DE29700460U1 - Abfüllanlage für Lebensmittel - Google Patents
Abfüllanlage für LebensmittelInfo
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Description
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13. Januar 1997 Buhmann Systeme B 24900 Gbm Al/Le/He
Die Erfindung betrifft eine Abfüllanlage für Lebensmittel, welche insbesondere
eine flüssige oder pastöse Konsistenz besitzen und in Behälter abgefüllt
werden.
Abfüllanlagen weisen üblicherweise einen Drehteller auf, welcher zu befüllende
Behälter aufnimmt und in getakteter Weise den verschiedenen Stationen einer Abfüllanlage zugeführt wird. Derartige Stationen schließen eine Behälterzufuhreinrichtung,
eine Behälteranhebevorrichtung, eine aus Befüllungseinheit und Abschneider bestehende Dosierstation, eine Deckelzuführstation, eine
Siegelstation und eine Behälterabschiebestation auf. Der Drehteller besitzt bei derartigen bekannten Anlagen einen mittig angeordneten Antrieb. Die Antriebsenergie
wird über eine den eigentlichen Drehteller tragende Stützsäule dem Drehteller zugeführt. Die verschiedenen Stationen benötigen entsprechende
Energiezufuhr über Pneumatikleitungen, elektrische Leitungen o.a. Da die
, Stationen über dem Drehteller anzuordnen sind, sind für deren Antrieb bzw. deren Energie- bzw. Arbeitsmedienversorgung zahlreiche Versorgungsleitungen
mit entsprechenden Anschlüssen vorzusehen. Da sich die Versorgungsleitungen und die Anschlüsse bei einer derartigen Konstruktion im Bereich der
Zufuhr der Lebensmittel befinden, welcher aus hygienischen Gründen häufig und gründlich gereinigt werden muß, weist dieser Reinigungsvorgang zahlreiche
schwer zugängliche und deshalb schwierig zu reinigende Ecken- und Kantenbereiche auf und ist daher zeit- und arbeitsaufwendig..
Betreiber von derartigen Abfüllanlagen sind häufig vor die Aufgabe gestellt,
nach einer entsprechenden Reinigung eine Neueinstellung der gesamten Abfüllanlage vorzunehmen, da dies mit einer Umstellung auf ein Lebensmittel
geänderter Konsistenz verbunden ist. Darüber hinaus ist die Umstellung auf ein anderes abzufüllendes Produkt auch mit geänderten Behälterabmessungen
und geänderten Behältermaterialien verbunden. Vor allem auch die genannte Dosierstation erfordert eine produktspezifische Einstellung.
Demzufolge sind mechanische bzw. pneumatische Antriebe für die Aggregate der einzelnen Stationen häufig nicht nur neu einzustellen, sondern durch
&iacgr;&ogr; geänderte, auf die produktspezifischen Eigenschaften neu abgestimmte Antriebe
zu ersetzen.
Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Abfüllanlage zu
schaffen, mittels welcher eine hohe Flexibilität im Hinblick auf die Anpassung an produktspezifisch geänderte Eigenschaften der abzufüllenden
Lebensmittel insbesondere bei der Dosierstation möglich sind.
Diese Aufgabe wird durch eine Abfüllanlage mit den Merkmalen gemäß
Anspruch 1 gelöst.
Zweckmäßige Weiterbildungen sind in den abhängigen Ansprüchen definiert.
Gemäß der Erfindung weist die insbesondere für flüssige und pastöse Substanzen
verwendete Abfüllanlage einen Drehteller auf, welcher der Aufnahme von zu befüllenden Behältern dient. Insbesondere kann der Drehteller auch
so ausgebildet sein, daß Glasbehälter aufgenommen werden. Der Drehteller ist als Drehteller ausgebildet und wird so angetrieben, daß die zu befüllenden
Behälter den verschiedenen Stationen zuführbar sind. Die erfindungsgemäße Abfüllanlage weist eine Dosierstation auf, deren Abschneider einen
Servoantrieb aufweist. Durch den Servoantrieb für den Abschneider ist es
möglich, den Abschneider produktspezifisch auf die jeweilige Konsistenz der
abzufüllenden Substanzen bzw. Lebensmittel optimal einzustellen. Zum einen muß der mittels des Servoantriebes optimal gesteuerte Abschneider gewährleisten,
daß die Dosierung mit gewünschter Genauigkeit umgesetzt werden kann, so daß nahezu gleiche Mengen des abzufüllenden Lebensmittels in die
Behälter abgefüllt wird. Zum anderen dient der Servoantrieb dazu, das Abschneiden der Zufuhr des abzufüllenden Lebensmittels produktspezifisch so
vorzunehmen, daß ein Überschwappen des abzufüllenden Lebensmittels vermieden wird und außerdem eine im wesentlichen gleichmäßige Verteilung
&iacgr;&ogr; des Lebensmittels im Behälter gefördert wird.
Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung weist die
Abfüllanlage jeweils einen Servoantrieb für die Befüllungseinheit der Dosierstation,
für den Drehteller, für eine Behälteranhebevorrichtung und für eine Abschiebestation auf. Gemäß einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel
sind Servoantriebe ebenfalls für die Siegelstation und die Deckelaufsetzstation,
welche häufig als Stülpdeckelstation ausgebildet ist, vorgesehen.
Indem für im wesentlichen sämtliche Antriebe der Aggregate der Stationen
der Abfüllanlage einschließlich des Drehtellers Servoantriebe eingesetzt werden, wird ein Gesamtservokonzept realisiert, welches eine optimale
Abstimmung der gesamten Abfüllanlage auf ein geändertes abzufüllendes Produkt ermöglicht, ohne daß maschinenseitige Änderungen bzw. Austausche
von Baugruppen bzw. Antriebsaggregaten erforderlich sind. Durch diese hohe Flexibilität des Einsatzes der erfindungsgemäßen Abfüllanlage können beim
Betreiber derartiger Anlagen erhebliche Kostenvorteile dahingehend erzielt werden, daß die Gesamtanzahl einzusetzender Maschinen und damit der
erforderliche Investitionsaufwand erheblich reduziert werden können. Darüber hinaus bietet der Einsatz von Servoantrieben für die jeweiligen Aggregate
der entsprechenden Stationen der Abfüllanlage deutliche Vorteile im Hinblick
auf die Vermeidung von Anschlüssen, Anschlußkupplungen, störenden Versorgungsleitungen
im Bereich des häufig zu reinigenden Drehtellers, in welchem ein direkter Kontakt bestimmter Bauteile mit den abzufüllenden
Lebensmitteln gegeben ist. Außerdem sind die entsprechenden Baugruppen im wesentlichen kantenfrei mit sanften Übergängen ausgebildet, so daß der Zeit-
und Kostenaufwand für durchzuführende Reinigungen erheblich gesenkt werden kann.
Gemäß nach einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel weisen sowohl
&iacgr;&ogr; die Siegelstation als auch bzw. oder die Stülpdeckelstation jeweils eine erste
und eine zweite Führung zu deren Höhenverstellung auf, wobei die erste Führung außerhalb des Umfanges des Drehtellers angeordnet und die zweite
Führung durch den ausgesparten Mittelbereich des Drehtellers geführt ist. Durch die beidseitige Führung der Siegelstation und/oder der Stülpdeckelstation
ist eine höhere Genauigkeit bei der Auflage der Siegeldeckel bzw. beim Aufsetzen der Stülpdeckel bzw. auch anderer Deckel auf die gefüllten
Behälter möglich. Diese erhöhte Genauigkeit ist gleichermaßen mit einer Erhöhung der Arbeitsgeschwindigkeit der gesamten Abfüllanlage verbunden.
Eine derartige doppelseitige Führung der Siegelstation und/oder der Stülpdeckelstation
wird dadurch ermöglicht, daß der Drehteller an seinem Außenumfang einen Antrieb aufweist, so daß dessen Mitte ausgespart bleiben kann
und dieser ausgesparte Mittelbereich daher den erforderlichen Raum zum Anbringen einer in der Drehtellermitte angeordneten Führung ermöglicht.
Durch den Einsatz von Servoantrieben für die einzelnen Antriebsaggregate
der jeweiligen Stationen der Abfüllanlage ist es gemäß einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiei möglich, die Antriebe der jeweiligen Stationen
mittels einer Steuereinrichtung produktspezifisch zu steuern bzw. bei
Umstellung eines abzufüllenden Produktes Änderungen der Taktzeiten sowie der Abstimmungen der einzelnen Stationen aufeinander im Sinne einer
optimalen Abfüllung in Abhängigkeit von Eigenschaften des abzufüllenden
Produktes optimal vorzunehmen.
Um eine optimale Dosierung des abzufüllenden Produktes erzielen zu können,
besteht die an sich bekannte Dosierstation aus der Befüllungseinheit und dem Abschneider. Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel sind die
Servoantriebe der Befüllungseinheit und des Abschneiders synchron zueinander steuerbar. Durch diese synchrone Abstimmung der Steuerung der
Befüllungseinheit, welche vorzugsweise als ein Dosierkolben ausgebildet ist, &iacgr;&ogr; und des Abschneiders, welcher vorzugsweise als ein Drehküken ausgebildet
ist, kann die durch den Dosierkolben geförderte Menge an abzufüllendem Produkt zum produktspezifisch vorgebbaren optimalen Zeitpunkt abgeschnitten
werden, wodurch ein optimales Füllen der Behälter ermöglicht wird, ohne daß das abzufüllende Produkt über den Behälterrand schwappt und ohne daß
das abzufüllende Produkt sehr ungleichmäßig im Behälter verbleibt, was ein nachfolgendes Verschließen der Behälter erschweren würde. Vorzugsweise ist
die Steuereinrichtung für die jeweiligen Servoantriebe ein herkömmlicher PC, mittels welchem eine produktspezifische Änderung der Software zur Steuerung
der jeweiligen Servoantriebe ermöglicht ist.
Vorzugsweise sind im wesentlichen sämtliche Versorgungsleitungen für die
jeweiligen Stationen unterhalb des Drehtellers angeordnet. Dadurch werden schwierig zu reinigende Kanten und Anschlußstücke bzw. Versorgungsleitungen
im Bereich, welcher relativ häufig zu reinigen ist, vermieden.
Gemäß einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung sind
am Umfang des Drehtellers in dessen Randbereich in definierten Abständen Zapfen vorgesehen, welche zum Eingriff mit einem entsprechenden Antriebsritzel
des Servoantriebs zum Antrieb des Drehtellers dienen. Durch einen derartigen am Umfang des Drehteller angeordneten Antrieb, welcher eben-
falls in Form eines Zahnrades/Zahnriemens bzw. Zahnkranzes realisierbar ist,
kann die Form des Drehtellers variieren und ist demzufolge nicht auf eine kreisrunde Form beschränkt. Die Form des Drehtellers kann somit an
Maschinenaufstellbedingungen sowie Abfüllbedingungen angepaßt werden.
Bevorzugt ist jedoch eine kreisförmige Form des Drehtellers, bei welchem
zumindest einige der Behälter radial nebeneinander auf Kreisbahnen angeordnet sind, damit beim Durchgang durch eine jeweilige Station der Abfüllanlage
mehrere Behälter gleichzeitig mit der entsprechenden Funktion der &iacgr;&ogr; jeweiligen Station beaufschlagt werden können.
Vorzugsweise ist der Abschneider als Drehabschneider in Form eines Drehkükens
ausgebildet, schieberähnliche ebene Abschneider sind jedoch gleichermaßen möglich. Gemäß einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel ist
die Befüllungseinheit der Dosierstation als Dosierkolben ausgebildet, dessen effektiver Hub im Hinblick auf eine vorgebbare zu dosierende Menge unter
Berücksichtigung von produktspezifischen Eigenschaften variierbar ist, was besonders einfach mittels des Servoantriebs für den Dosierkolben durchführbar
ist.
Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden
Erfindung werden nun an Hand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen detailliert erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine prinzipielle Darstellung des Antriebs für die Befüllungseinheit
der Dosierstation;
Fig. 2 eine prinzipielle Darstellung des Antriebs der auf die Dosierstation
abgestimmten Behälteranhebevorrichtung;
Fig. 3 die Siegeldeckel- bzw. Stülpdeckelzufuhrstation;
Fig. 4 eine Siegelstation;
Fig. 5 eine Behälterabschiebestation für gefüllte Behälter;
&iacgr;&ogr; Fig. 6 die prinzipielle Anordnung des Außenantriebs für den Drehteller;
Fig. 7 einen Servoantrieb für den Abschneider der Dosierstation; und
Fig. 8 einen prinzipiellen Aufbau einer mit Drehküken versehenen Dosiereinrichtung.
Fig. 1 stellt in prinzipieller Darstellung den Grundaufbau des Antriebs einer
Dosierstation einer Abfüllanlage dar. In einer aus einer Grundplatte 1, einer Tischplatte 2 und Seitenwänden bestehenden, im wesentlichen abgeschlossenen
Maschinenfundamentkammer, der Abfüllanlage ist ein Servoantrieb 5 für die Grundplatte · 1 angeordnet. Über der Tischplatte 2 ist ein Drehteller 3 vorbei
zur Aufnahme zu befüllender Behälter angeordnet. Über diesem Drehteller 3 ist eine Dosierstation vorgesehen, welche in einem Gehäuse 4 untergebracht
ist. Von dem Antrieb 5 ist ein Gestänge bzw. eine Antriebswelle 6 zu der Befüllungseinheit, welche in Form eines Dosierkolbens 37 (siehe Fig.
8) vorgesehen, welcher die Tischplatte durchdringt und seitlich am Drehteller 3 vorbei zur Dosierstation geführt ist. Mittels eines nicht dargestellten PC,
welche als Steuereinrichtung dient, ist es möglich, den effektiven Hub des Dosierkolbens in Feinabstimmung produktspezifisch und mengenspezifisch mit
hoher Genauigkeit einzustellen. Die vom Drehteller 3 aufgenommenen
Behälter (nicht dargestellt in Fig. 1) werden dem Drehteller 3 über eine
ebenfalls nicht dargestellte Zufuhreinrichtung so zugeführt, daß die Behälter
in im Drehteller 3 vorgesehene Öffnungen eingesetzt werden, um durch den getakteten Antrieb des Drehtellers 3 der Dosierstation zur Befüllung der
Behälter zugeführt zu werden.
An den Durchdringungen der Antriebswellen 6 für die Dosierkolben 37 der
im Gehäuse 4 der Dosierstation untergebrachten Dosierkolben 37 sind abgerundete Aufsatzflansche angeordnet, welche aus Reinigungsgründen
&iacgr;&ogr; scharfe Kanten vermeiden, so daß sich Reste des abzufüllenden Produktes
nicht ohne weiteres festsetzen können.
In Fig. 2 ist die prinzipielle Anordnung der Becheranhebevorrichtung der
Abfüllanlage dargestellt, welche mit der Dosierstation zusammenwirkt. In der an der unteren Seite durch die Grundplatte 1 und an der oberen Seite durch
die Tischplatte 2 begrenzten Maschinenfundamentkammer ist ein Servoantrieb 8 für eine Behälteranhebevorrichtung angeordnet. Die Antriebsenergie des
Servomotors 8 wird über ein Gestänge durch die Tischplatte 2 hindurchgeführt, über welcher eine Stößelgruppe angeordnet ist, welche entsprechend
der Zufuhr des Servomotorantriebs 8 synchron anhebbar bzw. absenkbar ist. Die Stößel -1 sind dabei in einem Abstand zueinander angeordnet, welcher
dem Abstand der Behälter in den Ausnehmungen bzw. den Behälterzellen 9 für die Behälter 10 entspricht. Über dem Drehteller 3 ist die in dem
Dosierbehäuse 4 untergebrachte Dosierstation angeordnet. In dem Dosiergehäuse
4 befindet sich der eigentliche Dosierkolben 37 (nicht dargestellt),
wobei das Gehäuse direkt mit einem Abschneider 11 verbunden ist. Über dem Dosiergehäuse 4 befindet sich ein Trichter 12 zur Aufnahme des
abzufüllenden Produktes. Der nicht dargestellte Dosierkolben 37 fördert somit aus dem Trichter 12 über den Abschneider 11 das abzufüllende Produkt in
den Behälter 10. Zu Beginn des Abfüllvorganges wird durch die Behälteran-
hebevorrichtung die Stößelgruppe ,7 angehoben, so daß die Behälter 10 aus
ihren Behälterzellen in Richtung auf die jeweiligen Abschneider 11 der Dosierstation angehoben werden. Dieses Anheben der Behälter 10 zu Beginn
des Abfüllvorganges vermeidet einerseits ein Heraus schwappen bzw. Herausspritzen
des abzufüllenden Produktes und sichert des weiteren ein gleichmäßigeres Verteilen des Produktes in dem zu füllenden Behälter. Gegen Ende
des Abfüllvorganges werden die Behälter mittels Betätigung der Stößelgruppe 7 über den Servoantrieb 8 der Behälteranhebevorrichtung sanft in Abstimmung
auf die gegen Ende des Abfüllvorganges abnehmende zugeführte
&iacgr;&ogr; Produktmenge abgesenkt, bis die Behälter 10 wieder in den jeweiligen
Behälterzellen 9 des Drehtellers 3 gehalten sind.
In Fig. 3 ist die prozeßmäßig nach der Behälteranhebestation gemäß Fig. 2
folgende Station dargestellt. Bei dieser Station handelt es sich um die Siegeldeckel- bzw. Stülpdeckelzufuhrstation. Diese Station ist über der
Tischplatte 2 mittels einer außerhalb des Außenumfanges des Drehtellers 3
angeordneten ersten Führung 13 und einer im ausgesparten Mittelbereich des Drehtellers 3 vorgesehenen zweiten Führung 14 über dem Drehteller 3 an
einem Balken angeordnet, welcher von der ersten Führung 13 zur zweiten Führung 14 reicht und an welchem Saugerplatten 16 angeordnet sind, deren
Anzahl der Anzahl der Behälter 10 entspricht und deren Abstand den Abstand der Behälterzellen 9 in Fig. 3 entspricht. Die Führungen 13 und 14
stellen Saugrohre 15 dar, welche durch Führungselemente unter die Tischplatte 2 geführt sind, wobei die Saugrohre durch diese Führungselemente auf
der Tischplatte 2 geführt abgestützt sind. Im Bereich unterhalb der Tischplatte 2 sind die Saugrohre mittels eines Verbindungsbalkens 17 untereinander
verbunden. Über diese Saugrohre wird eine Pneumatikversorgung der Saugplatten 16 realisiert. Die beidseitige Führung der Siegeldeckel-AStülpdekkelzufuhrstation
bietet eine exakte und genaue Abstimmung der Saugplatten 16 bezüglich der im Drehteller 3 gehaltenen Behälter 10, so daß ein zuver-
- IO -
lässiges Verschließen der Behälter ohne Randversatz der vorzugsweise verwendeten
Abdeckfolie 19 ermöglicht ist. Die Abdeckfolien 19 sind in Vorratsbehältern 18 oberhalb der jeweiligen Saugerplatten 16 angeordnet, und
werden entsprechend der Taktung des Drehtellers 3 den Vorratsbehältern 18 entnommen und mittels der Saugerplatten 16 auf die jeweiligen Behälter 10
aufgelegt. Es ist jedoch auch möglich, daß auf eine Abdeckfolie verzichtet wird, und lediglich ein Stülpdeckel zum Verschließen der Behälter verwendet
wird. In einem derartigen Fall sind entsprechende Stülpdeckel in den Vorratsbehältern
18 vorgesehen und werden mittels der Saugerplatten 16 auf die
&iacgr;&ogr; Behälter aufgesetzt, wobei die Behälter mit den Stülpdeckeln verschlossen
werden.
Häufig werden jedoch neben den Siegeldeckeln auch Stülpdeckel verwendet.
In einem derartigen Fall wird gemäß Fig. 4 der Drehteller 3 einer weiteren
is Station, der Siegelstation, zugeführt. Der auf die Behälter aufgelegte Siegeldeckel
bzw. die Siegelfolie wird in diesem Arbeitsgang mittels an der Vorrichtung der Siegelstation angeordneter Siegelköpfe 24 durch Anwendung
von Druck und/oder Hitze fest mit dem oberen Rand des Behälters verbunden. Das zuverlässige Versiegeln der Behälter mittels der Siegelfolie
erfordert, daß die Siegelköpfe 24 oberhalb der Behälter 10, welche in den jeweiligen Behälterzellen 9 des Drehteüers 3 liegen, angeordnet sind. Die
Siegelköpfe 24 müssenauf die Behälteroberseiten entsprechend absenkbar
ausgeführt sein. Aus diesem Grunde weist die Siegelstation ebenfalls eine doppelseitige Führung auf, welche aus einer ersten Führungsstütze 20 besteht,
welche außerhalb des Außenumfangs des Drehteüers 3 entlanggeführt ist, und einer zweiten Führungsstütze 21 besteht, welche durch den ausgesparten
Mittelbereich des Drehtellers 3 geführt ist. Diese Führungsstützen erstrecken sich durch auf der Tischplatte 2 aufsitzende Führungselemente 22
bzw. 23 in den unteren Bereich unterhalb der Tischplatte 2, wo sie mittels eines Verbindungsbalkens 26 untereinander verbunden sind. Der dadurch
gebildete Führungsrahmen ermöglicht es dem Verbindungsbalken 26, die für
den Antrieb der Siegelköpfe 24 bzw. der Siegelstation erforderlichen Antriebs-Siegelzylinder
25 unterzubringen. Diese Siegelzylinder können mittels eines Versorgungsmediums oder auf mechanischem Wege bzw. auch über
Servoantriebe ein Absenken bzw. Anheben der Siegelköpfe durch Verändern des Abstandes des Verbindungsbalkens 26 bezüglich der Tischplatte 2 realisieren.
Nachdem die Abdeckfolie 19 mittels der Siegelköpfe 24 auf den jeweiligen Behältern versiegelt worden ist, wird der Drehteller 3 erneut der
Stülpdeckelvorrichtung zugeführt, in welcher die Stülpdeckel über die Abdeckfolie
auf den Behälter aufgedrückt werden.
Anschließend wird der Drehteller 3 in einem weiteren Taktschritt erneut der
Behälteranhebevorrichtung zugeführt bzw. einer weiteren Behälteranhebevorrichtung
zugeführt, welche ebenfalls Stößel 7 aufweist, welche in einer Gruppenanordnung dem Abstand und der Anzahl der im Drehteller 3 untergebrachten
Behälter entspricht, so daß mittels eines separaten Servoantriebs die Behälter aus dem Drehteller 3 ausgehoben werden. Die auf den Stößelköpfen
ruhenden Behälter werden gemäß Fig. 5 mittels eines ebenfalls mit einem Servoantrieb 27 versehenen und dadurch angetriebenen Abschiebearm
28 über eine an dem Abschiebearm 28 angebrachte Abschiebeleiste 29 von den Stößeiköpfen heruntergeschoben und dadurch einem Abtransport mittels
einer nicht dargestellten Fördereinrichtung zugeführt werden. Der Servoantrieb 27 der Behälterabschiebestation ist aber unterhalb der Tischplatte 2
angeordnet, wobei die Antriebsenergie über eine Stütze dem Abschiebearm zugeführt wird, welcher durch Verschwenken die an dem Arm 28 befestigte
Abschiebeleiste 29 seitlich verschwenkt. Die Abschiebeleiste 29 weist vorzugsweise
eine solche Länge auf, daß sämtliche in radialer Richtung in -den Behälterzellen 9 aufgenommenen Behälter von den Köpfen der Stößel 7 der
Stößelgruppe in einem Arbeitsgang heruntergeschoben werden können.
- 12 -
In Fig. 6 ist der prinzipielle Antrieb des Drehtellers dargestellt. Unterhalb
der Tischplatte 2 ist der für den Antrieb vorgesehene Servoantrieb 30 angeordnet. Über eine entsprechende Antriebswelle, welche von einer leicht
zu reinigenden Abdeckung umgeben ist, wird die Antriebsenergie des Servoantriebs
30 einem Antriebsritzel 31 zugeführt, welches in am Außenumfang des Drehtellers 3 in einem entsprechenden Abstand vorgesehene Stifte 32
eingreift, welche bezüglich der Teilung dem Ritzel entsprechen. Durch einen derartigen Servoantrieb 30 wird der Antrieb des Drehtellers 3 in getakteter
Weise derart realisiert, daß je nach geforderter Abfüllgeschwindigkeit die
&iacgr;&ogr; Behälter den jeweiligen Arbeitsstationen der Abfüllanlage zugeführt werden.
Da die Abfüllgeschwindigkeit von zahlreichen Faktoren beeinflußt wird, wie z.B. der Konsistenz des abzufüllenden Produktes, der Menge des abzufüllenden
Produktes usw. ergeben sich für unterschiedliche Produkte unterschiedliche Taktzeiten. Ohne Änderung einer hardwareseitigen Getriebeanordnung für
den Antrieb kann über eine einfache Softwareänderung eine jeweilige Produktumstellung
in optimaler Weise vorgenommen werden.
In Fig. 7 ist der Antrieb des Abschneiders 11 gezeigt, welcher mittels eines
weiteren separaten Servoantriebs 33 versehen ist. Der Servoantrieb 33 ist ebenfalls unterhalb der Tischplatte 2 angeordnet und mittels einer Antriebswelle
34, welche ebenfalls eine leicht zu reinigende Verkleidung aufweist, am Außenumfang des Drehtellers 3 vorbeigeführt ist und zur Dosierstation
reicht. Diese Antriebswelle 34 ist mit einem Antriebspleuel 35 mit dem eigentlichen Abschneider 11 über einen Antriebshebel 36 verbunden. Über
diese Servomotorsteuerung ist es möglich, den Abschneider in optimaler Weise produktspezifisch und synchron auf die Befüilungseinheit abzustimmen
bzw. einzustellen. Der Abschneider ist dabei unterhalb des eigentlichen Gehäuses 4 der Dosiervorrichtung angeordnet, wobei auf der dem Abschneider
11 gegenüberliegenden Oberseite des Gehäuses 4 der Vorratstrichter 12 angeordnet ist.
- 13 -
In Fig. 8 ist ein spezielles Ausführungsbeispiel der Dosierstation dargestellt.
Gemäß Fig. 8a ist unterhalb des Vorratstrichters 12 ein Drehküken 38 vorgesehen.
In einer ersten Stellung des Drehkükens 38 ist eine Verbindung zwischen dem Vorratstrichter 12 und dem Förderzylinder, in welchem der
Dosierkolben 37 bewegbar ist, zum Einsaugen von abzufüllendem Produkt in den Förderzylinder vorhanden. Die Förderleitung zum Drehabschneider 11 ist
dabei mittels des Drehkükens 38 abgeschlossen.
Der eigentliche Dosiervorgang ist in Fig. 8b dargestellt. Das Drehküken 38
&iacgr;&ogr; ist dabei in einer solchen Stellung, daß eine Zufuhr zum Vorratstrichter 12
bzw. eine Abfuhr aus dem Vorratstrichter 12 abgesperrt ist. Der Dosierkolben 37 bewegt sich in Richtung auf das Drehküken 38, und gleichzeitig ist
der Drehabschneider 11 so gedreht, daß der Leitungsquerschnitt freigegeben ist. Durch Bewegung des Dosierkolbens 37 in Richtung auf das Drehküken
is 38 wird die im Zylinder befindliche, zuvor angesaugte Produktmenge durch
das Drehküken 38 in die Zufuhrleitung über den Drehabschneider 11 in den
zu füllenden Behälter 10 gefördert. Wenn die gewünschte Fördermenge erreicht ist, kann über den Servoantrieb (nicht gezeigt) des Abschneiders ein
sofortiges Unterbrechen der Produktzufuhr erreicht werden und somit eine &iacgr;&ogr; genaue Menge des abzufüllenden Produktes zuverlässig eingestellt werden.
Claims (12)
1. Abfüllanlage, insbesondere für flüssige und pastöse Substanzen, insbesondere
Lebensmittel, mit einem Drehteller (3) zur Aufnahme von zu befüllenden Behältern (10), insbesondere aus Glas, welcher zumindest
einen an dessen Umfang angeordneten Antrieb (30) aufweist, mit zumindest einer Dosierstation sowie mit einer Behälteranhebevorrichtung,
wobei die Antriebe (30; 5, 33; 8) des Drehtellers (3), der Dosierstation und der Behälteranhebevorrichtung jeweils als Servoantriebe ausgebildet
sind, welche mittels einer Steuereinrichtung individuell produktspezifisch steuerbar sind.
20
2. Abfüllanlage nach Anspruch 1, welche eine Siegelstation und eine
Stülpdeckelstation aufweist, welche eine erste (13) und eine zweite Führung (14), zu deren Höhenverstellung aufweisen, wobei die erste
Führung (13) außerhalb des Umfangs des Drehtellers (3) angeordnet und
25' die zweite Führung (14) durch dessen ausgesparten Mittelbereich geführt
ist.
3. Abfüllanlage nach Anspruch 2, welche jeweils einen Servoantrieb für
die Siegelstation und die Stülpdeckelstation aufweist.
30
4. Abfüllanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei welcher die
Dosierstation eine Befüllungseinheit (37) und einen mit einem Servoantrieb (38) versehenen Abscheider (11) aufweist.
5. Abfülianlage nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei welcher die Servoantriebe mittels der Steuereinrichtung individuell produktspezifisch
steuerbar sind.
6. Abfüllanlage nach Anspruch 4, bei welcher die Servoantriebe (5, 33)
für die Befüllungseinheit (37) und den Abschneider (11) synchron zueinander steuerbar sind.
7. Abfüllanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei welcher die &iacgr;&ogr; Steuereinrichtung ein PC ist.
8. Abfüllanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 7, bei welcher im wesentlichen
sämtliche Versorgungsleitungen unterhalb des Drehtellers (3) angeordnet sind.
9. Abfüllanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 8, bei welcher am Umfang des Drehtellers (3) in definierten Abständen angeordnete Zapfen
(31) vorgesehen sind, mit welchen der Antrieb (30) des Drehtellers (3)
im EingrirF ist.
10. Abfüllanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 9, bei welcher der
Drehteller (3) kreisförmig ausgebildet ist und zumindest einige der Behälter (10) darauf radial nebeneinander auf Kreisbahnen angeordnet
sind.
11. Abfüllanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 10, bei welcher die
Befüllungseinheit ein Dosierkolben (37) ist.
12. Abfüllanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 11, bei welcher der
Abschneider (11) als Drehabschneider ausgebildet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29700460U DE29700460U1 (de) | 1997-01-13 | 1997-01-13 | Abfüllanlage für Lebensmittel |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29700460U DE29700460U1 (de) | 1997-01-13 | 1997-01-13 | Abfüllanlage für Lebensmittel |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29700460U1 true DE29700460U1 (de) | 1997-06-12 |
Family
ID=8034464
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29700460U Expired - Lifetime DE29700460U1 (de) | 1997-01-13 | 1997-01-13 | Abfüllanlage für Lebensmittel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29700460U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10218164B4 (de) * | 2002-04-23 | 2007-02-08 | Buhmann Systeme Gmbh | Dosierer und Abfüllanlage, insbesondere für pastöse Lebensmittel |
-
1997
- 1997-01-13 DE DE29700460U patent/DE29700460U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10218164B4 (de) * | 2002-04-23 | 2007-02-08 | Buhmann Systeme Gmbh | Dosierer und Abfüllanlage, insbesondere für pastöse Lebensmittel |
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Legal Events
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| R150 | Utility model maintained after payment of first maintenance fee after three years |
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