DE29716380U1 - Vorrichtung zum Längsspalten von Metallband - Google Patents
Vorrichtung zum Längsspalten von MetallbandInfo
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Description
Vorrichtung zum Längsspalten von Metallband
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Längsspalten von Metallband mit einem Scherengerüst
mit Messerwechselvorrichtung, wobei das Scherengerüst einen ersten ortsfesten Lagerpfeiler zur Lagerung der
Messerwellen aufweist, in den die einen Enden der zueinander parallelen, lotrecht übereinander
angeordneten Messerwellen eingreifen, und einen vorzugsweise um eine lotrechte Achse aus der
Axialflucht der Messerwellen weg schwenkbaren zweiten Lagerpfeiler aufweist, in dem in der Arbeitslage die
anderen Enden der Messerwellen gelagert sind und der zum Messerwechsel aus der Arbeitslage in eine
Wechsellage verschwenkbar oder verstellbar ist, in der die anderen Enden der Messerwellen frei von dem ersten
Lagerpfeiler auskragen, wobei ferner auf den Messerwellen Kreismesser und Distanzringe angeordnet
sind und wobei mittels der Messerwechselvorrichtung ein Wechsel der kompletten Messersätze bestehend aus
Kreismessern und Distanzringen, in der Weise
« * 9*·« «ftf
-2-
realisiert ist, daß die Messersätze in der Wechsellage auf koaxial zu den Messerwellen ausgerichtete und
axial an deren zweites Ende angelegte Tragstäbe der Messerwechselvorrichtung aufschiebbar sind und von
weiteren Tragstäben der Messerwechselvorrichtung, die mit einsatzbereitenMessersätzen bestückt sind, diese
Messersätze auf die Messerwellen aufschiebbar sind.
Derartige Vorrichtungen sind im Stand der Technik vielfach bekannt.
Zum Längsspalten von Metallband ist in eine entsprechende Gesamtanlage ein Scherengerüst
integriert. Die Gesaratanlage besteht im wesentlichen aus einer Abwickelvorrichtung für ein auf ein Coil
gewickeltes Metallband, einer Fördereinrichtung, einem Scherengerüst mit Kreismessern, einer Banddurchlaufgrube,
weiteren Transporteinrichtungen sowie Aufwickelhaspeln.
Zum Schneiden von solchem Metallband ist es häufig erforderlich, die Scherengerüste umzurüsten, da
gegebenenfalls Streifen unterschiedlicher Breite mit der Längsspaltanlage erzeugt werden sollen, oder aber
es ist auch ein Ersatz der üblicherweise als Kreismesser ausgebildeten Messer der Spalteinrichtung wegen
-3-
Verschleiß erforderlich. Üblicherweise sind zwei Kreismesser übereinander angeordnet, wobei mehrere
solcher Messersätze durch Distanzringe voneinander separiert auf der Messerwelle des Scherengerüstes
angeordnet sind. Sofern Streifen anderer Breitenabmessung geschnitten werden sollen, müssen die
Kreismesser samt Distanzringen von den Messerwellen abgezogen werden und in entsprechender Neuausrichtung
aufgebracht werden. Dies ist sehr zeitaufwendig und daher nachteilig. Zur Vermeidung langer Wechselzeiten
ist es auch schon üblich, komplette Schneidgerüste auszuwechseln. Dies ist aber deswegen sehr kostenintensiv
und auch zeitaufwendig, weil die kompletten Schneidanlagen mehrfach bevorratet und montiert sowie
ausgerichtet werden müssen.
Im Stand der Technik sind auch schon sogenannte Karussellwechselvorrichtungen bekannt. Dabei sind auf
Tragstäben der Karussellwechselvorrichtungen jeweils Messersätze mit Distanzringen in gewünschter Anordnung
vorgesehen. Die Karussellwechselvorrichtung beinhaltet ferner Tragstäbe, die nicht mit Messersätzen und
Distanzringen bestückt sind. Zum Wechsel der Messer samt Distanzringen kann diese Karussellwechselvorrichtung
so um eine lotrechte Achse gedreht werden, daß
-A-
zunächst nach dem Freilegen des einen Endes der Messerwellen die Tragstäbe zu diesen koaxial
ausgerichteten und an diese angenähert werden, so daß die Messersätze mit Distanzringen von der Messerwelle
abgeschoben werden können. Die Karusselleinrichtung kann dann gedreht werden und in einer anderen
Positition, in der dann mit weiteren Messersätzen und Distanzringen besetzte Tragstäbe koaxial zu den
Messerwellen ausgerichtet sind, können diese neuen Messersätze auf die Messerwellen aufgeschoben werden.
Bei dieser Anordnung ist zwar ein schneller Wechsel der Messer nebst Distanzringen möglich, jedoch bedarf
es für die Anordnung einer solchen Karussellwechselvorrichtung eines großen Platzbedarfes. Aus diesem
Grunde ist eine solche Einrichtung häufig nicht einsetzbar. Insbesondere sind bestehende Anlagen mit
solchen Einrichtungen häufig nicht nachrüstbar, weil der entsprechende Raumbedarf nicht vorhanden ist.
Ausgehend von diesem Stand der Technik, liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung
gattungsgemäßer Art zu schaffen, die bei geringem Platzbedarf ein schnelles und kostengünstiges Wechseln
der Messersätze nebst Distanzringen ermöglicht.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird vorgeschlagen, daß an dem Scherengerüst oder einem anderen gestellfesten
Teil der Vorrichtung nahe des ersten Lagerpfeilers ein Stützelement angeordnet ist, an dem eine Traverse
gehaltert ist, die sich oberhalb der Messerwellen parallel zu diesen erstreckt, daß die Traverse
längsverstellbar an dem Stützelement gehaltert ist und an ihrem über die Messerwellen und den zweiten
Lagerpfeiler hinausragenden Ende ein Trommelkopf gehaltert ist, der mehrere Tragstabpaare aufweist, auf
denen Messersätze angeordnet odqr Messersätze aufschiebbar sind, wobei der Trommelkopf um eine
parallel zu den Messerwellen gerichtete Achse drehbar ist, daß an dem Stützelement eine erste
Schiebevorrichtung zum Abschieben der Messersätze von den Messerwellen auf freie Tragstäbe des Trommelkopfes
gehaltert ist und daß an der Traverse eine zweite Schiebevorrichtung zum Abschieben der Messersätze von
den Tragstäben auf die Messerwellen gehaltert ist.
Das Stützelement für die Traverse kann quasi als Portal ausgebildet sein und neben der Antriebsseite
der Messerwellen nahe des ersten Lagerpfeilers angeordnet werden. Dabei kann die Befestigung auf dem
Maschinenuntergestell des Scherengerüstes erfolgen.
Die Traverse erstreckt sich mit Abstand oberhalb der Messerwellen, parallel zu diesen, so daß der oberhalb
des Scherengerüstes befindliche Freiraum zur Anordnung der Vorrichtung im wesentlichen genutzt werden kann.
An dem Ende der Traverse, welches von dem Stützelement ausgehend das Scherengerüst mit den Messerwellen
überragt und weit über die Messerwellen in deren axialer Richtung gesehen hinausragt, ist ein
Trommelkopf mit einer Vielzahl von Tragstabpaaren angeordnet. Beispielsweise können an einem solchem
Trommelkopf vier Tragstabpaare vorgesehen sein. Eines dieser Tragstabpaare ist nicht mit einem Messersatz
besetzt, während die anderen drei Tragstabpaare jeweils mit Messersätzen belegt sein können. Sofern
ein Scherengerüst mit einem neuen Messersatz ausgerüstet werden soll, so wird zunächst der zweite
Lagerpfeiler für die Messerwellen aus der axialen Fluchtlinie der Messerwellen verschwenkt, so daß die
Messerwellen von der einen Seite, die dem ersten Stützpfeiler abgewandt ist, her frei zugänglich sind.
Anschließend kann der Trommelkopf durch Längsverschiebung der Traverse, die den Trommelkopf trägt, den
Messerwellen angenähert werden, so daß das nicht mit Messern belegte Tragstabpaar des Trommelkopfes koaxial
zu den Messerwellen ausgerichtet ist. Anschließend können dann mittels der ersten Schiebevorrichtung die
auf den Messerwellen befindlichen Messersätze
abgeschoben werden und auf die noch leeren Tragstäbe des Trommelkopfes aufgeschoben werden. Nachfolgend
kann der Trommelkopf gedreht werden, so daß ein anderes Tragstabpaar, welches mit den gewünschten
Messersätzen bestückt ist, koaxial zu den Messerwellen ausgerichtet ist. Anschließend können dann
diese auf den Tragstäben befindlichen Messersätze abgeschoben und auf die Messerwellen aufgeschoben
werden, und zwar mittels der zweiten Schiebevorrichtung. Anschließend kann die Traverse mit dem daran
befindlichen Trommelkopf in die Ausgangslage zurückverschoben werden, so daß zwischen den freien Enden
der Tragstäbe und der Anordnungsstelle des zweiten Stützpfeilers der Messerwellen ausreichend Platz,
beispielsweise für den Durchgang einer Person, geschaffen ist. Der zweite Lagerpfeiler wird dann
wieder in die Sollposition verschwenkt, in der die freien Enden der Messerwellen in den entsprechenden
Lagerstellen des Lagerpfeilers angeordnet sind. Das Scherengerüst ist dann wieder betriebsbereit.
Die erfindungsgemäße Anordnung hat den Vorteil, daß die gesamte Wechselvorrichtung sehr schmalbauend ist,
so daß der Platzbedarf neben dem Scherengerüst relativ gering ist. Zudem sind vornehmlich sämtliche
-8-
Funktionselemente Bestandteil der Traverse oder Bestandteil des die Traverse halternden Stützelementes,
so daß die Installation äußerst einfach durchzuführen ist, ohne das wesentliche Änderungen des
Scherengerüstes beziehungsweise der damit ausgestatteten Anlage notwendig wären. Prinzipiell
kann gemäß der Erfindung bei der Nachrüstung der Messerwechselvorrichtung das bisherige Scherengerüst
in allen Bestandteilen erhalten bleiben, wobei lediglich das zusätzliche Stützelement mit der
Traverse und den daran befindlichen Elementen installiert werden muß.
Unter Umständen ist vorzugsweise vorgesehen, daß der Trommelkopf über ein Gestellteil am Boden
(Aufstandsebene der Vorrichtung) abgestützt ist, vorzugsweise mittels Rädern oder Rollen.
Dabei kann bevorzugt vorgesehen sein, daß die Rollen oder Räder in bodenseitig verlegten Schienen,
vorzugsweise versenkt angeordneten Schienen, geführt sind.
Durch diese Ausbildung wird einerseits eine Abstützung auf dem Boden (Aufstandsebene) erreicht und
andererseits wird insbesondere bei der Anordnung von Schienen, die vorzugsweise versenkt im Boden
angeordnet sind, eine zusätzliche Parallelführung sichergestellt.
Desweiteren ist bevorzugt vorgesehen, daß die Traverse mittels eines sich am Stützelement abstützenden
Fluidzylinders relativ zum Stützelement verschiebbar ist.
Zudem kann vorgesehen sein, daß die erste Schiebevorrichtung mittels eines am Stützelement
gehalterten Fluidzylinders betätigt ist, der mit einem an der Traverse längs dieser verschieblichen
gehalterten Stellfinger gekoppelt ist, mittels dessen die Messersätze von den Messerwellen abschiebbar sind.
Bevorzugt ist ferner vorgesehen, daß die zweite Schiebevorrichtung mittels eines an der Traverse
gehalterten Fluidzylinders in Längsrichtung der Traverse verstellbar ist, wobei der Fluidzylinder mit
einem Stellfinger gekoppelt ist, der quer zur Längsstellrichtung schwenkbar gehaltert ist und
mittels eines weiteren Fluidzylinders betätigbar ist, so daß er relativ von den Tragstäben des Trommelkopfes
radial weg in eine Freigabelage und zu den jeweiligen Tragstabpaaren hin in eine Arbeitslage
verschwenkbar ist und in der Arbeitslage die Messersätze von den jeweiligen Tragstäben abschiebbar und
auf die Messerwellen aufschiebbar sind.
• ·
Ein Ausführungsbexspiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und im folgenden näher
beschrieben. Es zeigt:
Figur 1
eine erfindungsgemäße Vorrichtung in Richtung parallel zum Durchlauf des zu spaltenden
Metallbandes;
Figur 2 desgleichen in Draufsicht gesehen;
Figur 3 eine Ansicht in Blickrichtung des Schnittes III/III der Figur
1 gesehen;
Figur 4 eine Ansicht analog Figur 1 gesehen in einer anderen Arbeitslage;
Figur 5 die Vorrichtung gemäß Figur 4 in Draufsicht gesehen;
Figur 6 die Vorrichtung in der Ansicht gemäß Figur 1 in einer weiteren
Arbeitsstellung;
• * 4 · 9 *
Figur 7 desgleichen in Draufsicht
gesehen;
Figur 8 Vorrichtung in einer weiteren
Arbeitsposition in der Ansicht gemäß Figur 1;
Figur 9 desgleichen in Draufsicht
gesehen.
In den Zeichnungen ist eine Vorrichtung zum Längsspalten von Metallband mit einem Scherengerüst
gezeigt. Das Scherengerüst weist einen ersten ortsfesten Lagerpfeiler 2 zur Lagerung der Messerwellen
3 auf, in den die einen, in der Zeichnung linken, Enden der zueinander parallelen, lotrecht
übereinander angeordneten Messerwellen 3 eingreifen. An dem aus dem Pfeiler 2 austretenden Ende 4 können
Antriebe 5 angeschlossen werden, die mit einem Antriebsmotor 6 oder dergleichen gekoppelt sind. Das
Scherengerüst 1 weist einen zweiten Lagerpfeiler auf, der um eine lotrechte Achse 8 schwenkbar ist. In
der eingeschwenkten Lage, die in Figur 1 und 2 gezeigt ist und die die Arbeitslage darstellt, sind die
anderen Enden {in der Zeichnung rechten Enden) der Messerwellen 3 in dem zweiten Lagerpfeiler 7 gelagert
Zum Messerwechsel kann der zweite Lagerpfeiler 7 aus der in Figur 1 gezeigten Lage in eine Wechsellage
verschwenkt werden, wie beispielsweise anhand von Figur 4 und 5 ersichtlich ist, in der die anderen
Enden (in der Zeichnung rechten Enden) der Messerwellen 3 frei von dem ersten Lagerpfeiler 2 abtragen,
so daß sie von der anderen Seite her frei zugänglich sind.
Auf den Messerwellen 3 sind Kreismesser und Distanzringe 9 angeordnet, was in der Zeichnung nur
schematisch verdeutlicht ist. Zusätzlich ist noch ein Stützrohr 10 vorgesehen, welches die beiden Pfeiler
2,7 in der Arbeitslage miteinander versteift und verbindet.
Mit dem Scherengerüst 1 ist eine Messerwechselvorrichtung 11 kombiniert. Mit der Messerwechselvorrichtung
11 ist ein Wechsel der kompletten Messersätze, bestehend aus Kreismessern und Distanzringen,
in der Weise realisierbar, daß die Messersätze in der Wechsellage, wenn also der zweite Pfeiler 7 in die
Freigabeposition verschwenkt ist, auf koaxial zu den Messerwellen 3 ausgerichtete und axial an deren
zweites Ende (in der Zeichnung rechts) angelegte Tragstäbe 12 der Messerwechselvorrichtung 11
aufschiebbar sind und von weiteren Tragstäben 12 der Messerwechselvorrichtung, die mit einsatzbereiten
Messersätzen bestückt sind, diese Messersätze auf die Messerwellen 3 aufschiebbar sind. Diese Anordnung ist
gemäß der Erfindung derart realisiert, daß an dem Scherengerüst 1 oder einem anderen gestellfesten Teil
der Vorrichtung, beispielsweise dem Teil 13 der Vorrichtung nahe des ersten Lagerpfeilers 2 ein Stützelement
14 angeordnet ist, an dem eine Traverse gehaltert ist. Die Traverse 15 erstreckt sich oberhalb
der Messerwellen 3 parallel zu diesen, in einer solchen Höhe, daß darunter eine Person durchgehen
kann. Die Traverse 15 ist längsverstellbar an dem Stützelement 14 gehaltert und geführt. An ihrem über
die Messerwellen 3 und den zweiten Lagerpfeiler 7 hinausragenden Ende ist ein Trommelkopf 16 gehaltert,
der mehrere Tragstabpaare 12 (im Ausführungsbeispiel vier solcher Tragstabpaare) aufweist, auf denen
Messersätze angeordnet sind oder Messersätze aufschiebbar sind. Der Trommelkopf 16 ist um eine
parallel zu den Messerwellen 3 gerichtete Achse drehbar. Die Achse ist mit 17 bezeichnet.
An dem Stützelement 14 ist eine erste Schiebe-
vorrichtung 18 zum Abschieben der Messersätze 9 von den Messerwellen 3 auf freie Tragstäbe 12 des
Trommelkopfes 16 gehaltert. An der Traverse 15 ist eine zweite Schiebevorrichtung 19 gehaltert, die zum
Abschieben der Messersätze von den Tragstäben 12 auf die Messerwellen 3 dient.
In der Zeichnungsfigur 1 sind die axial verschobenen Positionen und jeweils mit dem gleichen Bezugszeichen
mit Strich bezeichnet.
Der Trommelkopf 16 ist über ein Gestellteil 20 am Boden beziehungsweise der Aufstandsebene 21
abgestützt, im Ausführungsbeispiel über Räder. Dabei sind die Räder im bodenseitig verlegten Schienen, die
vorzugsweise versenkt angeordnet sind, geführt.
Die Traverse 15 ist mittels eines sich am Stützelement 14 bei 22 abstützenden Fluidzylinders relativ zum
Stützelement 14 verschiebbar, mittels Betätigung des Fluidzylinders die Kolbenstange 23 ausgefahren wird,
wie aus Figur 1 ersichtlich, oder eingefahren wird, wie aus Figur 4 beispielsweise ersichtlich ist. Die
erste Schiebevorrichtung 18 ist mittels eines am Stützelement gehalterten Fluidzylinders 24 betätigbar,
der mit einem an der Traverse 15 längs dieser
-15-
verschieblichen Stellfinger (Bestandteil 18) gekoppelt ist, mittels dessen die Messersätze 9 von den
Messerwellen 3 abgeschoben werden können. Der Hub des Arbeitszylinders ist dabei etwas größer, als der Länge
der Messerwellen entspricht, damit die Messersätze vollständig von den Messerwellen abgeschoben und auf
die Tragstäbe 12 aufgeschoben werden können.
Die zweite Schiebevorrichtung 19 ist mittels eines an der Traverse 15 gehalterten Fluidzylinders 25 mit
Kolbenstange 26 in Längsrichtung der Traverse 15 verstellbar, wobei der Fluidzylinder 25 mit einem
Stellfinger (bei 19) gekoppelt ist, der zusätzlich quer zur Längsstellrichtung schwenkbar gehaltert ist.
Das Schwenklager ist bei 27 angegeben. Diese Schwenkbewegung ist durch einen weiteren Fluidzylinder 28
ausführbar, so daß der Stellfinger (19) relativ von den Tragstäben 12 des Trommelkopfes 16 radial weg in
die Freigabelage oder zu dem jeweiligen Tragstabpaar von Tragstäben 12 radial hin in eine Arbeitslage
verschwenkbar ist. In der Arbeitslage können die Messersätze von den entsprechenden Tragstäben 12 dann
abgeschoben und auf die Messerwellen 3 aufgeschoben werden.
Während in Figur 1 die Arbeitslage gezeigt ist, ist in
Figur 4 eine Wechsellage gezeigt, bei der die Traverse 15 mit dem daran befindlichen Trommelkopf 16 nach
links verschoben ist. In dieser Wechsellage kann der auf den Messerwellen befindliche Messersatz durch das
entsprechende Stellglied 18 abgeschoben und auf die Tragstäbe 12 aufgeschoben werden, wie Figur 6 zeigt.
In der Zeichnungsfigur 8 ist durch das Stellglied 19 nach Drehung des Trommelkopfes 16 ein vorbereiteter
Messersatz von den Tragstäben 12 auf die Messerwellen 3 aufgeschoben.
Anschließend kann dann die Traverse wieder in die Grundstellung gemäß Figur 1 überführt werden. Der
zweite Stützpfeiler 7 kann dann eingeschwenkt werden, so daß wieder die Arbeitslage eingestellt ist.
Vorteilhaft ist, daß an der Traverse 15 unterseitig Führungen ausgearbeitet sind, die mit dem oberen Ende
des Stützelementes 14 zusammenwirken und Längsführungsmittel darstellen, wobei diese Längsführungsmittel
gleichzeitig als Führungsmittel für die Stellelemente 18 und auch 19 benutzt werden können.
Die Anordnung der Fluidzylinder ist oberhalb (Zylinder 22) beziehungsweise unterhalb (Zylinder 24) der
Traverse 15 an dem Stützelement 14 vorgesehen, während der weitere Arbeitszylinder 25 seitlich an der Seitenfläche
der Traverse 15 angeordnet ist.
Der Arbeitszylinder 28 ist an einem Gestellteil als Bestandteil des Stellmittels 19 fixiert.
Die Erfindung ist nicht auf das Ausführungsbeispiel beschränkt, sondern im Rahmen der Offenbarung vielfach
variabel.
Alle neuen, in der Beschreibung und/oder Zeichnung
offenbarten Einzel- und Kombinationsmerkmale werden als erfindungswesentlich angesehen.
offenbarten Einzel- und Kombinationsmerkmale werden als erfindungswesentlich angesehen.
Claims (5)
1. Vorrichtung zum Längsspalten von Metallband mit einem Scherengerüst (1) mit Messerwechselvorrichtung
(11), wobei das Scherengerüst (1) einen ersten ortsfesten Lagerpfeiler (2) zur Lagerung der
Messerwellen (3) aufweist, in den die einen Enden der zueinander parallelen, lotrecht übereinander
angeordneten Messerwellen (3) eingreifen, und vorzugsweise einen um eine lotrechte Achse (8) aus
der Axialflucht der Messerwellen weg schwenkbaren oder verstellbaren zweiten Lagerpfeiler (7)
aufweist, in dem in der Arbeitslage die anderen Enden der Messerwellen (3) gelagert sind und der zum
Messerwechsel aus der Arbeitslage in eine Wechsellage verschwenkbar oder verstellbar ist, in
der die anderen Enden der Messerwellen (3) frei von dem ersten Lagerpfeiler (2) auskragen, wobei ferner
auf den Messerwellen (3) Kreismesser und Distanzringe angeordnet sind und wobei mittels der
Messerwechselvorrichtung (11) ein Wechsel der kompletten Messersätze (9), bestehend aus
Kreismessern und Distanzringen, in der Weise realisiert ist, daß die Messersätze (9) in der
Wechsellage auf koaxial zu den Messerwellen ausgerichtete und axial an deren zweites Ende
angelegte Tragstäbe (12) der Messerwechselvorrichtung
(11) aufschiebbar sind und von weiteren Tragstäben (12) der Messerwechselvorrichtung (11),
die mit einsatzbereiten Messersätzen (9) bestückt sind, diese Messersätze (9) auf die Messerwellen (3)
aufschiebbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Scherengerüst (1) oder einem anderen
gestellfesten Teil der Vorrichtung nahe des ersten Lagerpfeilers (2) ein Stützelement (14) angeordnet
ist, an dem eine'Traverse (15) gehaltert ist, die sich oberhalb der Messerwellen (3) parallel zu
diesen erstreckt, daß die Traverse (15) längsverstellbar an dem Stützelement (14) gehaltert
ist und an ihrem über die Messerwellen (3) und den zweiten Lagerpfeiler (7) hinausragenden Ende ein
Trommelkopf (16) gehaltert ist, der mehrere Tragstabpaare (12) aufweist, auf denen Messersätze
(9) angeordnet oder Messersätze (9) aufschiebbar sind, wobei der Trommelkopf (16) um eine parallel zu
den Messerwellen (3) gerichtete Achse (17) drehbar ist, daß an dem Stützelement (14) eine erste
Schiebevorrichtung (18) zum Abschieben der Messersätze (9) von den Messerwellen (3) auf freie
Tragstäbe (12) des Trommelkopfes (16) gehaltert ist und daß an der Traverse (15) eine zweite
Schiebevorrichtung (19) zum Abschieben der Messersätze (9) von den Tragstäben (12) auf die
Messerwellen (3) gehaltert ist.
2.Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Trommelkopf (16) über ein Gestellteil (20)
am Boden (21) (Aufstandsebene der Vorrichtung) abgestützt ist, vorzugsweise mittels Rädern oder
Rollen.
3.Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Rollen oder Räder in bodenseitig verlegten Schienen, vorzugsweise versenkt angeordneten
Schienen, geführt sind.
4.Vorrichtung nach einem der Ansprüchen 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Traverse (15) mittels eines sich am Stützelement (14) abstützenden
Fluidzylinders (22) relativ zum Stützelement (14) verschiebbar ist.
5.Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,dadurch
gekennzeichnet, daß die erste Schiebevorrichtung (18) mittels eines am Stützelement (14) gehalterten
Fluidzylinders (24) betätigt ist, der mit einem an der Traverse (15) längs dieser verschieblichen
Stellfinger gekoppelt ist, mittels dessen die Messersätze (9) von den Messerwellen (3)
abschiebbar sind.
.Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite
Schiebevorrichtung (19) mittels eines an der Traverse (15) gehalterten Fluidzylinders (25) in
Längsrichtung der Traverse (15) verstellbar ist, wobei der Fluidzylinder (25) mit einem Stellfinger
gekoppelt ist, der quer zur Längsstellrichtung schwenkbar gehaltert ist und mittels eines weiteren
Fluidzylinders (28) betätigbar ist, so daß er relativ von den Tragstäben (12) des Trommelkopfes
(16) radial weg in eine Freigabelage und zu den jeweiligen Tragstabpaaren (12) hin in eine
Arbeitslage verschwenkbar ist und in der Arbeitslage die Messersätze (9) von den jeweiligen Tragstäben
(12) abschiebbar und auf die Messerwellen (3) aufschiebbar sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29716380U DE29716380U1 (de) | 1997-09-11 | 1997-09-11 | Vorrichtung zum Längsspalten von Metallband |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29716380U DE29716380U1 (de) | 1997-09-11 | 1997-09-11 | Vorrichtung zum Längsspalten von Metallband |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29716380U1 true DE29716380U1 (de) | 1997-12-04 |
Family
ID=8045890
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29716380U Expired - Lifetime DE29716380U1 (de) | 1997-09-11 | 1997-09-11 | Vorrichtung zum Längsspalten von Metallband |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29716380U1 (de) |
-
1997
- 1997-09-11 DE DE29716380U patent/DE29716380U1/de not_active Expired - Lifetime
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| R207 | Utility model specification |
Effective date: 19980122 |
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| R150 | Utility model maintained after payment of first maintenance fee after three years |
Effective date: 20001220 |
|
| R151 | Utility model maintained after payment of second maintenance fee after six years |
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