DE29710891U1 - Zuteileinrichtung - Google Patents
ZuteileinrichtungInfo
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Description
Zuteileinrichtung
Die Erfindung betrifft eine Zuteileinrichtung, insbesondere für pulverförmige, körnige und flüssige Mittel, für
eine Zuteilung per Hand.
Zuteileinrichtungen sind erforderlich, um eine vorbestimmbare Menge eines pulverförmiger körnigen oder flüssigen
Mittels einem Prozeß oder einer Mischung zuzugeben, insbesondere einem Wasch- oder Spülprozeß oder auch einem
Koch- oder Backprozeß, sowie zur Zuteilung von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln. Einfache Zuteileinrichtungen sind
Meßbecher, die auch als Verschlußdeckel angeordnet sein können. Diese haben den Nachteil, daß sie von der Vorratsmenge
getrennt aufbewahrt werden und daß bei deren Gebrauch eine unerwünschte Berührung mit dem zu dosierenden
Mittel erfolgen und auch Verschüttungen und Verluste auftreten können. Für flüssige Mittel sind auch Sprüh-Dosiereinrichtungen
in Verbindung mit einem Vorratsbehälter bekannt, ebenso eine Zuteileinrichtung, bei der auf
einem Vorratsbehälter ein verschließbarer Meßbecher angeordnet ist, der über eine Röhre mit dem Bodenbereich des
Vorratsbehälters verbunden ist. Durch Druckausübung auf den Vorratsbehälter wird das Mittel über die Röhre in den
verschlossenen Meßbecher gedruckt und kann so in seiner Menge dosiert und zugeteilt werden. Für pulverförmige und
körnige Mittel ist eine derartige Zuteileinrichtung jedoch nicht geeignet.
Für Flüssigkeiten ist des weitern eine automatische Pipette bekannt, die zwei auf einem Vorratsbehälter ineinander
angeordnete Rohre aufweist, die im wesentlichen quer zu diesem angeordnet sind und von denen das äußere
Rohr mit dem Vorratsbehälter verbunden ist und das innere
Rohr im Abstand umschließt und an seinen Stirnseiten fest
mit diesem verbunden ist. Das innere Rohr ist an einem Ende mit einem Dosieransatz versehen und weist am anderen
Ende einen nach unten gebogenen und sich zu einer engen Pipettenöffnung verjüngenden Zuteilansatz auf. Im äußeren
Rohr ist zum Zwecke des Druckausgleichs eine Öffnung zur Atmosphäre eingebracht. Diese automatische Pipette hat
den
Nachteil/ daß sie für hygroskopische oder auch für verdunstende Flüssigkeiten und wegen der engen Pipettenöffnung
für pulverförmige oder körnige Substanzen nicht geeignet ist. Überdies ist sie nur für ein Dosiervolumen
einsetzbar und muß zur Änderung desselben vollständig ausgetauscht werden.
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Zuteileinrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 zu schaffen, durch die
ein pulverförmiges, körniges oder flüssiges Mittel dosiert und ohne Berührung und Verlust zugeteilt werden
kann.
Diese Aufgabe wird bei einer Zuteileinrichtung nach dem
Oberbegriff des Anspruchs 1 durch dessen kennzeichnenden Merkmale gelöst.
Erfindungsgemäß ist die Zuteileinrichtung aus einem Vorratsbehälter
und einem mit diesem verbundenen Dosierbecher gebildet. Die Verbindung besteht in bekannter Weise
aus zwei an der Oberseite des Vorratsbehälters im wesentlichen quer zu diesem und ineinander angeordneten
Rohren, von denen das äußere Rohr mit dem Vorratsbehälter verbunden ist und das innere Rohr im Abstand umschließt,
wobei die Stirnseiten des äußeren Rohres fest und dicht
mit dem inneren Rohr verbunden sind. Das innere Rohr ist erfindungsgemäß an einem Ende mit dem Dosierbecher
verbunden, der lös- und austauschbar und/oder in seinem Dosiervolumen veränderbar ist, und weist am anderen Ende
eine verschließbare Zuteilöffnung auf und ist mit dem
zwischen den beiden Rohren gebildeten Hohlraum, und damit mit dem äußeren Rohr, durch eine an seiner Oberseite angeordnete
Öffnung verbunden.
Dabei kann das äußere Rohr einen Ansatzstutzen für den Vorratsbehälter aufweisen und mit diesem verbunden sein.
Bei einem in seinem Dosiervolumen veränderbaren Dosierbecher kann eine Verstellung des Dosierverhaltens auf einfache
Weise durch einen am Dosierbecher angeordneten Verstellkolben sichergestellt werden.
Vorteilhaft ist es, wenn die Rohre und/oder der Dosierbecher mit der Vertikalen einen spitzen Winkel einschließen,
also gegenüber der Horizontalen leicht geneigt sind, damit beim Abstellen der Zuteileinrichtung nur die durch
den Dosierbecher vorbestimmte Menge des pulverförmiger körnigen oder flüssigen Mittels in dem inneren Rohr und
dem Dosierbecher verbleibt und die übrige Menge automatisch über die Öffnung in das äußere Rohr und den Vorratsbehälter
zurückfließt.
Da beim Dosiervorgang stets eine Restmenge im inneren Rohr verbleibt, ist es von Vorteil, die Öffnung so nahe
an den Dosierbecher wie möglich anzuordnen. Dadurch wird die Restmenge vermindert, und die dosierte Menge wird dem
Volumen des Dosierbechers angenähert und kann gegebenenfalls vernachlässigt werden. Im übrigen kann diese Restmenge
aus der Neigung des inneren Rohres in Verbindung mit dem Rohr- und dem Öffnungsdurchmesser berechnet oder
empirisch bestimmt und bei der Bestimmung der durch einen
Dosierbecher bestinunter Größe zuzuteilenden Menge berücksichtigt
werden (Eichung des Dosierbechers). Um ein unerwünschtes Eindringen von Feuchtigkeit in den
Vorratsbehälter zu verhindern, kann die Zuteilöffnung feuchtigkeitsdicht verschlossen sein.
Die Zuteileinrichtung insgesamt oder der Vorratsbehälter oder der Dosierbecher können aus einem durchsichtigen
oder durchscheinenden Material bestehen, damit die im Vorratsbehälter oder dem Dosierbecher befindliche Menge
zuzuteilenden Mittels ersichtlich ist.
Die Erfindung wird nachstehend an einem Ausführungsbeispiel
erläutert. In der zugehörigen Zeichnung zeigen s chematisch:
Figur 1: einen Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße Zuteileinrichtung,
Figur 2a: die Zuteileinrichtung mit gefülltem Vorratsbehälter im Bereitschaftszustand,
Figur 2b: die Zuteileinrichtung in Dosierposition Figur 2c: die Zuteileinrichtung mit bereitgestellter dosierter
Menge
Die in Figur 1 dargestellte Zuteileinrichtung weist einen Vorratsbehälter 1 aus Glas, einen Dosierbecher 2 aus Glas
und eine aus einem äußeren Rohr 3 und einen inneren Rohr 4 gebildete Verbindung zwischen diesen, ebenfalls aus
Glas, auf. Die Rohre 3 und 4 und der Dosierbecher 2 schließen mit der vertikalen Achse V des Vorratsbehälters
1 einen Winkel von 70° ein. Das äußere Rohr 3 ist an seinen Stirnseiten geschlossen und fest mit dem inneren Rohr
4 verbunden und weist einen Ansatzstutzen 5 auf, mit dem es mit dem Vorratsbehälter 1 fest verbunden ist. Die Ver-
bindung ist eine dem Fachmann bekannte Schraubverbindung 6, die nicht näher erläutert zu werden braucht. Das
innere Rohr 4 ist an einem Ende mit dem Dosierbecher 2 verbunden und weist am anderen Ende eine feuchtigkeitsdicht
verschließbare Zuteilöffnung 7 auf. Die Verbindung zwischen dem Dosierbecher 2 und dem inneren Rohr 4 ist
ebenfalls eine lösbare Schraubverbindung 8 in bekannter Ausführung. Im inneren des äußeren Rohres 3 ist dosierbecherseitig
an der oberen Seite des inneren Rohres 4 eine Öffnung 9 angeordnet.
Figur 2a zeigt die Zuteileinrichtung mit einem mit einem körnigen Mittel 10 gefüllten Vorratsbehälter 1. Soll nun
die entsprechend der Größe des Dosierbechers 2 vorbestimmte Menge des Mittels 10 zugeteilt werden, beispielsweise
Waschpulver einer Waschmaschine, so wird die Zuteileinrichtung mit dem Dosierbecher nach der der Zuteilöffnung
gegenüberliegenden Seite nach unten geschwenkt, so daß das Mittel 10 durch den Ansatzstutzen 5
in das äußere Rohr 3 und durch die Öffnung 9 in das innere Rohr 4 und den Dosierbecher 2 strömt, der dadurch gefüllt
wird (Fig. 2b). Anschließend wird die Zuteileinrichtung wieder aufgerichtet und in Ausgangslage
gebracht. Dabei strömt die im äußeren Rohr 3 noch vorhandene Teilmenge des Mittels 10 durch den Ansatzstutzen 5
und die im inneren Rohr 4 befindliche Teilmenge des Mittels 10 durch die Öffnung 9 in das äußere Rohr 3 und
durch den Ansatzstutzen 5 zurück in den Vorratsbehälter 1. Im Dosierbecher 2 verbleibt die vorbestimmte Menge des
Mittels 10. Dieser Zustand ist in Fig. 2c dargestellt. Soll diese Menge zugeteilt werden, wird der Verschluß von
der Zuteilöffnung 7 entfernt, und die Zuteileinrichtung wird mit der Zuteilöffnung nach unten geschwenkt, bis die
vorbestimmte Menge des Mittels 10 aus dem Dosierbecher 2
6
durch das innere Rohr 4 und die Zuteilöffnung 7 strömt,
durch das innere Rohr 4 und die Zuteilöffnung 7 strömt,
Claims (7)
1. Zuteileinrichtung mit einem Vorratsbehälter für ein zuzuteilendes Mittel, einem Dosierbecher und einer Verbindung
zwischen diesen sowie einer Zuteilöffnung, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung in bekannter
Weise aus zwei an der Oberseite des Vorratsbehälters (1) im wesentlichen quer zu diesem ineinander angeordneten
Rohren (3, 4) gebildet ist, von denen das äußere Rohr (3) mit dem Vorratsbehälter (1) verbunden ist und das innere
Rohr (4) im Abstand umschließt und an seinen Stirnseiten fest mit diesem verbunden ist, sowie über eine an der
Oberseite angeordnete Öffnung {9) mit dem inneren Rohr (4) an einem Ende den Dosierbecher (2) haltert und dieser
lös- und austauschbar und/oder in seinem Dosiervolumen veränderbar ist, und an dem anderen Ende eine verschließbare
Zuteilöffnung (7) aufweist.
2. Zuteileinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet
, daß das äußere Rohr (3) einen Ansatzstutzen (5) zur Verbindung mit dem Vorratsbehälter (1) aufweist.
3. Zuteileinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der in seinem Dosiervolumen veränderbare Dosierbecher (2) mit einem Verstellkolben versehen ist.
4. Zuteileinrichtung nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohre (3, 4) und/oder der Dosierbecher
(2) mit der vertikalen Achse (V) des Vorratsbehälters (1) einen spitzen Winkel einschließen, vorzugsweise
60° bis 75°.
5. Zuteileinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Öffnung (9) dosierbecherseitig angeordnet ist.
6. Zuteileinrichtung nach Anspruch I7 dadurch gekennzeichnet,
daß die Zuteilöffnung (7) feuchtigkeitsdicht verschließbar ist.
7. Zuteileinrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorratsbehälter (1) und/oder der Dosierbecher (2) und die
Rohre (3, 4) aus einem durchsichtigen oder durchscheinendem
Werkstoff bestehen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29710891U DE29710891U1 (de) | 1997-06-21 | 1997-06-21 | Zuteileinrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29710891U DE29710891U1 (de) | 1997-06-21 | 1997-06-21 | Zuteileinrichtung |
Publications (1)
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|---|---|
| DE29710891U1 true DE29710891U1 (de) | 1997-09-04 |
Family
ID=8042002
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29710891U Expired - Lifetime DE29710891U1 (de) | 1997-06-21 | 1997-06-21 | Zuteileinrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29710891U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102015105937A1 (de) * | 2015-04-17 | 2016-11-03 | Rational Aktiengesellschaft | Dosierbehälter und Gargerät |
-
1997
- 1997-06-21 DE DE29710891U patent/DE29710891U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE102015105937A1 (de) * | 2015-04-17 | 2016-11-03 | Rational Aktiengesellschaft | Dosierbehälter und Gargerät |
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|---|---|---|---|
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Effective date: 19971016 |
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Effective date: 20010403 |