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DE29603714U1 - Preßvorrichtung - Google Patents

Preßvorrichtung

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Publication number
DE29603714U1
DE29603714U1 DE29603714U DE29603714U DE29603714U1 DE 29603714 U1 DE29603714 U1 DE 29603714U1 DE 29603714 U DE29603714 U DE 29603714U DE 29603714 U DE29603714 U DE 29603714U DE 29603714 U1 DE29603714 U1 DE 29603714U1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
press
coolant
coolant passages
pressing device
press shoe
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE29603714U
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Voith Sulzer Papiermaschinen GmbH
Original Assignee
Voith Sulzer Papiermaschinen GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Voith Sulzer Papiermaschinen GmbH filed Critical Voith Sulzer Papiermaschinen GmbH
Priority to DE29603714U priority Critical patent/DE29603714U1/de
Publication of DE29603714U1 publication Critical patent/DE29603714U1/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21FPAPER-MAKING MACHINES; METHODS OF PRODUCING PAPER THEREON
    • D21F3/00Press section of machines for making continuous webs of paper
    • D21F3/02Wet presses
    • D21F3/0209Wet presses with extended press nip
    • D21F3/0218Shoe presses

Landscapes

  • Confectionery (AREA)
  • Apparatuses For Bulk Treatment Of Fruits And Vegetables And Apparatuses For Preparing Feeds (AREA)
  • Encapsulation Of And Coatings For Semiconductor Or Solid State Devices (AREA)

Description

RL/gs-S 6059
Die Erfindung betrifft eine Preßvorrichtung zur Behandlung, insbesondere zur Entwässerung, einer Faserbahn mit einer zylindrischen Preßwalze, einem anpreßbaren Preßschuh, der zur Bildung eines Preßspalts vorgegebener Längserstreckung in Bahnlaufrichtung mit dem Walzenmantel eine konkav geformte Anpreßfläche aufweist, und mit einem durch den Preßspalt hindurchgeführten endlosen, den Preßschuh umschlingenden Band sowie im Preßschuh vorgesehenen Kühlmitteldurchlässe.
Bei einer solchen Preßvorrichtung, die aus der DE 32 22 932 Al bekannt ist, sind im Preßschuh nahe der Anpreßfläche Kanäle vorgesehen, die von einem Kühlmittel durchströmt werden, um einer reibungsbedingten Erwärmung des Preßschuhs und einer damit verbundenen Deformation des Preßschuhs, die sich negativ auf das Preß- oder Glättergebnis auswirken kann, entgegenzuwirken.
Dabei können die Kühlmitteldurchlässe einzeln oder gruppenweise mit Kühlmittel unterschiedlicher Temperatur beschickt werden. Hierdurch kann zwar die Temperatur im Preßschuh örtlich relativ genau eingestellt werden, jedoch wird der hierfür erforderliche geräte- und steuertechnische Aufwand häufig als zu hoch empfunden.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Preßvorrichtung der eingangs genannten Art anzugeben, bei der wärmebedingten Verformungen des Preßschuhs mit einfachen Mitteln entgegengewirkt wird.
Diese Aufgabe ist im wesentlichen dadurch gelöst, daß sich die Kühlmitteldurchlässe vom Bereich des Preßspaltauslasses zumindest im wesentlichen in Bahnlaufrichtung erstrecken und
entgegen der Bahnlaufrichtung durchströmt sind.
Dadurch, daß das Kühlmittel erfindungsgemäß entgegen der Bahnlaufrichtung den Preßschuh durchströmt, wird erreicht, daß die erzielte Kühlleistung an den jeweiligen Bedarf angepaßt ist, nämlich entsprechend der auftretenden Erwärmung im Bereich des Preßschuhauslasses am größten ist und in Richtung des Preßspalteinlasses abnimmt. Es kann sogar erreicht werden, daß an der Preßspalteinlaß-Seite durch das erwärmte Kühlmittel eine Temperaturerhöhung des Preßschuhoberteils eintritt, was dem Wärmeverzug des Preßschuhs entgegenwirkt.
Somit kann mit geringem steuerungs- und gerätetechnischen Aufwand verhindert werden, daß im Betrieb innerhalb des Preßschuhs große Temperaturunterschiede auftreten, so daß es kaum zu Verformungen des Preßschuhs kommen kann.
Vorzugsweise umfaßt der Preßschuh zumindest ein tragendes Unterteil und ein die Anpreßfläche aufweisendes Oberteil und sind die Kühlmitteldurchlässe zwischen dem Unterteil und dem Oberteil unter Ausbildung einer den Wärmefluß zwischen Ober- und Unterteil im wesentlichen unterbindenden Trennzone angeordnet .
Durch diese Ausbildung wird außerdem erreicht, daß das den Preßspalt bildende Oberteil des Preßschuhs in der gewünschten Weise temperiert wird und zusätzlich ein Wärmefluß zum thermisch nicht beanspruchten Unterteil des Preßschuhs verhindert wird.
Außerdem können bei dieser Ausführungsform die Kühlmitteldurchlässe als Nuten in der Trennzone zwischen den einander zugewandten Flächen von Unterteil und / oder Oberteil vorgesehen sein, so daß die Kühlmitteldurchlässe auf einfache Weise hergestellt werden können. Beispielsweise ist es mög-
lieh, die Kühlmitteldurchlasse in das Oberteil und / oder das Unterteil des Preßschuhs zu fräsen.
Alternativ kann zwischen dem Oberteil und dem Unterteil des Preßschuhs ein allseits abgedichteter Raum gebildet sein, in dem die Kühlmitteldurchlasse mittels auswechselbarer Abstandhalterelemente ausgebildet sind, die die gewünschte Isolations- und Stromungscharakteristika ergeben und die Abstützung zwischen den Teilen sicherstellen. Die Verwendung auswechselbarer Abstandsteile ermöglicht es hierbei, auf einfache Weise auch kompliziert geformte Strömungskanäle zu bilden. In gleicher Weise können auch Speiseleitung und / oder die Abführleitung durch entsprechende auswechselbare Abstandsteile gebildet sein.
Um eine hohe Kühlleistung zu erhalten, kann es zweckmäßig sein, die Kühlmitteldurchlasse zwischen dem Oberteil und dem Unterteil des Preßschuhs in wenigstens zwei übereinander liegenden Schichten vorzusehen und durch wärmeisolierende Wände zu bilden. In einfacher Weise können diese Wände wellblechförmig, zick-zack-artig oder als Zwischenblech mit Abstandhaltern ausgeführt sein, wodurch mit einfachen Mitteln eine hohe Dichte der Kühlmitteldurchlässe erreicht wird.
Die Kühlmitteldurchlässe erstrecken sich zweckmäßigerweise von dem Preßspaltauslaß über den gesamten Bereich der Anpreßfläche, in dem ein Temperaturausgleich erfolgen soll. Es kann jedoch auch ausreichend sein, die Kühlmittelkanäle nur in den sich stark erwärmenden Bereichen des Preßschuhs vorzusehen, d.h. ausgehend vom Bereich des Preßspaltauslasses bis etwa zur Mitte des Preßschuhs.
Wenn die vorgesehene Durchströmung des Preßschuhs entgegen der Bahnlaufrichtung nicht ausreicht, um den Preßschuh im Bereich des Preßspaltauslasses ausreichend zu kühlen, kann
j'&Lgr; «
es zweckmäßig sein, die Dichte der Kühlmittelkanäle in diesem Bereich zu erhöhen. In bevorzugter Weise können hierzu die Kühlmitteldurchlässe im Bereich des Preßspaltauslasses zick-zack- oder schlangenlinienformxg ausgebildet sein.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist weiterhin eine Steuervorrichtung vorgesehen, um den Kühlmitteldurchfluß und / oder die Kühlmitteltemperatur in Abhängigkeit von der Verformung des Oberteils oder der Temperaturdifferenz im Oberteil zwischen dem Preßspalteinlaß und dem Preßspaltauslaß zu steuern oder automatisch zu regeln.
Hinsichtlich vorteilhafter Ausgestaltungen der Erfindung wird auf die Unteransprüche sowie die nachfolgende Erläuterung eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Preßvorrichtung unter Bezugnahme auf die beiliegende Zeichnung verwiesen.
In der Zeichnung zeigt
Figur 1 eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Preßvorrichtung in Vorderansicht und
Figuren 2a
und 2b in Draufsicht unterschiedliche Anordnungen
von Kühlmittelkanälen in einem Preßschuh und
Figuren 3
bis 8 Varianten zur Ausbildung der Kühlmitteldurch
lässe mittels austauschbarer Abstandhalterelemente .
In Figur 1 ist eine erfindungsgemäße Preßvorrichtung zur zur Entwässerung einer Faserbahn W dargestellt. Zu der Preßvorrichtung gehören eine zylindrische Preßwalze 1 und ein gegen
^i-HV-Oh
die Preßwalze 1 anpreßbarer Preßschuh 2, der eine konkav geformt Anpreßfläche 4 aufweist, die mit dem Walzenmantel 3 einen Preßspalt vorgegebener Längserstreckung in Bahnlaufrichtung A bildet, durch den die zu entwässernde Faserbahn W zwischen einem den Preßschuh 2 umschlingenden Band 5 und einem Filzband F in Richtung des Pfeils A geführt ist.
Der Preßschuh 2 umfaßt ein die Anpreßfläche 4 aufweisendes, vorzugsweise aus einem Material mit einem geringen Wärmeausdehnungskoeffizienten bestehendes, Oberteil 8 und ein tragendes Unterteil 7, das an einem ortsfesten Träger 11 durch eine Stützeinrichtung 12 abgestützt und in Richtung der Preßwalze 1 preßbar ist.
In dem Preßschuh 2 sind eine Vielzahl von Kühlmitteldurchlässen 6 vorgesehen, die sich vom Bereich des Preßspaltauslasses zumindest im wesentlichen entgegen der Bahnlaufrichtung A erstrecken und quer zur Bahnlaufrichtung A jeweils gleichmäßig voneinander beabstandet sind.
Die Kühlmittelkanäle 6 sind entgegen der Bahnlaufrichtung A mit einem Kühlmittel durchströmt, das den Kühlmitteldurchlässen 6 über eine gemeinsame Speiseleitung 9 zugeführt wird, die innerhalb des Preßschuhs 2 und quer zur Bahnlaufrichtung A angeordnet ist.
Dadurch, daß die Kühlmittelkanäle 6 entgegen der Bahnlaufrichtung A vom Kühlmittel durchströmt werden, wird erreicht, daß in dem Preßschuh 2 in Bahnlaufrichtung A gesehen nur geringe Temperaturdifferenzen auftreten, da die erzielte Kühlleistung wie die im Betrieb zu erwartende Erwärmung des Preßschuhs 2 am Preßspaltauslaß am größten ist und in Richtung des Preßspalteinlaßes kontinuierlich abnimmt.
• · I
Bei der dargestellten Ausführungsform erstrecken sich die Kühlmittelkanäle 6 vom Preßspaltauslaß bis hin zum Preßspalteinlaß in Bahnlaufrichtung A über die gesamte Breite der Anpreßfläche 4. Es kann aber ausreichend sein, wenn sich die Kühlmittelkanäle 6 vom Preßspaltauslaß nur bis etwa zur Mitte des Preßschuhs 2 erstrecken.
Auch kann es zweckmäßig sein, die Kühlmitteldurchlässe 6 im Bereich des Preßspaltauslasses für eine andere, vor allem höhere, Strömungsgeschwindigkeit vorzusehen als im Bereich des Preßspalteinlasses, um die Kühlwirkung im Bereich des Preßspaltauslasses noch weiter zu erhöhen, wenn dies erforderlich sein sollte. In diesem Fall können die Kühlmitteldurchlässe 6 im Bereich des Preßspaltauslasses beispielsweise zick-zack-förmig oder schlangenlinienförmig ausgebildet sein, wie es in den Fig. 2a und 2b gezeigt ist.
Die Kühlmitteldurchlässe 6 sind bei der dargestellten Ausführungsform zwischen dem Unterteil 7 und dem Oberteil 8 des Preßschuhs 2 vorgesehen. Hierdurch wird erreicht, daß das den Preßspalt bildende und sich im Betrieb durch die auftretende Reibung erwärmende Oberteil 8 des Preßschuhs 2 gekühlt und damit einer thermischen Verformung des Preßschuhs 2 entgegengewirkt wird und außerdem durch die zwischen Unterteil
7 und Oberteil 8 vorgesehenen Kühlmitteldurchlässe 6 eine Trennzone geschaffen wird, die einen Wärmefluß vom Oberteil
8 zum thermisch nicht beanspruchten Unterteil 7 des Preßschuhs 2 verhindert.
Die Kühlmitteldurchlässe 6 münden auslaßseitig in eine Abführleitung 10, die wie die Speiseleitung 9 innerhalb des Preßschuhs 2 angeordnet ist und quer zur Bahnlaufrichtung A verläuft.
Die Kühlmitteldurchlässe 6 sind durch Nuten gebildet, welche in die dem Oberteil 8 zugewandte Fläche des Unterteils 6 eingefräßt sind, so daß die Kühlmitteldurchlässe 6 - auch wenn diese beispielsweise zick-zack- oder schlangenlinienförmig ausgebildet sind - auf einfache Weise hergestellt werden können.
Um eine thermische Trennung zwischen dem Unterteil 7 und dem Oberteil 8 des Preßschuhs 2 zu erreichen, kann es nützlich sein, die Kühlmitteldurchlässe 6 in solchen mit Kontakt zum Oberteil 8 und solche mit Kontakt zum Unterteil 7 zu teilen, also quasi in zwei Etagen oder mehr.
Beispielsweise ist es möglich, die Kühlmitteldurchlässe 6 durch Abstandhalterelemente 16, 17 zu bilden, die sich zwischen dem Unterteil 7 und dem Oberteil 8 des Preßschuhs abstützen und wellblechförmig bzw. zick-zack-förmig ausgebildet sind, wie es in den Figuren 3 und 4 dargestellt ist.
Es ist auch möglich, wie in Figur 5 gezeigt, ein Abstandhalterelement 18 zu verwenden, das zwischen dem Unterteil 7 und dem Oberteil 8 angeordnet ist und in seinen dem Unterteil 7 und dem Oberteil 8 zugewandten Flächen jeweils eine Reihe von Kühlmitteldurchlässen 6 aufweist, wodurch zwei übereinanderliegende Reihen von Kühlmitteldurchlässen 6 gebildet werden, die die Möglichkeit schaffen, das Oberteil 8 und das Unterteil 7 unabhängig voneinander zu kühlen.
Figur 6 zeigt eine Ausführungsform, bei der zwei übereinanderliegende Reihen von Kühlmitteldurchlässen 6 durch ein Zwischenblech 20 gebildet werden, welches sich zwischen und parallel zu dem Oberteil 8 und dem Unterteil 7 erstreckt und an dem Unterteil 7 und dem Oberteil 8 durch die Seitenwände der Kühlmitteldurchflüsse 6 bildende Abstandhalterelemente 19 gebildet ist.
Wie in den Figuren 7 und 8 dargestellt ist, kann eine Isolationsschicht 22 zwischen dem Oberteil 8 und dem Abstandhalter 21 bzw. zwischen dem Abstandhalter 21 und dem Unterteil 7 vorgesehen sein.
Wenn als Kühlmittel Öl verwendet wird, kann eine solche Abführleitung 10 wegfallen und das Kühlmittel in das Innere der durch das Band 5 gebildeten Schlaufe geleitet werden, von wo es zusammen mit dem sich innerhalb der Bandschlaufe sammelnden Leckageöl abgeführt werden kann. Eine Drosselstelle am Auslaß kann sinnvoll sein, um die Kühlmitteldurchlässe gleichmäßig mit Kühlöl gefüllt zu halten.
Die Stützeinrichtung 12 umfaßt mehrere am Träger 11 angeordnete Zylinder/Kolben-Anordnungen 13, die jeweils unabhängig voneinander über Druckmittelleitungen 14 mit Druckfluid versorgt werden können und auf ihren Kolben 15 das Unterteil 7 tragen.
Im Betrieb durchläuft die zu entwässernde Faserbahn W den Preßspalt zwischen dem endlosen Band 5 und dem Filzband F und wird dabei entwässert, wobei die aus der Faserbahn W austretende Flüssigkeit von dem Filzband F aufgenommen wird.
Um einer Erwärmung des Preßschuhs 2 aufgrund der zwischen dem Band 5 und der Anpreßfläche 4 auftretenden Reibung entgegenzuwirken, werden die Kühlmitteldurchlässe 6 entgegen der Bahnlaufrichtung A mit einem Kühlmittel, beispielsweise mit Öl oder Wasser, durchströmt, das ihnen durch eine Speiseleitung 9 zugeführt wird, so daß einerseits das Oberteil 8 des Preßschuhs 2 direkt gekühlt und außerdem ein Wärmefluß vom Oberteil 8 zum tragenden Unterteil 7 verhindert wird.
Dadurch, daß die Durchströmung der Kühlmitteldurchlässe 6 entgegen der Bahnlaufrichtung A erfolgt, wird die größte Kühlleistung nahe dem Preßspalteinlaß erzielt, d.h. in dem Bereich, im dem sich der Preßschuh aufgrund der auftretenden Reibung am stärksten erwärmt. Somit können große Temperaturunterschiede im Preßschuh-Oberteil 8 vom Preßspalteinlaß zum Preßspaltauslaß vermieden werden, so daß wärmebedingte Verformungen des Preßschuhs 2 im Betrieb kaum auftreten bzw. in vertretbarem Maß gehalten werden.
Zur Vermeidung von Verformungen des Preßschuh-Oberteils 8 kann es aber auch nötig sein, daß die Temperatur des Oberteils 8 im Bereich des Preßspalteinlasses angehoben werden muß, wozu das erwärmte Kühlmittel dorthin geleitet wird, bzw. nur dort ein angewärmtes Wärmeträger-Medium hingeleitet wird.
In vorteilhafter Weise kann eine Steuervorrichtung vorgesehen sein, um den Kühlmitteldurchfluß und / oder die Kühlmitteltemperatur in Abhängigkeit von der Verformung des Oberteils oder der Temperaturdifferenz im Oberteil zwischen dem Preßspalteinlaß und dem Preßspaltauslaß zu steuern oder automatisch zu regeln.
Für den Fall, daß als Steuerkriterium die Verformung des Oberteils herangezogen wird, sind mit der Steuervorrichtung Meßvorrichtungen zur Erfassung der Verformung des Oberteils im wesentlichen in Bahnlaufrichtung gekoppelt und ist die Steuervorrichtung ausgebildet, um die Verformungen an wenigstens zwei Orten, vorzugsweise in der Bahnmitte und am Bahnrand, zueinander in Relation zu setzen, und aufgrund dieser Relation die Kühlmitteltemperatur und / oder den Kühlmitteldurchfluß zu steuern bzw. zu regeln.
RL/gs-S 6059
Bezugszeichenliste
1 Preßwalze
2 Preßschuh
3 Walzenmantel
4 Anpreßfläche
5 Band
6 Kühlmitteldurchlaß
7 Unterteil
8 Oberteil
9 Speiseleitung
10 Abführleitung
11 ortsfester Träger
12 Stützeinrichtung
13 ZyIinder/Kolben-Anordnung
14 Druckmittelleitung '
15 Kolben
16-21 Abstandhalterelemente
22 Isolationsschicht
A Bahnlaufrichtung
F Filzband
T Trennschicht
D Draufsicht

Claims (21)

RL/gs-S 6059 Ansprüche :
1. Preßvorrichtung zur Behandlung, insbesondere zur Entwässerung, einer Faserbahn (W) mit einer zylindrischen Preßwalze (1), einem anpreßbaren Preßschuh (2) der zur Bildung eines Preßspalts vorgegebener Längserstreckung in Bahnlaufrichtung (A) mit dem Walzenmantel (3) eine konkav geformte Anpreßfläche (4) aufweist, und mit einem durch den Preßspalt hindurchgeführten endlosen, den Preßschuh (2) umschlingenden Band (5) sowie im Preßschuh (2) vorgesehenen Kühlmitteldurchlässen (6), dadurch gekennzeichnet , daß sich Kühlmitteldurchlässe (6) vom Bereich des Preßspaltauslasses zumindest im wesentlichen in der Bahnlaufrichtung (A) erstrecken und entgegen der Bahnlaufrichtung (A) durchströmt sind.
2. Preßvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet , daß der Preßschuh (2) zumindest ein tragendes Unterteil (7) und ein die Anpreßfläche (4) aufweisendes, vorzugsweise aus einem Material mit geringem Wärmeausdehnungskoeffizienten bestehendes, Oberteil (8) umfaßt und daß die Kühlmitteldurchlässe (6) zwischen dem Unterteil (7) und dem Oberteil (8) unter Ausbildung einer den Wärmefluß zwischen den beiden Teilen (7, 8) im wesentlichen unterbindenden Trennzone angeordnet sind.
3. Preßvorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet , daß die Kühlmitteldurchlässe (5) durch Nuten in der
Trennzone zwischen den einander zugewandten Flächen von Unterteil (7) und Oberteil (8) gebildet sind.
4. Preßvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet , daß sich die Kühlmitteldurchlässe (6) entgegen der Bahnlaufrichtung (A) vom Bereich des Preßspaltauslasses wenigstens bis zur Mitte des Preßschuhs (2) erstrecken.
5. Preßvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet , daß sich die Kühlmitteldurchlässe (6) entgegen der Bahnlaufrichtung (A) vom Bereich des Preßspaltauslasses im wesentlichen über den gesamten Bereich der Anpreßfläche (4) erstrecken.
6. Preßvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet , daß die Kühlmitteldurchlässe (6) in der Draufsicht zick-zack- oder schlangenförmig ausgebildet sind.
7. Preßvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet , daß zur Einstellung einer gleichmäßigen Temperatur im Preßschuh (2) die Kühlmitteldurchlässe (6) im Bereich des Preßspaltauslasses für eine andere Strömungsgeschwindigkeit dimensioniert sind als im Bereich des Preßspalteinlasses .
8. Preßvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet , daß zwischen dem Unterteil (7) und dem Oberteil (8) des Preßschuhs (2) ein allseits abgedichteter Raum (T) gebildet ist, in dem Kühlmitteldurchlässe (6) durch auswech-
seibare Abstandhalterelemente (16 bis 21) gebildet sind, die die gewünschte Isolation und Strömungscharakteristika ergeben und die Abstützung zwischen Unterteil (7) und Oberteil (8) sicherstellen.
9. Preßvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet , daß wenigstens ein Teil der Kühlmitteldurchlässe (5) einlaßseitig an eine gemeinsame Speiseleitung (9) angeschlossen ist.
10. Preßvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet , daß die Speiseleitung (9) innerhalb des Preßschuhs (2) und quer zur Bahnlaufrichtung (A) angeordnet ist.
11. Preßvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet , daß die Kühlmitteldurchlässe (5) auslaßseitig in eine Abführleitung (10) münden.
12. Preßvorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Abführleitung (10) innerhalb des Preßschuhs (2) und quer zur Bahnlaufrichtung (A) angeordnet ist.
13. Preßvorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet , daß die Speiseleitung (9) und / oder die Abführleitung (10) gleichzeitig mit den Kühlmitteldurchlässen (6) durch auswechselbare Abstandhalterelemente (16 bis 21) gebildet sind.
14. Preßvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet , daß die Kühlmitteldurchlässe (6) in mindestens zwei übereinander angeordneten Schichten zwischen Unterteil (7) und Oberteil (8) vorgesehen und durch trennende und / oder wärmeisolierende Wände {16, 17, 18, 19, 20) gebildet sind.
15. Preßvorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet , daß die Wände (16, 17, 18, 19, 20) die Stützkraft zwischen dem Unterteil (7) und dem Oberteil (8) des Preßschuhs (2) aufbringen und dazu wellblech-förmig, zickzack-artig oder als Zwischenblech (20), das gegenüber dem Unterteil (7) und dem Oberteil (8) durch Abstandhalter (19) abgestützt ist, ausgeführt sind.
16. Preßvorrichtung nach Anspruch 15
dadurch gekennzeichnet , daß mindestens eine Wärmeisolierschicht (22) zwischen den Abstandhalterelementen {16 bis 21) und dem Unterteil (7) und / oder dem Oberteil (8) des Preßschuhs (2) vorgesehen ist.
17. Preßvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet , daß eine Steuervorrichtung vorgesehen ist, um den Kühlmitteldurchfluß und / oder die Kühlmitteltemperatur in Abhängigkeit von der Verformung des Oberteils (8) zu steuern bzw. automatisch zu regeln.
18. Preßvorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet , daß mit der Steuervorrichtung Meßvorrichtungen zur Erfassung der Verformung des Oberteils (8) im wesentlichen in
Bahnlaufrichtung (A) gekoppelt sind und daß die Steuervorrichtung ausgebildet ist, um die Verformungen an wenigstens zwei Orten, vorzugsweise in der Bahnmitte und am Bahnrand, zueinander in Relation zu setzen.
19. Preßvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet , daß eine Steuervorrichtung vorgesehen ist, um den Kühlmitteldurchfluß und / oder die Kühlmitteltemperatur in Abhängigkeit von der Temperaturdifferenz im Oberteil {8) zwischen dem Preßspalteinlaß und dem Preßspaltauslaß zu steuern oder automatisch zu regeln.
20. Preßvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet , daß die Kühlmitteldurchlässe (6) mit Wasser als Kühlmittel durchströmt sind.
21. Preßvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet , daß die Kühlmitteldurchlässe (6) mit Öl als Kühlmittel durchströmt sind.
DE29603714U 1996-02-29 1996-02-29 Preßvorrichtung Expired - Lifetime DE29603714U1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2004011721A1 (de) * 2002-07-25 2004-02-05 Voith Paper Patent Gmbh Schuhpresse

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