DE29715426U1 - Berührungslos betätigbare Schalteinheit - Google Patents
Berührungslos betätigbare SchalteinheitInfo
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Description
Beschreibung
Die Erfindung betrifft eine berührungslos betätigbare Schalteinheit.
Karten, die im direkten Kontakt mittels eines Lesegerätes gelesen werden können, sind durch viele Veröffentlichungen bekannt
geworden. Derartige Karten mit festgelegten oder von außen festlegbaren Daten sind heute weit verbreitet.
In den Schriften DE 39 28 107 (Verfahren zur Kodierung und Verfügbarkeit einer Chipkarte) und DE 40 12 931 (Verfahren und
Vorrichtung zur individuellen elektronischen Kennzeichnung von Ausweisen) werden komplette Systeme einschließlich der Karten
beschrieben. Dazu werden entweder Karten entsprechend einer Mutterkarte oder vorprogrammierte Ausweiskarten auf Identität
überprüft. Die Karten besitzen dabei eine zeitliche Begrenzung. Falls derartige Karten vor der Verfallszeit verlustig gehen,
ist nur durch einen hohen Aufwand eine Änderung im Lesesystem gegeben. Unbenutzte Anwendungen dieser Karten durch Unbefugte
sind über einen relativ langen Zeitraum gegeben. Die DE 40 25 229 (Codiersystem) beschreibt ein System, wobei
eine Karte für mehrere Kartenlesegeräte vorgesehen ist. Die Anzahl der notwendigen Karten soll für die Karteninhaber eingeschränkt
werden. Mehrere Identifikationsmerkmale sind durch den Nutzer selbst programmierbar. Allerdings sind bei Verlust die
Lesesysteme nicht ohne große Aufwendungen veränderbar. Besonders hinsichtlich der individuell festlegbaren Identifikationsmerkmale
ergeben sich große Unsicherheiten bei Verlust. Der Hinweis auf eine Erweiterung durch den Vergleich von gespeicherten
persönlichen Merkmalen erhöht den Aufwand und damit die Kosten für die Lesesysteme wesentlich.
Der in den Schutzansprüchen 1 und 8 angegebenen Erfindung liegt das Problem zugrunde, eine durch den Betreiber programmierbare
und berührungslos betätigbare Schalteinheit vor allem für Öffnungs-
und/oder Schließsystemen an Türen oder dergleichen für ein Bedienen nur von Berechtigten mittels Karten zu schaffen.
Dieses Problem wird mit den in den Schutzansprüchen 1 und 8 aufgeführten Merkmalen gelöst.
Die berührungslos betätigbare Schalteinheit ist besonders für eine Bedienung von Öffnungssystemen mit Verschlußmechanismen
wie Türen oder dergleichen nur für Berechtigte geeignet. Diese zeichnet sich besonders durch eine schnellstmögliche Änderung
der Daten hinsichtlich der Zugangsberechtigung aus. Weiterhin ist diese Änderung ohne große Aufwendungen durch den Betreiber
selbst vor Ort durchführbar.
Mit der Erfindung steht dem Betreiber ein komplexes System zur Verfügung. Alle Tätigkeiten insbesondere bei der Inbetriebnahme
und der Auswahl der Zugangsberechtigten sind vor Ort und durch den Betreiber durchführbar. Dazu werden über eine passive Programmierkarte,
die Daten der benötigten Zugangskarten individuell in der Leseeinrichtung vor Ort gespeichert. Damit ergibt
sich der Vorteil/ daß der Betreiber nur die Menge der Zugangskarten entsprechend der Anzahl der Zugangsberechtigten benötigt.
Weiterhin ist eine Erweiterung der Anzahl über den Zustand des Programmiermodus der Leseeinrichtung vor Ort leicht
möglich. Es ergibt sich eine universelle Einsetzbarkeit. Zeitverluste bei Erweiterungen, die mit einer Neuprogrammierung
verbunden sind, entfallen. Der Betreiber ist in der Lage diese Programmierung selbst und vor Ort vorzunehmen, so daß kostspielige
Einsätze durch den Hersteller entfallen. Ein weiterer wesentlicher Vorteil besteht darin, daß über eine
aktive Löschkarte die Daten von Zugangskarten in der Leseeinrichtung vor Ort einzeln gelöscht werden können. Gerade in der
heutigen Zeit, die durch eine steigende Anzahl von Karten für die unterschiedlichsten Anwendungsfälle geprägt wird, ist ein
Verlust von Karten leicht möglich. Damit werden Unbefugte in die Lage versetzt, die durch die Zugangskarten besonders geschützten
Bereiche zu betreten. Um diesen Tatbestand schnellstmöglich und mit geringsten Aufwendungen durchzuführen, eignet
sich die erfindungsgemäße Leseeinrichtung besonders. Mit Bekanntwerden des Verlustes kann vor Ort und schnellstmöglich
die Zugangsberechtigung gesperrt werden. Damit sinkt auch bei den Mitarbeitern die Hemmschwelle der Mitteilung des Verlustes
einer Zugangskarte, da eine Änderung der Zugangsberechtigung und die Erweiterung um eine neue Zugangskarte kostengünstig
vonstatten geht. Natürlich kann der Betreiber auch die Zugangsberechtigung wegen Änderungen in der Firma schnellstens durchführen,
so daß der Zugang leicht erweitert oder eingeschränkt werden kann. Unnötige ökonomische Aufwendungen hinsichtlich
neuer Leseeinrichtungen oder Umprogrammierungen beim Hersteller werden vermieden. Weiterhin entfällt ein zeitaufwendiger Austausch
aller Zugangskarten.
Die Leseeinrichtung zeichnet sich weiterhin dadurch aus, daß mittels einer passiven Löschkarte sofort alle Daten des Speichers
gelöscht werden können. Dieser Tatbestand unterstützt eine universelle und kostengünstige Anwendbarkeit der Schalteinheit
.
Die Anzahl der Zugangsberechtigten wird durch die Kapazität des in der Leseeinrichtung enthaltenen Speichers bestimmt. Eine Anpassung
an die Verhältnisse des Betreibers ist leicht möglich. Die Schalteinheit arbeitet berührungslos, so daß eine Manipulation
von Unberechtigten im wesentlichen vermieden wird, so daß ein höchstmöglicher Sicherheitsstandard gewährleistet wird.
Die codierten Zugangskarten, die passive Programmierkarte und die passive Löschkarte sind Transponder, so daß damit eine berührungslose
Betätigung der Schalteinheit gegeben ist. Die Stromzufuhr erfolgt mit der Leistung eines LC-Oszillators in
dem Leser.
Die aktive Löschkarte ermöglicht das Löschen einzelner Transponderdaten
der codierten Zugangskarten in einer Lesereinrich-
tung mit mindestens einem Speicher für Transponderdaten. Die Löschkarte zeichnet sich besonders durch ihren einfachen Aufbau
aus. Damit sind alle Funktionseinheiten in einem Gehäuse in bekannter Kartenform untergebracht. Die aktive Löschkarte arbeitet
berührungslos, so daß eine Manipulation der Leseeinrichtung weitestgehend vermieden wird.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Schutzansprüchen
2 bis 7 und 9 bis 11 angegeben. Die Weiterbildungen der Schutzansprüche 2 und 3 ermöglichen ein
berührungsloses Erfassen von Daten sowohl passiver als auch aktiver Karten. Die Weiterbildung des Schutzanspruchs 3 führt
mit der Anwendung nur einer Spule sowohl als Sende- als auch Empfangsspule zu einer weiteren Senkung des Aufwandes für die
Realisierung des Lesers. Diese Aufwandssenkung ist mit einem geringeren Strombedarf verbunden, so daß damit ein weiterer
Vorteil gegeben ist.
In dem intelligenten Modul nach der Weiterbildung des Schutzanspruchs
4, welches der Leseeinrichtung nachgeschaltet ist, sind weitere Daten wie Informationen der codierten Zugangskarte, Relaisanzugszeiten,
Türoffenzeiten speicherbar und abrufbar.
Nach den Weiterbildungen des Schutzanspruchs 5 ist das intelligente
Modul ein Bestandteil der Leseeinrichtung selbst oder ist örtlich von dieser getrennt plazierbar. Im zweiten Fall
erfolgt die Datenübertragung nur über eine Datenleitung. Dieser Sachverhalt unterstützt den Sicherheitsaspekt der gesamten berührungslos
betätigbaren Schalteinheit.
Die Verbindung eines örtlich von der Leseeinrichtung getrennt angeordnetem intelligenten Modul in Verbindung mit einer verschlüsselten
Datenübertragung nach der Weiterbildung des Schutzanspruchs 6 unterstützt die Sicherheit wesentlich. Eine
Manipulation ist damit weitestgehend ausgeschlossen, so daß
keine Unbefugten in den abgesicherten Bereich eindringen können.
Der Einsatz eines Relais als elektrische Schaltvorrichtung entsprechend
der Weiterbildung des Schutzanspruchs 7 verringert die erforderliche aufzubringende Schaltleistung der Leseeinrichtung.
Die Weiterbildung des Schutzanspruchs 9 enthält vorteilhafte Realisierungen der aufgeführten Bestandteile der aktiven Löschkarte.
Die Ausgestaltung von zwei potentialfreien Tasten der Tastatur zur Wahl des Betriebszustandes der aktiven Löschkarte nach der
Weiterbildung des Schutzanspruchs 10 garantiert einen sehr geringen Stromverbrauch im Ruhezustand.
Die Weiterbildung des Schutzanspruchs 11 ermöglicht eine freie und unabhängige Handhabung der aktiven Löschkarte.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt
und werden im folgenden näher beschrieben. Es zeigen:
Figur 1 einen ersten prinzipiellen Aufbau der berührungslos betätigbaren
Schalteinheit in Zusammenschaltung mit einem Türöffner,
Figur 2 eine zweite Variante der berührungslos betätigbaren Schalteinheit mit einem intelligenten Modul und einem Türöffner,
Figur 2 eine zweite Variante der berührungslos betätigbaren Schalteinheit mit einem intelligenten Modul und einem Türöffner,
Figur 3 eine Ansicht einer aktiven Löschkarte und Figur 4 das Blockschaltbild der aktiven Löschkarte.
1. Ausführungsbeispiel
Die berührungslos betätigbare Schalteinheit für Öffnungs- und/ oder Schließsysteme von Verschlußmechanismen an Türen besteht
:&KHgr;&Lgr;.:
aus codierten Zugangskarten 2, einer passiven Programmierkarte, einer passiven Löschkarte, einer aktiven Löschkarte, einer
Leseeinrichtung 1 und einem elektrischen Türöffner 6. Die Leseeinrichtung
1 beinhaltet einen Leser 3, einen Speicher 4 und ein Relais 5. Der Aufbau der berührungslos betätigbaren Schalteinheit
ist prinzipiell in der Figur 1 dargestellt. Die codierten Zugangskarten 2, die passive Programmierkarte und
die passive Löschkarte sind Transponder. Mit dem Plazieren dieser Karten in den Sende- und Empfangsbereich des Lesers 3 der
Leseeinrichtung 1 werden diese aktiviert, so daß deren Daten mittels des Lesers 3 empfangen werden.
Der Leser 3 zur berührungslosen Aufnahme der Daten der passiven Karten arbeitet induktiv und besteht aus einem LC-Oszillator
mit einem Feldeffekt-Transistor als Sinusgenerator und aus einer Reihenschaltung mit einem Demodulator, einem Selektivverstärker,
einem Komparator und einem Mikrorechner. Die Oszillatorfrequenz beträgt 125 kHz +_ 5 %.
Die Stromversorgung der passiven Karten erfolgt berührungslos mittels der Leistung des LC-Oszillators des Lesers 3. Die Spule
des Oszillators ist mit dem Eingang des Demodulators verbunden, so daß diese sowohl als Sendespule zur Stromversorgung der jeweiligen
passiven Karten als auch als Empfangsspule für die Daten der Karten dient. Die Spule ist als Luftspule ausgeführt,
so daß die induktive Leseanordnung kompakt auf einem Bauelementeträger untergebracht ist.
Anhand einer Funktionsbeschreibung wird im folgenden die berührungslos
betätigbare Schalteinheit einschließlich der unterschiedlichen Karten näher erläutert.
Vor der Erstinbetriebnahme oder nach dem kompletten Löschen des Speichers 4 der Leseeinrichtung 1 ist der Speicher 4 der Leseeinrichtung
1 leer. Durch ein Vorhalten, das bedeutet im Empfangs- und Sendebereich des LC-Oszillators, der passiven Programmierkarte
geht die Leseeinrichtung 1 in den Programmiermodus über. Jetzt werden die erforderlichen und gewünschten
codierten Zugangskarten 2 einzeln und nacheinander vor die Leseeinrichtung 1 gebracht. Dabei werden die Daten dieser co-
dierten Zugangskarten 2 in dem Speicher 4 der Leseeinrichtung abgelegt. Jeder abgeschlossene Speichervorgang wird durch ein
optisches und/oder akustisches Signal quittiert. Mit dem erneuten Vorhalten der passiven Programmierkarte wechselt die Leseeinrichtung
1 vom Programmiermodus in den Betriebszustand. Mit dem Vorhalten einer gespeicherten codierten Zugangskarte 2
wird das Relais 5 betätigt. Das führt zum Schließen des Stromkreises mit dem Türöffner 6 und der Spannungsquelle (U) , so daß
der Verschlußmechanismus der Tür geöffnet wird und der berechtigte Nutzer Eintritt erhält. Natürlich sind weitere codierte
Zugangskarten 2 jederzeit in den Speicher 4 der Leseeinrichtung 1 mittels Nutzung der passiven Programmierkarte einlesbar, so
daß der Kreis der berechtigten Nutzer ständig ohne große Aufwendungen durch den Betreiber selbst erweitert werden kann.
Soll der gesamte Inhalt des Speichers 4 der Leseeinrichtung 1 sofort und komplett gelöscht werden, so wird die passive Löschkarte
in den Sende- und Empfangsbereich der Leseeinrichtung 1 gebracht. Damit wird der Zustand vor der Erstinbetriebnahme erreicht
und die Leseeinrichtung 1 steht der weiteren Anwendung zur Verfügung. Damit sind Codes neuer codierter Zugangskarten 2
programmierbar.
Ein weiterer Vorteil der Leseeinrichtung 1 ergibt sich mit dem Einsatz der aktiven Löschkarte, deren grundsätzliche Realisierung
in den Figuren 3 und 4 dargestellt ist. Diese ist äußerlich mit einer Tastatur 11 und einer Anzeige 13 ausgestattet.
Mittels zweier Tasten der Tastatur 11 wird der Betriebszustand der aktiven Löschkarte gewählt. Die Ausführungsform dieser ist
im dritten Ausführungsbeispiel aufgeführt.
Mit dem Einschalten und dem Plazieren dieser aktiven Löschkarte in den Sende- und Empfangsbereich der Leseeinrichtung 1 erfolgt
eine Menueführung über die Anzeige 13 der aktiven Löschkarte. Die Daten zwischen der Leseeinrichtung 1 und der aktiven Löschkarte
werden über jeweils einen LC-Kreis ausgetauscht. Ein Mikrorechner mit Speicher 12 in der aktiven Löschkarte steuert
die elektrischen Baugruppen (Anzeige 13, Tastatur 11, LC-Kreis 14 und Speicher) und damit alle notwendigen Abläufe. Dabei ist
es möglich einzelne Codes von codierten Zugangskarten 2 über die Tastatur 11 einzugeben, die dann aus dem Inhalt des Speichers
4 der Leseeinrichtung 1 gelöscht werden. Jede Löschung eines Codes wird mittels eines optischen und/oder akustischen
Signals an der Leseeinrichtung 1 begleitet, so daß Fehler in der Bedienung weitestgehend vermieden werden können und die
Sicherheit steigt.
2. Ausführungsbeispiel·
Die berührungsios betätigbare Schalteinheit für eine Bedienung
nur für Berechtigte in Verbindung mit einem Türöffner 6 eines zweiten Ausführungsbeispiels ist prinzipiell in der Figur 2
dargestellt und besteht aus mehreren Arten von Karten, der Leseeinrichtung 1, einem intelligenten Modul 7 und einem Türöffner
6. Die Leseeinrichtung 1 beinhaltet einen Leser 3, einen Speicher 4 und eine Interface-Baugruppe 8a und das intelligente
Modul 7 aus einem Mikrorechner mit integriertem Speicher 12, einer Interface-Baugruppe 8b und einem Relais 5. Die Darstellung
zeigt dabei nur eine Karte.
Es sind folgende Arten von Karten vorhanden:
Es sind folgende Arten von Karten vorhanden:
- codierte. Zugangskarten 2,
- eine passive Programmierkarte,
- eine passive Löschkarte und
- eine aktive Löschkarte.
Die codierten Zugangskarten 2, die passive Programmierkarte und die passive Löschkarte sind Transponder. Mit dem Plazieren
dieser Karten in den Sende- und Empfangsbereich des Lesers 3 der Leseeinrichtung 1 werden diese durch Vorhalten aktiviert,
so daß deren Daten mittels des Lesers 3 empfangen werden. Der Leser 3 dient der berührungslosen Aufnahme der Daten der
einzelnen Karten, wobei die Stromversorgung der passiven Karten berührungslos mittels des Lesers 3 erfolgt. Dieser besteht aus
einem LC-Oszillator und aus einer Reihenschaltung mit einem Demodulator,
einem Selektivverstärker, einem Komparator und einem Mikrorechner. Die Oszillatorfrequenz beträgt 125 kHz + 5 %.
&igr;&igr;;·
;· &igr;&igr;;
Die Spule des Oszillators ist mit dem Eingang des Demodulators
verbunden, so daß diese sowohl als Sendespule zur Stromversorgung der passiven Karten als auch als Empfangsspule für die Daten
aller Karten dient. Die Spule ist als Luftspule ausgeführt, so daß der Leser 3 einschließlich des Speichers 4 auf einem
Bauelementeträger untergebracht ist.
Anhand der Funktionsbeschreibung wird im folgenden die Leseeinrichtung
1 einschließlich der Handhabung der einzelnen Arten der Karten näher erläutert.
Vor der Erstinbetriebnahine oder nach dem kompletten Löschen des
Speichers 4 der Leseeinrichtung 1 ist der Speicher 4 leer. Mit dem Vorhalten der passiven Programmierkarte wird die Leseeinrichtung
1 in den Programmiermodus geschalten. Die passive Programmierkarte wird entfernt und die vom Betreiber gewünschten
codierten Zugangskarten 2 werden einzeln und nacheinander vor die Leseeinrichtung 1 gehalten. Dabei werden die Daten dieser
codierten Zugangskarten 2 in dem Speicher 4 der Leseeinrichtung 1 abgelegt. Jeder abgeschlossene Speichervorgang einer codierten
Zugangskarte 2 wird durch ein optisches und/oder akustisches Signal quittiert. Mit dem erneuten Vorhalten der passiven
Programmierkarte wechselt die Leseeinrichtung 1 vom Programmiermodus in den Betriebszustand.
Mit dem Vorhalten einer gespeicherten codierten Zugangskarte 2 erhält der Mikrorechner mit integriertem Speicher 9 des intelligenten
Moduls 7 über die Interface-Baugruppen 8a und 8b der Leseeinrichtung 1 und des intelligenten Moduls 7 das Signal,
das Relais 5 des intelligenten Moduls 7 zu betätigen. Das führt zum Schließen des Stromkreises mit dem Türöffner 6 und der
Spannungsquelle (U), so daß der Verschlußmechanismus der Tür betätigt wird und der berechtigte Nutzer Eintritt erhält.
Der Mikrorechner des intelligenten Moduls 7 enthält einen integrierten Speicher. Dieser dient unter anderem der Speicherung
von Parametern z.B. zusätzliche Informationen zu den codierten Zugangskarten 2, Relais-Anzugszeiten, Türoffenzeit und dergleichen.
Der Stromkreis mit dem Türöffner 6 ist in einer Variante dieses
Der Stromkreis mit dem Türöffner 6 ist in einer Variante dieses
• ·
&iacgr;&ogr;
Ausführungsbeispiels weiterhin mit einem Türrückmeldekontakt in Form eines Schließers ausgerüstet (Darstellung in der Figur
2), so daß Informationen über eine Frequentierung der Tür und deren Öffnungs- oder Schließzeit gespeichert werden, die danach
separat abrufbar sind. Natürlich ist die berührungslos betätigbare Schalteinheit in einer weiteren Variante dieses Ausführungsbeispiels
auch ohne einen derartigen Türrückmeldekontakt 10 betreibbar.
Weitere codierte Zugangskarten 2 sind natürlich jederzeit in den Speicher 4 der Leseeinrichtung 1 mittels Nutzung der passiven
Programmierkarte einlesbar, so daß der Kreis der berechtigten Nutzer ständig ohne große Aufwendungen erweitert werden
kann.
Der gesamte Inhalt des Speichers 4 ist sofort und komplett mittels
der passiven Löschkarte löschbar. Dazu wird die passive Löschkarte in den Sende- und Empfangsbereich des Lesers 3 der
Leseeinrichtung 1 gebracht. Damit wird der Zustand vor der Erstinbetriebnahme erreicht und steht zur weiteren Anwendung
durch den Betreiber zur Verfügung. Damit sind Codes neuer codierter Zugangskarten 2 programmierbar.
Ein weiterer Vorteil der Leseeinrichtung 1 ergibt sich mit dem Einsatz der aktiven Löschkarte, deren grundsätzliche Realisierung
in den Figuren 3 und 4 dargestellt ist. Diese ist äußerlich mit einer Tastatur 11 und einer Anzeige 13 ausgestattet.
Mittels zweier Tasten der Tastatur 11 wird der Betriebszustand der aktiven Löschkarte gewählt. Die Ausführungsform der aktiven
Löschkarte ist im dritten Ausführungsbeispiel aufgeführt. Mit dem Einschalten 'und dem Plazieren dieser aktiven Löschkarte
in den Sende- und Empfangsbereich des Lesers 3 der Leseeinrichtung 1 erfolgt eine Menueführung über die Anzeige 13. Die
Daten zwischen der Leseeinrichtung 1 und der aktiven Löschkarte werden über jeweils einen LC-Kreis ausgetauscht. Ein Mikrorechner
in der aktiven Löschkarte steuert die elektrischen Baugruppen (Anzeige 13, Tastatur 11, LC-Kreis 14 und im Mikrorechner
integriertem Speicher) und damit alle notwendigen Abläufe. Dabei ist es möglich einzelne Codes von codierten Zugangskarten
• ··
2 über die Tastatur 11 einzugeben, die dann aus dem Inhalt des Speichers 4 gelöscht werden. Jede Löschung eines Codes wird
mittels eines optischen und/oder akustischen Signals begleitet, so daß Fehler in der Bedienung weitestgehend vermieden werden
können und die Sicherheit steigt.
3. Ausführungsbeispiel
Die aktive Löschkarte zur Einzellöschung von Daten in Lesereinrichtungen
1 mit mindestens einem Speicher 4 für Daten aus codierten Zugangskarten 2 wird nachfolgend in einem dritten Ausführungsbeispiel
beschrieben und ist prinzipiell in den Figuren 3 und 4 dargestellt. Die Figur 3 zeigt einen Aufbau und die Figur
4 das Blockschaltbild.
Die aktive Löschkarte besteht aus einem Gehäuse, in dem eine Tastatur 11 (Folientastatur) und eine Anzeige 13 (LCD-Anzeige)
integriert sind, einem Bauelementeträger und einem von außen verschlossenem aber zugänglichen Raum zur Aufnahme von mindestens
einer chemischen Stromquelle in Form mindestens einer Batterie.
Ein Mikrorechner mit integriertem Speicher 12 ist mit der Tastatur
11, der Anzeige 13 und einem LC-Schwingkreis 14 zusammengeschaltet (Figur 4). Die Tastatur 11 besitzt 14 Tasten:
- Zahlen 0 bis 9 für die Eingabe eines Codes,
- jeweils eine Taste „Ein - ON" und „AUS - OFF", die potentialfrei
sind, so daß der Stromverbrauch im Ruhezustand im nA-Bereich liegt,
- eine Löschtaste zur Korrektur der Eingabe des Codes und
- eine „ENTER"-Taste für die jeweilige Bestätigung und dem
Start der Löschung des Codes im Speicher 4 der Leseeinrichtung 1.
Die Stromversorgung erfolgt mittels zweier Lithiumzellen, so daß eine lange Betriebsdauer gegeben ist.
In weiteren Ausführungsbeispielen ist der Leser 3 des ersten
und zweiten Ausführungsbeispiels auch aus einem separatem LC-Oszillator
und aus einer Reihenschaltung mit einer Empfangsspule, einem Demodulator, einem Selektivverstärker, einem Komparator
und einem Mikrorechner realisiert. Der LC-Oszillator ist ein Sinus-Oszillator mit einer Frequenz von 125 kHz + 5 %.
Die Energie, die der separate LC-Oszillator abgibt, dient der Stromversorgung der passiven Karten.
Die berührungslos betätigbare Schalteinheit des ersten Ausführungsbeispiels
ist natürlich auch mit einem Türrückmeldekontakt 10 entsprechend des zweiten Ausführungsbeispiels ausrüstbar, so
daß sich ein weiteres Ausführungsbeispiel ergibt. Weiterhin sind die berührungslos betätigbaren Schalteinheiten
des ersten und zweiten Ausführungsbeispiels in weiteren Ausführungsbeispielen der Erfindung mit Türöffnertastern ausgerüstet,
die in den Stromkreis des Türöffners 6 geschalten sind.
Claims (11)
1. Berührungslos betätigbare Schalteinheit für eine Bedienung
nur für Berechtigte vor allem in Verbindung mit Öffnungs- und/ oder Schließsystemen von Verschlußmechanismen an Türen oder
dergleichen mit einer Leseeinrichtung, mehreren Karten und mindestens einer elektrischen Schaltvorrichtung und/oder einer
Interfacebaugruppe, dadurch gekennzeichnet, daß codierte Zugangskarten (2), mindestens eine passive Programmierkarte, mindestens
eine passive Löschkarte als Transponder und mindestens eine aktive Löschkarte zum Programmieren und Betätigen vorhanden
sind und daß die Leseeinrichtung (1) aus einem Leser (3), einem über den Leser (3)
- mit der passiven Programmierkarte sowohl in den Programmierzustand
und die Daten einer bestimmten Anzahl von codierten Zugangskarten (2) aufnehmenden als auch in den
programmierten Zustand gleichbedeutend dem Normalzustand setzenden,
- mit der passiven Löschkarte vollständig löschbaren und
- mit der aktiven Löschkarte im Programmierzustand bestimmbare Daten löschbaren
Speicher (4) und einer die Daten der codierten Zugangskarten (2) und des Speichers (4) vergleichenden Schaltungsanordnung
besteht.
2. Berührungslos betätigbare Schalteinheit nach Schutzanspruch
1, dadurch gekennzeichnet, daß der Leser (3) aus einem LC-Oszillator
als Sinusgenerator und aus einer Reihenschaltung mit einer Empfangsspule, einem Demodulator, einem Selektivverstärker,
einem Komparator besteht und daß die vergleichende Schaltungsanordnung ein Mikrorechner ist.
.VV: 5:":·
3. Berührungslos betätigbare Schalteinheit nach Schutzanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Leser (3) aus einem LC-Oszillator
und aus einer Reihenschaltung mit einem Demodulator, einem Selektivverstärker und einem Komparator besteht, daß die
vergleichende Schaltungsanordnung ein Mikrorechner ist und daß die Spule des LC-Oszillators gleichzeitig mit dem Eingang des
Demodulators verbunden ist.
4. Berührungslos betätigbare Schalteinheit nach Schutzanspruch
1, dadurch gekennzeichnet, daß nach der Leseeinrichtung (1) ein intelligentes Modul (7) bestehend aus einem Mikrorechner mit
integriertem Speicher (9) und einer damit verbundenen elektrischen Schaltvorrichtung geschalten ist und daß die Leseeinrichtung
(1) und das intelligente Modul (7) über je eine Interface-Baugruppe (8a) und (8b) miteinander verbunden sind.
5. Berührungslos betätigbare Schalteinheit nach Schutzanspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das intelligente Modul (7)
Bestandteil der Leseeinrichtung (1) ist oder daß das intelligente Modul (7) über eine bidirektionale und serielle Datenübertragungsleitung
mit der Leseeinrichtung (1) verbunden ist.
6. Berührungslos betätigbare Schalteinheit nach Schutzanspruch
5, dadurch gekennzeichnet, daß eine mit verschlüsselten Daten arbeitende Datenübertragung zwischen Leseeinrichtung (1) und
intelligentem Modul (7) vorhanden ist.
7. Berührungslos betätigbare Schalteinheit nach einen der Schutzansprüche 1 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
elektrische Schaltvorrichtung ein Relais (5) ist.
8. Aktive Löschkarte zur Einzellöschung von Daten in Leseeinrichtungen
mit mindestens einem Speicher vor allem für die Daten von codierten Zugangskarten nach Schutzanspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß eine der manuellen Wahl des Betriebszustandes, der manuellen Eingabe von Transponderdaten dienende
und aus Funktionstasten bestehende Tastatur (11), eine der optischen Darstellung des Menues und der eingegebenen Transponderdaten
dienende Anzeige (13) und ein dem Senden der Transponderdaten dienender LC-Schwingkreis (14) über eine Speicherund
Verarbeitungsschaltung miteinander verbunden sind.
9. Aktive Löschkarte nach Schutzanspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die Tastatur (11) eine Folientastatur, die Anzeige (13) eine LCD-Anzeige und die Speicher- und Verarbeitungsschaltung
ein Mikrorechner mit integriertem Speicher (12; ist.
10. Aktive Löschkarte nach Schutzanspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß zwei potentialfreie Tasten der Tastatur (11) zur Wahl des Betriebszustandes vorgesehen sind.
11. Aktive Löschkarte nach Schutzanspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die aktive Löschkarte mindestens eine chemische Stromquelle besitzt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29715426U DE29715426U1 (de) | 1997-08-28 | 1997-08-28 | Berührungslos betätigbare Schalteinheit |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29715426U DE29715426U1 (de) | 1997-08-28 | 1997-08-28 | Berührungslos betätigbare Schalteinheit |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29715426U1 true DE29715426U1 (de) | 1997-12-11 |
Family
ID=8045207
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29715426U Expired - Lifetime DE29715426U1 (de) | 1997-08-28 | 1997-08-28 | Berührungslos betätigbare Schalteinheit |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29715426U1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19906879A1 (de) * | 1999-02-19 | 2000-08-31 | Datasec Electronic Gmbh | Elektronisches Schließ- und Überwachungssystem und Verfahren zum Aktivieren oder Deaktivieren von Einbruch- und/oder Zustandsmeldeanlagen |
| DE10128146A1 (de) * | 2001-05-23 | 2002-12-12 | Burg Waechter Kg | Verfahren zur Steuerung eines elektronischen Schlosses |
| EP1260659A3 (de) * | 2001-05-23 | 2004-02-04 | Burg-Wächter Kg | Verfahren zur Steuerung eines elektronischen Schlosses |
| EP1101364A4 (de) * | 1998-12-14 | 2004-11-24 | Soundcraft Inc | Passive fernprogrammiereinrichtung für nach dem prinzip der induktion arbeitenden rf indentifizierungsleser |
-
1997
- 1997-08-28 DE DE29715426U patent/DE29715426U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1101364A4 (de) * | 1998-12-14 | 2004-11-24 | Soundcraft Inc | Passive fernprogrammiereinrichtung für nach dem prinzip der induktion arbeitenden rf indentifizierungsleser |
| DE19906879A1 (de) * | 1999-02-19 | 2000-08-31 | Datasec Electronic Gmbh | Elektronisches Schließ- und Überwachungssystem und Verfahren zum Aktivieren oder Deaktivieren von Einbruch- und/oder Zustandsmeldeanlagen |
| DE19906879B4 (de) * | 1999-02-19 | 2014-03-27 | Datasec Electronic Gmbh | Elektronisches Schließ- und Überwachungssystem |
| DE10128146A1 (de) * | 2001-05-23 | 2002-12-12 | Burg Waechter Kg | Verfahren zur Steuerung eines elektronischen Schlosses |
| EP1260659A3 (de) * | 2001-05-23 | 2004-02-04 | Burg-Wächter Kg | Verfahren zur Steuerung eines elektronischen Schlosses |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| R207 | Utility model specification |
Effective date: 19980129 |
|
| R150 | Utility model maintained after payment of first maintenance fee after three years |
Effective date: 20010112 |
|
| R151 | Utility model maintained after payment of second maintenance fee after six years |
Effective date: 20031202 |
|
| R152 | Utility model maintained after payment of third maintenance fee after eight years |
Effective date: 20060306 |
|
| R071 | Expiry of right |