DE29706540U1 - Rundballenpresse - Google Patents
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GERHARD BARTH
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DATUM / DATE
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RundbaHenpresse
TEL 06? / 21 23 50 ■ FAX (GR 3) 08? / 22 02 87 · FAX (GR 4) 8? / 21 36 92 93 ■ E MAIL postmaster@grunecker.de · TELEX 529 380 MONA D
MAXIMILIANSTRASSE 58 ■ D-80538 MÜNCHEN DEUTSCHE BANK MÜNCHEN, NO. 17 51734, BLZ 700 700 10
Die Erfindung betrifft eine Rundballenpresse der im Oberbegriff des Anspruchs 1
angegebenen Art.
Bei Rundballenpressen mit variabler Preßkammer ist beim Wickeln eines Ballens
die Startphase aus mehrfacher Hinsicht von entscheidender Bedeutung. Ein zügig und gleichförmig gewickelter Ballenkern ist für die gewünschte Dichteverteilung
im fertigen Ballen und die Qualität des fertigen Ballens wichtig. Ferner soll von
Anfang an der Erntegutfluß möglichst harmonisch und ohne Unterbrechungen den gewickelten Ballenkern bilden. Dabei soll kein Erntegut in Toträumen verharren,
möglichst kein Erntegut in Zwischenräume zwischen beweglichen Komponenten der Rundballenpresse eindringen oder sich um rotierende Komponenten herumwickeln,
weil dies zu zeitaufwendig zu behebenden Störungen und sogar zu Beschädigungen der Mechanik der Rundballenpresse führt. Die baulichen Voraussetzungen
der Rundballenpresse sollen eine störungsfreie und effiziente Startphase mit einfachem baulichem Aufwand gewährleisten, wobei es wünschenswert
ist, in der hochschwenkbaren Heckklappe möglichst wenige und nur leichtgewichtige
und platzsparende Komponenten vorzusehen. Hohe Ballenqualität und eine störungsfreie Startphase lassen sich im besonderen mit kritischem Erntegut nur
schwierig erreichen, d.h. z.B., mit Erntegut mit kurzen und feuchten oder mit langen
und trockenen Bestandteilen.
Bei einer aus EP-B-O 228 944 bekannten Rundballenpresse dieser Art läßt sich
eine hohe Qualität des fertigen Ballens mittels einer im Grundzug viereckigen Startkammer erreichen, die zweckmäßig dem Ballenkern ohne nennenswerte
Toträume mit den Erntegutstrom fördernd aneinander übergebenden und den Ballenkern entlang seines gesamten Umfanges beaufschlagenden Wandabschnitten
angepaßt ist. Die ersten und dritten Wandabschnitte werden von Rollengängen mit drehangetriebenen Rollen gebildet. Der zweite Wandabschnitt ist ein Abschnitt
der Preßbahn. Der den ersten Wandabschnitt bildende Rollengang ist zusammen mit der Umlenkvorrichtung für die Preßbahn in der Heckklappe angeord-
net, wo er verhältnismäßig viel Bauraum beansprucht, eine relativ große und
schwere Masse in großem Abstand von der Schwenkachse der Heckklappe definiert, und in der Heckklappe schwierig funktionell integrierbare Antriebs- und Bewegungsübertragungseinrichtungen
sowie eine eigene Spannvorrichtung für den Rollengang benötigt. Dieses bekannte Konzept, das eine an sich günstige Form
und Größe der Startkammer ermöglicht, bedingt hohen technischen Aufwand bei der Herstellung der Rundballenpresse und hohe Herstellungskosten. Mit dem hohen
technischen Aufwand ist jedoch auch eine Vielzahl mögiicher Störungsstellen verbunden.
Aus EP-B-O 339 730, EP-B-O 235 787, DE-C-42 15 308 sind zwar technisch teilweise
weniger aufwendige Konzepte für Rundballenpressen bekannt, jedoch führen diese zu ungünstigeren Startkammerformen, die eine zügige und störungsfreie
Startphase speziell bei schwierigem Erntegut erschweren. Bei der aus EP-B-0 339 730 bekannten Rundballenpresse hat die Startkammer die Form eines stehenden
Dreiecks mit nach oben weisender Spitze, wobei eine Dreieckseite durch einen Abschnitt der Preßbahn und die an der Dreieckspitze anschließende andere
Dreiecksseite durch einen Rollengang mit drei drehangetriebenen Rollen gebildet wird. In der Heckklappe ist nur die Preßbahn mit Umienkrollen und einer
Spannvornchtung vorgesehen. Eine großdurchmessrige Starterrolle ist unten in der Startkammer vorgesehen. Das eindringende Erntegut muß entlang der überhängenden
Preßbahn nach oben in Richtung zur Dreiecksspitze gefördert werden, ehe es den Rollen des Rollenganges entlang wieder nach unten gefördert
wird. Die Dreieckspitze der Startkammer bildet einen Totraum, den das Erntegut in der Startphase zunächst kaum erreicht oder in dem das Erntegut sich selbst
überlassen bleibt, so daß unter ungünstigen Umständen keine korrekte Wickelbewegung
des Erntegutstroms zum Ausbilden des Ballenkerns eintritt. Die Foige sind Störungen durch Verstopfungen oder Umwicklungen, die zeitaufwendig zu
beheben sind. Diesen nachteiligen Umstand vermag auch eine ins Innere der Startkammer vorspringende Abstreifrolle für die unterste Rolle des Roilenganges
nicht zu beseitigen. Bei der Rundballenpresse gemäß EP-B-O 235 787 sind im
Pressengehäuse mehrere stationäre Preßrollen hintereinanderliegend vorgesehen,
die mit einem unten in der Heckklappe beginnenden und sich überhängend quer durch die ganze Preßkammer erstreckenden Abschnitt der Preßbahn eine im
Querschnitt mondsichelförmige, viel zu hohe Startkammer begrenzen. Von der Zuführöffnung nach oben verbreitert sich die Startkammer, wodurch in der Startphase
das zunächst von der Preßbahn nach oben geförderte Erntegut haltlos herabfällt, bis es in den Einwirkungsbereich der stationären Rollen gelangt und
wieder nach unten gezwungen wird. Dies beeinträchtigt eine zügige Startphase mit einem korrekt gewickelten Ballenkern, da die Kernbildung nicht kontrollierbar
ist, und kann zu Verstopfungen im Zuführbereich führen, wenn sich zugeführtes Erntegut an herabfallendem Erntegut staut. Bei der aus DE-C-42 15 308 bekannten
Rundbaüenpresse wird die Startkammer von zwei Preßbahnabschnitten begrenzt,
die der Startkammer die Form eines stehenden Dreiecks mit obenliegender Spitze und sehr kleinem Spitzenwinkel geben. Da diese ausgeprägte Dreiecksform
deutlich von der runden Form des Ballenkerns abweicht, gestaltet sich die Startphase spezieile bei kritischem Erntegut schwierig. Der Spitzenbereich
des Dreiecks definiert einen kritischen Totraum. Es ist eine relativ aufwendige und weit ausladende Umlenkvorrichtung für die Preßbahn erforderlich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Rundballenpresse der eingangs
genannten Art zu schaffen, die trotz einer für die Startphase günstigen Startkammerform
baulich einfach und kostengünstig herstellbar ist.
Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen des Anspruchs 1
gelöst.
Die im Grundzug bereits an den Ballenkern angepaßte Form der Startkammer,
deren Wandabschnitte den Ballenkern auf zumindest drei Seiten ohne scharfe Bewegungsumlenkungen und nennenswerte Toträume umgeben, führt dazu, daß
das Erntegut von Beginn an zügig in eine Wickelbewegung gebracht wird und den korrekten Ballenkern formt, und 2:war auch bei kritischem Erntegut. Störungen
&igr; · ■
aufgrund Verstopfungen oder Umwicklungen werden von vornherein weitestgehend
verhindert, da die Kernbildung kontrolliert abläuft. Die Qualität des fertigen Ballens ist hoch. Dies wird auf baulich einfache und kostengünstige Weise erzielt,
weil im stationärem Pressengehäuse die meisten der anzutreibenden Komponenten und ihre Lagerungen untergebracht sind, während die Heckklappe nur wenige
und relativ !eichtgewichtige sowie platzsparende Komponenten zu enthalten braucht.
Allgemein ist anzumerken, daß unter der Preßbahn entweder eine über die Breite
der Preßkammer durchgehende Bahn aus flexiblem Material, z.B. Gummi oder dgl. oder mehrere nebeneinanderiiegende Preßbänder, oder eine Bahn mit seitlichen
Führungsketten und zwischen diesen liegenden Querstäben zu verstehen ist.
Gemäß Anspruch 2 ist der erste Wandabschnitt der Startkammer in der Heckklappe
angeordnet ist. Er wird bei deren Öffnungs- und Schließbewegungen mitbewegt, ist baulich einfach zu handhaben, leicht abzustützen und kein Rollengang
mit aufwendigen Lagerungen und Antrieben. Weil auch die Bewegungsführung für die Umlenkvorrichtung bzw. für Vorspanneinrichtungen der Preßbahn im
Pressengehäuse untergebracht sind, ergibt sich eine einfache Ausbildung mit hoher
Betriebssicherheit. In der Heckklappe wird trotz der günstigen Startkammerform
Gewicht und Bauraum gespart.
Gemäß Anspruch 3 wird die Startkammer nur von Abschnitten der Preßbahn oder
wenigstens zweier getrennter Preßbahnen begrenzt. Dies spart Gewicht und Bauraum
und führt zu gleichförmigen Beaufschlagungsverhältnissen für das Erntegut.
Gemäß Anspruch 4 sind die ersten und dritten Wandabschnitte von einer oder
mehreren Preßbahnen gebildet, während der zweite Wandabschnitt ein Rollengang ist. Der Rollengang kann eine dem Ballenkernumfang angepaßte Krümmung
bilden, die der zügigen und störungsfreien kontrollierten Startphase zugute
kommt.
Alternativ sind gemäß Anspruch 5 die zweiten und dritten Wandabschnitte Rollengänge
im Pressengehäuse. Diese beiden Rollengänge können sich beim Wachsen des Ballens voneinander unabhängig aus ihren Startpositionen in
Richtung auf Endpositionen bewegen, oder mit einer Kopplung verbunden sein, so daß sich der zweite Rollengang bei der Bewegung des dritten Rollenganges
mit diesem zusammen verlagert. Ggfs. ist sogar der erste Wandabschnitt ein Rollengang, so daß die Startkammer nur von Rollengängen begrenzt ist.
Zweckmäßig ist gemäß Anspruch 5 in jedem Rollengang wenigstens eine Umlenkfreilaufrolle
für die Preßbahn vorgesehen, die eine Kopplung zwischen dem Rollengang und der angrenzenden Preßbahn herstellt und auch zum Rückführen des
Rollengangs in die Startposition bzw. zur Bewegungssteuerung beim Wachsen des Bauens verwendbar ist, während die mindestens zwei im Rollengang vorgesehenen
Rollen die Aufgabe haben, das Erntegut vom ersten Wandabschnitt zum dritten Wandabschnitt zu fördern und zu pressen, ohne das Erntegut sich selbst
zu überlassen. Eine oder nur zwei Rollen im Rollengang lassen sich einfach in Wickeirichtung antreiben. Diese einfache Roilengang-Ausbiidung ist kostengünstig
und funktionssicher. Es ist jedoch denkbar, mehr als zwei Rollen im Rollengang vorzusehen.
Gemäß Anspruch 7 ist der den dritten Wandabschnitt definierende Roiiengang
schwenkbar um die Achse seiner untersten Rolle. Dadurch folgt der Rollengang dem wachsenden Ballen unter gleichmäßiger Anlage am Ballenumfang.
Gemäß Anspruch 8 führt der Rollengang des zweiten Wandabschnittes um die
Schwenklagerung im Pressengehäuse eine ausladende Schwenkbewegung aus, während deren er mit allen Rollen in Anlage am Umfang des Ballens verbleibt, bis
er schließlich in der Endstellung einen Teil des Umfangs der kreisrunden Preßkammer
definiert.
Alternativ ist gemäß Anspruch 9 der den zweiten Wandabschnitt bildende Rollengang
schwenkbar am den dritten Wandabschnitt bildenden Rollengang gelagert, so daß er gemeinsam mit diesem verschwenkt wird und schließlich zusammen mit
diesem einen beträchtlichen Teil des Umfangs der kreisförmigen Preßkammer definiert.
Gemäß Anspruch 10 wird der dritte oder der zweite Wandabschnitt von einer eigenen,
förderbandartigen, endlosen Preßbahn auf Umlenkrollen gebildet, die unabhängig von der den Hauptteii der Preßkammer begrenzenden Preßbahn ist.
Dies kann von Vorteil sein, beispielsweise um für die hauptsächliche Preßbahn eine einfache Spannvorrichtung vorsehen zu können.
Gemäß Anspruch 11 wird die Zuführvorrichtung zur unterseitigen Begrenzung der
Startkammer mit herangezogen. Es kann für diesen Zweck entweder eine eigene, angetriebene Starterroüe vorgesehen sein, oder die in die Preßkammer greifende
Pick-up-Vorrichtung genutzt werden. Es liegen dann in der Startkammer aufeinanderfolgend
in Wickelrichtung bewegte Oberflächen für das Erntegut vor, die nur mehr durch die Zuführöffnung voneinander getrennt sind. Dies begünstigt eine
zügige und saubere Startphase für eine hohe Qualität des fertigen Ballens.
Gemäß Anspruch 12 ist bei dem Rollengang des dritten Wandabschnittes zusätzlich
eine stationäre Rolle vorgesehen, die zur für die Startphase günstigen Form der Startkammer beiträgt, und, da sie stationär angeordnet ist, einfach antreibbar
und lagerbar ist und eine günstige Abstütztwirkung für den Ballen erbringt. Die
Anordnung der stationären Rolle und/oder die Ausbildung des Rollengangs ais dritten Wandabschnitt senkt die Herstellungskosten, da der Rollengang des dritten
Wandabschnittes mit nur zwei Rollen auskommt, die einfach antreibbar sind.
J ti S IMt · ··* *
Gemäß Anspruch 13 ist die den ersten und zweiten Wandabschnitten gemeinsame
Umlenkvorrichtung störungsunanfällig und stabil im Pressengehäuse abstützbar,
oder auch im Bereich der Schwenkachse der Heckklappe.
Gemäß Anspruch 14 wird eine saubere Bewegungsführung für die Umlenkvorrichtung
erreicht, wobei die Umlenkvorrichtung bei ihrer Bewegung aus der Startposition in die Endposition nicht in die Heckklappe einzudringen braucht.
Gemäß Anspruch 15 hat die Abstützung der Umlenkvorrichtung eine zusätzliche
Funktion beim Spannen der Preßbahn.
Gemäß Anspruch 16 läßt sich dei Größe und ggfs. damit Form der Startkammer
einstellen, z.B. zur Anpassung an unterschiedliches Erntegut oder auch zur Änderung
der Dichteverteilung im fertigen RundbaJlen.
Anhand der Zeichnung werden Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes
erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Längsschnittansicht einer Rundballenpresse mit
einer ersten Ausführungsform einer Startkammer, und
Fig. 2-6 schematische Detailvarianten unterschiedlicher Startkammer-Ausführungen.
Eine Rundballenpresse R weist in Fig. 1 ein kasienartiges Pressengehäuse G
auf, das an einer offenen Seite durch eine in Richtung eines Pfeiis 1 zum Auswerfen
eines fertig gewickelten Rundballens B2 zu öffnende, nach oben schwenkbare Heckklappe H verschlossen ist. Das Pressengehäuse G ist auf Bodenlaufrädern 2
abgestützt und besitzt vorne unten eine Erntegut-Zuführvorrichtung Z1 die bei der
gezeigten Ausführungsform aus einer Pick-up-Vorrichtung 3, einem diesem nachgeschalteten
Schneidwerk oder Schneckenzuführrolle S und einer hinter einer
Zuführöffnung F zu einer Preßkammer P angeordneten Starterrolle 4 besteht. Das
Schneidwerk S könnte weggelassen werden. Anstelle der Starterrolle 4 könnte die Pick-up-Vorrichtung 3 bis ins Innere der Preßkammer P greifen. Im Pressengehäuse
G und in der Heckklappe H ist eine endlose, flexible Preßbahn C auf stationären Rollen W1, W2, W3, W4, W5 und W6 abgestützt. Zusätzlich wird die
Preßbahn C durch bewegliche Rollen 11, 5, 9, 10 gespannt und umgelenkt, so
daß die Preßkammer P größenvariabei ist, und zwar zwischen der Größe einer kleinen Startkammer P1 oberhalb der Zuführöffnung F und einer kreisförmigen
Größe P2 entsprechend der Größe des fertig gewickelten Bailens B2.
Die Startkammer P1 wird unterseitig begrenzt durch die Starterroile 4 und einen
ersten, sich beispielsweise überhängend nach oben erstreckenden Wandabschnitt D1. An den ersten Wandabschnitt D1 schließt sich ein zweiter Wandabschnitt
D2 an, der in etwa horizontal verläuft und mit dem ersten Wandabschnitt D1 einen Winkel 75°<a,
<180°, vorzugsweise größer 90° einschließt. Die Rollen 9, 10 gehören zu einer den ersten und zweiten Wandabschnitten D1, D2 gemeinsamen
Umlenkvorrichtung U1, 2, die an im Pressengehäuse G in einer Schwenkachse 7 gelagerten Schwenkarmen 6 angebracht ist. Die Schwenkarme 6 sind
bei der gezeigten Ausführungsform mit zwei Kröpfungen 6a und 6b ausgebildet und lassen sich im Pressengehäuse G bis an dessen Oberseite in eine Endsteilung
verschwenken, in der die Rollen 9, 10 die Preßbahn C auf den Außenumfang
des fertig gewickelten Bauens B2 aufpressen. Mittels Schwenkhebeln 7 ist die
gegebenenfalls federnd vorgespannte Spannrolle 5 an den Schwenkarmen 6 gelagert,
die in Richtung eines Pfeils 8 beaufschlagt sind. An den zweiten Wandabschnitt D2 schließt sich ein nach unten in Richtung zur Zuführöffnung F verlaufender
dritter Wandabschnitt D3 an, der bei der gezeigten Ausführungsform aus einem Rollengang E3 mit zwei Rollen 14, 15 besteht, und dem eine darunterliegende,
stationär bei 16 gelagerte, drehantreibbare Rolle 17 zugeordnet ist, die
gegenüber der Achse 13 der Rolle 14 in Richtung zum ersten Wandabschnitt D1
versetzt liegt, damit die Form der Startkammer P1 weitgehend an den Umfang eines
Ballenkerns B1 angepaßt ist. Die zweiten und dritten Wandabschnitte D2, D3
schließen miteinander einen Winke! 75°<, ß<180°, vorzugsweise größer 90° ein.
Die Rollen 14, 15 des Rollengangs E3 sind an Schwenkarmen 12 gelagert, die um die Achse 13 der unteren Rolle 14 verschwenkbar sind und zwischen ihren
freien Enden die Rolle 11 für die Preßbahn C lagern, die eine den zweiten und
dritten Wandabschnitten D2, D3 gemeinsame Umlenkvorrichtung U2, U3 bildet. Die stationäre Rolle 17 könnte auch in den Rollengang E3 eingegliedert sein.
Dann wären die Schwenkarme 12 um die Achse 16 der Rolle 17 schwenkbar.
Bei der gezeigten Ausführungsform werden die ersten und zweiten Wandabschnitte
D1, D2 von Abschnitten CI1 C2 derselben Preßbahn C gebildet. Es ist
denkbar, zwei getrennte Preßbahnen zum Begrenzen der Preßkammer P vorzusehen, wobei dann der Abschnitt C1 der einen Preßbahn und der Abschnitt C2
der anderen Preßbahn angehören könnte. Die Wandabschnitte D1, D2 und D3 werden in Fig. 1 entgegen dem Uhrzeigersinn bewegt. Dies bedeutet, daß die
Rollen 14, 15 jeweils im Uhrzeigersinn angetrieben werden, wie auch die Rolle und die Starterrolle 4. Der erste Wandabschnitt D1 ist vorteilhaft in der Heckklappe
angeordnet.
im Betrieb wird zur Formung eines Ballens zunächst das Erntegut in die Startkammer
P1 eingeführt und von der Starterrolle 4 an den sich nach oben bewegenden ersten Wandabschnitt DI übergeben. Dieser nimmt das Erntegut nach
oben mit und übergibt es an den zweiten Wandabschnitt C2, von dem es zu den Rollen 14, 15 gelangt und schließlich von der Rolle 17 in eine Wickelbewegung
überführt wird. Es entsteht ein gleichförmiger Ballenkern B1, der eine günstige Dichteverteilung besitzt. Bei weiterer Erntegutzufuhr werden die einzelnen
Wandabschnitte relativ zueinander verdrängt. Die Umlenkvorrichtung U1, 2 wird um die Drehachse 7 entgegen dem Uhrzeigersinn nach oben verschwenkt, so
daß der erste Wandabschnitt D1 um die Rolle W1 (die Rolle W5 kann die Antriebsrolle
für die Preßbahn C sein) nach rechts gekippt wird, während der zweite Wandabschnitt D2 allmählich entgegen dem Uhrzeigersinn um die Rolle 11 nach
oben schwenkt. Der Rollengang E3 wird um die Achse 13 entgegen dem Uhrzei-
&iacgr;&ogr;
gersinn geschwenkt, bis schließlich bei Erreichen der endgültigen Größe P2 des
fertigen Ballens B2 die Kreisform der Preßkammer P erreicht ist. in weiterer Folge
kann der Ballen in eine Umhüllung eingebracht (nicht dargestellt) und anschließend
nach Hochschwenken der Heckklappe H 1 ausgeworfen werden. Durch Rückstellen der Schwenkarme 6 in Richtung des Pfeiles 8 und den Zug der Preßbahn
C an der Rolle 11 werden anschließend die ersten, zweiten und dritten
Wandabschnitte D1, D2, D3 wieder in die in Fig. 1 gezeigte Konfiguration zur Bildung
der Startkammer P1 bewegt, um zum Bilden eines neuen Ballens bereit zu sein.
Die Fig. 2 bis 6 verdeutlichen schematisch weitere, zweckmäßige Ausbildungen
der Startkammer P1 für die Rundbaüenpresse R beispielsweise der Fig. 1.
In Fig. 2 sind die ersten, zweiten und dritten Wandabschnitte D1, D2, D3 der
Startkammer P1 von Abschnitten C1, C2, C3 der Preßbahn C gebildet, zweckmäßigerweise
derselben Preßbahn. Es ist eine zusätzliche stationäre Rolle W7 oberhalb der Zuführöffnung vorgesehen, um den Abschnitt C3 unten abzustützen.
In den Bereichen, in denen die Wandabschnitte D1, D2, D3 aneinander angrenzen,
sind die beiden Umlenkvorrichtungen U1, 2 und U2, U3 vorgesehen, die jeweils von Rollen 9, 10, 11 und 11' gebildet sein können.
Bei der Alternative gemäß Fig. 3 sind die ersten und dritten Wandabschnitte D1
und D2 von Abschnitten C1, C3 zweckmäßigerweise derselben Preßbahn gebildet und an den Umlenkvorrichtungen U1, 2 und U2, U3 abgestützt, die an dem zweiten
Wandabschnitt D2 in Form von Rollen 9 und 11' angebracht sind. Der
Wandabschnitt D2 wird von einer eigenen flexiblen Preßbahn C' definiert, die nach Art eines Förderbandes über an Schwenkarmen 20 angebrachte Rollen 18,
19 läuft. Die Schwenkarme 20 sind in Fig. 3 nach links, d.h. in das Pressengehäuse
G, verlängert und bei 21, z.B. im Pressengehäuse schwenkbar gelagert. Zumindest eine Rolle 18, 19 wird angetrieben.
Fig. 4 ist ähnlich Fig. 3, wobei jedoch der zweite Wandabschnitt D2 von einem
Rollengang &OHacgr;2 mit mindestens zwei drehantreibbaren Rollen 14, 15 auf
Schwenkarmen 12 gebildet wird, die in der Schwenkachse 21 im Pressengehäuse
(nicht dargestellt) abgestützt sind. Zusätzlich sind die Umlenkvorrichtungen U1,
und U2, 3 am Rollengang E2 vorgesehen, an denen die Abschnitte C3, C1 der
ersten und zweiten Preßballen C umgelenkt werden.
In Fig. 5 sind die zweiten und dritten Wandabschnitte D2, D3 von Rollengängen
E2, E3 mit jeweils mindestens zwei antreibbaren Rollen 14, 15 gebildet, wobei die
Umlenkvorrichtung U1, 2 am Rollengang E2 bzv/. an dessen Schwenkarmen 12 angebracht ist, die auch die Rollen 14, 15 tragen. Der Rollengang E2 ist bei 22
schwenkbar mit dem Rollengang E3 gekoppelt, der seinerseits um die Achse 13
der unteren Rolle 14 im Pressengehäuse G schwenkbar ist.
In Fig. 6, die strukturell Fig. 4 ähnlich ist, ist der dritte Wandabschnitt D3 von einem
Abschnitt C31 einer eigenständigen Preßbahn C1 gebildet, die um die Rollen
18, 19 nach Art eines Förderbandes geschlungen und um die Achse der Rolle 18
verschwenkbar ist. Der zweite Wandabschnitt D2 wird von einem Rollengang E2 gebildet, der im Punkt 23, d.h. der Achse der Rolle 19, schwenkbar ist. Der erste
Wandabschnitt D1 wird von dem in der Heckklappe (nicht gezeigt) liegenden Abschnitt
C1 der Preßbahn C gebildet, so daß insgesamt wiederum eine im Grundzug
viereckige Startkammer P1 definiert wird.
Die Größe (und damit ggfs. auch die Form) der Startkammer P1 könnte in jeder
Ausführungsform verstellbar sein, beispielsweise mittels verstellbarer Anschlageinrichtungen
(nicht gezeigt).
Claims (1)
- Uiatentähsprüclhe1. Rundballenpresse (R) mit variabler Preßkammer (P) und einer an einem Pressengehäuse (G) hochschwenkbaren Heckkiappe (H), wobei die Preßkammer von Seitenwänden des Pressengehäuses, der Heckklappe und wenigstens einer auf Rollen (W) abgestützten flexiblen Preßbahn (C) begrenzt wird, mit einer Zuführöffnung (F) zur Preßkammer, in deren Bereich wenigstens eine Zuführvorrichtung (Z) für Erntegut vorgesehen ist, wobei die Preßkammer ausgehend von einer kleineren Startkammer (P1) bei der Zuführöffnung (F) bis auf die Größe (P2) des fertigen Ballens (B2) vergrößerbar und die Startkammer von ersten, zweiten und dritten aneinander angrenzenden und in Wickellichtung bewegten Wandabschnitten (D1, D2, D3) begrenzt ist, die vom wachsenden Ballen relativ zueinander aus Startstellungen verdrängbar sind, und von denen die ersten und zweiten Wandabschnitte (D1, D2) eine gemeinsame bewegbare Preßbahn-Umlenkvorrichtung (111, 2) aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Wandabschnitt (D1) der Startkammer (P1) ein Abschnitt (C1) der flexiblen Preßbahn (C) ist, und daß die im Grenzbereich zwischen den ersten und zweiten Wandabschnitten (D1, D2) vorgesehene, gemeinsame Preßbahn-Umlenkvorrichtung (U1, 2) im Pressengehäuse (G) gelagert ist2. Rundballenpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Wandabschnitt (D1) an der Heckklappe (H) angeordnet und darin gelagert ist.3. Rundballenpresse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die ersten, zweiten und dritten Wandabschnitte (D1, D2, D3) der Startkammer (P1) umgelenkte Abschnitte (C1, C2, C3; C2-) derselben Preßbahn (C) oder getrennter Preßbahnen (C, O) sind.4. Rundbalienpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die ersten und dritten Wandabschnitte (D1, D3) der Startkammer (P1) Abschnitte (C1, C3; C2·) derselben Preßbahn (C) oder getrennter Preßbahnen (C, C1) sind, und daß.fsU.ü'?der zweite Wandabschnitt (D2) ein Rollengang (E2) ist, der im Pressengehäuse (G) oder am dritten Wandabschnitt (D3) gelagert ist.<tf. Rundballenpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß von den drei Wandabschnitten (D1, D2, D3) die zweiten und dritten Wandabschnitte (D2, D3) und ggfs. sogar auch der erste Wandabschnitt (D1), der Startkammer (P1) Rollengänge (E2, E3) sind, von denen zumindest der Rollengang (E3) im Pressengehäuse (G) abgestützt ist, und daß die Rollengänge (E2, E3) entweder voneinander getrennt oder miteinander gekoppelt beweglich sind.6. Rundballenpresse nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Rollengang (E2, E3) mindestens zwei angetriebene Rollen (14, 15) und eine Umlenk-Freiiaufrolle (9, 11·) für die Preßbahn (C) aufweist.7. Rundballenpresse nach wenigstens einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Rollengang (E3) des dritten Wandabschnittes (D3) der Startkammer (P1) um die Achse der der Zuführöffnung (F) nächstliegenden Rolle (14) schwenkbar im Pressengehäuse (G) gelagert ist.8. Rundballenpresse nach wenigstens einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Rollengang (E2) des zweiten Wandabschnittes (D2) der Startkammer (P1) über Lenker (12) an einer im Pressengehäuse (G), vorzugsweise außerhalb der Kontur des fertigen Ballens (B2), liegenden Achse (21) gelagert ist.9. Rundballenpresse nach wenigstens einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Rollengang (E2) des zweiten Wandabschnittes (D2) der Startkammer (P1) am Rollengang (E3) des dritten Wandabschnittes (D3) schwenkbar gelagert und gemeinsam mit diesem um die Achse der der Zuführöffnung (F) nächstliegenden Rolle (14) des Rollengangs (E3) verschwenkbar ist.10. Rundballenpresse nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite oder der dritte Wandabschnitt (D2, D3) von einem Preßbahnabschnitt (C2\ C31) einer eigenen, endlosen Preßbahn (C1) gebildet ist, die auf Umlenkrollen (18, 19) angeordnet und mit diesen im Pressengehäuse (G) verschwenkbar gelagert ist.11. Rundballenpresse nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführvorrichtung (Z) einen in der Startkammer (P1) benachbart zum unteren Ende des ersten Wandabschnittes (D1) angeordneten Teil aufweist, der von einer Starterrolle (4) oder der Pick-up-Vorrichtung (3) gebildet ist.12. Rundballenpresse nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß beim Rollengang (E3) des dritten Wandabschnittes (D3) zusätzlich eine der Zuführöffnung (F) zugewandte stationäre Rolle (17) vorgesehen ist.13. Rundballenpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Umlenkvorrichtung (U1, 2) zwischen den ersten und zweiten, von Preßbahn-Abschnitten (C1, C2) gebildeten Wandabschnitten (D1, D2) zwei benachbarte Umlenkroiien (9, 10) aufweist, die an Schwenkarmen (6) drehbar gelagert sind, welche oberhalb der Startkammer (P1), vorzugsweise außerhalb der Kontur des fertigen Ballens (B2), vorzugsweise im Pressengehäuse, gelagert und durch wenigstens eine Spannvorrichtung (8) in Richtung zur Startkammer (P1) beaufschlagt sind.14. Rundballenpresse nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Schwenkarm (6) zweifach gekröpft ist, wobei seine Lagerung (7) und die Kröpfungen (6a, 6b) so angeordnet sind, daß die Umlenkrollen (9, 10) aus einer Startposition im Pressengehäuse (G) bis in eine Endposition bewegbar sind, in der sieaußerhalb der Kontur des fertigen Ballens (B2) im Pressengehäuse (G) verbleiben.15. Rundbailenpresse nach den Ansprüchen 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkarm (6) zwischen seiner Lagerung (7) und den Umlenkrollen (9, 10) wenigstens eine bewegliche Spannrolle (5) für die Preßbahn (C) trägt.16. Rundballenpresse nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zum Einstellen der Größe der Startkammer verstellbare Anschlagmittel für zumindest einen der Wandabschnitte (D1, D2, D3) vorgesehen sind.
Priority Applications (1)
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| DE29706540U DE29706540U1 (de) | 1997-04-11 | 1997-04-11 | Rundballenpresse |
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| DE29706540U DE29706540U1 (de) | 1997-04-11 | 1997-04-11 | Rundballenpresse |
Publications (1)
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29706540U1 (de) |
Cited By (8)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2767020A1 (fr) * | 1997-08-07 | 1999-02-12 | Gallignani Spa | Presse a balles pour des produits agricoles tels que de la paille ou du fourrage |
| FR2767635A1 (fr) * | 1997-09-03 | 1999-03-05 | Proofunique France Sa | Presse a balles a chambre variable pour des produits agricoles tels que de la paille ou du fourrage |
| EP0970598A1 (de) | 1998-07-09 | 2000-01-12 | Kverneland Geldrop B.V. | Rundballenpresse |
| EP2243349A3 (de) * | 2009-04-23 | 2017-03-29 | Deere & Company | Rundballenpresse |
| EP3459341A1 (de) * | 2017-09-26 | 2019-03-27 | Usines Claas France S.A.S | Landwirtschaftliche rundballenpresse |
| EP3626044A1 (de) * | 2018-09-19 | 2020-03-25 | Usines Claas France S.A.S | Landwirtschaftliche rundballenpresse |
| US20240032477A1 (en) * | 2022-07-26 | 2024-02-01 | Vermeer Manufacturing Company | Round balers with a redirecting assembly |
| US20250072333A1 (en) * | 2023-09-01 | 2025-03-06 | Cnh Industrial America Llc | Serpentine pivot roll |
-
1997
- 1997-04-11 DE DE29706540U patent/DE29706540U1/de not_active Expired - Lifetime
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