G 17 339 -les 05.03.1997
Festo KG, 73734 Essiingen Verbindungseinrichtung zum Verbinden zweier Körper
Die Erfindung betrifft eine Verbindungseinrichtung zum
Verbinden zweier Körper.
Auf dem Sektor der Handhabungstechnik werden sehr häufig die verschiedenen Handhabungsgeräte auf Tragstrukturen befestigt,
die sich aus miteinander verknüpften Profilteilen zusammensetzen. Zur Verknüpfung werden Nutensteine verwendet,
die sich in Verankerungsnuten am Umfang der Profilteile einführen lassen und das Ansetzen von
Schrauben ermöglichen, die ein an dem betreffenden Profilteil zu befestigendes Bauteil beaufschlagen und gegen das
Profilteil spannen. Infolge der beim Betrieb der Handhabungsgeräte auftretenden Erschütterungen sind die Verbindungen
zwischen den einzelnen Körpern allerdings einer hohen Beanspruchung ausgesetzt. Dies kann zu minimalen
Positionsveränderungen zwischen den Bauteilen führen, worunter
die Genauigkeit des Handhabungsvorganges leidet.
Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Verbindungseinrichtung zu schaffen, die sehr präzise und
erschütterungsfest ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe verfügt die erfindungsgemäße
Verbindungseinrichtung über wenigstens ein über eine
Schraubverbindung am einen Körper lösbar festlegbares Positionierstück und eine am anderen Körper vorgesehene,
spielfrei passend auf das Positionierstück aufsteckbare Steckaufnahme, wobei das Positionierstück bei loser
Schraubverbindung zum Ausführen einer Justierbewegung quer
zur Steckrichtung verlagerbar am zugeordneten Körper gehalten
ist.
Auf diese Weise liegt eine Verbindungseinrichtung vor, die
über wenigstens ein und vorzugsweise mehrere Positionierstücke verfügt, die sich jeweils über eine Schraubverbindung
an einem der Körper unabhängig vom anderen Körper festlegen lassen. Dem anderen Körper ist eine entsprechende
Anzahl von Steckaufnahmen zugeordnet, mit denen sich der betreffende Körper auf die Positionierstücke aufstecken
läßt, wobei durch die spielfreie Paßverbindung zwischen den Positionierstücken und den Steckaufnahmen
eine exakte Relativpositionierung zwischen den zu verbindenden
Körpern gegeben ist. Indem die Positionierstücke bei loser, also bei noch nicht ganz festgezogener Schraubverbindung
über ein gewisses Bewegungsspiel quer zur
Steckrichtung bezüglich des sie tragenden Körpers verfugen,
sind sie in der Lage, beim erstmaligen Ansetzen des anderen Körpers fluchtend mit dessen Steckaufnahmen aus-
gerichtet zu werden, so daß sich der mit den Steckaufnahmen
versehene Körper problemlos ansetzen läßt. Ist die gewünschte Position gefunden, kann durch Anziehen der
Schraubverbindungen die gefundene Position der Positionierstücke ein für allemal festgelegt werden. Die dadurch
vorliegende Verbindung ist quer zur Steckrichtung überaus
stabil und hält auch starken Erschütterungen stand. Außerdem kann, wenn die Positionierstücke und die Steckaufnahmen
entsprechend aufeinander abgestimmt sind, bei Bedarf ein nachträgliches Trennen der Verbindung vorgenommen
werden, indem einfach die beiden Körper in der Steckrichtung auseinandergezogen werden. Werden die beiden
Körper anschließend wieder zusammengesteckt, liegt automatisch wieder die ursprüngliche Relativposition vor, so
daß sich umständliche Nachjustierungen erübrigen. Dies ist
vor allem dann von Vorteil, wenn einer der Körper mit einer Gerätschaft verbunden ist, beispielsweise einem
Handhabungsgerät, und das Handhabungsgerät zu Reparaturoder Wartungszwecken kurzzeitig von dem anderen Körper
entfernt werden muß.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung gehen aus den
Unternsprüchen hervor.
Eine besonders hohe Präzision bei der Abstimmung der zueinander komplementären Positionierstücke und Steckauf-
nahmen ergibt sich, wenn eine im Querschnitt kantenlose Umfangskontur vorliegt, wobei eine kreisförmige Umfangskontur
vorzuziehen ist. Alternativ wäre auch eine ovale und hierbei insbesondere eine elliptische Umfangskontur
denkbar oder eine längliche Querschnittskontur mit ebenen Flachseiten und abgerundeten Schmalseiten.
Um das Aufsetzen des mit Steckaufnahmen versehenen Körpers zu vereinfachen, verfugen die Positionierstücke am Außenumfang
zweckmäßigerweise über eine sich in Richtung zu ihrem freien Ende hin vorzugsweise konisch verjüngende
EinfUhrfläche. Dadurch ist vor allem das neuerliche Ansetzen
des betreffenden Körpers erleichtert, wenn dieser nach dem Festlegen der Positionierstücke vorübergehend abgenommen
werden muß.
Eine sehr sichere Verbindung zwischen den Positionierstücken
und dem zugeordneten Körper stellt sich ein, wenn die Positionierstücke bei festgezogener Schraubverbindung
mit ihrer Unterseite gegen die Oberfläche des zugeordneten Körpers gespannt werden. Hierbei kann eine ausschließlich
kraftschlüssige Verbindung zwischen den Positionierstücken
und dem zugeordneten Körper vorliegen, die bei vielen Anwendungsfällen
ausreichend Befestigungssicherheit bietet.
Vor allem bei hoher Beanspruchung ist allerdings eine Ausführungsform
zu bevorzugen, bei der die Positionierstücke
an ihrer Unterseite über eine Schneidenanordnung verfügen,
die bei festgezogener Schraubverbindung in die Oberfläche
des sie tragenden Körpers eingedrungen sind. Dadurch ergibt sich quer zu der mit der Steckrichtung zusammenfallenden
Spannrichtung eine zusätzliche formschlüssige
Verbindung zwischen den Positionierstücken und dem betreffenden Körper. Dabei sind besonders gute Resultate zu
erzielen, wenn die Schneidenanordnung wenigstens eine und vorzugsweise genau eine in sich geschlossene ringförmige
Schneide aufweist.
In einer bevorzugten Ausführungsform sind die Positionierstücke
ganz oder teilweise als Ringkörper ausgebildet, und die Schraubverbindung mit dem zugeordneten Körper wird
unter Vermittlung einer Spannschraube erreicht, die das
ringförmige Positionierstück durchsetzt und in ein am zugeordneten
Körper vorgesehenes Haltegewinde einschraubbar ist. Bei entsprechender axialer Länge des ringförmigen
Positionierstückes kann sich eine hülsenartige Gestalt
ergeben. Die bei der erstmaligen Positionierung erforderlichen
Justierbewegungen können hier durch ein gewisses radiales Spiel zwischen dem Positionierstück und der
Spannschraube gewährleistet werden.
Ist das Haltegewinde in einem mit Spiel in einer Verankerungsnut
des betreffenden Körpers angeordneten Nuten-
stein vorgesehen, ist das Querspiel zwischen dem als Ringkörper ausgebildeten Positionierstück und der dieses
durchsetzenden Spannschraube nicht notwendigerweise erforderlich, gleichwohl jedoch vorteilhaft für die notwendigen
Ausrichtmaßnahmen.
Um die beiden Körper nicht nur in zur Steckrichtung rechtwinkeliger
Richtung zu fixieren, sondern auch in der Steckrichtung, ist zweckmäßigerweise mindestens eine entsprechend
wirksame Befestigungseinrichtung vorgesehen, die insbesondere zwischen den beiden aneinander angesetzten
Körpern wirkt. Hier ist besonders vorteilhaft, wenn jedem Positionierstück eine eigene Befestigungseinrichtung zugeordnet
ist. Umfaßt die Befestigungseinrichtung eine Befestigungsschraube,
kann vorgesehen werden, diese in einem Haltegewinde zu verankern, das sich im gleichen Nutenstein
befindet, in dem auch die Spannschraube eines Positionierstückes
verankert ist.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnung näher erläutert. In dieser zeigen:
Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel der Verbindungseinrichtung
anhand der Verbindung zweier Körper, deren einer als Profilteil und deren anderer als
L-förmiges Befestigungsteil ausgebildet ist,
IK It ·* ·· ·· *
wobei ein Zustand bei voneinander abgenommenen Körpern gezeigt ist,
Fig. 2 die Anordnung aus Fig. 1 bei aneinander angesetzten
Körpern, wobei zusätzlich strichpunktiert ein fakultativ an dem Befestigungsteil
festlegbares weiteres Bauteil gezeigt ist,
Fig. 3 einen Querschnitt durch die Anordnung der Fig. und 2 gemäß Schnittlinie IH-111 aus Fig. 1 im
Bereich eines Positionierstückes bei aneinandergesetzten
Körpern,
Fig. 4 das in Fig. 3 gezeigte Positionierstück in perspektivischer
Einzeldarstellung mit Blick auf
die Unterseite,
Fig. 5 einen Längsschnitt durch die Anordnung aus Fig.
1 und 2 im Bereich eines Positionierstückes, wobei gleichzeitig eine Befestigungseinrichtung
gezeigt ist, das Ganze bei aneinandergesetzten . Körpern gemäß Schnittlinie V-V,
Fig. 6 den in Fig. 3 markierten Ausschnitt VI in vergrößerter
Darstellung zur Verdeutlichung der bei angezogener Schraubverbindung im Bereich der
Schneidenanordnung auftretenden Beanspruchung,
Fig. 7 eine weitere Ausführungsform eines Positionierstückes
in einer der Fig. 3 entsprechenden Darstel 1ungwei se,
Fig. 8 das Positionierstück aus Fig. 7 in perspektivischer
Einzeldarstellung,
Fig. 9 wiederum ein anderes Ausführungsbeispiel des
Positionierstückes in einer der Fig. 3 entsprechenden
Darstellungsweise und
Fig. 10 eine perspektivische Einzeldarstellung des
Positionierstückes aus Fig. 9.
Aus Fig. 1 und 2 geht eine bevorzugte Ausgestaltung der
Verbindungseinrichtung 1 in ihrer Gesamtheit hervor. Sie
wird eingesetzt, um einen ersten Körper 2 und einen zweiten Körper 3 insbesondere lösbar fest miteinander zu
verbinden.
Der erste Körper 2 des AusfUhrungsbeispiels ist von einem
langgestreckten stabähnlichen Profilteil gebildet, das
vertikal ausgerichtet ist und von dem lediglich der obere Endabschnitt gezeigt ist. Es handelt sich um ein strang-
gepreßtes Hohl profi1tei1 aus Aluminiummaterial . Die äußere
Querschnittskontur ist rechteckfdrmig und insbesondere
quadratisch. In wenigstens einer und vorzugsweise in jeder längsseitigen Außenfläche 5 sind eine oder mehrere längsverlaufende
Verankerungsnuten 6 ausgebildet, deren beispielhafter Querschnitt auch aus Fig. 3, 7 und 9 ersichtlich
ist. Sie sind zur zugeordneten Außenfläche 5 über einen schlitzartigen Nuthals 7 offen, der eine geringere
Breite hat als ein sich in Tiefenrichtung an den Nuthals
anschließender, beispielsgemäß etwa trapezähnlich konturierter
Verankerungsabschnitt 8. Die innerhalb des Verankerungsabschnittes
8 beidseits des Nuthalses 7 liegenden
Flächen bilden Verankerungsflächen 12, an denen sich ein
in die Verankerungsnut 6 eingebrachter Nutenstein 13 abstützen kann, wenn er in Richtung des Nuthalses 7 beaufschlagt
wird.
Der zweite Körper 3 ist von einem Befestigungsteil 14 gebildet,
das als L-förmiger Winkelkörper ausgeführt ist. Das Befestigungsteil 14 ist mit einer Montagefläche 15
flächig an eine der Außenflächen 5 des Profilteils 4 ansetzbar und unter Vermittlung der Verbindungseinrichtung
lösbar festlegbar. Die Montagefläche 15 befindet sich an
der Außenseite des einen Schenkels 16 des Befestigungsteils
14.
Das Befestigungsteil 14 eignet sich als Zwischenglied, um
ein beliebiges anderes Bauteil 17, das in Fig. 2 strichpunktiert angedeutet ist, fest mit dem Profilteil 4 zu
verbinden. Das Bauteil 17 kann insbesondere an dem zweiten Schenkel 16' des Befestigungsteils 14 festgelegt werden.
Hierzu kann der zweite Schenkel 16' über eine Schwalbenschwanzführung
18 verfugen, die im Bereich seiner beiden seitlichen Ränder ausgebildet ist. Bei dem Bauteil 17 kann
es sich beispielsweise um ein Handhabungsgerät handeln,
beispielsweise einen fluidisch und/oder elektrisch angetriebenen Linearantrieb.
Die Verbindungseinrichtung 1 umfaßt mindestens eine
Positioniereinrichtung 22 und mindestens eine von der
Positioniereinrichtung 22 unabhängige Befestigungseinrichtung
23. Bevorzugt ist eine Mehrzahl von Positioniereinrichtungen
22 vorhanden, beim Ausführungsbeispiel vier
Stück, die in den Eckbereichen eines gedachten Rechteckes oder Quadrates über die Außenfläche 5 bzw. die Montageflache
15 verteilt angeordnet sind. Auch die Befestigungseinrichtungen
23 sind zweckmäßigerweise mehrfach vorhanden, wobei es sich empfiehlt, eine der Anzahl der
Positioniereinrichtungen 22 entsprechende Anzahl vorzusehen
und dabei jeder Positioniereinrichtung 22 in der unmittelbaren
Nachbarschaft eine Befestigungseinrichtung 23
zuzuordnen.
Die Positioniereinrichtungen 22 gewährleisten zwischen den
beiden aneinandergesetzten Körpern 2, 3 eine exakte Positionierung
und sorgen für eine präzise und rüttelfeste Fixierung in der Montageebene 24, die von den aneinander
anliegenden Montage- und Außenflächen 15, 5 definiert wird. Von dieser Fixierung unabhängig ist die Wirkung der
Befestigungseinrichtungen 23, die die aneinandergesetzten Körper 2, 3 in einer zur Montageebene 24 senkrechten Richtung,
nachfolgend als Spannrichtung 25 bezeichnet, fest gegeneinanderspannen.
Jede Positioniereinrichtung 22 verfügt über ein durch eine
Schraubverbindung 26 an dem ersten Körper 2 lösbar festlegbares PositionierstUck 27. Dieses ist beim Ausführungsbeispiel
als Ringkörper ausgebildet, der eine hülsenähnliche Gestalt haben kann. Im am ersten Körper 2 festgelegten
Zustand, auf den sich die vorliegende Beschreibung bezieht, ist das Positionierstück 27 so ausgerichtet, daß
seine Längsachse 28 rechtwinkelig zur Montageebene 24 verläuft,
wobei es mit einer an der dem ersten Körper 2 zugewandten Unterseite vorgesehenen stirnseitigen Abstützfläche
32 an der Außenfläche 5 des ersten Körpers 2 anliegt.
Die Schraubverbindung 26 umfaßt eine Spannschraube 33, die
das ringförmige Positionierstück 27 mit allseitigem
radialem Spiel "s" koaxial durchsetzt und die einen Schraubenkopf 34 aufweist, der an der der Abstützfläche 32
axial entgegengesetzten oberen Stirnfläche 35 des Positionierstückes
27 anliegt.
Der das Positionierstück 27 durchsetzende Schraubenschaft
36 ragt an der Abstützfläche 32 über das Positionierstück
27 hinaus und ist mit einem Außengewinde 37 versehen, das in ein als komplementäres Innengewinde ausgeführtes Haltegewinde
38 einschraubbar ist, welches an dem ersten Körper 2 angeordnet ist.
Das Haltegewinde 38 könnte unmittelbarer Bestandteil des
ersten Körpers 2 sein. Eine erheblich variablere Montage unter Vermeidung spanender Bearbeitungsvorgänge ist allerdings
möglich, wenn das Haltegewinde 38 wie beim Ausführungsbeispiel
an einem bezüglich des ersten Körpers 2 separat ausgebildeten, an diesem ersten Körper 2 jedoch in
Spannrichtung 25 verankerten Gegenstück ausgebildet ist, bei dem es sich wie abgebildet um einen der Nutensteine 13
handelt. Die Spannschraube 33 durchsetzt mit ihrem Schraubenschaft 36 das Positionierstück 27 und den Nuthals
6 und ist unter Herstellung der Schraubverbindung 26 in
eine mit dem Hai tegewinde 38 versehene Ausnehmung oder
Bohrung des im zugeordneten Verankerungsabschnitt 8 positionierten Nutensteins 13 eingeschraubt.
Eine am Schraubenkopf 34 vorgesehene Werkzeug-Angriffspartie
42, beispielsweise ein Innenmehrkant, ermöglicht
das Ansetzen eines Schraubwerkzeuges, um die Schraubverbindung anzuziehen. Im fest angezogenen Zustand wird das
Positionierstück 2 7 an der oberen Stirnfläche 35 vom
Schraubenkopf 34 axial in Spannrichtung 25 beaufschlagt und mit seiner Abstützfläche 32 fest gegen die Außenfläche
5 des ersten Körpers 2 gespannt und bezüglich diesem rechtwinkelig zur Spannrichtung 25 unverrückbar festgelegt.
Bei einer mit einer Verankerungsnut 6 zusammenwirkenden
Schraubverbindung 26 sind nur die beidseits des Nuthalses
7 liegenden Abschnitte der ringförmigen Abstützfläche 32
Wirksam. Die anderen Flächenabschnitte überbrücken lediglich
den Nuthals 7.
Bei loser Schraubverbindung 26, also in einem Zustand, bei
dem die Spannschraube 33 zwar noch immer' im Haltegewinde 38 verankert ist, die Spannung in Spannrichtung 25 jedoch
reduziert oder aufgehoben ist, ist das Positionierstück
weiterhin am ersten Körper 2 gehalten. Es ist jedoch in der Lage, quer zur Spannrichtung 25 in beliebiger Richtung
eine Justierbewegung relativ zum ersten Körper auszuführen, die durch Pfeile 43 angedeutet ist. Ist das Haltegewinde
38 spielfrei am ersten Körper 2 angeordnet, ergibt
sich der Spielraum für radiale Justierbewegungen 43 aus dem radialen Spiel "s" zwischen dem Posi tioni erstücic 27
und dem Schraubenschaft 36. Ist wie beim Ausführungsbeispiel
das Hai tegewinde 38 in einem mit Spiel in der
Verankerungsnut 6 untergebrachten Nutenstein 13 ausgebildet, kann der notwendige Bewegungsfreiraum für das
Positionierstück 27 auch oder alternativ durch die bei
gelöster Schraubverbindung vorhandene Beweglichkeit des
Nutensteins 13 gewährleistet werden.
Zu jeder Positioniereinrichtung 22 gehört weiterhin eine
an dem zweiten Körper 3 vorgesehene Steckaufnahme 44, deren Innenquerschnitt so auf den Außenquerschnitt des
zugeordneten Positionierstückes 27 abgestimmt ist, daß sie
spielfrei auf das Positionierstück 27 aufsteckbar ist.
Der mit den Steckaufnahmen 44 versehene zweite Körper 3
läßt sich bei zur Außenfläche 5 paralleler Ausrichtung der Montagefläche 15 in einer zur Montageebene 24 rechtwinkeligen
Richtung gemäß Pfeil 45 ansetzen, wobei die Steckaufnahmen 44 in einer Steckrichtung 46 koaxial auf das
jeweils zugeordnete Positionierstück 27 aufgesteckt
werden.
Durch die spielfreie Steckpassung zwischen den Steckaufnahmen 44 und den Positionierstücken 27 ist bei festge-
zogener Schraubverbindung 26 gewährleistet, daß die beiden
Körper 2, 3 parallel zur Montageebene 24 keine Relativbewegungen ausführen können. Durch die Mehrzahl von
Positioniereinrichtungen 22 sind sowohl relative Verschiebebewegungen
als auch relative Drehbewegungen zwischen den beiden Körpern 2, 3 ausgeschlossen.
Bei der erstmaligen Montage des zweiten Körpers 3 werden die Positionierstücke 27 vorab grob positioniert, die
Schraubverbindungen 26 bleiben jedoch zumindest teilweise noch leicht gelöst, so daß die Positionierstücke 27 zur
Ausführung der Justierbewegungen 43 quer zu der mit der Spannrichtung 25 zusammenfallenden Steckrichtung 46 in der
Lage sind. Dadurch ist gewährleistet, daß der zweite
Körper 3 problemlos an den ersten Körper 2 ansetzbar ist, wobei die Positionierstücke 27 in die Steckaufnahmen 44
einfädeln. Ist anschließend die gewünschte Ausrichtung zwischen den beiden Körpern 2, 3 eingestellt, werden die
Schraubverbindungen durch Betätigung der Spannschrauben
fest angezogen, so daß sich die Positionierstücke 27 nicht
mehr quer verlagern lassen. Das Betätigen der Spannschrauben 33 bei aufgestecktem zweiten Körper 3 ist beim
Ausführungsbeispiel dadurch gewährleistet, daß die Steckaufnahmen
44 von Durchgangslöchern des zweiten Körpers 3 gebildet sind, so daß die Werkzeug-Angriffspartien 42
jederzeit von der der Montagefläche 15 entgegengesetzten
Außenfläche 47 des zweiten Körpers 3 her zugänglich sind.
Die Justierung der Positionierstücke 27 ist besonders einfach,
weil sie unabhängig voneinander an dem ersten Körper 2 festlegbar sind.
Eine exakte Paßgenauigkeit, verbunden mit einer einfachen
Herstellung, ist vor allem dann gegeben, wenn die Positionierstücke 27 und die zugehörigen Steckaufnahmen im
Querschnitt betrachtet eine kantenlose Umfangskontur
haben. Hier bietet sich vor allem eine kreisförmige Konturierung an, wie sie aus Fig. 4, 8 und 10 gut ersichtlich
ist. Hier weisen die Positionierstücke 27 am radialen
Außenumfang eine bei aufgesteckter Steckaufnahme 44 an
deren Innenumfang anliegende zylindrische und vorzugsweise kreiszylindrische Positionierfläche 48 auf.
Die zylindrische Positionierfläche 48 erstreckt sich bei
den Ausführungsbeispielen der Fig. 7 bis 10 über die
gesamte axiale Länge des auf der Außenfläche 5 sitzenden Abschnittes des betreffenden Positionierstückes 27. Diese
Baulänge entspricht beim Ausführungsbeispiel der Fig. 7
und 8 der gesamten Baulänge des betreffenden Positionierstückes 27, 27'. Dieses ist als einfacher hohlzylindrischer
Körper ausgebildet, der bei angezogener Schraubverbindung 26 allein durch Kraftschluß an dem ersten
Körper 2 hait.
Demgegenüber verfügt das in Fig. 9 und 10 gezeigte Positionierstück
27, 27' an der im montierten Zustand dem es tragenden ersten Körper 2 zugewandten Unterseite über
einen Zentriervorsprung 52, der in eine Zentrierausnehmung 53 des betreffenden ersten Körpers 2 eingreifen kann,
welche beim Ausführungsbeispiel vom Nuthals 7 der Verankerungsnut
6 gebildet ist. Der Zentriervorsprung 52 unterteilt die Abstützfläche 32 in zwei Flächenabschnitte
32', 32'', die seitlich neben dem Nuthals 7 an der Außenfläche
5 zur Anlage gelangen, während der Zentriervorsprung 52 in den Nuthals 7 eintaucht. Dabei arbeiten die
beiden Seitenflächen 54 des Zentriervorsprungs 52 mit den
Flanken des Nuthalses 7 zusammen und bewirken dadurch eine gewisse Lagefixierung des Positionierstückes 27, 27'' quer
zur Längsrichtung der Verankerungsnut 6.
Die axiale Tiefe der Steckaufnahme 44 bzw. des sie bildenden Durchgangsloches ist zweckmäßigerweise so gewählt, daß
bei aneinander angesetzten Körpern 2, 3 sowohl das Positionierstück 27 als auch der sich an dieses anschließende
Schraubenkopf 34 vollständig versenkt in der Steckaufnahme 44 zu liegen kommen.
Die Positioniereinrichtungen 22 machen es möglich, den die
Steckaufnahmen 44 aufweisenden zweiten Körper 3 bei unverrückbarem
ersten Körper 2 festgelegten Positionierstücken 27 von diesen entgegen der Ansetzrichtung 45 abzuziehen
und bei Bedarf wieder aufzustecken. Da dies ohne Lösen der Schraubverbindungen 26 möglich ist, behalten die
Positionierstücke 27 ihre ursprünglich festgelegte Lage bei, und es ist im erneut aneinander angesetzten Zustand
der beiden Körper 2, 3 gewährleistet, daß sich deren
Relativposition nicht geändert hat. Es ist also ein stets
reproduzierbares Trennen und Zusammenfügen der beiden
Körper 2, 3 möglich. Dies ist von Vorteil, wenn wie vorliegend an dem einen Körper ein Handhabungsgerät angeordnet
ist, das über eine bestimmte Einstellung verfügt, die somit auch bei vorübergehendem Trennen der beiden Körper
2, 3 nicht neu justiert werden muß.
Das neuerliche Ansetzen des abgenommenen zweiten Körpers 3 wird erleichtert, wenn gemäß der in Fig. 3 und 4 gezeigten
Ausführungsform die vorhandenen Positionierstücke 27,
27' '' am Außenumfang eine sich zu dem dem ersten Körper 2 entgegengesetzten freien Ende hin verjüngende
Einführfläche 55 aufweisen. Die Einführfläche 55 ist
zweckmäßigerweise konisch nach Art eines Längenabschnittes eines Kegelmantels ausgeführt. Sie schließt sich an die
Positionierfläche 48 an, die sich über nur eine Teillänge
des Positionierstuckes 27, 27''' erstreckt und insbesondere
im Bereich der Unterseite des Positionierstückes 27, 27111
angeordnet ist. Beim Anstecken des zweiten Körpers 3 wird somit das Einführen des Positionierstückes 27, 2 7' ' ' in
die zugeordnete Steckaufnahme 44 erleichtert, wobei diese letztere sehr einfach auf die Positionierfläche 48 aufschiebbar
ist.
Durch eine geeignete Abschrägung oder Anfasung der endseitigen
Außenkante kann auch bei den Ausführungsbeispielen der Fig. 7 bis 10 der nachträgliche neuerliche
Aufsteckvorgang erleichtert werden.
Alle Ausführungsformen der Positionierstücke 27 können
entsprechend der in den Fig. 3 bis 6 gezeigten vorteilhaften Ausgestaltung im Bereich ihrer Unterseite über eine
Schneidenanordnung 56 verfugen, die beim Anziehen der
Schraubverbindung 26 in die Außenfläche 5 des das Positionierstück
27 tragenden ersten Körpers 2 eingedrückt wird. Dadurch ergibt sich zusätzlich oder alternativ zur
kraftschlüssigen Verbindung eine formschlüssige Verbindung,
die eine seitliche Abstützung quer zur Spannrichtung
25 bewirkt und somit zur Verschiebesicherung in
der Montageebene 24 beiträgt.
Beim Ausführungsbeispiel ist die Schneidenanordnung 56 von
einer in sich geschlossenen ringförmigen Schneide 57
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gebildet, die konzentrisch zur Längsachse 28 des Positionierstückes
27 an dessen Unterseite angeordnet ist und axial über die zugeordnete Stirnfläche des Positionierstückes
27 vorsteht. Diese Stirnfläche ist radial innerhalb der ringförmigen Schneide 57 als Abstützfläche 32
ausgeführt, wobei radial zwischen dieser Abstützfläche 32
und der Schneide 57 eine konzentrische umlaufende Axialvertiefung
58 vorgesehen ist. In der aus Fig. 6 hervorgehenden bevorzugten Ausgestaltung besitzt die ringförmige
Schneide 57 radial außen eine zylindrische Haltefläche 62 und radial innen eine sich zur umlaufenden Schneidenkante
63 hin konisch erweiternde Innenfläche 64. Im Schnitt gesehen verjüngt sich dadurch die Schneide 57 zu ihrem die
Schneidenkante 63 bildenden freien Ende hin.
Beim Anziehen der Schraubverbindung 26 wird auf das Positionierstück 27 in Richtung des es tragenden ersten
Körpers 2 eine Vorspannkraft 65 ausgeübt, die dazu führt, daß die Schneide 57 in das weichere Material des ersten
Körpers 2 eindringt. Das Positionierstück 27 besteht vorzugsweise
aus Stahl, insbesondere Edelstahl, während der erste Körper 2 beispielsweise aus Aluminiummaterial
besteht. Beim Eindrücken wird durch den mit Pfeilen 66 markierten Bereich der Innenfläche 64 die Fließgrenze des
Materials des ersten Körpers 2 überschritten, so daß das Material radial nach innen und gleichzeitig axial in die
Axial vertiefung 58 verdrängt wird. Durch die rechtwinkelig
zur Montageebene 24 verlaufende Haltefläche 62 wird auf diese vom Werkstoff des ersten Körpers 2 gemäß Pfeilen
eine seitliche Stützkraft ausgeübt, die das Positionierstück 27 quer zur Spannrichtung 28 in der durch Doppelpfeil
68 verdeutlichten Querrichtung mit Bezug zum ersten Körper 2 unverrückbar festhält. Dieser Halteeffekt ist
infolge der zylindrischen Gestalt der Haltefläche 62 von
der Eindringtiefe unabhängig, so daß auch dann eine sichere Fixierung gegeben ist, wenn die Vorspannkraft 65
durch sich setzendes Material im Laufe der Zeit geringfügig nachlassen solle.
Im übrigen ist die Eindringtiefe durch die schon erwähnte,
gegenüber der Schneidenkante 63 axial zurückgesetzte Abstützfläche
32 begrenzt, über die auf Grund ihres flächigen Kontaktes der größte Teil der der Vorspannkraft entgegenwirkenden
Abstützkraft aufgebracht wird, was durch Pfeile 72 verdeutlicht ist.
Die eingangs erwähnten Befestigungseinrichtungen 23 dienen
dazu, die aneinandergesetzten Körper 2, 3 in Ansetzrichtung 45 gegeneinanderzuspannen. Vorzugsweise ist jeder
Positioniereinrichtung 22 eine eigene Befestigungseinrichtung
23 zugeordnet, die gemäß Fig. 5 über eine Befestigungsschraube 73 und ein dieser zugeordnetes Befestigungs-
gewinde 74 verfügt.
Der zweite Körper 3 weist seitlich neben jeder Steckaufnahme 44 eine parallel zu dieser verlaufende Durchbrechung
75 auf, der bei aneinander montierten Körpern 2, 3 ein am ersten Körper 2 vorgesehenes Befestigungsgewinde 74 axial
gegenüberliegt. Die Befestigungsschraube 73 läßt sich von
der Außenfläche 47 her durch die Durchbrechung 75 hindurchführen und mit ihrem Gewindeschaft 76 in das Befestigungsgewinde
74 einschrauben, wobei ihr Schraubenkopf 77 den Körper 3 in Ansetzrichtung 45 beaufschlagt. Gemäß
Fig. 5 kann der Schraubenkopf 77 bei angezogener Befestigungsschraube 73 vollständig in einer Erweiterung der
Durchbrechung 75 aufgenommen sein. Durch Anziehen aller Befestigungsschrauben 73 lassen sich die beiden Körper 2,
3 mit gleichmäßiger Kraftverteilung gegeneinanderspannen.
Zwar könnte das Befestigungsgewinde 74 unmittelbar im
ersten Körper 2 ausgebildet sein. Bei der vorteilhafteren
Bauform des Ausführungsbeispiels befindet sich das Befestigungsgewinde
74 jedoch in einem in der Verankerungsnut 6 positionierten Nutenstein 13, und zwar vorzugsweise
im gleichen Nutenstein, der auch schon mit einem Haltegewinde
38 für eine Spannschraube 33 der benachbarten Positioniereinrichtung 22 ausgestattet ist. Letzteres hat
den Vorteil, daß die Durchbrechung 75 und das Befesti-
gungsgewinde 74 automatisch in einer axialen Flucht angeordnet
sind, wenn die beiden Körper 2, 3 unter Vermittlung der Positioniereinrichtungen 22 aneinandergesetzt
sind. Es liegt dadurch praktisch eine Nutensteinverbindung
vor, die gleichzeitig über die Positioniereinrichtung 22
eine sichere Lagefixierung der beiden Körper 2, 3 in der
Montageebene 24 gewährleistet. Dabei sind die jeweiligen
Haltefunktionen zwischen der Positioniereinrichtung 22 und
der Befestigungseinrichtung 23 aufgeteilt.
Um die beiden Körper 2, 3 wahlweise in unterschiedlichen
winkelmäßigen Ausrichtungen mit Bezug zur Achse der Ansetzrichtung
45 miteinander koppeln zu können, ohne die Lage der Positionierstücke 27 verändern zu müssen, sind
die Positioniereinrichtungen 22 zweckmäßigerweise in symmetrischer
Verteilung angeordnet. So hat die Positionierung in den Eckenbereichen eines Quadrates den Vorteil,
daß die Körper 2, 3 in vier sich um 90°-Schritte unterscheidenden
Relativpositionen aneinander ansetzen lassen.
Damit die Befestigungseinrichtung 23 dabei auch in den
beiden um 90° zueinander versetzten Positionen betriebsbereit ist, sind an dem zweiten Körper 3 weitere Durchbrechungen
75' für die Befestigungsschrauben 73 vorhanden, die bei der entsprechenden Ausrichtung der Körper 2, 3
anstelle der anderen Durchbrechungen 75 mit den Befestigungsgewinden
74 fluchten. Beim Ausführungsbeispiel sind
also im Umfangsbereich jeder Steckaufnähme 44 zwei um 90
versetzt zueinander angeordnete Durchbrechungen 75, 75' vorgesehen, die je nach winkelmäßiger Ausrichtung genutzt
werden.
Zusätzlich können bei Bedarf am zweiten Körper 3 noch weitere Bohrungen vorgesehen sein, die zu Befestigungszwecken
eingesetzt werden. Beim Ausführungsbeispiel verfugen
zudem beide Schenkel 16, 16' des zweiten Körpers 3 über eine identische Anordnung von Durchbrechungen.