DE29600706U1 - Glasbehälter zur Verpackung von Produkten - Google Patents
Glasbehälter zur Verpackung von ProduktenInfo
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-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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- Engineering & Computer Science (AREA)
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Description
Tettauer Glashüttenwerke Aktiengesellschaft
Werk I Tettau
96353 Tettau
Werk I Tettau
96353 Tettau
16.01.96
u " x. G 196
u " x. G 196
Glasbehälter zur Verpackung von Produkten
10
Die Erfindung betrifft einen Glasbehälter mit einer aufgebrachten Siegelfolie zur Verpackung von Produkten, beispielsweise
Lebensmitteln, Kosmetika, Pharmaprodukten, usw.
Aus der Zeitschrift NEUE VERPACKUNG 8/95, Seite 76 - 82,
sind bereits Heißsiegelverfahren zum Verschließen von Glasbehältern für Lebensmittel oder Körperpflegeprodukte
bekannt. Bei einem Heißsiegeln nach dem Wärmekontaktverfahren wird ein Aluminium-SiegelverSchluß, der mit einer
geeigneten thermoplastischen Beschichtung versehen ist, unter Anwendung von Wärme und Druck auf den oberen Rand
des Glasbehälters bzw. auf die Glasmündung aufgebracht.
Dadurch entsteht eine Siegelnaht, durch welche die im Glasbehälter befindlichen Lebensmittel oder Körperpflegeprodukte
im Idealfall luftdicht verpackt sind.
Da die Siegeleigenschaften des Glases bei frischproduziertem
unbehandelten Glas am besten sind und im Laufe der Zeit abnehmen, ist in der genannten Literaturstelle
weiterhin ausgeführt, daß - um die Siegeleigenschaften des Glases langer aufrecht zu erhalten - die Siegelmün-
dung des Glasbehälters beispielsweise mit metallorganischem Chrom III-Komplex oder mit Beschichtungen, die in
ihrem chemischen Aufbau artverwandt mit dem verwendeten Siegelmedium der Verschlüsse sind, oder mit Beschichtungen
mit Keramikschmelze versehen sein kann. Doch auch in diesen Fällen sollte zwischen der Glasherstellung und der
Verpackung der Lebensmittel oder kosmetischen Produkte keine lange Lagerzeit liegen.
Weiterhin können bei bekannten Glasbehältern nach erfolgter Verpackung der Lebensmittel oder kosmetischen Produkte
verursacht durch die chemische Zusammensetzung des Glases und den damit verbundenen Reaktionen auf der Glasoberfläche
die Siegelnaht bzw. die Verbindung zwischen der Glasoberfläche und der Siegelfolie teilweise unterbrochen
werden, was dazu führt, daß die auf dem Glasbehälter oder dem Siegelverschluß angegebene Mindesthaltbarkeit
des verpackten Produktes nicht gegeben ist.
Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen neuen Glasbehälter mit
einer aufgebrachten Siegelfolie zur Verpackung von Lebensmitteln oder kosmetischen Produkten anzugeben, bei
welchem die mögliche Lagerzeit zwischen der Glasherstellung und der Verpackung der Lebensmittel oder kosmetischen
Produkte vergrößert ist und bei welchem die Min-■ desthaltbarkeit des verpackten Produktes sichergestellt
ist.
Diese Aufgabe wird bei einem Glasbehälter mit dem im Oberbegriffs des Anspruchs 1 angegebenen Merkmalen durch
die im kennzexchnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung
ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
Die Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Erläuterung eines Ausführungsbeispiels für die
Erfindung anhand der Figur.
Diese zeigt einen Glasbehälter 1 mit einem Bodenteil 2, Seitenwänden 3, einem Gewinde 4 und einer auf der Glasmündung
aufgebrachten Goldauflage 5. Auf diesen Glasbehalter wird mittels eines Heißsiegelverfahrens ein Aluminium-Siegelverschluß
6, der an seiner Unterseite mit einer thermoplastischen Beschichtung versehen ist, unter
Anwendung von Warme und Druck aufgebracht. Dies geschieht mittels eines Siegelkopfes 7, der durch Druck in Richtung
des Pfeiles y bewegt wird.
Die Goldauflage 5 wird unmittelbar nach der Herstellung des Glasbehälters auf die frischproduzierte, flache und
unbehandelte Glasmündung, die eine Breite von etwa 3-5 mm aufweist, aufgebracht. Hierzu wird Gold verwendet, wie es
am Markt für die Verarbeitung im Siebdruckverfahren bzw. im Rändeln zur Verfugung gestellt wird. Nach dem Aufbringen
des Goldes auf die Glasmündung werden durch Erhitzen auf ca. 6000C sämtliche organischen Hilfsstoffe, die in
dem am Markt erhältlichen Gold enthalten sind, entfernt und eine dauerhafte, feste Verbindung zwischen der Goldauflage
und der Oberfläche des Glasbehälters 1 hergestellt. Durch die dabei gebildete dünne geschlossene
Goldauflage, die einen Goldgehalt von 20 - 3 0 Karat hat und eine Dicke von 5 - 15 jjm aufweist, werden die in der
Glasoberfläche vorhandenen Unregelmäßigkeiten bzw. Welligkeiten
im &mgr;-Bereich unter Bildung einer glatten Mündungsoberfläche beseitigt und im Glas vorhandene feinste
Poren verschlossen.
Dies hat den Vorteil, daß bei dem später erfolgenden Heißsiegelverfahren Siegelköpfe verwendet werden können,
die in der Lage sind, mit weniger Druck die Welligkeit der Glasoberfläche zu kompensieren.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, daß die Lagerzeit zwischen der Herstellung des Glasbehälters mit
Goldauflage und der Verpackung der Lebensmittel oder kos-
• · &igr;
metischen Produkte im Vergleich zu bekannten Glasbehältern wesentlich verlängert ist, da auch nach einer langen
Lagerzeit ein Heißsiegeln des Glasbehälters mit Goldauflage möglich ist, ohne daß die Qualität der durch das
Heißsiegeln bewirkten Verbindung beeinträchtigt ist.
Weiterhin ist das für ein erfolgreiches Heißsiegeln erforderliche Einstellen des Siegelmediums bzw. der thermoplastischen
Beschichtung der Aluminiumfolie auf das auf den Glasbehälter aufgebrachte Gold überraschend einfach
zu realisieren.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, daß durch die Beschichtung des Glasbehälters mit einer GoIdauflage
das fertig verpackte Produkt in einer schadstofffreien Umgebung gelagert ist, da Gold keine toxischen
bzw. schwermetallhaltigen Inhaltsstoffe aufweist.
Ferner wird durch die genannte Beschichtung des Glasbehälters mit einer Goldauflage eine physikalische Trennung
des Siegelmediums vom Glasbehälter erreicht, so daß zwischen dem Siegelmedium und dem Glas keine unerwünschten
chemischen Reaktionen stattfinden können, die die Versiegelung und damit die Haltbarkeit des verpackten Produktes
in unerwünschter Weise beeinflussen können.
Vorstehend wurde die Erfindung am Beispiel eines Glasbehälters mit einer Goldauflage beschrieben. Alternativ
dazu ist es auch möglich, anstelle einer Goldauflage eine andere Edelmetallschicht auf den Glasbehälter aufzubringen,
beispielsweise Platin. Auch dadurch wird eine für eine Heißsiegelung gut geeignete feste und dauerhafte
Verbindung der Beschichtung mit dem Glas und gleichzeitig eine optische Aufwertung des Glasbehälters erreicht.
Claims (10)
1. Glasbehälter mit einer aufgebrachten Siegelfolie zur Verpackung von Produkten, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen der Siegelfolie (6) und dem Glasbehälter (1) eine Edelmetallschicht (5) vorgesehen ist, die mit dem Glasbehälter (1) fest verbunden ist.
10
daß zwischen der Siegelfolie (6) und dem Glasbehälter (1) eine Edelmetallschicht (5) vorgesehen ist, die mit dem Glasbehälter (1) fest verbunden ist.
10
2. Glasbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Edelmetallschicht (5) eine Goldschicht ist.
daß die Edelmetallschicht (5) eine Goldschicht ist.
3. Glasbehälter nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Dicke der Goldschicht (5) im Bereich von 5 - 15 Jim liegt.
daß die Dicke der Goldschicht (5) im Bereich von 5 - 15 Jim liegt.
4. Glasbehälter nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Goldschicht (5) eine Reingoldschicht ist, aus der sämtliche organischen Hilfsstoffe entfernt sind.
daß die Goldschicht (5) eine Reingoldschicht ist, aus der sämtliche organischen Hilfsstoffe entfernt sind.
5. Glasbehälter nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichne
t, daß die Goldschicht (5) durch Erhitzen auf eine Temperatur im Bereich von 6000C mit dem Glasbehälter dauerhaft verbunden ist.
t, daß die Goldschicht (5) durch Erhitzen auf eine Temperatur im Bereich von 6000C mit dem Glasbehälter dauerhaft verbunden ist.
6. Glasbehälter nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Goldgehalt der Goldschicht (5) des Glasbehälters (1) im Bereich zwischen 20 und 30 Karat liegt.
daß der Goldgehalt der Goldschicht (5) des Glasbehälters (1) im Bereich zwischen 20 und 30 Karat liegt.
.5
7. Glasbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Edelmetallschicht (5) eine Platinschicht ist.
8. Glasbehälter nach einem oder mehreren der Ansprüche 1-7, dadurch gekennzeichnet, daß
die verpackten Produkte Lebensmittel sind.
9. Glasbehälter nach einem oder mehreren der Ansprüche
1-7, dadurch gekennzeichnet, daß die verpackten Produkte kosmetische Produkte sind.
10. Glasbehälter nach einem oder mehreren der Ansprüche 1-7, dadurch gekennzeichnet, daß
die verpackten Produkte pharmazeutische Produkte sind.
.6
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29600706U DE29600706U1 (de) | 1996-01-17 | 1996-01-17 | Glasbehälter zur Verpackung von Produkten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29600706U DE29600706U1 (de) | 1996-01-17 | 1996-01-17 | Glasbehälter zur Verpackung von Produkten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29600706U1 true DE29600706U1 (de) | 1996-03-07 |
Family
ID=8018126
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29600706U Expired - Lifetime DE29600706U1 (de) | 1996-01-17 | 1996-01-17 | Glasbehälter zur Verpackung von Produkten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29600706U1 (de) |
Citations (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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-
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- 1996-01-17 DE DE29600706U patent/DE29600706U1/de not_active Expired - Lifetime
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| R207 | Utility model specification |
Effective date: 19960418 |
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| R156 | Lapse of ip right after 3 years |
Effective date: 19991103 |