DE29612245U1 - Injektionsschlauch - Google Patents
InjektionsschlauchInfo
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E04—BUILDING
- E04B—GENERAL BUILDING CONSTRUCTIONS; WALLS, e.g. PARTITIONS; ROOFS; FLOORS; CEILINGS; INSULATION OR OTHER PROTECTION OF BUILDINGS
- E04B1/00—Constructions in general; Structures which are not restricted either to walls, e.g. partitions, or floors or ceilings or roofs
- E04B1/62—Insulation or other protection; Elements or use of specified material therefor
- E04B1/66—Sealings
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- E04B1/6816—Porous tubular seals for injecting sealing material
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Description
Die Erfindung betrifft einen Injektionsschlauch für abzudichtende Fugen in Betonbauwerken
mit einem Innenschlauch für die Förderung der Injektionsflüssigkeit und einer äußeren
Schutzhülle, wobei sowohl der Innenschlauch als auch die Schutzhülle Durchtrittsöffnungen
für die Injektionsflüssigkeit aufweisen und der Innenschlauch eine Stützkörperfunktion gegenüber
der Schutzhülle besitzt.
Derartige Injektionsschläuche sind umfangreich bekannt. Für den Stand der Technik wird
hier Bezug genommen auf die DE 41 24 628 A 1. Dort ist ein Injektionsschlauch für Fugen
an Bauwerken, insbesondere Betonbauwerken mit einem im wesentlichen flüssigkeitsundurchlässigen,
einen Durchtrittskanal umschließenden schlauchartigen Grundkörper beschrieben, welcher über seine Länge verteilt in seiner Wandung Austrittsöffnungen für Injektionsflüssigkeit
besitzt und eine den Grundkörper umhüllende Schutzfolie aufweist. Der Grundkörper weist in der beschriebenen Form über seine gesamte Länge ein durchlaufendes
Rippenprofil auf, welches schraubenlinienförmig verläuft. Die Injektionsöffnungen sind
am Boden der Nuten des Rippenprofils angeordnet und weisen in Längsrichtung des Grundkörpers verlaufende Schlitze auf.
Derartige Schläuche werden in Arbeite- und Bewegungsfugen von Bauwerken bei deren
Herstellung mit einbetoniert. Bei Undichtigkeit der Fugen wird eine Injektionsflüssigkeit in
den lichten Innenraum des Innenschlauches gepresst, welche durch die Austrittsöffnungen
im Innenschlauch und im Schutzschlauch in den Fugenbereich gelangt und über chemische
Reaktion innerhalb des Fugenraumes aushärtet. Die ausgehärtete Injektionsflüssigkeit
dichtet den Fugenraum sowie aufgetretene Rißbildungen gegen Flüssigkeiten und Gase ab.
Die Schutzhülle um den Innenschlauch verhindert dabei, daß beim eigentlichen Betoniervorgang
Betonbestandteile in den Innenschlauch gelangen und diesen verstopfen. Die
Kombination zwischen Schutzhülle und Innenschlauch muß die Belastungen des Baustellenbetriebes
aushalten, ohne zusammengedrückt oder zerstört zu werden. Auch muß verhindert werden, daß der Schlauch in seiner Kombination aus Innenschlauch und Schutzhülle
in Knicksituation zerstört wird.
-2-
AII diese Forderungen werden mehr oder weniger von den aus dem Stand der Technik bekannten
Schlauchkombinationen erfüllt. Diese Schlauchkombinationen haben aber insgesamt den Nachteil, daß sie in einem aufwendigen Herstellungsprozess gefertigt werden
müssen. So wird bei dem zum Stand der Technik beschriebenen Injektionsschlauch zunächst
ein spiralgeweiiter Innenschlauch erzeugt, der anschließend in den Tälern der Spiraiwellungen
in einem weiteren Arbeitsgang geschlitzt werden muß. Dieser nunmehr in den Talbereichen perforierte spiralgeweiite Innenschlauch muß anschließend mit der äußeren
Schutzhülle umspritzt werden. Hierbei ist es nicht auszuschließen, daß Teilbereiche der
Schutzhülle in die Schlitze am Nutenboden der Spiraiwellungen eintreten und diese damit
verstopfen. Der Austritt der Injektionsflüssigkeit aus dem Lumen des spiralgewellten Innenschlauches
ist damit zumindest bei der Erstanwendung nur mit einem erhöhten Innendruck zu erzielen, der auch schädigend auf die gesamte Schlauchkombination einwirken kann.
Hier setzt die Erfindung ein, die es sich zur Aufgabe gestellt hat, die Nachteile des bekannten
Standes der Technik zu vermeiden und eine Schlauchkombination aus Innenschlauch
und Schutzmantel anzugeben, die einfach und kostengünstig herzustellen ist und die in
allen Lagen der Schlauchkombination einen ungehinderten Austritt der Injektionsflüssigkeit
aus dem Lumen des Innenschlauches gewährleistet. Erfindungsgemäß wird dazu vorgeschlagen,
daß der Innenschlauch über seine gesamte Länge spiralgeschnitten ist, daß die
Flanken der Spirale in unbelastetem Zustand leicht geöffnet sind, und daß die Schutzhülle
an wenigstens zwei gegenüberliegenden Umfangsbereichen längsverlaufend perforiert ist.
Das Herstellungsverfahren des erfindungsgemäßen spiralgeschnittenen Innenschlauches
ist denkbar einfach: der aus einem Polyolefin bestehende Innenschlauch wird im Wege der
Extrusion hergestellt und nach seiner endgültigen Abkühlung spiraigeschnitten. Auf diesen
spiraigeschnittenen Innenschlauch wird dann die Schutzhülle über einen Querspritzkopf
aufgebracht. Die Schutzhülle selbst besteht aus einem Thermoplastschaum, der mit dem
polymeren Material des Innenschlauches keine einstückige Verbindung eingeht. Die
Schutzhülle spannt sich vielmehr über dem Innenschlauch, so daß die Bewegung der den
Innenschlauch bildenden Spirale innerhalb der Schutzhülle möglich ist.
-3-
-3-
Der spiralgeschnittene Innenschlauch ist erfindungsgemäß so hergestellt, daß die Flanken
der Spirale in unbelastetem Zustand leicht geöffnet sind. Die Öffnungsbreite ist relativ geringfügig
und bewegt sich in Bereichen zwischen 0,1 und 1,5 mm. Die Ummantelung dieser geöffneten Spirale mit dem erfindungsgemäßen Thermoplastschaum bereitet keine
Schwierigkeiten, da der Schaum bei der Ummantelung vorzugsweise nach außen expandiert
und darüber hinaus aufgrund seiner geschlossenen Oberfläche keine Möglichkeit hat,
in die geringfügig geöffneten Spaltbereiche des Spiralschnitts des Innenschlauches einzudringen.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung ist, daß das thermoplastische Schaummaterial mit einem
Schlitzabstand von wenigstens 15 mm in Schlitzform perforiert ist. Die Schlitzlänge
selbst beträgt dabei wenigstens 3 mm und die Schlitzung erfolgt an wenigstens zwei gegenüberliegenden
Umfangsbereichen der Schutzhülle. Vorteilhaft sind in der Schutzhülle
zwei jeweils einander gegenüberliegende Schlitzreihen eingebracht, so daß die Perforation
der Schutzhülle in vier Reihen erfolgt. Auf diese Weise läßt sich der gesamte Umfang des
einbetonierten Injektionsschlauches bei der Beaufschlagung mit dem Injektionsdruck mit der
Injektionsflüssigkeit abdichten.
Das thermoplastische Schaummaterial der Schutzhülle ist so elastisch, daß die Schlitze in
unbelastetem Zustand geschlossen· sind. Erst wenn der Injektionsdruck über die Injektionsflüssigkeit
im lichten Innenraum des Innenschlauches aufgebaut wird, quillt die Injektionsflüssigkeit
durch den Spiralschnitt des Innenschlauches und durch diesen Druck werden
auch die Schlitzöffnungen der Schutzhülle aufgeweitet, so daß die Injektionsflüssigkeit ungehindert
in die Umgebung austreten kann.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Injektionsschlauches
schematisch dargestellt; es zeigt:
Fig. 1 einen Querschnitt durch den Injektionsschlauch
Fig. 2 einen Teilschnitt durch ein längsveriaufendes Schlauchstück
-4-
-A-
In Fig. 1 ist der Injektionsschiauch 1 im Querschnitt dargestellt. Gezeigt ist der Innenschlauch
2, der von der Schutzhülle 3 umgeben ist. Die Schutzhülle 3 weist bis zur Oberfläche
21 des Innenschlauches 2 hindurchragende Schlitze 31, 32, 33, 34 auf.
Fig. 2 zeigt den Schnitt durch den Injektionsschlauch 1 gemäß Fig. 1 längs der Schlitze 31,
33. Die Draufsicht erfolgt aus der Sicht des Schlitzes 31. Die Schutzhülle 3 ist teilgeschnitten
und umgibt den Innenschlauch 2, wobei die Schutzhülle am inneren Umfang 21 des
Innenschlauches 2 anliegt. Der Innenschlauch 2 ist in Form einer Spirale 4 längsveriaufend
spiralgeschnitten, wobei die Steigung der Spirale 4 wenigstens 10 mm beträgt.
- Schutzansprüche -
Claims (7)
1. Injektionsschlauch für abzudichtende Fugen in Betonbauwerken mit einem Injektionsschlauch
für die Förderung der injektionsfiüssigkeit und einer äußeren Schutzhülle,
wobei sowohl der Innenschlauch als auch die Schutzhülle Durchtrittsöffnungen für die
Injektionsflüssigkeit aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß der Innenschlauch (2)
über seine gesamte Länge spiralgeschnitten ist, daß die Flanken der Spirale (4) in
unbelastetem Zustand leicht geöffnet sind und daß die Schutzhülle (3) an wenigstens
zwei gegenüberliegenden Umfangsbereichen mit Schlitzen 31, 32, 33, 34 längsverlaufend
perforiert ist.
2. Injektionsschlauch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Innenschlauch
(2) aus einem Polyolefin ist.
3. Injektionsschlauch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzhülle
(3) aus einem Thermoplastschaum ist.
4. Injektionsschlauch nach Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß der
Thermoplastschaum der Schutzhülle mit einem Schlitzabstand von wenigstens 15 mm in Schlitzform perforiert ist.
5. Injektionsschlauch nach Ansprüchen 1, 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Länge der Schlitze (31, 32, 33, 34) wenigstens 3 mm beträgt.
6. Injektionsschlauch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steigung der
Spirale (4) des Innenschlauches (2) wenigstens 10 mm beträgt.
7. Injektionsschlauch nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Flanken des
Innenschlauches (2) eine Spaltöffnung zwischen 0,1 bis 1,5 mm aufweisen.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29612245U DE29612245U1 (de) | 1996-07-13 | 1996-07-13 | Injektionsschlauch |
| AT35297U AT2373U1 (de) | 1996-07-13 | 1997-06-11 | Injektionsschlauch |
| CH161497A CH692710A5 (de) | 1996-07-13 | 1997-07-03 | Injektionsschlauch. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29612245U DE29612245U1 (de) | 1996-07-13 | 1996-07-13 | Injektionsschlauch |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29612245U1 true DE29612245U1 (de) | 1996-09-12 |
Family
ID=8026488
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29612245U Expired - Lifetime DE29612245U1 (de) | 1996-07-13 | 1996-07-13 | Injektionsschlauch |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT2373U1 (de) |
| CH (1) | CH692710A5 (de) |
| DE (1) | DE29612245U1 (de) |
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
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| AT2373U1 (de) | 1998-09-25 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| R207 | Utility model specification |
Effective date: 19961024 |
|
| R163 | Identified publications notified |
Effective date: 19961004 |
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Effective date: 19990915 |
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| R152 | Utility model maintained after payment of third maintenance fee after eight years |
Effective date: 20040921 |
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| R071 | Expiry of right |