DE29603143U1 - Gebührenerfassungseinrichtung für Kraftfahrzeuge - Google Patents
Gebührenerfassungseinrichtung für KraftfahrzeugeInfo
- Publication number
- DE29603143U1 DE29603143U1 DE29603143U DE29603143U DE29603143U1 DE 29603143 U1 DE29603143 U1 DE 29603143U1 DE 29603143 U DE29603143 U DE 29603143U DE 29603143 U DE29603143 U DE 29603143U DE 29603143 U1 DE29603143 U1 DE 29603143U1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- evaluation
- sensor
- measuring sensor
- data carrier
- memory
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
- 238000011156 evaluation Methods 0.000 claims description 39
- 239000000446 fuel Substances 0.000 claims description 7
- 230000000903 blocking effect Effects 0.000 claims description 4
- 239000007789 gas Substances 0.000 description 7
- 230000001133 acceleration Effects 0.000 description 6
- 238000000034 method Methods 0.000 description 4
- 230000006399 behavior Effects 0.000 description 3
- 230000006870 function Effects 0.000 description 3
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 description 2
- 238000012545 processing Methods 0.000 description 2
- 239000000654 additive Substances 0.000 description 1
- 230000000996 additive effect Effects 0.000 description 1
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 1
- 230000009849 deactivation Effects 0.000 description 1
- 238000013461 design Methods 0.000 description 1
- 239000003344 environmental pollutant Substances 0.000 description 1
- 238000005259 measurement Methods 0.000 description 1
- 230000009131 signaling function Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G07—CHECKING-DEVICES
- G07B—TICKET-ISSUING APPARATUS; FARE-REGISTERING APPARATUS; FRANKING APPARATUS
- G07B15/00—Arrangements or apparatus for collecting fares, tolls or entrance fees at one or more control points
- G07B15/06—Arrangements for road pricing or congestion charging of vehicles or vehicle users, e.g. automatic toll systems
Landscapes
- Business, Economics & Management (AREA)
- Finance (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Charge And Discharge Circuits For Batteries Or The Like (AREA)
- Electric Propulsion And Braking For Vehicles (AREA)
Description
DR.-ING. ANDREAS KNOBLAUCH eosso frankfurt/main 21' Febr. 1996
PATENTANWÄLTE kühhornshofweg 10 AK/B
POSTBANK FRANKFURT/M. 3425-605 (BLZ 5OO10O6O) TELEFON: (069) 563010
DRESDNER BANK. FRANKFURT/M. 230O30800 (BLZ 5OO8O00O) TELEFAX: (069) 563&Ogr;&Ogr;2
UST-ID/VAT: DE 112012149 TELEX: 411 377 KNOPA D
H 69 GM
WILFRIED HELDMANN, 36396 STEINAU
Die Erfindung betrifft eine Gebührenerfassungseinrichtung für Kraftfahrzeuge.
Bei manchen Straßen ist es üblich, für die Benutzung dieser Straßen durch Kraftfahrzeuge eine Gebühr zu erheben,
die auch als "Maut" oder "Wegezoll" bezeichnet wird. Herkoitrailicherweise ist hierzu am Beginn und/oder
am Ende dieser Wegstrecke eine Zahlstelle vorgesehen, an der der Fahrer die Gebühr entrichten muß oder eine
Karte erhält, die er am Ende der Wegstrecke abgeben muß, um die angefallene Gebühr zu entrichten. Dies
führt insbesondere bei höherem Verkehrsaufkommen zu unerwünschten Stauungen.
Man hat daher versucht, andere Möglichkeiten für die Gebührenerfassung zu finden. Beispielsweise kann man
die Kraftfahrzeuge mit Sendern ausrüsten und entlang
der Wegstrecken, die gebührenpflichtig sind, Empfänger installieren, so daß erfaßbar ist, welches Kraftfahr-0
zeug die Wegstrecke benutzt hat.
_ *~\ mm
Alle derartigen Gebührenerfassungssysteme berücksichtigen allerdings nur die reine Wegstrecke, die das Kraftfahrzeug
zurückgelegt hat. Ein Verhalten des Fahrers oder des Kraftfahrzeugs, das beispielsweise einen Einfluß
auf die Abnutzung der Fahrbahn der Wegstrecke oder auf die Umwelt hat, wird jedoch nicht berücksichtigt.
Lediglich in einigen Abrechnungssystemen wird eine Unterscheidung nach Kraftfahrzeugart, also Pkw oder Lkw,
oder nach Gewichtsklassen getroffen. Das individuelle Verhalten des Fahrers bleibt jedoch unberücksichtigt.
Für die Benutzung allgemeiner Straßen wird vielfach kein Maut erhoben. Die Kostenbeteiligung des Kraftfahrers
ergibt sich hierbei vielmehr durch die Kraftfahrzeugsteuer, die im Augenblick hubraumabhängig erhoben
wird, und über die Kraftstoffsteuer, die vom Verbrauch abhängt. Je mehr Kraftstoff, also Benzin- oder Dieselkraftstoff,
ein Fahrer verbraucht, desto größer ist seine Steuerbelastung. Auch diese Gebührenbelastung des
Kraftfahrers führt nur teilweise zu gerecht empfundenen Ergebnissen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die Gebührenerfassung bei Kraftfahrzeugen zu verbessern.
Hierzu ist die Gebührenerfassungseinrichtung mit einer Auswerteeinrichtung versehen, die mit mindestens einem
Grundgrößen-Meßwertaufnehmer und mit mindestens einem Bewertungsgrößen-Meßwertaufnehmer verbunden ist und
eine Verknüpfungseinrichtung aufweist, die Signale von dem Grundgrößen-Meßwertaufnehmer und dem Bewertungsgrößen-Meßwertaufnehmer
miteinander verknüpft.
Mit dieser Ausgestaltung läßt sich nun auch das individuelle
Verhalten einzelner Kraftfahrer besser für die Erfassung der Gebühren heranziehen. Technisch wird dies
dadurch realisiert, daß ein Meßwertaufnehmer eine
Grundgröße erfaßt. Ein derartiger Meßwertaufnehmer ist in Form eines Kilometerzählers oder eines Betriebsstundenzählers
in vielen Kraftfahrzeugen ohnehin vorhanden. Zusätzlich kann man nun mit Hilfe einer Bewertungsgröße
den zurückgelegten Weg oder die genutzten Betriebsstunden bewerten. Wenn man beispielsweise als Bewertungsgrößen-Meßwertaufnehmer,
einen Geschwindigkeitsmesser, einen Drehzahlmesser, einen Beschleunigungsmesser, einen
Lautstärkemesser, einen Abgassensor, einen Kraftstoffmengenmesser,
eine Uhr oder eine Kombination von mehreren dieser Meßwertaufnehmer verwendet, kann man
ermitteln, auf welche Art eine bestimmte Wegstrecke (oder eine bestimmte Betriebszeit) zurückgelegt worden
ist. Man könnte beispielsweise vorsehen, daß Ausgangssignale von Wegstrecken, die mit einer Geschwindigkeit
von unter 50 km/h zurückgelegt werden, mit einer niedrigeren Wertigkeit versehen werden, als solche von Wegstrecken,
die mit einer Geschwindigkeit zwischen 50 und 100 km/h zurückgelegt werden. Die höchste Wertigkeit
0 des Ausgangssignals ergibt sich dann beispielsweise für Wegstrecken, die mit einer Geschwindigkeit von über
100 km/h zurückgelegt werden. Der erste Fall würde dann dem Stadtverkehr entsprechen, der zweite Fall Landstraßen
und der dritte Fall Autobahnen. Natürlich sind auch andere technische Vorgaben denkbar. Man kann zusätzlich
weitere Größen einfließen lassen. Wenn beispielsweise eine bestimmte Wegstrecke mit einer bestimmten Geschwindigkeit
zurückgelegt wird, kann das Ausgangssignal der Verknüpfungseinrichtung eine höhere Wertigkeit
0 dann aufweisen, wenn die Drehzahl des Motors höher ist.
Umgekehrt läßt sich eine niedrigere Wertigkeit des Ausgangssignals
dann erzielen, wenn die Drehzahl niedriger ist. In gleicher Weise kann man das Geräusch, daß das
Kraftfahrzeug produziert, die Abgase oder andere, die 5 Umwelt belastende Größen mit in die Bildung des Ausgangssignals
einbeziehen, wozu die entsprechenden Sensoren oder Meßinstrumente mit der Verknüpfungseinrich-
tung verbunden sind. Ihre Signale werden dann zu dem Ausgangssignal der Auswerteeinrichtung verknüpft. Ein
die Belastung der Fahrbahn wiedergebendes Bewertungssignal wird beispielsweise von einem Beschleunigungsmesser
geliefert. Wenn ein Fahrzeug stärker beschleunigt oder stark abbremst, ist die Belastung der Fahrbahn,
insbesondere des Fahrbahnbelages, größer, als wenn Geschwindigkeitsänderungen moderater erfolgen.
Auch eine derartige Größe kann man zur Bewertung der Grundgröße heranziehen. Die Verknüpfung kann hierbei
nicht nur multiplikativ, sondern gerade bei Sensoren, die ein singuläres Ereignis feststellen, auch additiv
erfolgen. So kann beispielsweise für jeden Beschleunigungsvorgang ein Inkrement im Ausgangssignal der Aus-Werteeinrichtung
erhöht werden. Auch über die Feststellung des Fahrzeuggewichts läßt sich die Belastung der
Fahrbahn ermitteln. Hier kann aber eine multiplikative Verknüpfung der Grimdgröße mit der Bewertungsgröße angezeigt
sein, weil sich das Fahrzeuggewicht über die gesamte Wegstrecke bewegt.
Vorzugsweise weist die Auswerteeinrichtung einen Integrator auf. Die Auswerteeinrichtung bildet also zunächst
aus den Signalen des Grundgrößen-Meßwertaufnehmers
und des Bewertungsgrößen-Meßwertaufnehmers eine Funktion, bei der beide Signale verknüpft sind. Diese
Funktion kann dann integriert werden, um das Ausgangssignal zu gewinnen,,
Vorzugsweise weist die Auswerteeinrichtung an ihrem Bewertungsgrößeneingang eine Komparatorkaskade als
Klassifizierungseinrichtung auf, die in Abhängigkeit vom Bewertungsgrößensignal einen von mehreren diskreten
Ausgangswerten ausgibt. Die Komparatorkaskade, die im 5 einfachsten Fall auch nur einen einzigen Komparator
aufweisen kann, stellt also fest, in welchem Bereich das Ausgangssignal des Bewertungsgrößen-Meßwertaufneh-
mers fällt. Mit &eegr; Komparatoren kann man in der Regel
&eegr; verschiedene Bereiche klassifizieren. Hierdurch wird die weitere Bearbeitung vereinfacht. Die Auswerteeinrichtung
muß dann nicht mehr den gesamten Bereich des Signals des Bewertungsgrößen-Meßwertaufnehmers erfassen
können. Sie gibt vielmehr in Abhängigkeit von der Grundgröße und von der Klasse, in die die Bewertungsgröße
fällt, ein entsprechendes Ausgangssignal aus.
Vorzugsweise ist die Verknüpfungseinrichtung mit einem Speicher verbunden. Mit dem Speicher lassen sich die
Ausgangswerte der Auswerteeinrichtung über einen längeren Zeitraum festhalten. Sie müssen also nicht immer
sofort ausgewertet werden. Vielmehr kann eine Auswertung zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.
Hierbei ist besonders bevorzugt, daß der Speicher einen entnehmbaren Datenträger aufweist. Dies erleichtert die
weitere Bearbeitung, weil die Daten, die auf dem Datenträger gespeichert sind, nicht im Fahrzeug weiter behandelt
werden müssen, sondern anderswo. Beispielsweise kann man Datenlesestationen an zentralen Punkten, wie
Tankstellen, einrichten, wo der Fahrer eines Kraftfahrzeuges ohnehin halten muß, um sein Fahrzeug aufzutanken.
Mit dem Tankvorgang kann dann das Auslesen der Daten, also der akkumulierten Informationen über die
zurückgelegten Entfernungen oder die genutzten Zeiten, verbunden werden.
0 Auch ist von Vorteil, wenn der Speicher mit einer Betriebsblockiereinrichtung
verbunden ist, die durch das Einsetzen des Datenträgers deaktivierbar ist. Die Betriebsblockiereinrichtung
blockiert beispielsweise den Motor, das Getriebe, die Lenkung oder ein anderes we-5
sentliches Element des Kraftfahrzeuges, ohne das ein Betrieb des Fahrzeugs nicht möglich ist. Der Speicher
hat damit drei Funktionen. Zum einen speichert er die
abgegebenen Werte der Auswerteeinrichtung. Zum anderen bildet er aufgrund der Deaktivierungs-Fähigkeit für die
Betriebsblockiereinrichtung eine Diebstahlsicherung. Darüber hinaus kann man aber auf diese Weise auch solehe
Fahrzeuge vom weiteren Verkehr ausschließen, für die nach einem Auslesevorgang die Gebühren nicht oder
nicht vollständig entrichtet worden sind. Weitere externe Kontrollen können dann weitgehend entfallen.
Vorzugsweise ist der Datenträger als Chipkarte ausgebildet. Derartige Chipkarten sind platzsparend und
leicht zu transportieren. Sie erlauben dennoch eine hohe Dichte der gespeicherten Informationen.
Die Erfindung wird im folgenden anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels in Verbindung mit der Zeichnung
beschrieben. Hierin zeigen:
Fig. 1 eine schematische Ansicht eines Kraftfahrzeugs mit Sensoren und
Fig. 2 eine schematische Ansicht einer Auswerteeinrichtung.
Ein Kraftfahrzeug 1 weist einen Motor 2 und zwei Räderpaare 3, 4 auf. Natürlich können auch mehr Räderpaare
vorgesehen sein, beispielsweise bei Lkw's.
Das Fahrzeug 1 weist, wie dies durch Pfeile, die Ausgangssignale darstellen sollen, angedeutet ist, mehrere
Sensoren auf. Es handelt sich im einzelnen um einen Geschwindigkeitsmesser 5, der die Geschwindigkeit &ngr; des
Fahrzeugs ermittelt, einen Wegstreckenzähler 6, der die von dem Fahrzeug 1 zurückgelegte Wegstrecke s ermittelt
und einen Drehzahlmesser 7, der die Drehzahl &eegr; des Motors 2 ermittelt. Derartige Sensoren oder Meßeinrichtungen
sind in vielen heutzutage betriebenen Kraftfahr-
zeugen bereits vorhanden. Geschwindigkeitsmesser 5 und
Wegstreckenzähler 6 sind bislang vielfach in einem gemeinsamen Kombiinstrument untergebracht. Der Wegstrekkenzähler
6 zeigt die zurückgelegte Wegstrecke s üblicherweise in Zahlen an. Der Drehzahlmesser 7 zeigt die
Drehzahl &eegr; meistens über ein Zeigerinstrument an.
Vorgesehen ist ferner eine Uhr 8, die die Zeit t ermittelt, genauer gesagt die Uhrzeit, zu der das Fahrzeug
betrieben wird. Schließlich ist noch ein Beschleunigungssensor 9, der die Beschleunigung a des Fahrzeugs
ermittelt, ein Lautstärkemesser 10, der die Lautstärke dB des Fahrzeugs ermittelt, ein Abgassensor 11, der
einen Abgaswert A ermittelt und ein Kraftstoffmengensensor 12, der den verbrauchten Kraftstoff K angibt,
vorgesehen. Natürlich müssen nicht alle diese Sensoren auf einmal im Fahrzeug 1 angeordnet sein. Je nach Anwendungsfall
wird man auf den ein oder anderen Sensor verzichten können. Gegebenenfalls wird man aber noch
0 zusätzliche Sensoren vorsehen, um weitere Betriebsgrößen des Kraftfahrzeugs 1 zu ermitteln.
Alle Sensoren sind mit einer Auswerteeinrichtung 13 verbunden. Die Auswerteeinrichtung 13 ist über eine
5 Steuerleitung 14 mit dem Motor 2 verbunden und kann ihn über diese Steuerleitung 14 aktivieren oder deaktivieren.
Wenn der Motor 2 deaktiviert wird, kann er nicht gestartet und nicht betrieben werden. Die Auswerteeinrichtung
13 kann aber auch auf andere Teile des Fahr-0 zeugs, wie Lenkung, Getriebe oder Kupplung wirken.
Fig. 2 zeigt den schematischen Aufbau der Auswerteeinrichtung 13, wobei aus Gründen der Übersichtlichkeit
nur drei Eingänge 15 für drei einzelnen Sensoren t, v, a dargestellt sind. Wenn alle Sensoren des Fahrzeugs 1
nach Fig. 1 angeschlossen werden, dann sind sieben Eingänge notwendig.
Neben den Eingängen 15 ist ein weiterer Eingang 16 vorgesehen, über den die Wegstrecke s der Auswerteeinrichtung
13 zugeführt wird.
Die Auswerteeinrichtung 13 weist eine Verknüpfungseinrichtung 17 auf, der das Ausgangssignal s des Wegstreckenzählers
6 unmittelbar zugeführt wird. Die Wegstrecke s ist hier eine Grundgröße, die in der Auswerteeinrichtung
13 fortlaufend gezählt wird. Dies entspricht zunächst einem herkömmlichen Kilometerzähler.
Der Verknüpfungseinrichtung 17 wird über eine Komparatorkaskade 19 eine Bewertungsgröße, in diesem Fall die
Geschwindigkeit &ngr; vom Geschwindigkeitsmesser 5 zugeführt. Die Komparatorkaskade 19 weist hierzu mehrere
Komparatoren 20 auf, die feststellen, in welche von mehreren Klassen, im vorliegenden Fall drei Klassen,
die gemessene Geschwindigkeit fällt. Ferner ist eine weitere Komparatorkaskade 21 vorgesehen, mit der die
Uhrzeit t in entsprechender Weise qualifiziert wird. Die Geschwindgkeit &ngr; und die Uhrzeit t werden einer
Kombinationsstufe 22 zugeführt, die über einen Eingang 18 in die Verknüpfungseinrichtung 17 speist. Ferner
wird über einen weiteren Eingang 2 3 das Ausgangssignal a des Beschleunigungssensors 9 in die Verknüpfungseinrichtung
17 eingegeben. Die Verknüpfungseinrichtung 17 bildet nun durch vorgegebene Signalkombinationen, beispielsweise
eine Addition der Signalwerte oder eine Multiplikation oder eine Kombination davon, eine Signalfunktion,
die fortlaufend integriert wird. Beispielsweise kann man mit Hilfe der Komparatorkaskaden
19, 21 feststellen, in welchem Geschwindigkeitsbereich eine bestimmte Wegstrecke zurückgelegt wird und zu welcher
Uhrzeit sie zurückgelegt wird. Die Beschleunigungsvorgänge,
deren Beschleunigung a einen vorbestimmten Wert überschreitet, kann man additiv hinzufügen.
Das so ermittelte Ausgangssignal der Verknüpfungseinrichtung 17 wird einem Speicher 24 zugeführt, der einen
entnehmbaren Datenträger in Form einer Chipkarte 25 aufweist. Wenn die Chipkarte 25 eingesteckt ist, kann
der Speicher 24 über die Leitung 14 den Motor 2 oder andere betriebswichtige Teile des Fahrzeugs 1 aktivieren
oder eine Deaktivierung aufheben.
Mit der dargestellten Einrichtung kann man zunächst einmal feststellen, welche Entfernung ein Fahrzeug zurückgelegt
hat. Diese Entfernung wird über die Wegstrecke s angegeben. Wenn nun diese Entfernung mit einer
höheren Geschwindigkeit und zu bestimmten Uhrzeiten zurückgelegt worden ist, die zuvor als verkehrsreich
klassifiziert worden sind, dann erzeugt die Verknüpfungseinrichtung
17 ein Signal mit einer hohen Wertigkeit, das entsprechend auf den Datenträger 25 abgespeichert
wird. Wird hingegen die gleiche Wegstrecke s mit geringerer Geschwindigkeit zurückgelegt oder zu Zeiten,
die zuvor als verkehrsarm klassifiziert worden sind, erhält das Ausgangssignal der Verknüpfungseinrichtung
17 eine entsprechend geringere Wertigkeit. Derartige Ausgangssignale werden dann auf dem Datenträger gespeichert,
beispielsweise in digitalisierter Form, und können später ausgelesen werden. Zum Auslesen kann man an
Tankstellen zentrale Lesegeräte einrichten, die beim Tanken den "Verbrauch" feststellen. Der Fahrer kann
dann den Verbrauch gleich mitbezahlen oder abbuchen lassen. Wenn nicht bezahlt wird, verliert der Datenträger
25 im Speicher 24 seine Fähigkeit, die Blockierung des Motors oder anderer betriebswichtiger Teile aufzuheben.
Anstelle der Geschwindigkeit &ngr; kann man in gleicher Weise auch die Drehzahl des Motors n, die Abgaswerte A,
den Kraftstoffverbrauch K oder ähnliches erfassen.
Claims (1)
- H 69 GMSchutzansprücheGebührenerfassungseinrichtung für Kraftfahrzeuge (1) mit einer Auswerteeinrichtung (13), die mit mindestens einem Grundgrößen-Meßwertaufnehmer (6) und mit mindestens einem Bewertungsgrößen-Meßwertaufnehmer (5, 7, 8, 9, 10, 11, 12) verbunden ist und eine Verknüpfungseinrichtung (17) aufweist, die Signale von dem Grundgrößen-Meßwertaufnehmer (6) und dem Bewertungsgrößen-Meßwertaufnehmer (5, 7, 8, 9, 10, 11, 12) miteinander verknüpft.Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Grundgrößen-Meßwertaufnehmer des Wegstreckenzählers (6) oder Betriebsstundenzähler ausgebildet ist.Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Bewertungsgrößen-Meßwertaufnehmer (5, 7, 8, 9, 10, 11, 12) als Drehzahlmesser (7), als Geschwindigkeitsmesser (5) als Beschleunigungsmesser (9), als Lautstärkemesser (10), als Abgassensor (11), als Kraftstoffmengenmesser (12), als* t t ft Il S! S (* » * t t ft .Il . __S _ S (Uhr (8), als Gewichtssensor oder als eine Kombination von mehreren dieser Meßwertaufnehmer ausgebildet ist.4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Auswerteeinrichtung (13) einen Integrator aufweist.5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis A1 dadurch gekennzeichnet, daß die Auswerteeinrichtung(13) an ihrem Bewertungsgrößeneingang (15) eine Komparatorkaskade (19, 21) als Klassifizierungseinrichtung aufweist, die in Abhängigkeit vom Bewertungsgrößensignal (v, a, n, A, K, t, d, B) einen von mehreren diskreten Ausgangswerten ausgibt.6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Verknüpfungseinrichtung (13) mit einem Speicher (24) verbunden ist.7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Speicher (24) einen entnehmbaren Datenträger (25) aufweist.8. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Speicher (24) mit einer Betriebsblokkiereinrichtung (14) verbunden ist, die durch das Einsetzen des Datenträgers (25) deaktivierbar ist.0 9. Einrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Datenträger (25) als Chipkarte ausgebildet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29603143U DE29603143U1 (de) | 1996-02-22 | 1996-02-22 | Gebührenerfassungseinrichtung für Kraftfahrzeuge |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29603143U DE29603143U1 (de) | 1996-02-22 | 1996-02-22 | Gebührenerfassungseinrichtung für Kraftfahrzeuge |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29603143U1 true DE29603143U1 (de) | 1996-04-04 |
Family
ID=8019870
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29603143U Expired - Lifetime DE29603143U1 (de) | 1996-02-22 | 1996-02-22 | Gebührenerfassungseinrichtung für Kraftfahrzeuge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29603143U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1998005005A1 (de) * | 1996-07-26 | 1998-02-05 | Sachsenring Automobiltechnik Ag | Verfahren zum erfassen und/oder zur zahlung eines entgelts für abgas-schadstoffe und kraftfahrzeug mit einem nach diesem verfahren arbeitenden abgas-schadstoff-set |
-
1996
- 1996-02-22 DE DE29603143U patent/DE29603143U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1998005005A1 (de) * | 1996-07-26 | 1998-02-05 | Sachsenring Automobiltechnik Ag | Verfahren zum erfassen und/oder zur zahlung eines entgelts für abgas-schadstoffe und kraftfahrzeug mit einem nach diesem verfahren arbeitenden abgas-schadstoff-set |
| US6234390B1 (en) | 1996-07-26 | 2001-05-22 | Sachsenring Automobiltechnick Ag | Process for acquiring and/or paying a fee for exhaust pollutants and a motor vehicle with an exhaust pollutant set which operates using this process |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE4304838C2 (de) | Vorrichtung zur Bestimmung von Wegebenutzungsgebühren | |
| EP0706696B1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur messung der personenbelegung in beförderungsmitteln | |
| EP2909815B1 (de) | Verfahren und einrichtungen zur verkehrsbedingten mauterhebung | |
| DE69017905T2 (de) | Fahrgeldbezahlsystem für kraftfahrzeuge. | |
| DE19612062B4 (de) | Anzeigeeinheit für vom Energieverbrauch eines Fahrzeuges abhängige Daten | |
| EP0730728B1 (de) | Einrichtung in einem fahrzeug zur feststellung des befahrens einer teilstrecke eines vorgegebenen strassennetzes | |
| DE3146711A1 (de) | "system zur auswertung und anzeige der fahrweise eines kraftfahrzeugs" | |
| DE102004048468A1 (de) | System und Verfahren zur Einstellung der Geschwindigkeit eines Fahrzeugs auf eine zulässige Höchstgeschwindigkeit | |
| EP0653730B1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Bewertung der Fahrweise mit einem Kraftfahrzeug | |
| CH687352A5 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Bestimmen von Betriebs- und/oder Fahrdaten eines Fahrzeuges bzw. sich daraus ergebender Geldbeträge. | |
| DD154877A3 (de) | Digitaler fahrtschreiber | |
| DE102004039286A1 (de) | Vorrichtung und Verfahren zu Bewertung des Betriebsrisikos von Kraftfahrzeugen | |
| DE102009025278A1 (de) | Verfahren und Gerät zur Bewertung der Fahrzeugabnutzung zur Abrechnung von zur Nutzung überlassenen Kraftfahrzeugen | |
| EP0818683B1 (de) | Verfahren zur Erkennung von Schlechtwegstrecken | |
| DE29603143U1 (de) | Gebührenerfassungseinrichtung für Kraftfahrzeuge | |
| DE2929168A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum erfassen, speichern und auswerten von fahrdaten | |
| EP0035960B1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Unterscheidung von Fahrzeugen unterschiedlicher Bauart im Strassenverkehr | |
| DE69730263T2 (de) | Fahrzeugwegmessverfahren und -vorrichtung | |
| DE4236107A1 (de) | Gebührenzähler für ein Kraftfahrzeug | |
| DE4305324A1 (de) | Vorrichtung zum Erheben einer Straßenbenutzungsgebühr | |
| EP1385126B1 (de) | Gebührenerfassungssystem und ein Verfahren zur Bereitstellung eines unabhängigen Dienstes | |
| CH654670A5 (de) | Verfahren und vorrichtung zur auswertung von signalen einer doppler-radar-geschwindigkeitsmesseinrichtung. | |
| EP1257973A1 (de) | Kostengesteuerte aktivierung eines kraftfahrzeuges | |
| EP2442112B1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Bewertung der Fahrweise eines Fahrzeugführers von Kraftfahrzeugen, insbesondere Nutzfahrzeugen | |
| EP0004892A2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Ermittlung der Anwesenheit von Fahrzeugen über einer in der Fahrbahn angeordneten Messvorrichtung |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| R207 | Utility model specification |
Effective date: 19960515 |
|
| R156 | Lapse of ip right after 3 years |
Effective date: 19991201 |