DE29602171U1 - Ventilvorrichtung - Google Patents
VentilvorrichtungInfo
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- F24D—DOMESTIC- OR SPACE-HEATING SYSTEMS, e.g. CENTRAL HEATING SYSTEMS; DOMESTIC HOT-WATER SUPPLY SYSTEMS; ELEMENTS OR COMPONENTS THEREFOR
- F24D19/00—Details
- F24D19/0002—Means for connecting central heating radiators to circulation pipes
- F24D19/0009—In a two pipe system
- F24D19/0012—Comprising regulation means
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Description
Die Erfindung betrifft eine Ventilvorrichtung zur Regulierung der Heizleistung eines Heizkörpers mit einer
dem zu beheizenden Raum abgewandten hinteren und mindestens einer vorderen Heizkörperplatte, die durch Anschlußleitungen
miteinander verbunden sind, welche ein axial verstellbares Ventilglied eines Ventileinsatzes
aufweisen, das thermostatgesteuert eine Durchlaßeinrichtung für einen Heizmittelstrom von einer Vorlaufleitung
mehr oder weniger absperrt.
Die in der Wärmeschutzverordnung definierten Vorgaben des Gesetzgebers zur Energieeinsparung bei Verminderung
der CO2-Belastung sehen vor, daß der maximale Energieverbrauch
bei etwa 50 W/m2 beheizter Wohnfläche liegt, was bei einer Raumtemperatur von etwa 20 0C eine Wärmereduzierung
um 30 % bis 40 % gegenüber den bisherigen Verhältnissen ergibt. Für das gesteckte Ziel sind z. B.
Niedertemperatur- und Brennwertkessel gut geeignet. Dabei ist die Brennwerttechnik durch zusätzliche Nut-
Telefon: (O221) 91652O · Telefax: (O22i)*1 3'42$7 i iTälefex: ((SlSL) (Ö221)fei 2O3O ■ Telegramm: Dompatent Köln
zung der Kondensationswärme im Abgas besonders günstig. Problematisch wird die verordnete Wärmeeinsparung von
etwa 30 % bis 40 % allerdings dann, wenn z. B. zum Lüften eines Raumes Fenster geöffnet werden. Bei einem
einfachen Luftwechsel gehen nämlich ca. 3 5 W/m2 zum Fenster hinaus. Das sind ca. 70 % der erwähnten 50 W/m2
und der Raum kühlt ab. Es entstehen Temperaturschwankungen innerhalb des Raumes oder der Wohnung, die insbesondere
in Fußbodennähe zu hohem Temperaturgefälle führen können, das das Wohlbehagen verringert. Aber
auch die in Haushalten häufig geübte Praxis, beim morgendlichen Verlassen der Wohnung durch Betätigung der
Thermostatköpfe die Heizkörper herunterzuschalten und erst beim Nachhausekommen wieder hochzuschalten, ist
problematisch, weil es mit den mit bekannten Ventilvorrichtungen ausgerüsteten Heizkörpern schwierig ist,
Mindertemperaturen von ca. 3 bis 5 0C verhältnismäßig schnell auszugleichen. Dieser Nachteil wird dadurch
verstärkt, daß die Reaktionszeit der Thermostatköpfe,
die die Heizkörperventile steuern, bis zu 3 0 Minuten betragen kann. Es ergibt sich, daß die als behaglich
empfundene 20 0C-Raumtemperatur erst nach längerer Wartezeit
erreicht wird, was in den beiden geschilderten Fällen äußerst unbefriedigend ist.
Die bekannten Ventilvorrichtungen sind so ausgebildet, daß die Verstellung des Ventilgliedes durch den Thermostatkopf
den Heizmittelstrom von der Vorlaufleitung zur hinteren und der mindestens einen vorderen Heizkörperplatte
undifferenziert steuert. In Öffnungsstellung des Ventilgliedes erhalten die hintere und die vorderen
Heizkörperplatten identische Heizmittelstrommengen und in Absperrsteilung des Ventilgliedes ist für die hintere
und die vorderen Heizkörperplatten die Heizmittelzufuhr
gleichermaßen unterbrochen. Entsprechend sind
auch in Zwischenstellungen des Ventilgliedes die hintere und die vorderen Heizkörperplatten immer gleichmäßig
mit Heizmittel versorgt. Bei derartigen Ventilvorrichtungen
ist das Ventilglied als symmetrische Elastomerscheibe ausgebildet, die mit einem ringförmigen Ventilsitz
zusammenwirkt, der sich in den Änschlußleitungen zwischen hinterer und vorderer Heizkörperplatte befindet,
wobei in den Ventilsitz die Vorlaufleitung koaxial mündet. Der Thermostat eines Thermostatkopfes wirkt auf
das äußere Ende einer Stange, deren inneres Ende mit der Elastomerscheibe verbunden ist. Thermostate bekannter
Art arbeiten präzise und schließen bei Erreichen der gewünschten Raumtemperatur die Wärmezufuhr, d. h.
den Heizmittelstrom zu allen Heizkörperplatten, ab, indem sie veranlassen, daß die Elastomerscheibe gegen
den Ventilsitz gedrückt wird. Der Heizkörper wird durch Unterbrechung der Heizmittelzufuhr insgesamt rasch kalt
und der Raum kühlt aus. Da der Thermostat nach Heraufschalten im allgemeinen erst nach etwa 25 Minuten den
vollständigen Öffnungszustand des Ventils hergestellt
hat, wird der Durchlaß von erwärmtem Heizmittel zu den vorderen und hinteren Heizkörperplatten nur langsam
freigegeben. Bis der kalte Heizkörper sein größtes Wärmevolumen erreicht hat, kann mindestens eine halbe
Stunde vergehen und es kann lange dauern, bis ein durch Lüftungsverluste und Falluftströme ausgekühlter Raum
sich bis zur Behaglichkeitstemperatur von 20 0C aufgewärmt
hat.
Die durch die Anschlußleitungen zu der hinteren und den vorderen Heizkörperplatten gelangende Heizmittelstrommenge
läßt sich bei einem bekannten Ventil durch Voreinstellung unterschiedlich großer Bohrungen in einer
Führungshülse des Ventilgliedes in Bezug auf einen Zugang zu den Anschlußleitungen regulieren, so daß ein
-A-
dem Bedarf angepaßter 1^-Wert erreicht wird. Auch dabei
werden jedoch vordere und hintere Heizkörperplatten unterschiedslos gespeist oder abgesperrt und die erwähnten
Nachteile werden nicht behoben.
Ein weiterer Nachteil der bekannten Venti!vorrichtung
mit Elastomerscheibe besteht darin, daß die Elastomerscheibe mit der Zeit spröde wird und nicht mehr richtig
schließt, so daß der Heizkörper trotz abgeschalteten Thermostatkopfes warm bleibt. Der vom Benutzer durch
die Abstellung angestrebte Spareffekt wird dann nicht erreicht. Außerdem können sich bei der Erstinbetriebnahme
einer Heizkörperanlage mit Ventilvorrichtung Schwebeteilchen wie Schmutz oder Metallpartikel in dem
Ventilsitz verankern, die bleibende Deformationen in der Elastomerscheibe verursachen, welche ebenfalls eine
korrekte Schließung der Vorlaufleitung gegenüber den Heizkörperplatten verhindern. Außerdem fallen unerwünschte
Reparatur- und Ersatzteilkosten an.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Ventilvorrichtung zu schaffen, die es unter Einhaltung der
gesetzmäßigen niedrigen Wertvorgaben erlaubt, eine Heizkörperanlage mit Leistungsreserven auszustatten,
die ein energiesparendes Erreichen und Erhalten der Behaglichkeits-Raumtemperatur ermöglicht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
das Ventilglied als Schieber gestaltet ist, der mit der Durchlaßeinrichtung derart zusammenwirkt, daß er der
hinteren und der mindestens einen vorderen Heizkörperplatte separat zugeordnete Öffnungen der Durchlaßeinrichtung
nacheinander öffnet bzw. schließt.
Bei dieser Ventilvorrichtung werden nicht zwangläufig alle Heizkörperplatten immer gleichmäßig mit Heizmittel
beaufschlagt oder gegen dieses abgesperrt, sondern es ist möglich, bevorzugte Heizkörperplatten gegen Heizmittelzufuhr
abzusperren und andere fortgesetzt mit Heizmittel zu versorgen. Auf diese Weise kann ein Heizkörper
mit Teillast gefahren werden und es steht eine Leistungsreserve zur Verfügung, die ohne erhöhten Energieaufwand
einsatzbereit ist. Bei einer Einstellung des Thermostatkopfes auf eine Raumtemperatur von z. B. 200C
kann ein Teil des Heizkörpers z. B. bei 19 0C Raumtemperatur
gegen den Heizmittelstrom abgesperrt werden, während der andere Teil weiterversorgt wird, so daß der
Heizkörper mit geringem Energiebedarf weiter Wärme abgibt, bis die Raumtemperatur von 20 0C erreicht ist.
Durch die frühzeitige Absperrung eines Teiles des Heizkörpers kann die Leistung der abzugebenden Wärme um ca.
40 % reduziert werden. Ein Teil des Heizkörpers bleibt als Abstrahlorgan wirksam, während ein anderer Teil
sich langsam abkühlt, wodurch die Solltemperatur des Raumes sich nur sehr langsam verringert und Temperaturschwankungen
unterbleiben. Durch diese Anordnung wird die Luftbewegung durch Konvektionswärme reduziert, wo-
, durch zusätzliche Behaglichkeit erreicht wird. Es wird
im Herunterschaltungszustand des Thermostatkopfes eine stark reduzierte Wärmemenge weiter an den Raum abgegeben,
so daß eine gleichbleibende Wärmeverteilung als Grundlast erhalten bleibt und nach Heraufschalten des
Thermostatkopfes im wesentlichen die Leistungsreserve des erkalteten Heizkörperteiles aktiviert und der Raum
in kurzer Zeit auf die vorgegebenen 20 0C gebracht wird, die Wohlbefinden vermitteln. Bei einer nach
Stunden erfolgenden Heraufschaltung des heruntergeschalteten Thermostatkopfes hat sich der Raum infolge
der sparsamen Weiterversorgung des Heizkörpers mit
Heizmittel nicht vollständig abgekühlt und es ergibt sich eine rasche Erwärmung des Raumes auf Solltemperatur
(z. B. 20 0C), auch wenn mit niedriger Vorlauftemperatur
gearbeitet wird.
Außerdem können nicht beheizte Räume, aus denen zusätzlich Kaltluft in den beheizten Raum fließt, besser aufgefangen
werden. Die Isttemperatur des Raumes wird konstantgehalten und das Wohlempfinden gewährleistet.
In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Durchlaßeinrichtung aus zwei einander
gegenüberliegenden Öffnungen im Umfang einer Buchse gebildet ist, in die die Anschlußleitungen der hinteren
und vorderen Heizkörperplatten separat münden, und daß die Umfangsflache des Schiebers in Schließbewegungsrichtung
axial unsymmetrisch lange Abschnitte aufweist, deren längerer Abschnitt mit der der hinteren Heizkörperplatte
zugeordneten Öffnung der Durchlaßeinrichtung zusammenwirkt.
Dabei wird die hintere Heizkörperplatte, die zur Außenwand oder zur Fensterfläche steht, zuerst gegen den
Heizmittelstrom abgesperrt und kühlt langsam ab. Die mindestens eine vordere Heizfläche wird weiterbetrieben,
bis die vorgeschriebene Temperatur erreicht ist. Die Auswahl der vorzeitigen Schließung der hinteren
Heizkörperplatte ist günstig, weil keine wertvolle Wärme durch die Außenwand oder Fensteranlage entweichen
kann. Es wird wertvolle Wärme nur in Richtung des Raumes abgegeben, so daß eine gleichbleibende Wärmeverteilung
mit reduzierter Konvektion gewährleistet und das Wohlbefinden ohne größere Temperaturschwankungen
aufrechterhalten wird. Vorteilhafterweise wird der Heizkörper um ca. 20 % bis 40 % größer als bisher aus-
gebildet, damit insbesondere Temperaturverluste infolge einer Raumlüftung schneller ausgeglichen werden. Die
Drosselung des Wärmestromes durch die hintere Heizkörperplatte bringt wertvolle Energieeinsparung bei ausreichender
Wärmeabstrahlung in den Raum. Es gelingt, Heizkörper in Abhängigkeit von der Raumtemperatur besser
zu regulieren und dadurch einen sinnvollen Beitrag zur Energieeinsparung zu leisten.
Vorzugsweise liegen die der hinteren bzw. vorderen Heizkörperplatte zugeordneten Öffnungen der Buchse in
gleicher Querebene und es ist vorgesehen, daß die in Schließbewegungsrichtung vordere Fläche des Schiebers
ungerade verläuft. Der Schieber kann aus Keramikmaterial bestehen und an einer federbelasteten Stange befestigt
sein, die mit einem Thermostatkopf in Verbindung steht. Andere verschleißfeste Materialien können rein
order als Legierung ebenfalls zur Herstellung des Schiebers verwendet werden.
Die Buchse ist zweckmäßigerweise in ein Zylinderstück eingesetzt, in das die Anschlußleitungen radial münden.
Die Mündungen der Anschlußleitungen decken sich mit den Öffnungen in der Buchse und die Buchse ist gegen die
angeschlossene Vorlaufleitung koaxial offen. Dieser Aufbau ist außerordentlich einfach und gewährleistet
störungsfreie Funktion der Ventilvorrichtung. Ein Keramikschieber hat praktisch unbegrenzte Lebensdauer und
sein Zusammenwirken mit den einander gegenüberliegenden Öffnungen der Durchlaßeinrichtung ist zeitlich unbegrenzt
garantiert. Der Schieber kann beim Übergleiten der umfangsmäßigen Öffnungen der Buchse schneller den
Heizmittelzustrom absperren, als eine gegen einen Ventilsitz axial wirksame Elastomerscheibe vermag. Verzögerungen,
mit denen der Thermostat eines Thermostat-
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kopfes arbeitet, werden daher zum Teil durch den Schieber ausgeglichen und die eingestellten Funktionszustände
der Venti!vorrichtung werden rascher erreicht als
bisher. Die vom Gesetzgeber angestrebte Energieeinsparung durch zukunftsweisende Wärmeerzeuger wie Niedrigtemperatur-
und Brennwertkessel, Sonnenkollektoren und Wärmepumpen wird durch die erfindungsgemäße Ventilvorrichtung
vorteilhaft ergänzt, die eine kurzfristige Verfügbarkeit von Leistungsreserven bewirkt, damit der
Heizkörper fehlende Wärme in angemessener Zeit in den Raum bringen kann.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch dargestellt.
Die einzige Figur zeigt einen Schnitt durch eine Venti!vorrichtung,
die in einen Flachheizkörper mit einer hinteren und einer vorderen Heizkörperplatte eingebaut
ist.
Ein Flachheizkörper besteht bei dem gezeichneten Beispiel aus einer hinteren Heizkörperplatte 10, die einer
Raumwand A zugewandt ist, und einer vorderen Heizkörperplatte 11, die in einen zu beheizenden Raum weist.
Die beiden Heizkörperplatten 10 und 11 sind an eine Vorlaufleitung 12 und eine nicht gezeichnete Rücklaufleitung
einer Heizanlage angeschlossen. Die Vorlaufleitung 12 versorgt den Heizkörper mit erwärmtem Heizmittel,
z. B. Warmwasser, das mittels einer Pumpe aus einer Kesselanlage eingespeist wird. Die beiden Heizkörperplatten
10 und 11 stehen über Anschlußleitungen 13 und 14 mit einem zylindrischen Gehäuse 15 in Verbindung,
in dessen Umfangswand zwei einander gegenüberliegende Öffnungen ausgebildet sind, die die Enden der
Anschlußleitungen 13 und 14 aufnehmen. Das Gehäuse 15
ist an einem Ende 16 geschlossen und am anderen Ende 17 offen. Das Ende 17 weist ein Innengewinde 18 auf, in
das ein Außengewinde 19 eines Zylinderstückes 20 einschraubbar ist. In den Bereich des geschlossenen Endes
16 des Gehäuses 15 ist radial die Vorlauf leitung 12 eingesetzt, so daß ihr Heizmittelstrom in das Innere
des Gehäuses 15 fließt.
Das innere Ende 20a des Zylinderstückes 20 ist gegen die Vorlaufleitung 12 offen; sein äußeres Ende 20b ist
ebenfalls offen und wird von einem Außengewindeflansch
21 umgeben, dessen Durchmesser größer ist als der Außendurchmesser des Gehäuses 15 in diesem Bereich. Das
in das Gehäuse 15 eingeschraubte Zylinderstück 20 ist mittels eines Dichtringes 22 nach außen abgedichtet. Im
Montagezustand befinden sich zwei einander gegenüberliegende, im wesentlichen gleich große Löcher 23, 24
innerhalb des lichten Querschnittes der Anschlußleitungen 13 und 14. Ein Dichtring 25 schließt den Spalt zwischen
der Außenfläche des Zylinderstückes 20 und der Innenfläche des Gehäuses 15 gegen die Vorlaufleitung 12
ab.
In das Zylinderstück 20 ist eine Buchse 30 aus verformungsfestem Material eingesetzt. Elastomerringe 26, die
die Buchse 30 umgeben, dichten diese nach außen ab und sorgen außerdem für ausreichenden Klemmsitz der Buchse
30 in dem Zylinderstück 20, so daß die beiden Teile sich selbsttätig nicht in Bezug aufeinander bewegen.
Die Buchse 3 0 steckt konzentrisch in dem Zylinderstück 20 und ihr offenes inneres Ende 30a befindet sich im
Bereich des inneren Endes 20a des Zylinderstückes 20. Bei dem gezeichneten Beispiel hat die Buchse 30 zwei
einander gegenüberliegende gleich große Öffnungen 31,32, die koaxial zu den Löchern 23 und 24 des Zylin-
• · *l
- 10 -
derstückes 20 ausgerichtet sind. In der Buchse 3 0 ist ein Schieber 33 axial verschiebbar angeordnet. Er besteht
bevorzugt aus einer keramischen Platte, deren in Schließbewegungsrichtung vordere Fläche 34 schräg verläuft.
Der axial längere Abschnitt 33a des Schiebers 33 wirkt mit der der hinteren Heizkörperplatte 10 zugeordneten
Öffnung 31 der Buchse 30 zusammen, während der axial kürzere Abschnitt 33b des Schiebers 33 der Öffnung
32 zugeordnet ist, die gegen die vordere Heizkörperplatte 11 weist. Der Schieber 33 ist mit einer an
seiner geraden hinteren Fläche befestigten Stange 35 verbunden, die durch einen Durchlaß in einem Kappenteil
36 der Buchse 30 nach außen ragt. Die Stange 35 steht unter der Wirkung einer Schraubenfeder 37, die sich an
einem inneren Widerlager 38 und einer Halterung 39 an der Stange 35 abstützt. Das äußere Ende der Stange 35
stößt gegen ein Fühlerelement 37 eines sehr schematisch dargestellten üblichen Thermostatkopfes 40 an, der mittels
eines Innengewindes 41 auf den Außengewindeflansch 21 aufgeschraubt ist und zum Zwecke der Wärmeregulierung
des Flachheizkörpers in bestimmten Grenzen verstellbar ist. Mehrere Schlitze 42 des Thermostatkopfes
4 0 stellen die Verbindung zwischen Raumluft und dem Fühlerelement 37 her, damit über die Stange 35 der
Schieber 33 in Bezug auf die Öffnungen 31 und 32 verstellt wird.
In Schließbewegungsrichtung des Schiebers 33 verschließt sein längerer Umfangsteil 33a die Öffnung 31
früher als die Öffnung 32 mit der Folge, daß die hintere Heizkörperplatte 10 gegen den Heizmittelstrom aus
der Vorlaufleitung 12 abgesperrt ist, während weiterhin Heizmittel in Richtung der Pfeile in die vordere Heizkörperplatte
11 strömt und diese erwärmt, so daß sie als gegen den Raum gerichtetes Abstrahlungsorgan wirk-
,„
- &igr;&igr; -
sam ist. Durch die temperaturabhängige TeilschlieSung
wird der Heizkörper in seiner Wärmeabgabe kontinuierlich an die eingestellte Temperatur des Raumes angeglichen.
Die Reaktionszeit wird verkürzt und die zu erreichende Solltemperatur des Raumes stellt sich verzögert
ein, wodurch sich Leistungsreserven ergeben, die fehlende Wärmemengen in kurzer Zeit ausgleichen.
In der Buchse 30 kann anstatt der zwei einander gegenüberliegenden
Öffnungen 31, 32 ein Kranz von Öffnungen unterschiedlicher Größe ausgebildet sein. Durch Drehung
der Buchse 30 innerhalb des Zylinderstückes 20 lassen sich dabei vom Installateur der Anlage unterschiedlichen
Verhältnissen angepaßte Durchflußmengen einstellen. Dadurch kann beispielsweise der Volumenstrom zur
hinteren Heizkörperplatte 10 kleiner eingestellt werden als zur vorderen Heizkörperplatte 11 und es wird zusätzlich
wertvolle Energie eingespart und gezielt angewendet .
Claims (6)
1. Ventilvorrichtung zur Regulierung der Heizleistung eines Heizkörpers mit einer dem zu beheizenden
Raum abgewandten hinteren {10) und mindestens einer vorderen (11) Heizkörperplatte, die durch
Anschlußleitungen (13,14) miteinander verbunden sind, welche ein axial verstellbares Ventilglied
eines Ventileinsatzes aufweisen, das thermostatgesteuert eine Durchlaßeinrichtung für einen Heizmittelstrom
von einer Vorlaufleitung (12) mehr oder weniger absperrt,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Ventilglied als Schieber (33) gestaltet ist, der mit der Durchlaßeinrichtung derart zusammenwirkt,
daß er der hinteren (10) und der mindestens einen vorderen (11) Heizkörperplatte separat
zugeordnete" Öffnungen (31,32) der Durchlaßeinrichtung
nacheinander öffnet bzw. schließt.
2. Ventilvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchlaßeinrichtung aus zwei
einander gegenüberliegenden Öffnungen (31,32) im Umfang einer Buchse (3 0) gebildet ist, in die die
Anschlußleitungen (13,14) der hinteren und der vorderen Heizkörperplatten (10,11) separat münden,
und daß die Umfangsflache des Schiebers (33) in
Schließbewegungsrichtung axial unsymmetrisch lange Abschnitte (33a,33b) aufweist, deren längerer Abschnitt
(33a) mit der der hinteren Heizkörperplatte (10) zugeordneten Öffnung (31) der Durchlaßeinrichtung
zusammenwirkt.
- 13 -
3. Ventilvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die der hinteren (10) bzw.
vorderen {11) Heizkörperplatte zugeordneten Öffnungen (31,32) der Buchse (3 0) in gleicher Querebene
liegen und daß die in Schließbewegungsrichtung vordere Fläche (34) des Schiebers (33) ungerade
verläuft.
4. Venti!vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
3, dadurch gekennzeichnet, daß der Schieber (33) aus Keramikmaterial besteht und an einer federbelasteten
Stange (35) befestigt ist, die mit einem Thermostatelement (37) in Verbindung steht.
5. Venti!vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis
4, dadurch gekennzeichnet, daß die Buchse (3 0) in ein Zylinderstück (20) eingesetzt ist, in das die
Anschlußleitungen (13,14) radial münden, daß die Mündungen der Anschlußleitungen (13,14)
sich mit den Öffnungen (31,32) in der Buchse (30) decken,
und daß die Buchse (3 0) gegen die angeschlossene Vorlaufleitung (12) offen ist.
6. Ventilvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis
5, dadurch gekennzeichnet, daß in der Buchse (30) mehr als zwei einander gegenüberliegende Öffnungen
(31,32) unterschiedlicher Größe ausgebildet sind und daß die Buchse (30) in dem Zylinderstück (20)
drehbar ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29602171U DE29602171U1 (de) | 1996-02-08 | 1996-02-08 | Ventilvorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29602171U DE29602171U1 (de) | 1996-02-08 | 1996-02-08 | Ventilvorrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29602171U1 true DE29602171U1 (de) | 1996-03-28 |
Family
ID=8019171
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29602171U Expired - Lifetime DE29602171U1 (de) | 1996-02-08 | 1996-02-08 | Ventilvorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29602171U1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19643902C2 (de) * | 1996-10-30 | 2002-05-23 | Kermi Gmbh | Ventileinrichtung sowie Heizkörper mit dieser |
| DE102007036139A1 (de) | 2007-07-31 | 2009-02-05 | Kermi Gmbh | Ein- oder mehrreihiger Heizkörper mit zumindest zwei verschieden ausgelegten Abschnitten |
| EP2696145A1 (de) * | 2012-08-10 | 2014-02-12 | KERMI GmbH | Heizkörper-Ventileinsatz |
Citations (3)
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| DE8117990U1 (de) * | 1981-10-29 | F.W. Oventrop Arn. Sohn Kg, 5787 Olsberg | Heizkörper-Armatur für Plattenheizkörper | |
| DE3600130A1 (de) * | 1986-01-04 | 1987-07-09 | Danfoss As | Armatur fuer ein thermostatventil |
| DE3838205A1 (de) * | 1988-11-11 | 1990-05-31 | Danfoss As | Heizkoerperventilarmatur |
-
1996
- 1996-02-08 DE DE29602171U patent/DE29602171U1/de not_active Expired - Lifetime
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| R207 | Utility model specification |
Effective date: 19960509 |
|
| R163 | Identified publications notified |
Effective date: 19960626 |
|
| R156 | Lapse of ip right after 3 years |
Effective date: 19991201 |