DE29623007U1 - Vorrichtung zum Herstellen nicht-gewebter Tücher, deren Zusammenhalt durch die Einwirkung von Flüssigkeitsstrahlen erzeugt wird - Google Patents
Vorrichtung zum Herstellen nicht-gewebter Tücher, deren Zusammenhalt durch die Einwirkung von Flüssigkeitsstrahlen erzeugt wirdInfo
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Description
Anmelderin: 2. Juli 1997
3201G107 AW-sp ICBT-PERFOJET
Zone Artisanale Pre-Millet
F-38330 Montbonnot
FRANKREICH
F-38330 Montbonnot
FRANKREICH
Vertreter:
Witte, Weller, Gahlert, Otten & Steil Patentanwälte
Rotebühlstrasse 121
70178 Stuttgart
Rotebühlstrasse 121
70178 Stuttgart
deren Zusammenhalt durch die Einwirkung von
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Verbesserung bei Vorrichtungen
zum Herstellen nicht-gewebter, faseriger Tücher, deren Zusammenhalt durch Verwirren der Fasern über die Dicke
des Tuchs unter Einwirkung von Fluidstrahlen erreicht wird, insbesondere von Druckwasserstrahlen.
Es wurde bereits seit langem vorgeschlagen, wie sich dies beispielsweise
aus der US-A-3 214 819 sowie der US-A-3 508 308 ergibt, textile, nicht-gewebte Tücher herzustellen, bei denen
der Zusammenhalt durch Verwirren von elementaren Fasern untereinander erreicht wird, wobei das Verwirren durch die Einwirkung
von Druckwasserstrahlen erreicht wird, die auf die faserige Struktur nach Art von Nadeln einwirken und eine Umorientierung
eines Teils der Fasern zur Folge haben, die das Tuch in Dickenrichtung bilden.
Diese Technologie hat sich bis zum heutigen Tage erheblich weiterentwickelt
und wird nicht nur zum Herstellen von nichtgewebten Stoffen für textile Anwendungen verwendet, beispielsweise
für Anwendungen auf dem Gebiet der Medizin oder der Krankenhäuser, für die Reinigung, die Filtrierung, der Verpackungen,
für Teebeutel usw., sondern darüber hinaus auch um winzige Perforationen in durchgehenden Trägerelementen zu erzeugen,
beispielsweise in Papier, Karton, Filmen, sogar in Folien aus Kunststoff oder dergleichen, wobei die so hergestellten Artikel
gegebenenfalls sogar Motive in eingedrückter oder erhabener Form aufweisen können, v wie sich dies z.B. aus der
FR-A-2 068 876, der FR-A-2 536 432 und der EP-A-O 400 249 ergibt.
Aus der US-A-3 214 819, die nach Kenntnis der Anmelderin das Basispatent der vorliegenden Technologie darstellt, ergibt
sich, daß Wasserstrahlen auf verschiedene Arten und Weisen auf den zu behandelnden Artikel einwirken können, beispielsweise
nur gegen eine seiner Oberflächen, oder sei es nacheinander auf seine beiden Oberflächen. Die durch dieses Dokument offenbarten
Lehren sind jedoch im wesentlichen theoretischer Natur und die
im Hinblick auf die praktischen Arbeitsbedingungen gegebenen Hinweise sind für eine zufriedenstellende industrielle Produktion
unzureichend. Wenn dabei Betrachtungen angestellt werden, ein Verwirren durch alternierendes Einwirken auf die beiden
Oberflächen zu erreichen, spielt sich die eine Behandlungsphase durch das Band hindurch ab, auf dem die faserige Bahn aufliegt.
Mit dieser Vorgehensweise ist eine sehr starke Absorption der Energie der Wasserstrahlen infolge des Auflagebandes verbunden,
wenn sich dieses dem Durchtritt der Strahlen entgegensetzt, und es kann auch ein Ablösen der faserigen Bahn von der Oberfläche
des Auflagebandes auftreten, wobei die Strahlen die faserige Struktur erneut niederdrücken und damit eine Dehnung derselben
bewirken, was wiederum zu Faltenbildung führt.
In Anbetracht dieser Nachteile sind die bis zum heutigen Tage vorgeschlagenen Vorrichtungen zum Behandeln der beiden Oberflächen
des Basisprodukts von einer Bauart, wie sie in der US-A-3 508 308 beschrieben ist (vergleiche insbesondere Figuren 7
und 8 mit zugehöriger Beschreibung). Sie sind so konzipiert, daß die faserige Ausgangsbahn durch eine Folge von Verwirrungszonen hindurchläuft, die jeweils durch einen drehbaren und per.-forierten
Zylinder gebildet werden, die einer Mehrzahl von Injektoren zugeordnet sind (3 aufeinanderfolgende Balken für
jeden drehbaren Zylinder im dargestellten Ausführungsbeispiel), wodurch zunächst auf eine der Oberflächen des Produktes eingewirkt
wird, dann mit Hilfe von Umlenkmitteln, die zwischen zwei aufeinanderfolgenden Zylindern vorgesehen sind, auf die gegenüberliegende
Oberfläche eingewirkt wird und gegebenenfalls eine dritte Behandlung auf der Vorderseite ausgeübt wird, bevor das
Produkt getrocknet und aufgenommen wird.
Im allgemeinen werden die aufeinanderfolgenden Balken mit unterschiedlichen Drücken, je nach herzustellenden Artikeln betrieben,
wobei der Druck im wesentlichen zwischen 30 und 100 bar oder darüber liegt.
Derartige Vorrichtungen sind zwar aus einer praktischen Perspektive
zufriedenstellend, weisen jedoch gleichwohl eine gewisse Anzahl von Nachteilen auf, von denen folgende zu nennen
sind:
ein erheblicher Platzbedarf in Längsrichtung, vor allem die Notwendigkeit, die erste Reihe von Behandlungsschritten
zum Verwirren auf einer Oberfläche mit reduziertem Druck auszuführen, um zu verhindern, daß die
Fasern aus der gegenüberliegenden Oberfläche austreten und Fehler hervorrufen; tatsächlich ist es so, daß bei erhöhtem
Druck die Fasern auf der nicht-verwirrten Seite dazu neigen, in das Auflageband des ersten Zylinders einzudringen;
es ist daher notwendig, um die geringere Effizienz beim Verwirren, die sich aus dem niedrigeren Druck ergibt,
zu kompensieren, die Anzahl der Behandlungsbalken zu vergrößern (die üblicherweise mit dem Ausdruck "Injektoren"
bezeichnet werden), was jedoch zu einer erheblichen Erhöhung der Kosten der Anlage führt, die industrielle Inbetriebnahme
kompliziert und zu erhöhtem Verbrauch an Energie und Wasser führt.
Der vorliegenden Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Vorrichtung aufzufinden, die es ermöglicht,
eine Behandlung der beschriebenen Art mit Fluid-Strahlen zu
realisieren, mit denen nicht-gewebten faserigen Tüchern bzw.
Vliesen ein Zusammenhalt verliehen wird. Diese Vliese können aus Naturfasern, synthetischen Fasern, jeweils nur diesen oder
Mischungen davon bestehen oder können gebildet werden durch eine Zuordnung von nicht-gewebten Tüchern oder Vliesen mit
inneren Verstärkungen, beispielsweise textlien Gittern, Geweben, Trikots, eingeschossenen Tüchern, Längsverstärkungen usw.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung ermöglicht nicht nur eine sehr viel einfachere Anpassung der Behandlungsbedingungen an die
jeweilige Art der textlien Struktur, insbesondere im Hinblick auf eine wesentlich gleichförmigere Oberfläche nach dem Einwirken
des Fluids, sie ermöglicht vor allem, bei vergleichbaren Artikeln den Wasserverbrauch zu reduzieren, ebenso wie die
Anzahl der Durchgänge durch die zum Verwirren vorgesehenen Balken.
Darüber hinaus ermöglicht es die erfindungsgemäße Vorrichtung, faserige Vliese mit wesentlich höherem Gewicht zu behandeln,
verglichen mit herkömmlichen Vorrichtungen, wobei man eine Folge von Verwirr-Behandlungsschritten nacheinander auf beide
Oberflächen des Artikels ausübt. Man hat festgestellt, daß in herkömmlichen Maschinen, wenn faserige Vliese mit einem Gewicht
von mehr als 100 g/m2 bearbeitet werden, und insbesondere dann, wenn sie aus Fasern mit niedrigen Denier-Zahlen hergestellt
sind, sich Fehler im Hinblick auf die Oberfläche ausbilden, nämlich Bereiche mit Einsenkungen oder Erhebungen, wodurch die
Vliese für die meisten Anwendungen ungeeignet werden.
Allgemein gesprochen umfaßt die erfindungsgemäß Vorrichtung in
an sich bekannter Weise Mittel zum Herstellen, zum Pressen und zum Einführen einer faserigen Bahn in eine Behandlungszone, in
t «
der die in Bewegung befindliche Bahn einer Folge von Druckwasserstrahl-Balken
ausgesetzt wird, die alternierend auf die beiden Oberflächen der Bahn einwirken, wobei die Vorrichtung
dadurch gekennzeichnet ist, daß die Mittel zum Verwirren durch mindestens eine Folge von perforierten Zylindern gebildet
werden, daß jeder Zylinder einem Balken (oder Injektor) zugeordnet ist, der Druckwasserstrahlen gegen die Oberfläche der
Bahn ausstößt, daß die Balken in der Reihenfolge der Zylinder im Wechsel auf jeweils gegenüberliegenden Seiten derselben
angeordnet sind, daß die Wasserstrahlen senkrecht auf die Oberfläche des behandelten Produktes einwirken, und daß die
Umfangsgeschwindigkeit der Zylinder sich progressiv von einer Behandlungszone zur nächsten erhöht.
Die Erhöhung der Geschwindigkeit eines Behandlungszylinders relativ zum darauffolgenden Zylinder ermöglicht es, die Bahn
während der Abfolge der Behandlungsphasen unter Spannung zu halten. Damit ist eine Vermeidung der Oberflächenfehler verbunden,
die bei herkömmlichen Maschinen auftreten. Für die Mehrzahl der Gewichte behandelter Vliese ist eine Erhöhung der
Geschwindigkeit zwischen 0,5 und 3 % beispielsweise geeignet.
Bei einer Ausführungsform der Erfindung umfaßt die Vorrichtung vier übereinander angeordnete Behandlungsrollen, die jeweils
einem Balken zugeordnet sind, der Druckwasserstrahlen gegen die Oberfläche des Stoffes ausstößt, wobei der erste Zylinder, wenn
man den Herstellungszyklus betrachtet, Mitteln zugeordnet ist, die eine Verdichtung der faserigen und noch nicht behandelten
Ausgangsbahn bewirken.
Diese Mittel, die eine Verdichtung bewirken, werden im wesentlichen
durch ein endloses und poröses Förderband gebildet, auf dem der Stoff aufliegt und der sich in tangentialer Anlage
gegen eine Oberfläche des ersten drehbaren und perforierten Zylinders befindet. An dessen Innenraum wird ein mittleres
Vakuum angelegt. Auf diese Weise wird die Ausgangsbahn gepreßt, ehe sie der Einwirkung des ersten Druckstrahl-Balkens ausgesetzt
wird. Bei dieser Ausführungsform wird zugleich mit dem
Pressen der Ausgangsbahn zwischen dem Förderband und dem drehbaren, perforierten Zylinder eine Befeuchtung der Bahn mittels
eines Wasservorhanges erreicht. Dieser wird durch einen zusätzlichen Balken erzeugt, der sich im Inneren des Raumes befindet,
der von dem Förderband umgeben ist. Er ist gegen die Oberfläche des Letzteren gerichtet und durchsetzt nacheinander das poröse
Band und die gepreßte Bahn, ehe er durch den perforierten Zylinder hindurch angesaugt wird.
Obwohl es für die meisten Anwendungsfälle zum Erreichen guter
Ergebnisse ausreichend ist, zwei aufeinanderfolgende Behandlungen auf der Vorderseite und auf der Rückseite durchzuführen,
kann bei einer Variante einer erfindungsgemäßen Vorrichtung vorgesehen werden, eine zweite Folge von alternierenden Behandlungen
mittels einer zweiten Gruppe von übereinander angeordneten perforierten Zylindern und Injektoren vorzusehen, die
gegenüber der ersten Gruppe von Behandlungselementen angeordnet sind.
Durch eine derartige Konzeption ist es nicht nur möglich, zu einer sehr kompakten Vorrichtung zu kommen, mit der eine
Behandlung zum Verwirren des Vlieses durchgeführt werden kann, wobei man alternierend auf beide Oberflächen des Ausgangs-
Produktes einwirkt, man hat vielmehr darüber hinaus festgestellt,
daß, wenn eine derartige Vorrichtung Mittel zum Verdichten und zum Vor-Befeuchten umfaßt, es möglich ist, die
Anzahl der Behandlungsbalken im Verhältnis zu einem vergleichbaren und auf herkömmlichen Anlagen hergestellten Erzeugnis zu
vermindern, bei denen mehrere, aufeinanderfolgende Behandlungsschritte zum Verwirren der Auflage-Oberfläche und dann der
gegenüberliegenden Oberfläche vorgesehen sind.
Es versteht sich, daß der Rahmen der vorliegenden Erfindung nicht verlassen wird, wenn eine Vorrichtung realisiert wird,
bei der die Zylinder nicht übereinander angeordnet sind sondern nebeneinander, solange die Balken oder Injektoren erfindungsgemäß
alternierend auf die beiden Oberflächen der faserigen Bahn einwirken.
Die Erfindung und die sich daraus ergebenden Vorteile werden noch besser verständlich, wenn man das nachstehend geschilderte
Ausführungsbeispiel studiert, das nur beispielhaft und nicht einschränkend zu verstehen ist und das anhand der beigefügten
Figuren illustriert wird, in denen:
Fig. 1 eine schematische, perspektivische Ansicht ist, in der die allgemeine Struktur einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung gezeigt ist;
Fig. 2 eine perspektivische Detailansicht ist, die die Struktur einer elementaren Behandlungszone zum Verwirren
darstellt, wie sie in der Maschine enthalten ist.
Unter Bezug auf die beigefügten Darstellungen und insbesondere auf Figur 1, umfaßt die erfindungsgemäße Vorrichtung, wenn man
dem Weg folgt, den ein Artikel bei seiner Herstellung durchläuft, Mittel, die allgemein mit dem Bezugszeichen 1 versehen
sind. Diese Mittel sind vorgesehen, um eine faserige Bahn 2 zu pressen und in eine Behandlungszone einzuführen, die mit dem
Bezugszeichen 3 bezeichnet ist. In dieser Zone wird die in Bewegung befindliche Bahn 2 der Einwirkung einer Folge von
Druckwasser-Balken ausgesetzt. Die Balken sind mit demselben Bezugsbuchstaben R bezeichnet, dem jeweils ein Index hinzugefügt
ist. Sie wirken alternierend auf die beiden Oberflächen N und S der Bahn 2. Die Bahn 2 wird nach dieser Behandlung von
einer Unterdruck-Anordnung aufgenommen, die mit dem Bezugszeichen 4 versehen ist und in der eine zusätzliche Behandlung
gegebenenfalls auf die Bahn 2 ausgeübt werden kann.
Aus Fig. 1 folgt ferner, daß gemäß einem Merkmal der Erfindung die Gruppe von perforierten Zylindern Cl, C2, C3, C4 der
Behandlungszone übereinander angeordnet ist, wobei jeder Zylinder einem Injektor-Balken Rl, R2, R3, R4 zugeordnet ist, die
Druckwasserstrahlen gegen die Oberfläche der Bahn 2 ausstoßen.. Die Balken sind in der Reihenfolge der Zylinder im Wechsel auf
jeweils gegenüberliegenden Seiten derselben angeordnet, und die Strahlen wirken senkrecht gegen die Oberfläche des zu behandelnden
Produktes. Darüber hinaus wird die Umfangsgeschwindigkeit der Zylinder Cl, C2, C3, C4 derart geregelt, daß sie progressiv
von einem Zylinder zum darauffolgenden ansteigt, um auf diese Weise eine Zugspannung auf die Bahn während der verschiedenen
Behandlungsphasen auszuüben. Ein derartiges Maschinenkonzept ermöglicht es in einfacher Weise, das Produkt auf
seinen gegenüberliegenden Oberflächen S und N zu behandeln.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist eine zweite Gruppe von perforierten Zylindern C5, C6, C7, denen Balken R5,
R6, R7 zugeordnet sind, parallel und gegenüber der ersten Gruppe angeordnet. Diese zweite Gruppe ist nicht unbedingt
erforderlich, und man kann gegebenenfalls vorsehen, das behandelte Produkt unmittelbar nach Verlassen der letzten Verwirr-Behandlungszone
abzunehmen, die durch den Zylinder C4 und den Balken R4 gebildet wird.
Jede Behandlungsgruppe C mit Rampe R hat eine Struktur, wie sie
in Fig. 2 dargestellt ist.
Der perforierte Zylinder C wird von einem Zylinder gebildet,
der vorzugsweise aus rostfreiem Stahl besteht und einen Durchmesser zwischen 200 mm und 1.000 mm aufweist. Er wird durch
geeignete Mittel in Drehung versetzt, und zwar derart, daß seine Umfangsgeschwindigkeit gleich der Eingangsgeschwindigkeit
des Stoffs 2 in die Einrichtung ist. Im allgemeinen liegt diese Geschwindigkeit zwischen 10 m/min und 200 m/min, und die
Zunahme der Geschwindigkeit von einem Zylinder zum darauffolgenden liegt in der Größenordnung von 0,5 bis 3 %.
Die Perforationen 10, die der Zylinder aufweist, haben eine zylindrische Form oder die Form einer Bienenwabe, wobei der
Zylinder vorzugsweise von einem Band aus Stahl-Monofilamenten
oder aus Kunststoff-Monofilamenten umgeben ist oder von einem
perforierten Blech, wobei die Porosität zwischen 3 und 20 % liegt {das Element ist in Fig. 2 nicht dargestellt). Der Balken
oder Injektor R, der parallel zu einer Erzeugenden des Zylinders C angeordnet ist, ist als herkömmlicher Balken ausgebildet,
mit dem Wasserstrahlen oder Wassernadeln 11 unter hohem
Druck erzeugt werden können, der mindestens 30 bar beträgt, manchmal mehr, um eine Verwirrung der elementaren Fasern der
Bahn 2 zu bewirken.
Ein derartiger Injektor kann in einer Art und Weise konzipiert sein, wie sie z.B. der Lehre der EP-A-O 400 249 entspricht.
Im Innenraum des Zylinders C befindet sich ein Saugkasten 12, der fest und koaxial zum drehbaren Zylinder C angeordnet ist.
Er ist an eine Ansaugquelle angeschlossen, mit der ein mittleres Vakuum in seinem Innenraum erzeugt werden kann. Der feste
Saugkasten 12 weist in Flucht mit den Wasserstrahlen 11 einen Spalt 13 von ungefähr 10 mm Breite auf, mit dem das Wasser
angesaugt werden kann, das die faserige Bahn und den perforierten Zylinder durchdringt.
Bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Zylinder Cl der ersten Behandlungsgruppe nicht nur konzipiert,
um einen Behandlungsschritt des Verwirrens ausführen zu können,
wie dies zuvor beschrieben wurde, er soll vielmehr gleichermaßen ein Pressen der noch nicht behandelten Bahn bewirken,
bevor diese der Verwirr-Behandlung unterworfen wird.
Um dies zu erreichen, hat der Zylinder Cl einen Durchmesser, der vorzugsweise größer als der Durchmesser der anderen Zylinder
der Anlage ist und der in bevorzugter Weise zwischen 500 mm und 1.000 mm liegt. Dieser Zylinder befindet sich in Anlage an
einem porösen, endlosen Transportband 14, das die Einführung der Bahn in die Behandlungszone hinein besorgt. Die poröse Auflage
hat eine Geschwindigkeit, die mit derjenigen des Zylinders synchronisiert ist. Auf diese Weise kann man ein Pressen der
Bahn 2 zwischen der Oberfläche des Zylinders Cl und der dazu vorgesehenen Oberfläche erreichen, bevor diese der Wirkung des
ersten Hochdruckwasserstrahl-Balkens Rl ausgesetzt wird. Man hat festgestellt, daß es während dieses Schrittes des Pressens
der Bahn vorteilhaft ist, letztere einer Befeuchtung zu unterwerfen. Um dies zu erreichen, ist in dem Raum, der von dem
Transportband 14 umschlossen wird, ein Balken 15 angeordnet, der einen Wasservorhang unter leichtem Druck erzeugt, der wiederum
durch die Gruppe bestehend aus der porösen Auflage 14, der gepreßten Bahn 2 und dem perforierten Zylinder Cl gebildet
wird. Um zu verhindern, daß das Wasser, das die vorgenannten Elemente durchläuft, verlorengeht, ist ein zweiter Spalt 16 an
dem festen Saugkasten 12 vorgesehen, und zwar gegenüber dem Wasserbalken. Dieser Saugspalt hat eine Breite zwischen 10 und
20 mm.
Der Befeuchtungsbalken 15 bildet einen kontinuierlichen Wasservorhang
aus, der unter leichtem Druck steht und gegenüber dem porösen Auflageband 14 angeordnet ist, wobei der Abstand zu der
porösen Auflage zwischen 10 und 100 mm beträgt. Der Druck des Wassers, das von den Düsen ausgestoßen wird, liegt zwischen .3
und 15 bar, und vorzugsweise in der Nähe von 3 bis 8 bar. Unterhalb von 3 bar verteilt sich der Vorhang zu schnell, und
oberhalb von 15 bar sind die Mehrkosten nicht zu rechtfertigen. Es ist wichtig, daß der von diesem ersten Balken ausgesandte
Wasservorhang in senkrechter Richtung wirkt, wobei die bewegte Ausgangsbahn vorwärtsbewegt und derart gepreßt wird, daß sie
unter optimalen Bedingungen befeuchtet wird.
Am Ausgang der Behandlungszone 3 wird die getrocknete Bahn in
herkömmlicher Weise bei 4 aufgenommen, beispielsweise mit Hilfe eines endlosen Förderbandes 17. In der Aufnahmezone kann die
Bahn 2 einer Zusatzbehandlung ausgesetzt werden, beispielsweise einer Behandlung, mit der ein perforiertes Design auf die Bahn
aufgebracht wird, und zwar mittels einer Baugruppe 16 einer Bauart, wie sie im europäischen Patent 0 400 249 beschrieben
ist.
Die mit der erfindungsgemäßen Anlage erreichten Vorteile ergeben sich noch besser aus einem konkreten Ausführungsbeispiel,
das nachstehend angegeben ist.
In einer Anlage der vorstehend definierten Art wird eine nichtgewebte
Bahn 2 auf der Grundlage von Polyesterfasern aufgegeben, wobei die Polyesterfasern einen Titer von 3,3 dtex und
eine Länge von 38 mm aufweisen und die Bahn 200 g/m2 wiegt und eine Dicke von 8 cm hat. Die Aufgabegeschwindigkeit der Bahn
beträgt 20 m/min.
Die Bahn wird über ein Förderband 14 mit einer Porosität von 46
% zu der besagten Zone 3 mitgenommen. Die Bahn wird zwischen dem ersten drehbaren Zylinder 13 und dem Transportband gepreßt
und der Wirkung eines Wasservorhanges ausgesetzt, der durch den Balken 15 erzeugt wird, dessen Ausgang sich in einem Abstand
von 100 mm von der inneren Oberfläche des Transportbandes 14 befindet. Der Druck des von dem Balken 15 ausgestoßenen Wassers
wird bei 10 bar eingeregelt.
• ♦ »
Die gepreßte Bahn wird nun der Wirkung von Wasserstrahlen ausgesetzt,
die von den Balken Rl, R2, R3 und R4 ausgestoßen werden und die alternierend auf die Oberflächen N und S der
Bahn einwirken.
Die vier Balken R1-R4 erzeugen jeweils 1.250 Strahlen pro Meter und werden in der nachstehend wiedergegebenen Weise eingeregelt:
Ausrichtung der Strahldurchmesser Balken
Druck
Zylindergeschwindigkeit in m/min
Rl: Oberfläche N
R2: Oberfläche S
R3: Oberfläche N
R4: Oberfläche S
| 140 | &mgr;&pgr;&igr; | 150 | bar | Cl: | 20 | m/min |
| 140 | &mgr;&igr;&agr; | 180 | bar | C2: | 20 | ,2 m/min |
| 140 | &mgr;&idiagr;&eegr; | 180 | bar | C3: | 20 | ,4 m/min |
| 140 | &mgr;&idiagr;&eegr; | 180 | bar | C4: | 20 | ,6 m/min |
Die Bahn läuft dann unmittelbar auf dem Transportband der Aufnahme
4, ohne durch die zweite Gruppe von perforierten Strahlzylindern behandelt zu werden, die in Fig. 1 dargestellt
sind.
Ein auf diese Weise hergestelltes Vlies zeichnet sich durch eine sehr regelmäßige Beschaffenheit ihrer Oberfläche aus, die
auf beiden Oberflächen gleich ist und die mechanische Eigenschaften aufweist, die nachstehend angegeben an einer Probe von
50 mm Breite gemessen wurden:
Widerstand in Längsrichtung: 418 Newton
Widerstand in Querrichtung: 1.066 Newton
Widerstand in Querrichtung: 1.066 Newton
ZI ■ * · t · ·
Die Herstellung eines entsprechenden Artikels auf einer herkömmlichen
Anlage, in der mehrere aufeinanderfolgende Behandlungen auf einer Seite durchgeführt werden, bevor in gleicher
Weise die andere Seite behandelt wird und bei der die Stoffgeschwindigkeit konstant ist und bei 20 m/min eingeregelt wird,
erfordert beispielsweise, mit den folgenden Bedingungen zu arbeiten:
| Ausrichtung | der | 1 | Strahldurchmesser | Druck | |
| Balken | 2 | ||||
| 1. | Oberfläche N | Nr. | 3 | 140 &mgr;&pgr;&igr; | 150 bar |
| Nr. | 1 | 140 &mgr;&pgr;&igr; | 180 bar | ||
| Nr. | 2 | 140 &mgr;&idiagr;&eegr; | 180 bar | ||
| 2. | Oberfläche S | Nr. | 3 | 140 &mgr;&idiagr;&eegr; | 180 bar |
| Nr. | 140 &mgr;&pgr;&igr; | 180 bar | |||
| Nr. | 140 &mgr;&pgr;&igr; | 180 bar | |||
Der mit diesen Parametern behandelte Artikel weist zwar ähnliche mechanische Eigenschaften auf, man kann jedoch festrstellen,
daß ein Teil der Fasern, die während der Behandlung der Oberfläche N reorientiert wurden, nunmehr auf der anderen
Oberfläche S erscheinen, was zu einem plüschartigen Erscheinungsbild führt und nicht gleichförmig ist. Darüber hinaus ist
die Ebenheit des Artikels weniger gut, verglichen mit einem Artikel, der auf einer erfindungsgemäßen Maschine hergestellt
wurde.
Darüber hinaus liegt der Energieverbrauch für das Verwirren bei einer erfindungsgemäß ausgestalteten Maschine in der Größenordnung
von 0,65 KWh pro Kilogramm des nicht-gewebten Materials, während er auf 0,94 KWh im Fall einer herkömmlichen
Anlage ansteigt.
Darüber hinaus, während herkömmliche Anlagen nur zwei perforierte Zylinder umfassen, die jeweils einer Vielzahl von
Behandlungsbalken zugeordnet sind, setzt die erfindungsgemäße Anlage ebenso viele Zylinder wie Behandlungsbalken voraus,
wodurch sich nachweislich geringere Kosten für die Herstellung vergleichbarer Artikel ergeben, was an der geringeren Anzahl
von Behandlungsbalken und einem niedrigeren Wasserverbrauch liegt, verbunden mit einem Energieverbrauch von fast 50 %, und
all dies, obwohl ein optimales Endergebnis erhalten wird.
Es versteht sich, daß die Erfindung nicht auf das beschriebene und dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt ist sondern
alle im selben Sinne realisierten Varianten umfaßt, insbesondere solche, die perforierte Zylinder umfassen, welche
parallel zueinander angeordnet sind, vorausgesetzt, daß die Balken, die Wasserstrahlen ausstoßen, alternierend auf die
beiden Oberflächen der zu behandelnden faserigen Bahn einwirken und die Umfangsgeschwindigkeit der Zylinder progressiv von
einer Behandlungszone zur nachfolgenden ansteigt.
Claims (6)
1. Vorrichtung zum Herstellen nicht-gewebter Tücher, deren
Zusammenhalt durch die Einwirkung von Druckwasserstrahlen erzeugt wird, mit Mitteln (1) zum Herstellen,
zum Pressen und zum Einführen einer faserigen Bahn (2) in eine Behandlungszone (3), in der die in Bewegung
befindliche Bahn (2) der Einwirkung einer Folge von Druckwasserstrahl-Balken ausgesetzt wird, die alternierend
auf die beiden Oberflächen der Bahn (2) einwirken, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zum Verwirren
durch mindestens eine Folge von perforierten Zylindern (Cl, C2, C3, C4) gebildet werden, daß jeder
Zylinder einem Balken (Rl, R2, R3, R4) zugeordnet ist, der Druckwasserstrahlen gegen die Oberfläche der Bahn
(2) ausstößt, daß die Balken (Rl, R2, R3, R4) in der Reihenfolge der Zylinder im Wechsel auf jeweils gegenüberliegenden
Seiten derselben angeordnet sind, daß die Wasserstrahlen senkrecht auf die Oberfläche des behandelten
Produktes einwirken, und daß die Umfangsgeschwindigkeit der Zylinder sich progressiv von einer Behandlungszone
zur nächsten erhöht.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die perforierten Zylinder (Cl, C2, C3, C4) übereinander
angeordnet sind.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zunahme der Umfangsgeschwindigkeit
eines Zylinders im Vergleich zum nachfolgenden zwischen 0,5 und 3% liegt.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der erste Zylinder (Cl), in Herstellungsrichtung gesehen, Mitteln zum Verdichten der Bahn
(2) zugeordnet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zum Verdichten durch ein endloses und poröses
Förderband (14) gebildet werden, auf dem der Stoff aufliegt und das tangential an der Oberfläche des ersten,
drehbaren und perforierten Zylinders (Cl) anliegt, an dessen Innenraum ein mittleres Vakuum angelegt wird und
der ein Pressen der Ausgangsbahn ermöglicht, bevor diese der Einwirkung des ersten Druckwasserstrahl-Balkens ausgesetzt
wird, daß die Befeuchtung der Bahn mittels eines Wasservorhanges bewirkt wird, der durch einen weiteren
Balken (15) erzeugt wird, wobei dieser innerhalb des Raumes angeordnet ist, der durch das Förderband (14)
umgrenzt ist, und daß der Wasservorhang gegen die Oberfläche der Bahn gerichtet ist, nacheinander diese
sowie die gepreßte Bahn durchdringt und dann durch den perforierten Zylinder (Cl) hindurch angesaugt wird.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß sie eine zweite Gruppe von perforierten Zylindern (C5, C6, C7) und Balken (R5, R6, R7)
umfaßt, die übereinander und gegenüber der ersten Gruppe von Behandlungselementen angeordnet sind.
Applications Claiming Priority (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR9502665A FR2731236B1 (fr) | 1995-03-02 | 1995-03-02 | Installation pour la realisation de nappes non tissees dont la cohesion est obtenue par l'action de jets de fluide |
| FR9502665 | 1995-03-02 | ||
| EP96904126 | 1996-02-13 | ||
| EP96904126A EP0772705B1 (de) | 1995-03-02 | 1996-02-13 | Vorrichtung zur herstellung von vliesstoffen wovon die kohäsion durch flüssigkeitsstrahl hergestellt ist |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29623007U9 DE29623007U9 (de) | |
| DE29623007U1 true DE29623007U1 (de) | 1997-10-02 |
Family
ID=26144488
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29623007U Expired - Lifetime DE29623007U1 (de) | 1995-03-02 | 1996-02-13 | Vorrichtung zum Herstellen nicht-gewebter Tücher, deren Zusammenhalt durch die Einwirkung von Flüssigkeitsstrahlen erzeugt wird |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29623007U1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE29819014U1 (de) | 1998-10-27 | 1999-02-18 | Certoplast Vorwerk & Sohn Gmbh | Klebeband |
| CN115467095A (zh) * | 2022-08-24 | 2022-12-13 | 江苏鑫奕安新型材料科技有限公司 | 一种无纺布加工用喷淋设备 |
-
1996
- 1996-02-13 DE DE29623007U patent/DE29623007U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE29819014U1 (de) | 1998-10-27 | 1999-02-18 | Certoplast Vorwerk & Sohn Gmbh | Klebeband |
| CN115467095A (zh) * | 2022-08-24 | 2022-12-13 | 江苏鑫奕安新型材料科技有限公司 | 一种无纺布加工用喷淋设备 |
| CN115467095B (zh) * | 2022-08-24 | 2023-09-22 | 江苏鑫峰科技材料有限公司 | 一种无纺布加工用喷淋设备 |
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