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Teleskopausleger, insbesondere für stationäre oder fahrbare Krane
Beschreibung
Die Erfindung betrifft einen Teleskopausleger, insbesondere für stationäre oder fahrbare Krane, der aus einem Grundausleger und mehreren Teleskopschüssen besteht, die mittels eines innenliegenden Teleskopierantriebs aus- und einfahrbar sind und in ausgefahrener Stellung mittels einer jedem einzelnen Teleskopschuß zugeordneten Verriegelungsvorrichtung gegen relative Axialbewegungen feststellbar sind.
Es ist ein teleskopierbarer Kranausleger bekannt (DE 37 07 521 C2), mit einem Grundausleger und mehreren Teleskopschüssen, die mittels eines innenliegenden einfachen Teleskopierzylinders aus- und einfahrbar sind und sich in ausgefahrener Stellung mittels jedem einzelnen ausfahrbaren Teleskopschuß zugeordneter, jeweils nur unmittelbar an den Enden dieser Teleskopschüsse angeordneter und zur Aufnahme des ganzen Biegemomentes in einer Querebene ausgebildeter Verriegelungsvorrichtungen aufeinander abstützen, die aus Verriegelungsbolzen und Verriegelungshülsen bestehen. Am unteren Ende des Teleskopierzylinders stützt ein im Grundausleger geführter Abstützträger den äußersten Teleskopschuß beim Teleskopieren im Grundausleger ab, wobei der äußere Teleskopschuß am oberen Ende mit einer den jeweils darin hochfahrenden Teleskopschuß an einer, die Abwärtsbewegung hindernden lösbaren Sperre versehen ist. Die hierzu gegebene spezifische Lösung besteht darin, daß innerhalb des innersten Teleskopschusses gleitend ein am unteren Ende des Grundauslegers biegefest eingespanntes rundes oder rechteckiges Rohr angeordnet ist, das etwa die gleiche Länge aufweist wie der Grundausleger und an dem die Böden der Teleskopschüsse, ausgenommen der Boden des äußersten Teleskopschusses, geführt sind. Da hier weder die Haltevorrichtung, bestehend aus dem runden oder rechteckigen Rohr, nur auf die Länge des Grundauslegers bemessen sein kann, muß der durch einen ausfahrbaren
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innenliegenden Teleskopierzylinder angetriebene äußerste Teleskopschuß stets voll ausgefahren sein, um einen innenliegenden Teleskopschuß auf der Haltestange abzustecken. Ein maximales Ausfahren der innenliegenden Teleskopschüsse wird nur dadurch erreicht, daß der Teleskopierzylinder voll ausgefahren wird. Der durch ihn angetriebene Teleskopschuß wird ebenfalls voll ausgefahren und bringt den inneren Teleskopschuß auf eine Position, in der er mit der Haltestange verbunden werden kann. Anschließend muß der äußerste Teleskopschuß wieder voll zurückgezogen werden, um den auf der Haltestange abgesteckten inneren Teleskopschuß indirekt voll auszufahren.
Dieser Ausfahrprozeß, der beim Einfahren in umgekehrter Reihenfolge abläuft, benötigt einen langen Zeitraum.
Weiterhin ist nachteilig, daß für jeden einzelnen inneren Teleskopschuß eine separate Aufnahme in der Haltestange vorzusehen ist.
Davon abgesehen, ist nicht erkennbar, inwiefern eine vorteilhafte Übertragung der Biegemomente von Schuß zu Schuß das Teleskopieren einfacher als auch sicherer machen soll.
Demgegenüber liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, bei Verwendung eines einzigen einstufigen Teleskopierzylinders das Teleskopieren schneller, d. h. zeitsparender auszuführen, bei gleicher Sicherheit und bei gleich günstiger Biegemomentübertragung von Teleskopschuß zu Teleskopschuß.
Die gestellte Aufgabe wird an einem eingangs bezeichneten Teleskopausleger erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der erste Teleskopschuß mit einem zweiten Teleskopschuß durch den Teleskopierantrieb gleichzeitig betätigbar ist, wobei der an dem Grundausleger befestigte und an dem ersten Teleskopschuß angelenkte Teleskopierantrieb gleichzeitig als Antrieb für ein Ausfahrseil dient, das an dem feststehenden Grundausleger und am hinteren Bereich des zweiten Teleskopschusses befestigt ist, derart, daß für zusätzliche Teleskopschüsse und für weitere Teleskopschüsse der Antrieb als indirekter Antrieb von dem direkt angetriebenen ersten Teleskopschuß bzw. von dem zweiten Teleskopschuß ableitbar ist. Der Vorteil gegenüber dem bekannten System besteht darin, daß durch die Kombination des Teleskopierantriebs mit einem Seiltrieb und einer Haltevorrichtung die Zahl der einzubauenden Seiltriebe bzw. der einzubauenden Teleskopierzylinder reduziert werden kann und somit das Auslegergewicht insgesamt reduziert wird. Dadurch
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verkleinert sich das auf den Auslegerkopf reduzierte Auslegergewicht und es kann eine größere Traglast des Kranes verwirklicht werden.
Für ein schnelles Ausfahren des gesamten Teleskopauslegers ist es vorteilhaft, daß nach weiteren Merkmalen die Ausfahrwege des ersten Teleskopschusses und des zweiten Teleskopschusses sich etwa wie 1:1 verhalten, bezogen auf den feststehenden Grundausleger.
In Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß das Ausfahrseil von einem seitlichen Befestigungspunkt am zweiten Teleskopschuß über eine an dem ersten Teleskopschuß drehgelagerte Ausfahrseilrolle geführt wird und an einer Ausfahrseilbefestigung des Grundauslegers angeschlossen ist. Dadurch kann bei einer Bewegung des Teleskopierantriebs gleichzeitig der zweite Teleskopschuß mit angetrieben werden, ohne einen weiteren Antrieb zu beanspruchen.
Weiterhin ist vorgesehen, daß parallel verlaufend zum Teleskopierantrieb am Grundausleger eine Haltestange starr befestigt ist, die an ihrem vorderen Ende eine Halteeinrichtung und eine Greifereinrichtung trägt. Diese an und für sich bekannte Haltestange wird dahingehend ergänzt, indem am vorderen Ende die Halteeinrichtung für weitere Teleskopschüsse und eine noch näher zu beschreibende Greifereinrichtung angeordnet sind.
Vorteilhafterweise sind die Halteeinrichtung und die Greifereinrichtung mittels eines gemeinsamen Antriebs betätigbar. Der Antrieb kann unabhängig von der Betätigungsart des Teleskopierantriebs ebenfalls hydraulisch gestaltet sein.
Bei entsprechenden Antriebsverbindungen bzw. -Zuleitungen ist weiter vorteilhaft, daß der erste Teleskopschuß und der zweite Teleskopschuß sowie das Ausfahrseil und ein Einfahrseil mittels des einzigen einstufigenTeleskopierantriebs angetrieben sind. Dadurch werden die indirekt antreibbaren Teleskopschüsse während der Bewegungszeiten der direkt angetriebenen Teleskopschüsse schon soweit hinsichtlich der sie koppelnden Verbindungsmittel positioniert, daß in kürzesten Zeiten eine Kopplung stattfinden kann.
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Der Antrieb für das Zurückziehen der einzelnen Teleskopschüsse ist dahingehend gestaltet, daß das Einfahrseil von einer ersten Befestigungsstelle am vorderen Ende der Haltestange über eine am hinteren Ende des ersten Teleskopschusses drehgelagerte erste Einfahrseiirolle von unten eingeführt ist, um den Umfang nach oben herum geführt, über eine am Ende des zweiten Teleskopschusses in einer zur Längserstreckung des Grundauslegers parallelen Ebene liegenden U-RiIIe weitergeführt ist, von oben um eine zur ersten Einfahrseilrolle zweite Einfahrseilrolle herum nach unten und von dort an eine zweite Befestigungsstelle am vorderen Ende der Haltestange angeschlossen ist. Dadurch werden parallele Antriebskräfte für das Einfahrseil auf engstem Raum geschaffen und damit eine mittige Resultierende der Antriebskraft.
Nach weiteren Merkmalen ist vorgesehen, daß in den hinteren Enden der zusätzlichen dritten und vierten Teleskopschüsse jeweils eine einzige Ausnehmung angeordnet ist, die bei entsprechender Ausziehstellung mit der Halteeinrichtung korrespondiert. Damit werden die Voraussetzungen geschaffen, eine Ankoppelung der indirekt anzutreibenden Teleskopschüsse zu ermöglichen.
In Verbesserung der Erfindung ist vorgesehen, daß an der Halteeinrichtung ein oder mehrere Näherungsschalter angeordnet sind, die auf jeweils eine der Ausnehmungen ansprechen. Dadurch kann eine exakte gegenüberliegende Stellung der Ausnehmungen und entsprechender Organe der Halteeinrichtung erzeugt werden.
In weiterer Ausgestaltung wird vorgeschlagen, daß mittels eines Signals oder der Näherungsschalter aus der Halteeinrichtung ein Bolzen auslösbar und in die gegenüberliegende Ausnehmung des jeweiligen Teleskopschusses einfahrbar ist. Somit kann die Ankoppelung der indirekt anzutreibenden Teleskopschüsse elektrisch bzw. elektronisch gesteuert werden und kann entsprechend schnell ohne größere Zeitverluste durchgeführt werden.
Eine weitere Verbesserung der Erfindung besteht darin, daß die Greifereinrichtung unterhalb der Halteeinrichtung angeordnet und am unteren Teil der Haltestange montiert ist und daß Verriegelungsbolzen vorgesehen sind, die jeweils im hinteren Ende der zusätzlichen Teleskopschüsse gelagert sind. Hier dienen die Verriegelungsbolzen der Kraftübertragung zwischen der Haltestange, die mit dem
Grundausleger verbunden ist und weiteren Teleskopschüssen. So wird ermöglicht, die Verriegelungsbolzen in entsprechende Gegenöffnungen der direkt angetriebenen Teleskopschüsse eingreifen zu lassen.
Vorteilhafterweise ist dann noch vorgesehen, daß die Verriegelungsbolzen jeweils in hinteren Lagerungen der indirekt angetriebenen Teleskopschüsse angeordnet sind. Diese Anordnung gestattet einen Kraftangriff für den Antrieb an der äußerst möglichen Stelle, um eine größtmögliche Ausziehlänge zwischen den einzelnen Teleskopschüssen zu erzielen.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben.
Es zeigen
Figur 1 den eingefahrenen Teleskopausleger im Längsschnitt,
Figur 2 den Längsschnitt gemäß Figur 1 in verkleinertem Maßstab, wobei die
direkt angetriebenen Teleskopschüsse einen indirekt angetriebenen Teleskopschuß auf die Position zur Fixierung mit der Haltestange gebracht haben,
Figur 3 einen Querschnitt A-A gemäß Figur 2,
Figur 4 einen Querschnitt B-B gemäß Figur 2,
Figur 5 einen Querschnitt C-C gemäß Figur 2,
Figuren 6A in den einzelnen Stadien des eingefahrenen Teleskopauslegers bis 6F (Figur 6A) bis zum Stadium des voll ausgefahrenen Teleskopauslegers
(Figur 6F).
Gemäß Figur 1 sind in einem mit einem polygonalen Querschnitt ausgestatteten Grundausleger 1 mehrere Teleskopschüsse 2, 3, 4 und 5 ineinandergesteckt verschiebbar gelagert. Eine solche Baueinheit ist als Teleskopausleger für stationäre oder fahrbare Krane einsetzbar. Ein innenliegender, jedoch nicht zentrisch angeordneter Teleskopierantrieb 6 ist an dem Grundausleger 1 befestigt und liegt mit seinem Zylinder, wenn eine Kolben-Zylinder-Einheit als Teleskopierantrieb 6 eingesetzt wird, formschlüssig befestigt an dem ersten Teleskopschuß 2 an. Somit kann der erste
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Teleskopschuß 2 unmittelbar angetrieben ausgefahren werden. Der erste Teleskopschuß 2 und ein zweiter Teleskopschuß 3 sind durch den Teleskopierantrieb 6 damit gleichzeitig betätigbar. Der an dem Grundausleger 1 befestigte und an dem ersten Teleskopschuß 2 angelenkte Teleskopierantrieb 6 dient gleichzeitig als Antrieb für ein Ausfahrseil 8, das an dem feststehenden Grundausleger 1 und im hinteren Bereich des zweiten Teleskopschusses 3 befestigt ist. Damit kann der Antrieb für einen zusätzlichen dritten Teleskopschuß 4 und einen vierten Teleskopschuß 5 als indirekter Antrieb von dem direkt angetriebenen ersten Teleskopschuß 2 abgeleitet werden. Während des Ausfahrvorganges ist die Ausschublänge des zweiten Teleskopschusses 3 (bezogen auf den ersten Teleskopschuß 2) z. B. ebenso groß wie die Ausschublänge des ersten Teleskopschusses 2 (bezogen auf den feststehenden Grundausleger 1).
Weiterhin sind im dritten Teleskopschuß 4 Verriegelungsbolzen 4a und im vierten Teleskopschuß 5 Verriegelungsbolzen 5a vorgesehen, über die und über an den vorderen Lagerungen der direkt angetriebenen Teleskopschüsse 2 und 3 vorgesehenen Einrichtungen mehrere der Teleskopschüsse miteinander verbunden werden, so daß die direkt angetriebenen Teleskopschüsse 2 und 3 die weiteren Teleskopschüsse 4 und 5 indirekt antreiben.
Die Ausfahrwege des ersten Teleskopschusses 2 und des zweiten Teleskopschusses 3 verhalten sich in Figur 1 etwa wie 1:1, bezogen auf den feststehenden Grundausleger 1. Das Verhältnis kann jedoch auch unterschiedlich gestaltet werden.
Das Ausfahrseil 8 verläuft von einem seitlichen Befestigungspunkt 1a am zweiten Teleskopschuß 3 über eine an dem ersten Teleskopschuß 2 drehgelagerte Ausfahrseilrolle 10 und ist an einer Ausfahrseilbefestigung 8a des Grundauslegers 1 in dessen vorderen Bereich befestigt.
Weiterhin ist parallel verlaufend zum Teleskopierantrieb 6 am Grundausleger 1 eine Haltestange 7 starr befestigt, die an ihrem vorderen Ende 7a eine Halteeinrichtung 11 und eine Greifereinrichtung 21 trägt. Die im Inneren des Grundauslegers 1 befindliche Haltestange 7 hat über die hydraulisch betätigte Halteeinrichtung 11 die Aufgabe, die durch den ersten Teleskopschuß 2 und den zweiten f eleskopschuß 3 mitbewegten
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weiteren Teleskopschüsse 4 und 5 gegen Hineinfallen in den Grundausleger 1 zu sichern.
Die Halteeinrichtung 11 und die Greifereinrichtung 21 sind mittels eines gemeinsamen einzigen Antriebs angetrieben. Der einzige Antrieb ist ein separater, in die Haltevorrichtung eingesetzter, kurzhubiger Hydraulikzylinder 28, der durch geeignete Verbindungsmittel über die Haltestange hindurch mit Öl versorgt werden kann ( Fig. 1).
Das Einfahrseil 12 (Figur 3) wird von einer ersten Befestigungsstelle 7b am vorderen Ende 7a der Haltestange 7 über eine am hinteren Ende des ersten Teleskopschusses 2 drehgelagerte erste Einfahrseilrolle 13 von unten eingeführt, um den Umfang 13a nach oben herumgeführt, über eine am Ende des zweiten Teleskopschusses 3 in einer zur Längserstreckung des Grundauslegers 1 parallelen Ebene 14 liegenden U-RiIIe 15 weitergeführt, dann von oben um eine zur ersten Einfahrseilrolle 13 parallel angeordnete zweite Einfahrseilrolle 16 herum nach unten und von dort an eine zweite Befestigungsstelle 7b am vorderen Ende 7a der Haltestange 7 geführt.
Ein Ausfahrvorgang des nicht direkt angetriebenen innenliegenden dritten Teleskopschusses 4 und des vierten Teleskopschusses 5 setzt in den hinteren Enden der zusätzlichen dritten und vierten Teleskopschüsse 4 und 5 jeweils eine Ausnehmung 17 bzw. 18 voraus, die bei entsprechender Ausziehstellung mit der Halteeinrichtung 11 korrespondiert.
Weiterhin sind an der Halteeinrichtung 11 (Figur 4) ein oder mehrere Näherungsschalter 19 angeordnet, die auf jeweils eine der Ausnehmungen 17 oder 18 ansprechen. Der Ausfahrvorgang geschieht dann so, daß die Teleskopschüsse 4 und 5 durch die direkt angetriebenen Teleskopschüsse 2 und 3 soweit ausgefahren werden, bis die Ausnehmungen 17 oder 18 mit einem Bolzen 20 der Halteeinrichtung 11 in einer Flucht stehen. Die Näherungsschalter 19 erfassen diese Position und bei deren Vorliegen wird ein Signal ausgelöst, durch das der Bolzen 20 aus der Halteeinrichtung 11 in eine der Ausnehmungen 17 bzw. 18 geschoben wird. Sobald der Bolzen 20 aus der Halteeinrichtung 11 in die Ausnehmung 17 bzw. 18 eingefahren ist, wird über die Greifereinrichtung 21 , die am unteren Teil der Haltestange 7 montiert ist, ein Verriegelungsbolzen 4a bzw. 5a herausgezogen. Diese Verriegelungsbolzen 4a, 5a sind in die hinteren Lagerungen 22 der nicht direkt angetriebenen
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Teleskopschüsse 4 bzw. 5 montiert und verbinden diese Teleskopschüsse formschlüssig untereinander. Nach dem Lösen dieser Verbindung ist ein nicht direkt
angetriebener Teleskopschuß 4 bzw. 5 durch die Halteeinrichtung 11 auf der Haltestange 7 fixiert und gegen Herunterfallen gesichert. Nachdem die äußeren Teleskopschüsse 4 und 5 durch die direkt angetriebenen Teleskopschüsse 2 und 3 wieder eingefahren sind, ändert sich die Ausfahrlänge des auf der Haltestange 7 fixierten Teleskopschusses relativ zu dem zurückgezogenen Teleskopschuß.
Der Einfahrvorgang der direkt angetriebenen Teleskopschüsse 2 bzw. 3 erfolgt derart, daß der erste Teleskopschuß 2 durch den Teleskopierantrieb 6 eingefahren wird.
Der Einfahrvorgang geschieht über das Einfahrseil 12 (Figuren 1 und 3), das an den vorderen Enden 7a der Haltestange 7 befestigt ist und an der hinteren Lagerung 22 des zweiten Teleskopschusses 3 fixiert ist. Das Einfahrseil 12 wird am Teleskopierantrieb 6 umgelenkt, so daß der zweite Teleskopschuß 3 in den ersten Teleskopschuß 2 eingeschoben wird. Die Längenänderung des zweiten Teleskopschusses 3 relativ zum ersten Teleskopschuß 2 ist dabei ebenso groß wie die Längenänderung des ersten Teleskopschusses 2 bezogen auf den Grundausleger 1.
Eine nicht näher dargestellte Längenmeßeinrichtung steuert die Längenänderung der Teleskopschüsse solange, bis die Ausnehmungen 27 zur Aufnahme der Verriegelungsbolzen 4a, 5a der Teleskopschüsse untereinander mit dem Verriegelungsbolzen 4a bzw. 5a des auf der Haltestange 7 fixierten jeweiligen Teleskopschusses in einer Flucht sind. Diese Position ist in Figur 4 im Querschnitt dargestellt. Der am unteren Teil der Halteeinrichtung 11 montierte Greifer 21a der Greifereinrichtung 21 gibt nun den Verriegelungsbolzen 4a bzw. 5a des jeweils fixierten Teleskopschusses 4 oder 5 frei. Der Verriegelungsbolzen 4a bzw. 5a stellt eine formschlüssige Verbindung zwischen dem noch auf der Haltestange 7 fixierten Teleskopschuß und dem relativ zu diesem Teleskopschuß zurückgezogenen anderen Teleskopschuß her. Nachdem diese Verbindung hergestellt ist, wird die formschlüssige Verbindung zwischen der Haltestange 7 und dem betreffenden fixierten Teleskopschuß durch den beschriebenen Lösevorgang des Bolzens 20 aufgehoben.
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Der nicht direkt angetriebene Teleskopschuß 4 bzw. 5 ist nun relativ zu den, ihn umgebenden, nächstgrößeren Teleskopschuß ausgefahren. Ein wiederholtes Ausfahren der direkt angetriebenen Teleskopschüsse 2 und 3 kann nun jeden anderen nicht direkt angetriebenen Teleskopschuß 4 oder 5 (oder weitere Teleskopschüsse) wieder in die Position bringen, so daß der betreffende nicht direkt angetriebene Teleskopschuß 4 oder 5 auf der Haltestange 7 fixiert wird, um somit eine weitere Änderung der Ausfahrlänge des gesamten Teleskopauslegers zu erreichen.
Der Einfahrvorgang der nicht direkt angetriebenen Teleskopschüsse 4 oder 5 erfolgt dahingehend, daß zunächst die direkt angetriebenen Teleskopschüsse 2 und 3 die Teleskopschüsse 4 und 5 einfahren, bis die hinteren Lagerungen 22 dieser nicht direkt angetriebenen Teleskopschüsse 4 oder 5 wieder in Flucht mit dem Bolzen 20 der Halteeinrichtung 11 sind. Der Vorgang zur Fixierung der nicht direkt angetriebenen Teleskopschüsse 4 oder 5 erfolgt dabei wie vorstehend beschrieben in umgekehrter Reihenfolge.
Dadurch, daß die den fixierten Teleskopschuß umgebenden anderen jeweils inneren Teleskopschüsse ausgeschoben werden, wird die Ausfahrlänge von dem fixierten Teleskopschuß relativ zu dem ihn umgebenden Teleskopschuß verringert. Der jeweils fixierte Teleskopschuß kann somit ganz eingefahren werden. In jedem Fall ist mittels eines Signals des oder der Näherungsschalter 19 aus der Halteeinrichtung 11 ein Bolzen 20 auslösbar, der in die gegenüberliegende Ausnehmung 17 oder 18 des jeweiligen Teleskopschusses 4 oder 5 eingefahren wird.
Die Greifereinrichtung 21 ist zweckmäßigerweise unterhalb der Halteeinrichtung 11 angeordnet und an dem unteren Teil der Haltestange 7 montiert und außerdem sind die Verriegelungsbolzen 4a bzw. 5a vorgesehen, die jeweils im hinteren Ende der zusätzlichen Teleskopschüsse 4 bzw. 5, d. h. in den hinteren Lagerungen 22 untergebracht sind.
Der vorderste Teleskopschuß 5 trägt die üblichen oberen und unteren Seilrollen 23 und 24.
Eine die Knicklänge des Teleskopierzylinders verringernde Stützkonstruktion befindet sich am hinteren Ende des gesamten Hauptauslegers (vgl. Fig. 1). An dem Zylinder des hydraulisch betätigbaren Kolben-Zylinder-Antriebs ist eine Führungs- und Mon-
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tagekonstruktion 26 mit einer Stützrolle 26a befestigt, die auf dem jeweils unteren Teleskopschuß aufliegt und damit den beispielsweise ca. 12 m langen Teleskopierantrieb 6 abfängt.
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Bezugszeichenliste
| 1 |
Grundäusleger |
26 Führungs- und Montagekon |
| 1a |
Befestigungspunkt |
struktion |
| 1b |
vordere Lagerung des Grundauslegers |
26a Stützrolle |
| 2 |
erster Teleskopschuß |
27 Ausnehmung zur Aufnahme |
| 3 |
zweiter Teleskopschuß |
der Verriegelungsbolzen |
| 4 |
dritter Teleskopschuß |
28 Hydraulikzylinder |
| 4a |
Verriegelungsbolzen |
|
| 5 |
vierter Teleskopschuß |
|
| 5a |
Verriegelungsbolzen |
|
| 6 |
Teleskopierantrieb |
|
| 7 |
Haltestange |
|
| 7a |
vorderes Ende |
|
| 7b |
Befestigungsstelle |
|
| 8 |
Ausfahrseil |
|
| 8a |
Ausfahrseilbefestigung |
|
| 9 |
(leer) |
|
| 10 |
Ausfahrseilrolle |
|
| 11 |
Halteeinrichtung |
|
| 12 |
Einfahrseil |
|
| 13 |
erste Einfahrseilrolle |
|
| 13a |
Umfang |
|
| 14 |
parallele Ebene |
|
| 15 |
U-RiIIe |
|
| 16 |
zweite Einfahrseilrolle |
|
| 17 |
Ausnehmung |
|
| 18 |
Ausnehmung |
|
| 19 |
Näherungsschalter |
|
| 20 |
Bolzen |
|
| 21 |
Greifereinrichtung |
|
| 22 |
hintere Lagerungen |
|
| 23 |
obere Seilrolle |
|
| 24 |
untere Seilrolle |
|
| 25 |
Stützkonstruktion |
|