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DE2952343A1 - Verfahren und vorrichtung zur bestimmung des sauerstoffverbrauchs in belebungsbecken - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zur bestimmung des sauerstoffverbrauchs in belebungsbecken

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Publication number
DE2952343A1
DE2952343A1 DE19792952343 DE2952343A DE2952343A1 DE 2952343 A1 DE2952343 A1 DE 2952343A1 DE 19792952343 DE19792952343 DE 19792952343 DE 2952343 A DE2952343 A DE 2952343A DE 2952343 A1 DE2952343 A1 DE 2952343A1
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DE
Germany
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activated sludge
oxygen
reaction vessel
aeration
oxygen consumption
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE19792952343
Other languages
English (en)
Inventor
Ing.(grad.) Uwe 8000 München Fuchs
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Linde GmbH
Original Assignee
Linde GmbH
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Filing date
Publication date
Application filed by Linde GmbH filed Critical Linde GmbH
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Publication of DE2952343A1 publication Critical patent/DE2952343A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F3/00Biological treatment of water, waste water, or sewage
    • C02F3/006Regulation methods for biological treatment
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N33/00Investigating or analysing materials by specific methods not covered by groups G01N1/00 - G01N31/00
    • G01N33/18Water
    • G01N33/1806Biological oxygen demand [BOD] or chemical oxygen demand [COD]
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02WCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES RELATED TO WASTEWATER TREATMENT OR WASTE MANAGEMENT
    • Y02W10/00Technologies for wastewater treatment
    • Y02W10/10Biological treatment of water, waste water, or sewage

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Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Bestimmung
  • des Sauerstoffverbrauchs in Belebungsbecken Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Bestimmung des Sauerstoffverbrauchs in Belebungsbecken von biologischen Abwasserreinigungsanlagen mit Hilfe einer Sauerstoffzehrungsmessung sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
  • Es ist bekannt, Sauerstoffzehrungsmessungen unter Einsatz einer Sauerstoffelektrode in Belebungsbecken von biologischen Abwasserreinigungsanlagen durchzuführen. Solche Sauerstoffzehrungsmessungen können manchmal keine exakte Bestimmung des Sauerstoffverbrauchs ergeben, da die Meßergebnisse beispielsweise schon durch einen in Konzentration und Menge schwankenden Abwasserzulauf beeinflußt werden können. Dazu kommt, da« der Sauerstoffgehalt im Belebungsbecken zur Aufrechterhaltung von aeroben Verhältnissen nicht unter einem bestimmten Wert abfallen darf und die Sauerstoffzehrungsmessung damit bei abgeschalteter Sauerstoffzufuhr nur über einen relativ kurzen Bereich der Sauerstoffabnahme im Belebungsbecken geführt werden kann. Darüber hinaus sind solche Sauerstoffzehrungsmessungen insbesondere bei Vorhandensein von Belüftungsein- richtungen ohne getrenntes Mischaggregat, wie z.B. von Oberflächenbelüftern, in den Belebungsbecken insofern ungeeignet, als dann die für die Aufrechterhaltung des Abwasser-Belebtschlamm-Gemisches dauernd notwendige Drehbewegung des Mischaggregats ständig auch einen Lufteintrag in das Abwasser-Belebtschlamm-Gemisch bewirkt, so daß der Ausgangswert der Sauerstoffzehrungsmessung laufend geändert wird.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Bestimmung des Sauerstoffverbrauchs in Belebungsbecken von Abwasserreinigungsanlagen der eingangs genannten Art sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens so auszugestalten, daß bei Verwendung einer einfach und leicht zu handhabenden Apparatur unter möglichst geringem Zeitaufwand in allen Abwasserreinigungsanlagen genaue Meßergebnisse erzielt werden können.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäße dadurch gelöst, daß eine bestimmte Menge an Abwasser-Belebtschlamm-Gemisch unter Bestimmung des Sauerstoffgehaltes aus dem Belebungsbecken oder bestimmten Abschnitten des Belebungsbeckens in ein Reaktionsgefäß mit Überlauf eingebracht, gegebenenfalls ein sauerstoffhaltiges Gas bis zum Erreichen eines bestimmten Sauerstoffgehaltes in das Abwasser-Belebtschlamm-Gemisch im Reaktionsgefäß eingeleitet# dem i#aktionsgefäß unter Rühren Abwasser und Rücklaufschlamm kontinuierlich zugeführt und die Sauerstoffzehrung des im Reaktionsgefäß vorhandenen Abwasser-Belebtschlamm-Gemisches gemessen wird.
  • Mit der Durchführung der Sauerstoffzehrungsmessung in einem Reaktionsgefäß außerhalb des Belebungsbeckens ergibt sich der Vorteil, daß die Messung unabhängig von den Gegebenheiten im Belebungsbecken vorgenommen und damit eine Beeinflußung der Messung durch diese Gegebenheiten ausgeschlossen werden kann. Eine exakte und schnelle Bestimmung des Sauerstoffverbrauchs ist somit auch an nicht geschlossenen Belebungsbecken mit Belüftungseinrichtungen ohne getrenntes Mischaggregat unter Betriebsbedingungen möglich.
  • Für den Fall, daß der Sauerstoffgehalt des in das Reaktionsgefäß eingeleiteten Abwasser-Belebtschlamm-Gemisches für die Durchführung einer aussagefähigen Zehrungsmessung zu niedrig ist, kann es zweckmäßig sein, in das Reaktionsgefäß beispielsweise über eine Fritte ein sauerstoffhaltiges Gas bis zum Erreichen eines bestimmten Sauerstoffgehaltes des Abwasser-Belebtschlamm-Gemisches einzuleiten.
  • Eine vorteilhafte Verfahrensführung besteht darin, die Zuführung von Abwasser und Rücklaufschlamm in das Reaktionsgefäß jeweils in Abhängigkeit der im Belebungsbecken oder in bestimmten Abschnitten des Belebungsbeckens vorhandenen und/oder gewünschten Raumbelastung durchzuführen. Durch entsprechende Dosierungen von Abwasser und Rücklaufschlamm kann damit zum einen auf einfache Weise der tatsächliche Sauerstoffverbrauch des in einem gegebenen Belebungsbecken vorhandenen Abwasser-Belebtschlamm-Gemisches ermittelt und die Sauerstoffeintragsleistung entsprechend eingestellt oder auch die Beckengröße entsprechend verändert werden und zum anderen kann jeder beliebige Belastungsfall simmuliert und eine optimale Auslegung der Belüfter bestimmt werden.
  • Die Messung der Sauerstoffzehrung im Reaktionsgefäß wird dabei zweckmäßigerweise mit Hilfe einer Sauerstoffelektrode durchgeführt und das Meßergebnis an ein Anzeigegerät und gegebenenfalls an einen Schreiber zur Aufzeichnung der Meßwerte in bestimmten Zeitabschnitten weitergeleitet. Auf diese Weise ist die Möglichkeit einer optischen Überwachung des Verfahrens gegeben. Außerdem können die Endergebnisse der Messung unmittelbar abgelesen werden. Der Einsatz einer Sauerstoffelektrode zur Durchführung der Messung vereinfacht dabei die Verfahrensführung insofern, als mit der Sauerstoffelektrode die dem Sauerstoffgehalt direkt proportionale Stromstärke gemessen wird und diese leicht auf einem entsprechenden Anzeigegerät dargestellt werden kann.
  • Die Erfindung betrifft ferner eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens mit einer Meßeinrichtung zur Messung der Sauerstoffzehrung. Erfindungsgemäß ist eine solche Vorrichtung dadurch gekennzeichnet, daß die Meßeinrichtung zur Messung der Sauerstoffzehrung in einem Reaktionsgefäß mit Überlauf angeordnet ist, das Reaktionsgefäß eine Zufuhreinrichtung für eine bestimmte Menge an Abwasser-Belebtschlamm-Gemisch aus einem Belebungsbecken oder bestimmten Abschnitten eines Belebungsbeckens, eine Zufuhrleitung für die kontinuierliche Zufuhr von Abwasser und eine Zufuhrleitung für die kontinuierliche Zufuhr von Rücklaufschlamm, gegebenenfalls eine Einrichtung zur Einleitung eines sauerstoffhaltigen Gases, eine Rühreinrichtung und eine Entleerungseinrichtung aufweist.
  • Bei einer solchen Vorrichtung kann die Zufuhreinrichtung für die Zufuhr einer bestimmten Menge an Abwasser-Belebtschlamm-Gemisch in das Reaktionsgefäß und die Entleerungseinrichtung ganz einfach darin bestehen, daß das Reaktionsgefäß neben dem Überlauf gegebenenfalls eine verschließbare Öffnung aufweist, durch die das Reaktionsgefäß einmal durch Eintauchen in das für die Sauerstoffzehrungsmessung vorgesehene Abwasser-Belebtschlamm-Gemisch gefüllt und einmal durch Umkippen geleert werden kann. Selbstverständlich kann aber auch sowohl die Zufuhreinrichtung als auch die Entleerungseinrichtung, insbesondere bei öfters zu wiederholenden Messungen, je eine Leitung mit Pumpe und/oder Absperrventil aufweisen, über die jeweils eine bestimmte Menge an Abwasser-Belebtschlamm-Gemisch in das Reaktionsgefäß ein- geleitet bzw. das Reaktionsgefäß nach Abschluß der Sauerstoffzehrungsmessung wieder vollständig entleert wird. Als Reaktionsgefäß können zu Laborzwecken hergestellte, handelsübliche Glaskolben mit mindestens 0,51 Rauminhalt verwendet werden, deren sich verjüngende Halsöffnung mit einem Korken, wie z.B. mit einem Gummikorken, verschlossen werden kann.
  • Die Zufuhrleitungen für Abwasser und Rücklaufschlamm und die Meßeinrichtung können dann durch diesen Korken geführt werden.
  • Falls kein Korken verwendet wird, wird durch die sich verjüngende Halsöffnung sichergestellt, daß der Luftsauerstoff über der Flüssigkeitsoberfläche geringgehalten wird.
  • Bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Vorrichtung ist in der Zufuhrleitung von Abwasser und in der Zufuhrleitung von Rücklaufschlamm jeweils eine Dosierpumpe angeordnet, die in Abhängigkeit der im Belebungsbecken oder in bestimmten Abschnitten des Belebungsbeckens vorhandenen und/oder gewünschten Raumbelastung schaltbar ist. Damit kann sowohl eine genau der Anlagenbelastung entsprechende Menge Abwasser und Rücklaufschlamm dem im Reaktionsgefäß vorhandenen Abwasser-Belebtschlamm-Gemisch zudosiert als auch durch Erhöhung bzw. Erniedrigung der Pumpenleistungen jeder Belastungsfall simuliert werden.
  • Um eine einfache Bedienbarkeit der Apparatur zu gewährleisten, ist darüber hinaus die Meßeinrichtung zur Bestimmung der Sauerstoffzehrung zweckmäßigerweise als Sauerstoffelektrode ausgebildet und diese an ein Anzeigegerät sowie gegebenenfalls an einen Schreiber zur Aufzeichnung der Meßwerte in bestimmten Zeitabständen angeschlossen.
  • Insbesondere bei Verwendung eines handelsüblichen Glaskolbens mit obenliegender Öffnung als Reaktionsgefäß ist es weiterhin vorteilhaft, wenn die Rühreinrichtung als Magnetrührwerk ausgebildet ist. Das Reaktionsgefäß kann dann auf der Antriebseinheit der Rühreinrichtung aufgestellt werden und die für die Zuleitungen von Abwasser und Rtcklaufschlamm sowie für die Einführung der Meßeinrichtung geeignete Öffnung des Reaktionsgefäßes braucht nicht durch ein mechanisches Rührwerk eingeengt zu werden.
  • Durch die schnell und exakt mögliche Sauerstoffverbrauchsmessung eignet sich das Verfahren sowie die Vorrichtung gemäß der Erfindung insbesondere zur wirtschaftlichen Auslegung der Belüfterkapapzitäten von Belebungsbecken von biologischen Abwasserreinigungsanlagen.
  • Außerdem kann das Verfahren und die Vorrichtung gemäß der Erfindung auch zur Bestimmung der Größe von hintereinandergeschalteten Belebungsbecken oder hintereinandergeschalteten Abschnitten von Belebungsbecken von biologischen Abwasserreinigungsanlagen herangezogen werden. So ist es beispielsweise möglich, nach Kenntnis der Sauerstoff zehrungsgeschwindigkeit und des Sauerstoffverbrauchs in einem gegebenen Belebungsbecken oder einzelnen getrennten Abschnitten des Belebungsbeckens die günstigste Raumbelastung des Belebungsbeckens oder der einzelnen Abschnitte durch Veränderung des Beckenvolumens bzw. der Größe der Beckenabschnitte zu bestimmen, was unter Umständen zu einer Einsparung an Beckenvolumen führen kann.
  • Desweiteren kann das Verfahren und die Vorrichtung gemäß der Erfindung zur automatischen Steuerung und Regelung des biochemischen Reaktionsablaufs im Belebungsbecken von biologischen Aswasserreinigungsanlagen verwendet werden.
  • Dabei ist nur sicherzustellen, daß die Messungen in dem Reaktionsgefäß in geringen Zeitabständen wiederholt werden können, wobei das Reaktionsgefäß nach Abschluß einer Messung jeweils vollständig zu entleeren ist. Die Meßergebnisse des Sauerstoffverbrauchs sind an eine Regelungs- und/oder Steuereinheit weiterzugeben, die beispielsweise den Abwasserzulauf zum Belebungsbecken oder den Sauerstoffeintrag in das Abwasser-Belebtschlamm-Gemisch des Belebungsbeckens und die Abgasabfuhr aus dem Belebungsbecken entsprechend dem gemessenen Sauerstoffverbrauch selbständig einstellt.
  • Letztlich kann das Verfahren und die Vorrichtung gemäß der Erfindung auch zur automatischen Überwachung und/oder Warnung beim Vorhandensein von toxischen Substanzen im Zulauf von biologischen Abwasserreinigungsanlagen verwendet werden.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen schematisch dargestellt.
  • Es zeigt: Figur 1 eine als selbständige Einheit ausgebildete erfindungsgemäße Vorrichtung; Figur 2 eine in eine biologische Abwasserreinigungsanlage integrierte erfindungsgemäße Vorrichtung.
  • In der Figur 1 ist mit 1 ein Reaktionsgefäß bezeichnet, das beispielsweise ein handelsüblicher, im allgemeinen für Laborzwecke verwendeter Glaskolben mit einer obenliegenden Halsöffnung und einem Rauminhalt von mindestens 0,5 1 sein kann. An das Reaktionsgefäß 1 ist ein Überlauf 2, der in ein Auffanggefäß 3 mündet, angeschlossen. Die Öffnung des Reaktionsgefäßes ist mit einem Korken 4 verschlossen, der Durchführungen für eine Zufuhrleitung5 für Abwasser, für eine Zufuhrleitung 6 für Rücklaufschlamm, für eine Sauerstoffelektrode 7 und gegebenenfalls für eine Füll- bzw. Entleerungsleitung 12 aufweist. Die Sauerstoffelektrode 7 ist an ein Anzeigegerät 8 angeschlossen. In den Zufuhrleitungen 5, 6 für Abwasser und Rücklaufschlamm ist jeweils eine Dosierpumpe 9, 10 angeordnet, die in Abhängigkeit der vorhandenen oder gewünschten Raumbelastung eines Belebungsbeckens oder bestimmten Abschnitten eines Belebungsbeckens, das das zu überwachende Abwasser-Belebtschlamm-Gemisch enthält, schaltbar ist. Unterhalb des Reaktionsgefäßes 1 ist eine Rühreinrichtung 11 angeordnet, die als Magnetrührwerk ausgebildet ist.
  • Zum Einbringen einer bestimmten Menge an Abwasser-Belebtschlamm-Gemisch in das Reaktionsgefäß 1 kann dieses einfach durch Eintauchen in das Abwasser-Belebtschlamm-Gemisch, dessen Sauerstoffverbrauch gemessen werden soll, gefüllt werden. Falls die Messungen des öfteren zu wiederholen sind, besteht auch die Möglichkeit, das Abwasser-Belebtschlamm-Gemisch über die mit einem Belebungsbecken in Verbindung stehende und eine Dosierpumpe 13 auf weisende Füllleitung 12 in das Rtaktionsgefäß 1 einzuleiten. Zum Entleeren des Reaktionsgefäßes 1 kann dieses entweder nach Entfernung des Korkens 4 und der verschiedenen Leitungen umgekippt werden oder es besteht auch beispielsweise die Möglichekeit, wenn die Fülleitung 12 bis zum Boden des Reaktionsgefäßes 1 geführt und die Pumpe 13 in der Fülleitung 12 eine in beide Richtungen umschaltbare Pumpe ist, die Fülleitung als Entleerungsleitung zu verwenden. Vor der Pumpe 13 ist dann über ein umschaltbares Ventil 14 eine Ableitung 15 anzuschließen, so daß bei entsprechender Schaltung der Pumpe 13 und Stellung des Ventils 14 das Reaktionsgefäß über die Fülleitung 12 und die Ableitung 15 entleert werden kann.
  • Zur Bestimmung des Sauerstoffverbrauchs eines gegebenen Abwasser-Belebtschlamm-Gemisches ist das Reaktionsgefäß 1 zunächst mit dem PaJasser-Belebtschlamn-Ggnisch unter gleichzeitiger Bestimmung des Sauerstoffgehaltes entweder über Fülleitung 12 oder durch Eintauchen in das Abwasser-Belebtschlamm-Gemisch zu füllen. Falls der Sauerstoffgehalt für die Durchführung einer exakten Sauerstoffzehrungsmessung zu niedrig ist, kann anschließend ein sauerstoffhaltiges Gas in das Reaktionsgefäß 1, z.B. über eine nicht dargestellte Fritte, bis zum Erreichen eines genügenden Sauerstoffgehaltes des Abwasser-Belebtschlamm-Gemisches eingeleitet werden. Gleichzeitig wird über die Zuleitungen 5, 6 unter gleichzeitigem Betrieb des Rührwerkes 11 Abwasser und Rücklaufschlamm aus der das Abwasser-Belebtschlamm-Gemisch enthaltenden Abwasserreinigungsanlage kontinuierlich zugeführt und dabei die Sauerstoffzehrung mit Hilfe der Sauerstoffelektrode 7 bis zum Absinken des Sauerstoffgehaltes in dem Abwasser-Belebtschlamm-Gemisch des Reaktionsgefäßes 1 auf den Wert nahezu 0 gemessen. Nach einer Entleerung des Reaktionsgefäßes 1 über die Entleerungsleitung und die Zweigleitung 15 oder durch Entfernen des Korkens 4 und Umkippen des REaktionsgefäßes 1 kann der Vorgang wiederholt werden.
  • Anstelle einer solchen als selbständigen Einheit ausgebildeten Vorrichtung, die in jeder beliebigen biologischen Abwasserreinigungsanlage zur Bestimmung des Sauerstoffverbrauchs eingesetzt werden kann, ist in Figur 2 unter Verwendung der gleichen Bezugszeichen für die gleichen Gegenstände eine entsprechende automatisch arbeitende Vorrichtung dargestellt, die fest an einer biologischen Abwasserreinigungsanlage installiert ist.
  • In der Figur 2 ist mit 20 ein Belebungsbecken einer biologischen Abwasserreinigungsanlage bezeichnet, das unter Umständen in drei Abschnitte aufgeteilt werden kann und das eine Abwasserzuleitung 19 aufweist. Dem Belebungsbecken 20 nachgeschaltet ist ein Klärbecken 21 mit einem Ablauf 22 für gereinigtes Abwasser, mit einer Ableitung 24 für Überschuß schlamm sowie mit einer mit dem Belebungsbecken 20 in Verbindung stehendenRückführungsleitung 23 mit Pumpe 25 für Rücklaufschlamm.
  • Zur Füllung des Reaktionsgefäßes 1 ist an das Belebungsbecken 20 eine Fülleitung 12 mit Pumpe 13 angeschlossen, wobei nach der Pumpe 13 ein Dreiwegeventil 17 mit einer Rückleitung 18 zum Belebungsbecken 20 vorgesehen ist.
  • Die Zuleitungen 5, 6 für Abwasser bzw. Rücklaufschlamm sind jeweils an die Abwasserzuleitung 19 des Belebungsbeckens 20 bzw. an die Rückführungsleitung 23 für Rücklaufschlamm angeschlossen. Zur Entleerung des Reaktionsgefäßes 1 weist dieses unten eine Ableitung 15 mit Absperrventil 16 auf, die in das Überlaufgefäß 3 mündet.
  • Die Rühreinrichtung 11 besteht in diesem Fall aus einem von einem Elektromotor angetriebenen Flügelrad.
  • Zur Sicherstellung einer automatischen Arbeitsweise der Vorrichtung sind die Pumpe 13 und das Dreiwegeventil 17 in der Fülleitung 12, die Pumpen 9, 10 in den Zuleitungen 5, 6 für Abwasser bzw. Rücklaufschlamm, das Absperrventil 16 der Ableitung 15 sowie der Elektromotor der Rühreinrichtung 11 an eine Regelungs- und Steuereinrichtung 26 angeschlossen.
  • Die Arbeitsweise ist dabei folgende: Die Pumpe 13 in der Fülleitung 12 läuft ständig. In einem ersten Schritt werden das Absperrventil 16 in der Ableitung t5 geschlossen, das Dreiwegeventil 17 in der Fülleitung 12 für die Durchströmung der Fülleitung 12 geöffnet, die Pumpen 9, 10 in den Zuleitungen 5, 6 für Abwasser bzw. Rücklaufschlamm und das Rührwerk 11 eingeschaltet. Nach einer Füllzeit, die mit einem Zeitrelais in der Regelungs- und Steuereinheit 26 eingestellt werden kann, wird das Dreiwegeventil 17 in der Fülleitung 12 auf einen Durchfluß durch die Rückleitung 18 umgeschaltet und nach einigen Sekunden Verzögerung ein Differenzierglied gestartet, das für eine einstellbare Zeitspanne über die Sauerstoffelektrode 7 den Quotienten aus Sauerstoffabnahme und Zeit bildet und an einen Schreiber 8 weitergibt. Nach Ablauf einer einstellbaren Meßzeit werden in einem dritten Schritt das Differenzierglied gestoppt, die Pumpen 9, 10 in den Zuleitungen 5, 6 für Abwasser bzw. Rücklaufschlamm abgestellt und das Absperrventil 16 in der Ableitung 15 geöffnet. Nach einer einstellbaren Entleerungs- bzw. Pausenzeit werden die Arbeitsschritte 1 bis 3 wiederholt. Die Meßergebnisse können dabei über die Regelungs- und Steuereinheit 26 zur selbständigen Einstellung des Abwasserzulaufs zum Belebungsbecken oder des Sauerstoffeintrags in das Abwasser-Belebtschlamm-Gemisch des Belebungsbeckens und der Abgaseabfuhr aus dem Belebungsbecken verwendet werden.

Claims (11)

  1. Patentansprüche 1. Verfahren zur Bestimmung des Sauerstoffverbrauchs in Belebungsbecken von biologischen Abwasserreinigungsanlagen mit Hilfe einer Sauerstoffzehrungsmessung, dadurch gekennzeichnet, daß eine bestimmte Menge an Abwasser-Belebtschlammgemisch unter Bestimmung des Sauerstoffgehaltes aus dem Belebungsbecken oder bestimmten Abschnitten des Belebungsbeckens in ein Reaktionsgefäß mit Uberlauf eingebracht, gegebenenfalls ein sauerstoffhaltiges Gas bis zum Erreichen eines bestimmten Sauerstoffgehaltes in das Abwasser-Belebtschlammgemisch im Reaktionsgefäß eingeleitet, dem Reaktionsgefäß unter Rühren Abwasser und Rücklaufschlamm kontinuierlich zugeführt und die Sauerstoffzehrung des im Reaktionsgefäß vorhandenen Abwasser-Belebtschlammgemisches gemessen wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführung von Abwasser und Ri,cklaufschlamm in das Reaktionsgefäß jeweils in Abhängigkeit der im Belebungsbecken oder in bestimmten Abschnitten des Belebungsbekkens vorhandenen und/oder gewünschten Raumbelastung durchgeführt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Messung der Sauerstoffzehrung mit Hilfe einer Sauerstoffelektrode durchgeführt und das Meßergebnis an ein Anzeigegerät und gegebenenfalls an einen Schreiber zur Aufzeichnung der Meßwerte in bestimmten Zeitabschnitten weitergeleitet wird.
  4. 4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 3 mit einer Meßeinrichtung zur Messung der Sauerstoffzehrung, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßeinrichtung (7) zur Messung der Sauerstoffzehrung in einem Reaktionsgefäß (1) mit Uberlauf (2) angeordnet ist, das Reaktionsgefäß (1) eine Zufuhreinrichtung (12, 13) für eine bestimmte Menge an Abwasser-Belebtschlammgemisch aus einem Belebungsbecken oder aus bestimmten Abschnitten eines Belebungsbeckens, eine Zufuhrleitung (5) für die kontinuierliche Zufuhr von Abwasser und eine Zufuhrleitung (6} für die kontinuierliche Zufuhr von Rücklaufschlamm, gegebenenfalls eine Einrichtung zur Einleitung eines sauerstoffhaltigen Gases, eine Rühreinrichtung (11) und eine Entleerungseinrichtung (14,15) aufweist.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß in der Zufuhrleitung (5) von Abwasser und in der Zufuhrleitung (6) von Rücklaufschlamm jeweils eine Dosierpumpe (9,10) angeordnet ist, die in Abhängigkeit der im Belebungsbecken oder in bestimmten Abschnitten des Belebungsbeckens vorhandenen und/oder gewünschten Raumbelastung schaltbar ist.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßeinrichtung (7) zur Bestimmung der Sauerstoffzehrung als Sauerstoffelektrode ausgebildet und diese an ein Anzeigengerät (8) sowie gegebenenfalls an einen Schreiber zur Aufzeichnung der Meßwerte in bestimmten Zeitabständen angeschlossen ist.
  7. 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Rühreinrichtung (11) als Magnetrührwerk ausgebildet ist.
  8. 8. Anwendung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 3, oder der Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7 zur wirtschaftlichen Auslegung der Belüfterkapazitäten von Belebungsbecken von biologischen Abwasserreinigungsanlagen.
  9. 9. Anwendung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 3 3 oder der Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7 zur Bestimmung der Größe von hintereinandergeschalteten Belebungsbecken oder hintereinandergeschalteten Abschnitten von Belebungsbecken von biologischen Abwasserreinigungsanlagen.
  10. 10. Anwendung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 3 oder der Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7 zur automatischen Steuerung und/oder Regelung des biochemischen Reaktionsablaufs im Belebungsbecken von biologischen Abwasserreinigungsanlagen.
  11. 11. Anwendung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 3 oder der Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7 zur automatischen Überwachung und/oder Warnung beim Vorhandensein von toxischen Substanzen im Abwasserzulauf von biologischen Abwasserreinigungsanlagen.
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