DE29712242U1 - Unwuchtrüttler - Google Patents
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Description
-1- 3. Juli 1997
L6G1-VD/C0
Unwuchtrüttler
Die Erfindung bezieht sich auf einen Unwuchtrüttler zur Verdichtung von Betonelementen
während der Fertigung, zur Rüttlung bei Steinformmaschinen oder dergleichen, mit einem
Rütteltisch, mit an dem Rütteltisch angeordneten Unwuchtwellen, die jeweils einen Unwuchtkörper
aufweisen, mit jeweils einer Unwuchtwelle zugeordneten Elektromotoren zum Antrieb der Unwuchtwellen, mit einer Vorrichtung zur Steuerung und/oder Regelung der
Drehzahl der Elektromotoren und der relativen Phasenlase der Unwuchtwellen bzw. der
Unwuchtkörper.
Ein derartiger Unwuchtrüttler ist beispielsweise in der DE 41 16 647 C1 offenbart, wobei der
Offenbarungsgehalt dieser Druckschrift durch ausdrücklichen Verweis in den Gegenstand
der vorliegenden Anmeldung mit aufgenommen wird. Bei diesem bekannten Unwuchtrüttler
besteht die Möglichkeit, die Rüttlerfrequenz durch Änderung der Drehzahl der Unwuchtwellen
einzustellen. Die Rüttelkraft bzw. Rüttelamplitude oder auch Rüttelbeschleunigung
kann zwischen Null und einem Maximum dadurch variiert werden, daß die Phasenlage
einzelner Unwuchtwellen bzw. Unwuchtkörper relativ zueinander geändert wird. Schließlich
kann die Schwingungsamplitude des Rütteltisches durch eine Änderung der Drehzahl der
Unwuchtwelle bzw. durch eine Phasenverstellung der Unwuchtkörper zueinander eingeteilt
werden. Als Elektromotoren finden bei diesem bekannten Unwuchtrüttler, der auch unter
der Bezeichnung "Variotronic-Tischrüttlung" im Markt angeboten wird, bürstenlose Drehstromsynchronmotoren
Anwendung. Die Regelung der Motoren ist über die Motorregelkreise und Rotoriageregler vorgenommen. Der Rotorlageregler ist den Motorregelkreisen
übergeordnet. Jedem Motor sind einer der mechanisch gekuppelten Resolver und als
Bestandteil eines der Motorregelkreise Antriebsumrichter zugeordnet. Dem Rotorlageregler
sind aus den Motorregeikreisen Ist-Werte der Rotorlagen der Motoren und Betriebsparameter
zugeführt. Zu den Betriebsparametern gehören beispielsweise Sollwinkel, Rütteldauer
und Stellzeit.
Die bei dem bekannten Unwuchtrüttler eingesetzten Elektromotoren wie auch die Vorrichtung
zur Steuerung und/oder Regelung erweist sich als technisch sehr aufwendig und komplex. Die bürstenlosen Drehstromsynchronmotoren sind hochdynamische Motoren mit
einem permanenten Magnetfeld, welches von einem Magnetrotor erzeugt wird. Die Magne-
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trotoren sind zum einen recht störanfällig, zum anderen sind diese Motoren sehr teuer in der
Anschaffung. Insbesondere können bereits in Betrieb befindliche Unwuchtrüttler nicht ohne
weiteres mit dieser Steuer/Regel-Vorrichtung nachgerüstet werden und ist auch nicht die
Möglichkeit gegeben, den Unwuchtrüttler im Falle des Ausfalls, beispielsweise der Vorrichtung
zur Steuerung und/oder Regelung, in einer Art Notbetrieb direkt am Drehstromnetz
zu betreiben.
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Unwuchtrüttler bereitzustellen,
bei dem die Vorrichtung zur Steuerung und/oder Regelung ohne weiteres, insbesondere unter Weiterverwendung der bereits vorhandenen Elektromotoren nachrüstbar
ist, wobei nach einem Nebenaspekt der Erfindung der Unwuchtrüttler beispielsweise bei
Ausfall der Vorrichtung zur Steuerung und/oder Regelung auch auf herkömmliche Weise
direkt am Drehstromnetz betreibbar ist. Schließlich soll der erfindungsgemäße Unwuchtrüttler
insbesondere hinsichtlich der elektrischen Komponenten einfach und preiswert aufgebaut
und die Nachrüstung bereits in Betrieb befindlicher herkömmlicher Unwuchtrüttler
kurzfristig durchführbar sein.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung bei dem Unwuchtrüttler mit den eingangs genannten
Merkmalen im wesentlichen dadurch gelöst, daß die Elektromotoren als asynchrone Drehstrommotoren und die Vorrichtung als Vektorregler ausgebildet sind.
Aufgrund dieser Maßnahmen besteht die Möglichkeit, als elektrische Komponenten handelsüblich
und kostengünstig erhältliche asynchrone Drehstrommotoren und Vektorregler einzusetzen. Insbesondere sind herkömmliche Unwuchtrüttler unter Weiterverwendung der
dort in der Regel zum Einsatz kommenden asynchronen Drehstrommotoren ohne weiteres
mit der Vorrichtung zur Steuerung und/oder Regelung nachrüstbar. Auch besteht die
Möglichkeit, bei einem Ausfall der Vorrichtung zur Steuerung und/oder Regelung den
Unwuchtrüttler am Drehstromnetz in herkömmlicher Art und Weise weiterzubetreiben, so
daß ein Produktionsausfall vermieden werden kann. Derartige Vektorregler dienen zur
Steuerung und/oder Regelung der Phase und des Stroms und sind beispielsweise als
Vektorregler "620 Standard, 620 Advanced Systems, 620 Link bzw. 620 Serielle Kommunikation"
bei der Firma Eurotherm Antriebstechnik GmbH handelsüblich erhältlich.
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Nach einer ersten vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung hat es sich als vorteilhaft
erwiesen, daß jedem Drehstrommotor ein Vektorregler zugeordnet ist. Die Vektorregler sind
über eine Datenverbindungsleitung miteinander gekoppelt, so daß Drehzahl und Phasenlage
den jeweiligen Erfordernissen entsprechend für jeden Elektromotor individuell eingestellt
werden kann.
Dabei bietet es sich an, daß eine Dateneingabevorrichtung zur Sollwertvorgabe an einen
Vektorregler angeschlossen und dieser Vektorregler über Datenleitungen mit den weiteren
Vektorreglern, insbesondere seriell, verbunden ist. Es versteht sich, daß in der Praxis auch
eine parallele Ansteuerung der Vektorregler mit der Dateneingabevorrichtung vorgenommen
werden kann.
Nach einer anderen vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist der Elektromotor als
asynchroner Drehstrom-Normmotor mit Inkrementalgeber und gegebenenfalls zugeordneten
Fremdlüfter ausgebildet. Derartige Normmotoren sind äußerst ausgereift und preiswert,
so daß bei Einsatz dieser Normmotoren ein ausfallsicherer und kostengünstiger Unwuchtrüttler
bereitgestellt werden kann.
Um einen Notbetrieb des Unwuchtrüttlers bei Ausfall beispielsweise der Vorrichtung zur
Steuerung und/oder Regelung aufrechtzuerhalten, kann den Elektromotoren eine Umschaltvorrichtung
oder eine Handumschaltung oder dergleichen für den Notbetrieb zugeordnet sein, wobei der oder die Elektromotoren im Notbetrieb unmittelbar mit der Netzfrequenz des
Drehstromnetzes beaufschlagbar und die Rütteldauer und/oder Rüttelamplitude in her-,
kömmlicher Weise über die Einschaltdauer der Elektromotoren bzw. eine mechanische
Änderung der relativen Phasenlage der Unwuchtkörper einstellbar sind.
Nach einer anderen, an sich eigenständigen, vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind
dem Rütteltisch des Unwuchtrüttlers ein oder mehrere Sensoren zur Erfassung der Rüttelkraft
bzw. Rüttelampiitude oder auch Rüttelbeschleunigung zugeordnet, wobei die Ausgangssignale
der Sensoren der Vorrichtung bzw. einer mit der Vorrichtung über Signalleitungen
oder Busleitungen gekoppelten Ein/Ausgabe-Einheit zuführbar sind. Die Erfassung der Schwingwerte bzw. der auftretenden Beschleunigungen des Rütteltisches kann somit
als Istwert an die Vorrichtung zur Steuerung und/oder Regelung zurückgeführt werden. Zum
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einen besteht damit die Möglichkeit, verschleißbedingte Änderungen des Unwuchtrüttlers
geregelt auszugleichen, zum anderen können mittels dieser Sensoren etwaige, über die
Fläche des Rütteltisches auftretende Schwingungsknoten durch eine entsprechende Änderung der relativen Phasenlage der Unwuchtkörper bzw. der Drehzahl der Unwuchtwellen
verlagert oder auch kompensiert werden.
Dabei bietet es sich an, daß der oder die Sensoren als Kraftmeßdosen ausgebildet sind, die
mechanisch äußerst stabil ausgebildet sind und unter den rauhen Betriebsbedingungen
eine hohe Standzeit aufweisen.
Weiterhin hat es sich als vorteilhaft erwiesen, daß wenigstens zwei Sensoren dem Rütteltisch
zugeordnet sind, wobei ein Sensor die Rüttelkraft bzw. Rüttelamplitude in horizontaler
Richtung und der andere Sensor diese Größen in vertikaler Richtung erfaßt. Es bsteht
selbstverständlich auch die Möglichkeit, mehr als zwei Sensoren an dem Rütteltisch anzubringen.
Schließlich hat es sich als vorteilhaft erwiesen, daß in Abhängigkeit von den Ausgangssignalen
der Sensoren mittels der Vorrichtung die Drehzahl der Elektromotoren und/oder die relative Phasenlage der Unwuchtwellen bzw. Unwuchtkörper änderbar ist.
Weitere Vorteile, Merkmale, Anwendungsmöglichkeiten und Ausgestaltungen der Erfindung
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels anhand der
Figur. Dabei bilden alle beschriebenen und/oder bildlich dargestellten Merkmale für sich
oder in beliebiger, sinnvoller Kombination den Gegenstand der vorliegenden Erfindung,
auch unabhängig von ihrer Zusammenfassung in den Ansprüchen oder deren Rückbeziehung.
Die einzige Figur zeigt in schematischer Darstellung ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen
Unwuchtrüttlers.
Der Unwuchtrüttler dient zum Verdichten von Betonelementen während der Fertigung bzw.
zur Rüttlung bei Steinformmaschinen oder dergleichen und weist einen Rütteltisch 10 auf.
An dem Rütteltisch 10 sind nach dem Ausführungsbeispiel vier Unwuchtwellen 12, 14, 16,
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18 versetzt zueinander angeordnet und im wesentlichen parallel zueinander ausgerichtet.
Vorzugsweise weisen benachbart zueinander angeordnete Unwuchtwellen 16, 12; 12,14;
14,18 entgegengesetzten Drehsinn auf. An jeder der Unwuchtwellen 12-18 ist ein Unwuchtkörper
20, 22, 24, 26 angeordnet. Des weiteren ist jeder der Unwuchtwellen 12-18 ein
Elektromotor 28, 30, 32, 34 zugeordnet, der jeweils eine der Unwuchtwellen 12-18 in
Drehung versetzt.
Zur Steuerung und/oder Regelung der Drehzahl der Elektromotoren 28-34 bzw. der Unwuchtwellen
12-18 und der relativen Phasenlage der Unwuchtwellen 12-18 bzw. Unwuchtkörper 22-26 ist eine Vorrichtung 36 vorgesehen. Die Vorrichtung 36 ist als Vektorregler 38,
40, 42, 44 ausgebildet, wobei bevorzugt jedem Elektromotor 28-34 jeweiis ein Vektorregler
38-44 zugeordnet ist. Die Elektromotoren 28-34 sind als asynchrone Drehstrommotoren
ausgebildet, insbesondere als asynchrone Drehstrom-Normmotoren mit Inkrementalgeber
und gegebenenfalls zugeordnetem Fremdlüfter.
Mittels einer Dateneingabevorrichtung 46 kann eine Sollwertvorgabe für die Vektorregler 38-44
bzw. die Elektromotoren 28-34 durchgeführt werden. Dabei bietet es sich an, daß die
Dateneingabevorrichtung 46 an einen ersten Vektorregler 42 angeschlossen und dieser
Vektorregler 42 über Datenleitungen 48 mit den weiteren Vektorreglern 38, 40, 44, insbesondere
seriell, verbunden ist. Die Ausgänge der Vektorregler 38-44 sind über Steuerleitungen
62 mit den jeweiligen Elektromotoren 28-34 verbunden. Den Elektromotoren 28-34 ist eine Umschaltvorrichtung 50 für den Notbetrieb zugeordnet, wobei der oder die Elektromotoren
28-34 im Notbetrieb, insbesondere unmittelbar mit der Netzfrequenz 52 des Drehstromnetzes beaufschlagt werden und ungeregelt betrieben werden können. Anstelle
einer separaten Umschaltvorrichtung 50 kann natürlich auch vorgesehen sein, die Elektromotoren
28-34, beispielsweise bei einem Ausfall der Vorrichtung 36, mit einigen Handgriffen
an das Drehstromnetz per Hand anzuschließen. In diesem Notbetrieb wird dann die Rütteidauer
und/oder die Rüttelamplitude in herkömmlicher Weise über die Einschaltdauer der Elektromotoren 28-34 eingestellt.
An dem Rütteltisch 10 können ein oder mehrere Sensoren 54, 56 zur Erfassung der
Rüttelamplitude bzw. Rüttelkraft oder Rüttelbeschleunigung angeordnet sein, wobei die
Ausgangssignale der Sensoren 54, 56 der Vorrichtung 36 bzw. einer mit der Vorrichtung 36
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über Signalleitungen 60 oder ein Bussystem gekoppelten Ein/Ausgabe-Einheit 58 zuführbar
sind. Dabei können die Sensoren 54, 56 bevorzugt als Kraftmeßdosen ausgebildet sein. Es
versteht sich jedoch, daß auch sonstige, handelsüblich erhältliche Sensoren zur Erfassung
der Kraft bzw. Schwingungsamplitude oder Beschleunigung einsetzbar sind.
Nach einer speziellen Ausführungsform sind wenigstens zwei Sensoren 54, 56 dem Rütteltisch
10 zugeordnet, wobei der eine Sensor 54 die Rüttelkraft bzw. Rüttelamplitude oder
Rüttelbeschleunigung in horizontaler Richtung und der andere Sensor 56 diese Größen in
vertikaler Richtung erfaßt. In Abhängigkeit der Ausgangssignale der Sensoren 54, 56 ist
mittels der Vorrichtung 36 die Drehzahl der Elektromotoren 28 bis 34 bzw. der Unwuchtwellen
12 bis 18 oder die relative Phasenlage der Unwuchtwellen 12 bis 18 bzw. Unwuchtkörper
20 bis 26 variierbar.
Der Unwuchtrüttler nach der Erfindung weist folgende Vorteile auf:
Eine Qualitätsverbesserung des Verdichtungsvorganges der Betonelemente während der
Fertigung durch einzeln einstellbare Amplituden der phasenverstellbaren Unwuchtkörper
20-26, eine Verkürzung der Taktzeiten bei Pflaster um bis zu 2 Sekunden pro Takt sowie
bei Hochprodukten bis zu 4 Sekunden pro Takt.
Weiterhin können bei einer Umrüstung herkömmlicher Unwuchtrüttler die vorhandenen
asynchronen Norm-Drehstrommotoren weiterverwendet werden, wobei insbesondere auch
der Umbau kurzfristig durchführbar ist. Die Elektromotoren 28-34 können während eines
Rüttelvorganges ständig durchlaufen, wodurch bedeutend weniger mechanischer Verschleiß
auftritt, da die kritische Drehzahl des Rütteltisches 10 nur beim Anfahren und Anhalten der Elektromotoren 28-34 durchfahren wird.
Bei einem speziellen erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel laufen die Rüttelmotoren mit
ca. 3000 Umdrehungen/Minute und werden elektronisch auf gleiche Drehzahl synchronisiert.
Die Rüttelmotoren laufen während des gesamten Rüttelvorganges durch. Bei der Funktion "Rütteln" werden elektronisch nur die Phasenlage eines oder mehrerer der Unwuchtkörper
20-26 zueinander verstellt. Diese Maßnahme führt zu einer Verkürzung der Taktzeiten, da ein Hochfahren und Abbremsen der Elektromotoren 28-34 entfällt. Aufgrund
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des Durchlaufens der Elektromotoren 28-34 wird auch elektrische Energie gespart. Dadurch,
daß die Unwuchtkörper 20-26 einzeln gegeneinander individuell verstellt werden können, ist es auch möglich, produktabhängig die Verdichtung zu optimieren, wodurch
erhebliche Qualitätsverbessserungen erreicht werden können. Ein besonderer Vorteil
dieses Unwuchtrüttlers besteht darin, daß bei einem Ausfall beispielsweise der Vorrichtung
36 zum Steuern und/oder Regeln bzw. einzelner Vektorregler 38-40 die Elektromotoren 28-34
beispielsweise einzeln oder gemeinsam unmittelbar am Drehstromnetz betrieben werden
können, so daß ein Produktionsausfall vermieden wird. In diesem Fall werden dann die
Elektromotoren 28-34 bzw. die Unwuchtwellen 12-18 bei einer festen Frequenz betrieben,
wobei im Falle eines Produktwechsels die relative Phasenlase der Unwuchtkörper 20-26
manuell geändert werden kann. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, die Vorrüttlung und
Nachrüttlung mit verschiedenen Elektromotoren 28-34 durchzuführen.
Im Normalbetrieb des erfindungsgemäßen Unwuchtrüttlers werden die Elektromotoren 28-34
während der verschiedenen Rüttelphasen mit variabler Drehzahl betrieben, wobei eine
Änderung der Rüttelamplitude, Rüttelkraft oder Rüttelbeschleunigung durch eine elektronische
Verstellung der relativen Phasenlage von ein oder mehreren Unwuchtkörpern 20-26 durchgeführt werden kann. Insbesondere können für unterschiedliche Beton- oder Stein-Produkte
vorgegebene bzw. abgespeicherte Werte für die Drehzahl bzw. die Amplitude eingesetzt werden. Umrüstzeiten, beispielsweise zur manuellen Änderung der Phasenlage,
sind nicht erforderlich.
Ein Rütteldurchgang kann beispielsweise wie folgt ausgeführt werden: Während der Vorrüttelphase
laufen die Elektromotoren 28-34 beispielsweise mit einer Frequenz von ca. 40 Hz.
Die Rüttelamplitude kann in dieser Vorrüttelphase bevorzugt durch Einstellung einer
bestimmten relativen Phasenlage der Unwuchtkörper 24, 20 bzw. 22, 26 eingestellt werden.
Über die Sensoren 54, 56 wird die Beschleunigung und/oder die Schwingamplitude des
Rütteltisches 10 erfaßt und gegebenenfalls über eine Änderung der Phasenlage und/oder
der Drehzahl korrigiert. In einer nachfolgenden Ruhephase werden die Unwuchtkörper 20-26
in ihrer relativen Phasenlage zueinander derart verstellt, daß sich die durch die Unwuchten
hervorgerufenen Schwingungen gegenseitig beispielsweise paarweise kompensieren, so daß der Rütteltisch 10 trotz laufender Elektromotoren 28-34 in oder annähernd in
Ruhe verharrt. Für die nachfolgende Hauptrüttelphase wird die Drehzahl der Elektromotoren
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28 -34 beispielsweise auf eine Frequenz von ca. 60 Hz erhöht und durch eine entsprechende
Einstellung der relativen Phasenlage der Unwuchtkörper 20-26 für eine erhöhte oder
sogar maximale Schwingungsamplitude bzw. Rüttelkraft oder Beschleunigung des Rütteltisches
10 gesorgt. Auch hier wird von den Sensoren 54, 56 die Rüttelbeschleunigung bzw.
die Schwingamplitude erfaßt und gegebenenfalls über eine Änderung der relativen Phasenlage
oder auch der Drehzahl korrigiert.
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| 10 | 14, | 16, | 18 | Rütteltisch |
| 12, | 22, | 24, | 26 | Unwuchtwelle |
| 20, | 30, | 32, | 34 | Unwuchtkörper |
| 28, | Elektromotor | |||
| 36 | 40, | 42, | 44 | Vorrichtung |
| 38, | Vektorregler | |||
| 46 | Dateneingabevorrichtung | |||
| 48 | Datenleitung | |||
| 50 | Umschaltvorrichtung | |||
| 52 | 56 | Netzfrequenz | ||
| 54, | Sensoren | |||
| 58 | Ein/Ausgabe-Einheit | |||
| 60 | Signalleitungen, Bussystem | |||
| 62 | Steuerleitung | |||
Claims (9)
1. Unwuchtrüttler zur Verdichtung von Betonelementen während der Fertigung, zur
Rüttelung bei Steinformmaschinen oder dergleichen, mit einem Rütteltisch (10), mit
an dem Rütteltisch (10) angeordneten Unwuchtwellen (12, 14, 16, 18), die jeweils
einen Unwuchtkörper (20, 22, 24, 26) aufweisen, mit jeweils einer Unwuchtwelle (12,
14, 16, 18) zugeordneten Elektromotoren (28, 30, 32, 34) zum Antrieb der Unwuchtwellen
(12-18), mit einer Vorrichtung (36) zur Steuerung und/oder Regelung der Drehzahl und der relativen Phasenlage der Unwuchtwellen (12-18) bzw. der Unwuchtkörper
(22-26), dadurch gekennzeichnet, daß die Elektromotoren (28-34) als asynchrone Drehstrommotoren und die Vorrichtung (36) als Vektorregler (38,40, 42,
44) ausgebildet sind.
2. Unwuchtrüttler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Elektromotor
(28-34) ein Vektorregler (38-44) zugeordnet ist.
3. Unwuchtrüttler nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Dateneingabevorrichtung (46) zur Sollwertvorgabe an einen Vektorregler (42) angeschlossen und dieser Vektorregier (42) über Datenleitungen (48) mit
den weiteren Vektorreglern (38, 40, 44) verbunden ist.
4. Unwuchtrüttler nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Elektromotor (28-34) als Drehstrom-Normmotor mit Inkrementalgeber und gegebenenfalls zugeordnetem Fremdlüfter ausgebildet ist.
5. Unwuchtrüttler nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Elektromotoren (28-34) insbesondere mittels einer Umschaltvorrichtung (50) oder dergleichen auf einen Notbetrieb umschaltbar sind, wobei der oder die
Elektromotoren (28-34) im Notbetrieb unmittelbar mit der Netzfrequenz (52) des Drehstromnetzes beaufschlagbar und die Rütteldauer und/oder Rüttelamplitude in
herkömmiicher Weise über die Einschaltdauer der Elektromotoren (28-34) einstellbar
sind.
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6. Unwuchtrüttler nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß dem Rütteltisch (10) ein oder mehrere Sensoren (54, 56) zur Erfassung der
Rüttelkraft bzw. Rüttelamplitude bzw. Rüttelbeschleunigung zugeordnet sind, wobei
die Ausgangssignale der Sensoren (54, 56) der Vorrichtung (36) bzw. einer mit der
Vorrichtung (36) über Signalleitungen (60) gekoppelten Ein/Ausgabe-Einheit (58) zuführbar sind.
7. Unwuchtrüttler nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der oder die Sensoren
(54, 56) als Kraftmeßdosen ausgbildet sind.
8. Unwuchtrüttler nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß
wenigstens zwei Sensoren (54, 56) dem Rütteltisch (10) zugeordnet sind, wobei ein
Sensor (54) die Rüttelkraft bzw. Rüttelamplitude bzw. Rüttelbeschleunigung in im
wesentlichen horizontaler Richtung und der andere Sensor (56) in im wesentlichen
vertikaler Richtung erfaßt.
9. Unwuchtrüttler nach einem der vorhergehenden Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß in Abhängigkeit von den Ausgangssignalen der Sensoren (54, 56) mittels der Vorrichtung (36) die Drehzahl der Elektromotoren (28-34) bzw. der
Unwuchtwellen (12-18) und/oder die relative Phasenlage der Unwuchtwellen (12-18)
bzw. Unwuchtkörper (20-26) änderbar ist
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Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29712242U DE29712242U1 (de) | 1997-07-11 | 1997-07-11 | Unwuchtrüttler |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE29712242U DE29712242U1 (de) | 1997-07-11 | 1997-07-11 | Unwuchtrüttler |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29712242U1 true DE29712242U1 (de) | 1997-09-18 |
Family
ID=8042969
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29712242U Expired - Lifetime DE29712242U1 (de) | 1997-07-11 | 1997-07-11 | Unwuchtrüttler |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29712242U1 (de) |
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