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DE295955C - - Google Patents

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Publication number
DE295955C
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
gas
tube
mercury
pressure
bung
Prior art date
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Active
Application number
DENDAT295955D
Other languages
English (en)
Publication of DE295955C publication Critical patent/DE295955C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12LPITCHING OR DEPITCHING MACHINES; CELLAR TOOLS
    • C12L9/00Venting devices for casks, barrels, or the like

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Bioinformatics & Cheminformatics (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Genetics & Genomics (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Filling Or Discharging Of Gas Storage Vessels (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Vr 295955 -KLASSE 6/. GRUPPE
Quecksilber-Spundapparat. Patentiert im Deutschen Reiche vom 5. Mai 1915 ab.
Die Quecksilber - Spundapparate leiden, wenn sie für größeren Gasdurchlaß eingerichtet sind, mehr oder weniger an einem zu wenig empfindlichen Ausgleich, so daß sie bei geringerer Gasabführung zu Beginn des Arbeitens stoßweise und periodisch arbeiten, was sich erst beim Stärkerwerden des Gasstromes verliert. Die Ursache hierfür ist die bei diesen Bauarten sich stärker bemerkbar machende Schwingbewegung der Quecksilbersäule, welche, an der kritischen Stelle in Bewegung gebracht, weiter schwingend in kleinen Pausen größere Gasblasen durchläßt, anstatt fortlaufend möglichst kleine Gasbläschen abzuschnüren.
Dieser Mangel soll gemäß der Erfindung dadurch beseitigt werden, daß das Gasröhrchen, welches das Gas aus dem Druckschenkel des Apparates in dessen Arbeitsschenkel übertreten läßt, für den Gasaustritt in dem Arbeitsschenkel nahe dem unteren Ende einen sehr feinen Lärigsschlitz besitzt, der, > nach unten erweitert, entgegen dem Gasdruck mit einer federnden Ventilklappe geschlossen ist, die sich der äußeren Form des Gasröhrchens anschmiegt.
Die Einrichtung läßt sich bei allen bekannten Quecksilber - Spundapparaten anbringen, bei denen der Übertritt des Gases aus dem Druckschenkel in den Arbeitsschenkel durch ein Gasröhrchen erfolgt, dessen Austrittsöffnung durch die dem Gasdruck entgegenwirkende Quecksilbersäule abgesperrt wird.
In der Zeichnung sind zwei beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Von der einen zeigt Fig. 1 einen senkrechten Schnitt durch den Apparat, Fig. 2 einen Querschnitt nach Linie A-B der Fig. 1, und Fig. 3 den Austrittsschlitz im Gasröhrchen in der Ansicht bei entfernt gedachter Ventilklappe.
Von der anderen Ausführungsform ist Fig. 4 ein senkrechter Schnitt.
Von dem oberen Ende des Druckschenkels a des Apparates zweigt ein dünnes Nebenröhrchen d ab, welches durch eine Schlauchverbindung e o. dgl. mit dem Röhrchen g verbunden ist, welches durch den den Arbeitsschenkel b verschließenden Schraubstöpsel c hindurchführt. Das Röhrchen g reicht bis nahe zum Boden des Apparates und ist nahe seinem unteren, offenen Ende mit einem sehr engen, sich nach unten erweiternden Längsschlitz f versehen/ der durch eine federnde Ventilklappe h entgegen dem Gasdruck verschlossen ist. In den Arbeitsschenkel b ist außerdem ein das Gasröhrchen g umgebendes, längs geriefeltes Einsatzrohr i eingeschoben, welches oben, verjüngt und schräg abgeschnitten, in der Glocke c' des Schraubstöpsels c endigt. Das entweichende Gas steigt daher, durch d, e, g und / übertretend, nur in dem Einsatzrohr i hoch und entweicht durch die über dem Boden /-des Schraubstöpsels c angebrachten seitlichen Löcher k. Bei sehr starkem Arbeiten wird durch das verjüngte Ende des Einsatzrohres i aufspritzendes Quecksilber durch die Glocke c' des Stöpels c nach unten zurückgeschleudert, um dann in den durch die Rillen des Rohres i zwischen diesem und dem
Schenkelrohr b gebildeten Kanälen zurückzufließen.
Der Querschnitt des Ubergangskanals m vom Druckschenkel α in den Arbeitsschenkel b im Bodenteil η des Apparates ist dreieckig, mit der Spitze nach oben gerichtet. Der Stand des Quecksilbers bei Beginn des Arbeitens, also nach dem Erreichen des Höchstdruckes, ist in Fig. ι dargestellt. Im Ruhezustande ist der Stand des Quecksilbers in allen Röhren gleich.
Die Ventilklappe h hat die Aufgabe, Gas austreten, aber kein Quecksilber zurücktreten zu lassen, was für eine genaue Arbeit des Spundapparates erforderlich ist, aber ohne Ventilklappe nur bei einer ganz feinen Gasaustrittsöffnung zu erreichen wäre. Eine solche ist jedoch als Gasaustritt nicht verwendbar, weil sie bei sich verstärkendem Gasstrom nicht ausreichen würde und daher den Druckausgleich nicht bewerkstelligen könnte, während die Ventilklappe h sowohl das Zurücktreten des Quecksilbers verhindert, als auch bei starkem Gasstrom nachgibt.
In der gleichen Richtung wie das Gas durch das Ventil geht, kann auch das Quecksilber mitgehen, da der Zutritt von dem unteren Ende des Druckröhrchens g zum Ventil frei ist. Das Quecksilber hat aber durch seine große Schwere und leichte Beweglichkeit das Bestreben, in umgekehrter Richtung aus dem Manometerrohr in das Druckröhrchen zurückzufallen, sobald sich eine Gasblase losgelöst hat. Durch dieses Hin und Her werden, wenn nur eine einfache Durchgangsöffnung- vorhanden ist, die durch das Abschnüren der Gasblasen hervorgerufenen Erschütterungen verstärkt, und die Folge ist, daß die nächste Gasblase größer ausfällt als die vorherige und die Quecksilbermasse an der Gasaustrittsstelle in eine gewisse schaukelnde Bewegung gerät. Dies wird hier durch das vorgelegte Ventilchen verhindert.
Infolgedessen arbeitet der Apparat mit dem Ventil viel ruhiger und empfindlicher, als ohne dasselbe.
Um den Schlitz / möglichst tief anordnen und dadurch an Quecksilber sparen zu können, erfolgt die Überleitung des Quecksilbers durch den Kanal« mit seitlichem"Eintritt in die Rohre g und i bzw. zwischen letzteres und das Schenkelrohr b. Die eben genannten drei Röhren sind dem Kanalverlauf entsprechend am unteren Ende schräg abgeschnitten, wie die Zeichnung es veranschaulicht.
Da bei Beginn des Arbeitend, also bei
schwachem Gasstrome, bereits ein geringes
Freilassen des engen Teiles des Schlitzes f
genügt, um das Gas abzuführen, und diese
Gasabführung verhältnismäßig langsam er-
■-' folgt, so ist eine lebhafte Bewegung der Quecksilbersäule bei Beginn des Arbeitens bei geringem Gasstrom ausgeschlossen. Es können infolgedessen auch starke Schaukelbewegungen der Quecksilbersäule und damit ein stoßweiser, mit größeren Unterbrechungen erfolgender Austritt größerer Gasmengen nicht stattfinden. Der Gasaustritt ist auch beim Beginn des Arbeitens ein durchaus stoßfreier und gleichmäßiger. „0
Bei der zweiten Ausführungsform nach Fig. 4 soll die Gasleistung des Spundapparates ohne die geringste Verminderung der Empfindlichkeit noch dadurch sehr bedeutend gesteigert werden, daß das geriefelte Einsatzrohr i (Arbeitsrohr) am unteren Ende unterhalb der Ventilklappe verengt und mit dem Druckröhrchen g dicht oder mit Spielraum so verbunden wird, daß der Verkehr vom Manometerrohr α zum Einsatzrohr hier unterbrechen oder stark behindert wird. Das Quecksilber kann dann vom Manometerrohr in das Einsatzrohr nur oder wesentlich nur durch das untere Ende des Druckrohres g und durch das Ventil gelangen. Hierdurch wird erreicht, daß bei ganz starkem Gasstrom, insbesondere bei Stoßen, nur der Inhalt des Druckröhrchens g in das Manometerrohr zurückgeworfen wird, ohne sich schnell, wieder erneuern zu können; Es wird dann im äußer- go sten Falle das Druckröhrchen g vorübergehend fast leer bleiben und der Verkehr für· das Gas durch das Ventil und das Einsatzrohr ins Freie so lange fast ganz frei sein, bis der Gasstrom nachläßt «und eine allmähliche Füllung des Druckröhrchens g wieder zuläßt.
Bei dichter Verbindung der Röhren g und i genügt praktisch wohl die Ventilkiappe h für den Ausgleich, weil der Druck an dem abgesenkten Spiegel in g genau dem Druck der Quecksilbersäule im Außenrohr entspricht, so daß kein Quecksilber durch das Ventil austreten kann, sobald die Quecksilbersäule im Rohr i diejenige im Außenrohr überwiegt. Es kann aber bei der dichten Verbindung der Röhren i und g wie in Fig. 4 unmittelbar über der Verbindungsstelle ein kleines Loch 0 in der Wand des Rohres i vorgesehen sein, durch welches nie so viel Quecksilber nachi strömen, wie bei stürmischer Arbeit durch das u0 obere Ende von i ins Außenrohr geschleudert werden kann. . ' :

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Quecksilber-Spundapparat, dadurch n5 gekennzeichnet, daß das Gasröhrchen (g), welches das Gas aus dem Druckschenkel -.. (α) des Apparates in dessen Arbeitsschenkel (6) übertreten läßt, für den Gasaus- ; tritt im Arbeitsschenkel (b) des Apparates nahe seinem unteren Ende einen engen Längsschlitz (/) besitzt, der, nach unten ■
    erweitert, entgegen dem Gasdruck mit einer federnden Ventilklappe (h) geschlossen ist.
  2. 2. Quecksilber-Spundapparat nach Anspruch i, bei welchem das Gasröhrchen (g) im Arbeitsschenkel (b) mit einem längsgeriefelten Einsatzrohr (i) umgeben ist, dadurch gekennzeichnet, daß das untere Ende des Einsatzrohres dicht oder mit Spielraum außen an das Gasröhrchen anschließt.
  3. 3. Quecksilber-Spundapparat nach Anspruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei dichtem Anschluß des unteren Endes des Einsatzrohres (i) an das Gasröhrchen (g) unmittelbar über der Verbindnugsstelle eine kleine Öffnung (0) im Einsatzrohr angeordnet ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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