DE295269C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE295269C DE295269C DENDAT295269D DE295269DA DE295269C DE 295269 C DE295269 C DE 295269C DE NDAT295269 D DENDAT295269 D DE NDAT295269D DE 295269D A DE295269D A DE 295269DA DE 295269 C DE295269 C DE 295269C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- conveyor motor
- power consumption
- relay
- control lever
- control
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 230000001133 acceleration Effects 0.000 claims description 11
- 238000000034 method Methods 0.000 claims description 10
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 claims description 3
- 230000003247 decreasing effect Effects 0.000 description 2
- 230000005611 electricity Effects 0.000 description 2
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 description 1
- 238000010586 diagram Methods 0.000 description 1
- 230000005284 excitation Effects 0.000 description 1
- 230000007704 transition Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02J—CIRCUIT ARRANGEMENTS OR SYSTEMS FOR SUPPLYING OR DISTRIBUTING ELECTRIC POWER; SYSTEMS FOR STORING ELECTRIC ENERGY
- H02J3/00—Circuit arrangements for AC mains or AC distribution networks
- H02J3/28—Arrangements for balancing of the load in a network by storage of energy
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Power Engineering (AREA)
- Control Of Conveyors (AREA)
- Control Of Ac Motors In General (AREA)
- Control Of Electric Motors In General (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei Fördermaschinen mit Leonardschaltung und Schwungradumformer soll das Schwungrad
die Leistungen aufnehmen oder abgeben, welche die mittlere Leistung der Fördermaschine
über- oder unterschreiten. Sofern daher das Schwungrad genügend groß gewählt wird,
und der Betrieb der Förderanlagen ohne längere Zwischenpausen regelmäßig periodisch ist,
kann die Stromaufnahme des Umformers auf
ίο einen annähernd konstanten Wert geregelt
werden. Das ist in Fig. ι angedeutet, in der die Ordinaten die jeweilige Leistung des Umformers,
die Abszissen die Zeit darstellen, während die strichpunktierte Linie die tunliehst
ganz gleichmäßige Beanspruchung des Netzes durch den Umformer anzeigt. Bisweilen
erscheint es aber erwünscht, mit kleineren Schwungrädern auszukommen, die vor allem
die maximalen, im Diagramme durch Spitzen ausgedrückten Leistungen hergeben sollen, und
während der Dauer der Beschleunigung und größten Geschwindigkeit des Fördermotors
(nachfolgend Beschleunigungsperiode genannt) die Zentrale in erhöhtem Maße zur Leistung
heranzuziehen (Fig. 2). Dabei zeigt sich aber der folgende Übelstand: Man ist nämlich
gezwungen, die Vorrichtung, welche die Stromaufnahme des Antriebsmotors für den Umformer auf einen konstanten Wert zu regeln
hat, auf einen Betrag der Stromlieferung einzustellen, der den mittleren Strombedarf in
dem Maße übersteigt, als das Schwungrad zu klein gewählt ist. Aus diesem Grunde wird
jedesmal nach Beendigung eines Förderzuges der Umformer während kurzer Zeit, nämlich
nach Wiederäufladung des Schwungrades, einen sehr geringen Strom, nämlich den Leerlaufstrom,
aufnehmen. Hierdurch ergeben sich größere periodisch wiederkehrende Schwankungen
in der Belastung des Netzes.
Das nachfolgend beschriebene neue Verfahren bezweckt nun, diese Schwankungen nach
Möglichkeit' zu verringern. Das geschieht durch eine Beeinflussung der selbsttätigen
Drehzahlregelung in dem Sinne, daß sie während der Beschleunigungsperiode des Fördermotors
auf den erforderlichen höheren Grad, während der Verzögerungsperiode und Ruhepause
dagegen auf einen geringeren Grad der Leistungsaufnahme eingestellt wird. Während
daher bisher der Übergang zu der geringeren Stromaufnahme erst nach vollständigem Aufladen
des Schwungrades erfolgte, und die' Stromaufnahme selbst bis auf den „Leerlaufstrom
herabsank, soll die Einstellung auf geringere Leistung nach dem neuen Verfahren bereits bei Beginn der Verzögerung bewirkt
werden. Dadurch ist es möglich, während der Verzögerungsperiode und der darauf folgenden
Ruhepause dem Umformer eine zwar verringerte, aber immer noch erhebliche Energie
zuzuführen.
Diese Verhältnisse mögen an Hand der Fig. 2 erläutert werden. Die mittlere Leistung
der Fördermaschine bzw. des Netzes (strichpunktierte Linie) sei = 100 Prozent gesetzt,
die Dauer der Beschleunigungsperiode des Fördermotors sei gleich der Verzögerungsperiode
und der Ruhepause, und diese beiden einander gleich. Wenn nun das Schwungrad so groß gewählt wurde, daß die Drehzahlregelung
während der Beschleunigungsperiode auf 120 Prozent eingestellt werden muß, so
würde nach dem neuen Verfahren während der Verzögerungsperiode und Ruhepause der
ίο Strombedarf auf 8o Prozent herabsinken (ausgezogene
Linie). Nach dem bisherigen Verfahren dagegen würde die Stromaufnahme des Umformers
während der Ruhepause nach Aufladen des Schwungrades auf beispielsweise 40 Prozent herabsinken (gestrichelte Linie).
Während sich daher im ersteren Falle nur Schwankungen zwischen 120 und 80 Prozent
ergeben (wie 3:2), ergeben sich im letzteren Schwankungen zwischen 120: 40 Prozent, d. h.
wie 3:1.
Eine Einrichtung zum Ausüben des gekennzeichneten Verfahrens ist in Fig. 3 dargestellt.
Darin ist α der Antriebsmotor des Schwungradumformers, durch die Welle b verbunden mit
dem Schwungrade c und der Anlaßdynamo d, die den Fördermotor e treibt. Als Antriebsmotor
ist ein Drehstrommotor angenommen, der durch einen Schlupf widerstand/" mit Motorrelais
g derartig geregelt wird, daß dieLeistungsaufnahme
innerhalb des einen bzw. anderen Teiles der Förderperiode konstant bleibt. Das Motorrelais g wird gespeist durch einen Stromtransformator
h, dessen Übersetzungsverhältnis in irgendeiner Weise, etwa durch einen
Stufenschalter i einstellbar ist. Eine weitere Einstellung für die Leistungsaufnahme, die
durch das Motorrelais g geregelt wird, erfolgt durch einen Parallelwiderstand k, der durch
das zweipolige Schütz I betätigt wird. Die Einschaltung dieses Schützes erfolgt durch
einen Schleppkontakt in, der beim Auslegen des Steuerhebels η nach vorwärts (O1) oder
rückwärts (o2) geschlossen, bei der Rückbewegung des Steuerhebels (J)1, φ2) nach der
Mittellage zu dagegen geöffnet wird. Das Kurvenstück q drückt nämlich die Schub-'
stange r beim Auslegen des Hebels herab, und beim Zurücklegen des Hebels in die Nullage
gleitet die Stange r unter Wirkung der Feder s wieder empor. Die Kontaktbrücke von m ist
mit der Schubstange r aber nicht fest, sondern mittels der Reibkupplung t verbunden. Der
Kontakt m wird daher schon beim Beginn des Auslegens des Hebels geschlossen und bleibt
auch während des weiteren Auslegens und bei Stillstand des Hebels in seiner Schlußlage.
Sobald dagegen der Hebel um ein geringes Maß nach der Mittellage zurückgezogen wird,
wird sofort der Kontakt m geöffnet. Statt des Reibungsantriebes für den Kontakt m können
natürlich auch andere Vorrichtungen verwendet werden, etwa ein Kippkontakt, der auf
dem Hinwege des Steuerhebels geschlossen, auf dem Rückwege dagegen geöffnet wird,
wobei aber dafür gesorgt werden muß, daß die Öffnung des Kontaktes nicht schon am
Ende der Auslegung des Hebels, sondern erst bei beginnender Rückführung erfolgt.
Durch den Parallelwiderstand k zum Stromtransformator
h wird ein Teil des Sekundärstromes von h abgeleitet, so daß nur der übrig
bleibende Teil dem Motorrelais g zufließt. Bei ausgeschaltetem Parallelwiderstand k regelt
daher die Einrichtung auf geringere Stromaufnahme, bei eingeschaltetem Parallelwiderstand
auf größere Stromaufnahme des Umformers.
Da das Motorrelais g unter Umständen ziemlich große Abmessungen erfordert und infolgedessen
einen nicht unerheblichen Energieverlust verursacht, so ist es erwünscht, diesen
Energieverlust nicht noch weiter zu erhöhen durch den Energieverlust, den der Parallelwiderstand
k verursacht. Bei der in Fig. 4 dargestellten Einrichtung ist ein solcher zusatzlicher
Energieverlust vermieden. Zu dem Zwecke ist der Stromtransformator in zwei Teile A1 und h2 zerlegt, von denen der letztere
durch das Schütz I kurz geschlossen werden kann. Die Stromtransformatoren brauchen
daher in jedem Falle nur die Energie herzugeben, die zum Speisen des Motorrelais g gerade erforderlich ist.
Die Fig. 4 enthält ferner noch eine Einrichtung, die unter Umständen erwünscht
sein kann. Da nämlich beim Einfahren der Förderbühne in die Hängebank meist ein mehrfaches Manövrieren mittels des Steuerhebels
η erforderlich ist, so wäre es unerwünscht,
wenn hierhei die Einstellung des Motorrelais g wiederholt verändert würde. Deshalb
ist hier die Kurve q so ausgebildet, daß sie in der Nähe der Nullage des Steuerhebels η
keinen Einfluß auf die Bewegung des Kontaktes m ausübt, sondern daß diese Bewegung
erst bei weiterer Auslage des Steuerhebels eingeleitet wird.
Das beschriebene Verfahren ist nicht nur bei Umformern verwendbar, deren Antriebsmotor
ein Drehstrommotor ist, sondern ebensogut bei Umformern, die an ein Gleichstromnetz
angeschlossen sind. Es ist dann nur erforderlich, daß das Relais durch Beeinflussung
der Erregung während der Beschleunigungsperiode des Fördermotors auf einen höheren
Strombetrag, während der Verzögerungsperiode auf einen niedrigeren reguliert wird. Die
Änderung der Einstellung des Relais braucht nicht in der dargestellten Weise von der Bewegungsrichtung
des Steuerhebels abhängig
gemacht zu werden, sie kann vielmehr auch auf rein elektrischem Wege erfolgen, etwa in
folgender Weise: Es wird in den Stromkreis des Fördermotors ein Strom- oder Leistungsrelais
angeschlossen, das bei Überschreiten der mittleren Stromaufnahme des Fördermotors
den Parallelwiderstand k einschaltet und beim Unterschreiten wieder ausschaltet.
Im vorstehenden wurde die erfolgte Beschleunigung oder Verzögerung der Fördermaschine
dadurch angezeigt, daß entweder der Bewegungssinn des Steuerhebels oder die Stromaufnahme des Fördermotors durch geeignete
Vorrichtungen überwacht wurde. Es
*5 ist aber auch möglich, die Beschleunigung und
Verzögerung des Fördermotors unmittelbar zu messen. Dieses kann beispielsweise dadurch
geschehen, daß man eine kleine rotierende Schwungmasse durch eine Feder mit der Fördermaschinenwelle
verbindet und durch Messen der i Relativbewegung dieser Schwungmassen gegenüber der Fördermaschinenwelle die Beschleunigung
oder Verzögerung feststellt und durch dieses Mittel die erforderliche Beeinflussung
des Steuerrelais g vornimmt.
Die Beeinflussung des Motorrelais g, die in Fig. 3 und 4 auf elektrischem Wege bewirkt
ist, kann auch auf mechanischem Wege erfolgen," indem die Belastung des Motorrelais
durch eine Feder oder ein Zusatzgewicht vergrößert oder verkleinert wird, so daß die
Gleichgewichtslage bei einer höheren oder niedrigeren Stromaufnahme erfolgt.
Claims (4)
1. Verfahren zur Regelung der Stromaufnahme von Schwungradumformern, dadurch
gekennzeichnet, daß die Stromaufnahme während der Beschleunigungsperiode des Fördermotors auf einen höheren, während
der Verzögerungsperiode auf einen niedrigeren konstanten Wert eingestellt
wird.
2. Einrichtung zum Ausüben des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet
durch eine Schlepp- oder Kippvorrichtung, 4^
die von dem Steuerhebel angetrieben wird und bei Auslegen des Steuerhebels im Sinne der Beschleunigung des Fördermotors
die Drehzahlregelung auf größere, bei Zurücklegen des Steuerhebels auf kleinere Leistungsaufnahme regelt.
3. Einrichtung zum Ausüben des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet
durch ein weiteres Strom- oder Leistungsrelais, das bei Über-bzw. Unterschreiten der
mittleren Leistungsaufnahme des Fördermotors das Steuerrelais für die Drehzahlregelung
im erforderlichen Sinne beeinflußt.
4. Einrichtung zum Ausüben des Verfahrens
nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Beschleunigungsmesser, der
durch Feststellung der Beschleunigung bzw. Verzögerung des Fördermotors die erforderliche
Änderung in der Einstellung des Steuerrelais vornimmt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE295269C true DE295269C (de) |
Family
ID=549762
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT295269D Active DE295269C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE295269C (de) |
-
0
- DE DENDAT295269D patent/DE295269C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2811123A1 (de) | Verfahren zum anfahren eines synchronmotors mit hilfe eines umrichters | |
| DE295269C (de) | ||
| AT223776B (de) | Verfahren und Steueranlage zur Steuerung von Aufzugsmotoren | |
| DE958940C (de) | Mehrfach-Drahtziehmaschine | |
| DE1026497B (de) | Einrichtung fuer die Steuerung und UEberwachung der Geschwindigkeit von Foerdermaschinen in Leonardschaltung | |
| DE760995C (de) | Anordnung fuer elektrische Regeleinrichtungen | |
| DE210697C (de) | ||
| DE886810C (de) | Steuereinrichtung fuer Fahr- und Hubwerke | |
| DE621258C (de) | Anordnung zur elektrischen Regelung technisch-physikalischer Betriebsgroessen, beispielsweise zur Frequenzregelung | |
| DE2447898A1 (de) | Elektrisch angetriebenes fahrzeug | |
| DE1763689B2 (de) | Geschwindigkeitsgeregeltes Antriebssystem für eine Presse | |
| DE238585C (de) | ||
| AT63980B (de) | Schalteinrichtung zur selbsttätigen Verzögerung von elektrisch betriebenen Fördermaschinen am Ende ihres Weges. | |
| DE198954C (de) | ||
| DE1788170C2 (de) | Anordnung zum selbsttätigen Anhalten einer elektrischen Antriebseinrichtung, insbesondere für eine Nähmaschine | |
| DE299831C (de) | ||
| DE150777C (de) | ||
| DE504243C (de) | Verfahren zur selbsttaetigen Steuerung von dieselelektrischen Fahrzeugen mit Hilfe von Fortschaltrelais | |
| AT36496B (de) | Einrichtung zur Begrenzung der Stromaufnahme von Umformern. | |
| DE755138C (de) | Durch Hilfsmotor angetriebenes Schaltwerk zum Steuern der Motoren elektrisch angetriebener Lokomotiven | |
| DE480315C (de) | Aufzugssteuerung | |
| DE646041C (de) | Elektrisch betriebene Betriebs-, Not- und Feinregelbremse | |
| DE215283C (de) | Munitionsaufzug | |
| DE666584C (de) | Fernsteuerungsanlage zur Erzeugung und UEbertragung von die Fernsteuerung von Resonanzrelais bewirkenden, insbesondere ueber Starkstromnetze ueberlagerten Steuerstroemenbestimmter Frequenz | |
| DE625927C (de) | Einrichtung zum stufenlosen Anlassen, Regeln und Bremsen von Elektromotoren mit Belastungsbremse |