DE29623502U1 - Auftriebsichere Sohle, speziell für eine Baugrube im Grundwasser, die die dichtenden Eigenschaften natürlicher Bodenschichten ausnützt - Google Patents
Auftriebsichere Sohle, speziell für eine Baugrube im Grundwasser, die die dichtenden Eigenschaften natürlicher Bodenschichten ausnütztInfo
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Description
BESCHREIBUNG
Für die Herstellung von Baugruben, besonders in Bereichen mit hohem
Grundwasserspiegel (z.B. Berlin) oder wechselndem Grundwasserspiegel (z.B. Rheinebene) gibt der Stand der Technik im wesentlichen zwei Konstruktionen
einer Sohle an, mittels derer der Einbruch von Grundwasser von unten in die Baugrube verhindert wird:
Einmal sind künstliche Dichtschichten vorhanden, z.B. a.) eine hochliegende Dichtungssohle (Düsenstrahlverfahren, Unterwasserbeton), die über Zugglieder nach unten verankert ist (z.B. beschrieben in der DE-OS 20 22 787, der DE-PS 22 40 935 und der DE 35 34 655 A1), oder
Einmal sind künstliche Dichtschichten vorhanden, z.B. a.) eine hochliegende Dichtungssohle (Düsenstrahlverfahren, Unterwasserbeton), die über Zugglieder nach unten verankert ist (z.B. beschrieben in der DE-OS 20 22 787, der DE-PS 22 40 935 und der DE 35 34 655 A1), oder
b.) eine tiefliegende Dichtungssohle (Weichgel, Düsenstrahlverfahren,
Feinstzement) mit ausreichender Überlagerung und tiefergeführten Baugrubenwänden.
Andermal wirken natürliche, tief liegende, bindige und daher dichtende
Schichten, über denen sich so viel Bodenmaterial befindet, daß keine Auftriebsbewegung
erfolgt, als Dichtungsschicht.
Vorrichtungen dieser Art sind z.B. bei U. Smoltczyk (Gundbau-Taschenbuch; Ernst und Sohn, Verlag für Architektur und technische Wissenschaften, Berlin) beschrieben.
Vorrichtungen dieser Art sind z.B. bei U. Smoltczyk (Gundbau-Taschenbuch; Ernst und Sohn, Verlag für Architektur und technische Wissenschaften, Berlin) beschrieben.
Nachteil einer Konstruktion erster Art, wie sie in ähnlicher Form z.B. auch in
der DE 22 40 935 angegeben wird, ist der hohe Aufwand, eine mit Sicherheit dichtende Schicht kostengünstig herzustellen. Eventuelle Lecks sind nachträglich
nur schwer zu verschließen und noch schwieriger sicher zu erkunden. Nachteil der Konstruktionen zweiter Art ist, daß nur sehr tiefliegende Schichten,
über denen genug auftriebsverhinderndes Material liegt, dafür genutzt werden können, was sehr tiefreichende seitliche Dichtungswände erfordert.
Es besteht also auch weiterhin der Bedarf an einer Vorrichtung, die das Eindringen
von Grundwasser durch die Sohle der Baugrube zuverlässig unterbindet.
Die Aufgabe wird durch die im Kennzeichen der Ansprüche angegebenen
Mittel gelöst.
Die Erfindung sieht dazu vor, naturgegebene auch höherliegende dichtende
Schichten als Dichtungsschichten zu verwenden und diese gegen den unvermeidlichen
Auftrieb durch Verankerung des über ihr befindlichen Materials
zu sichern. Das über der dichtenden Schicht befindliche Material selbst muß
dabei keine dichtenden Eigenschaften aufweisen. Es kann entweder das über der dichtenden Schicht natürlich vorhandene
Material selbst als Deckschicht eingesetzt werden, indem der Druck, der von
der dichtenden Schicht auf dieses über ihr befindliche Material ausgeübt wird, auf Verankerungselemente (z.B. Pfähle, Anker, Nägel, Dübel) übertragen
wird, die nach unten durch die dichtende Schicht hindurch, im Untergrund verankert sind.
Oder es wird oberhalb der dichtenden Schicht eine künstliche feste Deckschicht geschaffen, z.B. mittels Düsenstrahlverfahren (Soil-Jet, HDI, Soilcre-
Oder es wird oberhalb der dichtenden Schicht eine künstliche feste Deckschicht geschaffen, z.B. mittels Düsenstrahlverfahren (Soil-Jet, HDI, Soilcre-
te ), die mittels Verankerungselementen im Untergrund befestigt wird.
In einer Variante kann auch eine Möglichkeit realisiert werden, die zwischen
den angegebenen Möglichkeiten liegt und bei der einzelne, aber größere Körper/Plomben/Kopfelemente die Last aufnehmen, die von der dichtenden
Schicht bis zur Baugrubensohle reichen können oder sich auch nur über einen Bereich davon erstrecken. Die einzelnen lastaufnehmenden Teile des
Verankerungselementes haben bevorzugt einen Durchmesser von größenordnungsmäßig 1,5 Metern und können teilweise untereinander zu größeren
Konglomeraten verknüpft sein. Die künstliche durchgehende Deckschicht ist als ein besonders geordneter Spezialfall vollständig konglomerierter Elemente
einer bestimmten Form anzusehen.
Der Durchstoß der verankernden Elemente durch die Dichtungsschicht erfordert
keine zusätzliche Dichtmasse, wenn das die dichtende Schicht durchsetzende Element aus nachträglich aushärtender Masse, z.B. Betonsuspension,
besteht, die sich von selbst der öffnung des Durchstoßes durch die dichtende
Schicht anpaßt.
Die künstliche Deckschicht muß nicht direkt auf der Dichtungsschicht liegen,
sondern es darf sich noch anderes Bodenmaterial zwischen dichtender Schicht und Deckschicht befinden, welches als kräfteübertragendes Medium
fungiert. Bevorzugt ist dabei eine Schichtdicke dieses Bodenmaterials, die größenordnungsmäßig nicht dicker als 1 Meter ist, weil dann, trotz der bei der
Herstellung nicht vorgespannten Ankerelemente, nach dem Entfernen der Auflast beim Ausheben der Bausohle, beim Unterspannungsetzen durch die
Auftriebskräfte nur eine geringfügige Anhebung der dichtenden Schicht stattfinden
kann.
Das allgemeine Wirkungsprinzip betrachtend, wird durch die Erfindung unter
Zuhilfenahme einer natürlich vorhandenen undurchlässigen Schicht Wasserdruck in Bodenspannungen transformiert. Während Wasserdruck zur Ge-
gendruckerzeugung eine dichtende Schicht erfordert, ist als den Bodenspannungen
entgegenstehendes Mittel auch eine durchlässige Schicht möglich. Das zwischen dichtender Schicht und Deckschicht befindliche Material, u.U.
auch das Material der dichtenden Schicht selbst, wirkt dabei als kraftübertragendes
Medium auf die Deckschicht, bzw. das Material, in dem die Lasteinleitung in die Verankerungselemente erfolgt.
Eine künstliche Deckschicht kann z.B. aus sich überschneidenden, nach dem
Düsenstrahlverfahren hergestellten Säulen gefertigt werden (siehe Fig. 1 und 2). Der so entstehende Trägerrost kann über Zugglieder in tiefere Bodenschichten
rückverhängt werden. Die Säulen müssen nicht unbedingt überall Kontakt haben und einen regelmäßigen Trägerrrost bilden: Es können auch
einzeln stehende Säulen verwendet werden oder solche, die nur teilweise untereinander eine Verbindung aufweisen.
Die Kombination einer verankerten Druckaufnahmeschicht mit einer darunterbefindlichen natürlichen dichtenden Schicht hat folgende entscheidenden Vorteile:
Die Kombination einer verankerten Druckaufnahmeschicht mit einer darunterbefindlichen natürlichen dichtenden Schicht hat folgende entscheidenden Vorteile:
• Die natürliche, sehr hochwertige Dichtungsschicht bleibt erhalten und kann genutzt werden.
Die bis unter die dichtende Schicht hergestellten Verankerungselemente (z.B. Auftriebspfähle)
führen aufgrund der Verformbarkeit dieser Schicht zu keiner Beeinträchtigung ihrer Dichtigkeit.
• Die Anforderungen an den im Beispiel beschriebenen Trägerrost sind gegenüber einer
künstlichen Sohle eines herkömmlichen Verfahrens wesentlich geringer, da keine Wasserdichtigkeit
erforderlich ist.
· Da bei zunehmender Tiefe der Verbauwand die Abweichungen von der Vertikalen herstellungsbedingt
zunehmen, ist bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung, welche die Verwendung im Vergleich zur tiefliegenden Dichtungssohle kürzerer Verbauwände erfordert, die
Lagegenauigkeit am Fuße der Wand größer.
• Der Abbau des Strömungsdruckgradienten erfolgt planmäßig nahezu vollständig in der
dichtenden Schicht (z.B. Geschiebemergel). Bei eventuell vorhandenen Schwachstellen
wirkt der als Beispiel beschriebene, dichtgerasterte Trägerrost zusätzlich erosionsstabilisierend
und unterstützt damit den Gradientenabbau.
• Der im Beispiel beschriebene Trägerrost hat eine Doppelfunktion, da er zusätzlich für die
Verbauwände ein sehr steifes, horizontales Fußauflager darstellt. Die zu erwartenden,
translatorischen Verschiebungen des Verbausystems aus der Aushubentlastung und der
Zusammendrückung des Bodens unter der Baugrubensohle werden damit reduziert.
• Durch die zu erwartende hochwertige Abdichtung der Baugrube ist nur eine kleine Restwasserhaltung
erforderlich.
• Bei einer tiefliegenden abdichtenden Sohle gemäß herkömmlichen Konstruktionen muß
eine Entspannung unterhalb der natürlichen dichtenden Schicht (z.B. Mergel) gewährleistet
werden. Diese technisch aufwendige und teilweise auch mit Risiken behaftete Entspannung
entfällt bei der neuen Lösung.
• Die Wasserhaltung kann zu einem früheren Zeitpunkt abgeschaltet werden.
Grundsätzlich bestehen bei jeder Herstellung einer künstlichen Dichtungssohle im angewendeten
Verfahren (z.B. Düsenstrahlverfahren) implizierte, ausführungstechnische Restrisiken. Diese
stellen auch ein Terminrisiko für den Baubetrieb dar, da eventuell zusätzlich erforderliche Abdichtungsmaßnahmen
und unvorhersehbare Situationen im Fall einer undichten Sohle zu Störungen des meist engen Bauzeitenplans führen.
Eine Risikoabschätzung bei der durch einen Trägerrost gesicherten, natürlichen Dichtsohle ergibt
vor diesem Hintergrund auch den baubetrieblichen Vorteil einer Erhöhung der Terminsicherheit.
Die gleiche Argumentation gilt bei der Ausführung von sehr tiefen Verbauwänden. Innerhalb der
Toleranz liegende Abweichungen von der Vertikalen haben bei kurzen Wänden nur geringere
Auswirkungen auf die Wandfußlage.
Bei der Herstellung der beschriebenen, alternativen Auftriebssicherung entstehen im Vergleich
zur tiefliegenden künstlichen Dichtsohle keine Zusatzkosten.
Die Herstellung eines Ausführungsbeispieles der erfindungsgemäßen Vorrichtung , wie sie nun
an einer der großen Baugruben in Berlin durchgeführt werden soll, ist im folgenden als eine der
möglichen Varianten ohne Beschränkung der Allgemeinheit aufgeführt:
1. Aufschlußbohrungen zur Überprüfung einer ausreichend vorhandenen dichten Mergelschicht.
2. Herstellung einer Stahlbetonschlitzwand und der Dichtwand mit eingestellter Spundwand
bis 1 m unter Unterkante Mergel bzw. maximal 3 m unter Oberkante Mergel. Die Mergelschicht
befindet sich in 18 bis 20 Metern Tiefe, der Grundwasserspiegel ist ungefähr 3 Meter unter der Geländeoberfläche. Das übrige Bodenmaterial ist Sand, obenauf liegt eine
Schicht Trümmerschutt aus dem 2.Weltkrieg.
3. Pumpversuch zur Verifizierung der vorhandenen dichten Mergelschicht und zeitlich paralleler
Voraushub des Trümmerschutts.
4. Herstellung der mitteltiefliegenden Sohle im Düsenstrahlverfahren (Soil-Jet, HDI) als steifer
Trägerrost und Einbau der Verankerungselemente. Die Verankerungselemente sind
dabei nicht vorgespannt. Sie geraten erst beim Verringern der Auflast auf der dichtenden
Schicht beim Ausheben der Baugrube unter Spannung.
5. Grundwasserabsenkung in der Baugrube und Ausführung der Restwasserhaltung mit zwei
Brunnen und Drainagegräben, über die ein stetiges Absenkziel zu erreichen ist. Nach Bedarf
können für lokal tiefere Aushubbereiche Vakuumlanzen eingesetzt werden.
6. Baugrubenaushub mit Rückverankerungen und Aussteifungen der Baugrubenwände.
7. Bodenplatte und Rohbau Untergeschoß.
8. Restwasserhaltung einstellen und Brunnentöpfe verschließen.
Abb.1 zeigt eine erfindungsgemäße Baugrube am Beispiel eines Bauvorhabens in Berlin im
Querschnitt. Es sind nicht alle Verankerungselemente explizit ausgeführt.
Abb.2 zeigt für das gleiche Beispiel den Ausschnitt aus dem Grundriß eines im Düsenstrahlverfahren
hergestelltenTrägerrostes mit Durchlässen
Abb. 3 zeigt beispielhaft, wie bei einer erfindungsgemäßen Vorrichtung ohne eine feste Deckschicht
der Auftrieb der Sohle verhindert wird. Es sind wieder nicht alle Verankerungselemente
ausgeführt.
Es sind auch Kombinationen aus Fig. 1 und Fig. 3 möglich, bei denen sich das Verankerungselement
oberhalb der Deckschicht fortsetzt, u.U. bis in die Bodenplatte des späteren Bauwerks. In
diesem Falle können die Verankerungselemente zudem noch zur klassischen Auftriebssicherung
des späteren Bauwerks verwendet werden.
Die künstliche Deckschicht, bzw. in der nicht geschlossenen Ausführung der Trägerrost oder die
einzelnen lastaufnehmenden Elemente müssen selbstverständlich nicht in der Horizontalen Hegen,
sondern können auch geneigt sein, oder einer vorhandenen unregelmäßigen Bodenformation
angepaßt sein.
Legende
• · 4
1 Verbauwand (z.B. Schlitzwand, Spundwand, überschnittene Pfahl wand)
2 Baugrubensohle
3 Deckschicht
4a säulenförmiger Teil des Trägerrostes (nach Düsenstrahlverfahren hergestellt) mit
Verankerungselementen
4b. säulenförmiger Teil des Trägerrostes (nach Düsenstrahlverfahren hergestellt) ohne
Verankerungselemente)
5 Durchlaß in der Deckschicht
6 natürlich vorhandene dichtende Schicht (z.B. Geschiebemergel)
7 Verankerungselement (z.B. GEWI®-Pfähle, Zugpfähle, Anker)
8 Geländeoberfläche
9 Grundwasserspiegel
10a Einleitungsbereich des Hauptteils der Auftriebslast in das Verankerungselement
(z.B. einen Pfahl)
10b Lasteinleitungsbereich des Verankerungselementes (z.B. nach Düsenstrahlverfahren
hergestellter Pfahl)
11 Lastabtragungsbereich des Verankerungselementes (z.B. GEWI®-Pfahl)
11 Lastabtragungsbereich des Verankerungselementes (z.B. GEWI®-Pfahl)
Claims (16)
1. Auftriebssichere Sohle,
dadurch gekennzeichnet, daß sie aus folgenden Komponenten besteht:
- einer dichtenden Schicht,
- einer darüber befindlichen Schicht, die die Auftriebskraft, den die
dichtende Schicht durch den Wasserdruck erfährt, von der dichtenden Schicht aufnimmt, und
- verankernden Elementen, die den Auftrieb der beiden Schichten verhindern.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das über der dichtenden Schicht befindliche
Material, in welchem die verankernden Elemente wenigstens teilweise sitzen, eine feste Deckschicht ist, die direkt oder mit Abstand zur
dichtenden Schicht liegt, und auf die die Kräfte von unten entweder direkt über die dichtende Schicht, oder indirekt über zwischen dichtender
Schicht und Deckschicht befindliches Material einwirken.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß verankernde Elemente, z.B. Pfähle, Anker,
Nägel, Dübel im natürlich vorhandenen Material über der dichtenden Schicht die Auftriebskräfte über Mantelreibung oder andere geeignete
Lasteinleitungskonstruktionen, wie z.B. breite Kopfelemente, aufnehmen
und die verankernden Elemente im Untergrund unterhalb der dichtenden
Schicht verankert sind, das heißt, dorthin die von den Lasteinleitungskonstruktionen
aufgenommenen Auftriebskräfte übertragen. 5
4. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schichtdicke des Bodenmaterials, welches
oberhalb der dichtenden Schicht und unterhalb desjenigen Teils der Verankerungselemente liegt, das den größten Teil der Auftriebskräfte
aufnimmt, größenordnungsmäßig maximal ein Meter ist.
5. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die über der dichtenden Schicht liegende
Schicht, die die Auftriebskräfte aufnimmt, selbst nicht oder nur in geringerem
Maße dichtend ist.
6. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die ausgenützte dichtende Schicht aus einem
natürlich anstehenden, als undurchlässig zu bezeichnenden Wasserstauer besteht (z.B. Geschiebemergel).
7. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1,2,4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die die Auftriebskräfte aufnehmende
Schicht eine feste Deckschicht ist, die die Form eines Trägerrostes mit Durchbrüchen hat.
8. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1,2, 4 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß sie eine Deckschicht enthält, die durch ein Düsenstrahlverfahren hergestellt wurde.
9. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1, 2, 4 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß die die Auftriebskräfte aufnehmende Deckschicht, aus nur teilweise oder gar nicht miteinander verbundenen
dadurch gekennzeichnet, daß die die Auftriebskräfte aufnehmende Deckschicht, aus nur teilweise oder gar nicht miteinander verbundenen
Einzelelmenten besteht.
10. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1, 2 und 4 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die Deckschicht gegenüber der Horizontalen geneigt ist oder der Oberflächenform der dichtenden Schicht ange-
dadurch gekennzeichnet, daß die Deckschicht gegenüber der Horizontalen geneigt ist oder der Oberflächenform der dichtenden Schicht ange-
paßt ist oder eine sonstige von der horizontal planaren Grundform abgewandelte
zweckdienliche im wesentlichen horizontal verkaufende Gestalt einnimmt.
11. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1, 2 und 4 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß die Deckschicht die spätere Gründung des
zu erstellenden Bauwerkes darstellt.
12. Verfahren zur Erstellung einer Vorrichtung nach mindestens einem der
Ansprüche 1 bis 11,
Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß unplanmäßige Öffnungen in der natürlichen
dichtenden Schicht durch eine künstliche dichtende Schicht bzw.
Auffüllung der Öffnungen durch Injektionsverfahren geschlossen werden.
Auffüllung der Öffnungen durch Injektionsverfahren geschlossen werden.
13. Deckschicht nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß der den größten Teil der Auftriebskraft aufnehmende
Teil der Verankerungselemente, das sind im Falle unverknüpfter Verankerungselemente die Kopfelemente derselben bzw. beim Trägerrost
dessen Elementarzellen, größenordnungsmäßig einen horizontalen Durchmesser von 1,5 Metern aufweist und daß der die Auftriebskräfte
dessen Elementarzellen, größenordnungsmäßig einen horizontalen Durchmesser von 1,5 Metern aufweist und daß der die Auftriebskräfte
im Untergrund unter der dichtenden Schicht abtragende Teil der Verankerungselemente
einen horizontalen Durchmesser von größenordnungsmäßig 0,25 Metern hat.
14. Verankerungselement nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, daß es in seinem unteren, die Auftriebskraft an ,
den Untergrund abtragenden Teil, mindestens eine Verdickung aufweist, die einen horizontalen Durchmesser von größenordnungsmäßig 1,5 Metern
nicht übersteigt.
10
10
15. Verankerungselemente nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, daß die Verdickungen mehrerer Verankerungselemente
untereinander Verknüpfungen aufweisen.
16. Verankerungselemente nach mindestens einem der Ansprüche 14 und
15,
dadurch gekennzeichnet, daß die Verankerungselemente nicht senkrecht,
sondern um einen Winkel so geneigt sind, daß sie einen größeren Erdkörper aktivieren.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29623502U DE29623502U1 (de) | 1996-11-23 | 1996-11-23 | Auftriebsichere Sohle, speziell für eine Baugrube im Grundwasser, die die dichtenden Eigenschaften natürlicher Bodenschichten ausnützt |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996148604 DE19648604C2 (de) | 1996-11-23 | 1996-11-23 | Auftriebssichere Sohle für eine Baugrube |
| DE29623502U DE29623502U1 (de) | 1996-11-23 | 1996-11-23 | Auftriebsichere Sohle, speziell für eine Baugrube im Grundwasser, die die dichtenden Eigenschaften natürlicher Bodenschichten ausnützt |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29623502U1 true DE29623502U1 (de) | 1998-08-13 |
Family
ID=26031565
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29623502U Expired - Lifetime DE29623502U1 (de) | 1996-11-23 | 1996-11-23 | Auftriebsichere Sohle, speziell für eine Baugrube im Grundwasser, die die dichtenden Eigenschaften natürlicher Bodenschichten ausnützt |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29623502U1 (de) |
-
1996
- 1996-11-23 DE DE29623502U patent/DE29623502U1/de not_active Expired - Lifetime
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| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| R207 | Utility model specification |
Effective date: 19980924 |
|
| R150 | Utility model maintained after payment of first maintenance fee after three years |
Effective date: 20000208 |
|
| R157 | Lapse of ip right after 6 years |
Effective date: 20030531 |