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DE2157283A1 - Ungewebter faserstoff sowie verfahren zu seiner herstellung und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens - Google Patents

Ungewebter faserstoff sowie verfahren zu seiner herstellung und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens

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Publication number
DE2157283A1
DE2157283A1 DE2157283A DE2157283A DE2157283A1 DE 2157283 A1 DE2157283 A1 DE 2157283A1 DE 2157283 A DE2157283 A DE 2157283A DE 2157283 A DE2157283 A DE 2157283A DE 2157283 A1 DE2157283 A1 DE 2157283A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
fiber
fleece
concentration
forces
surface elements
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE2157283A
Other languages
English (en)
Inventor
Frank Kalwaites
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Johnson and Johnson
Original Assignee
Johnson and Johnson
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority to CA127,721A priority Critical patent/CA952769A/en
Application filed by Johnson and Johnson filed Critical Johnson and Johnson
Priority to DE2157283A priority patent/DE2157283A1/de
Priority to NLAANVRAGE7116052,A priority patent/NL171916C/xx
Priority to AU36809/71A priority patent/AU457443B2/en
Priority to ZA720522A priority patent/ZA72522B/xx
Priority to GB386772A priority patent/GB1380613A/en
Priority to FR7230553A priority patent/FR2209003B1/fr
Priority to CA169,911A priority patent/CA949303A/en
Publication of DE2157283A1 publication Critical patent/DE2157283A1/de
Priority to US397032A priority patent/US3917785A/en
Priority to US397031A priority patent/US3873255A/en
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04HMAKING TEXTILE FABRICS, e.g. FROM FIBRES OR FILAMENTARY MATERIAL; FABRICS MADE BY SUCH PROCESSES OR APPARATUS, e.g. FELTS, NON-WOVEN FABRICS; COTTON-WOOL; WADDING ; NON-WOVEN FABRICS FROM STAPLE FIBRES, FILAMENTS OR YARNS, BONDED WITH AT LEAST ONE WEB-LIKE MATERIAL DURING THEIR CONSOLIDATION
    • D04H18/00Needling machines
    • D04H18/04Needling machines with water jets

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Nonwoven Fabrics (AREA)

Description

  • Ungewebter Faserstoff sowie Verfahren zu seiner Herstellung und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens Die Erfindung betrifft einen ungewebten Faserstoff mit Flächenelementen unterschiedlicher Lichtdurchlässigkeit, die nach einem bestimmten Muster über den ganzen Faserstoff verteilt sind, sowie ein Verfahren zur Bearbeitung eines Faservlieses zur Herstellung eines Faserstoffes unterschiedlicher Lichtdurchlässigkeit und unterschiedlicher Fasern, konzentration und eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
  • Gemusterte, ungewebte Stoffe haben während der vergangenen Jahre für viele Zwecke erhebliche Bedeutung erlangt. Ungewebte Stoffe sind mit vielen verschiedenen Arten von Mustern entwickelt worden; z.B. ungewebte Stoffe, die in Mustern verklebt sind, ungewebte Stoffe, die Muster aus Öffnungen oder Flächenelementen mit geringer Faserdichte enthalten, und ungewebte Stoffe, die eingeprägte uster'aufweisen.
  • Verklebte gemusterte Stoffe bestehen im allgemeinen aus einem Faservlies, auf das ein Bindemittel in Mustern aus Linien oder Punkten oder anderen Gebilden aufgebracht ist. Das Bindemittel ist gewöhnlich eingefärbt1 um dem gemusterten, verklebten Stoff eine größere ästhetische Wirkung zu geben.
  • Ungewebte Stoffe mit Mustern aus Flächenelementen mit geringer Faserdichts oder mit Löchern bestehen normalerweise aus Faserbereichen, die von Faserbündeln gebildet werden, die die besagten Löcher begrenzen. In einigen Fällen können die Faserbündel mit solchen Bereichen verbunden sein, in denen die Fasern stark vernetzt sind. Diese Technik wird normalerweise verwendet, um stark beanspruchbare Stoffe zu erzeugen, bei denen die Faserbereiche zur Erzielung einer hohen Widerstandskraft zusammenwirken und bei denen ferner ein Teil der Fasern stark vernetzt ist, um den Stoff noch weiter zu stärken. Das Ergebnis einer solchen Faseranordnung ist ein Muster mit Löchern und Flächenelementen von geringer Faserdichte, wodurch die ästhetische Wirkung des Stoffes erhöht wird.
  • Geprägte ungewebte Stoffe werden nach den üblichen Prägeverfahren hergestellt, bei denen bestimmte Flächen nach einem bestimmten Muster stark zusammengedrückt bzwo verdichtet werden, um eine gut aussehende Oberfläche des Stoffes zu erzeugen und um in einigen Fällen die Flüssigkeitsabsorption des Stoffes zu steuern und die ästhetische Wirkung des Stoffes zu erhöhen.
  • Bei den bekannten Faserstoffen werden Flächenelemente mit größerer Lichtundurchlässigkeit in aller Regel durch dichtere Anordnung der Fasern erreicht. Dadurch sind die Möglichkeiten zur Musterbildung beschränkt.
  • Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen neuen Faserstoff mit neuer ästhetischer Wirkung sowie ein Verfahren zu seiner Herstellung und eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens zu schaffen.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Flächenelemente überall im Faserstoff eine im wesentlichen gleiche Faserdichte aufweisen und daß die Flächenelemente unterschiedliche Faserkonzentration aufweisen.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren umfaßt folgende Schritte: Lagerung eines Faservlieses auf einem undurchlässigen, gemusterten Tragelement, Aufbringung einer Vielzahl von Fasern verschiebenden Kräften auf das gelagerte Faservlies, von denen ein wesentlicher Anteil in der Ebene des Faservlieses und ebenfalls ein wesentlicher Anteil unter verschiedenen Winkeln zur Ebene des Faservlieses wirkt, wobei die unter einem Winkel wirkenden Kräfte schließlich zur gleichen Seite des Faservlieses umgelenkt werden, von der aus sie aufgebracht werden, wodurch im Faservlies ein Muster aus Flächenelementen mit unterschiedlicher Faserkonzentration erzeugt wird, das dem Muster des Tragelements entspricht.
  • Die erfindungsgemäße Vorrichtung zeichnet sich aus durch ein undurchlässiges, gemustertes Tragelement zum Halten und Unterstützen des Faservlieses auf einem wesentlichen Teil seiner Oberfläche, durch eine Einrichtung mit der ein Fluid gegen das unterstützte Faservlies zur Erzeugung von in der Ebene des Faservlieses und unter einem Winkel zum Faservlies wirkenden, die Fasern verschiebenden Kräften gelenkt werden kann, und durch eine Einrichtung zum Entfernen des Fluids aus dem Faservlies0 Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung ungewebter Stoffe ermöglicht eine große Anzahl verschiedener Muster, die die ästhetische Wirkung ungewebter Stoffe erheblich erhöhen. Das erfindungsgemäße Verfahren ist einfach und kann produktionsintensiv durchgeführt werden, wodurch das Verfahren sehr wirtschaftlich ist.
  • Erfindungsgemäß wird ein Faservlies so behandelt, daß ein Faserstoff mit Flächen von unterschiedlicher Lichtdurchlässigkeit bzw. unterschiedlicher Faserkonzentration entsteht0 Das Faservlies wird von einem undurchlässigen, gemusterten Halteteil getragen, und eine Vielzahl von die Fasern verschiebenden Kräfte wirkt auf das Faservlies.
  • Ein wesentlicher Anteil der die Fasern verschiebenden Kräfte wirkt in der Ebene des Faservlieses, ein wesentlicher Anteil dieser Kräfte wirkt ferner senkrecht zum Faservlies und ein weiterer wesentlicher Anteil dieser Kräfte wirkt unter verschiedenen sich ändernden Winkeln auf das Faservlies. Die senkrechten und winkligen Kräfte werden zur gleichen Seite des Faservlieses umgelenkt, von der aus sie aufgebracht werden, um ein Muster aus Flächenelementen mit unterschiedlicher Lichtdurchlässigkeit bzw0 Faserkonzentration zu erzeugen.
  • Bei einigen Ausführungsbeispielen der Erfindung wirken nur wenige oder überhaupt keine senkrechten Kräfte auf das Faservlies und alle die Fasern verschiebenden Kräfte wirken entweder in der Ebene des Faservlieses oder unter einem Winkel zur Ebene des Faservlieses, Auf jeden Fall werdenjedoch die Kräfte, die unter einem Winkel zur Ebene des Faservlieses wirken, zur gleichen Seite des Faservlieses umgelenkt.
  • Erfindungsgemäß hergestellte ungewebte Faserstoffe können unterschiedliches Aussehen haben0 Einige der ungewebten Faserstoffe haben Flächen mit verschiedener Lichtdurchlässigkeit, die nach einem bestimmten Muster über den ganzen Faserstoff angeordnet sind; dabei haben diese Flächen im wesentlichen über den ganzen Faserstoff die gleiche Faserdichte. Bei anderen Ausführungsbeispielen können Löcher im Faserstoff nach einem bestimmten Muster hergestellt werden, wobei der übrige Teil des Faserstoffes die gleiche Lichtdurchlässigkeit hat, wogegen bei weiteren Ausführungsbeispielen der hergestellte Faserstoff Flächen mit unterschiedlicher Lichtdurchlässigkeit und ebenfalls Löcher aufweist, die sämtlich nach einem bestimmten Muster über den Faserstoff verteilt sind. Bei allen Ausführungsbeispielen haben jedoch die Flächen des Faserstoffes, in denen Fasern vorhanden sind, im wesentlichen überall die gleiche Faserdichte.
  • Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens umfaßt ein undurchlässiges Tragelement mit einer gemusterten Oberfläche. Das zu bearbeitende Faservlies wird auf dieses undurchlässige, gemusterte Tragelement aufgebracht. Außerhalb des Tragelements ist eine Vorrichtung angeordnet, mittels der ein Fluid gegen das von dem Tragelement gehaltene und unterstützte Faservlies gelenkt werden kann, um auf das Faservlies die die Fasern verschiebenden Kräfte aufzubringen. Zwar ist es nicht unbedingt erforderlich, aber doch im a-llgemeinen vorteilhaft, daß das Faservlies von einem durchlässigen Halteband bedeckt ist, um die Gefahr des Wegwaschens des Faservlieses zu beseitigen und um zu ermöglichen, daß auf das Faservlies pro Zeiteinheit stärkere die Fasern verschiebende Kräfte aufgebracht werden können.
  • Die Vorrichtung umfaßt ferner Teile zum Abnehmen des bearbeiteten Faservlieses von dem undurchlässigen Tragelement. Bei einigen Ausführungsbeispielen der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist ferner eine Einrichtung zum Verkleben des bearbeiteten Faservlieses vorgesehen.
  • Dadurch, daß das Faservlies von einem undurchlässigen Tragelement getragen wird und daß ferner die die Fasern verschiebenden Kräfte auf das Faservlies aufgebracht werden, während es so unterstützt wird, wobei die Kräfte zur gleichen Seite des Faservlieses umgelenkt werden, von der aus sie aufgebracht werden, verschieben diese Kräfte die Fasern in Gebiete, die durch das Muster des Tragelements bestimmt sind. Überraschenderweise bilden die die Fasern verschiebenden Kräfte den Stoff mit Flächenelementen von unterschiedlicher Lichtdurchlässigkeit aus, statt die Fasern zur Seite zu waschen und das lockere und schwache Faservlies vollständig aufzureißen.
  • Viele Kräfte wirken in der Ebene des Faservlieses und schieben Fasern seitlich von einem bestimmten Flächen element weg. Viele der Kräfte werden auch zurückgelenkt in eine Richtung, aus der neue Kräfte aufgebracht werden, und stören dabei überraschenderweise die neu aufgebrachten Kräfte nicht, sondern wirken mit diesen statt dessen in dem Sinne zusammen, daß sie die Fasern in Gebiete mit unterschiedlicher Lichtdurchlässigkeit verschieben.
  • Wenn das gemusterte Tragelement an der Oberfläche nicht elastisch ausgebildet ist, dann verschieben die aufgebrachten Kräfte die Fasersegmente im Faservlies überraschenderweise von einem Gebiet in ein anderes Gebiet des Faservlieses, ohne die relative Anordnung der Fasern zueinander zu verändern, so daß Gebiete gebildet werden, in denen die Fasersegmente im wesentlichen genauso zufällig liegen, wie sie in dem ursprünglichen Faservlies gelegen haben, wobei sie lediglich Gebiete unterschiedlicher Dicke in dem Faservlies bilden.
  • Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden im folgenden näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 eine schematische Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens; Fig. 2 eine perspektivische Ansicht eines Teils einer undurchlässigen, gemusterten Tragwalze, die bei einer Vorrichtung nach Fig.' 1verwendet werden kann; Figc 3 eine vergrößerte Ansicht einer Vorrichtung zum Aufbringen von die Fasern verschiebenden Kräften auf ein Faservlies; Fig. 4 eine vergrößerte Ansicht einer weiteren Vorrichtung zur Aufbringung einer Vielzahl von die Fasern verschiebenden Kräften auf ein Faservlies; Fig. 5 eine vergrößerte Teilansicht eines Haltebandes zum Andrücken eines Faservlieses gegen eine undurchlässige, gemusterte Tragwalze; Fig. 6 einen Querschnitt nach 6-6 in Fig. 5; Fig. 7 einen Querschnitt nach 7-7 in den Figuren 5 und 6; Fig. 8 eine schematische Ansicht eines ungewebten Faserstoffes nach der Erfindung; Fig. 9 einen Querschnitt nach 9-9 in Fig. 8; Fig.10 eine Ansicht eines weiteren ungewebten Faserstoffes nach der Erfindung; Fig.11 einen Querschnitt nach 11-11 in Fig. 10; Fig.12 eine Abbildung mit fünffacher Vergrößerung eines ungewebten Faserstoffes nach der Erfindung; Fig.13 eine Abbildung mit fünffacher Vergrößerung eines weiteren ungewebten Faserstoffes nach der Erfindung; Fig.14 eine Abbildung mit fünffacher Vergrößerung eines weiteren ungewebten Faserstoffes nach der Erfindung; Fig. 15 eine Abbildung mit fünffacher Vergrößerung eines weiteren ungewebten Faserstoffes nach der Erfindung; Fig. 16 eine Abbildung des ungewebten Faserstoffes nach Fig. 12; Fig. 17 eine Abbildung des ungewebten Faserstoffes nach Fig. 14; Fig. 18 eine Abbildung eines ungewebten Faserstoffes nach der Erfindung, der dem Faserstoff nach Fig. 15 ähnlich ist.
  • In dieser Beschreibung bedeutet "FaserkonzentrationX die Anzahl von Fasern in einem Flächensegment des Faserstoffes, d.h. die Anzahl von Fasern je Einheitsfläche des Faserstoffes, wenn die in diesem Flächensegment über die Dicke des Faserstoffes verteilten Fasern in die Einheitsfläche projuziert werden. Flächen mit unterschiedlicher Faserkonzentration werden auch unterschiedliche Lichtdurchlässigkeit haben. Je höher die Faserkonzentration in einen bestimmten Flächensegment ist, desto höher wird die Lichtundurchlässigkeit sein bzw. desto lichtundurchlässiger wird dieses Stoffsegment sein. Im folgenden bedeutet der Begriff "Faserdichte" die Anzahl von Fasern je Einheitsvolumen des Faserstoffes.
  • In Fig. 1 ist eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung gezeigt, mit der das erfindungsgemäße Verfahren durchgeführt werden kann. Die Vorrichtung umfaßt eine drehbare Tragwalze 30. Die Oberfläche der drehbaren Tragwalze ist gemustert und undurchlässig und wird dazu verwendet, ein Faservlies 31 während seiner Bearbeitung zu tragen. Ein porenreiches, endloses Halteband 32 bedeckt einen wesentlichen Teil des Umfangs der drehbaren Walze. Das Halteband läuft um die drehbare Walze und trennt sich von dieser Walze bei einer Umlenkwalze 33, die sich auf einer Welle 34 dreht. Das Halteband läuft über eine zweite Umlenkwalze 35, dann nach unten, dann um eine Führungswalze 36, die sich auf einer Welle 37 dreht, dann zurück über eine in senkrechter Richtung einstellbare Spann-und Führungswalze 38 sowie um eine Umlenkwalze 39 auf einer Welle 40. Das Halteband läuft dann nach oben und um Umlenkwalzen 41 und 42 herum, die sich auf Wellen 43 und 44 drehen, und wird zum Umfang der Walze 30 zurückgeführt, Die Walze 30 und das Halteband bewegen sich in der gleichen Richtung und mit der gleichen Umfangsgeschwindigkeit. Die drehbare Walze und das Halteband bilden zwischen sich eine Bearbeitungszone, durch die eine Lage aus Fasermaterial, d.h. ein Faservlies geführt werden kann, um unter dem Einfluß von Fasern bewegenden Kräften bearbeitet werden zu können.
  • Die Spannung des Haltebandes wird mit Hilfe der Spann-und Führungswalze 38 eingestellt und gesteuert. Die Umlenkwalzen sind in ihrer Lage einstellbaren, verschiebbaren Bügeln angeordnet, wodurch die Aufrechterhaltung der richtigen Spannung des Haltebandes erleichtert wird. Die erforderliche Spannung hängt von dem Gewicht des zu bearbeitenden Faservlieses und von dem Ausmaß der angestrebten Bewegung der Fasern ab.
  • Das zu bearbeitende Fasermaterial wird zwischen das Halteband und die drehbare Walze beim Punkt A eingespeist, läuft durch eine Faserverschiebezone, in der die die Fasern verschiebenden Kräfte aufgebracht werden, und wird aus der von der drehbaren Walze und dem Halteband gebildeten Zone in seiner neuen, bearbeiteten Form am Punkt B herausgeführt.
  • Während das Faservlies durch die Bearbeitungszone LfiuSt, wird mitteLs außerhalb der drehbaren Walze angeordneten Düsen 45 eine Fliissigkeit wie ZaBo Wasser gegen die Außenseite des tial tebandes gerichtet. Eine tiehrzahl solcher Diesen ist außerhalb der drehbaren Walze angeordnet und richtet das Wasser normalerweise unter einem Winkel gegen die Oberfläche der drehbaren Walze und des Haltebandes0 Das Wasser dringt durch das Halteband und trifft auf das Faservlies und die undurchlässige Walze und überträgt Kräfte sowohl innerhalb des Faservlieses als auch unter unterschiedlichen Winkeln zum Faservlies Sämtliche Kräfte wirken schließlich in Richtung auf die gleiche Seite des Faservlieses, von der aus sie aufgebracht worden sind; die Flüssigkeit wirkt nämlich innerhalb des Faservlieses und wird von dem Faservlies weg in die gleiche Richtung umgelenkt , aus der die Fliissigkeit und somit die Kräfte aufgebracht worden sind. Die Flüssigkeit wid in einen geeigneten Auffangbecken 46 aufgefangen und zur weiteren Verwendung in Umlauf gehalten.
  • Außerhalb des Haltebandes ist eine Unterdruckkammer 47 angeordnet, die das Entwässern des Faservlieses unterstützt, nachdem es durch die Bearbeitungszone gelaufen ist0 Das bearbeitete Faservlies 48 wird vom Halteband gelöst, läuft über eine Rolle 49 und schließlich durch ein Paar von Bindewalzen 50 und 51. Die untere Bindewalze 51 ist teilweise in eine Wanne 52 eingetaucht, die einen geeigneten Binder enthält. In die Bindewalze 51 ist ein Muster eingraviert, mit dem sie entsprechend diesem Muster Binder mittel aufnimmt, das dann auf das Faservlies aufgebracht wird. Das Faservlies spit dem aufgebrachten Bindemittel wird über in geeigneter Weise beheizten ileiztrowmein 54 getrocknet und auf eine übliche Aufwickelvorrichtung 55 aufgewickelt.
  • In Fig. 2 ist eine vergrößerte perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels einer undurchlässigen Tragwalze 60 dargestellt, die für das erfindungsgemäße Verfahren verwendet werden kann. Die Oberfläche 61 der-Walze ist fest und hat eine Mehrzahl von Ausnehmungen 62, die nach einem bestimmten Muster über die Oberfläche der Walze verteilt sind.
  • Die Ausnehmungen oder - in anderen Fällen - erhabenen Flächen auf der undurchlässigen Tragwalze können unterschiedliche Gestalt haben, d.h. sie können z.B. kreisförmig, oval, rechteckig oder quadratisch sein oder auch irgend eine andere Form haben. Diese Muster können entweder diagonal oder zeilenförmig auf der Oberfläche der Walze verteilt sein, In den Fig. 3 und 4 sind vergrößerte Teilansichten von Faserverschiebezonen dargestellt. In Fig0 3 ist eine undurchlässige Tragwalze dargestellt, die aus einer festen Walze 70 mit einem Muster aus auf der Oberfläche angeordneten quadratischen Ausnehmungen 71 besteht. Das zu bearbeitende Faservlies 72 befindet sich auf der Oberfläche der Walze.
  • Eine Flüssigkeit 73 wie z.B. Wasser wird von einer Mehrzahl von Sprühdüsen 74 gegen das von der Walze unterstützte Faservlies gerichtet. Die Sprühzonen der Sprühdüsen überlappen sich, so daß das gesamte Faservlies bearbeitet wird0 Das Wasser tritt unter einem Winkel in das Faservlies ein, so daß die Kräfte innerhalb des Faservlieses unter einem Winkel oder in der Ebene des Faservlieses wirken, wonach das Wasser wieder unter irgendeinem Winkel aus dem Faservlies austritt.
  • In Fig, 4 ist ebenfalls eine undurchlässige Tragwalze 80 dargestellt, die eine absorbierende Oberfläche 81 z.B.
  • aus Schaumstoff oder einem ähnlichen Material aufweist, Das zu bearbeitendf Faservlies 82 ist auf der absorbierenden Oberfläche angeordnet, und während es so unterstützt wird, wird eine-Flüssigkeit 83 wie z.B. Wasser von einer Mehrzahl von Strahldüsen 84 gegen das Faservlies gerichtet. Die Oberfläche 81 und das Faservlies 82 bewegen sich in der Richtung des eingezeichneten Pfeils, und das Wasser trifft auf das Faservlies und überträgt Kräfte auf das Faservlies, die zur Bildung von Zonen mit unterschiedlicher Faserkonzentration führen, wonach das Wasser aus dem Faservlies zurückgelenkt wird.
  • Ob während der Bearbeitung des Faservlieses ein Halteband erforderlich ist oder nicht, hängt von vielen EinfluB-größen ab, z.B, vom Gewicht des zu bearbeitenden Faservlieses, von der Arbeitsgeschwindigkeit, von den Flüssigkeitskräften bzw. Flüssigkeitsdrücken, die während der Bearbeitung aufgebracht werden, von der Art und Weise, in der die Flüssigkeit aufgebracht wird, d.h. von den unterschiedlichen Richtungen und davon, ob die Flüssigkeit aufgesprüht oder aufgestrahlt wird. Ganz allgemein, kann eine Faserverschiebung mit größerer Geschwindigkeit erreicht werden, wenn ein Halteband verwendet wird. Die Hauptaufgabe des Haltebandes besteht darin, die Fasern in der Bearbeitungszone zu halten und zu verhindern, daß sie aus der Bearbeitungszone herausgedrückt werden. Tatsächlich kann dafür jedes durchlässige, offene Band verwendet werden, wie z.B. ein offen gewebtes Stoff- oder Nylonband.
  • Fig. 5 zeigt eine vergrößerte, schematische Ansicht des Ausführungsbeispiels eines Haltebandes, das bei der Vorrichtung nach Fig. 1 verwendet werden kann. Die porenreichen Abschnitte 90 des Haltebandes werden von grob gewebten Gittern gebildet. Bei dem in Fig. 5 dargestellten: Ausführungsbeispiel verlaufen senkrechte Fäden 91 gerade, wogegen horizontale- Fäden 92 abwechselnd über und unter den Fäden 91 verlaufen., ueber den gesamten porenreichen Abschnitt 90 sind Vorsprünge 93 verteilt, die von dem obersten Abschnitt eines jeden Knies eines bestimmten Fadens 92 des Gitters gebildet werden, das dadurch entsteht, daß jeder Faden 92 abwechselnd oberhalb und unterhalb.der senkrecht zu ihm verlaufenden Fäden 91 verläuft.
  • Wenn ein bestimmter Faden 92 sich nach unten neigt, um unter einem zu ihm senkrechten Faden 91 durchzulaufen, kreuzt er zwei andere, auf seinen beiden Seiten liegende Fäden 92, da diese Fäden nach oben geneigt verlaufen, um über den gleichen senkrechten Faden, unter dem der bestimmte Faden 92 hindurchläuft, laufen zu können. Jede Folge solcher 'tKreuzungspunkte" 94 bildet eine Mulde wie z,B. die Mulde 95, die von den Kreuzungspunkten 94 in den Fig. 5 und 6 gebildet wird und zwischen benachbarten Vorsprüngen 93 liegt. Die Form einer solchen Mulde 95 ist im wesentlichen die eines umgekehrten Dreiecks, wie es am bestenaus Fig. 6 ersichtlich ist, die einen Querschnitt des Abschnitts 90, von dem eine Draufsicht in Fig. 5 widergegeben ist, zeigt.
  • Zwischen benachbarten Vorsprüngen 93 wird ferner eine Folge von etwas tieferen Mulden 96 gebildet. Wie am besten aus Fig. 7 zu ersehen ist, wird der Boden einer jeden Mulde 96 von Abschnitten der geraden Fäden 91 gebildet, wobei' aufeinanderfolgende Vorsprünge 93 auf jeder Seite der Mulde deren Oberkante bilden. Wie aus Fig. 7 ersichtlich, ist das Profil der Mulden 96 U-förmig.
  • Die Verwendung eines Haltebandes nach den Figuren 5 bis 7 führt zu einem Muster von unbearbeitenden Flächen im Faservlies. Diese unbearbeitenden Flächen- entsprechen den Vorsprüngen des lialtebandes und liegen an den Stellen, an denen das Halteband gegen die undurchlässige Tragwalze gedrückt ist und den entsprechenden Teil des Faservlieses gegen die undurchlässige Tragwalze preßt, so daß dieser Teil nicht bearbeitet werden kann. Diese Technik führt zu einigen sehr interessanten Mustern des fertigen Faserstoffes.
  • Die Teil-e des Stromes des Bearbeitungsfluids dringen durch das Halteband und das Faservlies und werden sowohl in die Richtung des Faservlieses als auch unter unterschiedlichen Winkeln zum Faservlies aus dem Faservlies heraus umgelenkt.
  • Die Flüssigkeitskräfte wirken daher schließlich zur gleichen Seite des Faservlieses, aus der sie aufgebracht worden sind.
  • Diese verschiedenen Kräfte verschieben die Fasern je nach dem Muster auf der undurchlässigen Tragwalze und/oder dem Muster des Haltebandes, so daß Flächen mit unterschiedlicher Faserkonzentration gebildet werden. In einigen Fällen können die Kräfte sogar zur Bildung von Öffnungen oder Löchern im Faservlies führen. In anderen Fällen werden, wenn z.B.
  • Haltebänder, wie sie in Zusammenhang mit den Figuren 5 bis 7 beschrieben wurden, verwendet werden, im Faservlies Muster erzeugt, die unbearbeitete Flächen mit der ursprünglichen Faseranordnung und -konzentration enthalten.
  • Der erfindungsgemäß so weit bearbeitete Faserstoff kann schließlich mit einem Klebe- oder Bindemittel, mit Farbe oder einem anderen Imprägnierungsmittel in üblicher Weise behandelt werden oder in üblicher Weise bedruckt oder mit einem Überzug versehen werden. Um den Faserstoff zu stärken, kann z.B. jedes geeignete klebende Bindemittel bzw. ein Binder einem wässrigen oder nichtwässrigen Medium beigegeben werden, das als Bearbeitungsmittel verwendet wird. Wenn es gewünscht wirkt, kann ein klebender Binder auf den bearbeiteten Faserstoff aufgedruckt oder aufgesprüht werden, um die erforderliche Festigkeit des Faserstoffes zu gewährleisten Wenn es gewünscht wird, könnn auch thermoplastische Binder auf den bearbeiteten Faserstoff in Pulverform oder in Faserform während oder nach der Bearbeitung aufgebracht und dann geschmolzen werden, um die übrigen Fasern miteinander zu verbinden.
  • Der optimale Bindemittelanteil für einen bestimmten Faserstoff hängt von einer Anzahl von Einflußgrößen ab, zu denen die Art des Bindemittels, die Größe und die Form der Bestandteile des Binders, die Art der Anordnung des Binders im Faserstoff, die Art und Länge der Fasern, das gesamte Fasergewicht und ähnliches gehören. In einigen Fällen braucht wegen der Stärke der verwendeten Fasern oder der Art der Verfilzung im bearbeiteten Faserstoff überhaupt kein Binder verwendet zu werden, um einen brauchbaren Faserstoff zu erhalten.
  • Als Ausgangsmaterial für das erfindungsgemäße Verfahren kommt jedes übliche Faservlies wie z.B. ein Krempelfaservlies, ein Wirrfaservlies, ein luftgeschichtetes Faser vlies oder ein naßgeschichtetes Faservlies in Frage. Die Faservliese können einschichtig oder durch Laminieren aus einer Mehrzahl von Faserschichten gebildet sein. Die Fasern des Vlieses können wirr oder mehr oder weniger gerichtet wie z.B. bei einem Krempelfaservlies angeordnet sein. Die einzelnen Fasern können verhältnismäßig gerade oder leicht gebogen sein. Die Fasern kreuzen sich unter den verschiedensten Winkeln miteinander, so daß benachbarte Fasern in aller Regel nur an den Stellen, wo sie sich kreuzen, miteinander in Kantakt kommen. Die Fasern sind unter dem Einfluß von Kräften, die-durch ein Fluid wie z.B. Wasser, Luft usw. aufgebracht werden, verschiebbar.
  • Um einen Faserstoff mit dem gleichen Charakter und dem gleichen Fall wie ein gewebter Stoff zu erzeugen, kann das Ausgangsvlies bestehen aus natürlichen Fasern, wie z.B. Baumwolle, Flachs usw., aus Mineralfasern wie z.B. Glas, aus künstlichen Fasern wie z.B. Viskosekunstseide, Zelluloseazetat usw. oder aus synthetischen Fasern wie z.B. Polyamidfasern, Polyesterfasern, Akrylfasern, Polyolefinfasern usw., die allein oder in Verbindung mit-einander verwendet werden können.
  • Es werden die üblichen Textilfasern verwendet, deren Länge im allgemeinen zwischen 6 mm und 66 mm liegt. Zufriedenstellende Ergebnisse werden nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erzielt, wenn das Ausgangsvlies zwischen 6,2 g/m2 und 155 g/m2 oder mehr wiegt.
  • Das Bearbeitungsfluid ist vorzugsweise Wasser oder eine ähnliche Flüssigkeit, es können jedoch auch andere Fluide wie z.B. Gas verwendet werden.
  • Der nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte, ungewebte Faserstoff kann eine sehr große Vielzahl von Mustern mit Löchern oder mit Flächen von unterschiedlicher Faserkonzentration oder mit beidem haben. Darüberhinaus können die Löcher oder die Flächen mit unterschiedlicher Faserkonzentration unterschiedliche Formen haben, wie bereits erwähnt.
  • In den Figuren 8 und' 9 ist ein erfindungsgemäß hergestellter, ungewebter Faserstoff 100 dargestellt. Der Faserstoff umfaßt kreisförmige Flächen 101, die in Längsrichtung nnd in Querrichtung des Faserstoffes angeordnet sind. In der Mitte jeder kreisförmigen Fläche befindet sich ein Faserbüschel 102. Die kreisförmigen Flächen werden durch Faserflächen 103 verbunden, die sich ununterbrochen über den ganzen Faserstoff erstrecken. Die Faserflächen 103 haben eine bestimmte Faserkonzentration, die im wesentlichen im ganzen Faserstoff gleich hoch ist. Wie deutlich in Fig. 9 zu ersehen ist, sind die Flächen 103 die dicksten Abschnitte des Faserstoffes. Die kreisförmigen Flächen 103 haben eine geringere Faserkonzentration und sind flacher als die Flächen 103e Die kreisformigen Flächen sind lichtdurchlässiger als der übrige Faserstoff.
  • In den Fig. 10 und -11 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäß hergestellten, ungewebten Faserstoffes dargestellt. Der ungewebte Faserstoff 105 umfaßt quadratische Flächen 106 mit geringer Faserkonzentration und hoher Lichtdurchlässigkeit. Die Fasern in den quadratischen Flächen sind ungeordnet und sich einander überschneidend angeordnet.
  • Der Faserstoff umfaßt ferner eine Mehrzahl von sich in Längsrichtung erstreckenden Streifen 107 und sich in Querrichtung erstreckenden Streifen 108, die einander schneiden.
  • Auch die Fasern in diesen Streifen sind ungeordnet und schneiden sich einander. Die Streifen haben eine wesentlich höhere Faserkonzentration als die quadratischen Flächen und sind dicker als die quadratischen Flächen, wie aus Fig. 11 zu ersehen ist.
  • Ein ähnlicher Faserstoff wie der in Verbindung mit Fig. 8 beschriebene ist in Fig. 12 dargestellt. Der Faserstoff 110 umfaßt kreisförmige Flächen 111 mit geringer Faserkonzentration. Die kreisförmigen Flächen werden von Flächen 112 mit hoher Faserkonzentration umgeben und verbunden. In allen Teilgebieten des Faserstoffes sind die Fasern selber zufällig, ungeordnet und sich überschneidend angeordnet.
  • Der gleiche Faserstoff ist in Fig. 16 verkleinert und in natürlicher Größe widergegeben.
  • Der in Fig. 13 dargestellte Faserstoff 115 umfaßt kreisförmige Flächen 116 mit hoher Faserkonzentration. Die kreisförmigen Flächen sind gegeneinander versetzt in Reihen angeordnet und untereinander in Diagonalrichtung über den gesamten Faserstoff durch Faserbänder 117 mit mittlerer Faserkonzentration verbunden. Die übrigen Flächen 118 des Faserstoffes haben eine sehr niedrige Faserkonzentration und bilden in einigen Fällen sogar teilweise Löcher oder Öffnungen im Faserstoff.
  • In Fig. 15 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäß hergestellten, ungewebten Faserstoffes 120 dargestellt. Der Faserstoff umfaßt in Längs- und Quer richtung des Faserstoffes angeordnete, quadratische Flächen 121. Die Flächen 121 sind unregelmäßig und haben eine höhere Faserkonzentration als der übrige Faserstoff. Diese Flächen 121 sind ferner lichtundurchlässiger als die Längs-und oerstreifen 122, die die Flächen 121 miteinander verbinden.
  • In Fig. 18 ist ein weiterer Faserstoff 125 dargestellt, der dem in Fig. 15 mit der Ausnahme ähnlich ist, daß das Muster aus Flächen mit hoher Faserkonzentration und Flächen mit niedriger Faserkonzentration anders und wesentlich komplizierter ist. Die unregelmäßigen Flächen 126 mit zufälliger Form haben eine niedrige Faserkonzentration und es kommen sogar einige Löcher 128 vore Die Streifen 127 haben ebenfalls eine niedrige Faserkonzentration0 Die übrige Fläche129 des Faserstoffes hat eine hohe.Faserkonzentration, die im wesentlichen im gesamten Faserstoff gleich ist.
  • Im folgenden werden einige Beispiele der Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens und der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Herstellung von Faserstoffen mit Mustern aus unterschiedlichen Faserkonzentrationen beschrieben.
  • Beispiel 1 Bei einer'Vorrichtung, wie sie in-Fig. 1 dargestellt ist, wird ein Vlies aus lose zusammenhängenden Fasern, wie es z.B. durch Krempeln erzeugt werden -kann, zwischen das Halteband 32 und die undurchlässige Tragwalze 33 eingespeist. Das Faservlies wiegt ungefähr 30 g/m² und das Verhältnis der in Transportrichtung ausgerichteten Fasern zu den übrigen Fasern beträgt ungefähr 7:1. Das Vlies enthält 40 % Fasern aus Viskosekunstseide von 10 mm Länge und 1,5 den sowie 60 % technische Zellulose. Die hier verwendete undurchlässige Tragwalze hat ungefähr 15 runde 2 Noppen bzwe Vorsprünge pro cm , von denen jede einen Durchmesser von ungefähr 1 mm und eine-Höhe von 1,6 mm hat.
  • Die Noppen sind in quer über die Walze verlaufenden Zeilen sowie in Umfangsrichtung um die Walze verlaufenden Spalten angeordnet. Das Halteband besteht aus einem gewebten 2 Nylongitter mit 35 x 35 Fäden pro cm bzw. 1225 Öffnungen 2 pro cm . Ungefähr 60 % der Haltebandfläche sind offen.
  • Von Spriihdüsen wird Wasser durch das Halteband und gegen die Tragwalze gesprüht. Das Sprühwasser hat einen Druck von ungefähr 5,5 - 6,9 bar. Als Sprühdüsen werden gewöhnliche Düsen mit festem Konus verwendet, und der Wasserdurchsatz in der Bearbeitungszone beträgt 5 1/min. Das bearbeitete Faservlies läuft dann in die Abnahmezone und verläßt die Vorrichtung. -Unter den beschriebenen Bedingungen wird eine gute Faserverschiebung erreicht und ein hervorragender Faserstoff erzeugt, wie er schematisch in den Fig. 8 und 9 sowie in Fig. 12 und Fig. 16 dargestellt ist.
  • Der Faserstoff 110 nach Fig. 12 hat ein durchgehendes Muster 112 mit hoher Faserkonzentration, daß sich im wesentlichen gleichförmig über den ganzen Faserstoff erstreckt. Über dieses Muster sind kreisförmige Flächen 111 mit niedriger Faserkonzentration verteilt. Diese kreisförmigen Flächen sind auf Quer- und Längslinien des Faserstoffes angeordnet. Im wesentlichen in der Mitte einer jeden kreisförmigen Fläche befindet sich ein Faserbüschel 113 mit wiederum einer anderen Faserkonzentration, das im wesentlichen von einem Abschnitt des ursprünglichen, unbearbeiteten Faservlieses gebildet wird.
  • Fig. 16 verdeutlicht den ästhetischen Gesamtgehalt des Faserstoffes, der durch die Muster mit unterschiedlicher Faserkonzentrat ion hervorgerufen wird Beispiel 2 Die Fig. 10 und 11 zeigen eine schematische Ansicht sowie einen Querschnitt eines weiteren ungewebten, erfindungsgemäß hergesteltten Faserstoffes, zu dessen Herstellung eine ähnliche Vorrichtung wie die in Beispiel 1 beschriebene verwendet wurde, allerdings it der Ausnahme, daß sich auf der verwendeten undurchlässigen Tragwalze ein Muster aus nicht zusammenhängenden, erhabenen, quadratischen Flächen befindet. Es befinden sich ungefähr 15 quadratische Flächen auf jedem cm2, und diese quadratischen Flächen sind in Längs- und Querrichtung auf der Tragwalze verteilt. Jede quadratische Fläche hat die Abmessungen 1 , 7 mm x 1,7 mm.
  • Das verwendete Halteband hat im Gegensatz zu den Vorsprüngen, die Verbindung mit Beispiel 1 beschrieben wurden, eine verhältnismäßig glatte Oberfläche. Der hergestellte Faserstoff umfaßt ein Muster aus quadratischen Flächen, die dem Muster aus quadratischen Flächen auf der Tragwalze entsprechen und eine niedrige Faserkonzentration haben, sowie aus zusanimenhängende quer- und längsverlaufende Streifen mit hoher Faserkonzentration. Diessr Faserstoff ist vergrößert in Fig. 18 widergegeben und Fig. 15 zeigt ihn in natürlicher Größe, wobei die ästhetische Wirkung dieses Faserstoffes zu erkennen ist.
  • Beispiel 3 Es wird eine Vorrichtung nach Fig. 1 verwendet, wobei ein Faservlies aus lose zusammenhängenden Fasern, wie es durch Krempeln erzeugt werden kann, zwischen die undurchlässige Tragwalze 30 und das Halteband 32 eingespeist wird. Das Faservlies wiegt ungefähr 30 g/m , und das Verhältnis der in Transportrichtung ausgerichteten Fasern zu den übrigen Fasern beträgt ungefähr 7:1. Das Faservlies besteht aus Fasern aus Viskosekunstseide von ungefähr 40 mm Länge und 1,5 den0 Die pndurchlässige Tragwalze weist ungefähr vier im wesent-2 lichen runde Ausnehmungen pro cm auf. Jede Ausnehmung hat einen Durchmesser von ungefähr 3,2 mm und eine Tiefe von 1,6 mm. Diese Ausnehmungen sind in einem rombenförmigen Muster über die Tragwalze verteilt. Als Halteband wird das in Verbindung mit Beispiel 1 beschriebene und in den Fig.
  • 5 bis 7 dargestellte Halteband verwendet. In gleicher Weise, wie es in Verbindung mit Beispiel 1 beschrieben wurde, wird Wasser gegen das Halteband gesprüht. Unter den angegebenen Bedingungen wird eine gute Faserbehandlung erreicht und eiMervorragender, ungewebter Faserstoff erzeugt, wie er in Fig. 13 dargestellt ist.-Der Faserstoff nach Fig. 13 enthält ein nicht zusammenhängendes Muster aus kreisförmigen Flächen 116 mit hoher Faserkonzentration, die entsprechend dem Muster der Ausnehmungen auf der Tragwalze angeordnet sind.
  • Diese kreisförmigen Flächen sind in Diagonalrichtung des Faserstoffes durch Flächen 117 mittlerer Faserkonzentration verbunden und begrenzen dünne Stellen oder Löcher im Faserstoff. Die Faserfläche in der Mitte der dünnen Stellen entspricht den Vorsprüngen des Haltebandes. Die Faseranordnung in diesen Flächen ist im wesentlichen die gleiche wie in dem ursprünglichen Faservlies.
  • Beispiel 4 Das fasrige Ausgangsmaterial und die verwendete Vorrichtung sind bei diesem Beispiel die gleichen wie bei Beispiel 3, allerdings mit der Ausnahme, daß die Tragwalze eine drehbare Walze mit glatter Oberfläche ist, die zwar undurchlässig ist, aber an der Oberfläche mit einer Schaumstoffschicht z0B.
  • aus Polyurethanschaum von ungefähr 3,2 mm Dicke bedeckt ist.
  • Der erzeugte Faserstoff 134 ist in den Fig. 14 und 17 widergegeben und hat ein Muster aus zufällig verteilten und geformten Flächen 135 mit unterschiedlicher Faserkonzentration, sowie aus zufällig verteilten und geformten Löchern 136, die sich über den gesamten Faserstoff verteilen.
  • Die beschriebenen Ausführungsbeispiele dienen lediglich der Erläuterung der Erfindung. Sie stellen keine Begrenzug dar, da Abwandlungen im Rahmen der Erfindung für den Fachmann naheliegen.

Claims (28)

  1. Patentansprüche
    1 1 Ungewebter Faserstoff mit Flächenelementen unterschiedlicher Lichtdurchlässigkeit> die nach einem bestimmten Muster über den ganzen Faserstoff verteilt sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Flächenelemente (101, 103) überall im Faserstoff eine im wesentlichen gleiche Faserdichte aufweisen und daß die Flächenelemente unterschiedliche Faserkonzentration aufweisen.
  2. 2. Ungewebter Faserstoff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zu den Flächenelementen unterschiedlicher Faserkonzentration Plåchenelemente (103) mit hoher Faserkonzentration und Flächenelemente ( 101;) mit niedriger Faserkonzentration gehören und daß die Flächenelemente mit niedriger Faserkonzentration nicht zusammenhängend in einem Nester angeordnet sind.
  3. 3. Ungewebter Faserstoff nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Flächenelement (101) mit niedriger Faserkonzentration im wesentlichen kreisförmig ist.
  4. 4. Ungewebter Faserstoff nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Flächenelement (106) mit niedriger Faserkonzentration eine im wesentlichen quadratische Form hat.
  5. 5. Ungewebter Faserstoff nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Flächenelemente (101, 106) mit niedriger Faserkonzentration zeilenweise quer und spaltenweise längs zum Faserstoff angeordnet sind.
  6. 6. Ungewebter Faserstoff nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zu den Flächenelementen (126) mit niedriger Faserkonzentration auch einige Öffnungen (128) im Faserstoff gehören.
  7. 7. Ungewebter Faserstoff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zu den Flächenelementen unterschiedlicher Faserkonzentration Flächenelemente (116) mit hoher Faserkonzentration und Flächenelemente (118) mit niedriger Faserkonzentration gehören und daß die Flächenelemente mit hoher Faserkonzentration nicht zusammenhängend in einem Muster angeordnet sind.
  8. 8. Ungewebter Faserstoff nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Flächenelement (116) mit hoher Faserkonzentration im wesemtiich kreisförmig ist.
  9. 9. Ungewebter Faserstoff nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Flächenelement mit hoher Faserkonzentration eine im wesentlichen quadratische Form hat.
  10. 10. Ungewebter Faserstoff nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Flächenelemente St hoher Faserkonzentration (116) zeilenweise quer und spaltenweise längs zum Faserstoff angeordnet sind.
  11. 11. Ungewebter Faserstoff nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß zu den Flächenelementen (118) mit niedriger Faserkonzentration auch einige Öffnungen im Faserstoff gehören.
  12. 12. Verfahren zur Bearbeitung eines Faservlieses zur Herstellung eines Faserstoffes mit Flächenelementen unterschiedlicher Lichtdurchlässigkeit und unterschiedlicher Faserkonzentration nach einem der Ansprüche 1 bis 11, gekennzeichnet durch folgende Schritte: Lagerung eines Faservlieses auf einem undurchlässigen, gemusterten Tragelement, Aufbringung einer Vielzahl von Fasern verschiebenden Kräften auf das gelagerte Faservlies, von denen ein wesentlicher Anteil in der Ebene des Faservlieses und ebenfalls ein wesentlicher Anteil unter verschiedenen Winkeln zur Ebene des Faservlieses wirkt, wobei die unter einem Winkel wirkenden Kräfte schließlich zur gleichen Seite des Faservlieses umgelenkt werden, von der aus sie aufgebracht werden, wodurch in dem Faservlies ein Muster aus Flächenelementen mit unterschiedlicher Faserkonzentration erzeugt wird, das dem Muster des Tragelements entspricht.
  13. 13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die die Fasern verschiebenden Kräfte hydraulische' Kräfte sind,
  14. 14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die hydraulischen Kräfte durch Wassertropfen aufgebracht werden, die gleichmäßig über das Faservlies verteilt werden.
  15. 15. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die hydraulischen Kräfte durch Wasserstrahlen aufgebracht werden.
  16. 16. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß zu den Kräften, die unter verschiedenen Winkeln zur Ebene des Faservlieses wirken, Kräfte gehören, die senkrecht zur Ebene des Faservlieses wirken.
  17. 17. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die die Fasern verschiebenden Kräfte groß genug sind, um Öffnungen im Faservlies zu bilden.
  18. 18. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die die Fasern verschiebenden Kräfte nach einem bestimmten Muster auf- da-s und in dem Faservlies wirken.
  19. 19. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Faservlies mit den Flächensegmenten von unterschiedlicher Lichtdurchlässigkeit und unterschiedlicher Faserkonzentration einem KLebe- oder Bindeprozeß unter-, worfen wird, um einen ungewebten Faserstoff zu erzeugen.
  20. 20. Vorrichtung zur Bearbeitung eines Faservlieses zur Herstellung eines Faserstoffes mit Flächensegmenten von unterschiedlicher Lichtdurchlässigkeit und unterschiedlicher Faserkonzentration nach dem Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 19, gekennzeichnet durch ein undurchlässiges, gemustertes Tragelement (30) zum Halten und Unterstützen des Faservlieses (31) auf einem wesentlichen Tei7 seiner Oberfläche, durch eine Einrichtung (45) mit der ein Fluid gegen das unterstütze Faservlies zur Erzeugung von in der Ebene des Faservlieses und unter einem Winkel zum Faservlies wirkend, die Fasern vetschiebenden Kräften gelenkt werden kann, und durch eine Einrichtung (34) zum Entfernen des Fluids aus dem Faservlies.
  21. 21. Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß das undurchlässige, gemusterte Tragelement eine drehbare Tragwalze (30, 60, 70) mit einer nichtelastischen, -gemusterten Oberfläche (61) umfaßt.
  22. 22. Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß das undurchlässige, gemusterte Tragelement eine drehbare Tragwalze (30, 80) mit einer elastischen Oberfläche (81) umfaßt.
  23. 23. Vorrichtung nach Anspruch 20» gekennzeichnet durch ein porenreiches Halteband (32) zum Andrücken des Faservliese-s (31, 82, 72) gegen das undurchlässige, gemusterte Tragelement (30, 60, 70, 80)o
  24. 24. Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die-Einrichtung zum Lenken eines Fluids gegen das Faservlies Sprühdüsen (45, 73) umfaßt, die FLuii gegen das von dem Tragelement unterstützte Faservlies lenken.
  25. 25. Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zum Entfernen des Fluids eine mit Unterdruck arbeitende Einrichtung (47) ist.
  26. 26. Vorrichtung nach Anspruch 20, mit einer Einrichtung (50, 51, 52) zum Kleben oder Binden des Faservlieses zur Erzeugung eines ungewebten Faserstoffes.
  27. 27. Vorrichtung nach Anspruch 20, gekennzeichnet durch eine drehbare Tragwalze (30) als undurchlässiges, gemustertes Tragelement, ein über einen wesentlichen Abschnitt des Umfangs der Tragwalze neben dieser verlaufendes, porenreiches flal.teband (32) zum Andrücken des-von der Tragwalze gehaltenen und unterstützten Faservlieses (31) gegen die Tragwalze, eine Einrichtung zum Antreiben der Tragwalze und des Haltebandes mit einer solchen Geschwindigkeit, daß keine Relativbewegung zwischen dem Halteband und der Tragwalze herrscht und durch Ausbildung der Einrichtung zum Lenken eines Fluids gegen das Faservlies als Spriihdüsenanordnung (45), die auf der der Tragwalze hinsichtlich des Faservlieses gegenüberliegenden Seite angeordnet ist.
  28. 28. Vorrichtung nach Anspruch 27, gekennzeichnet durch eine Einrichtung (50, 51, 52) zum Kleben oder Binden des Faservlieses zur Erzeugung eines ungewebten Faserstoffes.
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