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DE29616386U1 - Drehantrieb, insbesondere Schwenkmotor - Google Patents

Drehantrieb, insbesondere Schwenkmotor

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Publication number
DE29616386U1
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DE
Germany
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piston
pressure
output shaft
pressure piston
cylinder housing
Prior art date
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Expired - Lifetime
Application number
DE29616386U
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English (en)
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Walter Voss Armaturenfabr GmbH
Original Assignee
Walter Voss Armaturenfabr GmbH
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Publication date
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Publication of DE29616386U1 publication Critical patent/DE29616386U1/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F15FLUID-PRESSURE ACTUATORS; HYDRAULICS OR PNEUMATICS IN GENERAL
    • F15BSYSTEMS ACTING BY MEANS OF FLUIDS IN GENERAL; FLUID-PRESSURE ACTUATORS, e.g. SERVOMOTORS; DETAILS OF FLUID-PRESSURE SYSTEMS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F15B15/00Fluid-actuated devices for displacing a member from one position to another; Gearing associated therewith
    • F15B15/02Mechanical layout characterised by the means for converting the movement of the fluid-actuated element into movement of the finally-operated member
    • F15B15/06Mechanical layout characterised by the means for converting the movement of the fluid-actuated element into movement of the finally-operated member for mechanically converting rectilinear movement into non- rectilinear movement
    • F15B15/068Mechanical layout characterised by the means for converting the movement of the fluid-actuated element into movement of the finally-operated member for mechanically converting rectilinear movement into non- rectilinear movement the motor being of the helical type

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  • Mechanical Engineering (AREA)
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  • Fuel-Injection Apparatus (AREA)

Description

Andrejewski, Honke & Partner, Patentanwälte in Essen
Beschreibung
Die Erfindung betrifft einen Drehantrieb, insbesondere Schwenkmotor, mit einem Zylindergehäuse, mit einem im Zylindergehäuse axial und ggf. rotativ geführten Druckkolben mit Kolbenboden und Kolbenmantel, mit zumindest einer im Zylindergehäuse drehbar gelagerten Abtriebswelle, mit einer Druckmediumzuführung und -abführung zur ein- oder beidseitigen Beaufschlagung oder Entlastung der Kolbenfläche des Druckkolbens mit einem Druckmedium unter Erzeugung einer Axialbewegung des Druckkolbens, und mit zumindest einer Linear-/Drehbewegungswandelvorrichtung, z.B. Bewegungsschraubverbindung, Kurvenrollen- oder Kugelumlaufdrehverbindung, mittels derer der Kolbenmantel des Druckkolbens an die zumindest eine Abtriebswelle angeschlossen ist und welche die Axialbewegung des Druckkolbens in eine Drehbewegung der Abtriebswelle umwandelt.
Ein Drehantrieb bzw. Schwenkmotor des eingangs beschriebenen Ausführungsform ist aus der deutschen Zeitschrift "Ölhydraulik und Pneumatik", 30 (1986), Nr. 10, bekannt geworden. Schwenkmotoren gehören zu den sogenannten Hydromotoren, wobei vorliegend die Kolbenbewegung in Abtriebswellenachsenrichtung erfolgt. Folglich ist der Druckkolben regelmäßig achsensymmetrisch zur Abtriebswelle angeordnet. Durch Beaufschlagung des Druckkolbens mit dem Druckmedium, regelmäßig Hydrauliköl, wird der Druckkolben axial bewegt und die Axialbewegung in eine Drehbewegung der Abtriebswelle umgewandelt. Hierzu ist der Mantel des Druckkolbens an die Abtriebswelle über die vorbeschriebene Linear-yDrehbewegungswandelvorrichtung angeschlossen. Bei einer solchen Linear-VDrehbewegungswandelvorrichtung
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kann es sich um eine sogenannte Bewegungsschraubverbindung handeln. Unter einer derartigen Bewegungsschraubverbindung versteht man regelmäßig eine Schraubverbindung, bei welcher Längsbewegungen in Drehbewegungen oder umgekehrt umgesetzt werden. Dies ist z.B. bei Werkzeugmaschinenspindeln oder Schraubstöcken der Fall. Es ist aber auch möglich, die Wandlung der linearen Bewegung des druckbeaufschlagten Druckkolbens in Rotation durch wälzgelagerte zylindergehäuse- bzw. kolbenfeste Kurvenrollen vorzunehmen, die in gegenläufig angeordneten Nuten bestimmter Steigung eingebracht sind. Darüber hinaus kennt man eine sogenannte Kugelumlauf-Verbindung, wobei ein jeweils am Druckkolben und Zylindergehäuse befestigter, den Abtriebszapfen und Druckkolben umgebender Kugelkäfigring vorgesehen ist. Die Kugeln dieses Kugelkäfigringes greifen einerseits in die an der Abtriebswelle und am Kolben eingebrachten Führungsnuten ein, stützen sich andererseits durch ein Doppelkugellager gegenüber dem Druckkolben bzw. dem Zylindergehäuse ab.
Derartige Drehantriebe, insbesondere Schwenkmotoren, haben sich in der Praxis bewährt, erfordern jedoch die Verwendung von Hydrauliköl als Druckmedium. Dabei übernimmt das Hydrauli köl nicht nur eine druckübertragende bzw. druckaufbauende Wirkung, sondern sorgt gleichzeitig für eine reibungsarme Übertragung der Axialbewegung des Druckkolbens in eine Drehbewegung der Abtriebswelle. Denn durch das Hydrauliköl wird die Linear-/Drehbewegungswandelvorrichtung gleichsam geschmiert. Darüber hinaus sorgt das Hydrauliköl dafür, daß Korrosionen im Zylindergehäuse vermieden werden. Dies alles wird jedoch mit einem zum Teil hohen Preis des Hydrauliköls erkauft und - was wichtiger ist - mit einer zusätzlichen Hydraulikölversorgung.
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Eine solche Hydraulikölversorgung läßt sich bei den verschiedensten Anwendungsgebieten von Drehantrieben bzw. Schwenkmotoren zum Teil nur unter erheblichem Aufwand verwirklichen. Tatsächlich ist zu berücksichtigen, daß Schwenkmotoren regelmäßig mit ihrer kompakten zylindrischen Bauform raumsparend in Werkzeugmaschinen, Bergbaumaschinen, Landmaschinen, Transferstraßen, Verpackungsmaschinen und KunststoffVerarbeitungsmaschinen eingesetzt werden. Zusätzlich kennt man auch die Anwendung in Prüfmaschinen sowie bei Armaturen und in Maschinenanlagen für den Schiff- und Wasserbau. Bekannt sind auch Einsatzmöglichkeiten in der Lüftungstechnik sowie Handhabungstechnik und hier insbesondere in explosionsgefahrdeten Räumen. Die vorstehende Aufzählung macht deutlich, daß eine Versorgung mit Hydrauliköl als Druckmedium zum Teil nur mit erheblichem Aufwand möglich ist. Außerdem erfordern die bekannten Drehantriebe bzw. Schwenkmotoren größtenteils ein Hydrauliköl, welches eine bestirnte Viskosität nicht unterschreiten darf, um ausreichende Schmiereigenschaften und eine zuverlässige Abdichtung des Zylindergehäuses gewährleisten zu können. - Hier setzt die Erfindung ein.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Drehantrieb, insbesondere Schwenkmotor, der eingangs beschriebenen Ausführungsform zu schaffen, welcher sich mit einer am Einsatzort regelmäßig beliebig verfügbaren und preiswerten Flüssigkeit problemlos betreiben läßt.
Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung bei einem gattungsgemäßen Drehantrieb, insbesondere Schwenkmotor, der eingangs beschriebenen Ausführungsform vor, daß als Druckmedium eine Flüssigkeit mit geringer Viskosität, insbesondere Wasser,
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eingesetzt wird, daß zumindest die Linear-ZDrehbewegungswandelvorrichtung eine Kunststoffbeschichtung aufweist, und daß sämtliche weiteren Bauteile des Drehantriebes, welche mit dem Druckmedium in Kontakt treten, z.B. das Zylindergehäuse oder die Druckmediumzuführung und -abführung, zumindest im Bereich der Kontaktfläche zwischen Bauteil und Druckmedium eine rostbeständige Beschichtung aufweisen oder insgesamt aus rostbeständigem Material gefertigt sind. Nach einem Vorschlag der Erfindung mit selbständiger Bedeutung ist bei einem gattungsgemäßen Drehantrieb vorgesehen, daß als Druckmedium eine Flüssigkeit mit geringer Viskosität, inbesondere Wasser, eingesetzt wird, daß zumindest der Druckkolben und die Linear-/ Drehbewegungswandelvorrichtung zum Anschluß des Kolbenmantels an die Abtriebswelle aus Kunststoff gefertigt sind, und daß sämtliche weiteren Bauteile des Drehantriebes, welche mit dem Druckmedium in Kontakt" treten, z.B. das Zylindergehäuse oder die Druckmediumzuführung und -abführung, zumindest im Bereich der Kontaktfläche zwischen Bauteil und Druckmedium, eine rostbeständige Beschichtung aufweisen oder insgesamt aus rostbeständigem Material gefertigt sind. - Durch diese Maßnahmen der Erfindung wird zunächst einmal erreicht, daß der Drehantrieb, insbesondere Schwenkmotor, mit am Einsatzort regelmäßig unbegrenzt verfügbarer Flüssigkeit betrieben werden kann. Hierbei hat sich die Erfindung die Erkenntnis zunutze gemacht, daß eine solche Flüssigkeit in Form von Wasser in der Regel überall dort unbegrenzt zur Verfügung steht, wo Schwenkmotoren eingesetzt werden. Dies gilt inbesondere in Verbindung mit Bergbaumaschinen oder Landmaschinen ebenso wie bei Maschinen und Anlagen für den Schiff- und Wasserbau. Tatsächlich lassen die vorgenannten Einsatzgebiete eine Versorgung mit Hydrauliköl anstelle Wasser als Druckmedium nur unter erheblichem
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finanziellen Aufwand zu. Demgegenüber ist Wasser größtenteils in unbegrenzter Menge vorhanden. Es ist lediglich eine Anpassung des Drehantriebes an die Verwendung von Wasser erforderlich. Hierzu dient unter anderem die Kunststoffbeschichtung der Linear-ZDrehbewegungswandelvorrichtung. Diese kann beispielsweise so ausgeführt sein, daß .beide Gewinde einer Bewegungsschraubverbindung entsprechend beschichtet sind. Es ist aber auch möglich, nur ein Gewinde mit Kunststoff zu beschichten, während das andere Gewinde eine rostbeständige Beschichtung aufweist. Jedenfalls ist dafür Sorge zu tragen, daß die nicht kunststoffbeschichteten Bauteile des Drehantriebes, welche mit dem Druckmedium in Kontakt treten, zumindest im Bereich der Kontaktfläche zwischen Bauteil und Druckmedium eine rostbeständige Beschichtung besitzen. In der Regel wird es jedoch aus Kostengründen besser sein, diese Bauteile insgesamt aus rostbeständigem Material zu fertigen. Selbstverständlich sind im Rahmen der Erfindung auch solche Maßnahmen abgedeckt, wonach das Zylindergehäuse mehrteilig ausgebildet ist, und zwar im Bereich des Druckmediums aus rostbeständigem Material und ansonsten aus jedem beliebigen anderen Werkstoff.
Es ist auch möglich, den Druckkolben und die Linear-/Drehbewegungswandelvorrichtung insgesamt aus Kunststoff zu fertigen. Bei dieser alternativen Ausführungsform besteht nicht die Gefahr, daß die Kunststoffbeschichtung der Linear-/Drehbewegungswandelvorrichtung abplatzen oder sonstwie abgetragen oder beschädigt werden kann. Jedenfalls ist immer dafür zu sorgen, daß der Kunststoff eine ausreichende Härte bzw. Schmiereigenschaften aufweist, so daß ein reibungsarmer Betrieb der Linear-/Drehbewegungswandelvorrichtung auch ohne die schmierende Wirkung von Öl beibehalten wird.
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Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind im folgenden aufgeführt. So kann man als Druckmedium bereits einfaches Leitungswasser einsetzen. Um einer Verkalkung oder einem Verrosten des Zylindergehäuses vorzubeugen, können diesem Leitungswasser entsprechende Entkalkungs- oder Entrostungszusätze beigemischt werden. Es ist aber auch möglich, als Druckmedium entmineralisiertes, insbesondere destilliertes, Wasser, mit oder ohne Schmiermittelzusätze, einzusetzen. Dies hängt von den örtlichen Gegebenheiten bzw. Verfügbarkeiten des entsprechenden Druckmediums ab. Es sollte betont werden, daß im Rahmen der Erfindung selbstverständlich auch andere Flüssigkeiten mit geringer Viskosität Verwendung finden können. Denkbar sind z.B. auch Alkohole, beispielsweise Ethylenglykol. Jedenfalls muß darauf geachtet werden, daß die Kunststoffbeschichtung oder der Druckkolben aus einem ausreichend harten Kunststoff hergestellt sind. Dies gilt besonders für den Fall, daß die Kunststof fbeschichtung oder der Druckkolben im wesentlichen aus unter Zusatz von Graphit und PTFE (Polytetrafluorethylen) modifiziertem PEEK (Polyetheretherketon) oder aus Ni/PTFE (Nickel/Polytetrafluorethylen) gefertigt sind. Durch den Zusatz von Graphit und PTFE wird gleichzeitig ein Schmiereffekt der Kunststoffbeschichtung bzw. des Druckkolbens im Bereich der Linear-/Drehbewegungswandelvorrichtung erzielt.
Regelmäßig sind zumindest zwei Zu- und Abführleitungen zur unabhängigen Druckbeaufschlagung der jeweiligen Seite der Kolbenflächen des Druckkolbens mit jeweils Rückflußdrosseln zur Verlangsamung der Axialbewegung des Druckkolbens, insbesondere im Bereich der jeweiligen Kolbenendstellungen, vorgesehen. Diese sogenannte Endlagendämpfung hat die Aufgabe, die kine-
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tische Energie, welche bei der Drehung von an die Abtriebswelle angeschlossen Massen erzeugt wird, gleichsam abzufangen. Hierfür sorgt der gedrosselte Rückfluß durch die jeweilige Zu- und Abführleitung. Hierzu kann ein sogenannter Dämpfungseinsatz in die Zu- und Abführleitung eingeschraubt sein, welcher ein Rückschlagventil aufweist, damit, eine Drosselung nur für den Fall eintritt, daß Druckmedium abgeführt wird, d.h. die Zu- und Abführleitung für den Rückfluß des Druckmediums sorgt. Die Dämpfung wird regelmäßig in der Weise erzielt, daß mehrere Abflußbohrungen im Dämpfungseinsatz vorgesehen sind, welche im Zuge der Axialbewegung des Druckkolbens nacheinander von dem Druckkolben verschlossen werden, so daß der Strömungsquerschnitt des rückfließenden Druckmediums verringert wird. In gleicher Weise verlangsamt sich die Axialbewegung des Druckkolbens. In diesem Zusammenhang ist auch eine Einstellung der Dämpfung, d.h. der "Abbremsung" des Druckkolbens, von außen möglich.
Bei dem erfindungsgemäßen Drehantrieb bzw. Schwenkmotor sind zur Dämpfung ein erstes und ein zweites Zu- und Abführleitungspaar mit jeweils parallel beaufschlagbarer Drosselleitung und Absperrleitung verwirklicht, wobei die Rückflußdrosseln jeweils in die Drosselleitungen eingesetzt sind, wobei ferner der Druckkolben im Zuge seiner Axialbewegung unter Rückfluß des Druckmediums durch das erste oder zweite Zu- und Abführleitungspaar die Absperrleitung dieses Zu- und Abführleitungspaares verschließt, und wobei bei fortgesetzter Axialbewegung unter Verlangsamung des Druckkolbens der Rückfluß einzig durch die Drosselleitung erfolgt. Folglich sind im Gegensatz zum Stand der Technik mit zwei Zu- und Abführleitungen nunmehr ein erstes und ein zweites Zu- und Abführleitungspaar vorgesehen.
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Eine solche Vorgehensweise bietet in Verbindung mit Wasser als Druckmedium den Vorteil, daß die Dämpfung bzw. Verlangsamung der Axialbewegung des Druckkolbens besonders feinfühlig eingestellt werden kann. Denn hierzu dient die in die Drosselleitung eingesetzte Rückflußdrossel, wobei die Absperrleitung hiervon unbeeinflußt bleibt. Außerdem wird regelmäßig so vorgegangen, daß die Rückflußdrossel den Rückfluß einfach durch Veränderung des Querschnittes der Drosselleitung verändert. Dies kann im einfachsten Fall durch ein leicht ausbaubares und zu ersetzendes Kegelventil erfolgen. Ein Abklemmen bzw. Entfernen der Wasseranschlüsse am Zylindergehäuse ist hierbei nicht erforderlich. Folglich ist zwar gegenüber dem vorbeschriebenen Stand der Technik der fertigungstechnische Aufwand beim erfindungsgemäßen Schwenkmotor vergrößert, es ergeben sich allerdings deutliche Wartungsvorteile, welche insbesondere bei der Verwendung von Wasser als Druckmedium eine große Bedeutung haben. Denn dieses Wasser kann - insbesondere wenn Leitungswasser verwendet wird - Verschmutzungen aufweisen, welche die Funktionsweise der Dämpfung beeinträchtigen können.
Sofern der Kolben als hutförmiger Tauchkolben ausgebildet ist und die Abtriebswelle einen an den Hutinnenquerschnitt angepaßten Wellenkopf aufweist, wobei die Abtriebswelle unter Zwischenschaltung der Linear-/Drehbewegungswandelvorrichtung innenseitig in die Innenhutflache eingreift, ist beabsichtigt, daß der Kolbenboden einen hutaußenseitig axial vorspringenden Tauchkragen aufweist, wobei der Tauchkragen zum Verschließen der Absperrleitung des ersten Zu- und Abführleitungspaares dichtend in einen Ringraum im Zylindergehäuse eintaucht, an welchen die Absperrleitung angeschlossen ist, und daß der Kolbenboden eine hutinnenseitige Topfeinformung aufweist, wobei
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ein am Wellenkopf der Abtriebswelle eingeschlossener Tauchzapfen zum Verschließen der Absperrleitung des zweiten Zu- und Abfuhrleitungspaares dichtend in die Topfeinformung eintaucht, in welche die Absperrleitung mündet. Dabei ist eine den Ringraum randseitig gegenüber dem eintauchenden Tauchkragen abdichtende Ringraum-Dichtung und -eine die Topfeinformung randseitig gegenüber dem eintauchenden Tauchzapfen abdichtende Topfeinformungs-Dichtung vorgesehen. Diese Ringraum-Dichtung und die Topfeinformungs-Dichtung sind erforderlich, da ansonsten eine zuverlässige Abdichtung der jeweiligen Absperrleitungen im Zuge des Eintauchens von einerseits Tauchkragen, andererseits Tauchzapfen, nicht gewährleistet wäre. Während bei der Verwendung von Hydrauliköl als Druckmedium auf derartige Abdichtungsmaßnahmen verzichtet werden kann, sind solche Dichtungen bei der Verwendung von Flüssigkeiten mit geringer Viskosität, insbesondere Wasser, unbedingt erforderlich. Anderenfalls könnte nicht ausgeschlossen werden, daß auch bei in den Ringraum eingetauchtem Tauchkragen bzw. in die Topfeinformung eingetauchtem Tauchzapfen nach wie vor Druckmedium durch die Absperrleitungen entweichen kann. Als Folge hiervon würde sich eine unzureichende oder möglicherweise sogar gar keine Dämpfung in der jeweiligen Kolbenendstellung ergeben. Dies könnte zu mechanischen Beschädigungen des Druckkolbens wie des Zylindergehäuses führen. Folglich sorgen beide Dichtungen, d.h. die Ringraum-Dichtung und die Topfeinformungs-Dichtung, für eine ausreichende und definierte Verlangsamung der Axialbewegung des Druckkolbens im Bereich der jeweiligen Kolbenendstellungen. Dabei können die Ringraum-Dichtung und die Topfeinformungs-Dichtung bevorzugt als Runddichtungen, z.B. aus PTFE/EPDM (Polytetrafluorethylen / Ethylen-Propylen-Kautschuk) ausgebildet sein.
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Sofern die Abtriebswelle als durchgängige Längswelle ausgebildet und jeweils stirnseitig des Zylindergehäuses gelagert ist sowie einen an den Wellenkopf angeschlossenen Wellenfortsatz aufweist, welcher durch eine Lagerbohrung im Kolbenboden des Druckkolbens hindurchtritt, ist vorgesehen, daß der Tauchkragen als konzentrisch in bezug auf ,die Lagerbohrung angeordneter Rundkragen ausgebildet ist und den Wellenfortsatz mittels einer krageninnenseitigen Gleitdichtung dichtend umschließt. Auch diese Gleitdichtung ist vorliegend erforderlich, um zu gewährleisten, daß kein Druckmedium durch den Spalt zwischen Tauchkragen und Wellenfortsatz in den Hutinnenraum des Druckkolbens eindringen kann. Endlich ist vorgesehen, daß das Zylindergehäuse aus Chrom-Molybdän-Stahl gefertigt ist.
Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläutert; es zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch einen erfindungsgemäßen Drehantrieb, wobei sich der Druckkolben in der rechten Endstellung befindet, während
Fig. 2 den gleichen Gegenstand wie Fig. 1 zeigt, allerdings mit dem Druckkolben in der linken Endstellung.
In den Figuren ist ein Drehantrieb, im Ausführungsbeispiel jeweils ein Steilgewinde-Schwenkmotor, gezeigt. Dieser Schwenkmotor weist in seinem grundsätzlichen Aufbau ein Zylindergehäuse 1 und einen in dem Zylindergehäuse 1 axial und ggf.
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rotativ geführten Druckkolben 2 mit Kolbenboden 2a und Kolbenmantel 2b auf. Zusätzlich ist eine im Zylindergehäuse 1 drehbar gelagerte Abtriebswelle 3 vorgesehen. Selbstverständlich können im Rahmen der Erfindung auch zwei oder mehr Abtriebswellen 3 verwirklicht sein. Zur ein- oder beidseitigen Beaufschlagung oder Entlastung der Kolben-flache des Druckkolbens 2 sind als Druckmediumzuführung und -abführung 4 ausgebildete Zu- und Abführleitungen 4 für ein Druckmedium vorgesehen. Nach dem Ausführungsbeispiel handelt es sich bei den Zu- und Abführleitungen 4 um ein erstes Zu- und Abführleitungspaar 4a und ein zweites Zu- und Abf ührleitungspaar 4b. Jedes Zu- und Abführleitungspaar 4a, 4b weist jeweils eine parallel beaufschlagbare Drosselleitung 5 und Absperrleitung 6 auf. Dabei sind Rückflußdrosseln 7 jeweils in die Drosselleitungen 5 eingesetzt. Eine entsprechende Beaufschlagung oder Entlastung des Druckkolbens 2 führt zu einer Axialbewegung dieses Druckkolbens 2.
Der Kolbenmantel 2b des Druckkolbens 2 ist an eine Linear-/ Drehbewegungswandelvorrichtung 8 angeschlossen, welche die Axialbewegung des Druckkolbens 2 in eine Drehbewegung der Abtriebswelle 3 umwandelt. Bei dieser Linear-/Drehbewegungswandelvorrichtung 8 handelt es sich um eine Bewegungsschraubverbindung 8. Als Druckmedium wird eine Flüssigkeit mit geringer Viskosität, im Ausführungsbeispiel Wasser, eingesetzt. Um eine nach wie vor einwandfreie Umwandlung der Axialbewegung des Druckkolbens 2 in eine Drehbewegung der Abtriebswelle 3 mittels der Bewegungsschraubverbindung 8 zu gewährleisten, besitzt die Bewegungsschraubverbindung 8 eine Kunststoffbeschichtung. Diese Kunststoffbeschichtung ist im Ausführungsbeispiel im wesentlichen aus unter Zusatz von Graphit und PTFE
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modifiziertem PEEK oder aus Ni/PTFE gefertigt. Nach einem Vorschlag der Erfindung mit selbständiger Bedeutung können alternativ der Druckkolben 2 und die Bewegungsschraubverbindung 8 zum Anschluß des Kolbenmantels 2b an die Abtriebswelle 3 aus Kunststoff, insbesondere aus dem vorgenannten Kunststoff, gefertigt sein. Jedenfalls besitzen sämtliche weiteren Bauteile des Drehantriebes, welche mit dem Druckmedium in Kontakt treten, z.B. das Zylindergehäuse 1 oder die Druckmediumzuführung und -abführung 4, zumindest im Bereich der Kontaktfläche zwischen Bauteil und Druckmedium eine rostbeständige Beschichtung oder sind insgesamt aus rostbeständigem Material gefertigt. Im Ausführungsbeispiel ist das Zylindergehäuse 1 aus Chrom-Molybdän-Stahl hergestellt. Der Druckkolben 2 kann aus einer Chrom-Nickel-Legierung gefertigt sein. Im Ausführungsbeispiel besteht er jedoch vollständig aus PEEK unter Zusatz von Graphit und PTFE (Teflon). Folglich ist eine ausreichende Schmierung der Bewegungsschraubverbindung 8 zwischen Kolbenmantel 2b und Abtriebswelle 3 gewährleistet. Die Abtriebswelle 3 ist ebenfalls aus Chrom-Molybdän-Stahl hergestellt. Damit besteht ein Gewinde der Bewegungsschraubverbindung 8 aus diesem Werkstoff, während das andere Gewinde aus dem vorerwähnten Kunststoff PEEK mit Graphit-PTFE besteht. Eine solche Werkstoffkombination bei einem Schraubgewinde ist möglich, weil dieser modifizierte PEEK-Kunststoff eine Vickershärte von mehr als 500 HV aufweisen kann. Vergleichbare Härten werden bei Chrom-Molybdän-Stählen, insbesondere wenn diese im Hochvakuum blank gehärtet und entspannt werden, erreicht.
Bei dem Druckmedium handelt es sich um entmineralisiertes, insbesondere destilliertes, Wasser, welchem Schffliermittelzu-
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sätze beigefügt sein können oder nicht. Auf jeden Fall lassen sich hierdurch Verkalkungen im Zylindergehäuse 1 verhindern. Auch Rosterscheinungen sind reduziert, da ein solches Wasser wegen seines geringen elektrischen Widerstandes kaum elektrolytisch wirkt.
Zur Verlangsamung der Axialbewegung des Druckkolbens 2, insbesondere im Bereich der jeweiligen Kolbenendstellungen (Fig. 1 und 2), sind die bereits angesprochenen Rückflußdrosseln 7 vorgesehen. Dabei verschließt der Druckkolben 2 im Zuge seiner Axialbewegung unter Rückfluß des Druckmediums durch das erste oder zweite Zu- und Abführleitungspaar 4a, 4b die jeweilige Absperrleitung 6 dieses Zu- und Abführleitungspaares 4a, 4b. Bei fortgesetzter Axialbewegung unter Verlangsamung des Druckkolbens 2 erfolgt der Rückfluß einzig durch die jeweilige Drosselleitung 5. Der Druckkolben 2 ist als hutförmiger Tauchkolben ausgebildet und die Abtriebswelle 3 weist einen an den Hutinnenquerschnitt angepaßten Wellenkopf 3' auf. Dabei greift die Abtriebswelle 3 unter Zwischenschaltung der Bewegungsschraubverbindung 8 innenseitig in die Innenhutflache ein. Die Abtriebswelle 3 ist als durchgängige Längswelle ausgebildet und jeweils stirnseitig des Zylindergehäuses 1 gelagert. Hierzu besitzt die Abtriebswelle 3 einen an den Wellenkopf 3' angeschlossenen Wellenfortsatz 3", welcher durch eine Lagerbohrung 9 im Kolbenboden 2a des Druckkolbens 2 hindurchtritt. Zur Lagerung der Abtriebswelle 3 stirnseitig des Zylindergehäuses 1 weist die Abtriebswelle 3 im linken Teil der Fig. 1 und 2 einen Lagerbund 10 auf und ist mittels einer in den Lagerbund 10 eingreifenden, im Zylindergehäuse 1 befestigbaren, Lagerschale 11 im Zylindergehäuse 1 drehbar gelagert. Zur Reduzierung der Gleitreibung zwischen der Abtriebswelle 3
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und der Lagerschale 11 ist ein Kunststoffgleitlager 12 vorgesehen. Die Lagerschale 11 ist zweiteilig ausgebildet, wobei die Lagerschale 11 und das Zylindergehäuse 1 jeweils eine halbkreisförmige Ringnut 13a, 13b aufweisen. Beide Ringnuten 13a, 13b bilden unter gegenseitiger Ausrichtung von Lagerschale 11 und Zylindergehäuse 1 einen Kreisringkanal, wobei die Lagerschale 11 durch Einschieben eines Drahtes 14 in den Kreisringkanal bei ausgerichteter Lagerschale 11 und Zylindergehäuse 1 im Zylindergehäuse 1 befestigbar ist. Im rechten Teil der Fig. 1 und 2 ist eine Gleitlagerung für den Wellenfortsatz 3" verwirklicht, und zwar unter Verwendung von Dichtungen aus PTFE/EPDM.
Der Kolbenboden 2a besitzt einen hutaußenseitig axial vorspringenden Tauchkragen 15, wobei der Tauchkragen 15 zum Verschließen der Absperrleitung 6 des ersten Zu- und Abführleitungspaares 4a dichtend in einen Ringraum 16 im Zylindergehäuse 1 eintaucht, an welchen die Absperrleitung 6 ange^ schlossen ist. Zusätzlich weist der Kolbenboden 2a eine hutinnenseitige Topfeinformung 17 auf, wobei ein am Wellenkopf 3' der Abtriebswelle 3 angeschlossener Tauchzapfen 18 zum Verschließen der Absperrleitung 6 des zweiten Zu- und Abführleitungspaares 4b dichtend in die Topfeinformung 17 eintaucht, in welche die Absperrleitung 6 mündet. Diese Stellung des Druckkolbens 2 ist in Fig. 2 dargestellt. - In der Fig. 1 ist gezeigt, wie der Druckkolben 2 die Absperrleitung 6 des ersten Zu- und Abführleitungspaares 4a verschließt. Zusätzlich sind eine den Ringraum 16 randseitig gegenüber dem eintauchenden Tauchkragen 15 abdichtende Ringraum-Dichtung 19 und eine die Topfeinformung 17 randseitig gegenüber dem eintauchenden Tauchzapfen 18 abdichtende Topfeinformungs-Dichtung 20 vorge-
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sehen. Die Ringraum-Dichtung 19 und die Topfeinformungs-Dichtung 2 0 sind als Runddichtungen, z.B. aus PTFE/EPDM, ausgebildet. Der Tauchkragen 15 ist als konzentrisch in bezug auf die Lagerbohrung 9 angeordneter Rundkragen ausgebildet und umschließt den Wellenfortsatz 3" mittels einer krageninnenseitigen Gleitdichtung 21. Durch äi-e vorbeschriebenen Dichtungen 19, 20, 21 in Verbindung mit den Dichtungen im Bereich der Gleitlagerung des Wellenfortsatzes 3" - auch im Bereich der Lagerbohrung 9 - ist es möglich, eine relativ gering viskose Flüssigkeit, wie z.B. Wasser, als Druckmedium einsetzen zu können. Ja sogar die Verwendung von Alkoholen ist möglich.
Die Funktionsweise des erfindungsgemäßen Schwenkmotors wird im folgenden erläutert. Bei Druckbeaufschlagung des Druckkolbens 2 über das erste Zu- und Abführleitungspaar 4a erfolgt eine Verschiebung des Druckkolbens 2 nach links in die in Fig. 2 dargestellte Endstellung. Dabei wird das hauptsächlich hutinnenseitig befindliche Druckmedium über das zweite Zu- und Abführleitungspaar 4b aus dem Zylindergehäuse 1 herausgeführt. Dies geschieht praktisch ausschließlich durch die entsprechende Absperrleitung 6. Denn die in die Absperrleitung 6 mündende Drosselleitung 5 ist hinsichtlich ihres Querschnittes durch die Rückflußdrossel 7 verengt. Kurz bevor der Druckkolben 2 seine in Fig. 2 dargestellte linke Endstellung erreicht, taucht der Tauchzapfen 18 in die Topfeinformung 17 ein, so daß das Druckmedium nicht mehr über die Absperrleitung 6 verdrängt werden kann, welche bei dieser Stellung des Druckkolbens 2 in die Topfeinformung 17 mündet. Folglich kann das Druckmedium nur noch über die Drosselleitung 5 - beaufschlagt durch die Rückflußdrossel 7 - zurückfließen. Dies hat eine Verlangsamung der Axialbewegung des Druckkolbens 2 zur Folge.
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Folglich wird verhindert, daß der Druckkolben 2 an das Zylindergehäuse 1 anschlagen kann. Der Druckkolben 2 wird gleichsam abgebremst.
Wenn nun der Druckkolben 2 in die andere Kolbenendstellung (Fig. 1) überführt werden soll, wird hierzu Druckmedium über die vorerwähnte Absperrleitung 6 des zweiten Zu- und Abführleitungspaares 4b zugeführt. Dementsprechend bewegt sich der Druckkolben 2 von seiner linken Endstellung (Fig. 2) nach rechts. Selbstverständlich hat jede Linear- bzw. Axialbewegung des Druckkolbens 2 eine entsprechende Drehbewegung der Abtriebswelle 3 zur Folge. Hierauf soll jedoch nicht näher eingegangen werden. Kurz bevor der Druckkolben 2 seine rechte Endposition in Fig. 1 erreicht, taucht der Tauchkragen 15 in den Ringraum 16 ein und verschließt die Absperrleitung 6 des ersten Zu- und Abführleitungspaares 4a. In gleicher Weise, wie zuvor beschrieben, kann nun das Druckmedium lediglich noch durch die Drosselleitung 5 in die Absperrleitung 6 zurückfließen. Dieser Rückfluß ist durch die Rückflußdrossel 7 gedämpft bzw. verlangsamt. Folglich wird der Druckkolben 2 hinsichtlich seiner Axialbewegung abgebremst.

Claims (10)

Andrejewski, Honke & Partner, Patentanwälte in Essen - 17 - Schutzansprüche
1. Drehantrieb, insbesondere Schwenkmotor, mit einem Zylindergehäuse (1), mit einem im Zylindergehäuse (1) axial und ggf. rotativ geführten Druckkolben -(2) mit Kolbenboden (2a) und Kolbenmantel (2b), mit zumindest einer im Zylindergehäuse
(1) drehbar gelagerten Abtriebswelle (3), mit einer Druckmediumzuführung und -abführung (4) zur ein- oder beidseitigen Beaufschlagung oder Entlastung der Kolbenfläche des Druckkolbens (2) mit einem Druckmedium unter Erzeugung einer Axialbewegung des Druckkolbens (2), und mit zumindest einer Linear-ZDrehbewegungswandelvorrichtung (8), z.B. Bewegungsschraubverbindung (8), Kurvenrollen- oder Kugelumlaufdrehverbindung, mittels derer der Kolbenmantel (2b) des Druckkolbens
(2) an die zumindest eine Abtriebswelle (3) angeschlossen ist und welche die Axialbewegung des Druckkolbens (2) in eine Drehbewegung der Abtriebswelle (3) umwandelt, dadurch gekennzeichnet, daß als Druckmedium eine Flüssigkeit mit geringer Viskosität, insbesondere Wasser, eingesetzt wird, daß zumindest die Linear-ZDrehbewegungswandelvorrichtung (8) eine Kunststoffbeschichtung aufweist, und daß weitere Bauteile des Drehantriebes, welche mit dem Druckmedium in Kontakt treten, z.B. das Zylindergehäuse (1) oder die Druckmediumzuführung und -abführung (4), zumindest im Bereich der Kontaktfläche zwischen Bauteil und Druckmedium eine rostbeständige Beschichtung aufweisen oder insgesamt aus rostbeständigem Material gefertigt sind.
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2. Drehantrieb, insbesondere Schwenkmotor, mit einem Zylindergehäuse (1), mit einem im Zylindergehäuse (1) axial und ggf. rotativ geführten Druckkolben (2) mit Kolbenboden (2a) und Kolbenmantel (2b), mit zumindest einer im Zylindergehäuse
(1) drehbar gelagerten Abtriebswelle (3), mit einer Druckmediumzuführung und -abführung (4) zur ein- oder beidseitigen Beaufschlagung oder Entlastung der Kolbenfläche des Druckkolbens (2) mit einem Druckmedium unter Erzeugung einer Axialbewegung des Druckkolbens (2), und mit zumindest einer Linear-/Drehbewegungswandelvorrichtung (8), z.B. Bewegungsschraubverbindung (8), Kurvenrollen- oder Kugelumlaufdrehverbindung, mittels derer der Kolbenmantel (2b) des Druckkolbens
(2) an die zumindest eine Abtriebswelle (3) angeschlossen ist und welche die Axialbewegung des Druckkolbens (2) in eine Drehbewegung der Abtriebswelle (3) umwandelt, dadurch gekennzeichnet, daß als Druckmedium eine Flüssigkeit mit geringer Viskosität, inbesondere Wasser, eingesetzt wird, daß zumindest der Druckkolben (2) und die Linear-ZDrehbewegungswandelvorrichtung (8) zum Anschluß des Kolbenmantels (2b) an die Abtriebswelle (3) aus Kunststoff gefertigt sind, und daß weitere Bauteile des Drehantriebes, welche mit dem Druckmedium in Kontakt treten, z.B. das Zylindergehäuse (1) oder die Druckmediumzuführung und -abführung (4), zumindest im Bereich der Kontaktfläche zwischen Bauteil und Druckmedium, eine rostbeständige Beschichtung aufweisen oder insgesamt aus rostbeständigem Material gefertigt sind.
3. Drehantrieb nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Druckmedium entmineralisiertes, insbesondere destilliertes, Wasser, mit oder ohne Schmiermittelzusätze, eingesetzt wird.
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4. Drehantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kunststoffbeschichtung oder der Druckkolben (2) im wesentlich aus unter Zusatz von Graphit und PTFE modifiziertem PEEK oder aus Ni/PTFE gefertigt sind.
5. Drehantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei zumindest zwei Zu- und Abführleitungen (4) zur unabhängigen Druckbeaufschlagung der jeweiligen Seiten der Kolbenflächen des Druckkolbens (2) mit jeweiligen Rückflußdrosseln (7) zur Verlangsamung der Axialbewegung des Druckkolbens (2), insbesondere im Bereich der jeweiligen Kolbenendstellungen, vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß ein erstes Zu- und Abführ leitungspaar (4a) und ein zweites Zu- und Abführleitungspaar (4b) mit jeweils parallel beaufschlagbarer Drosselleitung (5) und Absperrleitung (6) verwirklicht sind, wobei die Rückflußdrosseln (7) jeweils in die Drosselleitungen (5) eingesetzt sind, wobei ferner der Druckkolben (2) im Zuge seiner Axialbewegung unter Rückfluß des Druckmediums durch das erste oder zweite Zu- und Abführleitungspaar (4a, 4b) die Absperrleitung (6) dieses Zu- und Abfuhrleitungspaares (4a, 4b) verschließt, und wobei bei fortgesetzter Axialbewegung unter Verlangsamung des Druckkolbens (2) der Rückfluß einzig durch die Drosselleitung (5) erfolgt.
6. Drehantrieb nach Anspruch 5, wobei der Druckkolben (2) als hutförmiger Tauchkolben ausgebildet ist und die Abtriebswelle (3) einen an den Hutinnenguerschnitt angepaßten Wellenkopf (31) aufweist, und wobei die Abtriebswelle (3) unter Zwischenschaltung der Linear-/Drehbewegungswandelvorrichtung (8) innenseitig in die Innenhutflache eingreift, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolbenboden (2a) einen hutaußenseitig axial
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vorspringenden Tauchkragen (15) aufweist, wobei der Tauchkragen (15) zum Verschließen der Absperrleitung (6) des ersten Zu- und Abfuhrleitungspaares (4a) dichtend in einen Ringraum (16) im Zylindergehäuse (1) eintaucht, an welchen die Absperrleitung (6) angeschlossen ist, und daß der Kolbenboden (2) eine hutinnenseitige Topfeinformung -(17) aufweist, wobei ein am Wellenkopf (3') der Abtriebswelle (3) angeschlossener Tauchzapfen (18) zum Verschließen der Absperrleitung (6) des zweiten Zu- und Abfuhrleitungspaares (4b) dichtend in die Topfeinformung (17) eintaucht, in welche die Absperrleitung (6) mündet.
7. Drehantrieb nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine den Ringraum (16) randseitig gegenüber dem eintauchenden Tauchkragen (15) abdichtende Ringraum-Dichtung (19) und eine die Topfeinformung (17) randseitig gegenüber dem eintauchenden Tauchzapfen (18) abdichtende Topfeinformungs-Dichtung (20) vorgesehen sind.
8. Drehantrieb nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringraum-Dichtung (19) und die Topfeinformungs-Dichtung (20) als Runddichtungen, z.B. aus PTFE/EPDM, ausgebildet sind.
9. Drehantrieb nach einem der Ansprüche 6 bis 8, wobei die Abtriebswelle (3) als durchgängige Längswelle ausgebildet und jeweils stirnseitig des Zylindergehäuses (1) gelagert ist, und wobei die Abtriebswelle (3) einen an den Wellenkopf (31) angeschlossenen Wellenfortsatz (3") aufweist, welcher durch eine Lagerbohrung (9) im Kolbenboden (2a) des Druckkolbens (2) hindurchtritt, dadurch gekennzeichnet, daß der Tauchkragen (15) als konzentrisch in bezug auf die Lagerbohrung (9) angeord-
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neter Rundkragen ausgebildet ist und den Wellenfortsatz (3") mittels einer krageninnenseitigen Gleitdichtung (21) dichtend umschließt.
10. Drehantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Zylindergehäuse (1) aus Chrom-Molybdän-Stahl gefertigt ist.
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