DE29717755U1 - Anordnung zur periodischen Änderung der Schnittweite eines optischen Systems - Google Patents
Anordnung zur periodischen Änderung der Schnittweite eines optischen SystemsInfo
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Description
optischen Sytems
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zu periodischen Änderung der Schnittweite eines optischen Systems. Sie ist vorzugsweise
geeignet für Kameras, bei denen in der Bildebene eine flächenförmig angeordnete Anzahl photoelektrischer
Wandler, im weiteren als CCD-Matrix bezeichnet, vorgesehen ist-.
Bei der konventionellen Bildverarbeitung im Zusammenhang mit Meß- und Prüfzwecken können beim Einsatz von CCD-Matrix-Kameras
aus den aufgenommen Bildern in der Regel nur 2-D-Informationen gewonnen werden. Aussagen über die dritte
Dimension sind nur in begrenztem Maße anhand von Reflexionseigenschaften, Schattenwurf, Maßstabsverzerrungen oder
ähnlich möglich.
Insbesondere im Zusammenhang mit dem Fortschreiten der Automatisierungstechnik
ist das Interesse der Industrie daran gestiegen, bildverarbeitende Meßanordnungen um die dritte
Dimension erweitern zu können.
Es sind Verfahren bekannt, bei. denen Lichtpunkte auf die Oberfläche eines Meßobjektes projiziert werden und das vom
Meßobjekt reflektierte Licht auf dem positionempfindlichen Detektor, der CCD-Matrix, abgebildet wird. Durch Bestimmung
des Kontrastes im Bild wird ein Äquivalent für die dritte Dimension ermittelt. Ändert sich der Abstand zwischen dem
Objektiv und dem beleuchteten Oberflächenabschnitt in Richtung der optischen Achse, d.h. bezogen auf die flächenhafte
Ausdehnung der CCD-Matrix in der dritten Dimension, ändert sich der Kontrast. Wird das Objektiv in Richtung dieser Abstandsänderung
nachgeführt, bis der Kontrast wiederherge-
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stellt ist, entspricht der Weg der Positionsänderung dem zu ermittelnden Maß in der dritten Dimension.
Diese Verfahrensweise wird bei zweidimensionalen Objekten
zur Autofokussierung genutzt und damit zur Bestimmung des Abstandes zwischen Objektiv und Objekt. Bei dreidimensionalen
Objekten ist auf diese Weise lediglich der Abstand zu einzelnen Oberflächenpunkten bestimmbar.
Ein entscheidender Nachteil dieses Verfahrens bzw. der Anordnungen
zur Durchführung solcher Verfahren besteht darin, daß eine Relativbewegung zwischen Objekt und Objektiv in
Richtung der optischen Achse erforderlich ist. Daraus folgt, daß genaue Meßwerte eine hochgenaue Führung, ein genaues
Meßsystem sowie die Synchronisation zwischen der Bildaufnahme und der Bewegung des Objektes bzw. des Objektivs
voraussetzen, was technischen Aufwand bedeutet. Außerdem ist bei Aufnahme von Meßserien der Zeitaufwand sehr
hoch, da zwischen den einzelnen Messungen Verstellbewegungen notwendig sind.
Es ist weiterhin bekannt, daß sich die Schnittweite eines Objektivs ändert, wenn eine planparallele Platte rechtwinklig
so in den Strahlengang eingebracht wird, daß der Strahlengang die Plattendicke durchdringen muß. Das Ausmaß der
Schnittweitenänderung ist dabei von der Plattendicke und/ oder von der Brechzahl des Plattenmaterials abhängig.
In der DE 42 12 438 Al ist eine optische Anordnung zur Messung
von Distanzen und zur Erfassung von Werkstückkanten beschrieben, bei der im Strahlengang zwischen dem Meßkopf
und dem Werkstück eine planparallele Glasplatte eingefügt ist. Die Anordnung besteht aus einer Laserdiode mit Kollimatoroptik,
welche ein Werkstück punktförmig beleuchtet und aus einer Abbildungsoptik, die den diffusen Reflex auf dem
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Werkstück über ein Prisma auf einen Linear-CCD-Sensor abbildet. Die planparallele Glasplatte ist um eine senkrecht
zum Beleuchtungsstrahlengang ausgerichteten Achse drehbar gelagert, wobei mit der Drehung der Platte sowohl ein Parallelversatz
der Beleuchtungsstrahlung wie auch der vom Werkstück reflektierten Strahlung quer zur Richtung der Distanzmessung
erfolgt. Weiterhin sind Mittel zur Auslösung dieser Drehbewegung und Mittel zur Ermittlung des Drehwinkel
vorgesehen, die so ausgestaltet sind, daß der Ort des Auftreffpunktes der Beleuchtungsstrahlung auf dem Werkstück
um kleine, jedoch sehr genaue Wege senkrecht zur Achse der Distanzmessung verändert werden kann. Hier treffen im wesentlichen
ebenfalls die bereits weiter oben beschriebenen Nachteile zu.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung der vorbeschriebenen Art so weiterzubilden, daß die Prüfung
und/oder Ermittlung von Abständen zwischen Objekt und Objektiv ohne eine Abstandsänderung zwischen Objektiv und Objekt
möglich ist.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß zum
Zweck der Schnittweitenänderung in den Strahlengang des Objektivs zeitlich nacheinander eine Anzahl planparalleler
Platten mit unterschiedlicher optischer Eigenschaften einbringbar ist, wobei die planparallelen Platten auf einem
gemeinsamen, relativ zum Strahlengang beweglichen Träger angeordnet sind. Die untereinander abweichenden optischen
Eigenschaften der planparallelen Platten sollten vorteilhafterweise
durch unterschiedliche Dicken der Platten bei gleicher Brechzahl des Plattenmaterials bestimmt sein.
Aus der Unterbringung mehrerer planparalleler Platten auf einem gemeinsamen, relativ zum Strahlengang beweglichen
Träger ergibt sich vorteilhaft, daß aufgrund der Bewegung
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des Trägers verschiedene planparallele Platten an die gleiche Position in den Strahlengang eingebracht werden können,
wobei sich wegen der unterschiedlichen Dicken von Platte zu Platte die Schnittweite des optischen Systems ändert. Jeder
planparallelen Platte kann demzufolge eine bestimmte Schnittweite des optischen Systems zugeordnet werden.
Werden nun beispielsweise mit dieser Anordnung Werkstücke geprüft, wobei sich im Strahlengang eine planparallele
Platte mit der Dicke ai befindet und bei einem Abstand a
zwischen dem Objektiv und der Oberfläche des Werkstückes ein Bild auf der CCD-Matrix erzeugt wird, so ändert sich
der Kontrast des Bildes, sobald sich der Abstand des abgebildeten Oberflächenabschnittes zum Objektiv ändert. Das
kann beispielsweise dann der Fall sein, wenn der Durchmesser eines runden, zentrisch gehaltenen Werkstückes vom
Normmaß abweicht, weil sich damit der Abstand a ändert oder wenn Unebenheiten auf der Oberfläche eines Prüflings vorhanden
sind.
Durch Bewegung des gemeinsamen Trägers ist es nun möglich diejenige aus der Auswahl planparalleler, auf dem Träger
angeordneter Platten in den Strahlengang zu bringen, die die Schnittweite des optischen Systems so weit ändert, daß
wieder ein Bild mit dem ursprünglichen Kontrast auf der CCD-Matrix erzeugt wird.
Hat die so ausgewählte planparallele Platte die Dicke bi,
ergibt sich der Wert x=ai-bi als Maß für die Durchmesserabweichung
des zu prüfenden Wertstückes.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, daß der Träger als Wechselrad ausgebildet ist, an welchem
die planparallelen Platten mit ihrer Formachse auf einem Teilkreis angeordnet sind, wobei das Wechselrad um eine
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parallel zu optischen Achse ausgerichtete Drehachse drehbar ist und der Radius des Teilkreises dem Abstand zwischen der
optischen Achse und der Drehachse entspricht. Damit ist mit einfachen mechanischen Mitteln bei hinreichender Meßgenauigkeit
eine mechanische Einrichtung geschaffen, mit der das wechselweise Einbringen planparalleler Platten in den
Strahlengang leicht zu bewerkstelligen ist.
Zum Auswechseln der planparallelen Platten gegeneinander
ist es lediglich erforderlich, das Wechselrad um den Winkel zu drehen, der dem Bogenabstand der planparallelen Platten
auf dem Teilkreis entspricht.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, daß der gemeinsame Träger mit einem elektromechanischen
Antrieb gekoppelt ist, der über einen Ansteuereingang zur manuellen oder automatischen Auslösung der Antriebsbewegung
verfügt.
Der elektromechanische Antrieb kann außerdem über eine Teilungseinrichtung
mit dem Wechselrad verbunden sein, die dafür sorgt, daß die Drehbewegung des Wechselrades um die
Drehachse um genau den Winkel erfolgt, der dem Bogenabstand zweier planparalleler Platten auf dem Teilkreis des Wechselndes
entspricht. Derartige Teileinrichtungen sind im Stand der Technik hinreichend bekannt. So kann die Bewegung
durch entsprechende Ansteuerung eines Schrittschaltmotors erfolgen oder anhand einer mechanischen Einrichtung, die
beispielsweise über ein Malteserkreuz verfügt.
Eine sehr vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Anordnung mit einer Kamera, die zur periodischen Bildaufnahme
vorgesehen und zu diesem Zweck mit einer Auswerte- und Ansteuereinrichtung gekoppelt ist besteht darin, daß
der Ausgang der Auswerte- und Ansteuereinrichtung verzweigt
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ist und einer der Zweige mit dem elektromechanischen Antrieb verbunden ist. Damit wird vorteilhaft erreicht, daß
zugleich mit der Auslösung einer Bildaufnahme auch die Weiterschaltung des Wechselrades veranlaßt wird.
So ist es beispielsweise möglich, eine Bildserie für jedes zu prüfende Werkstück aufzunehmen und dabei jedem Bild dieser
Serie eine bestimmte planparallele Platte und damit eine bestimmte Schnittweite zuzuordnen. Bei der Auswertung
dieser Bildserie entspricht die Dicke der planparallelen Platte, die während der Bildaufnahme mit dem erwarteten
Kontrast in den Strahlengang eingeordnet war, der vorgenannten Dicke bi. Aus der bereits genannten Beziehung x=aibi
ist dann die Ermittlung der Abweichung &khgr; möglich.
Denkbar ist beispielsweise auch, mit dieser Anordnung eine Unebenheit oder mehrere Unebenheiten auf einem Oberflächenabschnitt
eines Werkstückes bezüglich ihrer Ausdehnung in Richtung der optischen Achse zu beurteilen. Dazu werden in
zeitlicher Folge mehrere Bilder desselben Oberflächenabschnittes aufgenommen, und zwar jeweils mit planparallelen
Platten unterschiedlicher, progressiv steigender Dicke im Strahlengang. Die einzelnen Bilder geben den der jeweiligen
Schnittweite zuzuordnenden Umfang der Unebenheit kontrastreich wieder; damit lassen sich sogenannte „Höhenlinien"
ermitteln, von denen jede für einen definierten Abstand,
bezogen auf eine Grundebene, den Umriß der Unebenheit erkennen läßt.
Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß in den Signalweg des Ansteuersignales zur Auslösung einer
Bildaufnahme ein Zeitverzögungsglied eingeordnet ist. Damit wird erreicht, daß bei Aufnahme einer Bildserie zunächst
die Weiterschaltung des Wechselrades erfolgt und somit das Auswechseln der planparallelen Platte im Strahlengang vorSeite
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genommen wird, bevor über das zeitverzögerte Ansteuersignal
eine weitere Bildaufnahme veranlaßt wird.
Dadurch befindet sich jeweils eine planparallele Platte mit abweichender Dicke im Strahlengang, bevor die nächste Bildaufnahme
erfolgt.
In einer weiteren sehr vorteilhaften Ausgestaltung kann vorgesehen sein, daß die erfindungsgemäße Anordnung mit einem
Kamera-Beleuchtungssystem für sehr kurze Bildaufnahmezeiten gekoppelt ist, wobei als Aufnahmeobjekt ein Oberflächenabschnitt
eines Prüflings dient.
Damit ist es einerseits möglich, Fertigungsfehler der einzelnen Platten (Parallelität der Lichtein- und Lichtaustrittsflächen)
und Abweichungen der Einbaulage von Platte zu Platte zu kompensieren und eine hohe Reproduzierbarkeit
und Meßgenauigkeit zu erzielen.
Wird diese Beleuchtungsquelle für kurze Belichtungszeiten nun ebenfalls im Zeittakt der Aufnahmen von der Auswerte-
und Ansteuereinrichtung angesteuert, läßt sich ein einzelner Oberflächenabschnitt stroboskopartig abtasten, indem
beispielsweise eine Serie von „geblitzten" Bildern aufgenommen
wird, wobei vor jeder weiteren Aufnahme der Träger mit den planparallelen Platten um eine Teilung weitergeschaltet
und damit die Platte mit der nächst höheren Dicke in den Strahlengang gebracht wird. Auf diese Weise wird
derselbe Oberflächenabschnitt mehrmals mit verschiedenen Schnittweiten aufgenommen.
Sind dabei Belichtungszeit und Rotationsgeschwindigkeit so aufeinander abgestimmt sind, daß kontrastreiche Bilder entstehen,
kann das Wechselrad mit den planparallelen Platten kontinuierlich rotieren. Dabei kann entweder die Bewegung
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des Wechselrades (Slave) in Abhängigkeit vom Aufnahmetakt der Kamera (Master) gesteuert werden oder umgekehrt.
Der wesentliche Vorteil besteht darin, daß das Werkstück bzw. dessen abzutastende Oberfläche in relativer Ruhe zur
optischen Achse des Strahlenganges verbleiben kann.
Um die Auflösung eines derartigen „Tiefenscanns" erhöhen zu
können, sind bei einer Weiterentwicklung der Erfindung mehrere Träger mit planparallelen Platten vorgesehen. Jeder
dieser Träger ist so positioniert, daß die auf ihm angeordneten planparallelen Platten, wie weiter oben beschrieben,
zeitlich nacheinander in den Strahlengang eingebracht werden können und auf diese Weise eine der Anzahl der Träger
entsprechende Anzahl von Platten hintereinander im Strahlengang angeordnet sind.
Sind beispielhaft zwei Träger vorgesehen, können sich zwei planparallele Platten hintereinander im Strahlengang befinden.
Sind beide Träger in der bereits beschriebenen Weise mit elektromechanischen Antrieben versehen und gesondert
ansteuerbar, können sie unabhängig voneinander weitergeschaltet werden. Während beispielsweise eine planparallele
Platte des einen Trägers im Strahlengang verbleibt, können die Platten des anderen Trägers nach jeder Aufnahme gewechselt
und mit der im Strahlengang verbliebenen Platte des ersten Trägers kombiniert werden.
Damit ist eine Vielzahl von Kombinationen zur Erzielung von Schnittweiten möglich.
Je nach Ausgestaltung kann die erfindungsgemäße Anordnung
für Messungen im Durchlichtverfahren wie auch in Auflichthellfeld-
oder Auflichtdunkelfeldbeleuchtung genutzt werden.
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Die Erfindung soll nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert werden. In den zugehörigen Zeichnungen
zeigen Fig.l und Fig.2 die prinzipielle Darstellung der erfindungsgemäßen Anordnung. Die Fig.3 ein Beispiel mit
planparallelen Platten bestückten Trägern.
In Fig.l ist ein Objektiv 1 mit einem telezentrischen Strahlengang 2 symbolisch dargestellt. In der Bildebene des
Objektivs 1 ist eine CCD-Matrix 3 angeordnet. Auf der Objektseite des Strahlenganges 2 befindet sich ein zu prüfendes
Werkstück 4, und zwar in einem Abstand a vom Objektiv 1, wobei der Abstand a etwa der Schnittweite des Objektivs
1 entspricht. Auf diese Weise wird ein im Strahlengang 2 liegender Teil des Oberflächenabschnittes 4.1 mit einem bestimmten
Kontrast auf die CCD-Matrix 3 abgebildet.
Die Schärfe des Kontrastes ist dabei abhängig von der Dicke ai einer planparallelen Platte 5, die in den Strahlengang 2
eingeordnet ist. Wird nun der Prüfling bzw. das Werkstück 4 in Richtung T senkrecht zur optischen Achse 6 verschoben,
so wandert der Oberflächenabschnitt 4.1 des Werkstückes 4 aus dem Strahlengang heraus und der Oberflächenabschnitt
4.2 erreicht den Strahlengang 2. Damit verringert sich der Abstand zwischen dem Objektiv 1 und der Oberfläche des
Werkstückes 4 um den Betrag x. Wie bereits dargelegt, ändert sich dabei auch der Kontrast des Bildes auf der CCD-Matrix
3.
Während die CCD-Matrix eine zweidimensionale Ausdehnung senkrecht zur optischen Achse 6 besitzt, erfolgt die Abstandsänderung
in der dritten Dimension, d.h. in Richtung der optischen Achse 6. Um nun mit der bisher beschriebenen
Anordnung ermitteln zu können, um welchen Betrag &khgr; die Abstandsänderung
erfolgt ist, ist erfindungsgemäß eine Verän-
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derung der Schnittweite durch Austausch der planparallelen Platte 5 mit der Dicke ai gegen weitere planparallele Platten
mit von der Dicke ai abweichenden und auch untereinander
verschiedenen Dicken vorgesehen.
Die Erfindung soll weiterhin am Beispiel der Auswechslung gegen eine planparallele Platte 7 mit der Dicke bi erläutert
werden. Wie in Fig.l zu erkennen ist, sind die beiden planparallelen Platten 5 und 7 auf einem gemeinsamen Träger
8 angeordnet, der um die Drehachse 9 in Richtung R drehbar gelagert ist. Der Träger 8 ist mechanisch mit einem Rotationsantrieb
10 gekoppelt, der zur Auslösung der Drehbewegung vorgesehen ist. Der Rotationsantrieb 10 und die CCD-Matrix
3 sind über Signalwege 11, 12 und 13 mit einer Auswerte- und Ansteuereinrichtung verknüpft.
Wird nun bei einer Folge von Aufnahmen des Oberflächenabschnittes
4.1 mittels der CCD-Matrix 3 eine Veränderung des Kontrastes festgestellt, so wird diese über den Signalweg
11 der Auswerte- und Ansteuereinrichtung 14 mitgeteilt. Von der Auswerte- und Ansteuereinrichtung 14 wird daraufhin
über den Signalweg 12 ein Ansteuersignal an den Rotationsantrieb 10 ausgegeben. Dieses Ansteuersignal löst über den
Rotationsantrieb 10 eine Drehbewegung des Trägers 8 um einen Drehwinkel aus, der dem Bogenabstand zwischen den beiden
planparallelen Platten 5 und 7 auf dem Träger 8 entspricht.
Die Größe des Bogenabstandes bzw. des Teilungswinkels, der die planparallelen Platten auf dem Träger 8 voneinander
trennt, hängt davon ab, wieviele planparallele Platten auf dem Träger 8 untergebracht sind. Da im Ausführungsbeispiel
lediglich zwei planparallele Platten 5 und 7 vorgesehen sind, beträgt der Teilungswinkel 180°. Über den Rotationsantrieb
10, der als Schrittmotor ausgeführt sein kann, wird
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demzufolge eine Drehbewegung des Trägers 8 um einen Drehwinkel von 180° um die Drehachse 9 veranlaßt und damit die
planparallele Platte 7 mit der Dicke bi an die Stelle der
planparallelen Platte 5 mit der Dicke ai in den Strahlengang
2 gebracht.
Dadurch wird eine Schnittweitenänderung des Objektivs 1 bewirkt; der sich nun mit dem Abstand b zum Objektiv 1 im
Strahlengang 2 befindliche Oberflächenabschnitt 4.2 wird nun mit einem Kontrast auf der CCD-Matrix 3 abgebildet, der
dem Kontrast der vorhergehenden Abbildung des Oberflächenabschnittes 4.1 bei ungeänderter Schnittweite entspricht.
Tritt dieser Fall ein, entspricht die Abstandänderung um den Betrag &khgr; der Änderung der Schnittweite. Weicht der Kontrast
auch nach dem Austausch der planparallelen Platte 5 gegen die planparallele Platte 7 noch vom ursprünglichen
Kontrast ab, so ist das ein Beweisanzeichen dafür, daß das Maß &khgr; nicht der Änderung der Schnittweite und damit auch
nicht dem Sollmaß entspricht, das beispielsweise am Werkstück 4 vorhanden sein sollte.
In der beschriebenen Art und Weise ist es demnach möglich, die Maßhaltigkeit von Werkstücken auch in der dritten Dimension
zu prüfen.
Abweichend von dem dargestellten Beispiel ist es selbstverständlich
möglich, auf einem Träger 8 so viele planparallele Platten unterschiedlicher Stärke unterzubringen, daß
nicht nur eine Prüfung der Maßhaltigkeit in der beschriebenen Weise, sondern auch eine Bewertung des Abstandes möglich
ist, indem, ausgehend von einem vorgegebenen Kontrast der Abbildung, die planparallelen Platten durch Drehbewegung
des Trägers so lange gegeneinander ausgetauscht werden, bis eine planparallele Platte gefunden ist, die die
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ti &igr;« t t* »« ·*·»
Schnittweite des Objektivs 1 soweit ändert, daß der ursprüngliche Kontrast wiederhergestellt wird. Das Maß &khgr; läßt
sich dann bestimmen aus der Beziehung &khgr; = ai-bi.
Weiterhin kann vorgesehen sein, daß in einem von der Auswerte- und Ansteuereinrichtung 14 über den Signalweg 13
vorgegebenen Zeittakt eine Reihe von Bildern der Oberfläche des Werkstückes 4 aufgenommen werden, während das Werkstück
4 nach jeder Aufnahme um einen bestimmten Betrag in Richtung T verschoben wird. Wird nun auch die Verschiebeeinrichtung
(zeichnerisch nicht dargestellt) für das Werkstück 4 mit der Auswerte- und Ansteuereinrichtung 14 gekoppelt,
so kann, nachdem der Kontrast einer Aufnahme ausgewertet worden ist, der Weitertransport des Werkstückes 4 sofort
vorgenommen werden, wenn der Kontrast in einem zulässigen Toleranzbereich liegt oder, wenn das nicht der Fall ist,
der Vorschub des Werkstückes 4 so lange verzögert werden, bis nach Austausch mehrerer planparalleler Platten unterschiedlicher
Dicke gegeneinander die planparallele Platte mit einer Dicke ni gefunden ist, durch welche die Schnittweite
des Objektivs 1 so beeinflußt wird, daß der Kontrast wieder im vorgegebenen Toleranzbereich liegt. Damit ist ein
Maß in der dritten Dimension bestimmbar.
In Fig.3 ist eine Ausgestaltungsvariante der Erfindung mit
zwei Trägern 8 und 15 dargestellt, von denen jeder mit einem gesonderten Antrieb 10, 16 gekoppelt ist. Der Träger 15
ist mit planparallelen Platten 17 und 18 bestückt, die wahlweise in Kombination mit den Platten 5 und 7 'des Trägers
15 in den Strahlengang 2 eingebracht werden können.
Damit lassen sich vier verschiedene Schnittweiten erzeugen, mit denen kontrastreiche Aufnahmen in den Ebenen 19 bis 22
möglich sind, die Aufschluß über die Ausdehnung der Erhebung 23 auf dem Prüfling 24 in Richtung der optischen Achse
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geben. Eine Bewegung des Prüflings 24 ist dazu nicht erforderlich.
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· ·· ·· ♦ ···
1 Objektiv
2 Strahlengang
3 CCD-Matrix
4 Werkstück
5, 7 planparallele Platten
6 optische Achse
8 Träger
9 Drehachse
10, Rotationsantrieb
11, 12, 13 Signalwege
14 Auswerte- und Ansteuereinheit
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Claims (8)
1. Anordnung zur periodischen Änderung der Schnittweite eines optischen Systems, vorzugsweise für Kameras mit
einem zeilen- oder flächenförmigen, in der Bildebene des Objektivs angeordneten photoelektrischen Wandler,
dadurch gekennzeichnet, daß in den Strahlengang (2) des Objektivs (1) eine Anzahl planparalleler Platten (5,7)
mit unterschiedlichen, die Schnittweite beeinflussenden optischen Eigenschaften zeitlich nacheinander einbringbar
ist, wobei die planparallelen Platten (5,7) auf mindestens einem relativ zum Strahlengang (2) beweglichen
Träger (8) angeordnet sind.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die planparallelen Platten (5,7) aus Material gleicher
Brechzahl, jedoch mit unterschiedlicher, vom Strahlengang (2) zu durchlaufender Dicke (ai,bi) ausgebildet
sind.
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein beweglicher Träger (8) vorgesehen und als
drehbares Wechselrad ausgebildet ist, das um eine parallel zur optischen Achse (6) ausgerichtete Drehachse
(9) drehbar gelagert ist und an dem die planparallelen Platten (5,7) auf einem Teilkreis angeordnet sind.
4. Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der gemeinsame Träger (8) mit einem elektromechanischen
Antrieb (10) gekoppelt ist, der über einen Ansteuereingang zur manuellen und/oder automatischen Auslösung der
Antriebsbewegung verfügt.
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5. Anordnung nach einem der vorgenannten Ansprüche mit einer Kamera, die zu periodischen Bildaufnahmen vorgesehen
und zu diesem Zweck mit einer elektronischen Auswerte- und Ansteuereinrichtung (14) gekoppelt ist, an
deren Ausgang in zeitlichen Abständen Ansteuersignale zur Auslösung von Bildaufnahmen anliegen, dadurch gekennzeichnet,
daß der Ausgang der Auswerte- und Ansteuereinrichtung (14) verzweigt ist und einer der Zweige
mit dem Steuereingang des elektromechanischen Antriebes (10) verbunden ist.
&bgr;. Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß im Signalweg (13) des Ansteuersignales zur Auslösung
einer Bildaufnahme ein Zeitverzögerungsglied vorgesehen ist.
7. Anordnung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kopplung mit einem Kamera-Beleuchtungssystem
für sehr kurze Bildaufnahmezeiten vorgesehen ist, wobei als Aufnahmeobjekt ein Oberflächenabschnitt
eines Prüflings dient.
8. Anordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Kamera-Beleuchtungssystem mit dem Ausgang der Auswerte-
und Ansteuereinrichtung (14) verbunden und eine stroboskopartige Abtastung des Oberflächenabschnittes
vorgesehen ist.
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Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE29717755U DE29717755U1 (de) | 1997-10-06 | 1997-10-06 | Anordnung zur periodischen Änderung der Schnittweite eines optischen Systems |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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|---|---|
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Family Applications (1)
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| DE29717755U Expired - Lifetime DE29717755U1 (de) | 1997-10-06 | 1997-10-06 | Anordnung zur periodischen Änderung der Schnittweite eines optischen Systems |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10049835A1 (de) * | 2000-07-27 | 2002-02-07 | Cobra Electronic Gmbh | Miniaturisierte Kamera mit einer in einem stab- oder rohrförmigen Gehäuse angeordneten photosenitiven CCD-Matrix und einer integrierten Beleuchtungseinrichtung |
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1997
- 1997-10-06 DE DE29717755U patent/DE29717755U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10049835A1 (de) * | 2000-07-27 | 2002-02-07 | Cobra Electronic Gmbh | Miniaturisierte Kamera mit einer in einem stab- oder rohrförmigen Gehäuse angeordneten photosenitiven CCD-Matrix und einer integrierten Beleuchtungseinrichtung |
| DE10049835C2 (de) * | 2000-07-27 | 2003-04-03 | Cobra Electronic Gmbh | Miniaturisierte Kamera mit einer in einem stab- oder rohrförmigen Gehäuse angeordneten photosenitiven CCD-Matrix und einer integrierten Beleuchtungseinrichtung |
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