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DE29712242U1 - Unwuchtrüttler - Google Patents

Unwuchtrüttler

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DE29712242U1
DE29712242U1 DE29712242U DE29712242U DE29712242U1 DE 29712242 U1 DE29712242 U1 DE 29712242U1 DE 29712242 U DE29712242 U DE 29712242U DE 29712242 U DE29712242 U DE 29712242U DE 29712242 U1 DE29712242 U1 DE 29712242U1
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DE
Germany
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unbalanced
vibrating
vibration
vibrator according
electric motors
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DE29712242U
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LONZ INDUSTRIEAUTOMATION GmbH
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LONZ INDUSTRIEAUTOMATION GmbH
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B28WORKING CEMENT, CLAY, OR STONE
    • B28BSHAPING CLAY OR OTHER CERAMIC COMPOSITIONS; SHAPING SLAG; SHAPING MIXTURES CONTAINING CEMENTITIOUS MATERIAL, e.g. PLASTER
    • B28B1/00Producing shaped prefabricated articles from the material
    • B28B1/08Producing shaped prefabricated articles from the material by vibrating or jolting
    • B28B1/087Producing shaped prefabricated articles from the material by vibrating or jolting by means acting on the mould ; Fixation thereof to the mould
    • B28B1/0873Producing shaped prefabricated articles from the material by vibrating or jolting by means acting on the mould ; Fixation thereof to the mould the mould being placed on vibrating or jolting supports, e.g. moulding tables
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B06GENERATING OR TRANSMITTING MECHANICAL VIBRATIONS IN GENERAL
    • B06BMETHODS OR APPARATUS FOR GENERATING OR TRANSMITTING MECHANICAL VIBRATIONS OF INFRASONIC, SONIC, OR ULTRASONIC FREQUENCY, e.g. FOR PERFORMING MECHANICAL WORK IN GENERAL
    • B06B1/00Methods or apparatus for generating mechanical vibrations of infrasonic, sonic, or ultrasonic frequency
    • B06B1/10Methods or apparatus for generating mechanical vibrations of infrasonic, sonic, or ultrasonic frequency making use of mechanical energy
    • B06B1/16Methods or apparatus for generating mechanical vibrations of infrasonic, sonic, or ultrasonic frequency making use of mechanical energy operating with systems involving rotary unbalanced masses
    • B06B1/161Adjustable systems, i.e. where amplitude or direction of frequency of vibration can be varied
    • B06B1/166Where the phase-angle of masses mounted on counter-rotating shafts can be varied, e.g. variation of the vibration phase

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  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Surgical Instruments (AREA)
  • Apparatuses For Generation Of Mechanical Vibrations (AREA)

Description

-1- 3. Juli 1997
L6G1-VD/C0
Unwuchtrüttler
Die Erfindung bezieht sich auf einen Unwuchtrüttler zur Verdichtung von Betonelementen während der Fertigung, zur Rüttlung bei Steinformmaschinen oder dergleichen, mit einem Rütteltisch, mit an dem Rütteltisch angeordneten Unwuchtwellen, die jeweils einen Unwuchtkörper aufweisen, mit jeweils einer Unwuchtwelle zugeordneten Elektromotoren zum Antrieb der Unwuchtwellen, mit einer Vorrichtung zur Steuerung und/oder Regelung der Drehzahl der Elektromotoren und der relativen Phasenlase der Unwuchtwellen bzw. der Unwuchtkörper.
Ein derartiger Unwuchtrüttler ist beispielsweise in der DE 41 16 647 C1 offenbart, wobei der Offenbarungsgehalt dieser Druckschrift durch ausdrücklichen Verweis in den Gegenstand der vorliegenden Anmeldung mit aufgenommen wird. Bei diesem bekannten Unwuchtrüttler besteht die Möglichkeit, die Rüttlerfrequenz durch Änderung der Drehzahl der Unwuchtwellen einzustellen. Die Rüttelkraft bzw. Rüttelamplitude oder auch Rüttelbeschleunigung kann zwischen Null und einem Maximum dadurch variiert werden, daß die Phasenlage einzelner Unwuchtwellen bzw. Unwuchtkörper relativ zueinander geändert wird. Schließlich kann die Schwingungsamplitude des Rütteltisches durch eine Änderung der Drehzahl der Unwuchtwelle bzw. durch eine Phasenverstellung der Unwuchtkörper zueinander eingeteilt werden. Als Elektromotoren finden bei diesem bekannten Unwuchtrüttler, der auch unter der Bezeichnung "Variotronic-Tischrüttlung" im Markt angeboten wird, bürstenlose Drehstromsynchronmotoren Anwendung. Die Regelung der Motoren ist über die Motorregelkreise und Rotoriageregler vorgenommen. Der Rotorlageregler ist den Motorregelkreisen übergeordnet. Jedem Motor sind einer der mechanisch gekuppelten Resolver und als Bestandteil eines der Motorregelkreise Antriebsumrichter zugeordnet. Dem Rotorlageregler sind aus den Motorregeikreisen Ist-Werte der Rotorlagen der Motoren und Betriebsparameter zugeführt. Zu den Betriebsparametern gehören beispielsweise Sollwinkel, Rütteldauer und Stellzeit.
Die bei dem bekannten Unwuchtrüttler eingesetzten Elektromotoren wie auch die Vorrichtung zur Steuerung und/oder Regelung erweist sich als technisch sehr aufwendig und komplex. Die bürstenlosen Drehstromsynchronmotoren sind hochdynamische Motoren mit einem permanenten Magnetfeld, welches von einem Magnetrotor erzeugt wird. Die Magne-
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trotoren sind zum einen recht störanfällig, zum anderen sind diese Motoren sehr teuer in der Anschaffung. Insbesondere können bereits in Betrieb befindliche Unwuchtrüttler nicht ohne weiteres mit dieser Steuer/Regel-Vorrichtung nachgerüstet werden und ist auch nicht die Möglichkeit gegeben, den Unwuchtrüttler im Falle des Ausfalls, beispielsweise der Vorrichtung zur Steuerung und/oder Regelung, in einer Art Notbetrieb direkt am Drehstromnetz zu betreiben.
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Unwuchtrüttler bereitzustellen, bei dem die Vorrichtung zur Steuerung und/oder Regelung ohne weiteres, insbesondere unter Weiterverwendung der bereits vorhandenen Elektromotoren nachrüstbar ist, wobei nach einem Nebenaspekt der Erfindung der Unwuchtrüttler beispielsweise bei Ausfall der Vorrichtung zur Steuerung und/oder Regelung auch auf herkömmliche Weise direkt am Drehstromnetz betreibbar ist. Schließlich soll der erfindungsgemäße Unwuchtrüttler insbesondere hinsichtlich der elektrischen Komponenten einfach und preiswert aufgebaut und die Nachrüstung bereits in Betrieb befindlicher herkömmlicher Unwuchtrüttler kurzfristig durchführbar sein.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung bei dem Unwuchtrüttler mit den eingangs genannten Merkmalen im wesentlichen dadurch gelöst, daß die Elektromotoren als asynchrone Drehstrommotoren und die Vorrichtung als Vektorregler ausgebildet sind.
Aufgrund dieser Maßnahmen besteht die Möglichkeit, als elektrische Komponenten handelsüblich und kostengünstig erhältliche asynchrone Drehstrommotoren und Vektorregler einzusetzen. Insbesondere sind herkömmliche Unwuchtrüttler unter Weiterverwendung der dort in der Regel zum Einsatz kommenden asynchronen Drehstrommotoren ohne weiteres mit der Vorrichtung zur Steuerung und/oder Regelung nachrüstbar. Auch besteht die Möglichkeit, bei einem Ausfall der Vorrichtung zur Steuerung und/oder Regelung den Unwuchtrüttler am Drehstromnetz in herkömmlicher Art und Weise weiterzubetreiben, so daß ein Produktionsausfall vermieden werden kann. Derartige Vektorregler dienen zur Steuerung und/oder Regelung der Phase und des Stroms und sind beispielsweise als Vektorregler "620 Standard, 620 Advanced Systems, 620 Link bzw. 620 Serielle Kommunikation" bei der Firma Eurotherm Antriebstechnik GmbH handelsüblich erhältlich.
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L6G1-VD/C0
Nach einer ersten vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung hat es sich als vorteilhaft erwiesen, daß jedem Drehstrommotor ein Vektorregler zugeordnet ist. Die Vektorregler sind über eine Datenverbindungsleitung miteinander gekoppelt, so daß Drehzahl und Phasenlage den jeweiligen Erfordernissen entsprechend für jeden Elektromotor individuell eingestellt werden kann.
Dabei bietet es sich an, daß eine Dateneingabevorrichtung zur Sollwertvorgabe an einen Vektorregler angeschlossen und dieser Vektorregler über Datenleitungen mit den weiteren Vektorreglern, insbesondere seriell, verbunden ist. Es versteht sich, daß in der Praxis auch eine parallele Ansteuerung der Vektorregler mit der Dateneingabevorrichtung vorgenommen werden kann.
Nach einer anderen vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist der Elektromotor als asynchroner Drehstrom-Normmotor mit Inkrementalgeber und gegebenenfalls zugeordneten Fremdlüfter ausgebildet. Derartige Normmotoren sind äußerst ausgereift und preiswert, so daß bei Einsatz dieser Normmotoren ein ausfallsicherer und kostengünstiger Unwuchtrüttler bereitgestellt werden kann.
Um einen Notbetrieb des Unwuchtrüttlers bei Ausfall beispielsweise der Vorrichtung zur Steuerung und/oder Regelung aufrechtzuerhalten, kann den Elektromotoren eine Umschaltvorrichtung oder eine Handumschaltung oder dergleichen für den Notbetrieb zugeordnet sein, wobei der oder die Elektromotoren im Notbetrieb unmittelbar mit der Netzfrequenz des Drehstromnetzes beaufschlagbar und die Rütteldauer und/oder Rüttelamplitude in her-, kömmlicher Weise über die Einschaltdauer der Elektromotoren bzw. eine mechanische Änderung der relativen Phasenlage der Unwuchtkörper einstellbar sind.
Nach einer anderen, an sich eigenständigen, vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind dem Rütteltisch des Unwuchtrüttlers ein oder mehrere Sensoren zur Erfassung der Rüttelkraft bzw. Rüttelampiitude oder auch Rüttelbeschleunigung zugeordnet, wobei die Ausgangssignale der Sensoren der Vorrichtung bzw. einer mit der Vorrichtung über Signalleitungen oder Busleitungen gekoppelten Ein/Ausgabe-Einheit zuführbar sind. Die Erfassung der Schwingwerte bzw. der auftretenden Beschleunigungen des Rütteltisches kann somit als Istwert an die Vorrichtung zur Steuerung und/oder Regelung zurückgeführt werden. Zum
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einen besteht damit die Möglichkeit, verschleißbedingte Änderungen des Unwuchtrüttlers geregelt auszugleichen, zum anderen können mittels dieser Sensoren etwaige, über die Fläche des Rütteltisches auftretende Schwingungsknoten durch eine entsprechende Änderung der relativen Phasenlage der Unwuchtkörper bzw. der Drehzahl der Unwuchtwellen verlagert oder auch kompensiert werden.
Dabei bietet es sich an, daß der oder die Sensoren als Kraftmeßdosen ausgebildet sind, die mechanisch äußerst stabil ausgebildet sind und unter den rauhen Betriebsbedingungen eine hohe Standzeit aufweisen.
Weiterhin hat es sich als vorteilhaft erwiesen, daß wenigstens zwei Sensoren dem Rütteltisch zugeordnet sind, wobei ein Sensor die Rüttelkraft bzw. Rüttelamplitude in horizontaler Richtung und der andere Sensor diese Größen in vertikaler Richtung erfaßt. Es bsteht selbstverständlich auch die Möglichkeit, mehr als zwei Sensoren an dem Rütteltisch anzubringen.
Schließlich hat es sich als vorteilhaft erwiesen, daß in Abhängigkeit von den Ausgangssignalen der Sensoren mittels der Vorrichtung die Drehzahl der Elektromotoren und/oder die relative Phasenlage der Unwuchtwellen bzw. Unwuchtkörper änderbar ist.
Weitere Vorteile, Merkmale, Anwendungsmöglichkeiten und Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels anhand der Figur. Dabei bilden alle beschriebenen und/oder bildlich dargestellten Merkmale für sich oder in beliebiger, sinnvoller Kombination den Gegenstand der vorliegenden Erfindung, auch unabhängig von ihrer Zusammenfassung in den Ansprüchen oder deren Rückbeziehung.
Die einzige Figur zeigt in schematischer Darstellung ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Unwuchtrüttlers.
Der Unwuchtrüttler dient zum Verdichten von Betonelementen während der Fertigung bzw. zur Rüttlung bei Steinformmaschinen oder dergleichen und weist einen Rütteltisch 10 auf. An dem Rütteltisch 10 sind nach dem Ausführungsbeispiel vier Unwuchtwellen 12, 14, 16,
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18 versetzt zueinander angeordnet und im wesentlichen parallel zueinander ausgerichtet. Vorzugsweise weisen benachbart zueinander angeordnete Unwuchtwellen 16, 12; 12,14; 14,18 entgegengesetzten Drehsinn auf. An jeder der Unwuchtwellen 12-18 ist ein Unwuchtkörper 20, 22, 24, 26 angeordnet. Des weiteren ist jeder der Unwuchtwellen 12-18 ein Elektromotor 28, 30, 32, 34 zugeordnet, der jeweils eine der Unwuchtwellen 12-18 in Drehung versetzt.
Zur Steuerung und/oder Regelung der Drehzahl der Elektromotoren 28-34 bzw. der Unwuchtwellen 12-18 und der relativen Phasenlage der Unwuchtwellen 12-18 bzw. Unwuchtkörper 22-26 ist eine Vorrichtung 36 vorgesehen. Die Vorrichtung 36 ist als Vektorregler 38, 40, 42, 44 ausgebildet, wobei bevorzugt jedem Elektromotor 28-34 jeweiis ein Vektorregler 38-44 zugeordnet ist. Die Elektromotoren 28-34 sind als asynchrone Drehstrommotoren ausgebildet, insbesondere als asynchrone Drehstrom-Normmotoren mit Inkrementalgeber und gegebenenfalls zugeordnetem Fremdlüfter.
Mittels einer Dateneingabevorrichtung 46 kann eine Sollwertvorgabe für die Vektorregler 38-44 bzw. die Elektromotoren 28-34 durchgeführt werden. Dabei bietet es sich an, daß die Dateneingabevorrichtung 46 an einen ersten Vektorregler 42 angeschlossen und dieser Vektorregler 42 über Datenleitungen 48 mit den weiteren Vektorreglern 38, 40, 44, insbesondere seriell, verbunden ist. Die Ausgänge der Vektorregler 38-44 sind über Steuerleitungen 62 mit den jeweiligen Elektromotoren 28-34 verbunden. Den Elektromotoren 28-34 ist eine Umschaltvorrichtung 50 für den Notbetrieb zugeordnet, wobei der oder die Elektromotoren 28-34 im Notbetrieb, insbesondere unmittelbar mit der Netzfrequenz 52 des Drehstromnetzes beaufschlagt werden und ungeregelt betrieben werden können. Anstelle einer separaten Umschaltvorrichtung 50 kann natürlich auch vorgesehen sein, die Elektromotoren 28-34, beispielsweise bei einem Ausfall der Vorrichtung 36, mit einigen Handgriffen an das Drehstromnetz per Hand anzuschließen. In diesem Notbetrieb wird dann die Rütteidauer und/oder die Rüttelamplitude in herkömmlicher Weise über die Einschaltdauer der Elektromotoren 28-34 eingestellt.
An dem Rütteltisch 10 können ein oder mehrere Sensoren 54, 56 zur Erfassung der Rüttelamplitude bzw. Rüttelkraft oder Rüttelbeschleunigung angeordnet sein, wobei die Ausgangssignale der Sensoren 54, 56 der Vorrichtung 36 bzw. einer mit der Vorrichtung 36
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über Signalleitungen 60 oder ein Bussystem gekoppelten Ein/Ausgabe-Einheit 58 zuführbar sind. Dabei können die Sensoren 54, 56 bevorzugt als Kraftmeßdosen ausgebildet sein. Es versteht sich jedoch, daß auch sonstige, handelsüblich erhältliche Sensoren zur Erfassung der Kraft bzw. Schwingungsamplitude oder Beschleunigung einsetzbar sind.
Nach einer speziellen Ausführungsform sind wenigstens zwei Sensoren 54, 56 dem Rütteltisch 10 zugeordnet, wobei der eine Sensor 54 die Rüttelkraft bzw. Rüttelamplitude oder Rüttelbeschleunigung in horizontaler Richtung und der andere Sensor 56 diese Größen in vertikaler Richtung erfaßt. In Abhängigkeit der Ausgangssignale der Sensoren 54, 56 ist mittels der Vorrichtung 36 die Drehzahl der Elektromotoren 28 bis 34 bzw. der Unwuchtwellen 12 bis 18 oder die relative Phasenlage der Unwuchtwellen 12 bis 18 bzw. Unwuchtkörper 20 bis 26 variierbar.
Der Unwuchtrüttler nach der Erfindung weist folgende Vorteile auf:
Eine Qualitätsverbesserung des Verdichtungsvorganges der Betonelemente während der Fertigung durch einzeln einstellbare Amplituden der phasenverstellbaren Unwuchtkörper 20-26, eine Verkürzung der Taktzeiten bei Pflaster um bis zu 2 Sekunden pro Takt sowie bei Hochprodukten bis zu 4 Sekunden pro Takt.
Weiterhin können bei einer Umrüstung herkömmlicher Unwuchtrüttler die vorhandenen asynchronen Norm-Drehstrommotoren weiterverwendet werden, wobei insbesondere auch der Umbau kurzfristig durchführbar ist. Die Elektromotoren 28-34 können während eines Rüttelvorganges ständig durchlaufen, wodurch bedeutend weniger mechanischer Verschleiß auftritt, da die kritische Drehzahl des Rütteltisches 10 nur beim Anfahren und Anhalten der Elektromotoren 28-34 durchfahren wird.
Bei einem speziellen erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel laufen die Rüttelmotoren mit ca. 3000 Umdrehungen/Minute und werden elektronisch auf gleiche Drehzahl synchronisiert. Die Rüttelmotoren laufen während des gesamten Rüttelvorganges durch. Bei der Funktion "Rütteln" werden elektronisch nur die Phasenlage eines oder mehrerer der Unwuchtkörper 20-26 zueinander verstellt. Diese Maßnahme führt zu einer Verkürzung der Taktzeiten, da ein Hochfahren und Abbremsen der Elektromotoren 28-34 entfällt. Aufgrund
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des Durchlaufens der Elektromotoren 28-34 wird auch elektrische Energie gespart. Dadurch, daß die Unwuchtkörper 20-26 einzeln gegeneinander individuell verstellt werden können, ist es auch möglich, produktabhängig die Verdichtung zu optimieren, wodurch erhebliche Qualitätsverbessserungen erreicht werden können. Ein besonderer Vorteil dieses Unwuchtrüttlers besteht darin, daß bei einem Ausfall beispielsweise der Vorrichtung 36 zum Steuern und/oder Regeln bzw. einzelner Vektorregler 38-40 die Elektromotoren 28-34 beispielsweise einzeln oder gemeinsam unmittelbar am Drehstromnetz betrieben werden können, so daß ein Produktionsausfall vermieden wird. In diesem Fall werden dann die Elektromotoren 28-34 bzw. die Unwuchtwellen 12-18 bei einer festen Frequenz betrieben, wobei im Falle eines Produktwechsels die relative Phasenlase der Unwuchtkörper 20-26 manuell geändert werden kann. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, die Vorrüttlung und Nachrüttlung mit verschiedenen Elektromotoren 28-34 durchzuführen.
Im Normalbetrieb des erfindungsgemäßen Unwuchtrüttlers werden die Elektromotoren 28-34 während der verschiedenen Rüttelphasen mit variabler Drehzahl betrieben, wobei eine Änderung der Rüttelamplitude, Rüttelkraft oder Rüttelbeschleunigung durch eine elektronische Verstellung der relativen Phasenlage von ein oder mehreren Unwuchtkörpern 20-26 durchgeführt werden kann. Insbesondere können für unterschiedliche Beton- oder Stein-Produkte vorgegebene bzw. abgespeicherte Werte für die Drehzahl bzw. die Amplitude eingesetzt werden. Umrüstzeiten, beispielsweise zur manuellen Änderung der Phasenlage, sind nicht erforderlich.
Ein Rütteldurchgang kann beispielsweise wie folgt ausgeführt werden: Während der Vorrüttelphase laufen die Elektromotoren 28-34 beispielsweise mit einer Frequenz von ca. 40 Hz. Die Rüttelamplitude kann in dieser Vorrüttelphase bevorzugt durch Einstellung einer bestimmten relativen Phasenlage der Unwuchtkörper 24, 20 bzw. 22, 26 eingestellt werden. Über die Sensoren 54, 56 wird die Beschleunigung und/oder die Schwingamplitude des Rütteltisches 10 erfaßt und gegebenenfalls über eine Änderung der Phasenlage und/oder der Drehzahl korrigiert. In einer nachfolgenden Ruhephase werden die Unwuchtkörper 20-26 in ihrer relativen Phasenlage zueinander derart verstellt, daß sich die durch die Unwuchten hervorgerufenen Schwingungen gegenseitig beispielsweise paarweise kompensieren, so daß der Rütteltisch 10 trotz laufender Elektromotoren 28-34 in oder annähernd in Ruhe verharrt. Für die nachfolgende Hauptrüttelphase wird die Drehzahl der Elektromotoren
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28 -34 beispielsweise auf eine Frequenz von ca. 60 Hz erhöht und durch eine entsprechende Einstellung der relativen Phasenlage der Unwuchtkörper 20-26 für eine erhöhte oder sogar maximale Schwingungsamplitude bzw. Rüttelkraft oder Beschleunigung des Rütteltisches 10 gesorgt. Auch hier wird von den Sensoren 54, 56 die Rüttelbeschleunigung bzw. die Schwingamplitude erfaßt und gegebenenfalls über eine Änderung der relativen Phasenlage oder auch der Drehzahl korrigiert.
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Bezugszeichenliste
10 14, 16, 18 Rütteltisch
12, 22, 24, 26 Unwuchtwelle
20, 30, 32, 34 Unwuchtkörper
28, Elektromotor
36 40, 42, 44 Vorrichtung
38, Vektorregler
46 Dateneingabevorrichtung
48 Datenleitung
50 Umschaltvorrichtung
52 56 Netzfrequenz
54, Sensoren
58 Ein/Ausgabe-Einheit
60 Signalleitungen, Bussystem
62 Steuerleitung

Claims (9)

• &igr; ; .· ; j m* • *· -10- 3. Juli 1997 L6G1-Vb/co nsprüche
1. Unwuchtrüttler zur Verdichtung von Betonelementen während der Fertigung, zur Rüttelung bei Steinformmaschinen oder dergleichen, mit einem Rütteltisch (10), mit an dem Rütteltisch (10) angeordneten Unwuchtwellen (12, 14, 16, 18), die jeweils einen Unwuchtkörper (20, 22, 24, 26) aufweisen, mit jeweils einer Unwuchtwelle (12, 14, 16, 18) zugeordneten Elektromotoren (28, 30, 32, 34) zum Antrieb der Unwuchtwellen (12-18), mit einer Vorrichtung (36) zur Steuerung und/oder Regelung der Drehzahl und der relativen Phasenlage der Unwuchtwellen (12-18) bzw. der Unwuchtkörper (22-26), dadurch gekennzeichnet, daß die Elektromotoren (28-34) als asynchrone Drehstrommotoren und die Vorrichtung (36) als Vektorregler (38,40, 42, 44) ausgebildet sind.
2. Unwuchtrüttler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Elektromotor (28-34) ein Vektorregler (38-44) zugeordnet ist.
3. Unwuchtrüttler nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Dateneingabevorrichtung (46) zur Sollwertvorgabe an einen Vektorregler (42) angeschlossen und dieser Vektorregier (42) über Datenleitungen (48) mit den weiteren Vektorreglern (38, 40, 44) verbunden ist.
4. Unwuchtrüttler nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektromotor (28-34) als Drehstrom-Normmotor mit Inkrementalgeber und gegebenenfalls zugeordnetem Fremdlüfter ausgebildet ist.
5. Unwuchtrüttler nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektromotoren (28-34) insbesondere mittels einer Umschaltvorrichtung (50) oder dergleichen auf einen Notbetrieb umschaltbar sind, wobei der oder die Elektromotoren (28-34) im Notbetrieb unmittelbar mit der Netzfrequenz (52) des Drehstromnetzes beaufschlagbar und die Rütteldauer und/oder Rüttelamplitude in herkömmiicher Weise über die Einschaltdauer der Elektromotoren (28-34) einstellbar sind.
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6. Unwuchtrüttler nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß dem Rütteltisch (10) ein oder mehrere Sensoren (54, 56) zur Erfassung der Rüttelkraft bzw. Rüttelamplitude bzw. Rüttelbeschleunigung zugeordnet sind, wobei die Ausgangssignale der Sensoren (54, 56) der Vorrichtung (36) bzw. einer mit der Vorrichtung (36) über Signalleitungen (60) gekoppelten Ein/Ausgabe-Einheit (58) zuführbar sind.
7. Unwuchtrüttler nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der oder die Sensoren (54, 56) als Kraftmeßdosen ausgbildet sind.
8. Unwuchtrüttler nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens zwei Sensoren (54, 56) dem Rütteltisch (10) zugeordnet sind, wobei ein Sensor (54) die Rüttelkraft bzw. Rüttelamplitude bzw. Rüttelbeschleunigung in im wesentlichen horizontaler Richtung und der andere Sensor (56) in im wesentlichen vertikaler Richtung erfaßt.
9. Unwuchtrüttler nach einem der vorhergehenden Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß in Abhängigkeit von den Ausgangssignalen der Sensoren (54, 56) mittels der Vorrichtung (36) die Drehzahl der Elektromotoren (28-34) bzw. der Unwuchtwellen (12-18) und/oder die relative Phasenlage der Unwuchtwellen (12-18) bzw. Unwuchtkörper (20-26) änderbar ist
H:\L6G1 .ANM
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