DE29622575U1 - Kraftsensor - Google Patents
KraftsensorInfo
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01L—MEASURING FORCE, STRESS, TORQUE, WORK, MECHANICAL POWER, MECHANICAL EFFICIENCY, OR FLUID PRESSURE
- G01L1/00—Measuring force or stress, in general
- G01L1/24—Measuring force or stress, in general by measuring variations of optical properties of material when it is stressed, e.g. by photoelastic stress analysis using infrared, visible light, ultraviolet
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Description
Jens Philipp München, den 23.Dezember 1996
Bavariastraße 10
80336 München
80336 München
Kraftsensor
Die Erfindung betrifft einen Sensor zum Messen einer Kraft
Bekannte Kraftsensoren funktionieren beispielsweise nach dem Prinzip der
Änderung eines elektrischen Widerstandes in Abhängigkeit der zu messenden Kraft.
Dabei wird eine Folie mit einer aufgedruckten Anordnung von Widerständen
auf einen Körper aufgeklebt, auf den die zu messende Kraft wirkt. Die durch die Kraft auftretende Verformung des Körpers überträgt sich auf die Folie
und verändert den Wert der Widerstandsanordnung. Diese Änderung ist ein Maß für die Kraft, die auf den Körper einwirkt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Alternative zu bekannten
Kraftsensoren zu bieten.
Die Erfindung basiert auf der Erkenntnis, daß. durch den spannungsoptisch
empfindlichen Körper hindurchtretendes Licht je nach mechanischer Spannung in dem Körper unterschiedlich phasenverzögert wird. Mit Hilfe
von Polarisatoren können diese Spannungsverzögerungen als Streifen (Isochromaten) unterschiedlicher Lichtfarbe oder Lichtintensität sichtbar
gemacht werden. Mit sich ändernder Krafteinwirkung auf den Körper ändert
sich das Streifenbild, die Streifen "laufen". Mit Hilfe eines Lichtsensors und eines Zählwerkes lassen sich die an einem Meßort vorbeilaufenden Streifen
zählen.
Die Lösung der Aufgabe besteht erfindungsgemäß in einem Kraftsensor mit
einem Körper aus spannungsoptisch empfindlichem Material, welcher so geformt und gelagert ist, daß die zu messende Kraft in dem Körper
mechanische Spannungen hervorruft, mit einer Lichtquelle für polarisiertes Licht, welche so angeordnet ist, daß sie den Körper von einer Seite
-1-
beleuchtet, sowie mit einem Lichtsensor und mit einem Polarisator auf der
anderen Seite des Körpers, welche so angeordnet sind, daß mit dem Lichtsensor aus dem Körper an einer Meßstelle austretendes und durch den
Polarisator hindurchtretendes Licht erfaßbar ist. Die Anzahl der an dem optischen Sensor vorbeilaufenden Helligkeitsmaxima und -minima der
Isochromaten wird als ein Maß für die Kraftänderung verwendet.
Die Erfassung der Isochromaten am Kraftsensor erfolgt rein optisch;
metallhaltige Teile müssen nicht verwendet werden. Es entstehen somit weder elektromagnetische Felder, noch wird die Erfassung des Lichtstrahls
durch elektromagnetische Felder beeinflußt.
Das erfindungsgemäße Verfahren bietet somit eine hohe elektromagnetische
Verträglichkeit.
Es ist beispielsweise einsetzbar in einem Kernspintomographen, einem Gerät
für die bildgebende Diagnostik in der Medizin, das mit extrem starken Magnetfeldern arbeitet, und dessen Bildgebung durch das Vorhandensein
von Metallen und elektromagnetischen Feldern innerhalb und in der Nähe seines Meßvolumens gestört wird.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Vorrichtung ist zwischen der
Lichtquelle und dem Körper ein Lichtleiter angeordnet.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Vorrichtung ist zwischen dem
Polarisator und dem Lichtsensor ein Lichtleiter angeordnet.
Eine bevorzugten Ausführungsform der Vorrichtung weist eine Lichtquelle
mit Polarisator auf.
Eine bevorzugten Ausführungsform der Vorrichtung weist eine dichromatische Lichtquelle auf.
-2-
• ·
Im folgenden werden zwei Ausführungsbeispiele erläutert.
Ausführungsbeispiel 1 zeigt eine Vorrichtung zur Erfassung von Kräften, die beim Fassen eines Gegenstandes mit der Hand entstehen (Greifkörper). Ausführungsbeispiel 2 zeigt eine Vorrichtung zur Erfassung von translatorischen Beschleunigungskräften.
Ausführungsbeispiel 1 zeigt eine Vorrichtung zur Erfassung von Kräften, die beim Fassen eines Gegenstandes mit der Hand entstehen (Greifkörper). Ausführungsbeispiel 2 zeigt eine Vorrichtung zur Erfassung von translatorischen Beschleunigungskräften.
Es zeigen:
Fig. 1: Eine schematische Ansicht des Kraftsensors mit
Signalverarbeitungskette, identisch für beide
Ausführungsbeispiele
Fig. 2: Eine Gesamtansicht eines Greifkörpers mit erfindungsgemäßen
Fig. 2: Eine Gesamtansicht eines Greifkörpers mit erfindungsgemäßen
Kraftsensor. (Ausführungsbeispiel 1)
Fig. 3: Eine Gesamtansicht eines Linearbeschleunigungssensors mit
Fig. 3: Eine Gesamtansicht eines Linearbeschleunigungssensors mit
erfindungsgemäßem Kraftsensor (Ausführungsbeispiel 2)
Fig. 4: Ein Blockschaltbild des Signalverlaufs, identisch für beide
Fig. 4: Ein Blockschaltbild des Signalverlaufs, identisch für beide
Ausführungsbeispiele.
Die beiden Ausführungsbeispiele unterscheiden sich lediglich durch ihre
jeweils geeignet zu wählende Formgebung. Dabei ist jede Form geeignet, bei der infolge der Einwirkung der zu messenden Kraft mechanische
Spannungen in dem Körper auftreten. Außerdem weist Ausführungsbeispiel 2 eine Masse 76, die an einem Ende des Sensors angebracht ist, und die
Befestigung am zu bewegenden Körper 78 auf. 74 deutet die Bewgungsrichtung des Körpers an, dessen Beschleunigung zu messen ist.
Ein Kraftsensor 66 und 70 besitzt einen Körper 28 aus spannungsoptisch
empfindlichem Material. Mit einem Taktgeber 4 werden zwei monochromatische koherente Lichtquellen 8 und 12 mit unterschiedlicher
Wellenlänge über ihre Ansteuerungen 6 wechselweise eingeschaltet. Das in den Lichtquellen 8 und 12 erzeugte Licht wird über einen Adapter 18 in
einen Lichtleiter 20 durch das Kabel 64 durch den Polarisator 24 in den Körper 28 eingeleitet. Auf der gegenüberliegenden Seite tritt das Licht aus
und durch den Polarisationsfilter 32 hindurch in den Lichtleiter 36 ein, durch welchen es auf den Lichtsenssor 40 gelangt.
Ein beispielhafter Kraftverlauf 80, dessen Angriffsrichtungen durch 72
angedeutet sind, erzeugt im Körper 28 Isochromaten, welche die Helligkeit
-3-
des durch den Körper 28 hindurchtretenden Lichtes dämpfen. Die quantitative Erfassung der zu messenden Kraft erfolgt in der vorne
beschriebenen Weise.
Der Taktgeber 4 schaltet wie in 84 dargestellt zwischen den beiden
Lichtquellen 8 (Ll) und 12 (L2) um. Da die Lichtquellen 8 und 12 geeignet
unterschiedliche Wellenlängen besitzen, liegen die Dämpfungsmaxima ihrer Isochromaten örtlich voneinander verschoben. Graph 88 zeigt beispielhaft
einen Helligkeitsverlauf, am Sensor 16, in dem die Helligkeiten für beide Lichtquellen 8 und 12 kodiert sind. Durch das Taktsignal 84 wird dieser
Helligkeitsverlauf 88 in die Helligkeitsverläufe 92 und 96 der jeweiligen Lichtquellen 8 und 12 dekodiert.
Die Bestimmung einer Kraftzunahme ergibt sich durch das frühere Auftreten
eines Helligkeitsmaximums ( = minimale Dämpfung im Körper 28) für eine der beiden Lichtquellen 8 und 12. Hier: Erreicht die Intensität in 92 ihr
Maximum vor der Intensität in 96, so liegt eine Kraftzunahme vor und ein Zähler 100 wird erhöht. Erreicht die Intensität 96 zuerst ihr Maximum, so
liegt eine Kraftabnahme vor und der Zähler wird entsprechend verringert. Der Stand des Zählers, realisiert im Computer 48 ist ein Maß für die Kraft.
Ein Lichtpfad, bestehend aus einer Lichtquelle 16 mit Ansteuerungselektronik 14 und mit einem Lichtleiter 52, welcher durch das
Kabel 64 hin- und zurück läuft und auf einen Lichtsensor 56 fällt, dient als Referenz, um die Dämpfung, die in den Lichtleitern 20 und 36 auftritt,
erkennen und korrigieren zu können.
Claims (8)
1. Kraftsensor mit einem Körper (28) aus spannungsoptisch empfindlichem Material, welcher so geformt und gelagert ist, daß die
zu messende Kraft (72) in dem Körper (28) mechanische Spannungen hervorruft, mit einer Lichtquelle (8, 12 mit 24) für polarisiertes Licht,
welche so angeordnet ist, daß sie den Körper (28) von einer Seite beleuchtet, sowie mit einem Lichtsensor (40) und mit einem
Polarisator (32) auf der anderen Seite des Körpers (28), welche so angeordnet sind, daß mit dem Lichtsensor (40) aus dem Körper (28)
an einer Meßstelle austretendes und durch den Polarisator (32) hindurchtretendes Licht erfaßbar ist.
2. Kraftsensor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
der Lichtquelle (8, 12) und dem Körper (28) ein Lichtleiter (20) angeordnet ist.
3. Kraftsensor nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
zwischen dem Polarisator (32) und dem Lichtsensor (40) ein Lichtleiter (36) angeordnet ist.
4. Kraftsensor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtquellen (8,12) einen Polarisator (24)
aufweisen.
5. Kraftsensor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtquellen (8, 12) kohärent sind.
6. Kraftsensor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtquelle dichromatisch ist.
7. Kraftsensor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Referenzlichtpfad (16, 52, 56) vorhanden ist
8. Kraftsensor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Polarisatoren (24, 32) Zirkularpolarisatoren
sind.
-5-
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29622575U DE29622575U1 (de) | 1996-12-31 | 1996-12-31 | Kraftsensor |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29622575U DE29622575U1 (de) | 1996-12-31 | 1996-12-31 | Kraftsensor |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29622575U1 true DE29622575U1 (de) | 1998-04-30 |
Family
ID=8033906
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29622575U Expired - Lifetime DE29622575U1 (de) | 1996-12-31 | 1996-12-31 | Kraftsensor |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29622575U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2002088013A1 (de) * | 2001-04-10 | 2002-11-07 | Iropa Ag | Fadenspannungsmesser, basierend auf einem fotolastischen messprinzip |
-
1996
- 1996-12-31 DE DE29622575U patent/DE29622575U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2002088013A1 (de) * | 2001-04-10 | 2002-11-07 | Iropa Ag | Fadenspannungsmesser, basierend auf einem fotolastischen messprinzip |
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