DE29716667U1 - Spleißschutzröhrchen - Google Patents
SpleißschutzröhrchenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Spleißschutzröhrchen für die Lichtwellenleitermontage, bestehend
aus einem Schrumpfschlauch mit innenliegender Schmelzkleberschicht und einem längsverlaufenden
Stützelement zur Erhöhung der mechanischen Stabilität bei Biegebelastung, wobei eine farbliche Codierung der einzelnen Spleiße zur leichteren Zuordnung zu Spleißboxen,
Spleißkassetten und dergleichen vorgesehen ist.
Lichtwelienleiterkabel sind das derzeit aktuelle Übertragungsmedium, welches in den
aufgebauten und aufzubauenden Netzen der Telekom-Gesellschaften weltweit eine überragende
Rolle spielt. Verbindungen der einzelnen Lichtwellenleiter mit Steckern oder Spleißen sind mögliche Fehlerstellen, welche die Übertragungseigenschaften der Lichtwellenleiter
negativ beeinflussen können und daher möglichst klein gehalten werden müssen.
Solche Kopplungssteilen bei Lichtweilenleitern können bei fehlerhafter Montage eine
Dämpfung des Lichtsignals bewirken, wobei ein Teil der optischen Strahlung nicht weitergeleitet,
das Signallicht also gedämpft wird.
Beim Aufbau von Lichtwellenleiter-Übertragungsstrecken sind neben lösbaren Steckverbindungen
auch permanente Verbindungen - die Spleiße - erforderlich. Obwohl die Fasern in größeren Längen gezogen werden können, werden die Kabel aus praktischen
Gründen nur in Längen von 1 bis 2 km gefertigt. Neben der Kabelmontage sind auch im
Falle eines Kabelbruchs oder bei Veränderungen der Kabeltrasse Spleißverbindungen
notwendig. Solche Spleiße werden aber auch benötigt, um faseroptische Komponenten wie
Stecker und Koppler in die Übertragungsstrecke einzufügen, oder um die kurzen Anschlußfasem
von Sende- und Empfangselementen mit Steckerpigtails zu verbinden, wenn die Steckerz. B. nicht direkt an die Anschlußfasern angebracht werden können.
Die Spleißverbindung der Einzelfasern kann beispielsweise durch mechanische Spleiße
erfolgen. Dabei werden die Fasern geklemmt oder mit Klebern in ihrer Lage fixiert.
Solche Spleißverbindungen werden in der Regel dort durchgeführt, wo nicht mit einer
offenen Flamme gearbeitet werden darf, z. B. in explosionsgefährdeter Umgebung oder
wenn kurzfristig die Faserverbindung wieder hergestellt werden soll. Mechanische
Spleißverbindungen werden in der Regel von einem Gehäuse eingefaßt, welches als Knickschutz wirkt und damit praktisch als Schutzgehäuse für diese Spleißverbindung
eingesetzt wird.
Die gängige Praxis bei der Herstellung von Spleißverbindungen einzelner Lichtwellenieiterfasern
ist jedoch die Verschweißung mittels eines elektrischen Lichtbogens. Dieser komplizierte Vorgang ist mittlerweile zum Stand der Technik geworden und ausführlich in
der Fachzeitschrift „Telekom-Praxis 3/91" unter dem Titel „Lichtwellenleiter (LWL) -Verbindungstechniken"
ab Seite 12, insbesondere ab Seite 24 beschrieben.
Derart geschweißte Schweißverbindungen einzelner Lichtwellenleiterfasern sind nach dem
Spleißvorgang völlig ungeschützt. Um den „Rohspieiß" gegen äußere Umwelteinflüsse zu
schützen, werden beispielsweise Metallhülsen, Kunststoffhülsen oder Schrumpfschläuche
eingesetzt. Da die Erfindung sich mit dem Spleißschutz durch Schrumpfschläuche beschäftigt,
sind die nachfolgenden Ausführungen auf diese technische Schutzmöglichkeit beschränkt.
Die bekannten Schrumpfschläuche besitzen in der Regel ein in ihren lichten Innenraum
eingeführtes Schmelzkleber-Röhrchen, z. B. aus Ethylen-Vinyl-Acetat (EVA). In dieses
Schmelzkleberröhrchen wird der Rohspleiß eingeführt. Zusätzlich wird dabei in das Lumen
des Schrumpfschlauches eine Metallbeilage, z. B. ein Metallstab zur mechanischen Versteifung,
d. h. als Knickschutz, eingeführt. Eine Beschreibung dieser Technik ist in der schon zitierten Veröffentlichung „Telekom-Praxis 3/91" auf Seite 26 gegeben.
• *
-3-
Die gespleißten Lichtwellenleiterfasern, deren Spleißstellen von den Spleißschutzröhrchen
abgedeckt sind, werden in der Regel in Spleißkassetten abgelegt. Solche Spleißkassetten
sind im Markt umfangreich bekannt und sind zur Aufnahme einer Vielzahl von gespleißten
Lichtwellenleiterfasern eingerichtet. Zur optischen Identifikation der einzelnen zum Teil nicht
farbig umhüllten Lichtwellenleiterfasern und ihrer Spleiße werden deshalb die Spleißstellen
farblich codiert. Diese farbliche Codierung erfolgt in der Regel durch eingefärbte
Schrumpfschläuche, wobei die verschiedene Einfärbung fortlaufend den verschiedenen
Spleißstellen und den angeschlossenen Lichtwellenleiterfasern zugeordnet ist. In der Praxis
hat es sich als technisch aufwendig und kostenintensiv herausgestellt, für jede verwendete
Farbe einen passenden Schrumpfschlauch herzustellen. Zwar lassen sich die fertigen
Spleiße durch die farbigen Schrumpfschläuche gut unterscheiden, jedoch ist eine Kontrolle
der Spleißverbindung während der Montage durch den eingefärbten Schrumpfschlauch
hindurch nicht möglich. Diese Kontrolle wäre zwar bei der Verwendung von durchsichtigen
Kunststoffmaterialien bei der Herstellung des Schrumpfschlauchs möglich, jedoch würde
dann eine farbliche Codierung zur besseren Unterscheidung der einzelnen Lichtwellenleiterfasern fehlen.
Hier setzt die Erfindung ein, die es sich zur Aufgabe gestellt hat, ein Spleißschutzröhrchen
anzugeben, welches einen klaren, durchsichtigen Schrumpfschlauch mit integrierter farblicher
Codierung besitzt, wobei diese Codierung ohne technischen Aufwand zu integrieren
ist. Erfindungsgemäß wird dazu vorgeschlagen, daß der Schrumpfschlauch aus klarem,
durchsichtigem Kunststoffmaterial besteht und das Stützelement wenigstens an seiner
Oberfläche farbig gestaltet ist.
-A-
Der Vorteil der Erfindung wird darin gesehen, daß trotz gegebener farblicher Codierung zur
besseren Unterscheidung der einzelnen Spleiße in Spleißboxen, Spleißkassetten oder ähnlichen
Gehäusen die Kontrolle der Spleißverbindung während und nach der Montage stets erhalten bleibt. Ein weiterer Vorteil ist die preiswerte Herstellung der Farbcodierung. Hierzu
kann das Stützelement - wenn beispielsweise ein Metallstift verwendet wird - am äußeren
Umfang lackiert sein. Diese Lackierung kann sich über den ganzen Umfang des Stützelementes
erstrecken, es können im Bedarfsfall aber auch nur Teilbereiche der Stützelement-Oberfläche
farbig belegt sein.
Das Stützelement kann ferner - wenn es aus einem harten Kunststoffmaterial gefertigt ist auch
durchgehend eingefärbt sein. Aber auch in diesem Anwendungsfall lassen sich Teilbereiche
der Oberfläche des Stützelementes, beispielsweise in Streifenform, mit der Farbcodierung
belegen.
Der wesentliche Vorteil der Erfindung wird darin gesehen, daß die Verwendung eines
durchsichtigen Schrumpfschlauchs bei technisch einfacher und kostengünstiger Herstellung
der Farbcodierung zum Einsatz als unterscheidungsfähiges Spleißschutzröhrchen ermöglicht
wird.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Spleißschutzröhrchens
schematisch dargestellt. Das Spleißschutzröhrchen besteht aus der äußeren Hülle, die durch den Schrumpfschlauch 1 gebildet ist. In das Lumen des Schrumpfschlauches
1 ist das Schmelzkleberröhrchen 2 eingebracht.
Außerdem befindet sich im Lumen des Schrumpfschlauches 1 das Stützelement 3, welches
erfindungsgemäß an seiner Oberfläche farbig gestaltet ist.
Die Durchführung des Spleißvorgangs erfolgt in der Form, daß das Ende einer der zu
verbindenden Lichtwellenleiterfasern durch das Lumen des Schmelzkleberröhrchens 2
geschoben wird. Dieses Ende der durchgeschobenen Lichtwellenleiterfaser wird danach mit
dem zu verbindenden Ende der nachfolgenden Lichtwellenleiterfaser nach dem Stand der
Technik verschweißt. Der gesamte Aufbau Schrumpfschlauch 1, Schmelzkleberröhrchen 2
und Stützelement 3 wird danach über die Spleißstelle geschoben und von außen erwärmt,
wobei der Schrumpfschlauch 1 über die Spleißstelle schrumpft und gleichzeitig das
Schmelzkleberröhrchen 2 durch die Wärmeapplikation aufschmilzt und beim Abschluß des
Schrumpfvorgangs das verbliebene Lumen des Schrumpfschlauches 1 füllt und damit dichtend nach außen abschließt. Die Spleißstelle selbst ist dadurch vor äußeren Einflüssen
geschützt und das farbig codierte Stützelement 3 ist von außen für den Betrachter über die
transparente Wand des Schrumpfschlauches 1 sichtbar, so daß die Zuordnung des Spleißes in der Spleißkassette über diese farbige Codierung jederzeit erfolgen kann.
- Schutzansprüche -
Claims (3)
1. Spleißschutzröhrchen für die Lichtwellenleitermontage, bestehend aus einem
Schrumpfschlauch mit einer innenliegenden Schmelzkleberschicht und einem längsverlaufenden
Stützelement zur Erhöhung der mechanischen Stabilität bei Biegebelastung, wobei eine farbliche Codierung der einzelnen Spleiße zur leichteren Zuordnung
zu Spleißboxen, Spleißkassetten und dergleichen vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Schrumpfschlauch (1) aus klarem, durchsichtigem Kunststoffmaterial
besteht, und daß das Stützelement (3) wenigstens an seiner Oberfläche farbig gestaltet ist.
2. Spleißschutzröhrchen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Stützelement
(3) zur Farbcodierung lackiert ist.
3. Spleißschutzröhrchen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Stützelement
(3) aus eingefärbtem Werkstoff besteht.
Rehau, den 27.08.1997
dr.k-zkmi
dr.k-zkmi
Priority Applications (2)
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Family Applications (1)
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1998
- 1998-07-13 GB GB9815147A patent/GB2329485B/en not_active Expired - Fee Related
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| Electronics Letters, Vol. 18, 1982, S.190,191 * |
| ROßBERG,Rolf: Lichtwellenleiter (LWL)- Verbindungstechniken (I). In: telekom praxis, Bd. 68, 1991, H. 3, S.12-31 * |
Also Published As
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| GB2329485B (en) | 2002-01-16 |
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