DE29619773U1 - Vorrichtung zur Kanalschachtabdeckelung, insbesondere in Fahrbahnbereichen - Google Patents
Vorrichtung zur Kanalschachtabdeckelung, insbesondere in FahrbahnbereichenInfo
- Publication number
- DE29619773U1 DE29619773U1 DE29619773U DE29619773U DE29619773U1 DE 29619773 U1 DE29619773 U1 DE 29619773U1 DE 29619773 U DE29619773 U DE 29619773U DE 29619773 U DE29619773 U DE 29619773U DE 29619773 U1 DE29619773 U1 DE 29619773U1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- support
- plate
- circumferential
- pipe shaft
- roadway
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
- 239000004567 concrete Substances 0.000 claims description 20
- 239000000463 material Substances 0.000 claims description 9
- 239000011150 reinforced concrete Substances 0.000 claims description 9
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 8
- 239000003795 chemical substances by application Substances 0.000 claims description 4
- 239000000945 filler Substances 0.000 claims description 4
- 238000005266 casting Methods 0.000 claims description 3
- 150000003839 salts Chemical class 0.000 claims description 3
- RHZUVFJBSILHOK-UHFFFAOYSA-N anthracen-1-ylmethanolate Chemical compound C1=CC=C2C=C3C(C[O-])=CC=CC3=CC2=C1 RHZUVFJBSILHOK-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 2
- 239000003830 anthracite Substances 0.000 claims description 2
- 150000001875 compounds Chemical class 0.000 claims description 2
- 230000000284 resting effect Effects 0.000 claims description 2
- 244000309464 bull Species 0.000 claims 1
- 238000009418 renovation Methods 0.000 description 8
- 230000002950 deficient Effects 0.000 description 5
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 4
- 238000005520 cutting process Methods 0.000 description 3
- 238000005553 drilling Methods 0.000 description 2
- 230000003628 erosive effect Effects 0.000 description 2
- 206010016256 fatigue Diseases 0.000 description 2
- 230000000149 penetrating effect Effects 0.000 description 2
- 239000004576 sand Substances 0.000 description 2
- YSUIQYOGTINQIN-UZFYAQMZSA-N 2-amino-9-[(1S,6R,8R,9S,10R,15R,17R,18R)-8-(6-aminopurin-9-yl)-9,18-difluoro-3,12-dihydroxy-3,12-bis(sulfanylidene)-2,4,7,11,13,16-hexaoxa-3lambda5,12lambda5-diphosphatricyclo[13.2.1.06,10]octadecan-17-yl]-1H-purin-6-one Chemical compound NC1=NC2=C(N=CN2[C@@H]2O[C@@H]3COP(S)(=O)O[C@@H]4[C@@H](COP(S)(=O)O[C@@H]2[C@@H]3F)O[C@H]([C@H]4F)N2C=NC3=C2N=CN=C3N)C(=O)N1 YSUIQYOGTINQIN-UZFYAQMZSA-N 0.000 description 1
- 238000005299 abrasion Methods 0.000 description 1
- 230000006978 adaptation Effects 0.000 description 1
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 1
- 238000004040 coloring Methods 0.000 description 1
- 238000005336 cracking Methods 0.000 description 1
- 238000003780 insertion Methods 0.000 description 1
- 230000037431 insertion Effects 0.000 description 1
- 230000003287 optical effect Effects 0.000 description 1
- 238000005096 rolling process Methods 0.000 description 1
- 238000009423 ventilation Methods 0.000 description 1
- 230000000007 visual effect Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E02—HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
- E02D—FOUNDATIONS; EXCAVATIONS; EMBANKMENTS; UNDERGROUND OR UNDERWATER STRUCTURES
- E02D29/00—Independent underground or underwater structures; Retaining walls
- E02D29/12—Manhole shafts; Other inspection or access chambers; Accessories therefor
- E02D29/14—Covers for manholes or the like; Frames for covers
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Environmental & Geological Engineering (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Mining & Mineral Resources (AREA)
- Paleontology (AREA)
- Civil Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Structural Engineering (AREA)
- Road Paving Structures (AREA)
Description
PAe Kunze & Hansen
BESCHREIBUNG
Vorrichtung zur Kanalschachtabdeckelung, insbesondere
in Fahrbahnbereichen
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Kanalschachtabdeckelung,
insbesondere in Fahrbahnbereichen, mit einer umlaufenden Platte oberhalb eines Rohrschachtes
und einem zentralen herausnehmbaren die umlaufende Platte nach oben eben abschließenden
zentralen Deckel.
Vorrichtungen zur Kanalschachtabdeckelung sind bekannt.
So werden in der Regel die oberen Öffnungen von Rohrschächten unterhalb von Fahrbahnen mit einer
umlaufenden Platte versehen, die über Ausgleichsringe aus Beton an das Fahrbahnniveau angepaßt und seitlich
mit Fahrbahnmaterial, wie Situ oder Beton vergossen sind. Die umlaufende Platte ist oft kreisrund und hat
einen inneren Durchmesser, der in der Regel dem Schachtdurchmesser entspricht und mit einem Deckel in
einem oberen Absatz verschlossen ist. Derartige Vorrichtungen sind hinsichtlich ihrer Gründung kein
Bestandteil der Fahrbahn, die einem starken Verschleiß unterliegt und sich bei unsicherem Grund auch absenken
oder heben kann. Da derartige Kanalschachtdeckel auf
Rohrschächten gegründet sind, die meist tief im Erdreich liegen, können sie einer absackenden Fahrbahn
nicht folgen und ragen dann einige Zentimeter aus der abgesackten Fahrbahnoberfläche heraus und bilden ein
erhöhtes Hindernis auf der Fahrbahn, welches die sichere Benutzung derselben beeinträchtigt. Im
umgekehrten Fall, wenn die Fahrbahn sich hebt, entsteht
sozusagen ein Schlagloch, welches ebenfalls die Verkehrssicherheit beeinträchtigt. Hohe Verkehrsbelastungen
können um die Platte herum ebenfalls zur Absackung der Fahrbahn führen. Denn die Verkehrsbelastung
kann ein Aufreißen der Fuge zwischen Platte und Fahrbahndecke zur Folge haben, durch die
Sickerwasser am äußeren Rand der Platte in den Fahrbahnunterbau gelangt und diesen ausspült, indem
dessen Bestandteile, wie Sand o. dgl. zwischen den Rohrschachtringen hindurch in den Kanalschacht gelangt
und einen Hohlraum hinterläßt, in den die Fahrbahn absackt. Auch hierdurch ist die Verkehrssicherheit
beeinträchtigt.
Um derartige hoch- oder tiefliegenden Kanalschachtdeckel
zu sanieren, ist die gesamte Fahrbahntragschicht um die umlaufende Platte herum zu entfernen, so daß an
die veränderte Fahrbahnhöhe angepaßte Betonausgleichsringe unter die umlaufende Platte gelegt werden können.
Im Anschluß daran ist die Fahrbahn wieder neu aufzubauen. Die dazu erforderlichen Bauarbeiten,
insbesondere auch wegen des Neuaufbaus der Fahrbahn sind sehr zeitintensiv, da das Fahrbahnmaterial eine
gewisse Abbindezeit benötigt. D. h., die Sanierung derartiger defekter Kanalschachtdeckel hat zwangsweise
erhebliche Verkehrsbehinderungen zur Folge und schafft überdies keine dauerhafte Lösung, da sich das
Fahrbahnniveau in Folge von Verschleiß etc. auch weiterhin verändert. Auch die Gefahr einer erneuten
Bildung von Rissen, die Sickerwasser hindurchtreten lassen, ist nicht gebannt. Es ist also absehbar, daß
nach einer gewissen Zeit eine erneute Sanierung der Kanalschachtdeckel erforderlich wird. Diese bekannten
Vorrichtungen können die der vorliegenden Erfindung
zugrundeliegende Aufgabe daher nicht befriedigend lösen.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Kanalschachtabdeckelung,
insbesondere in Fahrbahnbereichen zu schaffen, die zur dauerhaften Sanierung von Unebenheiten im Bereich von
Kanalschachtdeckeln führt und eine zeitlich minimale Verkehrsbehinderung zur Folge hat.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die umlaufende Platte in Abstand zum Rohrschacht angeordnet ist, sich
oberhalb und seitlich über den Rohrschacht hinaus zur Fahrbahnabbruchkante erstreckt und dem zum Rohrschacht
weisenden außerhalb desselben liegenden Flächenabschnitt ein umlaufendes Auflager zugeordnet ist,
welches die Belastungen der umlaufenden Platte in den Boden einleitet.
Überraschenderweise hat sich gezeigt, daß mit einfachsten Mitteln eine vom Rohrschacht unabhängige
Gründung einer Kanalschachtabdeckelung möglich ist, die
Fahrbahnhebungen und/oder Fahrbahnsenkungen folgen kann und bei einer Sanierung ein zeitaufwendiger Fahrbahnaufbau
entfällt, weil der um die defekte Platte sowie dem oberen Rohrschacht herum zu entfernende Fahrbahnbereich
durch die erfindungsgemäße umlaufende Platte ersetzt wird. D. h., der entfernte Fahrbahnrand ist
nicht wieder aufzubauen, sondern lediglich ein Spalt mit einem Fugenverguß zu vergießen, der zwischen der
erfindungsgemäßen Platte und dem Fahrbahnrand verbleibt, seitlichen Halt gewährleistet und den
direkten Sickerweg zum Kanalschacht unterbricht. Die Gründung der umlaufenden Platte erfolgt erfindungsgemäß
über ein umlaufendes Auflager, welches im Fahrbahnunterbau um den oberen Rohrschachtabschnitt
herum angeordnet ist. Der Rohrschacht selbst hat erfindungsgemäß keine tragende Verbindung zur
umlaufenden Platte.
Vorteilhaft ist vorgesehen, daß das Auflager um den oberen Abschnitt des Rqhrschachtes herumläuft und
diesen vertikal überragend im Fahrbarhnunterbau angeordnet ist. Hierdurch ist sicher gewährleistet, daß
die erfindungsgemäß sanierte Kanalschachtabdeckelung
unabhängig von den Rohrschachtbewegungen der Fahrbahn
folgen kann. Angepaßt an Erfahrungswerte hinsichtlich der Fahrbahnbewegungen können unterschiedlich große
Abstände zwischen der Oberfläche des Auflagers und der des Rohrschachtes gewählt werden.
Vorteilhaft ist ferner vorgesehen, daß das Auflager ein vorgefertigtes Betonelement oder Stahlbetonelement ist
oder ein vor Ort gegossenenes Betonelement oder Stahlbetonelement. Nachdem beispielsweise mit einer
senkrechten Kernbohrung durch die gesamte Fahrbahntragschicht hindurch oder durch Einschneiden der
Fahrbahntragschicht der Fahrbahnrand um eine alte Kanalschachtabdeckelung herum entfernt wurde, ist das
Auflager entsprechend zu positionieren. Hierzu kann ein vorgefertigtes Beton- oder Stahlbetonelement verwendet
werden, welches auch in unterschiedlichen Höhen bevorratet werden kann. Allerdings ist es auch möglich,
das Auflager vor Ort als Beton- oder Stahlbetonelement zu gießen.
Erfindungsgemäß ist ferner vorgesehen, daß das vor Ort
gegossene Betonelement oder Stahlbetonelement aus einem
nach zwei bis drei Stunden belastbaren Material gegossen ist. Wird das Auflager vor Ort gegossen, dann
ist ein schnell aushärtendes Material zu verwenden, um die Zeit der Verkehrsbehinderungen zu vermindern.
Gemäß einer besonderen Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die umlaufende Platte, aufliegend auf
dem umlaufende Auflager, geringfügig kleinere äußere Abmessungen als die des Auflagers aufweist, mit der
oberen Fahrbahndecke bündig abschließt und mittig zentriert auf dem Auflager aufliegt. Hierdurch ist auf
äußerst einfache Weise sichergestellt, daß die umlaufende Platte problemlos auf das Auflager gelegt
werden kann und gleichzeitig ein definierter Spalt zur Abbruchkante der Fahrbahn entsteht.
Ferner ist vorteilhaft vorgesehen, daß die umlaufende Platte über einen seitlich umlaufenden Spalt, gebildet
durch den äußere Rand der Platte, die Auflageoberfläche
und die Abbruchkante der Fahrbahndecke, die dem Auflager entsprechend etwas größere Abmessungen
aufweist, mit einem Fugenverguß gegen seitliche Kräfte befestigt und gegen Sickerwasser agbedichtet ist. Diese
Ausgestaltung sichert einerseits die Platte gegen seitliche Kräfte und gegen übermäßiges Vibrieren bei
überrollenden schweren Fahrzeugen und verhindert das Eindringen von Nässe, wie Sickerwasser in den Spalt und
in den Bereich des Auflagers, wodurch Frostschäden und Unterspülungen sicher vermieden werden. Selbst wenn der
vergossene Spalt durch hohe Verkehrsbelastung Risse aufweisen sollte, ist erfindungsgemäß eine Ausspülung
des Fahrbahnunterbaus zum Kanalschacht hin dadurch ausgeschlossen, daß die Fuge weit seitlich außerhalb
des Bereichs des KanalSchachtes liegt, das ausgespülte
Material somit über einem weiten Bereich zwischen Auflager und Platte zu transportieren ist und eine
vergossene Fuge zwischen Rohrschacht und Platte zu überwinden hat. Ausspülungen sind erfindungsgemäß somit
sicher ausgeschlossen.
Ferner ist vorgesehen, daß der Abstand zwischen der Oberfläche des obersten Rohrschachtrings und der
umlaufenden Platte mit einem dauerelastischen Fugenmittel vergossen ist. Da erfindungsgemäß in diesem
Bereich ein Anliegen des obersten Rohrschachtringes an die Unterseite der umlaufenden Platte zu vermeiden ist,
ist dieser Bereich einfach mit einem dauerelastischen Fugenmittel zu vergießen, wodurch ebenfalls Frostschäden
und Ausspülungen sicher zu vermeiden sind.
Gemäß einer besonderen Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die umlaufende Platte und das
umlaufende Auflager in einer Draufsicht eine kreisförmige oder quadratische Querschnittsfläche
haben, der zentrale Deckel der Platte eine Durchgangsöffnung derselben abdeckt, deren maximaler
Querschnitt dem des oberen Rohrschachtes entspricht, wobei der Deckel in einem umlaufenden Absatz im oberen
Bereich der Durchgangsöffnung gelagert ist. Üblicherweise weisen Rohrschächte einen kreisrunden
Querschnitt auf. Allerdings sind auch andere Querschnitte nicht nur denkbar sondern tatsächlich im
Einsatz. Die umlaufenden Platten, wie auch umlaufenden
Aufleger können an diese Querschnitte angepaßt und vorgefertigt sein. Der zentrale Deckel kann, wie auch
im Stand der Technik bekannt, in einem umlaufenden Absatz der umlaufenden Platte mittig angeordnet sein.
Vorteilhaft ist der Querschnitt der Durchgangsöffnung
an den freien Durchmesser des Rohrschachtes angepaßt. Um Kosten zu senken, kann ein handelsüblicher Deckel
verwendet werden.
Gemäß einer besonderen Ausgestaltung ist vorgesehen, daß die umlaufende Platte eine frost- und tausalbeständige
Platte aus anthrazit eingefärbten, durchgehendem Basalttedelsplittbeton B 45 mit
angewaschener Oberfläche ist. Diese Materialwahl dient
einerseits einer dauerhaften Sanierung und andererseits einer optischen Anpassung der Kanalschachtabdeckung an
die Fahrbahnoberfläche, um optische Ablenkungen bei der Benutzung der Fahrbahn zu vermeiden.
Ferner ist vorteilhaft vorgesehen, daß das Auflager aus Beton gemäß B 45; 0/16; KP; CEM I; 42,5 R ist und die
den Spalt verschließende Vergußmasse die schweizer Norm SNV 164,- TL bit-Fug 82 erfüllt. Diese Materialwahl
dient im wesentlichen der Einhaltung möglichst kurzer Sanierungszeiten, um die Verkehrsbehinderungen gering
zu halten.
Die technische Ausführung der Sanierung von Unebenheiten im Bereich von KanalschachtdeckeIn mit der
erfindungsgemäßen Vorrichtung umfaßt im Fall einer kreisrunden Platte zunächst die Ausführung einer
senkrechten Kernbohrung durch die gesamte Fahrbahnschicht hindurch und im Fall einer quadratischen Platte
ein Einschneiden der Fahrbahnschicht, also bis weit in den Fahrbahnunterbau hinein mit Maßen, die dem Auflager
entsprechen. Danach wird der vorhandene Schachtdeckel ausgebaut, wie auch der oder die vorhandenen
Ausgleichsringe. Im Anschluß daran wird ein vorgefertigtes Betonauflager eingefügt oder vor Ort gegossen.
Daran anschließend erfolgt das Einlegen und höhenmäßige Ausrichten der neuen Schachtabdeckung, also der
umlaufenden Platte mit anschließendem Vergießen der Fuge zwischen Fahrbahn und umlaufender Platte. Als
letztes wird dann die Fuge zwischen umlaufender Platte und dem obersten Rand des Rohrschachtes verfüllt.
Aufgrund der geringen für die Sanierung erforderlichen Bauzeit, die im Bereich von einigen Stunden liegt, ist
somit nur eine entsprechend kurzfristige Verkehrsregelung und Sicherung erforderlich. Durch Ableitung
der Verkehrslasten in den Fahrbahnunterbau wird nicht nur die geforderte Beweglichkeit der Kanalschachtabdeckelung
mit der Fahrbahn gewährleistet, sondern gleichzeitig eine Entlastung des Rohrschachtes und der
daran angeschlossenen Rohrleitungen, wodurch die Siele weniger stark durch den rollenden Verkehr belastet
werden. Ferner ist die optische Anpassung der Schachtabdeckelungsplattenoberflache an die Oberfläche
Fahrbahn optimal, mit den bereits genannten Vorteilen hinsichtlich auch der Verkehrssicherheit. Eine
dauerhafte Sanierung ergibt sich überdies durch die äußerst belastbare, abriebfeste, frost- und
tausalzbeständige Abdeckplattenoberfläche durch Basaltsplittbeton B 45.
Weitere bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird unter Bezugnahme auf eine Zeichnung näher erläutert. Darin
zeigt:
Fig. 1 den prinzipiellen Aufbau einer zu sanierenden
Kanalschachtabdeckelung im Schnitt, und Fig. 2 die mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur
Kanalschachtabdeckelung sanierte Abdeckelung gemäß Fig. 1, ebenfalls im Schnitt.
Fig. 1 zeigt den prinzipiellen Aufbau ,einer zu sanierenden Kanalschachtabdeckelung 10 im Schnitt und
einen Problembereich 11, der einen Absatz 12 zwischen einer Fahrbahn 13 und einer Schachdeckeloberkante 14
aufweist und daher aus baulichen und Verkehrssieherheitstechnischen
Gründen einer Sanierung bedarf.
Derartige Absätze 12 können durch Abnutzung, Rißbildung und Sickerwasser, Hebung oder Senkung der Fahrbahn 13
entstehen, da sich die Kanaldeckelabdeckung 10 mit ihrer umlaufenden Platte 15 direkt auf einem
Rohrschacht 16 unter Zwischenlage eines Ausgleichsringes 29 abstützt und somit nicht mit der Fahrbahn 13
beweglich ist. Die Rißbildung zwischen der Platte 15 und der Fahrbahn 13 ermöglicht das Eindringen von
Sickerwasser in den Fahrbahnunterbau 28, welches z. B.
Sand zwischen den Ausgleichsringen 29 hindurch in den Kanalschacht 16 transportiert und einen Hohlraum
hinterläßt, in dem die Fahrbahn 13 absackt.
Fig. 2 zeigt die mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 17 sanierte Kananschachtabdeckelung 10 der
Fig. 1. Die erfindungsgemäße Vorrichtung 17 weist eine in der Fig. 2 obere umlaufende Platte 18 auf', die eine
zentrale Durchgangsöffnung 19 mit einem maximalen
Durchmesser oder Querschnitt entsprechend demjenigen des darunter befindlichen obersten Abschnitts des
Rohrschachtes 16 aufweist, die mit einem Deckel 27 verschlossen ist. Der Deckel 27 kann Lüftungsöffnungen
aufweisen und ist in einem umlaufenden Absatz 20 am
-IQ
oberen Ende der Durchgangsöffnung 19 abnehmbar
angeordnet. Die umlaufende Platte 18 weist einen größeren äußeren Querschnitt als derjenige des
Rohrschachtes 16 auf und bildet somit einen außerhalb des Rohrschachtes 16 liegenden umlaufenden Flächenabschnitt
21, der sich auf einem umlaufenden Auflager 22 abstützt. Das Auflager 22 ist seinerseits im
Unterbau der Fahrbahn 13 gegründet und weist eine derartige vertikale Erstreckung auf, daß die umlaufende
Platte 18 in Abstand zum oberen Abschnitt des Rohrschachtes 16 angeordnet ist. Der Abstand kann über
unterschiedliche Ausgleichsringe 29, wie auch durch die Maße des Auflagers 22 weitgehend frei gewählt werden.
Der Abstand ist nach der Montage der Platte 18 mit einem dauerelastischen Fugenmittel 23 vergossen, so daß
einerseits keine Kräfte in den Rohrschacht 16 eingeleitet werden und andererseits der Spalt 24 gegen
Feuchtigkeit verschlossen ist, um auch Frostschäden und Unterspülungen zu vermeiden. Dies hat nämlich eine
Unterbrechung des direkten Sickerweges von der Fahrbahn 13 zum Schacht 16 zur Folge.
Ersichtlich weist das Auflager 22 einen derart großen äußeren Querschnitt auf, daß die aufzunehmenden Lasten
sicher in den Untergrund 28 eigeleitet werden und der
defekte Fahrbahnbereich um die zu sanierende Kanalschachtabdeckelung 10 gem. Fig. 1 herum
vollständig entfernt werden kann, ohne diesen nachträglich wieder aufbauen zu müssen. D.h., es kann
beispielsweise im Fall einer kreisrunden Kanalschachtabdeckelung 10 eine senkrechte Kernbohrung mir dem
Außendurchmesser des Auflagers 22 durchgeführt werden, die wenig zeitaufwendig durchzuführen ist und den
defekten Bereich der Fahrbahn 13 sauber heraustrennt.
Die umlaufende Platte 18 ist mittig auf dem Auflager
angeordnet und bildet einen Spalt 24 mit der Abbruchkante 25 der Fahrbahn 13 und dem äußeren oberen
Abschnitt des Auflagers 22. Der Spalt 24 ist mit einem Fugenverguß 26 gefüllt und sichert die Platte 18 gegen
seitlich auftretende Kräfte und verschließt den Spalt 24 gegen eindringende Feuchtigkeit, so daß keinerlei
Frostschäden und Schäden durch Sickerwasser im Bereich der Gründung entstehen können.
Das Auflager 22 kann vor Ort aus schnell abbindendem Beton gegossen werden, oder auch vorgefertigt sein.
Besonders gut eignet sich Beton B 45; 0/16; KP; CEM I;
42,5 R. Die Platte 18 ist vorteilhaft aus Stahlbeton, insbesondere Basalttedelsplittbeton B 45 gefertigt,
anthrazit eingefärbt und weist eine angewaschene Oberfläche auf. Durch die Einfärbung entstehen keine
farblichen Unregelmäßigkeiten auf der Oberfläche der Fahrbahn 13, wodurch die Verkehrssicherheit erhöht
wird. Durch die Frost- und Tausalzbeständigkeit dieses Materials ist zusammen mit den sonstigen Merkmalen der
Erfindung eine dauerhafte Sanierung möglich. Die den Spalt 24 verschließende Vergußmasse 26 erfüllt die
schweizer Norm SNV 164; TL bit-Fug 82. Im Fall eines Schachtdeckels mit quadratischem Querschnitt können
ebenfalls saubere Abbruchkanten 25 durch Einschneiden der Fahrbahnschicht 13 erzeugt werden. Da die sonstigen
Ausgestaltungen bei quadratischem Querschnitt der vorstehenden Beschreibung entsptrechen, wird
diesbezüglich darauf verwiesen.
Die vorliegende Erfindung ernöglicht somit eine dauerhafte Sanierung defekter Kanalschachtabdeckelungen
in einer Bauzeit von nur einigen Stunden, die daher
auch für stark befahrene Verkehrsflächen geeignet ist.
Die in der vorstehenden Beschreibung, in den Fig. 1 und 2 sowie in den Ansprüchen 1 bis 10 offenbarten Merkmale
der Erfindung können sowohl einzeln als auch in beliebiger Korabination für die Verwirklichung der
Erfindung in ihren verschiedenen Ausführungsformen
wesentlich sein.
Claims (10)
1. Vorrichtung zur Kanalschachtabdeckelung,
insbesondere in Fahrbahnbereichen, mit einer umlaufenden Platte oberhalb eines Rohrschachtes und
einem zentralen, herausnehmbaren, "die umlaufende Platte nach oben eben abschließenden zentralen
Deckel, dadurch gekennzeichnet, daß die umlaufende Platte {18} in Abstand zum Rohrschacht {16)
angeordnet ist, sich oberhalb und seitlich über den Rohrschacht (16) hinaus zur Fahrbahnabbruchkante
(25) erstreckt und dem zum Rohrschacht (16)
weisenden außerhalb desselben liegenden Flächenabschnitt ein umlaufendes Auflager (22) zugeordnet
ist, welches die Belastungen der umlaufenden Platte
(18) in den Boden einleitet.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet,
daß das Auflager (22) um den oberen Abschnitt des Rohrschachtes (16) herumläuft und
diesen vertikal überragend im Fahrbarhnunterbau angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet , daß das Auflager (22) ein vorgefertigtes
Betonelement oder Stahlbetonelement ist oder ein vor Ort gegossenenes Betonelement oder Stahlbetonelement.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet
, daß das vor Ort gegossene Betonelement oder Stahlbetonelement aus einem nach zwei bis drei
Stunden belastbaren Material gegossen ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die umlaufende Platte {18} ,
aufliegend auf dem umlaufende Auflager (22), geringfügig kleinere äußere Abmessungen als die des
Auflagers (22) aufweist, mit der oberen Fahrbahndecke
(13) bündig abschließt und mittig zentriert auf dem Auflager (22) aufliegt.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die umlaufende Platte (18) über einen
seitlich umlaufenden Spalt (24), gebildet durch den äußeren Rand der Platte (18), die Auflageroberfläche
und der gegenüberliegenden Abbruchkante (25) der Fahrbahndecke (13), die dem Auflager (22)
entsprechend etwas größere Abmessungen aufweist, mit einem Fugenverguß (26) gegen seitliche Kräfte
befestigt und gegen Sickerwasser abgedichtet ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet
, daß der Abstand zwischen der Oberfläche eines obersten Rohrschachtrings (29) und der
umlaufenden Platte (18) mit einem dauerelastischen Fugenmittel (23) vergossen ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die umlaufende Platte (18) und das
umlaufende Auflager (22) in einer Draufsicht eine kreisförmige oder quadratische Querschnittsfläche
haben, der zentrale Deckel (27) der Platte (18) eine Durchgangsöffnung (19) derselben abdeckt,
deren maximaler Querschnitt dem des oberen Rohrschachtes (16) entspricht, wobei der Deckel
(27) in einem umlaufenden Absatz (20) im oberen Bereich der Durchgangsöffnung (19) gelagert ist.
&igr; &sfgr;
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die umlaufende Platte {18) eine
frost- und tausalzbestandige Platte aus anthrazit eingefärbten, durchgehendem Basalttedelsplittbeton
B 45 mit angewaschener Oberfläche ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet
, daß das Auflager (22) aus Beton gemäß B 45; 0/16; KP; CEM I; 42,5 R ist und die den Spalt
(24) verschließende Vergußmasse (26) die schweizer
Norm SNV 164; TL bit-Fug 82 erfüllt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29619773U DE29619773U1 (de) | 1996-11-14 | 1996-11-14 | Vorrichtung zur Kanalschachtabdeckelung, insbesondere in Fahrbahnbereichen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29619773U DE29619773U1 (de) | 1996-11-14 | 1996-11-14 | Vorrichtung zur Kanalschachtabdeckelung, insbesondere in Fahrbahnbereichen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29619773U1 true DE29619773U1 (de) | 1997-01-23 |
Family
ID=8031913
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29619773U Expired - Lifetime DE29619773U1 (de) | 1996-11-14 | 1996-11-14 | Vorrichtung zur Kanalschachtabdeckelung, insbesondere in Fahrbahnbereichen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29619773U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19710148A1 (de) * | 1997-03-12 | 1998-09-24 | Hans Koehlmann | Abdeckung für begehbare Schächte |
-
1996
- 1996-11-14 DE DE29619773U patent/DE29619773U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19710148A1 (de) * | 1997-03-12 | 1998-09-24 | Hans Koehlmann | Abdeckung für begehbare Schächte |
| DE19710148C2 (de) * | 1997-03-12 | 2000-11-30 | Hans Koehlmann | Abdeckung für begehbare Schächte |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE19635648A1 (de) | Höhenverstellbare Straßenkappe | |
| DE29619773U1 (de) | Vorrichtung zur Kanalschachtabdeckelung, insbesondere in Fahrbahnbereichen | |
| DE4329652A1 (de) | Verfahren und Anordnung zum Befestigen eines Einbauteiles in einer Straße | |
| EP1061176A1 (de) | Verfahren zum Ausgleichen von vertikalen Gleiskörperverschiebungen einer festen Fahrbahn | |
| DE3419449C2 (de) | ||
| DE20020107U1 (de) | Vorrichtung zum Entlasten eines in einen Wegekörper eingebauten Einbauteils von einwirkenden Kräften und Schacht aus mehreren in einem Wegekörper aufeinanderstehenden Ringen | |
| DE102015106864A1 (de) | Straßenaufbau und Straßenbaugerät | |
| DE10330055B4 (de) | Schachtabdeckung und Verfahren zu ihrem Einbau | |
| DE19818338C1 (de) | Bahnsteigsystem und Verfahren zur Erstellung eines Bahnsteiges | |
| DE202019106295U1 (de) | Schachtdeckel-Umrandungsplatte | |
| DE19641873C2 (de) | Schacht-, Sinkkasten- oder Rinnenabdeckung | |
| EP2397609B1 (de) | Verfahren zum vergießen einer Schachtabdeckung, Vergussmasse und Verwendung der Vergussmasse in einem Verfahren zum vergießen einer Schachtabdeckung | |
| DE19847672C1 (de) | Drainageelement | |
| DE3445212C2 (de) | ||
| DE19713990C2 (de) | Bahnsteigsystem und Verfahren zur Erstellung eines Bahnsteiges | |
| EP3205776B1 (de) | STRAßENBAUWERKSANORDNUNG UND VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG EINER STRAßENBAUWERKSANORDNUNG | |
| DE29609852U1 (de) | Auflagervorrichtung für Abdeckungen von in Verkehrsflächen liegenden Schächten | |
| WO2004085750A1 (de) | Schachtabdeckung und verfahren zu ihrem einbau | |
| DE19618431A1 (de) | Höhenverstellbare Straßenkappe | |
| CH692708A5 (de) | Höhenverstellbare Strassenkappe. | |
| DE3400875A1 (de) | Schachtabdeckung | |
| DE29623845U1 (de) | Höhenverstellbare Straßenkappe | |
| DE29521453U1 (de) | Schacht mit Schachtabdeckung | |
| CH692709A5 (de) | Höhenverstellbare Strassenkappe. | |
| DE2533289A1 (de) | Hoeheneinstellbare schachtabdeckung |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| R207 | Utility model specification |
Effective date: 19970306 |
|
| R150 | Utility model maintained after payment of first maintenance fee after three years |
Effective date: 20000224 |
|
| R157 | Lapse of ip right after 6 years |
Effective date: 20030531 |