DE29700681U1 - Dacheindeckung und Wärmedämmsystem für geneigte Dächer - Google Patents
Dacheindeckung und Wärmedämmsystem für geneigte DächerInfo
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
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Description
Rolf Sommer Mutter^tfsd'tei.^tri. 5 ..*6?125 Dannstadt
Beschreibung
Dacheindeckung und Wärmedämmsystem für geneigte Dächer
Dacheindeckung und Wärmedämmsystem für geneigte Dächer
Die bekannten Dacheindeckungen aus z. B. Dachziegeln, Betondachpfannen, Schiefer, Wellplatten aus Faserzement
usw. sind nur gegen ablaufendes Wasser ausreichend dicht
infolge Überlappung der einzelnen Elemente und der Verlegung in einem Gefälle. Im Bereich der Überlappungen
sind jedoch undichte Fugen existent, die mit Nachteilen verbunden sind.
Läuft Regenwasser infolge starkem Wind gegen das Dachgegefälle von Unten nach Oben, dringt Wasser durch die Fugen
in das Dach. Auf die gleiche Weise gelangt im Winter Flugschnee durch diese Fugen unter die Dacheindeckung.
Bei Schnee auf dem Dach, über beheizten Gebäuden, gefriert ablaufendes Tauwasser z. T. in dem kälteren Dachbereich
über der-Außenwand oder-diese-überstehenden Teil und bildet
Eisbarrieren,die zu einem Rückstau des ablaufenden Tauwassers führen. Dadurch dringt ebenfalls Wasser durch die Fugen
der Bedachungselemente in das Dach.
Durch diese Fugen gelangt infolge Wind auch Staub unter die Dacheindeckung, zu hohem Anteil aus organischen Partikeln
bestehend, was im Laufe der Zeit zu einer dicken Staubschicht führt, die leicht entzündbar ist= Trotz nichtbrennbarer Dacheindeckung
kommt es dadurch, bei z. B. Blitzschlag, leicht zu einem Hausbrand.
Wegen der geschilderten Feuchtigkeitsprobleme wurden sogenannte Unterspannbahnen üblich, auf denen eingedrungenes Wasser
unter dem Dach nach Außen ablaufen soll. Diese Unterspannbahnen verhindern jedoch nicht das Eindringen von Staub. Sie
erhöhen sogar die Brandgefahr, weil sie aus brennbaren Kunststoffolien bestehen. Haben diese Folien zu hohen Wasserdampfdiffusionswiderstand
kann es zu Kondensatbildung an deren Unterseite kommen und aufgrund dieses Vorganges zu Schäden
durch Feuchtigkeit.
-1-
Rolf Sommer Mutters'ifadter S*tr*."5 " 67125 Dannstadt
Aus diesen Gründen besteht Interesse an einer passer- und
staubdichten Dacheindeckung für geneigte Dächer. Deshalb wurde zunächst an Übertragung von Ausführungen gedacht, wie sie
für Flachdächer bekannt sind. Für derartige Dächer, auch für sehr gering geneigte Dächer, sind die eingangs erwähnten Bedachungsmaterialien
wegen ihrer Undichtigkeit ungeeignet. Verlegt wird deshalb, überwiegend auf Wärmedämmplatten, eine absolut
wasserdichte Dachhaut, z. B. aus Bitumenbahnen bestehend
4§ Alle bekannten Materialien zur Herstellung einer Flachdachhaut
haben jedoch den Nachteil der Brennbarkeit. Außerdem ist ihre Beständigkeit gegen ultraviolette Strahlung begrenzt und
es kommt im Laufe der Zeit zu Rißbildung infolge damit verbundener Versprödung.
Zum Schutz vor Funkenflug und dadurch Brand,sowie zum Schutz
vor ultravioletter Bestrahlung ist deshalb üblich, Flachdächer durch eine obere Lage aus Kies abzudecken. Der Kies wird
lose geschüttet und bleibt durch sein Eigengewicht in der Lage in der gebracht wurde. Auf schiefen Ebenen mit größerer
Neigung würde der Kies abrollen und deshalb besteht diese Möglichkeit bei geneigten Dächern, vor allem bei sogenannten
Steildächern, nicht.
Neben sicherer Abdichtung war ein Ziel der Erfindung jedoch Verbesserung des Brandschutzes, weshalb die von Flachdächern
bekannten Ausführungen, wegen der Brennbarkeit des Bedachungsmaterials,
ausgeschlossen wurden.
Als Dachabdichtung vorgesehen wurde deshalb eine mineralische Deckschicht mit hydraulischer Bindung, analog Putz-Mörtel-Beton,
die im Interesse der Vermeidung von Fugen einstückig direkt an der Baustelle hergestellt wird, indem sie in nassen
Zustand als breiförmige Masse auf das Dach aufgetragen wird und erst dort aushärtet.
Diese Vorgehensweise erford.ert zunächst einen geeigneten Untergrund
zur Aufbringung dieser Masse und dafür wurden Wärmedämmplatten vorgesehen, denn Dächer erfordern ohnehin eine
Wärmedämmung. Wegen dieser Zusammengehörigkeit von mineralischer Deckschicht mit hydraulischer Bindung und Wärmedämm-
-2-
Rolf Sommer Muttersuatltrer Sfr. ··· 67123 Dannstadt
platten erfolgte für die Erfindung auch die Bezeichnung, Dacheindeckung und Wärmedämmsystem■für geneigte Dächer.
Mit der mineralischen Deckschicht und den Wärmedämmplatten sind die Hauptbestandteile bereits grob definiert. Weitere
Details und die Vorteile werden anhand der beigefügten Zeichnung erläutert.
Damit wurde ein Schnitt durch einen Dachabschnitt dargestellt. Darin bedeuten "1" Holzsparren auf denen die Holzschalung "2"
befestigt ist. Auf der Holzschalung "2" ist eine Dampfsperre "3", z. B. aus Bitumenbahnen bestehend verlegt, die gleichzeitig
eine wasserdichte Lage ist. Auf der Sperrschicht "3" befinden sich die Wärmedämmplatten "4" die mechanisch mit der
Holzschalung "2" verbunden sind und / oder mit der Sperrschicht "3"""verklebt.
Die auf den Dämmplatten "4" befindliche Deckschicht "5" wurde im nassen breiförmigen Zustand auf die Dämmplatten "4" aufgebracht
und ihre Verbindung mit den Dämmplatten "4" erfolgt mit der Aushärtung des hydraulischen Bindemittels der Deckschicht
"5". Nach Aushärtung bildet die Deckschicht "5" eine aus einem Stück bestehende fugenlos^. Dacheindeckung.
Die Deckschicht "5" ist gegen Rißbildung und Bruchgefahr armiert, z. B. durch eingelagerte Fasern oder eingelegte Gewebe.
Mit den gestrichelt gezeichneten Linien "6" ist diese Armierung angedeutet. Diese Armierung "6" erfolgt vollflächig
durchgehend von Traufe zu Traufe d. h. auch über den First hinweg und sie trägt infolge hoher Zugfestigkeit mit dazu bei,
die Deckschicht "5" in ihrer Lage zu fixieren.
Die aus der Deckschicht "5" gebildete Dacheindeckung ähnelt einem Schirm der auf den Dämmplatten "4" schwimmend aufliegt
und der über dem First hängt.
Die Dämmplatten "4" bestehen vorzugsweise aus nichtbrennbaren Mineralfaserdämmplatten, deren Fasern mittels Kunstharz gebunden
sind und die durch Zusatz eines Hydrophobierungsmittels wasserabweisend sind.
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Rolf Sommer Mutterstadter Str. 5 67125 Dannstadt
Von Mineralfaserdämmplatten ist auch bekannt, daß sie form-
HQ stabil bei Temperaturwechsel sind, weil die Längenänderung
der Fasern, durch Wärmedehnung, infolge Elastizität der Fasern innerhalb des Gefüges der Platten ausgeglichen wird.
Die Längenänderung der Deckschicht "5" durch Wärmedehnung, führt deshalb auch nicht zu ihren Abriß von dem Dämmplatten
&Idigr; i,'&idiagr; "4", wenn diese aus Mineralfasern bestehen.
Vorteilhaft ist auch, daß Mineralfaserdämmplatten geringen Strömungswiderstand haben und deshalb gleichzeitig eine
Dampfdruckausgleichsschicht bilden.
Aus durchgehend hydrophobierten Mineralfaserdämmplatten läuft Wasser analog Drainageplatten auch gut ab, bei eventueller Undichtigkeit der Decksch.icht "5" oberhalb der Sperrschicht "3".
Aus durchgehend hydrophobierten Mineralfaserdämmplatten läuft Wasser analog Drainageplatten auch gut ab, bei eventueller Undichtigkeit der Decksch.icht "5" oberhalb der Sperrschicht "3".
Durch diesen Aufbau ist also auch sichergestellt, daß bei einen Schaden an der Deckschicht "5" kein Wasser durch das
Dach in das Gebäude eindringen kann.
Die im ausgehärteten Zustand wasserdichte Deckschicht "5" ist fugenlos, weshalb auch kein Staub eindringen kann. Deshalb
und weil sie nicht brennbar ist, stellt diese Deckschicht "5" zusammen mit den nichtbrennbaren Dämmplatten "4" einen wirksanieren
Brandschutz dar, als die eingangs erwähnten bekannten Bedachungsmaterialien.
Der Brandschutz dieses Daches kann jedoch noch weiter verbessert werden, wenn anstelle der Holzschalung "2" nicht brennbare
und ausreichend tragfähige Platten z. B. aus Leichtbeton, verwendet werden, die auf Mauerwerk und / oder Stahl- oder
Betonträger aufliegen und davon getragen werden. Durch Fugenlosigkeit und schwimmender Lage der Dacheindeckung
aus Deckschicht "5" auf den Dämmplatten "4" aus Mineralfasern,
wird außerdem sehr gute Schalldämmung erzielt und aus diesem Grund sind Dächer mit diesem Aufbau besonders für laute Gebiete
geeignet, z. B. für Gebäude in der Nähe von Flughäfen. Die armierte Deckschicht "5" besteht hauptsächlich aus mineralischen
Stoffen, die hydraulisch, z. B. mittels Zement oder
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Rolf Sommer Mutterstadter Str. 5 67125 Dannstadt
Kalk gebunden sind. Es ist die Zugabe von Farbstoffen möglich, wodurch optische Ansprüche erfüllbar sind. Durch entsprechende
Zuschlagstoffe kann iedoch auch wasserabweisende Eigenschaft erzeugt werden und / oder die Abbindezeit verkürzt
werden. Geeignete Rezepturen sind z. B. von Putzen für Gebäudefassaden bekanntund deshalb wird darauf nicht näher
eingegangen.
Die Aufbringung der Deckschicht "5" als breiförmige Masse
ermöglicht gute Anpassung bei erforderlichen Durchdringungen z. B. Schornsteine, aber auch strukturelle Oberflächengestaltung,
worin eine weitere Anpassungsmöglichkeit an optische Ansprüche besteht.
Es sind auch Spritztechniken bekannt, um z. B. glasfaserarmierte Betonschichten aus Zement herzustellen oder um Wände
zu verputzen. In Anwendung dieser Spritztechniken besteht deshalb auch eine rationelle Möglichkeit zur Herstellung der
Deckschicht "5". Vorteilhaft ist auch, daß durch vollflächige Auflage der Deckschicht "5" auf den Dämmplatten "4" eine
gleichmäßige Dachlastübertragung auf die Holzschalung "2" erfolgt.
Die herkömmlichen Bedachungsmaterialien erfordern bekanntlich Dachlatten zur Sicherung ihrer Lage, weshalb nur eine
Dunktförmige Lastübertragung und auch Befestigung, an den Kreuzungspunkten von Dachlatten und Dachsparren erfolgt.
Bei herkömmlicher sparrenoberseitiger Wärmedämmung mit den
Dachlatten über der Dämmschicht, bilden die Befestigungsmittel
aus Nägeln oder Schrauben ziehmlich lange Kragarme, von denen die Dachlast übertragen werden muß.
Diese ungünstige Situation wird bei der erfindungsgemäßen
Dacheindeckung mit Wärmedämmsystem vermieden, denn dafür sind gar keine Dachlatten erforderlich.
Keine Fugen im Dach bedeutet auch weniger Schäden bei stürmischen Wind, weil die gefähliche Abdeckung einzelner Dachelemente
und ihr Absturz nicht stattfinden kann.
-5-
Claims (6)
1.) Dacheindeckung und Wärmedämmsystem für geneigte Dächer, dadurch gekennzeichnet, daß sie von oben nach unten aus
folgenden Schichten besteht:
a.) wasserdichte, nicht brennbare und fugenlose Deckschicht
a.) wasserdichte, nicht brennbare und fugenlose Deckschicht
aus mineralischen Stoffen,
b.) Wärmedämmplatten
b.) Wärmedämmplatten
c.) Dampfsperre die gleichzeitig eine wasserdichte Lage ist. d.) Holzschalung auf Süarren oder eine andere tragfähiee
Unterlase. z. B. aus Leichtbeton.
ty
2.) Dacheindeckung und Wärmedämmsystem nach Anspruch 1, gekennzeichnet
durch eine obere Abdichtung gegen Wasser, Schnee und Staub aus einer nicht brennbaren armierten
Deckschicht ohne Fugen, die aus mineralischen Stoffen mit hydraulischer Bindung besteht.
3.) Dacheindeckung und Wärmedämmsvstem nach AnsDruch 1 und 2,
gekennzeichnet dadurch, daß die mineralische feste Deckschicht mit darunter angeordneten Dämmplatten verbunden
ist und der Verbund mit Aushärtung des hydraulischen Bindemittels der im nassen, breiförmigen Zustand aufgetragenen
Deckschicht hergestellt ist.
4.) Dacheindeckung und Wärmedämmsystem nach Anspruch 1-3, ,gekennzeichnet
dadurch, daß die eine Dacheindeckung bildende Deckschicht eine von Traufe zu Traufe also über den
First verlaufende zugfeste Armierung besitzt, durch die diese Deckschicht zusätzlich ^egen Abgleiten von der schrägen
Dachfläche gesichert ist.
5.) Dacheindeckung und Wärmedämmsystem nach Anspruch 1-4.gekennzeichnet
dadurch, daß die Wärmedämmplatten vorzugsweise aus Mineralfaserdämmplatten bestehen, die mittels
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Rolf Sommer Mutterstadter Str. 5 67125 Dannstadt
Kunstharz gebunden sind und infolge zugesetztem Hydrophobierungsmittel wasserabweisende Eigenschaft
haben.
6.) Dacheindeckung und Wärmedämmsystem nach Anspruch 1-5, gekennzeichnet dadurch, daß die eine Dacheindeckung
bildende Deckschicht nach ihrer Aushärtung aus einem Stück besteht.
-2-
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29700681U DE29700681U1 (de) | 1997-01-16 | 1997-01-16 | Dacheindeckung und Wärmedämmsystem für geneigte Dächer |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE29700681U DE29700681U1 (de) | 1997-01-16 | 1997-01-16 | Dacheindeckung und Wärmedämmsystem für geneigte Dächer |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29700681U1 true DE29700681U1 (de) | 1997-02-27 |
Family
ID=8034631
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE29700681U Expired - Lifetime DE29700681U1 (de) | 1997-01-16 | 1997-01-16 | Dacheindeckung und Wärmedämmsystem für geneigte Dächer |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29700681U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN105735573A (zh) * | 2016-02-24 | 2016-07-06 | 张日龙 | 一种隔热隔音木屋屋顶 |
-
1997
- 1997-01-16 DE DE29700681U patent/DE29700681U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN105735573A (zh) * | 2016-02-24 | 2016-07-06 | 张日龙 | 一种隔热隔音木屋屋顶 |
| CN105735573B (zh) * | 2016-02-24 | 2017-12-08 | 成都建工装饰装修有限公司 | 一种隔热隔音木屋屋顶 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| R086 | Non-binding declaration of licensing interest | ||
| R207 | Utility model specification |
Effective date: 19970410 |
|
| R120 | Application withdrawn or ip right abandoned |
Effective date: 19980909 |