DE29715782U1 - Elektrodenwechsler für Funkenerosionsmaschinen, insbesondere funkenerosive Bohrmaschinen - Google Patents
Elektrodenwechsler für Funkenerosionsmaschinen, insbesondere funkenerosive BohrmaschinenInfo
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Description
Abacus
Automatisierungstechnik GmbH
Eduard-Pestel-Straße 12
Eduard-Pestel-Straße 12
49080 Osnabrück
Elektrodenwechsler für Funkenerosionsmaschinen, insbesondere funkenerosive
Bohrmaschinen.
Die Erfindung bezieht sich auf einen Elektodenwechsler für Funkenerosionsmaschinen gemäß
dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Das Erodierbohren ist eine verbreitete Technik, die schon seit Jahrzehnten angewendet wird.
Hierbei werden kleine Bohrungen in jegliches Metall durch ein elektroerosives Verfahren
eingebracht. Als Elektrode dient ein Rohr, durch das während des Bohrvorganges ein
Dielektrikum gepumpt wird, um die bei dem Verschleiß der Elektrode und dem Abbrand des
Werkstückes anfallenden Abtragspartikel abzutransportieren. Mit einer bestimmten
Elektrodenlänge kann man in Abhängigkeit von dem zu bearbeitenden Material und dem
Elektrodendurchmesser nur eine begrenzte Bohrtiefe erreichen. Das bedeutet, daß die
Bedienperson auch im CNC-Betrieb relativ häufig den Arbeitsablauf unterbrechen muß, um
eine neue Elektrode einzusetzen. So eine Unterbrechung des Arbeitsprozesses ist äußerst
zeitaufwendig und damit auch kostspielig.
Außerdem muß die neue Elektrode manuell mit einem Elektrodenhalter und einer Dichtung
versehen werden, bevor man sie in die Erodierbohrmaschine einspannen kann. Ein weiterer
Zeitverlust und zusätzlicher Materialaufwand.
Zur Vermeidung dieser durch die Zeitverluste und den zusätzlichen Materialaufwand
entstehenden Kosten wurden automatische Elektrodenwechsler entwickelt, bei denen der
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-2-Wechsel
der Elektroden ohne Handarbeit durchgeführt werden kann.
der Elektroden ohne Handarbeit durchgeführt werden kann.
Es ist ein Wechselsystem bekannt, bei dem sich über der Bohrspindel ein Köcher befindet, in
dem die Elektroden bevorratet sind. Aus diesem Köcher werden sie der Bohrspindel
zugeführt.
Der Nachteil dieser Lösung besteht darin, daß immer nur Elektroden des gleichen
Durchmessers nachgeführt werden können. Hat aber das Werkstück Bohrungen verschiedener
Durchmesser, so muß die Bedienperson die Spannzange, Dichtung und Führung an der
Maschine austauschen, was Zeitverluste und zusätzlichen Materialaufwand zur Folge hat.
Bei einem weiteren bekannten Wechslersystem können zwar auch Elektroden mit unterschiedlichem Durchmesser gewechselt werden, aber die Elektroden müssen manuell in
einen Elektrodenhalter mit Dichtung eingesetzt werden und der Wechsler muß dann die
Elektroden inklusive Halter transportieren. Das bedeutet, daß jede in dem Vorratsmagazin
befindliche Elektrode mit relativ teueren Zusatzteilen versehen sein muß. Außerdem
beanspruchen vormontierte Elektroden viel Platz in dem Magazin, das entsprechend groß sein
muß und folglich der Transport über größere Entfernungen zu erfolgen hat.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Wechselsystem zu schaffen, das mit geringem
Herstellungsaufwand die Möglichkeit bietet, handelsübliche Elektroden Bearbeitung und
unabhängig von ihrem Durchmesser aus einem beigeordneten Magazin zu entnehmen und
automatisch ohne Beeinflussung durch eine Bedienperson an ihren Einsatzort zu transportieren.
Die Erfindung löst diese Aufgabe durch einen Elektrodenwechsler mit den Merkmalen des
Anspruchs 1. Hinsichtlich weiterer Ausgestaltungsmerkmale wird auf die Ansprüche 2 bis
verwiesen.
Die erfmdungsgemäße Ausgestaltung des Erodierkopfes ermöglicht die Verwendung von
Elektroden verschiedener Durchmesser, die in beliebiger Reihenfolge aus dem Vorratsmagazin, das dem Arbeitskopf der Funkenerosionsmaschine beigeordnet ist,
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werden können.
werden können.
Sowohl die in dem Erodierkopf angeordnete Dichtung, als auch die Spannzange haben eine
Durchlaßöffhung, bzw. Eine Öffnung des Spannbereichs, deren Durchmesser etwas größer ist,
als der Durchmesser der stärksten zur Verwendung kommenden Elektroden. Deshalb kann
auch eine Elektrode beliebigen Durchmessers aufgenommen werden, was den zeitraubenden
manuellen Wechsel von Dichtungen, Elektrodenhaltern usw., wie sie bei den meisten
bekannten Wechselsystemen notwendig sind, überflüssig macht.
Das erfindungsgemäße Vorratsmagazin äst als Drehteller ausgebildet, der elektronisch so
gesteuert wird, daß jeder beliebige Punkt seines Außendurchmessers an einer bestimmten
Stelle, der späteren Elektrodenübergabestelle, angehalten werden kann. An seinem Außenrand
befinden sich lösbare Klemmverschlüsse zur Aufnahme von Elektroden, die so weit über die
oberste Tellerfläche hinausragen, wie es zum Einführen in den erfindungsgemäßen
Erodierkopf erforderlich ist, damit die einzusetzende neue Elektrode beim anschließenden
Spannvorgang genügend weit in die Spannzange hineinreicht, um von der Dichtung voll
umfaßt werden zu können und so einen sicheren Dicht- und Spannvorgang zu gewährleisten.
Das Öffnen der Klemmverschlüsse erfolgt mit Hilfe eines am Haltearm des Vorratsmagzins
montierten Druckluftzylinders, der über einen Schieber durch Verschwenken eines Klemmstückes die Klemmtasche öffnet. Das Schließen der Klemmtasche erfolgt durch die
gespannten Zugfedern beim Zurückfahren des Druckluftzylinders in seine Ausgangslage.
Durch die Spannkraft der Zugfedern wird die Elektrode in eine prismenförmige Nut am
Außenrand des Magazintellers gedrückt und mit Hilfe des Klemmstückes in seiner Lage
festgehalten.
Beim Einspannen einer Elektrode fährt der Differentialkolben pneumatisch angetrieben nach
unten und verformt die Dichtung so stark, daß eine Elektrode beliebigen Durchmessers auch
bei einem Dielektrikumsdruck von über 50 bar noch einwandfrei abgedichtet wird.
Gleichzeitig drückt der Kolben die Spannzange nach unten, wobei deren Kopfteil in
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Zusammenwirkung mit der Schräge des Spannzangengehäuses die Elektrode festspannt. Beim
Bohren wirkt zusätzlich noch der Druck des Dielektrikums auf den Kolben und verstärkt die
oben genannten Effekte.
Nach ganzem oder teilweisem Verbrauch der Elektroden wird deren Rest in das
Vorratsmagazin zurückgegeben. Dabei wird der Kolben auf seiner Unterseite pneumatisch
beaufschlagt und nimmt die Spannzange mit Hilfe des Sicherungsringes mit nach oben, wobei
sich die Spannbacken öffnen und den Elektrodenrest freigeben.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung und der Zeichnung, die ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen
Elektrodenwechslers veranschaulicht.
In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch den Erodierkopf
Fig. 2 die Draufsicht auf das tellerförmige Vorratsmagazin
Fig. 3 die Vergrößerung eine Teilausschnittes des Vorratsmagazins
Fig. 4 die Seitenansicht von Erodierkopf und Vorratsmagazin und deren Anordnung an
funkenerosiven Bohrmaschine
In Fig. 1 ist ein mit 1 bezeichneter Erodierkopf im Längsschnitt dargestellt, der mittels einer
Spindellagerung 2 am Bohrkopf der Maschine (nicht dargestellt) befestigt wird. Mit
Kugellagern 3 und 4 , ist die Bohrspindel 5 in der Spindellagerung 2 gelagert. Am oberen
Ende 6 befindet sich ein nicht dargestelltes Antriebsaggregat für die Spindel 5. In der
Spindellagerung befinden sich Quad-Ringe 7, die die Trennung der Luftkanäle 8 und 9 und
des Strömungskanals 10 für das Dielektrikum gewährleisten.
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In der Spindel 5 ist ein Differentialkolben 11 untergebracht, der mit Quad-Ringen 12 und 13
den Hohlraum 14 oberhalb des Kolbens 11 von dem Raum 15 unterhalb des flanschförmigen
Kolbenteiles trennt und somit den Durchgang von Luft und Dielektrikum zwischen beiden
Räumen verhindert. In der Längsachse des Differentialkolbens 11 ist eine Bohrung 16 für den
Durchfluß des Dielektrikums vorhanden. Außerdem ist ein Rückschlagventil 17 und ein
Sicherungsring 24 im Kolben 11 montiert, deren Funktion noch weiter unten beschrieben
wird.
Das untere Ende des Erodierkopfes 1 bildet die Spannzange 18, die in einem Gehäuse 19
untergebracht ist, das nach Einsetzen der Dichtung 20 und den Quad-Ringen 21 und 25 nach
Befestigung der Hülse 26 mit den Schrauben 27 am Oberteil der Spannzange, mit der Spindel
5 verschraubt wird.
Die Fig. 2 zeigt das erfindungsgemäße tellerförmig ausgeführte Vorratsmagazin 28, das
unmittelbar neben dem Arbeitskopf der funkenerosiven Bohrmaschine montiert ist, um den
Weg des Erodierkopfes 1 beim Elektrodenwechsel so kurz wie möglich zu halten. Der
Erodierkopf kann mit dem Führungsschlitten 29 horizontal und mit dem Führungsschlitten 30
vertikal bewegt werden.
Der Magazinteller 44 ist an seiner Außenkante mit einer Vielzahl von Klemmtaschen 31
bestückt, in denen die Vorratselektroden verschiedenen Durchmessers eingespannt werden
können, wie Fig. 3 zeigt. Hier werden z. B. sowohl Elektroden 22 mit großem Durchmesser,
als auch Elektroden 22'mit kleinem Durchmesser mit Hilfe des Klemmstückes 32 durch die
Kraft von zwei Zugfedern 33, die am Stift 34 eingehängt sind und das Klemmstück 32 um den
Bolzen 35 drehen, gegen die prismenförmige Nut in die Außenkante des Tellers 44 gedrückt.
Das Klemmstück 32 ist so ausgebildet, daß es die Elektroden unabhängig von ihrem
Durchmesser sicher festhält.
Zur Freigabe der Elektrode betätigt der Öffnungszylinder 36 einen Schieber 37, der am Stift
34 angreift und das Klemmstück 32 um die Achse 35 dreht und somit den Weg zur Entnahme
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der Elektrode freigibt.
Der Öffnungszylinder 36 ist oberhalb des Magazintellers 44 am Bolzen 38 an der Halteplatte
51 schwenkbar gelagert und mit der Antriebsschwinge 40, die ihrerseits über den Bolzen 41
mit der Halteplatte 51 schwenkbar verbunden ist, über den Drehpunkt 42 mit dem Schieber
37 schwenkbar verbunden. Die Führungsschwinge 43 ist an einem Endpunkt mit der
Halteplatte 51, am anderen Ende mit dem Schieber 37 ebenfalls schwenkbar verbunden und
gewährleistet, so eine einwandfreie Führung des Schiebers 37 beim Öffnen und Schließen der
Klemmtaschen 31, durch entsprechende Bewegungen des Öffnungszylinders 36.
Das Vorratsmagazin 28 verfügt auch über eine Rastvorrichtung 45 mit einem Rastzylinder 46
und einem Rastkopf 47, der im ausgefahrenen Zustand den Magazinteller 44 mit Hilfe der
Indexscheibe 49 arretiert, damit der Auswechselvorgang an der Elektrodenübergabestelle 48
reibungslos durchgeführt werden kann. Einzelheiten sind in Fig. 4 dargestellt.
Nach Erledigung der Auswechslung löst der Rastzylinder 46 den Rastkopf 47 und der
Magazinteller 44 kann mit Hilfe des Elektromotors 52 an jede beliebige Stelle gedreht
werden, um eine gewünschte Elektrode zur Elektrodenübergabestelle 48 zu transportieren, um
einen erneuten Wechselvorgang einzuleiten. Die Elektrodenübergabestelle 48 befindet sich an
der Außenkante des Magazintellers 44 dort, wo die schräge Spitze des Schiebers 37
positioniert ist. Wenn sich die gewünschte Elektrode am Übergabeplatz befindet, wird der
Magazinteller 44 mit Hilfe der Raste 47 in seiner Drehbewegung angehalten und der
Wechselvorgang kann wieder beginnen.
Die Fig. 4 zeigt einen Rahmen 53, der das Gestell einer funkenerosiven Bohrmaschine
symbolisiert und die Zuordnung eines erfindungsgemäßen Erodierkopfes 1 zu einem erfindungsgemäßen Vorratsmagazin 28.
Der Erodierkopf 1 kann mit Hilfe der Führungsschlitten 29 und 30 horizontal und vertikal
bewegt werden.
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• ·
Die Elektrode 22 wird durch ein Führungselement 53 mit konischer Einlaufoffnung auf den
Arbeitsort am Werkstück (nicht dargestellt) geleitet.
Das Vorratsmagazin 28 ist mit der Indexscheibe 49 auf einer gemeinsamen Welle 54 befestigt,
die im Haltearm 50 drehbar gelagert ist und am oberen Ende durch einen Elektromotor 52
angetrieben werden kann. Der Haltearm 50 ist so am Rahmen 53 angebaut, daß die Elektrodenübergabestelle 48 dicht am Erodierkopf 1 liegt. Da der Magazinteller 44 drehbar
gelagert ist, kann jede beliebige am Umfang des Tellers 44 eingespannte Elektrode an diese
Stelle 48 transportiert werden, so daß der Erodierkopf 1 bei jedem Elektrodenwechsel immer
nur den gleichen kurzen Weg zurücklegen muß.
Die Rastvorrichtung 45 ist mit einer Montageplatte 55 am Rahmen 53 befestigt. Sie sorgt in
Verbindung mit der Indexscheibe 49 dafür, daß der Magazinteller 44 im geeigneten Moment
angehalten wjrd, wenn z. B. eine bestimmte Elektrode an die Elektrodenübergabestelle 48
transportiert werden soll.
Dazu ist es notwendig, daß sowohl am Außenrand des Magazintellers 44, als auch am
Außenrand der Indexscheibe 49 die gleiche Anzahl von Elektroden-Klemmtaschen 31, bzw.
Raststellen gleichmäßig verteilt sind.
An beiden Seiten des Magazintellers 44 sind die Zugfedern 33 in den Stiften 34 und 34 (siehe
Fig. 3) eingehängt und werden durch die Deckplatten 56 und 57 am Abgleiten gehindert.
Zu Beginn des Arbeitsablaufes wird eine Elektrode 22 in den Erodierkopf 1 eingespannt und
zum Bearbeitungsort geführt, wo das zu bearbeitende Werkstück in einem Aufspannrahmen
befestigt wurde.
Durch Einschalten des Spindelantriebes und des Generators wird nun die Bohrarbeit
durchgeführt.
Nach dem Abbrennen der ersten Elektrode wird deren Rest dem Vorratsmagazin 28 zugeführt
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und in einer dafür bereitgestellten leeren Klemmtasche 31 deponiert. Dann wird der
Differentialkolben 11 auf seiner Unterseite über die Rohrleitung 9 pneumatisch beaufschlagt
und nimmt mit dem Sicherungsring 24 und der in der Spannzange 18 befestigten Hülse 26 die
Spannzange mit nach oben, wodurch diese sich öffnet und den Elektrodenrest freigibt.
Mit geöffneter Spannzange 18 wird nun der Erodierkopf 1 über eine am Vorratsmagazin 28
festgeklemmte neue Elektrode positioniert, nachdem diese mit Hilfe des Magazintellers 44 am
Übergabeplatz 48 bereitgestellt wurde. Der Erodierkopf 1 wird nun mit geöffneter
Spannzange 18 bis kurz oberhalb der Oberfläche des Vorratsmagazins 28 abgesenkt. Nun
wird das Ventil zur Rohrleitung 8 geöffnet und diese pneumatisch beaufschlagt. Die
einströmende Druckluft drückt den Kolben 11 nach unten. Dabei werden gleichzeitig sowohl
die Spannzange 18 gespannt und so die Elektrode 22 festgeklemmt, als auch die flexible
Dichtung 20 so verformt, daß Ihre Bohrung den Außendurchmesser der Elektrode 22 so dicht
umschließt, daß auch bei hohen Drücken kein Dielektrikum durchsickern kann, sondern
seinen Weg durch die rohrförmige Elektrode nehmen muß.
Nun wird die Elektrode 22 nach pneumatischer Entriegelung der Klemmtasche 31 dem
Vorratsmagazin 28 entnommen und zum Bearbeitungsort über das Werkstück geführt. Bei
Arbeitsbeginn wird nach Öffnung des Ventils für die Rohrleitung 10 das Dielektrikum in
diese Leitung, gepumpt und fließt in den Raum 14, in die in Kolben 11 befindliche Leitung 16
und durch das Rückschlagventil 17, das bereits bei niedrigen Drücken öffnet und den Weg zur
Elektrode 22 freigibt, um die beim Verschleiß der Elektrode 22 und dem Abbrand des
Werkstückes anfallenden Abtragspartikel abzutransportieren.
Nach dem Abbrennen der Elektrode 22 wird die Spannzange 18 (wie bereits beschrieben)
geöffnet, nachdem der eingespannte Rest der Elektrode in das Vorratsmagazin 28 zurückgeführt wurde. Damit ist ein Arbeitszyklus beendet und der Erodierkopf 1 fährt nun
wieder zum Vorratsmagazin 28 zur Entnahme einer neuen Elektrode.
Alle Arbeitsgänge dieses Wechselsystems werden elektronisch gesteuert, so daß während des
gesamten Vorganges kein Eingreifen durch eine Bedienperson erforderlich ist. Die
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Erfindungsaufgabe, ein Wechselsystem, das einfach in der Herstellung ist und handelsübliche
Elektroden ohne weitere Bearbeitung und unabhängig von ihrem Durchmesser aus einem
beigeordneten Magazin entnehmen kann und automatisch ohne Beeinflussung durch eine
Bedienperson an ihren Einsatzort transportieren, ist damit gelöst.
Claims (20)
1. Elektrodenwechsler für Funkenerosionsmaschinen, insbesondere funkenerosive
Bohrmaschinen, mit einem Erodierkopf und einem Vorratsmagazin für rohrförmige Erodierelektroden, dadurch gekennzeichnet, daß der am Arbeitskopf einer
Funkenerosionsmaschine montierte Erodierkopf handelsübliche rohrförmige Elektroden
mit unterschiedlichen Durchmessern einem beigeordneten Vorratsmagazin direkt entnehmen kann, ohne daß für das Einspannen von Elektroden verschiedener Durchmesser
zusätzliche Montageteile, bzw. Umrüstungen der Maschine erforderlich sind.
2. Elektrodenwechsler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Vorratsmagazin aus einem kreisrunden Magazinteller besteht, der an seinem Außenrand
eine große Anzahl von prismenförmigen Nuten zur Aufnahme von Wechselelektroden besitzt, die mit Hilfe von Klemmstücken in einer Klemmtasche eingespannt werden und
durch eine Drehbewegung des Magazintellers zur Elektrodenübergabesteile transportiert
werden, wo sie vom Erodierkopf dem Magazin entnommen werden und zur Fortführung eines Arbeitsganges am zu bearbeitenden Werkstück gebracht werden.
3. EleTctrodenwechsler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die im Unterteil
des Erodierkopfes eingebaute Dichtung eine Bohrung aufweist, deren Durchmesser größer
ist als der größte Durchmesser einer in dieser Maschine verwendbaren Elektrode.
4. Elektrodenwechsler nach den Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß
sich die Dichtung im Erodierkopf bei Druckausübung durch den Kolben so verformt, daß
sie eine in der Bohrung befindliche Elektrode beliebigen Durchmessers fest umschließt und
die Klemmfläche für Flüssigkeiten undurchlässig macht.
5. Elektrodenwechsler nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß
der Druck des Kolbens auf die Dichtung und die Spannzange im Erodierkopf das Schließen
der Spannbacken und Festspannen der Elektrode bewirkt.
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6. Elektrodenwechsler nach den Ansprüchen 3-5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Dichtung nach Beendigung des Kolbendruckes durch die Aufwärtsbewegung des Kolbens
im Erodierkopf ihre ursprüngliche Form wieder annimmt.
7. Elektrodenwechsler nach einem der Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, daß
sich durch Anheben der Spannzange mit Hilfe des im Kolben montierten Sicherungsrings
die Spannbacken im Erodierkopf ihre größte Aufnahmeöffnung einnehmen.
die Spannbacken im Erodierkopf ihre größte Aufnahmeöffnung einnehmen.
8. Elektrodenwechsler nach den Ansprüchen 1-7, dadurch gekennzeichnet, daß der
Kolben des Erodierkopfes zum Verformen der Dichtung und gleichzeitiger Einspannung
der Elektroden einerseits und zur Entlastung der Dichtung und gleichzeitiger Öffnung der
Zange andererseits als doppelseitig belastbarer Differentialkolben ausgebildet ist.
9. Elektrodenwechsler nach einem der Ansprüche 1-8, dadurch gekennzeichnet, daß
die im Erodierkopf vorhandene Leitung für das Dielektrikum so eingerichtet ist, daß der
Fluß des Mediums auch bei rotierender Bohrspindel nicht behindert ist.
10. Elektrodenwechsler nach einem der Ansprüche 1 - 9, dadurch gekennzeichnet, daß
das Rückschlagventil im Kolben des Erodierkopfes nach Abschalten des Dielektrikumflusses bei nachlassendem Druck in Tätigkeit tritt und die Leitung von
Flüssigkeitsresten befreit.
11. Elektroden wechsler nach den Ansprüchen 1-10, dadurch gekennzeichnet, daß der
im Erodierkopf vorhandene Spalt zwischen der obersten Fläche des Kolbens und der
benachbarten Fläche der Bohrspindel immer größer sein muß, als der Weg, den der Kolben
zum Verformen der Dichtung zurücklegen muß.
12. Elektrodenwechsler nach einem der Ansprüche 1-11, dadurch gekennzeichnet, daß
nach Entnahme der Elektrode oder deren Rest aus dem Erodierkopf die Dichtung wieder
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ihre Ursprungsform erreicht hat und die Zange sich in ihrer größten Aufnahmeposition
befindet.
13. Elektroden wechsler nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das
Klemmstück mit der prismenförmigen Nut am Außenrand des Magazintellers gemeinsam
eine Klemmtasche bilden, mit der Elektroden unterschiedlicher Durchmesser sicher
eingespannt werden können.
14. Elektrodenwechsler nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß das
Klemmstück durch den Öffnungszylinder über einen Schieber nach außen gedreht wird und
sich so die Klemmtasche zur Entnahme der Wechselelektrode öffnet.
15. Elektroden wechsler nach Ansprüchen 13 und 14, dadurch gekennzeichnet, daß die
im Klemmstück eingehängten Zugfedern das Klemmstück nach Umschalten des Öffnungszylinders wieder in die Spannlage zurückziehen.
16. Elektrodenwechsler nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß jedes
Klemmstück mit zwei Zugfedern versehen ist, die beidseitig des Magazintellers angeordnet
sind, um, auf das Klemmstück und somit auf die eingespannte Elektrode einen
gleichmäßigen Druck ausüben zu können.
17. Elektrodenwechsler nach einem der Ansprüche 14 - 16, dadurch gekennzeichnet,
daß der Öffnungszylinder und der Schieber oberhalb des Magazintellers montiert sind und
mit diesem keine Berührung haben.
18. Elektrodenwechsler nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Spitze des
Schiebers immer die Elektrodenübergabesteile markiert und das sich der Magazinteller
stets frei drehen und auf die Übergabestelle geführt werden kann.
19. Elektroden wechsler nach den Ansprüchen 13 - 18, dadurch gekennzeichnet, daß der
Magazinteller über eine Welle fest mit einer Indexscheibe verbunden ist, die mit Hilfe
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einer Rastvorrichtung sicherstellt, daß jede am Magazinteller vorhandene
Wechselelektrode in kürzester Zeit an den Übergabeplatz transportiert werden kann.
20. Elektrodenwechsler nach den Ansprüchen 2 und 13 - 19, dadurch gekennzeichnet,
daß das Vorratsmagazin so zum Erodierkopf angeordnet ist, daß die Elektrodenübergabesteile der dem Erodierkopf am nächsten gelegene Punkt des
Vorratsmagazins ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29715782U DE29715782U1 (de) | 1997-09-03 | 1997-09-03 | Elektrodenwechsler für Funkenerosionsmaschinen, insbesondere funkenerosive Bohrmaschinen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29715782U DE29715782U1 (de) | 1997-09-03 | 1997-09-03 | Elektrodenwechsler für Funkenerosionsmaschinen, insbesondere funkenerosive Bohrmaschinen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29715782U1 true DE29715782U1 (de) | 1997-12-11 |
Family
ID=8045458
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29715782U Expired - Lifetime DE29715782U1 (de) | 1997-09-03 | 1997-09-03 | Elektrodenwechsler für Funkenerosionsmaschinen, insbesondere funkenerosive Bohrmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
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