DE29700627U1 - Vorrichtung zum Rotationsschneiden von bahnförmigem Material - Google Patents
Vorrichtung zum Rotationsschneiden von bahnförmigem MaterialInfo
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Description
Anmelder:
Klaus Wittmaier
Römerstr. 65
Römerstr. 65
71665 Vaihingen/Enz-Aurich
3962 081 S/eg 16.01.1997
WP 96/19
Titel: Vorrichtung zum Rotationsschneiden von bahnförmigem
Material
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Rotationsschneiden von bahnförmigem Material gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
Derartige Vorrichtungen weisen in der Regel eine Rotationsschneidwalze auf, die an ihrer Außenoberfläche
wenigstens eine Schneide trägt, mit welcher das bahnförmige Material geschnitten wird. Dieses bahnförmige Material
durchläuft dabei einen Spalt zwischen der Rotationsschneidwalze und einem Gegenwerkzeug. Die Zustellung
der Schneide in Richtung auf das Gegenwerkzeug erfolgt über Laufringe, die üblicherweise an der Rotationsschneidwalze
vorgesehen sind. Dabei kann die Schneide entweder geringfügig
über den Außenumfang dieser Laufringe vorstehen, bündig mit diesen abschließen oder geringfügig zurückversetzt sein. Dies
hängt jeweils vom zu schneidenden bahnförmigen Material ab.
Während des Schneidvorganges nutzen sich die Schneiden ab, so dass sich der Abstand der Schneidenspitzen zum Gegenwerkzeug
vergrößert. Dies führt zu einer Verschlechterung der
Schneidleistung. Aus dem Stand der Technik ist es nun bekannt, durch Erhöhung der Anpresskraft der Laufringe auf den
Gegenzylinder den Spalt wieder auf den gewünschten Wert einzustellen. Dies kann relativ einfach durchgeführt werden.
Es sind jedoch sehr hohe Kräfte erforderlich und die ganze Schneidvorrichtung wird aufgrund der Verformung stärker
erwärmt. Außerdem sind diesem Verfahren Grenzen gesetzt, da nicht beliebig weit zugestellt werden kann. Außerdem ist
dieses Verfahren sehr schmutzempfindlich.
Außerdem ist bekannt, konische Schmitzringe zu verwenden, um die Rotationsschneidwalze gegenüber dem Gegenwerkzeug axial zu
verschieben. Dieses Einstellungsverfahren ist relativ teuer und aufwendig und auch hier treten relativ große Erwärmungen
an den Berührungsstellen der Schmitzringe auf. Dieses Verfahren ist ebenfalls schmutzempfindlich und die Zustellung
ist begrenzt.
Weiterhin ist bekannt, das Gegenwerkzeug mit Laufringen zu
versehen, die eine kegelige Innenoberfläche aufweisen und auf
einem Kegel des Gegenwerkzeugs sitzen. Durch entsprechende Vorspannung dieser Laufringe kann deren Durchmesser verringert
werden. Auch hier ist der Montageaufwand sehr hoch und kostspielig. Ferner sind derartige Laufringe bruchempfindlich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art derart weiterzubilden, dass relativ
einfach der durch Abnutzung der Schneide sich verändernde Spalt nachgestellt werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des
kennzeichnenden Teils des Anspruchs 1 gelöst.
Durch das Abschleifen der Laufringe wird der Abstand der Rotationsschneidwalze gegenüber dem Gegenwerkzeug verringert
und dadurch die Schneide zugestellt. Dies ist relativ einfach möglich, indem das Schleifelement auf die Laufringe oder das
Gegenwerkzeug aufgesetzt wird und so lange Material abgetragen wird, bis der gewünschte Abstand zwischen Schneide und
Gegenwerkzeug bzw. der gewünschte enge Spalt wieder hergestellt ist.
Die erfindungsgemäße Schleifeinrichtung wird während des normalen Schneidprozesses und im Bedarfsfall eingesetzt. Die
Einrichtung kann mechanisch, pneumatisch und/oder hydraulisch aufgeschwenkt und/oder angedrückt werden. Die Schleifzeit kann
beliebig lange gewählt und ebenfalls eingestellt werden.
W ·
Ferner kann der Anpressdruck und damit die Abtragrate frei gewählt und eingestellt werden. Das Schleifelement der
Schleifeinrichtung kann auf den Laufring abgestimmt sein. Das Schleifelement oder die komplette Schleifeinrichtung kann
durch Federn und pneumatische Unterstützung während des Schleifvorganges quer zur Drehrichtung oszillierend bewegt
werden, so dass eine gleichmäßige Abtragung entsteht. Je nach Anforderung kann das Schleifelement breiter oder schmäler als
der Laufring sein. Es können vorgesetzte oder nachgesetzte Reinigungsrollen vorgesehen sein, die Staub und
Verschmutzungen aufnehmen. Die Reinigung kann auch durch feststehende Lippen oder Abstreifer erfolgen und es kann ein
Reinigungszusatz oder ein Schleifmittel zugeführt werden. Außerdem kann die Einrichtung je nach Bedarf mit oder gegen
die Drehrichtung des Laufrings aufgesetzt bzw. aufgeschwenkt
werden. Erfolgt der SchleifVorgang am Gegenzylinder, dann in der Regel in den Bereichen, an denen die Laufringe aufsitzen.
Aufgrund des Anschwenkmechanismuses ist die Einrichtung unabhängig von den Walzendurchmessern. Den Reinigungselementen
kann noch ein Abstreifer vor- oder nachgestellt werden, z.B. ein Klingenabstreifer. Das Schleifelement kann auch aus
mehreren unterschiedlichen Schleifmaterialien zusammengesetzt sein, z.B. ein Compound-Schleifelement bzw. Sandwich-Schleifelement.
Die Form des Scheifelements kann beliebig sein, z.B. flach, bogenförmig, konkav, konvex oder
prismenförmig. Falls während des Schleif- oder Poliervorganges unerwünscht Wärme am Laufring entsteht, kann an der
Schleifvorrichtung eine Druckluftdüse zur Laufringkühlung
angebracht sein. Falls es für das Schleifergebnis erforderlich ist, kann die Schleifeinrichtung zusätzlich zur Querbewegung
oder unabhängig davon in oder gegen die Laufrichtung des Laufringes bewegt werden. Außerdem kann die Andruckkraft
unterschiedlich stark eingestellt werden oder zusätzlich pulsierend aufgebracht werden.
Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und der nachfolgenden
Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnung Ausführungsbeispiele im Einzelnen dargestellt sind. Dabei
zeigen:
Figur 1 eine schematische Darstellung der erfindungsgemäßen
Schleifeinrichtung;
Figur 2 eine schematische Darstellung einer Oszillationseinrichtung für ein Schleifelement;
Figuren 3a
bis 3d unterschiedliche Formen der Schleifelemente.
In Figur 1 ist ein Laufring 1 eines Rotationsschneidzylinders und ein Gegenwerkzeug 2 dargestellt. Sowohl der Laufring 1 als
auch das Gegenwerkzeug 2 laufen in Richtung der Pfeile 3 und um. Auf der Oberseite des Laufrings 1 ist eine insgesamt mit
bezeichnete Schleifeinrichtung vorgesehen. Diese Schleifeinrichtung ist um ein Lager 6 in Richtung des
Doppelpfeils 7 schwenkbar gelagert. Außerdem wird die
Schleifeinrichtung 5 in Richtung des Pfeils 8 mit einer geeigneten Vorrichtung mit einer Druckkraft beaufschlagt und
auf diese Weise auf die Außenoberfläche des Laufrings 1 aufgedrückt. Dabei liegt ein Schleifelement 9, welches
auswechselbar in einem Gehäuse 10 der Schleifeinrichtung 5 vorgesehen ist, auf dem Schleifring 1 auf. Vor und hinter dem
Schleifelement 9 sind Reinigungsbollen 11 und 12 vorgesehen, die die Oberfläche des Laufrings 1 reinigen und ggf. benetzen.
In Figur 2 ist eine Oszillationsvorrichtung 13 dargestellt, mit der das Schleifelement 9 in Richtung der Achse 14 des
Laufrings 1 und somit in Richtung des Doppelpfeils 15 oszillierend bewegt wird. Dabei wird das Schleifelement 9 von
einem mechanischen, hydraulischen oder pneumatischen Antrieb 16, z.B. einem Zylinder o.dgl., angetrieben. Dabei greift am
Schleifelement 9 direkt eine Antriebstange 17 an, wohingegen sich das Schleifelement 9 auf der gegenüberliegenden Seite an
einer Feder 18 (Schraubendruckfeder) abstützt.
In den Figuren 3a bis 3d sind unterschiedliche Formen des Schleifelements 9 dargestellt. Die Figur 3a zeigt ein
Schleifelement 9 mit einer ebenen Schleiffläche, wobei das
Schleifelement 9 außerdem in Richtung des Doppelpfeils 19 oszillierend, d.h. in Drehrichtung (Pfeil 3) des Laufrings 1
und entgegen dieser Drehrichtung bewegbar ist. Die Figur 3b
zeigt ein Schleifelement 9 mit einer bogenförmig konvexen Schleiffläche und die Figur 3c zeigt ein Schleifelement 9 mit
einer bogenförmig konkaven Schleiffläche. Die Figur 3d zeigt ein Schleifelement 9 mit einer prismatischen (V-förmigen)
Schleiffläche.
Claims (17)
1. Vorrichtung zum Rotationsschneiden von bahnförmigem
Material mit einer Rotationsschneidwalze, welche an ihrer Außenoberlfache wenigstens eine Schneide trägt, und einem Gegenwerkzeug (2) wobei das bahnförmige Material zwischen dem Gegenwerkzeug (2) und der Rotationsschneidwalze
hindurchgeführt wird, wobei die Rotationsschneidwalze
wenigstens einen, insbesondere zwei Laufringe (1)
aufweist, die am Umfang des Gegenwerkzeugs (2) anliegen
und über die die Zustellung der Schneide zum
Gegenwerkzeug (2) bestimmbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Schleifeinrichtung (5) mit
wenigstens einem Schleifelement (9) vorgesehen ist, die
auf das bzw. die Laufringe {1) oder das Gegenwerkzeug (2) aufsetzbar und mit dem Material von den Laufringen (1)
oder vom Gegenwerkzeug (2) abtragbar ist.
Material mit einer Rotationsschneidwalze, welche an ihrer Außenoberlfache wenigstens eine Schneide trägt, und einem Gegenwerkzeug (2) wobei das bahnförmige Material zwischen dem Gegenwerkzeug (2) und der Rotationsschneidwalze
hindurchgeführt wird, wobei die Rotationsschneidwalze
wenigstens einen, insbesondere zwei Laufringe (1)
aufweist, die am Umfang des Gegenwerkzeugs (2) anliegen
und über die die Zustellung der Schneide zum
Gegenwerkzeug (2) bestimmbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Schleifeinrichtung (5) mit
wenigstens einem Schleifelement (9) vorgesehen ist, die
auf das bzw. die Laufringe {1) oder das Gegenwerkzeug (2) aufsetzbar und mit dem Material von den Laufringen (1)
oder vom Gegenwerkzeug (2) abtragbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schleifeinrichtung (5) auf das bzw. die Laufringe (1)
aufschwenkbar ist.
3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Schleifeinrichtung (5)
während des Schneidvorganges aufsetzbar ist.
dadurch gekennzeichnet, dass die Schleifeinrichtung (5)
während des Schneidvorganges aufsetzbar ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schleifeinrichtung (5)
im Bedarfsfall, insbesondere manuell oder automatisch, aufsetzbar ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schleifeinrichtung (5)
mechanisch, pneumatisch und/oder hydraulisch aufsetzbar und/oder andrückbar ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schleifdauer frei
wählbar und einstellbar ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Anspressdruck frei
wählbar ist und insbesondere pulsierend ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schleifelemente (9) auf
den Laufring (1) bzw. das Gegenwerkzeug (2) abgestimmt ist und insbesondere einen Sandwich-Aufbau aufweist.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schleifeinrichtung (5)
oder das Schleifelement (9) quer zur Drehrichtung des Werkstücks oszillierend bewegbar ist.
• m
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schleifelement (9)
breiter oder schmäler als der Laufring (1) ist.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schleifeinrichtung (5)
dem Schleifelement (9) vorgesetzte und/oder nachgesetzte
Abstreif- und/oder Reinigungselemente, insbesondere Rollen (11, 12) oder Klingen aufweist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungselemente die Schleifstelle befeuchten.
13. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schleifeinrichtung (5)
in oder gegen die Laufrichtung der Laufringe (1) oder des Gegenwerkzeugs (2) schwenkbar ist.
14. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schleifeinrichtung (5)
vom Durchmesser der Laufringe (1) oder des Gegenwerkzeugs (2) unabhängig ist.
15. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Form des Schleifelements
(9) eben, konvex, konkav oder prismenförmig ist.
16. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine die Schleifstelle
kühlende Kühlvorrichtung, z.B. eine Druckluftdüse
vorgesehen ist.
vorgesehen ist.
17. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schleifeinrichtung (5)
in oder gegen die Drehrichtung oszillierend bewegbar ist,
Priority Applications (7)
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