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DE29702151U1 - Vorrichtung zur Begrenzung von Fadenballonen - Google Patents

Vorrichtung zur Begrenzung von Fadenballonen

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Publication number
DE29702151U1
DE29702151U1 DE29702151U DE29702151U DE29702151U1 DE 29702151 U1 DE29702151 U1 DE 29702151U1 DE 29702151 U DE29702151 U DE 29702151U DE 29702151 U DE29702151 U DE 29702151U DE 29702151 U1 DE29702151 U1 DE 29702151U1
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DE
Germany
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spool
balloon
balloon cloth
cloth
thread
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DE29702151U
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English (en)
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Moenus Textilmaschinen De GmbH
Original Assignee
Sucker Mueller Hacoba GmbH and Co
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Publication date
Application filed by Sucker Mueller Hacoba GmbH and Co filed Critical Sucker Mueller Hacoba GmbH and Co
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    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H57/00Guides for filamentary materials; Supports therefor
    • B65H57/22Guides for filamentary materials; Supports therefor adapted to prevent excessive ballooning of material
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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    • B65H59/04Adjusting or controlling tension in filamentary material, e.g. for preventing snarling; Applications of tension indicators by regulating delivery of material from supply package by devices acting on package or support
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    • B65H2701/00Handled material; Storage means
    • B65H2701/30Handled filamentary material
    • B65H2701/31Textiles threads or artificial strands of filaments

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  • Surgical Instruments (AREA)

Description

06.02.1997
Vorrichtung zur Begrenzung von Fadenballonen
15
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Begrenzung von Fadenballonen bei Überkopf erfolgendem Fadenabzug von Spulen, die insbesondere an Spulengattern reihenweise angeordnet sind, mit an einem Ballontuchhalter angebrachten Ballontuch, das an der Spule anliegt und gewichtsbelastet ist.
Wird ein Faden von einer Spule Überkopf abgezogen, so bildet sich insbesondere bei höherer Abzugsgeschwindigkeit ein Fadenballon. Der Fadenballon ist radial größer als der Spulenaußendurchmesser, so daß Kollisionsgefahr besteht, wenn in der Nähe der Spule beispielsweise Spulengestellteile oder weitere Spulen angeordnet sind, von denen ebenfalls Fadenab— zug erfolgt. Letzteres ist insbesondere bei Spulengattern der Fall, bei denen eine Vielzahl von Spulen reihen- und zeilenweise angeordnet sind. Die Spulen sind dicht benachbart angeordnet, damit die Abmessungen des Spulengatters klein gehalten werden können. Das ist von Bedeutung, weil Spulengatter wegen der Vielzahl der gleichzeitig aufzuwickelnden Fäden häufig erhebliche Längen aufweisen, so daß die Raumgröße bzw. Aufstellfläche entsprechend groß bemessen ist und sich entsprechender Bedienungsaufwand ergibt.
Um die horizontale Erstreckung von Spulengattern zu verringern, ist eine Vorrichtung mit den eingangs genannten
Merkmalen bekannt. An dem Ballontuchhalter sind zwei Tuchlappen vorhanden, die beidseitig an der Spule unter Gewichtsbelastung herunterhängen und dementsprechend seitlich an der Spule anliegen. Es erfolgt eine Ballonbegrenzung in den horizontalen Richtungen, nicht aber in den vertikalen Richtungen, so daß hier Ballone entstehen können. Es ergibt sich ein entsprechend unruhiger Fadenabzug mit schwankenden Fadenzugkräften, so daß die Abzugsgeschwindigkeit verringert werden muß und Fadenkringel nicht vermieden werden können. Von erhebliehern Nachteil ist des weiteren, daß der Faden bei einem Stop der .Wickelmaschine herunterfallen und Schlingen bilden kann. Das führt beim Anfahren der Wickelmaschine zu einem entsprechend großen Ballon bzw. zu Fadenverwirrung, wobei der Faden auch aus dem Bereich zwischen dem Spulenumfang und dem BaI-lontuch heraus gelangen kann. Die bekannte Vorrichtung ist daher nicht frei von entsprechender Fadenbruchgefahr.
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung mit den eingangs genannten Merkmalen so zu verbessern, daß die Gefahr einer Fadenballonbildung nicht nur in horizontaler Richtung verringert wird, sondern auch in vertikaler Richtung, und zwar mit einfacheren konstruktiven Mitteln. Außerdem sollen "Schlingen, die beim Anfahren und im Kriechgang zur Wirkung kommen könnten, sicher vermieden werden.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß das Ballontuch die Spule mit einem einzigen Tuchlappen um mehr als 270 Winkelgrad umschlingt.
Für die Erfindung ist von Bedeutung, daß die Ballonbegrenzung mit einem einzigen Tuchlappen erreicht wird. Der Werkstoffaufwand für das Ballontuch ist daher geringer, was insbesondere dann von Bedeutung ist, wenn Ballonbegrenzung bei einer Vielzahl von Spulstellen erforderlich ist, wie an Spulengattern. Außerdem wird je Ballontuch nur eine einzige Gewichtsbelastung benötigt, nämlich am Umschlingungsende des einzigen Tuchlappens. Vor allem ist jedoch von Bedeutung, daß die Vorrichtung praktisch ringsum vor Ballonbildung schützt.
Jedenfalls kann ein vertikal nach unten herabfallender Faden
bei Wickelmaschinenstillstand vermieden werden, denn es wird mehr als eine nur auf zwei einander horizontal gegenüberliegenden Seiten erfolgende Ballonbegrenzung erreicht. Der grossen Umschlingung der Spule entsprechend ergibt sich ein erheblich beruhigter Fadenablauf mit nur unwesentlich schwankenden Fadenzugkräften und keiner Kringelgefahr bei erhöhten Abzugsgeschwindigkeiten, so daß die Produktion entsprechend gesteigert werden kann.
Es ist vorteilhaft, wenn das Ballontuch die Spule jedenfalls am tiefsten Spulenpunkt umschlingt. Bei dieser Ausgestaltung wird im Falle des Wickelmaschinenstillstandes mit Sicherheit vermieden, daß ein Faden vertikal nach unten herabfallen kann.
Um die Vorrichtung zur Begrenzung von Fadenballonen zu optimieren, wird sie so ausgebildet, daß das Ballontuch die Spule um mehr als 360 Winkelgrad umschlingt. Dadurch wird eine komplette Umschlingung der Spule erreicht, so daß ein radialer Fadenaustritt keinesfalls zu befürchten ist. Der Materialaufwand und der Arbeitsaufwand zum Positionieren des Ballontuchs nach neu aufgesteckter Spule ist unwesentlich größer, als wenn das Ballontuch die Spule um etwas weniger als 360 Winkelgrad umschlingt.
Eine praktische und einfache Ausbildung der Vorrichtung ergibt sich, wenn das Ballontuch, vom Ballontuchhalter ausgehend, um die Spule unter Einschluß des Ballontuchhalters vollständig herum gelegt ist, bedarfsweise in Ballonlaufrichtung des Spulenfadens. Es kann dann erreicht werden, daß der Ballontuchhalter sehr dicht an der Spulenaußenfläche angeordnet ist, was eine entsprechende Fadenberuhigung durch Ballonbegrenzung zur Folge hat. Außerdem ist die Anordnung im wesentlichen unabhängig vom Durchmesser der Spule, weil das freie gewichtsbelastete Ende des Tuchlappens außen lose auf dem die Spule umschlingenden Ballontuch aufliegen und nachrutschen kann. Wenn das Ballontuch in Ballonlaufrichtung des Spulenfadens um die Spule gelegt ist, kann ein vergleichmäßigter Fadenabzug erreicht werden.
Um zu erreichen, daß eine Ballonbildung im Bereich des Ballontuchhalters trotz des zwischen diesem und dem Außenumfang der Spule vorhandenen Abstand praktisch vollständig unterbunden wird, kann die Vorrichtung so ausgebildet werden, daß der Ballontuchhalter über der Spulenachse dicht am Spulenaußenumfang angeordnet ist oder zumindest bei voller Spule an deren Außenumfang andrucklos aufliegt. Damit wird der Abstand zwischen dem Ballontuchhalter und dem Spulenaußendurchmesser minimiert, wie entsprechend auch die Ballonbildung.
Die Anordnung des Ballontuchhalters über der Spulenachse ist optimal, weil hier bei Wickelmaschinenstillstand kein Absinken eines Spulenfadens nach unten zu befürchten ist. Die Vergrößerung des Abstands zweier Spulen infolge des Vorhandenseins des Ballontuchhalters erfolgt in vertikaler Richtung.
Diese Erstreckung ist wegen der vergleichsweise geringen Anzahl übereinander angeordneter Spulen unkritisch. Eine Vergrößerung des Spulenabstandes in horizontaler Richtung wäre wegen der Vielzahl horizontal nebeneinander angeordneter Spulen unerwünscht. Es kann erreicht werden, daß der Ballontuchhalter andrucklos am Außenumfang der Spule aufliegt. Dabei wird der Abstand zwischen dem Ballontuchhalter und dem Außenumfang auf Null reduziert, so' daß hier keine Ballonbildung auftreten kann.
Die Vorrichtung kann so weitergebildet werden, daß das gewichtsbelastete Ende des Ballontuchs bei maximalem Spulendurchmesser in einer Ebene durch die Spulenachse von mindestens 30 Winkelgrad zur Vertikalen angeordnet ist. Infolgedessen ist das gewichtsbelastete Ende des Ballontuchs soweit vom höchsten Spulenpunkt seitlich entfernt, daß das gewichtsbelastete Ende von der Spule abgestützt ist und mit Sicherheit nach unten rutscht, wenn sich der Spulendurchmesser bei Überkopf abzug verringert. Dadurch wird eine dichte Umschlingung des Auße:numf angs der Spule gewährleistet, woraus minimaler Platzaufwand resultiert.
Es ist vorteilhaft, wenn' der Ballontuchhalter relativ zur Spulenachse verstellbar ist. Infolgedessen kann der Abstand zwischen dem Ballontuchhalter und der Spulenaußenfläche optimiert werden. Das gilt beispielsweise nach dem Aufstecken
einer neuen vollen Spule, deren Außendurchmesser kleiner ist, als der Außendurchmesser der zuvor abgewickelten Spule. Die Verstellbarkeit des Ballontuchhalters relativ zur Spulenachse ist insbesondere dann von Bedeutung, wenn die Ballonbildung 5 optimal verhindert werden soll, beispielsweise mit andrucklos am Außenumfang der Spule anliegendem Ballontuchhalter. In diesem Fall kann der Ballontuchhalter gewichtslos austariert werden, so daß der Ballontuchhalter mit dem Ballontuch direkt auf der Spule aufliegt und sich bei abnehmendem Spulendurchmesser automatisch nachstellt, und zwar individuell für jede Spule.
Eine weitere Optimierung der Vorrichtung wird dadurch erreicht, daß der Ballontuchhalter dem infolge Fadenabzugs abnehmenden Spulenaußendurchmesser entsprechend automatisch nachstellbar ist. Die automatische Nachstellung des Ballontuchhalters kann benutzt werden, um bei jedem Abwickelzustand der Spule zu erreichen, daß der Abstand zwischen deren Außenumfang und dem Ballontuchhalter so gering wie möglich ist.
Eine solche Nachstellung ist insbesondere dann empfehlenswert, wenn große Spulen abgewickelt werden, bei denen sich während des Abwickeis ein größerer Abstand zwischen der durch Abwickeln, reduzierten Außenumfangsflache der Spule und dem Ballontuchhalter einstellen könnte. Die Nachstellung kann automatisiert werden,. so daß eine dauernde manuelle Nachstellung vermieden wird.
Im Sinne der Automatisierung des Abwickelvorgangs von Spulengattern ist es vorteilhaft, die Vorrichtung zur Begrenzung von Fadenballonen so auszubilden, daß alle Ballontuchhalter eines Spulengatters gemeinsam verstellbar sind. Die gemeinsame Verstellbarkeit aller Ballontuchhalter erleichtert sowohl die Neueinstellung des Abstands des Ballontuchhalters von dem Spulenaußenumfang bei einer Neubestückung des Spulengatters, wie auch ein Nachstellen des Ballontuchhalters während des Abwickelvorgangs.
Die Vorrichtung kann so weitergebildet werden, daß das
Ballontuch und/oder zumindest dessen Kontaktfläche mit dem Spulenfaden einen Werkstoff mit in Bezug auf den Spulenfaden
niedrigem Reibungskoeffizienten aufweist. Um den niedrigen Reibungskoeffizienten zu erreichen, kann das Ballontuch fadenseitig glatt und reibungsarm präpariert werden. Das ist im Sinne geringer Fadenzugkräfte vorteilhaft, so daß die Vorrichtung zur Begrenzung von Fadenballonen auch bei zugkraftsensiblen Fäden angewendet werden kann. Außerdem wird erreicht, daß das Ballontuch bei abnehmendem Spulendurchmesser nachrutscht und damit die Spule durch das Tuch fest umschlungen bleibt und sich beim Fadenabzug keine Lagen von der Spüle abziehen lassen. Wenn das Ballontuch insgesamt reibungsarm ist, läßt sich besonders vorteilhaft erreichen, daß die Gewichtsbelastung wegen der Glätte des Ballontuchs leichter nachrutscht.
Eine konstruktiv vorteilhaft ausgebildete Vorrichtung besteht darin, daß der Ballontuchhalter eine sich über die Ballontuchbreite erstreckende Rundstange ist. Eine Rundstange als Ballontuchhalter kann aus Stangenmassenware hergestellt werden und ist dementsprechend preiswert. Sie genügt den Anforderungen an Stabilität und vermag das Ballontuch ordnungsgemäß glatt zu halten.
Die Vorrichtung kann auch so ausgebildet werden, daß das Ballontuch an seinem gewichtsbelasteten Ende eine metallene Rundstange als Gewichtsbelastung aufweist. Eine metallene Rundstange ist vergleichsweise schwer und hält das Ballontuch infolgedessen stets gut straff, so daß es eng am Außenumfang der Spule anliegt, was im Sinne einer Minimierung der Ballonbildung wünschenswert ist.
Die Erfindung wird anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels erläutert. Es zeigt:
Fig.l eine schematische Darstellung einer Vorrichtung
zur Begrenzung von Fadenballonen im Bezug auf
eine einzige Spulstelle zur Erläuterung der
Hauptbestandteile,
Fig.2 eine schematische Darstellung einer mit einer
Spule maximalen Durchmessers bestückten Spul-
stelle mit zur Ballonbegrenzung angeordnetem
Ballontuch, und
Fig.3 eine schematische Darstellung der Vorrichtung
ähnlich Fig.l, jedoch mit einem durch Fadenabzug
wesentlich reduziertem Außenumfang der Spule.
Fig.l zeigt eine Vorrichtung zur Begrenzung von Fadenballonen für eine einzige Spulstelle 18' eines im übrigen nicht dargestellten Spulengatters. Das Spulengatter bzw. seine Spulstellen sind in herkömmlicher Weise ausgebildet, so daß bezüglich der Spulstelle 18 lediglich ein Spulendorn 19 und ein Haken 20 dargestellt sind. Letzterer dient dazu, daß eine vertikal zur Darstellungsebene auf den Spulendorn 19 aufgesteckte Spule 10 nicht vom Dorn 19 herunter rutschen..
kann, weil sich die Spulenhülse 21 am Haken 20 abstützt. Oberhalb der Spulstelle 18, nämlich vertikal über dieser, ist ein Ballontuchhalter 11 angeordnet, beispielsweise eine sich parallel zum Dorn 19 erstreckende Stange. Mit dieser Stange wird das Ballontuch 12 gehalten, . &zgr;.&Bgr;. indem dessen eine Kante von zwei nicht näher dargestellten Hälften des Ballontuchhalters 11 eingeklemmt wird. Dabei können die Hälften des Ballontuchhalters 11 hohl ausgebildet sein, um eine entsprechende Materialersparnis zu erreichen. Die Steifigkeit eines solchen hohlen Ballontuchhalters 11 ist durchaus ausreichend. Im übrigen ist der Ballontuchhalter 11 an einem nicht dargestellten Maschinengestell gehalten, beispielsweise an einem Spulengattergestell. Infolgedessen befindet sich das gehaltene Ballontuch 12 in der in Fig.l dargestellten Stellung, in der es von dem Ballontuchhalter 11 vertikal nach unten hängt.
Es hat von dem Zentrum des Spulendorns 19 den Abstand &khgr; auf der einen Seite, entsprechend einem gleichgroßen Abstand x' auf der anderen Seite, bedingt durch die horizontale Erstrekkung des Ballontuchhalters 11. Am unteren Ende 12' des Ballontuchs 12, befindet sich eine Gewichtsbelastung 17 in Gestalt einer Rundstange aus Metall. Das Ballontuch 12 und die Gewichtsbelastung 17 werden in geeigneter Weise miteinader verbunden, beispielsweise durch Einklemmen des Endes 12 ' zwischen zwei miteinander verschraubten Hälften der Gewichtsbelastung 17. Deren Werkstoff ist vorzugsweise voll ausgebil-
det, damit das.Gewicht groß ist und der Durchmesser der Rundstange klein gehalten werden kann.
Sowohl der Ballontuchhalter 11 wie auch die Gewichtsbelastung 17 erstrecken sich senkrecht zur Darstellungsebene über die gesamte Länge des Ballontuchs 12, um dieses glatt bzw. faltenfrei zu halten.
Gemäß Fig. 2 wird die Spule 10 der Spulenstelle 19 des nicht dargestellten Spulengatters von dem Ballontuch 12 vollständig umschlungen. Die Länge des Ballontuchs 12 ist hierzu groß genug. Ausgehend vom Ballontuchhalter 11 wird das Ballontuch 12 im Uhrzeigersinn und in Fadenlaufrichtung um den Außenumfang der Spule 10 herumgeschlungen, und zwar unter Einschluß des Ballontuchhalters 11. Ist die Fadenlaufrichtung gegen den Uhrzeigersinn gerichtet, so erfolgt die Umschlingung mit dem Ballontuch auch gegen den Uhrzeigersinn. Das freie gewichtsbelastete Ende 12' des Ballontuchs 12 ist mit seiner Gewichtsbelastung 17 etwas unterhalb des Ballontuchhalters 11 angeordnet, also auf tieferem Niveau unterhalb des höchsten Punkts des Außenumfangs 14 der Spule 10. Infolgedessen hat die Gewichtsbelastung 17 die Tendenz, nach unten abzurutschen. Dadurch wird das Ballontuch 12 stets stramm um den Außenumfang der Spule 10 geschlungen gehalten. Die Tendenz zum Strammhalten des Ballontuchs 12 ist zumindest dann gegeben, wenn eine Ebene 15 durch die Spulenachse 13 bzw. die Spulstellenachse und durch die Gewichtsbelastung 17 mit der Vertikalen 16 einen Winkel von mindestens 30 Winkelgrad einschließt. Diese Anordnung bzw. Bemessung gilt für einen maximalen Spulendurchmesser, denn wenn sich dieser Spulendurchmesser verringert, führt das Abrutschen der Gewichtsbelastung 17 dazu, daß sich der Winkel zwischen dieser Ebene 15 und der Vertikalen 16 vergrößert.
Fig.2 zeigt die Anordnung des Ballontuchhalters 11 in der Nähe des Außenumfangs 14 der Spule 10 . Dieser. Abstand zwischen beiden wird so gering wie möglich gehalten. Dadurch wird erreicht, daß im Bereich des Ballontuchhalters 11 eine Ballonbildung praktisch ausgeschlossen bleibt. Eine ballonbedingte Störung des Fadenabzugs wird dadurch vermieden.
In Fig.3 ist dargestellt, daß sich der Spulendurchmesser der Spule 10 erheblich verringert hat, weil entsprechend große Fadenlängen abgezogen wurden. Infolgedessen ist der Verlauf der Fadenabschnitte zwischen dem Außendurchmesser der Spule 10 und dem Ballontuchhalter 11 wesentlich steiler und vor allem ist die Gewichtsbelastung 17 des Ballontuchs 12 vom Außenumfang der Spule 10 nach unten abgerutscht, so daß das Ballontuch 12 von der Gewichtsbelastung 17 bis zur Anlage des Ballontuchs 12 am Außenumfang der Spule 10 vertikal hängt. Es ergibt sich der aus der Zeichnung dargestellte erhebliche freie Bereich 22, der es gestattet, daß sich oberhalb der Spule eine geringe Ballonbildung einstellen kann. Um auch eine solche geringe Ballonbildung auszuschließen, kann der Ballontuchhalter 11 in der Höhe verstellt werden. Er wird beispielsweise aus der in Fig.3 in ausgezogenen Strichen dargestellten Stellung in die gestrichelt dargestellte Stellung 11' verstellt. Dabei liegt der Ballontuchhalter auf dem Aussenumfang 14 der Spule auf. Die Auflage ist infolge einer Austarierung drucklos und der Ballontuchhalter kann sich automatisch nachstellen, beispielsweise veranlaßt durch die Gewichtsbelastung 17. Die für diese Verstellung erforderlichen Mittel sind nicht dargestellt, weil sie in herkömmlicher konstruktiver Weise ausgebildet sind. Diese Mittel sind auch dazu geeignet, den Ballontuchhalter 11 in eine Stellung zu verstellen, die von derjenigen der Fig.2 abweicht, weil der maximale Spulendurchmesser größer oder kleiner ist. Mithin ist die Verstellbarkeit des Ballontuchhalters 11 so zu sehen, daß jegliche relative Verstellung zur Spulenachse bzw. zum Spulenaußenumfang 14 einstellbar ist. In jedem Fall kann dadurch eine Vergleichmäßigung des Fadenabzugs durch Verminderung der Ballonbildung erreicht werden. Dabei bleibt stets die Umschlingung der Spule um mindestens 270 Winkelgrad erhalten, vorzugsweise auch die in den Fig.2, 3 dargestellte Umschlingung der Spule 10 um mehr als 360 Winkelgrad. Die Verstellbarkeit des Ballontuchhalters 11 kann durch vertikales Verschieben oder durch Verschwenken erfolgen.
Fig.3 zeigt im Vergleich zu Fig.2, daß anstelle des flachen Ballontuchhalters 11 auch eine Rundstange eingesetzt
werden kann, nämlich eine Hohlstange, die in gleicher Weise der geordneten Führung des Ballontuchs 12 dient. Sie hat den Vorteil, daß sie weniger Materialaufwand erfordert und daß die von ihr zur Spulenaußenfläche verlaufenden Tuchabschnitte flacher liegen, also einen größeren Winkel einschließen. Infolgedessen ist die vom Tuch unbedeckte freie Außenfläche des Außenumfangs der vorzugsweise zylindrischen Spule 10 so gering wie möglich.
Die Vorteile des Ballontuches werden wie folgt zusammengefaßt :
1. Schlingenbildung wird vollständig vermieden, da der Faden einer Spule zwischen dieser Spule und dem Ballontuch nur auf einer vorbestimmten Bahn auf bzw. nahe dem Außenumfang 14 der Spule abgezogen werden kann.
2 . Es erfolgt eine vollständige Unterdrückung einer Ballonbildung durch die praktisch ringsum erfolgende Anlage des Ballontuches am Außenumfang 14 der Spule 10. Hieraus resultieren eine höhere mögliche Wickelgeschwindigkeit, eine Vermeidung einer Fadenzugkraftsteigerung vom großen zum kleinen Spulendurchmesser, weniger Fadenbrüche, geringere Geräuschbelastung und ein geringerer Abstand zwischen zwei horizontalen Spulstellen.

Claims (12)

06.02.1997 Ansprüche:
1. Vorrichtung zur Begrenzung von Fadenballonen bei überkopf erfolgendem Fadenabzug von Spulen (10), die insbesondere an Spulengattern reihenweise angeordnet sind,
mit an einem Ballontuchhalter (11) angebrachten Ballontuch (12), das an der Spule (10) anliegt und gewichtsbelastet ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Ballontuch (12) die Spule (10) mit einem einzigen Tuchlappen um mehr als 270 Winkelgrad umschlingt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet:,
daß das Ballontuch (12) die Spule (10) jedenfalls am tiefsten Spulenpunkt (10') umschlingt.
20
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Ballontuch (12) die Spule (10) um mehr als 360 Winkelgrad umschlingt.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Ballontuch (12), vom Ballontuchhalter (11) ausgehend, um die Spule (10) unter Einschluß des Ballontuchhalters (11) vollständig herum gelegt ist, bedarfsweise in Ballonlaufrichtung des Spulenfadens.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Ballontuchhalter (11) über der Spulenachse (13) dicht am Spulenaußenumfang (14) angeordnet ist oder zumindest bei voller Spule (10) an deren Außenumfang andrucklos aufliegt.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das gewichtsbelastete Ende (12') des Ballontuchs (12) bei maximalem Spulendurchmesser in
einer Ebene (15) durch die Spulenachse (13) von mindestens 30 Winkelgrad zur Vertikalen (16) angeordnet ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Ballontuchhalter (11) relativ zur Spulenachse (13) verstellbar ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß der Ballontuchhalter (11) dem infolge Fadenabzugs abnehmenden Spulenaußendurchmesser entsprechend automatisch nachstellbar ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß alle Ballontuchhalter (11) eines Spulengatters gemeinsam verstellbar sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Ballontuch (12) und/oder zumindest dessen Kontaktfläche mit dem Spulenfaden einen ' Werkstoff mit in Bezug auf den Spulenfaden niedrigem Reibungskoeffizienten aufweist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Ballontuchhalter (11) eine sich über die Ballontuchbreite erstreckende Rundstange ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Ballontuch (12) an seinem gewichtsbelasteten Ende (12') eine metallene Rundstange als Gewichtsbelastung (17) aufweist.
DE29702151U 1997-02-08 1997-02-08 Vorrichtung zur Begrenzung von Fadenballonen Expired - Lifetime DE29702151U1 (de)

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