DE29716891U1 - Trainingsgerät für einen Reiter - Google Patents
Trainingsgerät für einen ReiterInfo
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Description
PATENTANWÄLTE .·* \ I ' · '* '.'· " '.,* I
DR. ULRICH OSTERTAG DR. REINHARD OSTERTAG
EIBENWEG 10 D-70597 STUTTGART TEL.+49-711-766845 FAX +49-711-7655701
Trainingsgerät für einen Reiter
Anmelder: Dr.med. Michael Steinbach
In der Peul 16
213 94 Kirchgellersen
In der Peul 16
213 94 Kirchgellersen
Anwaltsakte: 5541.4
AUN.220-128
5541.4 - 1 - 30.08.1997
Trainingsgerät für einen Reiter
05
Die Erfindung betrifft ein Trainingsgerät für einen Reiter.
Die korrekte Körperhaltung des Reiters auf dem Pferd ist die Grundvoraussetzung für die wirksame und einfühlsame
Einwirkung des Reiters auf das Pferd bzw. für korrekte Hilfen, welche der Reiter dem Pferd geben kann. Diese
Körperhaltung ist im wesentlichen bestimmt durch die natürlich erhobene Haltung des Kopfes, die natürlichlockere
und eher leicht zurückgenommene Haltung der Schultern und die gerade bzw. aufgerichtete Haltung des
Oberkörpers mit leicht vorgeschobener Mittelpositur.
Zahlreiche Reiter haben jedoch Probleme, beim Reiten die optimale Körperhaltung einzunehmen.
20
Die vorliegende Neuerung hat daher die Aufgabe, eine Vorrichtung zu schaffen, welche es dem Reiter erleichtert,
die korrekte Körperhaltung auf dem Pferd einzunehmen und laufend zu kontrollieren und ggf. zu korrigieren.
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Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Trainingsgerät, welches mindestens zwei schlaufenartige Befestigungsabschnitte
umfaßt, welche an zwei voneinander beabstandeten Körperteilen des Reiters festlegbar sind und zwischen denen ein
flexibles Verbindungselement angeordnet ist, welches mit den schlaufenartigen Befestigungsabschnitten verbunden
ist.
Die Neuerung macht sich die Erkenntnis zunutze, daß die 5 Körperhaltung des Reiters auf dem Pferd im wesentlichen
TK.04-028 _ 2 -
5541.4
30.08.1997
durch den Abstand von voneinander beabstandeten Körperteilen des Reiters definiert ist. Dieser Abstand setzt
sich in eine entsprechende Spannung des Verbindungselementes um. Indem die Spannung des Verbindungselementes überwacht
wird, ist es somit möglich, den Reiter kontinuierlich während des Reitens über seine aktuelle Körperhaltung in
Kenntnis zu setzen bzw. ihn daran zu erinnern, eine korrekte Körperhaltung einzunehmen.
Für das Training einer aufrechten Körperhaltung ist der Abstand zwischen Halswirbelsäule bzw. Nacken einerseits und
Symphyse bzw. Oberschenkeln andererseits eine maßgebliche Größe. Dies macht sich die Weiterbildung der Neuerung
nach Anspruch 2 zunutze, wonach das Trainingsgerät drei schlaufenartige Befestigungsabschnitte umfaßt, von denen
der erste einen Halsgurt umfaßt, welcher in angelegtem Zustand zumindest bereichsweise um den Hals des Reiters
liegt, und von denen die beiden anderen zwei miteinander verbundene Oberschenkelgurte umfassen, welche in angelegtem
Zustand jeweils um einen Oberschenkel des Reiters geschlungen sind, wobei das Verbindungselement als Verbindungsgurt
ausgebildet ist, welcher einerseits mit dem Halsgurt und andererseits mit den beiden Oberschenkelgurten
verbunden ist.
Für das Training der richtigen Haltung der Schultern ist der Abstand zwischen den beiden Schultergelenken über
den Rücken maßgebend. Für dieses Training ist das neuerungsgemäße Trainingsgerät so ausgebildet, daß es als Befestigungsabschnitte
zwei Schultergurte umfaßt, welche jeweils in angelegtem Zustand im Bereich einer Schulter des Reiters
anliegen, und daß das Verbindungselement als Verbindungsgurt ausgebildet ist, welcher die beiden Schultergurte
miteinander verbindet.
5541.4 - 3 - 30.08.1997
Im einfachsten Falle wird dem Reiter eine falsche Körperhaltung ohne weitere Hilfsmittel dadurch bewußt, daß das
Trainingsgerät erschlafft.
Diese Art von "Signal" an den Reiter wird auch beim Ausführungsbeispiel nach Anspruch 4 eingesetzt, bei welchem
das Verbindungselement aus einem elastischen Material, wie z.B. Gummi ist. In diesem Fall ist das vom Reiter
erfaßte Signal für die eingenommene Körperhaltung die elastische Kraft, mit welcher die Befestigungsabschnitte
an das jeweilige Körperteil des Reiters gepreßt werden.
So ist zum Beispiel bei fehlerhaftem Sitz mit nach vorne gebeugtem Oberkörper oder schlaffem Sitz der Abstand
zwischen Nacken und Oberschenkeln des Reiters kleiner und bei aufrechtem Sitz größer. Damit ist bei schlaffem
Sitz die Anspannung des Verbindungsgurtes gering oder sogar aufgehoben. Bei aufrechtem Sitz dagegen nimmt
die Spannung des Verbindungsgurtes zu, was sich durch einen verstärkten Druck des Halsgurtes im Nacken des
Reiters bemerkbar macht. Somit kann der Reiter über das Druckgefühl im Nacken, aber auch durch optische
Kontrolle des Verbindungsgurtes seine Haltung jederzeit korrigieren.
Entsprechendes gilt auch für die Weiterbildung der Neuerung nach Anspruch 3. Die Weiterbildung nach Anspruch 4 ist
besonders einfach und preiswert herzustellen. Es sei darauf hingewiesen, daß als Signal an den Reiter bereits
0 kleine Druckkräfte genügen, welche vom Reiter auch auf Dauer nicht als unangenehm empfunden werden.
Gemäß Anspruch 5 ist das Verbindungselement aus einem nichtelastischen
Material hergestellt und über eine federge-5 spannte Wickeltrommel mit einem der Befestigungsabschnitte
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verbunden. Die von der Körperhaltung des Reiters abhängige Längenänderung des Verbindungselementes wird bei dieser
Weiterbildung durch ein mehr oder weniger starkes Abwickeln des Verbindungselementes von der federgespannten Wickeltrommel
unter Ausbildung einer entsprechenden Spannung bewirkt. Bei dieser Weiterbildung kann die Federkraft
besonders leicht eingestellt werden.
Besonders bevorzugt ist die Weiterbildung der Neuerung nach Anspruch 6, wonach die Befestigungsabschnitte und/oder
das Verbindungselement jeweils eine Längeneinstelleinrichtung umfassen. Hierdurch kann der Trainingsgerät auch
für unterschiedliche Größen der Reiter und für unterschiedliche Bewegungsspielräume, wie z.B. Dressurreiten, Springreiten,
etc. leicht eingestellt werden.
Eine Erhöhung der Bequemlichkeit beim An- und Ablegen des neuerungsgemäßen Trainingsgerätes wird durch die Weiterbildung
gemäß Anspruch 7 erzielt. Danach umfaßt zumindest eine der Verbindungen zwischen den Befestigungsabschnitten
und dem Verbindungselement einen Karabinerhaken.
Besonders preiswert ist es, wenn gemäß Anspruch 8 die Befestigungsabschnitte und/oder das Verbindungselement
ein geflochtenes Seil umfassen.
Zur Erzeugung eines Signales für den Reiter kann gemäß Anspruch 9 das Verbindungselement mit einer Einrichtung
verbunden sein, die ein von der Spannung des Verbindungselementes abhängiges Signal an den Reiter abgibt. Hierdurch
wird die von dem Trainingsgerät gegebene Korrektur objektiviert .
Die diesen Gedanken aufnehmende Weiterbildung der Neuerung gemäß Anspruch 10 zeichnet sich dadurch aus, daß das
• ·
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Verbindungselement mit einem Sensor verbunden ist, welcher mit einem Komparator und einer mit diesem verbundenen
Signaleinrichtung in Verbindung steht, die bei Unter- und/oder Überschreiten eines einer bestimmten Spannung
des Verbindungselementes entsprechenden Grenzwertes ein Signal abgibt. Bei dieser Weiterbildung der Neuerung kann
eine auf die jeweilige Körpergröße des Reiters und die jeweilige Reitsituation abgestimmte Idealhaltung bzw.
Soll-Spannung des Verbindungselementes definiert werden, so daß bei einer Abweichung von dieser Soll-Spannung ein
bestimmtes objektives Signal, z. B. ein unaufdringliches aber promptes akustisches Signal, abgegeben wird. Hierdurch
wird der Reiter noch präziser daran erinnert, eine ganz bestimmte ideale Körperhaltung auf dem Pferd einzunehmen.
Besonders einfach ist eine derartige Einrichtung gemäß Anspruch 11 zu verwirklichen, indem der Sensor einen in
das Verbindungselement integrierten Dehnmeßstreifen umfaßt.
Möglich ist aber auch gemäß Anspruch 12, daß der Sensor mit der Wickeltrommel gekoppelt ist und von dieser ein
von der Abwicklung des Verbindungselementes von der Wickeltrommel abhängiges Signal abgibt.
Die Sicherheit des neuerungsgemäßen Trainingsgerätes wird vor allem beim Reiten im Gelände erhöht, wenn gemäß
Anspruch 13 an den Befestigungsabschnitten und/oder dem Verbindungselement eine Sollbruchstelle vorhanden ist,
welche z.B. bei einem Verhaken in einem Baum bricht.
Nachstehend wird die Neuerung anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher
erläutert. In dieser zeigen:
5 Figur 1: ein Trainingsgerät zum Training einer aufrechten
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| - 6 - | 30. | 08. | 1997 | |||
5541.4
Körperhaltung mit einem Verbindungsgurt aus elastischem Material;
Figur 2: die Anordnung des Trainingsgerätes von Figur
1 an einem Reiter auf einem Pferd;
Figur 3: ein zweites Ausführungsbeispiel eines Trainingsgerätes zum Training einer aufrechten
Körperhaltung mit einer Wickeltrommel und einer Signaleinrichtung; und
Figur 4: ein Ausführungsbeispiel eines Trainingsgerätes
zum Training einer zurückgenommenen Schulterhaltung .
15
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In Figur 1 ist ein Trainingsgerät insgesamt mit dem Bezugszeichen
10 versehen. Es umfaßt einen Halsgurt 12, welcher aus zwei Textilbändern 14 und 16 aufgebaut ist und einen
schlaufenartigen Befestigungsabschnitt des Trainingsgerätes 0 10 bildet. Statt der Textilbänder 14, 16 können auch
einfache Seile verwendet werden. Die Textilbänder 12 und 14 sind an ihren einen Enden miteinander vernäht und an
ihren anderen Enden über eine übliche Längeneinstelleinrichtung 16 miteinander verbunden. Im Textilband 14 ist
eine Sollbruchstelle 19 eingebaut. Im Bereich der Naht 20 ist der Halsgurt 12 durch einen Metallring 22 hindurchgeführt
.
Über einen Karabinerhaken 24 ist an dem Metallring 22 0 ein als elastischer Verbindungsgurt 26 ausgebildetes
flexibles Verbindungselement befestigt. Der Verbindungsabschnitt 26 ist an seinem dem Metallring 22 entgegengesetzten
Ende ebenfalls mit einem Karabinerhaken 28 verbunden .
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Der Karabinerhaken 28 greift in einen Metallring 30. An diesem sind zwei zueinander identische Oberschenkelgurte
32 befestigt, welche den zweiten schlaufenartigen Befestigungsabschnitt des Trainingsgurtes 10 bilden. Die
Oberschenkelgurte 32 bestehen jeweils aus zwei Textilbändern 34 und 36, welche einerseits über eine Längeneinstelleinrichtung
38 und andererseits über eine Naht 40 so miteinander verbunden sind, daß eine Schlinge mit
einstellbarer Weite gebildet wird.
Die Funktionsweise des Trainingsgerätes 10 ist am besten aus Figur 2 ersichtlich, in welcher ein Reiter 42 auf
einem Pferd 44 dargestellt ist:
Zunächst, vorzugsweise bevor der Reiter 42 das Pferd 44 besteigt, führt er jeweils ein Bein durch die durch
die Textilbänder 34, 36 gebildeten Schlaufen der Oberschenkelgurte 32. Über die Längeneinstelleinrichtung 3 8 wird
die Weite der Schlaufen der Oberschenkelgurte 3 2 so eingestellt, daß diese satt um den Oberschenkel 46 des
Reiters 42 anliegen. Die Oberschenkelgurte 32 werden dabei so angeordnet, daß der Metallring 3 0 vor dem Bauch des
Reiters 42 liegt.
Nun wird der Halsgurt 20 so um den Hals des Reiters 42 gelegt, daß er im Nacken um den Hals herumgeführt ist und
der Metallring 22 vor der Brust des Reiters 42 liegt.
Nun wird der Verbindungsgurt 26 über die Karabinerhaken 24 und 28 einerseits in den Metallring 22 des Halsgurtes
12 und andererseits in den Metallring 3 0 der Oberschenkelgurte 3 2 eingehakt. Über die Längeneinstelleinrichtung
18 des Halsgurtes 12 wird die Länge des Halsgurtes 12 so eingestellt, daß bei fehlerhaft schlaffer Körperhaltung bzw.
5 vor allem bei vornübergeneigter Körperhaltung des Reiters
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42 der Verbindungsgurt 26 locker hängt bzw. nicht angespanntist und erst bei der korrekten aufrechten Körperhaltung
unter Spannung steht.
Der Reiter weiß nun zu jedem Zeitpunkt während des Reitens, daß seine Körperhaltung nur dann richtig ist, wenn er über
den Verbindungsgurt 26 und den Halsgurt 12 einen leichten Druck im Nacken verspürt. Somit wird der Reiter 42 ständig
dabei unterstützt, die korrekte Körperhaltung auf dem Pferd 44 einzunehmen, wodurch die Arbeit mit dem Pferd 44 erleichtert
und dieses auf Dauer leistungsfähig und gesund erhalten werden kann.
Der vom Halsgurt 12 auf den Nacken des Reiters 42 ausgeübte Druck ist so gering, daß er vom Reiter 42 nicht als
unangenehm empfunden wird. Beim Ritt im Gelände verhindert die Sollbruchstelle 19 im Textilband 14, daß der Reiter
42 verletzt wird, wenn sich der Halsgurt 12 z.B. im Ast eines Baumes verhakt.
20
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Figur 3 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel eines Trainingsgerätes 110. Entsprechende Teile sind in Figur
3 mit den gleichen Bezugszeichen wie in den Figuren 1 und 2 zuzüglich 100 versehen und sind nicht noch einmal im
Detail beschrieben.
Im Gegensatz zu dem Ausführungsbeispiel in den Figuren 1 und 2 ist der Verbindungsgurt 126 nicht aus einem
elastischen Gummimaterial, sondern aus einem nicht elastischen Gewebematerial. Er ist mit dem Metallring 130
über eine federbelastete Wickeltrommel 14 8 verbunden. Die Wickeltrommel 148 ist in Figur 3 nicht im Detail dargestellt.
Es handelt sich hierbei um eine zylindrische Trommel, welche um eine Achse drehbar ist und auf welcher
der Verbindungsgurt 126 aufwickelbar ist. Die Trommel ist
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durch eine Feder so vorgespannt, daß der Verbindungsgurt 126 gegen die Federkraft von der Trommel abgewickelt
werden kann.
Mit der Wickeltrommel 148 ist ein Sensor 150 verbunden. Dabei kann es sich entweder um einen mit der Feder der
Trommel verbundenen Dehnmeßstreifen oder um einen induktiven Geber handeln, mit dem die von der Trommel abgewickelte
Länge des Verbindungsgurtes 126 erfaßt werden kann. Das von dem Sensor 150 erfaßte Signal wird an einen
Komparator 152 weitergeleitet, welcher den von dem Sensor 150 erfaßten Wert mit einem maximalen Grenzwert 154 und
einem minimalen Grenzwert 156 vergleicht. Die beiden einstellbaren Grenzwerte 154 und 156 definieren jenen
Spannungsbereich des Verbindungsgurtes 126, welcher einer gewünschten Körperhaltung des Reiters entspricht.
Wenn der von dem Sensor 150 erfaßte Wert einen der Grenzwerte 154 und 156 über- bzw. unterschreitet, wird von
einer Signaleinrichtung 158, z.B. einem Summer oder einem Lämpchen, ein vom Reiter wahrnehmbares Signal S abgegeben,
welches ihn daran erinnert, die gewünschte Körperhaltung wieder einzunehmen.
Das Trainingsgerät 110 ermöglicht so ein besonders komfortables und präzises Einstellen einer ganz bestimmten
aufrechten Körperhaltung.
In Figur 4 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Trainingsgerätes 210 dargestellt. Dieses dient nicht wie
die vorherigen Ausführungsbeispiele zum Training einer aufrechten Körperhaltung, sondern zum Training einer Haltung
mit zurückgenommenen Schultern. Entsprechende Teile sind in Figur 4 mit den gleichen Bezugszeichen wie in Figur 1
5 zuzüglich 2 00 versehen und sind nicht noch einmal im
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Detail beschrieben.
Das Trainingsgerät 210 umfaßt zwei um die Schultern 260 eines Reiters 242 geschlungene, als Schultergurt ausgebildete
schlaufenartige Befestigungsabschnitte 212, 232.
Die Schultergurte 212, 232 sind über ein über den Rücken des Reiters 242 verlaufendes elastisches Verbindungselement
miteinander verbunden, welches über Nähte 220, 240 an den Schultergurten 212, 232 befestigt ist. Die Länge des
Verbindungsgurtes 226 ist über eine Längeneinstelleinrichtung 218 einstellbar.
In den Verbindungsgurt 226 ist ein einen Dehnmeßstreifen (nicht sichtbar) umfassender Sensor 250 integriert, welcher
ein der Dehnung des Verbindungsgurtes 226 entsprechendes Signal an einen Komparator 252 weiterleitet. Dort wird
das Signal mit einem maximalen Grenzwert 254 verglichen.
Der vom Sensor 250 erfaßte Wert überschreitet den maximalen Grenzwert 254, wenn die Schultern 260 des Reiters 242 in
unerwünschter Weise vorfallen und hierdurch der Verbindungsgurt 226 über Maßen gedehnt wird. Dann wird von einer
Signaleinrichtung 258 in analoger Weise zum zweiten Ausführungsbeispiel ein Signal S abgegeben, welches den
Reiter 242 daran erinnert, die Schultern 260 wieder zurückzunehmen.
Der Trainingsgurt 210 zum Training der Schulterhaltung und die Trainingsgurte 110 oder 10 zum Training einer
aufrechten Körperhaltung werden bevorzugt kombiniert angewendet, wobei für jeden Trainingsgurt ein bestimmtes
Signal verwendet wird. Somit kann der Reiter mehrere Aspekte der Körperhaltung auf dem Pferd gleichzeitig
trainieren.
Claims (13)
1. Trainingsgerät für einen Reiter, dadurch gekennzeichnet,
daß es mindestens zwei schlaufenartige Befestigungsabschnitte (12, 32; 112, 132; 212, 232) umfaßt, welche
an zwei voneinander beabstandeten Körperteilen des Reiters (42; 242) festlegbar sind und zwischen denen ein flexibles
Verbindungselement (26; 126; 226) angeordnet ist, welches mit den schlaufenartigen Befestigungsabschnitten (12, 32;
112, 132; 212, 232) verbunden ist.
2. Trainingsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß es drei schlaufenartige Befestigungsabschnitte (12, 32; 112, 132) umfaßt, von denen der erste einen
Halsgurt (12; 112) umfaßt, welcher in angelegtem Zustand zumindest bereichsweise um den Hals des Reiters (42) liegt,
und von denen die beiden anderen zwei miteinander verbundene Oberschenkelgurte (32; 132) umfassen, welche in
angelegtem Zustand jeweils um einen Oberschenkel (46) des Reiters (42) geschlungen sind, wobei das Verbindungselement
als Verbindungsgurt (26; 126) ausgebildet ist, welcher einerseits mit dem Halsgurt (12; 112) und andererseits
mit den beiden Oberschenkelgurten (32; 132) verbunden ist.
3. Trainingsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es als Befestigungsabschnitte zwei Schultergurte
(212; 232) umfaßt, welche jeweils in angelegtem Zustand im Bereich einer Schulter (260) des Reiters (242) anliegen,
und daß das Verbindungselement als Verbindungsgurt (226) ausgebildet ist, welcher die beiden Schultergurte (212;
232) miteinander verbindet.
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TK.04-029 - 2 -
5541.4 - 2 - 30.08.1997
4. Trainingsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungselement (26)
aus einem elastischen Material, z.B. aus Gummi, ist.
5. Trainingsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungselement (126) aus einem nichtelastischen Material ist und über eine
federgespannte Wickeltrommel (148) mit einem der Befestigungsabschnitte
verbunden ist.
6. Trainingsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsabschnitte
(12, 32; 112, 132) und/oder das Verbindungselement (26; 126; 226) jeweils eine Längeneinstelleinrichtung (18, 38;
118, 138; 218) umfassen.
7. Trainingsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß zumindest eine der Verbindungen zwischen den Befestigungsabschnitten (12, 32; 112,
132) und dem Verbindungselement (26; 126) einen Karabinerhaken (24, 28; 124) umfaßt.
8. Trainingsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsabschnitte
und/oder das Verbindungselement ein geflochtenes Seil umfassen.
9. Trainingsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungselement (26;
126; 226) mit einer Einrichtung (12; 158; 258) verbunden
ist, die ein von der Spannung des Verbindungselementes
(26; 126; 226) abhängiges Signal (S) an den Reiter (42;
242) abgibt.
10. Trainingsgerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
5541.4 - 3 - 30.08.1997
daß das Verbindungselement mit einem Sensor {150; 250) verbunden ist, welcher mit einem Komparator (152; 252) und
einer Signaleinrichtung (158; 258) in Verbindung steht, die bei Unter- und/oder Überschreiten eines einer bestimmten
Spannung des Verbindungselementes (126; 226) entsprechenden Grenzwertes (154, 156; 254) ein Signal (S) abgibt.
11. Trainingsgerät nach Anspruch 10 in Verbindung mit Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Sensor
einen in das Verbindungselement integrierten Dehnmeßstreifen umfaßt.
12. Trainingsgerät nach Anspruch 10 in Verbindung mit Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Sensor
(150) mit der Wickeltrommel (148) gekoppelt ist.
13. Trainingsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß an den Befestigungsabschnitten
(12; 112) und/oder dem Verbindungselement eine Sollbruchstelle (19; 119) vorhanden ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29716891U DE29716891U1 (de) | 1997-09-22 | 1997-09-22 | Trainingsgerät für einen Reiter |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29716891U DE29716891U1 (de) | 1997-09-22 | 1997-09-22 | Trainingsgerät für einen Reiter |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29716891U1 true DE29716891U1 (de) | 1997-12-04 |
Family
ID=8046266
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29716891U Expired - Lifetime DE29716891U1 (de) | 1997-09-22 | 1997-09-22 | Trainingsgerät für einen Reiter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29716891U1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN112190912A (zh) * | 2020-09-28 | 2021-01-08 | 北京理工大学重庆创新中心 | 一种自供电马术运动姿态信息检测系统 |
| FR3106985A1 (fr) * | 2020-02-07 | 2021-08-13 | Aurélie Marécaux | Élastique éducatif permettant de positionner correctement les coudes du cavalier . |
-
1997
- 1997-09-22 DE DE29716891U patent/DE29716891U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR3106985A1 (fr) * | 2020-02-07 | 2021-08-13 | Aurélie Marécaux | Élastique éducatif permettant de positionner correctement les coudes du cavalier . |
| CN112190912A (zh) * | 2020-09-28 | 2021-01-08 | 北京理工大学重庆创新中心 | 一种自供电马术运动姿态信息检测系统 |
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