DE29612988U1 - Vorrichtung zum Festlegen einer Fluchtlinie - Google Patents
Vorrichtung zum Festlegen einer FluchtlinieInfo
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Description
Beschreibung
Vorrichtung zum Festlegen einer Fluchtlinie
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Festlegen einer Fluchtlinie für das Bauwesen mit jeweils an
voneinander beabstandeten Punkten, zum Beispiel Mauersteinen, lösbar befestigten Haltern, wobei die
Halter jeweils zumindest ein Befestigungsteil aufweisen, an dem eine Schnur oder dergleichen
fixierbar ist.
Im Bauwesen ist es hinreichend bekannt, erforderliche Fluchtlinien durch eine Schnur festzulegen, die
zwischen zwei Nägeln gespannt ist. Diese sind zuvor in beabstandete Mauersteine des zu errichtenden
Mauerwerkes eingeschlagen worden. Durch das Einschlagen der Nägel können die Mauersteine
beschädigt werden. Desweiteren ist kaum möglich, bei Mauersteinen, die aus sehr hartem Material bestehen,
wie zum Beispiel Klinker, entsprechende Nägel einzuschlagen. Beim Umsetzen der Schnur müssen die
Nägel wieder entfernt werden.
Aus der DE 44 14 817 Cl ist eine Vorrichtung zum Festlegen einer Fluchtlinie an einem Mauerwerk
bekannt, bei der die Halter als Eckelemente ausgebildet sind, die jeweils zwei etwa L-förmige
Winkelteile aufweisen, von denen eines mit dem einen Quersteg seiner L-Form auf der Mauerstein-Oberseite
aufliegt und das andere dessen Seitenfläche hintergreift und die mit dem anderen Quersteg ihrer
L-Form vorzugsweise einstückig miteinander verbunden sind, so daß die Eckelemente mit den einander
abgewandten Eckbereichen der Mauersteine lösbar verbindbar sind. Die zwei L-förmigen Winkelteile
aufweisenden Halter können besonders einfach aus einem Blechzuschnitt oder aus einem entsprechenden
Blech-Stanzteil gefertigt werden, wobei die L-förmigen
Winkelteile eine geringe Wandstärke aufweisen, um ein Aufsetzen des nächsten Mauersteines zu ermöglichen. Erst danach soll das
Umsetzen der Halter erfolgen.
Durch die geringe Wandstärke kann es dazu kommen, daß die Winkelteile relativ leicht verbogen werden
können, so daß eine sichere Befestigung nicht mehr gegeben ist. Bei verbogenen Winkelteilen kann es
deshalb leicht zu einem Abrutschen kommen.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine einfach herstellbare und handhabbare Vorrichtung der
eingangs genannten Art zu schaffen, deren Halter die Haltekräfte für die Schnur oder dergleichen sicher
auf den jeweiligen Haltepunkt übertragen und mit der eine Fluchtlinie an einem Bauwerk auf einfacher
Weise festgelegt werden kann, ohne daß eine Beschädigung an den jeweiligen Haltepunkten zu
befürchten ist.
Um die Aufgabe zu lösen, umgreifen die jeweiligen Halter der Vorrichtung die beabstandeten Punkte,
wobei die Halter derart ausgebildet sind, daß sie einen feststehenden und einen beweglichen Backen
aufweisen, die durch einen Steg, der an seinem einen Ende eine Schnuröse zur Aufnahme der Schnur oder
dergleichen aufweist, verbunden sind. Die Schnuröse ist auf dem jeweiligen Steg verstellbar ausgebildet.
Die in die Schnurösen geführte Schnur oder dergleichen weist mindestens ein an ihrem Ende
angeordnetes Gewicht auf, so daß die Schnur immer unter Zugspannung steht.
Eine weitere Möglichkeit besteht in der Anordnung einer federbelasteten Schnurrolle an einem der
beiden Halter. Durch die federbelastete Schnurrolle wird jederzeit gewährleistet, daß die zwischen den
Halten angeordnete Schnur unter Spannung gehalten wird. Desweiteren erfolgt nach dem Abbau der Halter
ein automatisches Aufrollen der Schnur.
Um den Abstand der Schnur zum zu errichtenden Bauwerk, zum Beispiel zur Mauersteinreihe einstellen
zu können, sind die Schnurösen auf dem Steg verstellbar angeordnet. Das Anbringen der Halter auf
die beabstandeten Punkte, zum Beispiel auf die an den Eckpunkten des Mauerwerkes aufgesetzten
Mauersteine, erfolgt derart, daß die Halter den Mauerstein auf seiner Oberkante umgreifen. Durch
Aufbringen einer Kraft auf den beweglichen Backen erfolgt eine feste, jedoch wieder lösbare
Verbindung. Hilfsmittel wie Hammer oder Nägel sind dabei nicht erforderlich.
Die Haltekraft kann über verschiedene Mechanismen auf den beweglichen Backen der jeweiligen Halter
übertragen werden. So ist es möglich, den längsbeweglichen Backen mittels Kolbenstange mit in
Längsrichtung schwenkbarem Klemmhebel, mittels Exzenter oder mittels Gewindespindel mit Mutter zu
bewegen. Durch die Verwendung von festen und beweglichen Backen je Halter ist die Vorrichtung
auch bei unterschiedlichen Wandstärken einsetzbar.
Das Umsetzen erfolgt in einfacher Weise, indem die jeweiligen beweglichen Backen der Halter gelöst
werden, der Halter abgezogen und auf die darüberliegenden Mauersteine an den Eckpunkten
aufgesetzt und verspannt werden. Durch die
Verwendung von Gewichten oder der federbelasteten Schnurrolle erfolgt wiederum die Schnurspannung
automatisch.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung dargestellt. Es zeigt
Fig. 1 - einen Halter der erfindungsgemäßen Vorrichtung
Die Vorrichtung besteht aus zwei Haltern, gemäß der Figur 1, zwischen denen eine Schnur zum Festlegen
der Fluchtlinie gespannt wird. Der Halter besteht aus einem feststehenden Backen 1 und einem
beweglichen Backen 2, die über den Steg 3 miteinander verbunden sind. Auf dem Steg 3 ist
verstellbar die Schnuröse 7 angeordnet. Am dem feststehenden Backen 1 gegenüberliegenden Ende des
Steges 3 ist ein Vorschubmechanismus für den beweglichen Backen 2 angeordnet. Dieser besteht aus
einer mit dem beweglichen Backen 2 verbundenen Kolbenstange 4 mit in Längsrichtung schwenkbarem
Klemmhebel, dem Hebel 8, dem Griffstück 9 und der an der Kolbenstange 4 angeordneten Feder 5 und der
Klemmplatte 6.
Zur Festlegung der Fluchtlinie an einem Mauerwerk werden jeweils ein Halter an den voneinander
beabstandeten Mauersteinen befestigt. Dies erfolgt, indem der Halter mit seinem festen und seinem
beweglichen Backen 1; 2 den Mauerstein von oben her umfaßt. Um einen festen Sitz zu erreichen, wird der
bewegliche Backen 2 über den Vorschubmechanismus an den Mauerstein gedrückt. Der Vorschub des beweglichen
Backens 2 erfolgt über den in Längsrichtung schwenkbaren Klemmhebel und die Kolbenstange 4.
Zwischen den jeweiligen Schnurösen 7 der Halter ist zur Festlegung der Fluchtlinie eine Schnur
angeordnet. Diese wird in die Schnuröse 7 der beabstandeten Halter eingelegt. Durch Befestigen
der Schnur an der einen Schnuröse 7 und dem am anderen Ende der Schnur angeordneten Gewicht wird
die Schnur zwischen den Haltern gespannt und unter Spannung gehalten.
Der Abstand der Schnur zum zu errichtenden Bauwerk, zum Beispiel zur Mauersteinreihe, kann je nach
Bedarf durch die verstellbare Schnuröse 7 an jedem Halter eingestellt werden. Das Umsetzen des Halters
erfolgt in einfacher Weise, indem mittels der Klemmplatte 6 die Arretierung der Kolbenstange 4
gelöst wird und die Kolbenstange 4 mit dem beweglichen Backen 2 zurückgezogen wird.
Anschließend wird der Halter am darüberliegenden Mauerstein wieder wie bereits beschrieben
aufgesetzt und befestigt. In gleicher Weise wird auf der gegenüberliegenden Seite verfahren.
Durch die Anordnung eines Gewichts an einem der Schnurenden erfolgt ein automatisches Spannen der
Schnur.
Claims (8)
1. Vorrichtung zum Festlegen einer Fluchtlinie für das Bauwesen mit jeweils an von einander
beabstandeten Punkten, zum Beispiel Mauersteinen, mit lösbar befestigbaren Haltern, wobei die
Halter jeweils zumindest ein Befestigungsteil aufweisen, an dem eine Schnur oder dergleichen
fixierbar ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die jeweiligen Halter der Vorrichtung die
beabstandeten Punkte umgreifen, wobei die Halter derart ausgebildet sind, daß sie einen
feststehenden und einen beweglichen Backen (1; 2) aufweisen, die durch einen Steg (3), der an
seinem einen Ende eine Schnuröse (7) zur Aufnahme der Schnur oder dergleichen aufweist, verbunden
sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Schnuröse (7) verstellbar ausgebildet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die in den Schnurösen (7) geführte Schnur oder dergleichen mindestens ein an ihrem Ende
angeordnetes Gewicht aufweist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die in den Schnurösen (7) geführte Schnur auf der einen Seite eine federbelastete Schnurrolle
aufweist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die Schnuröse (7) auf dem Steg (3) verstellbar angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
der langsbewegliche Backen (2) mittels eines Vorschubmechanismus, bestehend aus einer
Kolbenstange (4) mit in Längsrichtung schwenkbarem Klemmhebel, bewegbar ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
der langsbewegliche Backen (2) mittels Exzenter bewegbar ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
der langsbewegliche Backen (2) mittels Gewindespindel mit Mutter bewegbar ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29612988U DE29612988U1 (de) | 1996-07-26 | 1996-07-26 | Vorrichtung zum Festlegen einer Fluchtlinie |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29612988U DE29612988U1 (de) | 1996-07-26 | 1996-07-26 | Vorrichtung zum Festlegen einer Fluchtlinie |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29612988U1 true DE29612988U1 (de) | 1996-10-10 |
Family
ID=8027034
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29612988U Expired - Lifetime DE29612988U1 (de) | 1996-07-26 | 1996-07-26 | Vorrichtung zum Festlegen einer Fluchtlinie |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29612988U1 (de) |
Cited By (3)
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-
1996
- 1996-07-26 DE DE29612988U patent/DE29612988U1/de not_active Expired - Lifetime
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| EP3825492A1 (de) * | 2019-11-21 | 2021-05-26 | Dean Fleet-Chapman | Linienunterstützung für maurerarbeiten |
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| WO2021191639A1 (en) | 2020-03-24 | 2021-09-30 | Brickwork Tools Limited | Brick line clamp |
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