DE29613187U1 - Blechblasinstrument mit vorgefertigtem Bauteil für die Zylindermaschine - Google Patents
Blechblasinstrument mit vorgefertigtem Bauteil für die ZylindermaschineInfo
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Description
Dip!. Phys. H. Seidel \.::..:' \.: : * ::::..
Patentanwältin
SiediUngSStr. 3 Datum: 25.7.96
84494 Lohkirchen
Tel. 08637/883 m-z-· Mi"4
Miraphone Graslitzer
Musikinstrumentenerzeuger eG
84464 Waldkraiburg
Musikinstrumentenerzeuger eG
84464 Waldkraiburg
Blechblasinstrument mit vorgefertigtem Bauteil
für die Zylindermaschine
für die Zylindermaschine
Die Erfindung betrifft Blechblasinstrumente mit einer Zylindermaschine, deren Züge durch in Ventilteilen drehbaren
Wechseln ein- und ausschaltbar sind. Hierzu sind im wesentlichen die Trompeten, Flügelhörner, Alt- und
Tenorhörner,die Barytone,Ventilposaunen,Waldhörner,Doppelhörner,
Pistone und Tuben zu rechnen. Bei diesen Instrumenten wird die durch Anblasen erzeugte Höhe des
Naturtones des Instrumentes mit Hilf e einer Mechanik,
Naturtones des Instrumentes mit Hilf e einer Mechanik,
durch die ein längeres oder kürzeres Rohrstück, der
sogenannte Zug, von fester Länge, in die Schallröhre des Blasinstrumentes ein- oder ausgeschaltet wird, verändert.
Die Mechanik wird durch Fingerdruck auf einen unter Federspannung stehenden Drücker betätigt, der seinerseits
über ein Hebelgestänge die Drehung eines mit entsprechenden Öffnungen versehenen Körpers, des sogenannten Wechsels in
einem diesen umgebenden Ventilteil bewirkt. Hierdurch wird der sogenannte Zug eingeschaltet, der die Naturtöne
erniedrigt. Durch die Verwendung mehrerer Ventile läßt sich somit erreichen, daß die Lücken zwischen den Naturtönen des
Instrumentes durch entsprechende Halbtöne ausgefüllt werden.
Bei den herkömmlichen Instrumenten sind drei oder mehr Ventile in die Maschine integriert.Jedes Ventil umfaßt einen
Hohlzylinder mit kreisförmigem Außenquerschnitt, dessen Mantelfläche Öffnungen für den Anschluß von
Verbindungstutzen, die zu den Zügen des Instrumentes führen, aufweist. Durch Verdrehen jedes in dem Hohlzylinder
verschwenkbaren Wechsels werden die zugehörigen Züge in die Schallröhre des Instrumentes zur Veränderung des Naturtones
eingeschaltet.
Die verschwenkbaren Wechsel umfassen eine Metallachse, die mit der Längsmittelac-hse des Hohlzylinders fluchtet und
dessen Deckfläche durchdringt, um an seinem über die Deck-
fläche hinausragenden Ende mit einem Hebelgestänge verbunden zu werden, welches den auf eine Drückertaste ausgeübten
Fingerdruck des Spielers auf den Wechsel überträgt und diesen zu einer Drehbewegung im Hohlzylinder veranlaßt. Die
Form jedes Wechsels und die Form der Ausnehmung des ihn
umgebenden Hohlzylinders müssen so aufeinander abgestimmt sein, daß zwischen Wechsel und der Innenwandung des
Hohlzylinders nur ein geringes Spiel vorliegt, d.h. daß die Mantelfläche des Wechsels bei Drehung in dem Hohlzylinder
längs dessen Innenwandung gleitet, doch die Berührung der benachbarten, sich gegenüberliegenden Flächenbereiche so
gering ist, daß bei Verschlußstellung des Ventils keine Luft durch das Ventil hindurchgelangen kann.
Dies bedeutet aber, daß Hohlzylinder und Wechsel sehr genau
aufeinander abgestimmt sein müssen. Diese Abstimmung, die in einem genauen Einschleifen der ineinander sitzenden Teile
besteht, kann erst unmittelbar vor der endgültigen
Fertigstellung des Instrumentes durchgeführt werden, da die Hohlzylinder fest mit der Maschine verbunden sind. Hierdurch
leidet natürlich die erreichbare Paßgenauigkeit der Wechsel in den Hohlkörpern. Falls es notwendig sein sollte, die
Paßgenauigkeit doch noch zu verbessern, kann dies nachträglich nur noch durch vollständigen Ausbau und Ersatz
des Wechsels erfolgen., ■
Der Erfinder hat sich nun die Aufgabe gestellt, ein Blechblasinstrument
zu schaffen, das gegenüber den herkömmlichen Instrumenten eine größere Paßgenauigkeit der Ventile und
darüber hinaus eine höhere Wartungsfreundlichkeit aufweist.
Erfindungsgemäß wird dies bei einem Blechblasinstrument der
vorstehend genannten Gattung dadurch erreicht, daß jeder Wechsel und das ihn umgebende Ventilteil in einem
vorgefertigten Bauteil vereinigt, in ein in der
Zylindermaschine vorgesehenes Aufnahmegehäuse einsetzbar und arretierbar ist.
Ferner ist Gegenstand der Anmeldung ein Bauteil für
Zylindermaschinen eines Blechblasinstrumentes, das' dadurch
gekennzeichnet ist, daß ein in herkömmlicher Weise ausgebildeter Wechsel in ein Ventilteil eingesetzt und mit
diesem zu einer Einheit verbunden ist, wobei das Ventilteil in Form eines Hohlkörpers ausgebildet ist, dessen Innenwand
der Außenwand des Wechsels angepaßt ist und in dessen Mantelfläche diese durchdringende Öffnungen vorgesehen sind,
deren Durchmesser mit den im Wechsel vorgesehenen Ausnehmungen koordiniert sind.
Durch die erfindungsgemäß geschaffene Möglichkeit, einen
Wechsel mit dem ihn umgebenden Ventilteil als vorgefertigtes
Bauteil in ein im praktisch fertiggestellten Blasinstrument
enthaltenes Ventilaufnahmegehäuse einsetzen zu können, sind zahlreiche Vorteile geschaffen, die sowohl im Rahmen der
Fertigung der Instrumente als auch beim Gebrauch dieser Instrumente zum Tragen kommen.
Wie eingangs bereits erwähnt, muß jeder Wechsel genau auf seinen ihn umgebenden Ventilteil eingeschliffen sein, um
einerseits die Reibung zwischen den sich gegenüberliegenden Mantelflächen beider Teile gering zu halten und um
andererseits aber auch zu verhindern, daß unerwünschte Nebenluft in die Maschine gelangen kann.
Dieser EinschleifVorgang, welcher eine hohe Genauigkeit erfordert,
kann nunmehr an dem vom Instrument getrennten Bauteil vorgenommen werden. Hierbei ist ständig eine Sichtprüfung möglich, die jedoch bei den herkömmlichen Instrumenten, bei denen der Wechsel in das mit dem Instrument integrierte, Ventilteil, Hohlzylinder eingebaut werden muß, nicht mehr durchgeführt werden kann. Somit ist mit Hilfe des vorgefertigten Bauteiles eine höhere Justiergenauigkeit erreichbar.Ein weiterer Vorteil liegt darin, daß das Baute 11 unabhängig von dem Instrument gefertigt wird und bei der Endmontage nur noch in das
kann nunmehr an dem vom Instrument getrennten Bauteil vorgenommen werden. Hierbei ist ständig eine Sichtprüfung möglich, die jedoch bei den herkömmlichen Instrumenten, bei denen der Wechsel in das mit dem Instrument integrierte, Ventilteil, Hohlzylinder eingebaut werden muß, nicht mehr durchgeführt werden kann. Somit ist mit Hilfe des vorgefertigten Bauteiles eine höhere Justiergenauigkeit erreichbar.Ein weiterer Vorteil liegt darin, daß das Baute 11 unabhängig von dem Instrument gefertigt wird und bei der Endmontage nur noch in das
fertiggestellte Instrument einfach eingesetzt werden muß.
Damit entfallen die bisher die Herstellung eines Instrumentes erschwerenden Einschleiferfordernisse des bisher fest im Instrument eingebauten Ventilteiles, da für das Ventilaufnahmegahäuse jetzt keine kritischen Maßtoleranzen mehr beachtet werden müssen. Der letzte Arbeitsschritt ist daher sehr einfach und kann in kürzester Zeit erfolgen, da es sich nur noch um eine reine Montagetätigkeit handelt, denn an den einzusetzenden Bauteilen in Form vollständiger Ventile braucht nichts mehr geändert zu werden.
Damit entfallen die bisher die Herstellung eines Instrumentes erschwerenden Einschleiferfordernisse des bisher fest im Instrument eingebauten Ventilteiles, da für das Ventilaufnahmegahäuse jetzt keine kritischen Maßtoleranzen mehr beachtet werden müssen. Der letzte Arbeitsschritt ist daher sehr einfach und kann in kürzester Zeit erfolgen, da es sich nur noch um eine reine Montagetätigkeit handelt, denn an den einzusetzenden Bauteilen in Form vollständiger Ventile braucht nichts mehr geändert zu werden.
Ein weiterer Vorteil ergibt sich schließlich daraus, daß natürlich die Bauteile in Form vollständiger Ventile nicht
nur bei der Montage ohne Schwierigkeiten eingesetzt werden können, sondern,da diese Ventile eigenständige Bauteile
sind, können diese auch zum Austausch aus dem Instrument herausgenommen und durch neue Ventile ersetzt werden.
Hierdurch ist es möglich, verschlissene oder auch fehlerhafte Ventile einfach durch neue Ventile zu ersetzen.
Dies macht sich besonders für Musiker günstig bemerkbar, da ihnen die Möglichkeit gegeben ist, die Ventile nach längerem
Spielen erneut zu ölen und selbst zu reinigen, indem sie die Ventile als ganzes aus dem Instrument ausbauen, ohne Gefahr
zu laufen, daß Justierungen zwischen Wechsel und Ventilkörper erneut vorgenommen werden müßten.
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Da erfahrungsgemäß insbesondere die Ventilteile durch den
häufigen Gebrauch einer mechanischen Abnutzung unterliegen, ist es für jeden Benutzer eines Blechblasinstrumentes nun
möglich, sich selbst die erforderlichen neuen Ventile zu
beschaffen und auch selbst wieder in das Instrument einzubauen,
Darüber hinaus ist es möglich, für die Bauteile solche Materialien heranzuziehen, deren Eigenschaften hinsichtlich
Verschleiß und Dichtigkeit optimal ausgewählt werden können, ohne daß das Erscheinungsbild des Instrumentes darunter
leidet.
Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen
und der nachstehenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnung.
und der nachstehenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnung.
Hierin zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch ein Ventil
mit eingesetztem Wechsel, der in ein Ventilaufnahmegehäuse
des Instrumentes eingesetzt ist,
des Instrumentes eingesetzt ist,
Fig. 2 eine Explosionsdarstellung des Bauteils
nach Fig. 1,
nach Fig. 1,
Fig.2a eine Darstellung des in Fig. 2 gezeigten Wechsels in seiner um 90° gedrehten Lage,
Fig. 3 einen Längsschnitt durch einen Ventilsatz einer Zylindermaschine mit drei Ventilen in
Explosionsdarstellung,
Fig.4a - Ae die einzelnen Verfahrensschritte, die für
den Ausbau eines Ventils nach Fig. 1 erforderlich sind,
Fig. 5 einen Längsschnitt durch ein Ventil, das von unten in sein Ventilaufnahmegehause einsetzbar
ist,
Fig. 6 eine Explosionsdarstellung des Ventils nach Fig.5 ,
Fig. 7 einen Längsschnitt durch einen Ventilsatz einer
Zylindermaschine mit drei Ventilen in Explosionsdarstellung und
Zylindermaschine mit drei Ventilen in Explosionsdarstellung und
Fig. 8a-8f die einzelnen Verfahrensschritte, die für den
Ausbau eines Ventils nach Fig. 5 erforderlich
sind.
sind.
In den Figuren sind sich entsprechende Teile mit übereinstimmenden
Bezugsziffern gekennzeichnet.
Das in Fig. 1 im Längsschnitt gezeigte erfindungsgemäße
Bauteil 1 ist in Fig. 2 in Explosionsdarstellung gezeigt. Das Bauteil 1 umfaßt einen Wechsel 2 herkömmlicher Bauart
mit einer Längsmittelachse 3, die sich in ein kreiszylindrisches Teil 4 erweitert, welches im dargestellten
Beispiel mit zwei sich gegenüberliegenden Ausnehmungen 5 versehen ist, deren Form im Längsschnitt als Kreisabschnitte
erkennbar ist. Aus Fig. 2a ist die Form des Wechsels 2 in einer um 90° gedrehten Stellung wiedergegeben. Hieraus läßt
sich der Verlauf der als Luftkanäle dienenden Ausnehmungen 5 erkennen, die beim Spiel bei von der Hand des Spielers
betätigtem Drücker (nicht dargestellt) den Wechsel 2 mit dem zugehörigen Zug verbinden.
Im Bereich der Deck- und Bodenfläche 4a bzw. 4b des zylindrischen Teiles 4 des Wechsels 2 sind ringförmige
Ausnehmungen 6a,b vorgesehen, deren Tiefe bis nahe zu den
Luftkanälen 5 reicht. Durch diese Ausnehmungen 6a,b wird das
Gewicht des Wechsels verringert, so daß die Betätigung des Wechsels 2 durch die Hand des Spielers leichter wird, und
ein schnelleres Spiel bei geringerer Ermüdung der Hand des Spielers erreicht wird.-
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Die Längsmittelachse 3 des Wechsels ragt mit ihrem oberen
Ende 3a, dem Wechselstift, weit über den zylindrischen Teil
4 hinaus. Das Ende 3a wird über einen in ein Innengewinde
des Endes 3a geschraubten Schwenkhebel, den sogenannten Flügel 40 mit dem Hebelgestänge (nicht dargestellt), welches
zu dem Drücker des Instrumentes führt, verbunden. Das untere Ende 3b der Längsmittelachse 3 dient der Justierung und
Lagerung des Wechsels 2.
Ein Ventilteil 9 ist hier als kreiszylindrischer Hohlkörper
ausgebildet, in dessen Mantel 10 vier, je zwei sich gegenüberliegende, kreisförmige Bohrungen 11 vorgesehen
sind. Der Durchmesser dieser Bohrungen 11 entspricht bei der
hier beschriebenen Ausführung genau dem Durchmesser, des Kreisausschnittes der Ausnehmungen 5 des Wechsels 2. Die
Höhe des Mantels 10 des Ventilteils 9 ist so bemessen, daß bei in das Ventilteil 9 eingesetztem Wechsel 2 die Öffnungen
11 sich mit den Ausnehmungen 5 des Wechsels 2 decken. Die lichte Weite des Ventilteils 9 ist nur geringfügig größer
als der quer verlaufende Durchmesser des Wechsels 2, so daß
dieser mit nur geringer Reibung in dem Ventilteil 9 drehbar ist.
- 11 -
Das Ventilteil 9 ist mit einer Deckkappe 12 verschlossen, die hier mit dem Ventilteil 9 einstückig ist. In der
Deckkappe 12 befindet sich mittig eine nach oben ragende Führungsbüchse 13, deren Innendurchmesser geringfügig größer
ist als der Durchmesser der Längsmittelachse 3 des Wechsels
2 und daher als oberer Lagersitz für den Wechselstift 3a des Wechsels 2 dient, sobald dieser in das Ventilteil 9
eingesetzt ist.
Im Bereich des unteren Randes des Ventilteils 9 ist ein Außengewinde 14 angebracht, das nach dem Einbau des
Bauteiles 1 in das Instrument mit einem Innengewinde 15 eines Schraubdeckels 8 in Eingriff gebracht wird.
Ein Sprengdeckel 18 wird zur Lagerung des Endes 3b der
Längsachse 3 des Wechsels 2 auf dieses Ende 3b aufgepaßt und dient zusätzlich zur axialen Justierung des Wechsels 2.
Mit dem Bezugszeichen 16 ist ein Ventilaufnahmegehäuse
bezeichnet. Dieses Ventilaufnahmegehäuse 16 ist ein mit dem nicht dargestellten Instrument fest verbundenes hohlzylindrisches
Teil, das im Beispiel vier Rohrstutzen 17 aufweist. Die Ventilaufnahmegehäuse 16 eines Ventilsatzes
sind nach Fig. 3 miteinander verbunden. Der Innendurchmesser des Ventilaufnahmegehäuses 16 ist geringfügig größer als der
Außendurchmesser des zylindrischen Ventilteils 9.
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Der Wechsel 2 wird exakt in das Ventilteil 9 eingesetzt.
Dabei dient der Sprengdeckel 18, als unterer Lagersitz des Wechsels 2. Der EinschleifVorgang kann dann an den beiden
Bauteilen 2 und 9 mit großer Genauigkeit durchgeführt werden, da, solange diese beiden ineinander geschobenen
Bauteile 2 und 9 noch nicht in das Instrument eingebaut sind, immer noch eine Sichtprüfung möglich ist und sich eine
entsprechende Nachbesserung ohne Schwierigkeiten vornehmen läßt. Die unabhängig vom Instrument fertiggestellte
Baugruppe 2,9,18 kann dann in das im Instrument integrierte Ventilaufnahmegehäuse 16 eingesetzt werden. Diese Montage wird bei der im Beispiel gezeigten Ausführung von oben durchgeführt. Unterhalb des Deckels 12 befindet sich am Zylindermantel 10 ein Justierstift 19. Dieser wird in eine entsprechende Ausnehmung 20 im Ventilaufnahmegehäuse 16 eingelassen. Das untere, das Gewinde 14 aufweisende Ende des Ventilteils 9 ragt nach dem Einsetzen der miteinander verbundenen Bauteile 2,9 und 18 nach unten aus dem Ventilaufnahmegehäuse 16 heraus, so daß das Innengewinde 15 des Schraubdeckels 8 mit dem Außengewinde 14 des Ventilteils 9 verschraubt werden kann. Hierbei greift ein über den Sprengdeckel 18 hinausragender Abschnitt des Lagerstiftes
in das Sackloch 7 des Schraubdeckels 8 ein.
Baugruppe 2,9,18 kann dann in das im Instrument integrierte Ventilaufnahmegehäuse 16 eingesetzt werden. Diese Montage wird bei der im Beispiel gezeigten Ausführung von oben durchgeführt. Unterhalb des Deckels 12 befindet sich am Zylindermantel 10 ein Justierstift 19. Dieser wird in eine entsprechende Ausnehmung 20 im Ventilaufnahmegehäuse 16 eingelassen. Das untere, das Gewinde 14 aufweisende Ende des Ventilteils 9 ragt nach dem Einsetzen der miteinander verbundenen Bauteile 2,9 und 18 nach unten aus dem Ventilaufnahmegehäuse 16 heraus, so daß das Innengewinde 15 des Schraubdeckels 8 mit dem Außengewinde 14 des Ventilteils 9 verschraubt werden kann. Hierbei greift ein über den Sprengdeckel 18 hinausragender Abschnitt des Lagerstiftes
in das Sackloch 7 des Schraubdeckels 8 ein.
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Auf die nach oben ragende Führungsbüchse 13 des Ventilteiles 9 wird nach dem Einsetzen der Kombination der Teile 2,9,18
und 8 ein in Form eines Hufeisens ausgebildetes Teil 41 auf die Deckseite 12 des Ventilteiles 9 aufgeschraubt, das als
Endanschlag für den über das Hebelgestänge verdrehbaren
Flügel 40 dient.
Da es sich bei dem erfindungsgemäßen Bauteil 1, umfassend
das Ventilteil 9 mit Wechsel 2 und Sprengdeckel 18, um ein voll funktionsfähiges Ventil handelt, das in einfacher Weise
von jedermann in das fertige Instrument eingebaut werden kann, ohne daß weitere Justiertätigkeiten vorgenommen werden
müssen, ist es vor allem auch für den Spieler des Instrumentes möglich, das Ventil zur Reinigung oder zum Ölen
selbst aus- und einzubauen.
Die für einen Ausbau des erfindungsgemäßen Bauteils 1
erforderlichen Schritte sind in den Fig. 4a bis 4e gezeigt.
In Fig.4a ist das in das Ventilaufnahmegehäuse 9 eingebaute
Bauteil 1 ohne die Teile 40 und 41 gezeigt. Zunächst wird der Schraubdeckel 8 abgeschraubt, Fig. 4b, dann werden die
Bauteile 2 und 9 mit Sprengdeckel 18 nach oben aus dem
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Ventilaufnahmegehäuse 16 herausgezogen, Fig. 4c. Nachdem
der mit Preßpassung im Ventilteil 9 sitzende Sprengdeckel 18 entfernt ist, kann der Wechsel 2 aus dem Ventilteil 9
herausgezogen werden.
In den Fig. 5 bis 7 sind Bauteile 30 dargestellt, die denen der Fig. 1 bis 3 weitgehend entsprechen. Der Unterschied
liegt allein darin, daß diese Bauteile 30 nicht von oben her, sondern von unten nach oben in ihre Ventilaufnahmegehäuse
31 eingeschoben werden.
Die Unterschiede dieser Bauteile 30 lassen sich am besten aus der Explosionsdarstellung nach Fig. 6 erkennen.
Der Wechsel stimmt vollständig mit dem Wechsel 2 nach Fig. 2
überein und braucht daher nicht näher beschrieben zu werden. Das gleiche gilt auch für den Sprengdeckel 18. Das
Ventilteil 32 weist aber durch die andere Montage bedingte geringfügige Unterschiede gegenüber dem Ventilteil 9 auf.
Der Außenrand des mit dem Mantel 33 einstückigen Deckels 34 schließt mit der Mantellinie ab, d.h. der Deckel 34 ragt
nicht seitlich über den zylindrischen Teil des Ventilteiles 32 hinaus. Im Bereich des oberen Randes des zylindrischen
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Mantels 33 ist ein Außengewinde 35 vorgesehen, auf das nach dem Einsetzen des Ventilteiles 32 in das Ventilaufnahmegehäuse
31 ein Schraubring 37 aufgeschraubt wird. Im unteren Randbereich des Zylindermantels 33 ist nach außen
ragend der Justierstift 38 vorgesehen, der in eine
entsprechende Ausnehmung 36 des Ventilaufnahmeghauses 31
eingreift, um den genauen Paßsitz des Bauteiles 30, umfassend das Ventilteil 32 mit dem Wechsel 2 und dem
Sprengdeckel 18 im Ventilaufnahmegehäuse 31 zu gewährleisten.
Bei dieser Ausbildung des Bauteiles 30 sind selbstverständlich die zu einem Ventilsatz vereinigten Aufnahmegehäuse 31
miteinander verbunden, siehe Fig. 7 und sind in übereinstimmender Konstruktion ausgeführt. Sämtliche Ventile 30
werden dann von unten nach oben in die Ventilaufnahmegehäuse 31 eingeschoben und von oben mit Hilfe der Schraubringe 37
befestigt.
Die einzelnen Schritte, die für einen Ausbau einer solchen
Baugruppe erforderlich sind, sind in den Fig. 8a bis 8f dargestellt .
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Zunächst wird der Schraubring 37 entfernt, dann können die
Bauteile 8,18,32 und 2 nach unten aus dem Ventilaufnahmegehäuse 31 herausgezogen werden (Fig.8c). Nachdem der
Schraubdeckel 8 und der Sprengring 18 abgezogen sind, ist es möglich, den Wechsel 2 für eine eventuell erforderliche
gründliche Reinigung und Überprüfung herauszunehmen.
Claims (16)
1. Blechblasinstrument mit Zylindermaschine, deren Züge durch in Ventilteilen drehbare Wechsel ein- und
ausschaltbar sind, dadurch gekenn
&zgr; e i chnet, daß jeder Wechsel (2) und das ihn
umgebende Ventilteil (9,32) in einem vorgefertigten Bauteil (1,30) vereinigt in ein in der Zylindermaschine
vorgesehenes Ventilaufnahmegehäuse (16,31) einsetzbar und arretierbar ist.
2. Blechblasinstrument nach Anspruch 1, dadurch gek ennzeichnet, daß das Ventilaufnahmegehäuse
(16,31)in Form eines Hohlkörpers ausgebildet ist und über seiner Mantelfläche vorgesehenen Bohrungen mit in
Verbindungsstutzen (17) versehen ist.
3. Blechblasinstrument nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
g e k ennzeichnet, daß die Außenform des Ventilteiles (9,32) und die Innenform des dieses
umgebenden Ventilaufnahmegehäuses (16,31) aufeinander paßgenau abgestimmt sind.
4. Blechblasinstrument nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenform des Ventilteils (9) zylindrisch ist und
die Innenform des Ventilaufnahmegehäuses (16) der Außenform des Ventilteiles etwa entspricht.
5. Blechblasinstrument nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser der in der Mantelfläche des
Ventilaufnahmegehäuses (16,31) vorgesehenen Bohrungen den
im Wechsel (2) und dem Ventilteil (9,32) vorliegenden
Öffnungen (5,11) angepaßt sind.
6. Blechblasinstrument nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichne t, daß das in das Ventilaufnahmegehäuse(9,31) eingesetzte, vorgefertigte Bauteil(1,31)' mittels eines Schraubdeckels an dem Ventilaufnahmegehäuse befestigbar ist.
dadurch gekennzeichne t, daß das in das Ventilaufnahmegehäuse(9,31) eingesetzte, vorgefertigte Bauteil(1,31)' mittels eines Schraubdeckels an dem Ventilaufnahmegehäuse befestigbar ist.
7. Blechblasinstrument nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichne t, daß das Bauteil (1) von oben her in das Ventilaufnahmegehäuse
(9) einsetzbar und von unten her mit dem Schraubdeckel (8) befestigbar ist.
8. Blechblasinstrument nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichn e t, daß das Bauteil (3) von unten her in das Ventilaufnahmegehäuse
( 31) einschiebbar und mit dem Schraubdeckel (37) von oben her befestigbar ist.
9. Bauteil für Zylindermaschinen eines Blechblasinstrumentes
nach einem der Ansprüche 1 bis 8,dadurch gek ennzeichnet, daß ein in herkömmlicher Weise
ausgebildeter Wechsel (2) in ein Ventilteil (9,32) eingesetzt und mit diesem zu einer Einheit verbunden ist,
wobei das Ventilteil in Form eines Hohlkörpers ausgebildet ist, dessen Innenwand der Außenwand des
Wechsels (2) angepaßt ist und in dessen Mantelfläche diese durchdringende Öffnungen vorgesehen sind, deren
Durchmesser mit den im Wechsel vorgesehenen Ausnehmungen (5) koordiniert sind.
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10.Bauteil nach Anspruch 9, dadurch geken nz
e i c hnet, daß die Deckfläche (12,34) des Ventilteiles (9,32) eine mittige Bohrung aufweist, durch
die das obere Ende (3a) der Längsmittelachse (3) des in das Ventilteil einsetzbaren Wechsels (2) hindurchführbar
ist.
11.Bauteil nach Anspruch 11, dadurch geken nz eichnet, daß die mittige Bohrung von einem nach
oben und außen ragenden Führungsstutzen (13) umgeben ist, der als oberer Lagersitz für den Wechsel (2) dient und
vorzugsweise mit der Deckfläche des Ventilteils integriert ist.
12.Bauteil nach einem der Ansprüche 10 bis 11, dadurch
g e ken &eegr; ze ich &eegr; et, daß der Wechsel (2) in an sich bekannter Weise in Form eines Kreiszylinders
ausgebildet ist, der eine oder mehrere Ausnehmungen (5) aufweist, die mit den in dem Mantel des Kreiszylinders
vorgesehnen Öffnungen abgestimmt sind.
13.Bauteil nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, daß in der Deck- und/oder in der Bodenfläche (4a,4b) des Wechsels (2) ringförmige,
die Längsmittelachse konzentrisch umgebende Ausnehmungen (6a,6b) vorgesehen sind, deren Tiefe so gewählt ist, daß
die Bodenfläche der ringförmigen Ausnehmungen (6a,6b) nur einen geringen Abstand von den Ausnehmungen (5) im Wechsel (2) hat.
die Bodenfläche der ringförmigen Ausnehmungen (6a,6b) nur einen geringen Abstand von den Ausnehmungen (5) im Wechsel (2) hat.
14.Bauteil nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch
g ekennzeichnet, daß das Ventilteil (9) mit einem Außengewinde versehen ist, auf das ein mit
Innengewinde verschraubbarer Deckel (8) aufschraubbar
ist.
15.Bauteil nach einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch
gekennzeichnet, daß das untere Ende (3b) der
Längsmittelachse (3) des Wechsels (2) über den Wechselkörper nach unten hinausragt und in ein Sachkloch
(7) im Innern des Schraubdeckels (8) einsteckbar ist.
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16.Bauteil nach einem der Ansprüche 10 bis 15, dadurch
gekennzeichnet, daß auf das untere Ende (3b) der Langsmittelachse(3) des Wechsels (2) ein Sprengdeckel
(18) aufsetzbar ist,'dessen Lagerstutzen gemeinsam mit dem unteren Ende (3b) der Längsmittelachse (3) in das
Sackloch (7) des Schraubdeckels (8) einsteckbar ist.
Priority Applications (7)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29613187U DE29613187U1 (de) | 1996-07-30 | 1996-07-30 | Blechblasinstrument mit vorgefertigtem Bauteil für die Zylindermaschine |
| ES97931813T ES2210546T3 (es) | 1996-07-30 | 1997-07-15 | Instrumento de soplar de chapa con componente prefabricado para la maquina cilindrica. |
| PCT/EP1997/003764 WO1998005026A1 (de) | 1996-07-30 | 1997-07-15 | Blechblasinstrument mit vorgefertigtem bauteil für die zylindermaschine |
| AT97931813T ATE253249T1 (de) | 1996-07-30 | 1997-07-15 | Blechblasinstrument mit vorgefertigtem bauteil für die zylindermaschine |
| CZ1998966A CZ291336B6 (cs) | 1996-07-30 | 1997-07-15 | Plechový dechový nástroj |
| DE59710921T DE59710921D1 (de) | 1996-07-30 | 1997-07-15 | Blechblasinstrument mit vorgefertigtem bauteil für die zylindermaschine |
| EP97931813A EP0875058B1 (de) | 1996-07-30 | 1997-07-15 | Blechblasinstrument mit vorgefertigtem bauteil für die zylindermaschine |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29613187U DE29613187U1 (de) | 1996-07-30 | 1996-07-30 | Blechblasinstrument mit vorgefertigtem Bauteil für die Zylindermaschine |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29613187U1 true DE29613187U1 (de) | 1996-09-19 |
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ID=8027181
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29613187U Expired - Lifetime DE29613187U1 (de) | 1996-07-30 | 1996-07-30 | Blechblasinstrument mit vorgefertigtem Bauteil für die Zylindermaschine |
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Family Applications After (1)
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