbindung zwischen Achsen und Fahrgestell darstellen und deren
Zylinderkammern durch Hydraulikleitungen mit Blasen- oder Membranspeichern (BMS) (Hydrospeicher) verbunden sind, deren Gaskammer mit einer der
gewünschten Federkennlinie angepaßten Gasmenge befüllt sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Gasmenge in der Gaskammer der Blasen- oder Membranspeicher auf
die jeweilige Achslast einstellbar ist.
&ngr;>. &Igr;&Ggr;
2. Achsfederung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gaskammern
(20) der Blasen- oder Membranspeicher (1) über ein Ventil (22) mit einem Druckgasspeicher oder einer Druckgasquelle in Verbindung stehen.
3. Achsfederung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckgasspeicher
ein Kolbenspeicher (24) ist, dessen Kolben (25) hydraulisch, pneumatisch oder durch einen elektrischen oder einen anderen, beispielsweise mechanischen
Antrieb bewegbar ist.
4. Achsfederung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der Öldruck in den hydraulischen Kolben-Zylinder-Einheiten (2, 3) gemessen wird und eine Steuereinrichtung (27) vorgesehen ist, die die Gasmenge in
den Blasen- oder Membranspeichern (1) entsprechend dem gemessenen Öldruck einstellt.
5. Achsfederung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Einstellung
durch entsprechende Verschiebung des Kolbens (25) in dem Kolbenspeicher (24) erfolgt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29718807U DE29718807U1 (de) | 1997-10-22 | 1997-10-22 | Achsfederung von Lastfahrzeugen und Arbeitsmaschinen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29718807U DE29718807U1 (de) | 1997-10-22 | 1997-10-22 | Achsfederung von Lastfahrzeugen und Arbeitsmaschinen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29718807U1 true DE29718807U1 (de) | 1998-02-05 |
Family
ID=8047619
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29718807U Expired - Lifetime DE29718807U1 (de) | 1997-10-22 | 1997-10-22 | Achsfederung von Lastfahrzeugen und Arbeitsmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29718807U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10330198B4 (de) * | 2003-07-03 | 2013-10-31 | Vibracoustic Gmbh & Co. Kg | Federung eines Fahrzeuges |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2756989A (en) * | 1952-08-29 | 1956-07-31 | Renault | Suspension device for vehicles |
| DE1209006B (de) * | 1958-12-20 | 1966-01-13 | Suspa Federungstechnik G M B H | Hydropneumatische Federung fuer Fahrzeuge |
| DE9001053U1 (de) * | 1990-01-31 | 1990-04-05 | Beinhauer, Uwe, 6380 Bad Homburg | Hydropneumatische Federung |
| EP0425885A2 (de) * | 1989-10-28 | 1991-05-08 | HEMSCHEIDT FAHRWERKTECHNIK GmbH & Co. | Hydropneumatisches Federungssystem |
-
1997
- 1997-10-22 DE DE29718807U patent/DE29718807U1/de not_active Expired - Lifetime
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| R207 | Utility model specification |
Effective date: 19980319 |
|
| R163 | Identified publications notified |
Effective date: 19980112 |
|
| R150 | Utility model maintained after payment of first maintenance fee after three years |
Effective date: 20010123 |
|
| R151 | Utility model maintained after payment of second maintenance fee after six years |
Effective date: 20031202 |
|
| R158 | Lapse of ip right after 8 years |
Effective date: 20060503 |