Die Erfindung bezieht sich auf eine Zigarettenpapierbüchelherstellungsmaschine
der dem Oberbegriff des Anspruchs 1 entsprechenden Art.
Ein Zigarettenpapierbüchel umfaßt beispielsweise fünfzig oder hundert Zigarettenpapierblättchen zum Selbstdrehen
von Zigaretten. Die Zigarettenpapierblättchen sind entsprechend der Gestalt der Zigarette länglich rechteckig
und um ihre Längsmittellinie V-förmig zusammengefaltet. Benachbarte Zigarettenpapierblättchen sind mit den offenen
Seiten ineinander gesteckt, so daß die Faltkanten aufeinanderfolgender Zigarettenpapierblättchen eines Päckchens
abwechselnd auf der einen und der anderen Längsseite des Päckchens liegen. Das fertige Päckchen wird mit einem
kleinen Umkarton umgeben, der die geordnete Entnahme eines Zigarettenpapierblättchens nach dem anderen gestattet,
ohne daß sich der Zusammenhalt des Päckchens auflöst.
Aus DE-OS 42 01 256 ist eine gattungsgemäße Zigarettenpapierbüchelherstellungsmaschine
bekannt. Von den Papierrollen, deren Zahl der Zahl der in dem Büchel enthal-0
tenen Zigarettenpapierblättchen entspricht, werden Papier-
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bänder abgewickelt, um ihre Längsmittellinie gefaltet, wechselweise ineinandergefügt und zu einem flachen Strang
zusammengedrückt, von welchem die einzelnen Päckchen in Zigarettenlänge abgeschnitten werden, die dann mit der
Umverpackung versehen werden.
Das Papierband läuft, von der Papierrolle kommend,
über ein Umlenkrollenpaar und von dort nach unten in die Formeinrichtung. Das Umlenkrollenpaar sorgt dafür, daß der
von dort nach unten laufende Strang des Papierbandes immer die gleiche Orientierung hat, mag auch die Richtung des
den Umlenkrollenpaar zulaufenden Papierbandes sich ändern. Die Formeinrichtung umfaßt eine horizontale Formplatte
mit einem etwa U-förmigen durchgehenden Schlitz, durch den das Papierband hindurchgleitet und vorgewölbt wird. Im
Anschluß daran lauft das vorgewölbte Papierband über eine Umlenkrolle mit horizontaler zu den Achsen des Umlenkrollenpaars
senkrechter Achse, d. h. die Schenkel des gewölbten Papierbandes werden auf der letztgenannten Umlenkrolle
aufeinander gelegt. Gleichzeitig wird das so gebildete 0 Doppelband in die Horizontale umgelenkt und dabei mit dem
schon gebildeten Strang aus V-förmig gefalteten Doppelbändern vereinigt.
Die in der Formeinrichtung vorgebildete Doppelung wird also auf der Umlenkrolle zu einer Faltung um die
Längsmittellinie des Papierbandes vollendet.
Wenn die Weiterverarbeitung des aus den einzelnen Papierbändern gebildeten Stranges störungsfrei vonstatten
gehen soll, müssen die einzelnen Doppelbänder untereinander im Querschnitt möglichst gleich sein. Es ist zwar
nicht unbedingt notwendig, daß die Faltung exakt längs der Längsmittellinie erfolgt, wenn dies auch die bei weitem
bevorzugte Ausführungsform ist. Es dürfen aber jedenfalls
die einzelnen Doppelbänder, die den fertigen Strang und am Ende die einzelnen Zigarettenpapierpäckchen ergeben, voneinander
im Querschnitt nicht abweichen, da sonst beim Schneiden und der Weiterverarbeitung der Päckchen Schwierigkeiten
eintreten.
Bei der bekannten Ausführüngsform ist diese Gleichmäßigkeit
nicht gewährleistet. Das Papierband hat die Tendenz, auf dem jeweiligen Umlenkrollenpaar seitlich etwas
zu verlaufen, was dazu führt, daß das Papierband in der Formeinrichtung mehr zur einen oder zur anderen Seite
hingedrängt wird, wodurch die Lage der FaItlinie sich ändert. Dadurch entstehen ungleichmäßige Doppelbänder,
deren Schenkel, im Querschnitt gesehen, ungleich lang sind.
Dementsprechend sind natürlich auch die Zigarettenpapierblättchen in dem fertigen Büchel ungleichmäßig und ist
das Büchel von minderer Qualität. Besonders aber ist wesentlich, daß die Ungleichmäßigkeiten beim Ineinanderfalten
der Papierbänder, beim Schneiden, beim Fördern von der Schneidstation zur Verpackungseinrichtung und beim Verpacken
selbst Störungen hervorrufen können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, derartige Störungen zu vermeiden.
Diese Aufgabe wird durch die in Anspruch 1 wiedergegebene Erfindung gelöst.
Es wurde gefunden, daß ein Ausstreifer der beschriebenen Art, der das Papierband in seiner Längsrichtung
bricht und der mit seiner Kante an der Papierbahn entlang einer Geraden anliegt, so daß die Papierbahn an der Kante
5 ganz eben gemacht wird, dazu führt, daß die Tendenz zum seitlichen Verlaufen auf dem Umlenkrollenpaar und zum
entsprechend einseitigen Einlaufen in die Formeinrichtung praktisch verschwunden ist.
Wesentlich für die Wirkung scheint die Schärfe der Kante zu sein, die sich natürlich über längere Betriebszeiten
erhalten muß. Dieses Erfordernis ist schwer zu erfüllen, weil das Papierband mineralische Bestandteile
aufweist, die eine erhebliche abrasive Wirkung besitzen. Eine metallische Kante würde also von dem Papierband in
kurzer Zeit rundgeschliffen.
Aus diesem Grund ist gemäß einer wichtigen Ausgestaltung der Erfindung die scharfe Kante an einem Keramikkör-
per ausgebildet (Anspruch 2), der insbesondere eine rechteckige Keramikplatte (Anspruch 3) sein kann, die in einer
im Querschnitt U-förmigen Halterung eingeklemmt sein kann (Anspruch 4).
Gemäß Anspruch 5 können die die Kante bildenden Flächen des Ausstreifers mit dem benachbarten Bandabschnitt
Winkel zwischen 30° und 60° einnehmen, d. h. die scharfe Kante soll mit gewissen Abweichungen von höchstens etwa
15° symmetrisch zu dem Band angeordnet sein. Die durch die scharfe Kante bewirkte, das Papierband in seiner Längsrichtung
brechende Winkeländerung des Bandes an der Kante
können gemäß Anspruch 6 15° bis 30° betragen.
Ein wichtiges Merkmal ist Gegenstand des Anspruchs 7, nämlich die Kombination des die scharfe Kante aufweisenden
Ausstreifers mit dem nachgeschalteten Umlenkrollenpaar.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
dargestellt.
Fig. 1 zeigt eine perspektivische Gesamtansicht einer Zigarettenpapierbüchelherstellungsmaschine;
0 Fig. 2 zeigt das Prinzip der wechselseitigen Ineinanderfügung der längsgefalteten Papierbänder;
Fig. 3 zeigt eine perspektivische Ansicht eines fertigen
Zigarettenpapierbüchels;
Fig. 4 zeigt eine perspektivische Ansicht des den Ausstreifer beinhaltenden Bereichs der Zigarettenpapierbüchelherstellungsmaschine
in vergrößertem Maßstab;
Fig. 5 zeigt eine Seitenansicht der Anordnung mit dem Keramikkörper und dem Umlenkwalzenpaar.
Die in Fig. 1 als Ganzes mit 100 bezeichnete Zigarettenpapierbüchelherstellungsmaschine
umfaßt eine Bank 10, d.h. ein im wesentlichen gerades längliches Gestell, auf welchem eine der Zahl der Zigarettenpapierblattchen in
einem Büchel entsprechende Zahl von Papierrollen 1 um zur Längsrichtung der Bank 10 parallele Achsen drehbar gelagert
sind. Die Papierrollen 1 bestehen jeweils aus einem Papierband 2 einer der Breite des Zigarettenpapierblättchens
entsprechenden Breite. Die Papierrollen 1 sind auf
nt· · ·
der Bank 10 auf geeigneten Lagerständern auf zwei Achsen angeordnet, die horizontal in geringem Abstand nebeneinander
liegen. Die erste, dritte, fünfte usw. Papierrolle 1' läuft auf einer Achse, die gemäß Fig. 1 auf der linken
Seite liegt, die zweite, vierte, sechste usw. Papierrolle 1" auf einer etwas nach rechts versetzten Achse. Der Grund
hierfür liegt darin, daß aufeinanderfolgende Zigarettenpapierblättchen
in umgekehrter Anordnung zusammengefügt sind (Fig.2), und die Faltung deshalb ebenfalls entgegengesetzt
erfolgt, woraus sich aus konstruktiven Gründen die Notwendigkeit der versetzten Anordnung ergibt.
Die Bank 10 trägt außer den Papierrollen 1 noch die zu jeder Papierrolle 1 gehörenden, als Ganzes mit 20 bezeichneten
Strangbildungsstationen zum Längsfalten, Umlenken und Ineinanderfügen der längsgefalteten Papierbänder
2 zu einem horizontal längs der Bank 10 verlaufenden Strang 30.
Den Strangbildungsstationen 20 ist für jede einzelne Papierrolle 1 eine dieser benachbarte, in Höhe ihres
oberen Bereiches gelegene Umlenkrolle 3 vorgeschaltet, über die das Papierband 2 von der Unterseite der zugehörigen
Papierrolle 1 geführt ist und von der das Papierband nach unten verläuft. Es passiert dann jeweils einen Ausstreifer
40, der den präzisen Lauf des Papierbandes 2 unter Einhaltung einer vorbestimmten seitlichen Lage verbessert,
und gelangt dann in eine als Ganzes mit 5 bezeichnete Falteinrichtung, in der das nach dem Ausstreifer
40 vertikal laufende Papierband 2 zuerst gewölbt und dann unter Umlenken um 90° gefaltet wird, worauf es in die
oberste Lage des bereits gebildeten Stranges der Papierbänder in einer anhand von Fig. 2 noch zu erläuternden
Weise seitlich eingefügt wird.
Der fertige Strang 30, in welchem alle fünfzig oder hundert längsgefalteten Papierbänder 2 vereinigt sind und
der einen flach-rechteckigen Querschnitt mit horizontalen Flachseiten hat, verläuft gemäß Fig. 1 horizontal und wird
von einem in der Antriebsstation 6 angeordneten kontinu-
ierlich mit konstanter Geschwindigkeit angetriebenen Doppelband 7,7, welches an den beiden Flachseiten des Stranges
30 anliegt, gemäß Fig. 1 von rechts nach links aus der Bank 10 herausgezogen und kontinuierlich über eine
Pufferstation 8 der Schneidstation 9 zugeführt, in der bei stehendem Strang 30 von diesem der Länge einer Zigarette
entsprechende Abschnitte abgeteilt werden, die Päckchen 11 lose gemäß Fig. 2 ineinandergefügter Zigarettenpapierblättchen
bilden. Die Pufferstation 8 dient dazu, die während des Stillstandes beim Schnitt von der Antriebsstation
6 nachgeförderte Länge des Stranges 30 vorübergehend aufzunehmen.
Die gebildeten Päckchen 11 werden nach dem Schnitt quer zur Strangrichtung weggefördert· Sie liegen dabei mit
ihren Flachseiten aneinander an und bilden einen neuen breiteren, dem Päckchengrundriß im Querschnitt entsprechenden
Strang 50, der über eine Förderschiene 12 einer nicht wiedergegebenen Verpackungseinrichtung zugeleitet
wird, die ihn mit der als Entnahmeverpackung ausgebildeten 0 Umverpackung versieht.
In Fig. 2 ist das Prinzip der Strang- und Päckchenbildung dargestellt. Das oberste Papierband 2 ist um seine
Längsmittellinie 41 längsgefaltet und ist somit im Querschnitt V-förmig mit den Schenkeln 42,43. Das "V" ist
gemäß Fig. 2 nach links offen. Das darunter liegende Papierband 2' hat seine Längsmittellinie 41' gemäß Fig. 2
auf der linken Seite und ist ebenfalls im Querschnitt V-förmig mit den Schenkeln 42',43'. Das "V" ist nach rechts
offen. Das obere Papierband 2 wird mit seinem unteren Schenkel 43 seitlich zwischen die offenen Schenkel 42',43'
des unteren Papierbandes 2' eingeführt. Insgesamt greifen die aufeinanderfolgenden Papierbänder 2,2' wechselseitig
ineinander. Die Darstellung in Fig. 2 läßt erkennen, daß beim Vorgang der Zusammenfügung nur die beiden oberen
Papierbänder 2,2' V-förmig aufgespreizt sind, daß aber die schon zusammengefügten unteren Papierbänder schon flachgedrückt
sind und einen Teilstrang von flach-rechteckigem
Querschnitt bilden. Nachdem der sich unter wechselseitigem
Zusammenführen der einzelnen Papierbänder 2 bildende Strang bei seinem Weg durch die Strangbildungsstationen 2 0
gemäß Fig. 1 von rechts nach links - wobei in jeder Strangbildungsstation 20 ein gefaltetes Papierband hinzugefügt
wird - die letzten Strangbildungsstation 20 verlassen hat und der fertige Strang 30 gebildet ist, liegen
alle Papierbänder 2 mit ihren Schenkeln dicht aneinander an, wie es im unteren Bereich der Fig. 2 angedeutet ist.
Der fertige Strang 30 aus allen fünfzig oder hundert Papierbänder 2 hat ebenfalls einen flach-rechteckigen Querschnitt.
Das in Fig. 3 als Ganzes mit 60 bezeichnete Büchel nimmt eines der in Fig.l angedeuteten Päckchen 11 von
Zigarettenpapierblättchen auf und besteht aus einem flachen Umkarton 51 mit einer vorderen Flachseite 52, einer
rückwärtigen Flachseite 53, zwei längeren Seitenflächen 54 und zwei kürzeren Seitenflächen 55. Die vordere Flachseite
52 besitzt einen über die Länge des Bücheis 60 durchgehenden Schlitz 56, aus welchem jeweils ein Zigarettenpapierblättchen
57 herausschaut. Beim Herausziehen dieses Zigarettnpapierblättchens 57 kommt das nächste Zigarettenpapierblättchen
zum Vorschein. Die Hauptmenge ist jedoch von dem Umkarton ständig umschlossen. Um eine einer längeren
Rechteckseite entsprechende Achse 58 an der rückwärtigen Flachseite 3 ist ein Verschlußdeckel schwenkbar, dessen
einer Rand eine Abwinklung 54', die der schmalen Seitenfläche 54 entspricht, aufweist und der im übrigen die
vordere Flachseite 52 überdeckt. Im Lieferzustand ist der Verschlußdeckel 59 in geeigneter Weise mit dem Umkarton
verbunden, d.h. geschlossen.
Wenn ein Papierband 2 abreißt oder mit Fehlern in die zugehörige Strangbildungsstation 20 einläuft, kann die
Ausbildung des Stranges 30 gestört werden. Auch können Probleme in der Schneidstation 9 und in der nachgeschalteten
Verpackungseinrichtung auftreten. Deshalb ist an jeder Strangbildungsstation 20 der oberen Umlenkrolle 3 unmit-
telbar nachgeschaltet eine nicht dargestellte Überwachungseinrichtung
vorgesehen, die beim Feststellen eines Fehlers den Antrieb 7,7, d.h. die ganze Zigarettenpapierbüchelherstellungsmaschine
100, stillsetzt, bevor der Fehler in die betreffende Strangbildungsstation 20 einlaufen
kann.
Gemäß den Fig. 4 und 5 ist an den Lagerständern der Bank 10 für die Rollen 1 unterhalb derselben an der Stelle
jeder Papierrolle 1 etwas seitlich versetzt ein stabförmiger Träger 16 befestigt, der sich im wesentlichen horizontal
nach vorn erstreckt und seitlich Wellenzapfen 17, 18 zur Lagerung der das Umlenkrollenpaar 34 bildenden Umlenkrollen
14,15 trägt. Die Umlenkrollen 14,15 haben etwa gleichen Durchmesser und sind etwa in gleicher Höhe in
einem horizontalen Abstand von etwa 10 cm angeordnet.
Mit dem Träger 16 ist an dessen gemäß Fig. 4 vorderen Ende eine schräg nach oben weisende Halterung 19 für eine
im Grundriß rechteckige, quaderförmige Keramikplatte 25 vorgesehen, die mit einer quer zu dem Band 2 sich er-0
streckenden scharfen geraden Kante 2 6 gegen das Band 2 vorsteht. Die Halterung 19 ist gegen das Papierband 2 hin
U-fömig gestaltet und nimmt die Keramikplatte 25 über Zwischenlager oder einen Zwischenkörper 19' im Inneren des
"U" auf. Das Band 2 bildet einen ersten gradlinigen Abschnitt 21 bis zu der scharfen Kante 26, einen demgegenüber
eine Winkeländerung 27 aufweisenden zweiten geraden Abschnitt 22, und umschlingt dann die Unterseite der vorderen
Umlenkrolle 15, bildet einen weiteren geraden Abschnitt 2 3 von der Unterseite dieser Umlenkrolle 15 bis
zur Oberseite der Umlenkrolle 14 und verläuft dann in einem Abschnitt 24 nach unten in die Formplatte 31 der
jeweiligen Falteinrichtung 5 (Fig. 4 ) hinein.
Die Formplatte 31 besitzt einen halbkreisförmigen oder U-förmigen oder parabelförmigen durchgehenden
Schlitz, durch den das Papierband 2 hindurchgeleitet wird und eine Wölbung bzw. einen U-förmigen Querschnitt erhält.
Unterhalb der Formplatte 1 wird durch eine nicht darge-
stellte Uinlenkrolle das gewölbte Papierband horizontal
umgelenkt, wodurch sich die Schenkel des U-förmig gewölbten Papierbandes einander annähern und eine Faltung des
Papierbandes 2 um eine Längsmittellinie entsteht.
Da die nach der Faltung entstandenen Doppelbänder in der aus Fig. 2 ersichtlichen Weise wechselseitig ineinander
gefügt werden müssen, ist die im Querschnitt U-förmige Wölbung des Papierbandes bei dem in Fig. 4 rechten
Papierband 2 nach hinten offen, bei dem links benachbarten Papierband nach vorn offen.
Die dem Umlenkrollenpaar 34 vorgeschaltete Keramikplatte 25 bildet mit der scharfen Kante 2 6 den als Ganzes
mit 40 bezeichneten Ausstreifer, der die Papierbahn 2 in Längsrichtung bricht und sie in Querrichtung flach ausbreitet
und glättet, so daß sie einwandfrei und ohne seitlichen Versatz über die beiden Umlenkrollen 14,15 läuft.
Die Keramikplatte 25 ist in dem Ausführuhgsbeispiel so angeordnet,
daß ihre dem einlaufenden Band 2 entgegengerichtete Stirnseite 25' mit dem Bandabschnitt 21 in einem
Winkel 28 von etwa 50° und mit der der scharfen Kante 26 benachbarten Flachseite 25" mit dem Bandabschnitt 22 einem
Winkel 29 von etwa 30° bildet. Der Winkel zwischen den Bandabschnitten 21 und 22, d. h. der an der scharfen Kante
2 6 auftretende Winkeländerung 27 des Papierbandes 2 beträgt dementsprechend 10°.
Die Keramikplatte 25 besteht aus einer sehr harten, dichten und feinkörnigen Keramikmasse wie sie beispielsweise
auch für Schneidelemente in der spanabhebenden Bearbeitung eingesetzt wird. Die scharfe Kante 26 bleibt um
ein Vielfaches länger scharf als es bei einer metallischen Platte der Fall wäre. Wenn die Kante 2 6 nach langer Betriebsdauer
dennoch rund zu werden beginnt, kann die keramische Platte 25 wegen ihrer rechteckigen Ausbildung gewendet
und mit einer anderer ihrer Kanten weiter eingesetzt werden. Durch das Vorhandensein des Austreifers 40
mit der scharfen Kante 2 6 wird im Zusammenwirken mit den Umlenkrollen 14,15 dafür gesorgt, daß das Papierband 2 wie
bei einem Breithalter seitlich ausgestreift und ganz eben und glatt wird. Dadurch wird erreicht, daß das Papierband
2 jegliche Tendenz zu seitlichen Verlagerungen auf den Uinlenkrollen 14,15 verliert und immer mittig in die Formplatten
31 einläuft, damit die Faltung tatsächlich immer um die Längsmittellinie und nicht seitlich versetzt erfolgt.