DE29707813U1 - Gerät zum Abnehmen einer Kanüleneinheit bzw. Kanülenschutzeinheit - Google Patents
Gerät zum Abnehmen einer Kanüleneinheit bzw. KanülenschutzeinheitInfo
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Description
Gerät zum Abnehmen einer Kanüleneinheit bzw. Kanülenschutzeinheit
Die Erfindung betrifft ein Gerät zum Abnehmen einer
Kanüleneinheit bzw. Kanülenschutzeinheit von einem über eine Schulter abgesetzten Anschlußteil eines Spritzenzylinders, mit
einem von einem Griffteil abstehenden, zwischen der Kanüleneinheit bzw. Kanülenschutzeinheit und der Schulter einschiebbaren,
gegen die Kanüleneinheit bzw. Kanülenschutzeinheit anlegbaren Eingriffsteil, der mit dem Griffteil einen Hebel, z.B. einen
Winkelhebel, bildet.
Beispielsweise aus der W094/22511 ist eine Injektionsspritze
mit Kanülenschutz bekannt, wobei ein Kanülenhalter und mit einer darin befestigten Kanüle innerhalb des Kanülenschutzes angebracht
und mit Hilfe dieses Kanülenschutzes an einem durch einen Spritzenkonus gebildeten Anschlußteil eines Spritzenzylinders
befestigt ist. Dabei weist der Spritzenkonus einen Umfangswulst auf, über den ein Befestigungsteil, des Kanülenschutzes auf den
Spritzenkonus unter Einschnappen bzw. Einrasten befestigt ist.
Ähnliche Befestigungssysteme für Kanüleneinheiten bzw. Kanülenschutzeinheiten sind in verschiedenen anderen
Ausführungen bekannt geworden, vgl. etwa AT 360 139 B, aber auch AT 400 926 B, US 4 850 970 A, US 4 735 311 A oder EP 240 787 A.
Diese Kanülen(schutz)einheiten werden in der Regel vom Hersteller
an den Spritzenzylinder montiert. Für den üblichen Gebrauch ist die manuelle Abnahme von derartigen Kanülen-(schutz)einheiten
nicht vorgesehen, Die Abnahme kann aber aus verschiedenen Gründen zweckmäßig sein. Beispielsweise ist das in
der WO94/22511 beschriebene System Injektionsspritze/Kanülen-
schutz auf eine automatische Produktion und Montage abgestellt, wobei die Injektionsspritzen samt Kanülenschutz unter sterilen
Bedingungen montiert und befüllt werden. Dieses System hat sich, vor allem auch wegen der einfachen Handhabung, in der Praxis
sehr bewährt, wobei in der Fertigung die hohen Stückzahlen aufgrund der einheitlichen Komponenten erzielt werden können.
Für Sonderanwendungen, etwa in der Pädiatrie bzw. bei adipösen Personen, kann es zweckmäßig sein, daß vom Arzt unmittelbar vor
der Applikation anstatt der vorhandenen, maschinell montierten, eine einheitliche Größe aufweisenden Kanüle eine andere Kanüle
(z.B. mit kleinerem Querschnitt bzw. mit längerem Nadelschaft) eingesetzt werden soll. In diesem Fall wäre die Sicherstellung
einer raschen, einfachen und sicheren Abnahme der Kanüleneinheit ohne Beschädigung oder Kontamination des Spritzenzylinders bzw.
des Spritzenkonus von Bedeutung.
Sodann ergibt sich auch nach Gebrauch einer Spritze die Notwendigkeit,
zwecks Entsorgung der einzelnen Teile, die üblicherweise aus unterschiedlichen Materialien, wie Kunststoff, Glas
und Metall gefertigt sind, eine Kanüle vom Spritzenzylinder abzunehmen und von letzterem getrennt zu entsorgen.
In der DE 21 47 183 A wurde bereits ein Impfbesteck für Reihenimpfungen vorgeschlagen, bei dem ein allgemein U-förmiger,
von der Spritze seitlich abstehender Halterungsbügel mit einem federnden, gegabelten Haltearm vorliegt, der die jeweilige
Kanüleneinheit am Spritzenzylinder festhält. Zum Abnehmen der Kanüleneinheit kann der Haltearm federnd ausgelenkt werden,
wobei er mit seinem gegabelten Ende von der Kanüleneinheit freikommt. Die Kanüleneinheit muß dann aber zu ihrer Entfernung
gesondert ergriffen werden, abgesehen von den Nachteilen, daß die Handhabung der Spritze durch den abstehenden Halterungsbügel
behindert wird und die Fixierung der Kanüleneinheit am Spritzenzylinder durch den Halterungsbügel nicht zuverlässig ist.
Die WO 90/00074 A zeigt ein Gerät zur Abnahme einer Kanüleneinheit
von einem Spritzenzylinder, wobei ein Sammelbehälter für die Kanüleneinheiten vorgesehen ist, der an einer Stirnseite
eine Öffnung zum Einstecken der Kanüleneinheit aufweist; benachbart hiervon ist ein Winkelhebel federnd am Behälter
angelenkt; der eine, endseitig gegabelte Hebelarm liegt in der Ruhestellung an der Behälter-Stirnseite unter Freilassung der
Öffnung an, und der andere Hebelarm kann entgegen der Federkraft gegen die Behälterseite gedrückt werden, um so mit dem sich von
der Behälter-Stirnseite wegschwenkenden gegabelten Hebelarm den Spritzenzylinder von der in der Behälteröffnung festgehaltenen
Kanüleneinheit wegzudrücken. Dieses Gerät ist jedoch zufolge des inhärenten Behälters aufwendig und unflexibel in der Anwendung.
Schließlich ist in der GB 2 209 470 A ein Gerät der eingangs angeführten Art beschrieben, mit dem die jeweilige Kanüleneinheit
vom Spritzenzylinder "abgehebelt" wird. Hierbei wird jedoch die Spritze mit der Kanüleneinheit in einen hülsenförmigen
Behälter eingesteckt, der die vom Spritzenzylinder getrennte Kanüleneinheit bis zur nachfolgenden Entsorgung aufnimmt. Es
sind somit zwei Geräteteile erforderlich, die auch dieses System aufwendig und unpraktisch gestalten.
Aufgabe der Erfindung war es daher, eine einfache und sichere Abnahme einer Kanüleneinheit bzw. Kanülenschutzeinheit
von einem Spritzenzylinder zu ermöglichen und zu diesem Zweck ein Instrument in Form eines einzigen, einfachen, wirksamen
Handgerätes zur Verfügung zu stellen, mit dem die abgenommene Kanüleneinheit auch gehalten werden kann.
Das erfindungsgemäße Gerät der einleitend angeführten Art ist demgemäß dadurch gekennzeichnet, daß der Griffteil eine sich
über den seitlich abstehenden Eingriffsteil hinaus erstreckende Verlängerung aufweist, die einen Kanülen(schutz)einheit-Halteteil
trägt.
Mit einem derartigen Gerät wird der vorstehenden Zielsetzung in vorteilhafter Weise entsprochen, und es wird ein einfaches,
bequemes und nichtsdestoweniger sicheres Lösen und Abnehmen von über eine Schnapp- oder Rastverbindung an einem Spritzenzylinder
befestigten Kanüleneinheiten oder Kanülenschutzeinheiten ermöglicht. Dabei wird der Eingriffste.il des Hebels zwischen der
Kanüleneinheit bzw. Kanülenschutzeinheit einerseits und der Schulter, über die der Anschlußteil vom eigentlichen Spritzenzylinder
abgesetzt ist, andererseits eingeschoben, und unter Abstützung des Hebels an der Schulter bzw. am äußeren Schulterrand
wird die Kanülen(schutz)einheit vom Anschlußteil abgehoben. Dabei
bildet der Eingriffsteil den einen Hebelarm, und der Griffteil bildet den anderen Hebelarm. Bei Verwendung eines Winkelhebels
wird der Schulter-Übergang zwischen dem Spritzenzylinder und dem Anschlußteil beim Abheben der Kanülen(schutz)einheit
geschont, und eine Beschädigung oder ein Bruch des Spritzenzylinders in diesem Schulterbereich wird auf- einfache Weise
verhindert. Anders als mit einem geraden Hebel wird mit einem Winkelhebel, dessen Griffteil zum Spritzenzylinder hin zu
drücken ist, die Aufbringung des Drehmoments beim Abheben der Kanülen(schutz)einheit einfach durch diese Art der praktischen
Betätigung selbst begrenzt, so daß eine Beschädigung des Spritzenzylinders im Bereich der Schulter bzw. des
Anschlußteiles vermieden werden kann.
-A-
Beim Abheben der Kanülen(schutz)einheit wird durch den
Halteteil sodann ein ungewolltes Wegschnellen der Kanülen(schutz)einheit beim Lösen der Schnappverbindung
verhindert, und diese Einheit wird während des Abhebens gestützt und nach dem Abheben gehalten, ohne daß es notwendig wird, mit
der anderen Hand oder mit einem gesonderten Werkzeug oder dergl. die abgehobene Einheit festzuhalten.
Eine zusätzliche Sicherheit kann beim Abheben der Kanülen(schutz)einheit dadurch erzielt werden, daß der Winkel
zwischen dem Eingriffsteil und dem Griffteil 110° bis 160°, vorzugsweise 120° bis 140°, beträgt. Bei einer derartigen
Abwinkelung kann eine Bewegung des Griffteils und damit auch des Eingriffteils durch das Heranbewegen des Griffteils bis zum
Spritzenzylinder gerade auf jenes Maß beschränkt werden, wie es notwendig ist, um die Kanülen(schutz)einheit vom Änschlußteil
unter Lösen der Rastverbindung abzuheben. Um ein möglichst schonendes Abheben der Kanüleneinheit vom Spritzenzylinder zu
gewährleisten, kann auch im inneren Bereich des Winkels ein abgerundeter Schulterteil vorgesehen werden, der sich bei der
Abhebebewegung der komplementären Schulter des Spritzenzylinders anpaßt.
Der gabelförmige Eingriffsteil kann mit relativ langen
Gabelzinken ausgebildet werden, die in der Arbeitsstellung seitlich am Spritzenzylinder-Anschlußteil anliegen und über eine
große Länge an der Unterseite der Kanülen(schutz)einheit
angreifen können, so daß ein langer Last-Hebelarm erhalten wird. Im Hinblick auf die möglicherweise engen Platzverhältnisse
zwischen der Schulter des Spritzenzylinders und dem unteren Rand der Kanülen(schutz)einheit sowie eine nichtsdestoweniger ausreichend
steife, stabile Ausbildung der Gabelzinken werden diese im Querschnitt beispielsweise allgemein rechteckig ausgebildet.
Um ein und dasselbe Gerät auch bei sich in den Abmessungen etwas unterscheidenden Spritzenzylinder-Anschlußteilen bzw.
Kanülen(schutz)einheiten verwenden zu können, ist es ferner von
Vorteil, wenn der Eingriffsteil eine sich einwärts verengende
Gabelöffnung aufweist. Je nach Durchmesser des Anschlußteiles kann dann der Eingriffsteil verschieden weit aufgeschoben
werden.
Der Eingriffsteil kann aber auch einfach durch einen Ansatz
oder leistenförmigen Teil, insbesondere mit kreisbogenförmiger
Stirnseite, gebildet sein, wobei eine kompakte steife Konfiguration erhalten wird, die sich z.B. für eine Herstellung als
Spritzgußteil aus Kunststoff besonders eignet.
Der Halteteil könnte an sich wannenförmig sein, er könnte auch die Gestalt eines offenen Ringes haben sowie aus
elastischem Werkstoff bestehen und so ein federndes Umgreifen der Kanülen(schutz)einheit ermöglichen; aus Gründen einer
einfachen Herstellung, unter Beibehaltung einer einfachen Handhabung, ist es jedoch zweckmäßig, wenn der Halteteil ähnlich
wie der Eingriffsteil - gabelförmig ausgebildet ist. Dabei können die Gabelzinken des Halteteils ebenfalls einen
allgemein rechteckigen Querschnitt aufweisen, was die Herstellung vereinfacht. Aus Gründen einer Anpassung an verschiedene
Größen ist es weiters wiederum günstig, wenn der gabelförmige Halteteil eine sich einwärts verengende Gabelöffnung aufweist.
Um die Kanülen(schutz)einheit besonders sicher zu halten und
bei der Abhebebewegung zu führen, ist es andererseits auch von Vorteil, wenn der Halteteil ösenförmig, mit einer die
Kanüleneinheit bzw. Kanülenschutzeinheit aufnehmenden Öffnung, ausgebildet ist.
Aus Stabilitätsgründen ist es überdies günstig, wenn der Eingriffsteil bzw. gegebenenfalls der Halteteil mit Seitenwänden
verbunden ist bzw. sind. Der Griffteil kann ferner einfach flach bzw. geradlinig, gegebenenfalls mit einer Querschnittsform
komplementär zu jener des Spritzenzylinders, ausgebildet sein, was auch ein enges Anlegen an den Spritzenzylinder ermöglicht.
Das vorliegende Gerät kann in vorteilhafter Weise einstückig aus Kunststoff, etwa ABS, Polyamid oder Polystyrol, geformt,
insbesondere durch Spritzgießen hergestellt sein. Eine sich durch ihre Festigkeit und lange Verwendbarkeit auszeichnende
Ausbildung wird erhalten, wenn der Griffteil.und der Eingriffsteil
sowie gegebenenfalls der Halteteil aus Metall, z.B. Stahl, insbesondere CrNi-Stahl, geformt sind. Dabei kann eine besonders
einfache Herstellung sichergestellt werden, wenn der Griffteil mit dem Eingriffsteil und dem Halteteil aus einem am Griffende
gefalzten, im dem Eingriffsteil benachbarten Griffteil-Bereich
verbundenen Blech-Stanzteil gebildet ist. Die nach dem Falzen erhaltenen beiden Lagen des Blech-Stanzteiles können im
Griffteil-Bereich unmittelbar benachbart dem Eingriffsteil bevorzugt durch Punktschweißen, gegebenenfalls aber auch durch
Nieten, miteinander zu einem einheitlichen Griffteil verbunden
sein, wobei dann das eine Ende des ursprünglichen Stanzteils zur Bildung des Eingriffsteils abgewinkelt ist, wogegen das andere
Stanzteil-Ende zur Bildung des Halteteils oberhalb des Eingriffsteils abgewinkelt ist.
Der Halteteil kann sich mit Vorteil allgemein parallel zum
Eingriffsteil erstrecken. Vorzugsweise sind die Formen bzw.
Abmessungen so gewählt, daß der Halteteil nicht als Eingriff steil einsetzbar ist bzw. umgekehrt der Eingriffsteil als
Halteteil ungeeignet ist, um ein irrtümliches Anlegen des Gerätes an die Kanüleneinheit und damit eine Fehlbenutzung des
Gerätes zu verhindern.
Schließlich ist es auch von Vorteil, wenn auf die Gabelzinken des Eingriffsteils und/oder gegebenenfalls des Halteteils
aufschiebbare Adapterhülsen zur Anpassung an unterschiedliche Größen des Spritzenzylinder-Anschlußteils bzw. der
Kanülen(schutz)einheit vorgesehen sind.
Die Erfindung wird nachstehend anhand von besonders bevorzugten Ausführungsbeispielen und unter Bezugnahme auf die Zeichnung
noch weiter erläutert. Es zeigen:
Fig.l eine schematische Ansicht, teilweise im Schnitt, eines
Teiles einer Injektionsspritze mit einer aufgeschnappten Kanüleneinheit bzw. Kanülenschutzeinheit zusammen mit einem zum
Abheben dieser Einheit vom Spritzenkonus des Spritzenzylinders angesetzten Gerätes;
Fig.2 eine schaubildliche Ansicht eines derartigen Gerätes;
Fig.2a eine schaubildliche Ansicht einer auf die Gabelzinken
des Gerätes gemäß Fig.2 aufschiebbaren Adapterhülse;
Fig.3 eine Daraufsicht auf einen als Ausgangsmaterial zur
Herstellung eines solchen Gerätes in modifizierter Form geeigneten Blech-Stanzteil;
Fig.4 eine Ansicht eines aus einem Stanzteil gemäß Fig.3
durch Falzen sowie Punktschweißen hergestellten Gerätes;
die Fig.5 und 6 in einem Längsschnitt {Fig.5) bzw.
Querschnitt (Fig.6), gemäß der Linie VI-VI in Fig.5, ein modifiziertes Gerät;
Fig. 7 eine schaubildliche Ansicht eines weiteren Gerätes;
Fig.8 ebenfalls eine schaubildliche Darstellung noch eines
anderen Gerätes, mit ösenförmigem Halteteil; und
Fig.9 das Gerät gemäß Fig.8 im Einsatz an einer Spritze mit
Kanüleneinheit.
In Fig.l ist eine Injektionsspritze 1 zusammen mit einer
aufgeschnappten Kanüleneinheit bzw. Kanülenschutzeinheit 2 dargestellt. Eine derartige Anordnung ist beispielsweise in der
W094/22511 im Detail beschrieben, so daß sich hier die Beschreibung
auf jene Komponenten beschränken kann, die für das Verständnis der Erfindung von Bedeutung sind.
Im einzelnen ist die Kanüleneinheit bzw. Kanülenschutzeinheit 2, nachstehend der Einfachheit halber kurz Einheit 2
genannt, mit Hilfe ihres unteren Kunststoff-Befestigungsteiles 3, der nahe seinem unteren Flanschrand 4 innen eine Ringnut 5
besitzt, auf den durch einen üblichen Spritzenkonus 6 gebildeten Anschlußteil der Injektionsspritze 1 aufgeschnappt. Zu diesem
Zweck besitzt der über eine Schulter 7 an den eigentlichen Glas-Spritzenzylinder
8 der Injektionsspritze 1 anschließende Spritzenkonus 6 einen zur Ringnut 5 passenden Ringwulst 9. Die
Einheit 2 beinhaltet weiters eine nur teilweise gezeigte Kanüle 10, die über einen Kanülenhalter 11 im' Befestigungsteil 3 und
somit innerhalb der Einheit 2 montiert ist. In axialer Ausrichtung zu dieser Kanüle 10 enthält der Spritzenkonus 6 eine
Bohrung 12 für die Abgabe der Injektionsflüssigkeit.
Wenn nun die Einheit 2 vom Spritzenzylinder 8 abgenommen werden soll, muß die durch die Ringnut 5 und den Ringwulst 9
gegebene Schnapp- bzw. Rastverbindung gelöst werden, was bei einen einfachen händischen Abziehen der Einheit 2 Schwierigkeiten
bereiten kann. Gemäß Fig.l wird nun zum Abnehmen der Einheit 2 vom Spritzenzylinder 8 ein allgemein mit 20 bezeichnetes Gerät
in Form eines Winkelhebels 21 vorgesehen, wobei dieses Gerät 20 einen Griffteil 22, einen zum Abheben der Einheit 2 unter deren
Flanschrand 4 schiebbaren gabelförmigen Eingriffsteil 23 und einen die Einheit 2 beim Abheben sowie gegebenenfalls auch
danach stützenden und haltenden gabelförmigen Halteteil 24 aufweist.
Wie auch aus Fig.2 hervorgeht, ist der Griffteil 22 plattenförmig
bzw. flach, und er bildet einen Hebelarm, der über eine■ Abwinkelung mit dem Winkel &agr; in den Eingriffsteil 23 übergeht,
der zwei Gabelzinken 25, 26 aufweist. Die Gabelöffnung 27 zwischen
den beiden Gabelzinken 25, 26 verengt sich in Einwärtsrichtung, ähnlich wie auch die Gabelöffnung 28 des gabelförmig
ausgebildeten Halteteils 24, zwischen dessen Gabelzinken 29 und 30, um so eine Anpassung an verschiedene Größen (Durchmesser)
des Spritzenkonus 6 bzw. Kanülenschutz-Befestigungsteils 3 zu ermöglichen. Der Eingriffsteil 23 bildet den anderen Hebelarm
des durch das Gerät 20 gebildeten Winkelhebels 21, wobei der Angelpunkt oder Hebelpunkt des Hebels 21 bei Verschwenken des
Gerätes 20 in Richtung des Pfeiles 31 in Fig.l je nach Ausbildung der Schulter 7 mehr oder weniger nahe an deren äußerem
Rand, allgemein an einer Stelle 32 (Fig.l), zu liegen kommt. Durch diese Hebelwirkung um den Punkt 32 wird die Einheit 2 vom
Spritzenkonus 6 abgehoben oder "abgehebelt", wobei die Rastverbindung
der Elemente 5, 9 gelöst wird, und die Einheit 2 wird in Richtung des Pfeils 33 in Fig.l vom Spritzenzylinder 8 wegbewegt.
Diese Wegbewegung wird dabei durch den Halteteil 24 gesteuert und beschränkt, wobei ein unkontrolliertes Wegschnellen
der Einheit 2 verhindert wird, da beim Abheben der Einheit 2 die Flanschränder 4 des Befestigungsteils 3 an der Unterseite der
Gabelzinken 29, 30 des Halteteils 24 zur Anlage kommen.
Der Winkel &agr; des Winkelhebel-Geräts 20 wird in Entsprechung zur maximal erforderlichen Bewegung, um die Einheit 2 vom
Spritzenzylinder 1 abzuheben, gewählt, so daß am Ende des Arbeitshubes der Griffteil 22 seitlich am eigentlichen Spritzenkörper
8 anliegt. Der Winkel &agr; beträgt vorzugsweise 110° bis 160°, insbesondere 120° bis 140°. Ein Winkel &agr;, der über dem
erforderlichen Wert liegt, könnte dazu führen, daß ein zu starkes Abheben der Einheit 2 vom Spritzenzylinder 1, durch einen
übergroßen Hub (in Pfeilrichtung 31 in Fig.l), herbeigeführt wird, was unter Umständen zu einer Beschädigung des Spritzenzylinders
1 an der Schulter 7 bzw. im Bereich des Spritzenkonus 6 oder aber auch dazu führen könnte, daß die Einheit 2 aus dem
Halteteil 24 herausbewegt und weggeschnellt wird.
Im Anschluß an das Lösen der Einheit 2 vom Spritzenzylinder
8 bzw. genauer von dessen Spritzenkonus 6 kann die Einheit 2 aus dem Gerät 20 genommen und abgelegt bzw. entsorgt werden.
Gegebenenfalls kann, bei entsprechender Passung zwischen dem Halteteil 24 und der Einheit 2, diese Einheit 2 auch mit Hilfe
des Gerätes 20 selbst abgelegt bzw. entsorgt werden.
Das Gerät 20 gemäß Fig.2 besteht beispielsweise aus einem
Spritzgußteil aus einem geeigneten, harten bzw. steifen Kunststoff
material, wie etwa ABS (Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymer), Polyamid oder Polystyrol. Gegebenenfalls können auch
abweichend von der dargestellten flachen rechteckigen Querschnittsform der Gabelzinken 25,26 bzw. 29, 30 auch andere, etwa
elliptische oder kreisförmige, QuerSchnittsformen für diese
Gabelzinken vorgesehen werden. Weiters ist es möglich, die Festigkeit der Gabelzinken 25, 26, 29, 30 durch
Versteifungsrippen oder dergl. zu erhöhen, was aber in der Zeichnung der Einfachheit halber nicht dargestellt ist.
In Fig.2a ist in korrespondierend zu Fig.2 schaubildlicher
Darstellung eine Adapterhülse 34 gezeigt, die am einen Ende, dem Aufsteckende 35, offen und am gegenüberliegenden Ende 36 geschlossen
ist. Derartige Adapterhülsen 34 können auf die einzelnen Gabelzinken 25, 26, 29, 30 zwecks Anpassung an
kleinere Abmessungen von anderen Injektionsspritzen 1 bzw.
Einheiten 2 aufgesteckt werden.
In Fig.3 ist eine Draufsicht auf einen aus Metallblech,
insbesondere aus rostfreiem Stahl, hergestellten Stahzteil gezeigt, aus welchem durch Biegen bzw. Falzen an den durch
gestrichelte Linien 38, 39 und 40 veranschaulichten Stellen das in Fig.4 in einer Ansicht gezeigte Gerät 20 einschließlich
Eingriffsteil 23' und Halteteil 24' erhalten wird. Nach dem Falzen am unteren Griffende - Falzlinie 38 - kann zur
Stabilisierung des Griffteils 22' dieses Gerätes 20 eine
Verbindung der beiden Stanzteilhälften im Bereich nahe dem Eingriffsteil 23' bzw. 24', an der Verlängerung 41 des Griffteils
22', durch eine Punktschweißung vorgenommen werden, wie dies in Fig.4 schematisch bei 42 angedeutet ist. Anstatt einer
solchen Punktschweißung - oder allgemein Schweißverbindung wäre auch z.B. eine Nietverbindung denkbar.
Aus Fig.5 und 6 ist ein Gerät 20 im Prinzip ähnlich jenem
gemäß Fig.l und 2 ersichtlich, bei dem jedoch der Griffteil schalenförmig ausgebildet ist, wie sich insbesondere aus der ·
Querschnittsdarstellung gemäß Fig.6 ergibt. Mit dieser Schalenform wird eine Anpassung des Griffteils 22 an die
gekrümmte Form des Spritzenzylinders 8 (Fig.l) erhalten.
Der schalenförmige Griffteil 22 ist im Bereich des Eingriff
steils 23 sowie des Halteteils 24 zu Seitenwänden 43 (in Fig.5 ist nur eine Seitenwand 43 ersichtlich) verbreitert; diese
Seitenwände 43 erbringen eine zusätzliche Versteifung und Stabilität für den Eingriffsteil 23 und Halteteil 24, wobei
insbesondere ein unbeabsichtigtes Abbrechen des Eingriffsteils 23 beim Abheben einer Einheit 2 wirksam verhindert wird. Gemäß
Fig.5 verbindet jede Seitenwand 43 den Eingriffsteil 23 mit dem
Halteteil 24, und sie geht kontinuierlich in den Griffteil über. Ferner ist in Fig.5 mit gestrichelten Linien bei 44 eine
Verstärkung veranschaulicht, die an der Außenseite der Seitenwände 43 angebracht ist und die Anordnung zusätzlich, vor
allem im Bereich des Eingriffsteils 23, aussteift.
Weiters ist aus Fig.5 ersichtlich, daß im. Bereich der
Abwinkelung zwischen Griffteil 22 und Eingriffsteil 23 ein abgerundeter Schulterteil 45 vorhanden ist, der sich beim
Abheben der Einheit 2 an den Außenrand der Schulter 7 des Spritzenzylinders 8 anlegt, wobei er zugleich dem Hebelpunkt
an der Schulter 7 definiert.
Beim Gerät gemäß Fig.7 ist eine Ausbildung ähnlich jener
gemäß Fig.5 vorgesehen, mit dem Unterschied, daß die Seitenwände 43 nur ,im Bereich des Eingriffsteils 23 vorgesehen sind, um
diesen zu versteifen und zu stabilisieren. Weiters ist im Bereich der Verlängerung 41 des Griffteils 22 eine geringere
Breite vorgesehen als im eigentlichen Griffteil 22. Auch ist hier der Griffteil 22 durchgehend ausgebildet, wogegen im
Griffteil 22 des Gerätes 20 gemäß Fig.5, und zwar in dessen unterem Bereich, eine Öffnung 46 vorgesehen ist, die ein
Aufhängen des Gerätes 20 ermöglicht.
In Fig.8 und 9 ist ein Gerät 20 gezeigt, bei dem der
Halteteil 24 bogenförmig von der Verlängerung 41 des Griffteils 22 weg verläuft und ösenförmig geschlossen ist, wobei eine
längliche Öffnung 47 erhalten wird, mit der dieses Gerät 20 auf die Kanülenschutzeinheit 2 (s. Fig.9) aufgeschoben wird. Der
Eingriffsteil 23 ist hier als leisten- oder nasenförmiger Ansatz
oder Vorsprung ausgebildet, der mit seiner vom Griffteil abgewandten Stirnseite - die insbesondere kreisbogenförmig
verläuft - gegen den unteren Bereich des Spritzenkonus 7, unterhalb des Flanschrandes 4 des Kunststoff-Befestigungsteiles
3, eingeschoben wird. Der Griffteil 22 kann beispielsweise vier (Fig.8) oder drei (Fig.9) Griffrippen 48 besitzen, um einem
ungewollten Abrutschen der Finger bzw. des Daumens beim Verschwenken des Gerätes 20 mit dem Griffteil 22 gegen den
Spritzenzylinder 8 entgegenzuwirken.
Insbesondere die Ausführungsform gemäß Fig.8 und 9, aber
auch jene gemäß Fig.5 sowie gegebenenfalls jene gemäß Fig.7
eignet sich insbesondere zur Ausbildung als Kunststoff-Spritzgußteil.
Das Gerät gemäß Fig.7 kann jedoch z.B. auch als Stanzprägeteil aus Chromwickelstahl hergestellt sein.
Abweichend von den bisher beschriebenen Ausführungsformen
ist es auch denkbar, den Halteteil 24 in Form eines an seiner Griffteil 22 abgewandten Seite offenen Ringes auszubilden (d.h.
im Vergleich zur Ausführungsform gemäß Fig.8 und 9 an der von
der Verlängerung 41 abgewandten Seite die Öffnung 46 durch einen Schlitz frei zugänglich vorzusehen). Bei dieser Ausführungsform
kann ebenfalls zur Benützung des Gerätes der Halteteil 24 über die Kanülenschutzeinheit 2 geschoben werden; im Fall einer
Ausbildung als in einem bei einem Zweikomponenten-Spritzgußverfahren hergestellter Spritzgußteil, wobei für den
Halteteil 24 ein elastisch verformbares Kunststoffmaterial gewählt wird, wäre es auch denkbar, den Halteteil 24 unter
elastischem Aufspreizen seiner die Öffnung begrenzenden Teile von der Seite her auf die Kanülenschutzeinheit 2 aufzuschieben.
Claims (13)
1. Gerät zum Abnehmen einer Kanüleneinheit bzw. Kanülenschutzeinheit
von einem über eine Schulter abgesetzten Anschlußteil eines Spritzenzylinders, mit einem von einem Griffteil abstehenden,
zwischen der Kanüleneinheit bzw. Kanülenschutzeinheit und der Schulter einschiebbaren, gegen die Kanüleneinheit bzw.
Kanülenschutzeinheit anlegbaren Eingriffsteil, der mit dem
Griffteil einen Hebel, z.B. einen Winkelhebel, bildet, dadurch gekennzeichnet, daß der Griffteil (22) eine sich über den
seitlich abstehenden Eingriffsteil (23) hinaus erstreckende
Verlängerung (41) aufweist, die einen Kanülen(schutz)einheit-Halteteil
(24) trägt.
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel (&agr;) zwischen dem Eingriffsteil (23) und dem Griffteil
(22) 110° bis 160°, vorzugsweise 120° bis 140°, beträgt.
3. Gerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der gabelförmig ausgebildete Eingriffsteil (23) eine sich
einwärts verengende Gabelöffnung (27) aufweist.
4. Gerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Eingriffsteil (23) leistenförmig, insbesondere mit kreisbogenförmiger
Stirnseite, ausgebildet ist
5. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß der Halteteil (24) gabelförmig ausgebildet ist.
6. Gerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Gabelzinken (29, 30) des Halteteils (24) einen allgemein
rechteckigen Querschnitt aufweisen.
7. Gerät nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß der gabelförmige Halteteil (24) eine sich einwärts verengende
Gabelöffnung (28) aufweist.
8. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß der Halteteil (24) ösenförmig, mit einer die Kanüleneinheit bzw. Kanülenschutzeinheit (2) aufnehmenden Öffnung (47),
ausgebildet ist.
9. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß der Eingriffsteil (23) bzw. gegebenenfalls der
Halteteil (24) mit Seitenwänden (43) verbunden ist bzw. sind.
10. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
daß der Griffteil (22' ) und der Eingriffsteil (231)
• · I
• ·
sowie gegebenenfalls der Halteteil (24') aus Metall, z.B. Stahl,
insbesondere CrNi-Stahl, bestehen.
11. Gerät nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Griffteil (22') mit dem Eingriffsteil (23') und dem Halteteil
(24') aus einem am Griffende gefalzten, im dem Eingriffsteil
benachbarten Griffteil-Bereich verbundenen Blech-Stanzteil (37)
gebildet ist.
12. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
daß der Griffteil (22) und der Eingriffsteil (23) sowie gegebenenfalls der Halteteil (24) einstückig aus Kunststoff, wie
ABS, Polyamid oder Polystyrol, geformt sind.
13. Gerät nach einem der Ansprüche 3 und 5 bis 7, gekennzeichnet
durch auf die Gabelzinken (25, 26; 29, 30) des Eingriffsteils (23) und/oder gegebenenfalls des Halteteils (24) aufschiebbare
Adapterhülsen (34) zur Anpassung an unterschiedliche Größen des Spritzenzylinder-Anschlußteils (6) bzw. der
Kanülen(schutz)einheit (2).
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT47296U AT1651U1 (de) | 1996-08-13 | 1996-08-13 | Gerät zum abnehmen einer kanüleneinheit bzw. kanülenschutzeinheit |
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ID=3491525
Family Applications (1)
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
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| R207 | Utility model specification |
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| R150 | Utility model maintained after payment of first maintenance fee after three years |
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| R151 | Utility model maintained after payment of second maintenance fee after six years |
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| R158 | Lapse of ip right after 8 years |
Effective date: 20051101 |