DE29600318U1 - Rückenstützgürtel - Google Patents
RückenstützgürtelInfo
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Description
CHI 3114 G
Christopher Chinque
Rückenstützgürtel
Die Erfindung betrifft einen Rückenstützgürtel mit einem Rückenteil und daran angebrachten, miteinander lösbar
verbindbaren Schiießgurten.
Derartige Rückenstützgürtel sind bekannt, beispielsweise als Ausrüstungsteile für Motorradfahrer. Durch ihre Breite
und relative Steifigkeit im Rückenbereich geben diese Rückenstützgürtel dem Benutzer eine Unterstützung im
Lendenbereich. Zugleich schützen diese Rückenstützgürtel den besonders empfindlichen Nierenbereich des Benutzers
vor Kälte.
Diese bekannten Rückenstützgürtel werden üblicherweise aus Leder oder Kunststoff hergestellt und können an ihrer
Innenseite eine Polsterung aufweisen. Bei diesen bekannten Rückenstützgürteln ist die Verteilung der Anpreßkraft
jedoch in den meisten Fällen nicht optimal, weil am oberen und unteren Rand des Rückenteils eine erhöhte Anpreßkraft
ausgeübt wird. Dies ist zum einen für den Benutzer unbequem; zum anderen reicht dabei oft die im mittleren
Bereich des Rückenteils ausgeübte Anpreßkraft nicht aus, um eine wirksame Stützung des Rückens und der Wirbelsäule
zu erreichen.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen Rückenstützgürtel der eingangs genannten Gattung so
auszubilden, daß er eine gleichmäßig verteilte und
insbesondere im mittleren Bereich des Rückenteils ausreichend hohe Stützkraft auf den Rücken ausübt, ohne
daß die Ränder des Rückenteils in unangenehmer Weise Druckstellen bilden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Rückenteil einen mit den Schließgurten verbundenen
Stützgurt Außendecke und eine an der Innenseite angebrachte Luftpolstermatte aufweist.
Die Luftpolstermatte bewirkt, daß die vom Rückenteil ausgeübte Stützkraft vollständig gleichmäßig und ohne
Druckstellen auf den Rücken des Benutzers ausgeübt wird. Zugleich ergibt das Luftpolster eine gute Wärmeisolierung.
Der Rückenstützgürtel beugt Verspannungen im Rückenbereich vor und verhindert somit Rückenprobleme oder lindert
vorhandene Rückenprobleme.
Der Rückenstützgürtel kann überall dort vorteilhaft angewandt werden, wo der Benutzer ohne Rückenlehne oder
mit unzureichender und ungeeigneter Rückenlehne über längere Zeit sitzen muß, beispielsweise bei
Sportveranstaltungen oder am Arbeitsplatz.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß zwischen der Rückwand der Luftpolstermatte
und der Außendecke ein flacher elastischer Wasserbehälter herausnehmbar eingelegt ist, der vorzugsweise in einer
Thermoreflektor-Hülle aufgenommen ist. Der Wasserbehälter
kann vor der Benutzung erwärmt bzw. mit erwärmtem Wasser gefüllt werden und stellt bei der Benutzung eine
Wärmeguelle dar, deren Wärmestrahlung gezielt im Rückenbereich wirkt. Bei dieser begrenzten Wärmeeinwirkung
ist eine Überwärmung des Körpers ausgeschlossen; gleichwohl wird gerade der für eine Unterkühlung
empfindliche Nierenbereich gewärmt.
Eine besonders vorteilhafte Weiterentwicklung des empfindungsgemäßen Rückenstützgürtels besteht darin, daß
am Rückenteil zwei Knieschlaufen angebracht sind, die jeweils aus einem mit seinen beiden Enden an einer Seite
der Außendecke befestigten, längenverstellbaren Gurt bestehen. Die beiden Knieschlaufen werden jeweils um ein
Knie gelegt und so fest gezogen, daß eine unter Zugspannung stehende Verbindung von der Knievorderseite
zum Rückenteil des Rückenstützgürtels besteht. Dadurch bildet das Rückenteil ein an den Knien verankertes
Wiederlager, an.dem sich der Benutzer mit seinem Rücken
abstützen kann. Man erreicht auf diese Weise die Wirkung einer orthopädisch günstig geformten Rückenlehne.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen des Erfindungsgedankens sind Gegenstand weiterer
Unteransprüche.
Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung näher beschrieben, das in der Zeichnung dargestellt ist.
Es zeigt:
Fig. 1 einen Rückenstützgürtel in einer Ansicht von innen, d.h. von der Seite, die am Rücken des Benutzers zur Anlage
kommt, wobei der Rückenstützgürtel in seiner geöffneten Stellung dargestellt ist,
Fig. 2 eine Ansicht des Rückenstützgürtels nach Fig. 1 von der Außenseite,
Fig. 3 einen vergrößerten Schnitt längs der Linie III-III
in Fig. 1,
Fig. 4 eine Ansicht des an der Außenseite des Rückenstützgürtels abnehmbar befestigbaren Sitzkissens und
-A-
Fig. 5 eine sitzende Person, die einen Rückenstut&zgr;gürtel
nach den Fig. 1-4 mit Knieschlaufen trägt.
Der in den Fig. 1-3 dargestellte Rückenstützgürtel weist ein Rückenteil 1 mit einer aus Kunststoff oder Leder
bestehenden Außendecke 2 und einen Stützgurt auf. An den beiden seitlichen Rändern des Stützgurtes 3 sind
ein fester Schließgurt 4 und ein flexibler Schließgurt 5 angebracht, die mittels eines Klettverschlusses 6 an ihren
Enden miteinander verbunden werden können, um den Rückenstützgürtel um den Leib des Benutzers zu schließen.
An der Innenseite ist eine Luftpolstermatte 7 angeordnet (Fig. 1). Die Luftpolstermatte 7 weist mehrere, angenähert
senkrecht verlaufende Luftkammerabschnitte 8 auf, die durch jeweils die Vorderwand 9 (Fig. 3) und die Rückwand
10 der Luftpolstermatte 7 verbindende Stege 11 voneinander getrennt sind.
Die Luftpolstermatte 7 ist mit einem in Fig. 1 nur angedeuteten Füll- und Ablaßventil 12 verbunden, durch das
die Luftpolstermatte 7 gefüllt oder Luft daraus abgelassen werden kann. Zum Füllen kann eine kleine Handpumpe 12a
verwendet werden.
Wie in Fig. 3 in einem senkrechten Schnitt dargestellt ist, ist in einem Teilbereich des Rückenteils 1,
vorzugsweise in der Nierengegend des Benutzers, zwischen der Rückwand 10 der Luftpolstermatte 7 und der Außendecke
2 ein flacher elastischer Wasserbehälter 13 herausnehmbar eingelegt. Zu diesem Zweck weist die Außendecke 2 eine
verschließbare Klappe 14 zum Einlegen des Wasserbehälters 13 auf. Die Klappe 14 ist an ihren beiden Längsrändern
jeweils über einen Reißverschluß 15 mit dem übrigen Teil der Außendecke 2 verbunden und kann eine
Thermoreflektorschicht aufweisen. Der Wasserbehälter 13 kann nach dem Öffnen der Reißverschlüsse 15 herausgenommen
und erwärmt oder mit warmem Wasser gefüllt und wieder
eingesetzt werden. Um den Wasserbehälter 13 ist ein Thermoreflektor 13a als Hülle gelegt, so daß der
Wasserbehälter 13 die Wärme langer hält und dosierter abgeben kann. Der Thermoreflektor 13a, der aus einer
Metallschicht einem Fasergitter und Kunststoff besteht, wirkt sowohl isolierend als auch rückstrahlend.
In Fig. 3 ist mit strichpunktierten Linien angedeutet, daß an der Außenseite der Außendecke 2 ein wärmeisolierendes
Sitzkissen 16 (Fig. 4) mittels Druckknöpfen 17 abnehmbar befestigt sein kann. Das Sitzkissen 16 kann abgenommen
werden und als wärme- und feuchtigkeitsisolierende Sitzunterlage verwendet werden, wie in Fig. 5 dargestellt
ist. Das Sitzkissen 16 ist ein aufblasbares Luftkissen mit einem Füll- und Ablaßventil 16a und einem Thermoreflektor
16b. Mit Bändern 16c kann das Sitzkissen 16 rutschfest an einer Unterlage befestigt werden.
An den beiden Seitenrändern der Außendecke 2 des Rückenteils 1 ist jeweils eine Knieschlaufe 18 angebracht.
Die beiden Knieschlaufen 18 bestehen jeweils aus einem mit seinen beiden Enden an einer Seite der Außendecke 2 oder
des Stützgurtes 3 befestigten, längenverstellbaren Gurt 19. Die Gurte 19 weisen an ihren beiden Enden jeweils
einen Karabinerhaken 20 auf. Die Karabinerhaken 20 sind in Dreiecksösen 21 aus Kunststoff eingehängt, die an den
beiden Seitenrändern der Außendecke 2 des Rückenteils 1 befestigt sind. Zum Zwecke der Längenverstellung ist in
jedem Gurt 19 eine Verstellschnalle 22 vorgesehen.
Im Kniebereich des Benutzers tragen die beiden Gurte 19 der beiden Knieschlaufen 18 jeweils ein Kniepolster 23,
das die Druckbelastung des Knies wesentlich mildert.
Im Kniebereich des Benutzers, d.h. zwischen seinen beiden Knien, sind die beiden Knieschlaufen 18 durch eine lösbare
Schnalle 24 miteinander verbindbar. Damit wird verhindert,
daß die Knie des Benutzers durch den in den Gurten 19 wirkenden Zug auseinandergezogen werden.
Die den Rücken des Benutzers im Lendenbereich stützende Kraft wird zu einem wesentlichen Teil über die
Knieschlaufen 18 auf die Knie übertragen. Dadurch werden die den Leib des Benutzers umschließenden Schließgurte 4,
5 von der am Rücken aufgenommenen Stützkraft entlastet. Da die auf den Rücken wirkende Stützkraft weitestgehend nur
durch die Luftpolstermatte 7 übertragen werden, wird die Bildung von Druckstellen ausgeschlossen. Eine ausreichend
hohe Stützkraft für den Rücken kann somit auch über längere Zeit ausgeübt werden, ohne für den Benutzer
Unbequemlichkeiten zu verursachen.
An der Gurtinnenseite sind Lüftungsösen 25 zur Ableitung der Wärme vorgesehen. Außerdem ist an der Gurtinnenseite
ein abnehmbarer und verstellbarer Thermoreflektor 26 angebracht, der wie der Thermoreflektor 13a angebracht,
der wie der Thermoreflektor 13a aufgebaut sein kann und der im Nierenbereich Wärme zurückstrahlt, auch wenn der
Wasserbehälter 13 kein warmes Wasser enthält.
Claims (13)
1. Rückenstützgürtel mit einem Rückenteil und daran angebrachten, miteinander lösbar verbindbaren
Schließgurten, dadurch gekennzeichnet, daß das Rückenteil (1) einen mit den Schließgurten (4, 5) verbundenen
Stützgurt (3) und eine an der Innenseite angebrachte Luftpolstermatte (7) aufweist.
2. Rückenstützgürtel nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Luftpolstermatte (7) mehrere, angenähert senkrecht verlaufende Luftkammerabschnitte (8)
aufweist.
3. Rückenstützgürtel nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Luftkammerabschnitte (8) durch jeweils die Vorderwand (9) und die Rückwand (10) der
Luftpolstermatte (17) verbindende Stege (11) voneinander getrennt sind.
4. Rückenstützgürtel nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Luftpolstermatte (7) mit einem Füll- und Ablaßventil (12) verbunden ist.
5. Rückenstützgürtel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Rückwand (10) der
Luftpolstermatte (7) und der Außendecke (2) ein flacher elastischer Wasserbehälter (13) herausnehmbar eingelegt
ist, der vorzugsweise in einer Thermoreflektor-Hülle (13a)
aufgenommen ist.
6. Rückenstützgürtel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Außendecke eine verschließbare
Klappe (14) zum Einlegen des Wasserbehälters (13) aufweist,
7. Rückenstut&zgr;gürtel nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß am Rückenteil (1) zwei Knieschlaufen (18) angebracht sind, die jeweils aus einem mit seinen
beiden Enden an einer Seite der Außendecke (2) befestigten, längenverstellbaren Gurt (19) bestehen.
8. Rückenstützgürtel nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Knieschlaufen (18) im
Kniebereich durch eine lösbare Schnalle miteinander verbindbar sind.
9. Rückenstützgürtel nach Anspruch 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Gurte (19) der beiden Knieschlaufen (18) im Kniebereich ein Kniepolster (23)
tragen.
10. Rückenstützgürtel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an der Außenseite der Außendecke (2)
ein vorzugsweise als aufblasbares Luftkissen ausgeführtes, wärmeisolierendes Sitzkissen (16) abnehmbar befestigt ist.
11. Rückenstützgürtel nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Sitzkissen (16) einen
Thermoreflektor (16b) aufweist.
12. Rückenstützgürtel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Schließgurte (4, 5) durch
einen Klettverschluß (6) lösbar und längenverstellbar miteinander verbunden sind.
13. Rückenstützgürtel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an der Innenseite ein abnehmbarer und
versetzbarer Thermoreflektor (26) angebracht ist.
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|---|---|---|---|
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Effective date: 19960523 |
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| R156 | Lapse of ip right after 3 years |
Effective date: 19991103 |