DE2163214C3 - Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von an ihrer Oberfläche gefärbten oder mit einer sonstigen Deckschicht versehenen Formkörpern aus Faserzement o.dgl., insbesondere aus Asbestzement - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von an ihrer Oberfläche gefärbten oder mit einer sonstigen Deckschicht versehenen Formkörpern aus Faserzement o.dgl., insbesondere aus AsbestzementInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von an ihrer Oberfläche gefärbten oder mit einer sonstigen
Deckschicht versehenen Formkörpern aus Faserzement od. dgl., insbesondere aus Asbestzement,
bei den zuerst eine Faserzementschicht an einem in
eine Faserzementsuspension eintauchenden Formsieb mit einer dem herzustellenden Formkörper entsprechenden
Oberfläche angelagert und dann auf die noch nicht abgebundene Faserzementschicht die Deckschicht
unter Druck aufgebracht wird.
Bei einem bekannten Verfahren dieser Art wird auf der Innenseite des Formsiebes ein Unterdruck erzeugt,
so daß beim Eintauchen des Siebes in die Faserzementsuspension das Wasser durch das Sieb hindurchgedrückt
wird und dabei sich eine Faserzementschicht auf dem Sieb ablagert. Zum Herstellen der Deckschicht
wird das Formsieb aus der die erste Faserzementsuspension enthaltenden Wanne herausgehoben und in
eine zweite Wanne, welche die die Deckschicht bildende Suspension enthält, abgesenkt, worauf durch den atmosphärischen
Druck auf der noch nicht abgebundenen und unter Unterdruck stehenden Faserzementschich»
eine Deckschicht abgelagert wird. Bei diesem bekannten Verfahren kann durch das Formsieb Material
von der einen Stoffwanne in die andere gebracht weiden, wodurch die Mischungszusammensetzung in
der jeweiligen Wanne verfälscht und die einzelne Mischung im Extremfall sogar unbrauchbar wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs genannten Art zu schaffen, bei
dem keine Teile der Faserzementsuspension in das die Deckschicht bildende Material und umgekehrt gelangen.
Eine erste Lösung dieser Aufgabe besteht darin, daß der zur Bildung der Deckschicht vorgesehene Farbstoff
oder ein sonstiges Material in Form von kleinen Teilchen auf eine der Oberflächenform des Formsiebs angepaßte
Gegenform aufgestreut wird und anschließend die Gegenform gegen die auf dem Formsieb angelagerte
Faserzementschicht gepreßt wird.
Eine zweite Lösung wird dadurch erreicht, daß der zur Bildung der Deckschicht vorgesehene Farbstoff
oder ein sonstiges Material in Form von kleinen Teilchen auf die Faserzementschicht mittels einer an dieser
Schicht entlangbewegten Düsengruppe aufgetragen wird.
Der Vorteil dieser beiden Verfahren nach der Erfindung besteht darin, daß Formkörper mit stets gleichbleibender
Zusammensetzung sowohl der Faserzementschicht als auch der Deckschicht erhalten werden.
<i
Die Erfindung betrifft ferner eine Vorrichtung gemäß
dem Anspruch 5 und eine weitere Vorrichtung gemäß dem Anspruch 10,
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Ansprüche 2 bis 4,6, 7 und 9.
Die Erfindung wird beispielsweise an Hand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine Vorrichtung mit eir.cr Gegenform zum Aufbringen der Deckschicht und
F i g. 2 eine Vorrichtung mit einer Düsengruppe zum Aufbringen der Deckschicht.
In F i g. 1 ist an einer Hubvorrichtung 4, die auch als
Preßvorrichtung dient, ein Formsieb I angeordnet. Es wird in einen mit einer Faserzementsuspension gefüllten
Behälter 3 eingetaucht und rückseitig über eine Leitung 8 an eine Vakuumpumpe angeschlossen, so daß
sich an seiner Oberfläche eine Faserzementschicht bildet. Zu gleicher Zeit wird mittels einer Streuvorrichtung,
bestehend aus einem Schüttelsieb 5 und einem Materialbehälter 6, das pigmentierte oder anders zusammengesetzte
Zusatzmaterial auf eine Gegenform 2 aufgebracht, deren Oberfläche in gleicher Weise gestaltet
ist wie die von der Faserzementschicht bedeckte Oberfläche des Formsiebs 1. Die aufgebrachte Deckschicht
ist mit 10 bezeichnet. Die Gegenform 2 ist an ihrer Oberfläche perforiert, d. h. luft- und wasserdurchlässig
gestaltet. Damit das Fasermaterial auch an schrä gen Teilen der Gegenformoberfläche in gleichmäßiger
Schicht haftet, wird zweckmäßig während des Streuvorgangs bis nach dem Zusammenpressen mit dem aus
der Suspension angesaugten Fasermaterial im Innern der Gegenform durch eine an eine Vakuumpumpe angeschlossene
Leitung 9 ein Unterdruck aufrechterhalten. Die Gegenform 2 und der Behälter 3 sind gemeinsam
auf einem verfahrbaren Tisch 7 angeordnet.
Nach Anlagern einer ausreichenden Faserzemenischicht
am Formsieb 1 mittels des auf dessen Rückseite gebildeten Unterdrucks wird dieses aus der Suspension
herausgezogen und der Tisch 7 horizontal verfahren, bis die Gegenform 2 die Position unterhalb des Formsiebs
1 einnimmt. Das Formsieb I wird dann abgesenkt und die an ihm haftende Faserschicht mit der auf der
Gegenform 2 aufgestreuten Deckschicht 10 verpreßt. Während des Preßvorgangs wird sowohl das Formsieb
1 als auch die Gegenform 2 zur Ableitung des aus dem Faserstoff herauszupressenden Wassers an eine Vakuumpumpe
angeschlossen.
Nach Beendigung des Pressens wird das Innere des Formsiebs 1 mit der Atmosphäre verbunden; die Gegenform
2 verbleibt dann noch kurze Zeit unter Unterdruck, so daß das hergestellte Formstück auf der Gegenform
bleibt und zusammen mit dieser beim Verfahren des Tisches 7 aus der Preßvorrichtung entfernt
wird. Außerhalb der Preßvorrichtung kann das Formstück durch Saugheber von der Gegenform abgenommen
und gestapelt werden.
Gemäß dem in F i g. 2 dargestellten Blasverfahren
Gemäß dem in F i g. 2 dargestellten Blasverfahren
\o und der entsprechenden Vorrichtung wird das an einer
Hubvorrichtung 4, die auch als Preßvorrichtung dient, befindliche Formsieb 1 in den mit dem Faserzementbrei
gefüllten Behälter 3 eingetaucht und rückseitig wieder mit Unterdruck beaufschlagt, so daß sich an seiner
Oberfläche eine Faserzementschicht 3' bildet.
Die Gegenform 2 und der Behälter 3 sind gemeinsam auf einem verfahrbaren Tisch 7 angeordnet. Nach Anlagern
einer ausreichenden Faserzementschicht an dem Formsieb 1 wird dieses aus der Suspension herausgehoben
und der Tisch 7 verfahren, so daß die Gegenform 2 die Position unterhalb des Formsiebs 1 einnimmt.
Zwischen dem Behälter 3 und der Gegenform 2 ist eine Düsengruppe 11 angeordnet, mit der während der
Tischbewegung das pigmentierte bzw. sonstige Material gegen die am Formsieb 1 haftende Faserzementschicht
geblasen wird. Da das Formsieb 1 weiterhin evakuiert ;st und ferner die anhaftende erste Faser/ementschicht
noch relativ viel Wasser enthält, lagern Mch die
mit Luft herangetragenen kleinen Teilchen gut an. Zum Auffangen eventuell wieder herabfallender Teilchen ist
die Düsengruppe 11 über einer Wanne 12 angeordnet.
Nachdem die Gegenform 2 ihre Position unter dem Formsieb 1 erreicht hat. wird die Faserzemenischieht 3'
zusammen mit der durch Druckluft aufgetragenen
j> Deckschicht gemeinsam verpreßt. Während des Preßvorgangs
wird sowohl das Formsieb als auch die Gegenform zur Ableitung des aus der Faserzementschicht
herauszupressenden Wassers an eine Vakuumpumpe angeschlossen.
Beim öffnen der Preßvorrichtung wird das Innere des Formsiebs 1 in gleicher Weise wie bei dem zu
F i g. 1 beschriebenen Verfahren mit der Atmosphäre verbunden, und die Gegenform steht noch kurze Zeit
unter Unterdruck, so daß das Formstück auf der Gegenform verbleibt und zusammen mit dieser beim Verfahren
des Tisches 7 aus der Preßvorrichtung herausgefahren wird, worauf es durch Saugheber von der Gegenform
abgenommen und gestapelt werden kann.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (10)
1. Verfahren zum Herstellen von an ihrer Oberfläche gefärbten oder mit einer sonstigen Deckschicht
versehenen Fonnkörpern aus Faserzement od. dgl., insbesondere aus Asbestzement, bei dem
zuerst eine Faserzementschicht an einem in eine Faserzementsuspension eintauchenden Formsieb
mit einer dem herzustellenden Formkörper entsprechenden Oberfläche angelagert und dann auf die
noch nicht abgebundene Faserzementschicht die Deckschicht unter Drück aufgebracht wird, dadurch gekennzeichnet, daß der zur Bildung
der Deckschicht vorgesehene Farbstoff oder ein sonstiges Material in Form von kleinen Teilchen auf
eine der Oberflächenform des Formsiebs (I) angepaßte Gegenform (2) aufgesti eut wird und anschließend
die Gegen form (2) gegen die auf dem Formsieb (1) angelagerte Faserzementsch'icht gepreßt
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf der der Formungsoberfläche abgewandten
Seite des Formsiebs (1) ein Unterdruck erzeugt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Rückseite der Gegenform
(2) ein Unterdruck erzeugt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Unterdruck auf
der Rückseite der Gegenform (2) während des Pressens erzeugt wird.
5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 4, mit einem die
Faserzementsuspension enthaltenden Behälter und einem vertikal verschiebbaren Formsieb, dadurch
gekennzeichnet, daß der Behälter (3) und die Gegenform (2) auf einem horizontal verfahrbaren
Tisch (7) in dessen Fahrtrichtung hintereinander derart angeordnet sind, daß sowohl der Behälter (3)
•Is auch die Gegenform (2) unter das Formsieb (1) bewegbar sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennieichnet,
daß in der außerhalb des Bereichs des Formsiebs (1) vorgesehenen Stellung der Gegenform
(2) über der Gegenform (2) eine Streuvorrichtung zum Aufbringen des Farbstoffs od. dgl. auf die
Gegenform (2) angeordnet ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennleichnet,
daß die Streuvorrichtung aus einem mit «inem Schütielsieb (5) versehenen Materialbehälter
(6) besteht.
8. Verfahren zum Herstellen von an ihrer Oberfläche gefärbten oder mit einer sonstigen Deckschicht
versehenen Formkörpern aus Faserzement od. dgl., insbesondere aus Asbestzement, bei dem
zuerst eine Faserzementschicht an einem in eine Faserzementsuspension eintauchenden Formsieb
mit einer den herzustellenden Formkörper entspre chenden Oberfläche angelagert und dann auf die (>o
noch nicht abgebundene Faserzementschicht die Deckschicht unter Druck aufgebracht wird, dadurch
gekennzeichnet, daß der zur Bildung der Deckschicht vorgesehene Farbstoff oder ein sonstiges
Material in Form von kleinen Teilchen auf die Faserzementschicht (3') mittels einer an dieser
Schicht entlangbewegten Düsengruppe (11) aufgetragen wird.
9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Anschluß an das Auftragen des
Farbstoffs od. dgl. die Faserzementschicht (3') mittels des Formsiebs und einer Gegenform (2) gepreßt
wird.
10. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
nach Anspruch 9 mit einem die Faserzemenisuspension enthaltenden Behälter und einem vertikal verschiebbaren
Formsieb, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (3), die Düsengruppe (11) und die
Gegenform (2) auf einem horizontal verfahrbaren Tisch (7) in dessen Fahrtrichtung hintereinander
derart angeordnet sind, daß nacheinander der Behälter (3), die Düsengruppe (11) und die Gegenform
(2) unter das Formsieb (l) bewegbar sind.
Priority Applications (11)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| BE790806D BE790806A (nl) | 1971-12-16 | Werkwijze voor het vervaardigen van in hun oppervlak gekleurde of van een andere, aparte laag voorziene, vormlichamen uit vezelstof | |
| DE19712163214 DE2163214C3 (de) | 1971-12-16 | Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von an ihrer Oberfläche gefärbten oder mit einer sonstigen Deckschicht versehenen Formkörpern aus Faserzement o.dgl., insbesondere aus Asbestzement | |
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| ZA728869A ZA728869B (en) | 1971-12-16 | 1972-12-15 | Process for the manufacture of moulded pieces of fibrous material,pieces which,on their surface,are coloured or provided with some other film of foreign material |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2163214A1 DE2163214A1 (de) | 1973-06-28 |
| DE2163214B2 DE2163214B2 (de) | 1976-02-19 |
| DE2163214C3 true DE2163214C3 (de) | 1976-10-14 |
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