DE29613785U1 - Spannvorrichtung für flexibles bahnförmiges Material - Google Patents
Spannvorrichtung für flexibles bahnförmiges MaterialInfo
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Description
31.07.1996
Spannvorrichtung für flexibles bahnförmiges Material
Die Erfindung bezieht sich auf eine Spannvorrichtung für flexibles bahnförmiges Material, mit einem Klemmprofil, das
eine hinterschnittene Längsnut hat, in der ein von dem Material umschlungener elastischer Klemmstab das bedarfsweise unter
Zugwirkung stehende Material gegen zwei einander nutmündungsgleich gegenüberliegende Nutwandabschnitte preßt.
Eine Spannvorrichtung mit den vorgenannten Merkmalen ist aus der US-A-3 553 862 bekannt. Sie ist Bestandteil eines
Siebdruckrahmens, mit dem das bahnförmige Material von einem
im Querschnitt runden Klemmstab innerhalb einer im Querschnitt im wesentlichen rechteckigen Nut geklemmt wird, deren
vertikale Nutöffnung von einer horizontal vorspringenden Leiste teilweise abgedeckt ist, an der sich eine Hinterschneidungskante
befindet. Das unter Zugwirkung stehende Material zieht den Klemmstab gegen diese Hinterschneidungskante
und gegen eine diese gegenüberliegende etwas zur Hinterschneidungskante hin abgeschrägte Wand, so daß sich der
Klemmstab durch die Zugwirkung des Materials verklemmen kann. Infolge der flächigen Anlage des Klemmstabs bzw. des bahnförmigen
Materials an der abgeschrägten Nutwand ist jedoch die Gefahr des ungewollten Durchrutschens des bahnförmigen Materials
gegeben.
Aus der DE 3 239 319 Al ist eine Spannvorrichtung für
flexibles bahnförmiges Material bekannt, welches in einer im wesentlichen T-förmigen Längsnut fixiert wird. Der Klemmstab
ist ein konkav geformter bandförmiger Klemmkörper, der sich
einerseits am Boden der Längsnut abstützt und andererseits außerhalb der Hxnterschneidungskanten an Hinterschneidungsf
flächen abgestützt ist, die dem Nutenboden zugewendet sind. Die Klemmfähigkeit dieser bekannten Spannvorrichtung soll
insbesondere dadurch gesteigert werden, daß der Klemmstab in besonderer Weise ausgebildet ist, beispielsweise mit einem
reibungserhöhenden Überzug oder mit sägezahnartigen Stabkanten.
Dem Bekannten gegenüber liegt die Aufgabe zugrunde, eine Spannvorrichtung mit den eingangs genannten Merkmalen so zu
verbessern, daß die auf das flexible bahnförmige Material ausgeübte Klemmwirkung durch hohe spezifische Flächenpressung
an den Hxnterschneidungskanten des Klemmprofils verbessert wird.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der Klemmstab das Material außer gegen zwei einander gegenüberliegende Hxnterschneidungskanten
einer im wesentlichen T-förmigen Längsnut auch gegen den Boden der Längsnut und/oder gegen oberhalb den
Boden der Längsnut und/oder gegen oberhalb der Hxnterschneidungskanten gelegene Nutwand- und/oder Profilwandabschnitte
preßt.
Für die Erfindung ist von Bedeutung, daß eine herkömmliche T-förmige Längsnut ausgenutzt werden kann, um das unter
Zugwirkung stehende Material mit Hilfe des elastischen Klemmstabs festzuklemmen. Die Klemmwirkung wird mit Hilfe der beiden
Hxnterschneidungskanten dieser T-förmigen Längsnut erreicht, welche vergleichsweise große spezifische Flächenpressungen
ausüben können, so daß das flexible bahnförmige Material sicher gehalten werden kann. Ein Nachspannen des Materials
durch Materialzug ist dabei nicht ausgeschlossen, sofern das Material entsprechend zugfest ist. Das Andrücken des
Materials auch an den Boden der Längsnut und/oder gegen oberhalb der Hxnterschneidungskanten gelegenen Nutwand und/oder
Profilwandabschnitte führt zu einer Unterstützung des Anpressens an den Hxnterschneidungskanten und schafft zusätzliche
Reibflächen, die es erlauben, das bahnförmige Material noch besser zu spannen.
Die Spannvorrichtung kann so verbessert werden, daß der Klemmstab einen leistenartigen, etwas mehr als kantenabstandsbreiten
und an den Hinterschneidungskanten positionierbaren Klemmsteg hat, der das Material gegen die Hinterschneidungskanten
preßt und sich dabei mit einem vom Material umschlungenen steglangen Spreizschenkel am Nutboden abstützt.
Ein derartiger Klemmstab ist im Hinblick auf die Querschnittsform der Längsnut des Klemmprofils hinsichtlich seines
Klemmstegs in spezieller Weise profiliert, wobei der Spreizschenkel für eine vorbestimmte, von der auf das bahnförmige
Material ausgeübten Zugwirkung unabhängige Anpressung des Klemmstegs gegen die Hinterschneidungskanten sorgt. Es
ist infolgedessen nicht notwendig, daß das bahnförmige Material unter Zugwirkung stehen muß, um eine ausreichende Klemmwirkung
zu erzielen.
Das zusätzliche Anpressen des bahnförmigen Materials außer gegen die Hinterschneidungskanten auch gegen den Boden
der Längsnut und/oder gegen oberhalb der Hinterschneidungskanten gelegenen Nutwand- und/oder Profilwandabschnitte bewirkt,
daß die Spannvorrichtung auch dann eingesetzt werden kann, wenn das bahnförmige Material nicht unter Zugwirkung
steht bzw. wenn die Zugwirkung sehr klein ist. Das ist beispielsweise gegeben, wenn flexibles bahnförmiges Material
eingesetzt wird, um mit Hilfe von Klemmprofilen Flächenelemente
herzustellen, wie sie beispielsweise im Messebau eingesetzt werden können.
Die Spannvorrichtung kann dahingehend weitergebildet werden, daß der Spreizschenkel an einer Klemmstegkante ansetzt.
Dadurch wird dafür gesorgt, daß die vom Spreizschenkel erzielte Druck- bzw. Preßwirkung direkt an einer der Hinterschneidungskanten
zur Wirkung kommt, von der aus das bahnförmige Material gespannt gehalten werden kann.
Die Spannvorrichtung kann des weiteren so ausgebildet werden, daß der Spreizschenkel etwa C-förmig mit materialspreizender
Konvexität ausgebildet ist. Infolgedessen wird das bahnförmige Material von dem Spreizschenkel in einem der
materialspreizenden Konvexität entsprechenden Maße um die Hinterschneidungskante herumgeführt und damit der Umschlingungswinkel
im Sinne einer verstärkten Halterung des bahnförmigen Materials vergrößert. Außerdem sorgt die C-Förmigkeit
des Spreizschenkels dafür, daß seine Abstützung am Boden der Längsnut im Projektionsbereich der Klemmstegkanten auf den
Boden der Längsnut zwischen diesen Klemmstegkanten erfolgt, so daß eine entsprechende Belastung beider Klemmstegkanten
möglich ist.
Die Spannvorrichtung kann aber auch so ausgebildet werden, daß der Klemmstab einen fußförmigen Querschnitt hat, der
sich fersen- und spannseitig an den Hinterschneidungskanten abstützt und oberhalb davon mit einem Schaft gegen die einander
gegenüberliegenden Nutwandabschnitte preßt. In diesem Fall wird eine zusätzliche Abstützung im Mündungsbereich der
Längsnut oberhalb der Hinterschneidungskanten erreicht, was die Klemmwirkung der Spannvorrichtung auf das bahnförmige Material
entsprechend vergrößert. Mit Hilfe des fußförmigen Querschnitts kann das flexible bahnförmige Material beim Einstecken
des Klemmstabs in das Klemmprofil tiefer hineingedrückt und damit die Zugwirkung auf das Material vergrößert
werden.
Es ist besonders vorteilhaft, die Spannvorrichtung so auszubilden, daß der Klemmstab hohl und flexibel und in seinem
Hohlraum eine elastische Füllung vorhanden ist. Ein derartiger Klemmstab läßt sich außen besonders haftfähig für das
flexible bahnförmige Material ausbilden, indem er in Bezug auf dieses einen vergleichsweise großen Reibungskoeffizienten
hat. Die elastische Füllung im Inneren sorgt für eine geeignete Spreizwirkung, so daß das bahnförmige Material sicher an
den Hinterschneidungskanten und auch oberhalb der Hinterschneidungskanten an den Nutwandabschnitten festgesetzt wird.
Die vorstehend beschriebene Ausführungsform kann noch dahingehend spezifiziert werden, daß die die elastische Füllung
umgebenden und in der Nut anzuordnenden Wandabschnitte des Klemmstabes etwa gleich dick sind. Infolgedessen wird ein
möglichst großer Raum für die die Preßkräfte aufbringende
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elastische Füllung hergestellt, ohne auf die Abstimmung der
Reibungsverhältnisse zwischen dem Klemmstab und dem bahnförmigen Material verzichten zu müssen,
Die vorbeschriebenen Spannvorrichtungen können vorteilhafterweise so ausgebildet werden, daß der Klemmstab einen
aus der Nut vorstehenden Handhabungsvorsprung hat, der ein Einbringen des Klemmstabs in die Längsnut des Klemmprofils
begünstigt. Mit Hilfe des Handhabungsvorsprungs wird das Einbringen
des Klemmstabs in gewünschter Weise erleichtert, beispielsweise im Sinne eines Einschwenkens. Das Erleichtern des
Einbringens ist insbesondere dann von Vorteil, wenn das bahnförmige
Material beim Einbringen des Klemmstabs gespannt gehalten wird, um die zu erzielende Zugwirkung beim Einbau herzustellen.
Der Handhabungsvorsprung kann auch im Sinne einer Erhöhung der Klemmwirkung der Spannvorrichtung auf das bahnförmige
Material ausgebildet werden. Zu diesem Zweck wird die Spannvorrichtung so gestaltet, daß der Handhabungsvorsprung
bei in die Längsnut eingebrachtem Klemmstab federelastisch auf einen Profilwandabschnitt drückt. Der Reibungs- und/oder
Formschluß zwischen dem Handhabungsvorsprung und dem Profilwandabschnitt verstärkt die Haltewirkung der Spannvorrichtung
auf das bahnförmige Material entsprechend der jeweiligen Klemmwirkung.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Spannvorrichtung wird dadurch erreicht, daß der Klemmstab im Querschnitt
vasenförmig mit einem Vasenbauch ist, der die Hinterschneidungskanten federelastisch hintergreift und dessen Vasenhals
spreizend gegen die oberhalb der Hinterschneidungskanten gelegenen Nutwandabschnitte drückt. Auch in diesem
Fall werden die beiden Hinterschneidungskanten benutzt, um das bahnförmige Material mit vergleichsweise großer spezifischer
Flächenpressung zu beaufschlagen und oberhalb der Hinterschneidungskanten gelegenen Nutwandabschnitte spannen
das bahnförmige Material zusätzlich ein, wobei die Umschlingung der Hinterschneidungskanten erhöht wird.
Im Sinne einer Steigerung der Klemmwirkung dieser Ausführungsform kann die Spannvorrichtung so ausgebildet werden,
daß der Vasenhals materialspannende Wulstkanten hat. Die Wulstkanten erreichen eine Umlenkung des bahnförmigen Materials
im Bereich der profilwandseitigen Profilkanten, die infolgedessen zusätzlich zu den Hinterschneidungskanten pressend
und damit haltend auf das bahnförmige Material einwirken.
Der vorbeschriebene Klemmstab ist elastisch und hält das bahnförmige Material im Umfang der von ihm ausgeübten elastischen
Kräfte. Eine wesentlich verbesserte Halterung des bahnförmigen Materials kann jedoch dadurch erreicht werden, daß
in den Vasenhals eine bis in den Vasenbauch reichende spreizende Stopfenleiste eingebaut ist. Die Stopfenleiste spreizt
den Klemmstab derart, daß er auch bei großer Zugwirkung nicht entgegen seiner Elastizität verformt werden kann, was zu einer
Lockerung des bahnförmigen Materials führen könnte. Die Stopfenleiste verhindert ein solches Lockern im Rahmen ihrer
Elastizität. Ist sie starr ausgebildet, z. B. als metallische Stopfenleiste, so ist eine Lockerung des Sitzes des unter
Zugwirkung stehenden bahnförmigen Materials überhaupt nicht möglich. Im Extremfall ist es möglich, insbesondere wenn das
bahnförmige Material in vergleichsweise großem Umfang kompressibel ist, sowohl den Klemmstab als auch die Stopfenleiste
starr auszubilden, um eine optimale Klemmung des bahnförmigen Materials zu erreichen.
Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform ist dadurch
gekennzeichnet, daß der Klemmstab ein federelastisches Vollprofil ist, das sich außer gegen die beiden Hinterschneidungskanten
auch gegen den Nutboden drückt. Ein derartiger Klemmstab ist besonders vorteilhaft herzustellen und ohne
weiteres als Massenware zu erhalten, beispielsweise als Profilstange aus elastischem Kunststoff, beispielsweise aus
Kunstkautschuk. Das Vollprofil ist so bemessen, daß es nach seinem Einbau in die Längsnut keine Bewegungsfreiheiten mehr
hat. Vielmehr führt jede Änderung der Zugwirkung, die auf das
bahnförmige Material ausgeübt wird, zu einer Erhöhung der Pressung, die der Klemmstab auf das Material ausübt. Hierbei
wird die Abstützung des Klemmstabs am Nutenboden nicht aufgehoben .
Eine massenfertigungsgerechte Ausbildung liegt vor, wenn der Klemmstab ein Rundprofil ist. Ein solches Rundprofil kann
weitgehend unabhängig von der konkreten Querschnittsgestaltung der Längsnut eingesetzt werden, sofern es nur gegen die
Hinterschneidungskanten und gegen den Nutenboden gedrückt wird.
10
10
Die Erfindung wird anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen erläutert. Es zeigt:
Fig.la bis Ic eine erste Ausführungsform einer Spannvorrichtung
mit einem elastischen Klemm
mit einem elastischen Klemm
stab in drei unterschiedlichen Einbaustellungen,
Fig.2a bis 2c eine zweite Ausführungsform einer Spannvorrichtung
mit einem abweichend ausgebildeten
elastischen Klemmstab in drei
mit einem abweichend ausgebildeten
elastischen Klemmstab in drei
unterschiedlichen Einbaustellungen,
Fig.3a bis 3c eine dritte Spannvorrichtung mit einem
weiteren unterschiedlichen Klemmstab in
vier unterschiedlichen Einbaustellungen, und
weiteren unterschiedlichen Klemmstab in
vier unterschiedlichen Einbaustellungen, und
Fig.4a bis 4c eine vierte Spannvorrichtung mit einer
vierten Ausgestaltung eines elastischen
Klemmstabs in drei unterschiedlichen Einbaustellungen .
30
vierten Ausgestaltung eines elastischen
Klemmstabs in drei unterschiedlichen Einbaustellungen .
30
Die in den Figuren dargestellte Spannvorrichtung soll flexibles bahnförmiges Material 10 spannen. Solches Material
ist beispielsweise ein Gewebe, ein Gitter oder eine Folie und vorzugsweise textil. Beispielsweise vier Klemmprofile 11 bilden
einen rechteckigen Rahmen, in den das bahnförmige Material eingespannt werden soll. Von diesem Rahmen ist jeweils
nur ein Klemmprofil 11 im Querschnitt vollständig oder teilweise dargestellt.
Die Klemmprofile haben hinterschnittene Längsnuten 12,
die im wesentlichen T-förmig sind. Im Einzelfall können die Nuten voneinander abweichen. In den Fig.la bis 1 b sind zwei
Nutenformen dargestellt. Der gestrichelte Teilquerschnitt umgrenzt eine erste Nutenform 12' größeren Querschnitts, gebildet
von zwei Hinterschneidungsstegen 33, die ihrerseits einem Nutenboden 16 zugewendete Vorsprünge aufweisen. Werden diese
Stege 33 nicht, wie dargestellt, hinterschnitten ausgeführt, sondern horizontal gerade durchlaufend und wird der Nutenboden
16 etwas mehr hammerkopfartig ausgebildet, so ergibt sich die dargestellte Nutenform 12', die auch in den nachfolgenden
Figuren jeweils dargestellt ist. Die T-förmige Nut bedingt eine zwischen den Stegen 33 gelegene Verengung bzw. Mündung
mit einander zugewandten Nutwandabschnitten 17, 18, zwischen denen das flexible bahnförmige Material 10 in das Nuteninnere
geführt wird. Von der Nut 12 ausgehend, soll das Material 10 senkrecht zu dem Profilwandabschnitt 19 gespannt werden, der
die Nut 12 aufweist. Hierzu muß in allen Darstellungsfällen
ein Klemmstab 13 bis 13 ' ' ' in die Nut 12 eingebaut werden, der sich zumindest teilweise in der Längsrichtung des Klemmprofils
11 erstreckt und das flexible bahnförmige Material 10 in der Nut 12 verklemmen und damit festhalten muß.
Das Klemmprofil 11, welches in einer vieler möglicher Querschnittsgestaltungen in den Fig.2a bis 4c vollständig
dargestellt ist, ist beispielsweise ein aus einer strangpreßbaren Aluminium-Legierung stranggepreßtes Profilstück. Entsprechend
kann auch der in den Fig. la bis Ic dargestellte Klemmstab 13 ein aus einer Aluminium-Legierung stranggepreßtes
Profilstück sein, dessen Länge der Länge des Klemmstabs 13 angepaßt oder kürzer ist. Als wesentlichen Bestandteil hat
der Klemmstab 13 einen Klemmsteg 20, der im wesentlichen
flach ausgebildet ist. Die Breite des Stegs zwischen Stegkanten 22, 22' ist auf den Abstand der Hinterschneidungskanten
14, 15 so abgestimmt, daß die Stegkanten 22, 22' gem. Fig. Ic auf die Hinterschneidungskanten 14, 15 drücken können. An der
Stegkante 22 setzt ein Spreizschenkel 21 an, der etwa C-förmig ausgebildet ist und eine materialspreizende Konvexität
hat. Mit dieser Konvexität kann das Material 10 um die Kante 14 herum in das Innere der Nut gedrückt werden. Der Spreiz-
schenkel 21 stützt sich auf dem Nutboden 16 ab und drückt dabei die Kanten 22, 22' gegen die Hinterschneidungskanten 14,
14. Die Abstützstelle 16' liegt so im Projektionsbereich beider
Kanten 22, 22% daß diese gegen die Kanten 14, 15 druckbeaufschlagt sind. Außerdem ist der Klemmsteg 20 mit einem
Handhabungsvorsprung 2 6 versehen. Dieser Handhabungsvorsprung 2 6 in Gestalt einer Leiste ermöglicht es, den Klemmstab 13
mit dem Klemmsteg 20 so in die Nut 12 einzubauen, daß sich eine optimale Klemmung des Materials 10 ergibt. Zum Einbau
wird der Spreizschenkel 21 so auf das dem Klemmprofil 11 zugeführte Material 10 gedrückt, daß dieses zwischen den Nutwandabschnitten
17, 18 hindurch in die Nut 12 gedrückt wird, vgl. Fig. Ib. In dieser Stellung wird die Bahn 10 von der
Stegkante 22 bereits gegen die Hinterschneidungskante 14 gedrückt. Ein Verschwenken des Klemmstabs 13 mit dem Handhabungsvorsprung
2 6 im Uhrzeigersinn bewirkt, daß der Klemmsteg 20 mit seiner Stegkante 22' an dem Nutwandabschnitt 18 vorbei
in die in Fig. Ic dargestellte Stellung gelangt. Zugleich gelangt der Spreizschenkel 21 auf den Nutboden 16 und der Handhabungsvorsprung
2 6 in eine Stellung, in der er mit den Vorsprüngen 26' auf das bahnförmige Material 10 und dieses gegen
den Profilwandabschnitt 19 des Klemmprofils 11 drückt. Aus Fig. Ic ist ersichtlich, daß damit das bahnförmige Material
an den Hinterschneidungskanten 14, 15, an dem Nutboden 16 und an der Profilwand 19 eingeklemmt wird. Die Eindruckstellen
des Materials 10 sind jeweils ersichtlich. Damit ergibt sich eine sehr feste Einspannung des Materials 10, die dauerhaft
wirkt.
In Fig. 2a bis 2c ist eine andere Ausgestaltung eines Klemmstabs 13' dargestellt. Dieser Klemmstab ist im wesentlichen
ein Hohlprofil, welches fußförmig ausgebildet ist. Es ist eine Fußspitze 34 mit darüberliegendem Fußspann 35 vorhanden,
dem eine Fußferse 36 gegenüberliegt. Oberhalb des Fußspanns 35 und der Fußferse 3 6 befindet sich ein Fußschaft
23 mit einem daran ansetzendem Handhabungsvorsprung 26. Der Klemmstab 13 ' ist im Bereich seines Fußes hohl ausgebildet
und seine Wandabschnitte 25 sind im Fußbereich überall gleich dick. Im Hohlraum ist eine elastische Füllung 24 vorhanden,
welche zusammengedrückt werden kann, wenn der Fuß zwischen
den Nutwandabschnitten 17, 18 hindurch in die Nut 12 eingebaut wird.
Der Einbau ist. in Fig. 2a beginnend dargestellt. Zunächst wird die Fußspitze 34 zwischen die Nutwandabschnitte
17, 18 gesteckt und so tief in die Nut 12 hineingebracht, daß die Fußferse 36 am Nutwandabschnitt 18 abgleitend in die Nut
12 gelangt, wo sie die Hinterschneidungskante 15 hintergreift . Dann liegt der Fußschaft 23 zwischen den Nutwandabschnitten
17, 18 und die elastische Füllung 24 kann sich so weit ausdehnen, daß sie den Schaft 23 gegen die einander gegenüberliegenden
Nutwandabschnitte 17, 18 preßt. Dabei ist der Klemmstab 13 so ausgebildet, daß er auch die profilwandseitigen
Nutkanten beaufschlagt, insbesondere diejenige Nutkante 37, von der aus das Material 10 gespannt verläuft. Wenn
der Klemmstab 13' gemäß Fig. 2c in seine Endstellung geschwenkt wurde, liegt der dabei benutzte Handhabungsvorsprung
2 6 dicht an dem Profilwandabschnitt 19 an und kann dabei das
Material 10 daran festklemmen.
Die Fig. 3a bis 3d zeigen einen Klemmstab 13', der im Querschnitt vasenförmig ist. Es ist ein Vasenbauch 2 9 vorhanden,
der sich gegenüber einem Vasenhals 13 erweitert und der Vasenhals 30 hat vaseneinsteckseitig an jeder seiner Kanten
materialspannende Wulstkanten 31. Die Bemessung des Vasenbauchs 2 9 ist derart, daß er das Material 10 gegen die Hinterschneidungskanten
14, 15 drückt, wenn der Klemmstab 13'' eingebaut ist. Der Vasenhals 30 ist so lang bemessen, daß er
etwa der Breite bzw. der Höhe der Nutwandabschnitte 17, 18 entspricht, so daß der Vasenbauch 2 9 und die Wulstkanten 31
das Material 10 gegen die ihnen jeweils benachbarten Nutkanten drücken können. Der Druck hängt von der Auswahl des Materials
für den Klemmstab 13' ' ab, der beispielsweise für geringere Spannkräfte aus einem synthetischen Kautschuk bestehen
kann. Der Klemmstab 13'' kann aber auch aus einer stranggepreßten Aluminium-Legierung bestehen. In beiden Fällen ist
es möglich, eine Stopfenleiste 32 anzuwenden, die den Vasenhals 30 spreizt und dabei zusätzlich gegen die oberhalb der
Hinterschneidungskanten 14, 15 gelegenen Nutwandabschnitte 17, 18 drückt. Fig. 3d zeigt deutlich die an vier Nutkanten
erfolgende Anpressung des Materials 10 unter der Wirkung der Stopfenleiste 32. Jeglicher Abstand zwischen dem Vasenhals 30
und dem Material 10, wie er gem. Fig. 3c wegen nicht ausreichender Spreizkraft des Klemmstabs 13 ' ' noch vorhanden
ist, wird durch das Eintreiben der Stopfenleiste 32 beseitigt. Die Fig. 3a, 3b zeigen den Einbau des Klemmstabs 13'',
bei dem zunächst der Vasenbauch 2 9 zwischen die Nutwandabschnitte 17, 18 gesteckt wird, so daß der Vasenhals 30 praktisch
geschlossen ist, wie in Fig. 3b dargestellt wurde. Dabei wird das Material 10 tief in die Nut 12 hineingedrückt
und die Materialspannung erzeugt. Anschließend erfolgt dei Spreizung des Vasenhalses 30 gemäß Fig.3c und bedarfsweise
die Sicherung und/oder Verstärkung der Spreizung durch die Stopfenleiste 32.
Die Fig. 4a bis 4c zeigen den Einbau eines Klemmstabs 13''', der besonders einfach ausgebildet ist. Der Klemmstab
13 ' ' ' ist ein federelastisches Vollprofil·, nämlich ein Rundprofil·. Derartige Klemmstäbe 13''' werden aus hinreichend
nachgiebigem, andererseits aber hinreichend spreizkräftigem Werkstoff hergestellt, beispielsweise aus einem synthetischem
Werkstoff. Mit dem Klemmstab 13''' zusammen wird das flexibie bahnförmige Material· 10 zwischen den Nutwandabschnitten 17,
18 hindurch in die Nut 12 hineingedrückt, wobei sich der Klemmstab 13''' beispielsweise gemäß Fig. 4b verformt. Wenn
der Klemmstab 13''' seine Einbaulage erreicht hat, die in
Fig. 3c dargestellt wurde, drückt er das Material 10 gegen die Hinterschneidungskanten 14, 15 der Nut 12 und stützt sich
dabei im Nutboden 16 ab.
Claims (14)
1. Spannvorrichtung für flexibles bahnförmiges Material (10), mit einem Klemmprofil (11), das eine hinterschnittene
Längsnut (12) hat, in der ein von dem Material (10) umschlungener elastischer Klemmstab (13) das bedarfsweise unter
Zugwirkung stehende Material (10) gegen zwei einander nutmündungsseitige gegenüberliegende Nutwandabschnitte
preßt, dadurch gekennzeichnet, daß der Klemmstab (13 bis 13''') das Material (10) außer gegen zwei einander gegenüberliegende
Hinterschneidungskanten (14, 15) einer im wesentlichen T-förmigen Längsnut (12) auch gegen den Boden
(16) der Längsnut (12) und/oder gegen oberhalb der Hinterschneidungskanten (14, 15) gelegene Nutwand- (17, 18)
und/oder Profilwandabschnitte (19) preßt.
2. Spannvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Klemmstab (13) einen leistenartigen, etwas
mehr als kantenabstandbreiten und an den Hinterschneidungskanten (14, 15) positionierbaren Klemmsteg (20) hat, der
das Material (10) gegen die Hinterschneidungskanten (14, 15) preßt und sich dabei mit einem vom Material (10) umschlungenen
steglangen Spreizschenkel (21) am Nutboden (16) abstützt.
3. Spannvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Spreizschenkel (21) an einer Klemmstegkante
(22) ansetzt.
4. Spannvorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der Spreizschenkel (21) etwa C-förmig mit materialspreizender Konvexität ausgebildet ist.
5. Spannvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1
bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Klemmstab (13') einen fußförmigen Querschnitt hat, der sich fersen- und
spannseitig an den Hinterschneidungskanten (14, 15) abstützt und oberhalb davon mit einem Schaft (17, 18) preßt.
6. Spannvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der Klemmstab (13') hohl und flexibel und in seinem Hohlraum eine elastische Füllung (24) vorhanden ist.
7. Spannvorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die die elastische Füllung (24) umgebenden und in der Nut (12) anzuordnenden Wandabschnitte (25) des
Klemmstabs (13') etwa gleich dick sind.
8. Spannvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1
bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Klemmstab (13,
13') einen aus der Nut vorstehenden Handhabungsvorsprung
(26) hat, der ein Einbringen des Klemmstabs (13) in die Längsnut (12) des Klemmprofils (11) begünstigt.
9. Spannvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Handhabungsvorsprung (2 6) bei in die Längsnut
(12) eingebrachtem Klemmstab (13, 13') federelastisch auf
einen Profilwandabschnitt (19) drückt.
10. Spannvorrichtung nach einem odeer mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Klemmstab (13'')
im Querschnitt vasenförmig mit einem Vasenbauch (2 9) ist, der die Hinterschneidungskanten (14, 15) federelastisch
hintergreift und dessen Vasenhals (30) spreizend gegen die oberhalb der Hinterschneidungskanten (14, 15) gelegenen
Nutwandabschnitte (17, 18) drückt.
11. Spannvorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Vasenhals (30) materialspannende Wulstkanten
(31) hat.
12. Spannvorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet,
daß in den Vasenhals (30) eine bis in den Vasenbauch (29) reichende spreizende Stopfenleiste (32)
eingebaut ist.
13. Spannvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1
bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Klemmstab (13''') ein federlastisches Vollprofil ist, das sich außer
gegen die beiden Hinterschneidungskanten (14, 15) auch gegen den Nutboden (16) drückt.
14. Spannvorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Klemmstab (13''') ein Rundprofil ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29613785U DE29613785U1 (de) | 1996-08-09 | 1996-08-09 | Spannvorrichtung für flexibles bahnförmiges Material |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29613785U DE29613785U1 (de) | 1996-08-09 | 1996-08-09 | Spannvorrichtung für flexibles bahnförmiges Material |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29613785U1 true DE29613785U1 (de) | 1997-12-04 |
Family
ID=8027609
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29613785U Expired - Lifetime DE29613785U1 (de) | 1996-08-09 | 1996-08-09 | Spannvorrichtung für flexibles bahnförmiges Material |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE29613785U1 (de) |
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