DE29520624U1 - Vorrichtung zur Strahlreinigung eines Abwasser enthaltenden Regenbeckens - Google Patents
Vorrichtung zur Strahlreinigung eines Abwasser enthaltenden RegenbeckensInfo
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Description
Gleise & Große
Patentanwaltskanzlei
Stuttgart Berlin Hamburg
Stuttgart Berlin Hamburg
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Strahlreinigung eines Abwasser enthaltenden Beckens, insbesondere
Regenbeckens, mit mindestens einem Strahlreiniger, der eine Abwasser ansaugende Pumpe
und ein von der Pumpe gespeistes Strahlrohr aufweist und mit einer Steuereinrichtung, die den
Strahlreiniger abhängig vom Abwasserpegel im Regenbecken aktiviert.
Solche aus dem Stand der Technik bekannten Vorrichtungen sind als sogenannte Strahl-Jet-Aggregate
oder Strahlreiniger oder Wirbeljets bekannt. Sie werden immer dann eingesetzt, wenn die herkömmlichen
Spülkippen aufgrund der Regenbeckengröße oder dessen spezieller Form nur ungenügende Reinigungswirkung
zeigen. Der Strahl-Jet selbst besteht aus einer Pumpe, die aus einem Abwassergerinne beziehungsweise
einem Abwassersumpf Wasser ansaugt, und einem an der Pumpe angeschlossenen Strahlrohr, dessen
Strömungsquerschnitt über dessen Länge im wesentlichen konstant ist, zugeführt. Zur Erhöhung
der Reinigungsleistung ist ein sogenannter Injektor in das Strahlrohr eingekoppelt, der über ein Luftansaugrohr
dem von der Pumpe kommenden Abwasser Luft beimischt. Dieses Luft/Wasser-Gemisch erzeugt
beim Einleiten ins Becken eine Strömung, die einerseits Feststoffe in Schwebe hält und andererseits
am Beckenboden abgesetzte Stoffe aufspült.
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22. Dezember 1995
Trotz der guten Reinigungswirkung sind diese Strahl-Jets im Hinblick auf den konstruktiven Aufwand
und die erzielte Reinigungsleistung weiter verbesserungsfähig.
Die Aufgabe der Erfindung besteht deshalb darin, eine Vorrichtung zur Strahlreinigung eines Abwasser
enthaltenden Beckens, insbesondere Regenbeckens anzugeben, die eine verbesserte Reinigungswirkung bei
gleichem beziehungsweise verringertem baulichem Aufwand bietet.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Dadurch, daß die Vorrichtung ein Strahlrohr aufweist, dessen Strömungsquerschnittsfläche sich zum
Rohrende hin verringert, wird zunächst die Reichweite des Abwasserstrahls vergrößert. Darüber hinaus
liefert das zur Atmosphäre hin geschlossene Strahlrohr, das heißt ein Strahlrohr ohne Injektor
und Luftansaugrohr, einen Abwasserstrahl, dem keine Luft beigemischt ist. Dieser Abwasserstrahl erzeugt
beim Auftreffen auf die Wasseroberfläche im Becken -im Vergleich zu einem herkömmlichen Luft/Wasser-Strahl-
stärkere Wellen, die wiederum verstärkt Feststoffe vom Beckenboden aufspülen und zum Bekkenablauf
zurückführen.
Vorzugsweise liegt zumindest das Strahlrohrende
mindestens einen Meter über dem Beckenboden, so daß die zu einer Wellenbildung führende Aufprallenergie
des Abwasserstrahls noch erhöht wird. Eine weitere Steigerung des Reinigungsergebnisses ist mittels
einer Schwenkvorrichtung erzielbar, die das Strahlrohr um einen bestimmten Winkelbereich schwenkt,
wobei vorzugsweise die Steuereinrichtung die Schwenkbewegung steuert.
In einer Weiterbildung der Erfindung ist das Strahlrohr aus mehreren Rohrabschnitten zusammengesetzt,
wobei dieses vorzugsweise am Ende des Strahlrohres eine unterschiedlich große Strömungsquerschnittsfläche
aufweist. Vorzugsweise ist das Ende des Strahlrohrs als Düsenrohr ausgebildet, um
so die Reichweite des Abwasserstrahls nochmals zu erhöhen. Durch die Anbringung des Düsenrohrs am
Strahlrohr über einen Schnellverschluß lassen sich Verstopfungen durch Abwasser-Inhaltsstoffe auf einfache
Weise ohne Werkzeuge beheben.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind den übrigen Unteransprüchen zu entnehmen.
Die Erfindung wird nun anhand von Ausführungsbeispielen mit Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert.
Dabei zeigen:
Figur 1 eine schematische Darstellung einer nicht schwenkbaren Vorrichtung zur Strahlreinigung
innerhalb eines Regenbeckens, und
Figur 2 eine schematische Darstellung einer schwenkbaren Vorrichtung zur Strahlreinigung.
Figur 1 zeigt ein Regenbecken 1, das neben nicht dargestellten Seitenwänden eine rückwärtige Wand 3
und eine stirnseitige Wand 5 sowie einen Beckenbo-
den 7 aufweist- Je nach Anwendungsfall ist zusätzlich
noch eine Regenbecken-Abdeckung vorgesehen, so daß das Regenbecken vollständig geschlossen ist.
Der Beckenboden selbst gliedert sich im wesentlichen in drei Abschnitte 9, 11 und 13, wobei der Bodenabschnitt
9 niveaumäßig tiefer liegt als der Bodenabschnitt 13. Eine Verbindung dieser beiden Bodenniveaus
schafft dann der schräg angeordnete Bodenabschnitt 11.
Dieser tiefer liegende Abschnitt 9 bildet zusammen mit dem Abschnitt 11 und der Rückwand 3 ein senkrecht
zur Zeichenebene sich erstreckendes Gerinne 15. Dieses füllt sich aufgrund eines im Beckenbodenabschnitt
13 vorgesehenen Gefälles hin zum Abschnitt 9 zuerst mit Abwasser.
Innerhalb des Regenbeckens 1 ist benachbart zur Rückwand 3 eine Strahlreinigungsvorrichtung 17 vorgesehen.
Sie umfaßt im wesentlichen eine Pumpe 19, beispielsweise eine Tauchpumpe oder eine ölumlaufgekühlte
Pumpe, und ein Strahlrohr 21. Die Befestigung dieser Strahlreinigungsvorrichtung 17 innerhalb
des Beckens 1 erfolgt üblicherweise am Beckenboden oder an den Beckenwänden. Im gezeigten Ausführungsbeispiel
wird die Strahlreinigungsvorrichtung 17 von einer am Beckenboden angebrachten Stütze 23 abgestützt.
Die Pumpe 19 weist einen Ansaugstutzen 25 auf, der in das Gerinne 15 hineinragt und von dort der Pumpe
Wasser zuführt. Mittels eines in der Figur 1 nur angedeuteten Kupplungsflansches 27 ist die Pumpe am
Strahlrohreingang befestigt. Dadurch kann sie bei
Verstopfung auch bei vollem Becken nach oben gezogen werden.
Das Strahlrohr 21 setzt sich im gezeigten Beispiel aus mehreren Rohrabschnitten 29, 31, 33 und 35 zusammen,
die jeweils über einen Flansch miteinander verbunden sind. Somit kann die Strahlrohrlänge sehr
variabel mit Hilfe von Normlängen-Rohrformstücken eingestellt werden.
Das Strahlrohr 21 erstreckt sich im wesentlichen parallel zum Bodenabschnitt 13, wobei je nach Erfordernis
natürlich auch eine gewisse Rohrneigung vorgesehen sein kann. Die Figur 1 läßt zusätzlich
erkennen, daß das Austrittsrohr einen geringeren Rohrdurchmesser aufweist, als die stromaufwärtigen
variablen Rohrabschnitte 29 und 31. Dadurch ergibt sich ein Düseneffekt im Strahlrohr, der zu einer
Erhöhung der Strömungsgeschwindigkeit führt. Eine weitere Erhöhung der Strömungsgeschwindigkeit und
damit eine bessere Strahlreichweite gewährleistet der als Düse ausgebildete Rohrabschnitt 35, dessen
Strömungsquerschnittsfläche sich zum Ende hin verringert .
Um im Düsenabschnitt 35 entstehende Verstopfungen schnell beseitigen zu können, ist ein in Figur 1
nur schematisch dargestellter Schnellverschluß 37 vorgesehen, der die beiden Abschnitte 3 3 und 35
miteinander verbindet. Figur 1 läßt noch erkennen, daß das Strahlrohr 21 gerade verläuft, so daß die
Gefahr von Lufteinschlüssen in Rohrbogen, wie beispielsweise bei einer Schwanenhalsausführung, beseitigt
ist.
Figur 2 zeigt eine weitere Ausführungsform einer
Strahlreinigungsvorrichtung, wobei gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bezeichnet sind. Auf deren
nochmalige Erläuterung wird deshalb verzichtet.
Im Gegensatz zum ersten Ausführungsbeispiel ist das Strahlrohr 21 um eine senkrecht zum Bodenabschnitt
13 verlaufende Achse 41 schwenkbar angeordnet. Diese Schwenkbarkeit wird durch ein Drehgelenk 43
ermöglicht, dessen eines Ende mit dem Pumpenausgang und dessen anderes Ende mit dem gebogenen Rohrabschnitt
29 verbunden ist.
Die Drehung des Strahlrohrs 21 erfolgt über einen Antrieb 45, vorzugsweise einen Elektromotor, wobei
die Drehbewegung mit Hilfe einer Welle 47 übertragen wird.
Der Antrieb selbst liegt niveaumäßig über der Pumpe 19 und dem Strahlrohr 21, wobei ein sich am Beckenboden
7 abstützendes, sich senkrecht nach oben erstreckendes Stativ 49 und ein daran angebrachter
Ausleger 51 den Antrieb 45 stützt. Zusätzlich ist das dem Antrieb 45 benachbarte Ende der Welle 47 im
Ausleger 51 mittels Lager 53 gelagert. Der Figur 2 läßt sich entnehmen, daß die Längsachse des Stativs
49 im wesentlichen parallel zu der Längsachse 41 der Welle 47 verläuft. Darüber hinaus ist zu erkennen,
daß das Strahlrohr 21 sehr weit über dem Bekkenboden 7 verläuft. Als vorteilhaft hat sich ein
Abstand von mindestens einem Meter herausgestellt.
Die in den Figuren 1 und 2 gezeigten Strahlreinigungsvorrichtungen
üben nun folgende Funktion aus:
Sobald ein -in der Figur nicht gezeigter Wasserpegelsensor- ein Unterschreiten eines vorwählbaren
Soll-Pegels einer nicht dargestellten Steuereinrichtung meldet, wird die Strahlreinigungsvorrichtung
aktiviert. Dabei ist ein Dauerbetrieb oder ein intermittierender Betrieb möglich. Voraussetzung
für einen Betrieb ist jedoch ein ausreichender Abwasserstand im Gerinne 15, aus dem die Pumpe 19 Abwasser
ansaugt und dem Strahlrohr 21 zuführt.
Die Verengung des Rohrdurchmessers sorgt für eine Erhöhung der Strömungsgeschwindigkeit, so daß der
Abwasserstrahl aus dem Rohrabschnitt 35 mit einer hohen Geschwindigkeit austritt. Dadurch erzielt man
sehr gute Strahlreichweiten. Durch die erhöhte Anordnung
des Strahlrohrs 21 werden durch den Aufprall des Strahls auf die tieferliegende Wasseroberfläche
im Becken 1 verstärkt Wellen erzeugt, die einerseites abgesetzte Feststoffe aufspülen und
andererseits Feststoffe in Schwebe halten, so daß sie mit dem abfließenden Wasser mitgerissen und zum
Beckenablaluf transportiert werden. Im übrigen erreicht man durch die starke Wellenbildung sehr gut
auch die stirnseitigen Flächenbereiche.
Claims (8)
1. Vorrichtung zur Strahlreinigung eines Abwasser enthaltenden Beckens, insbesondere eines Regenbekkens
(1) mit mindestens einem Strahlreiniger (17), der eine Abwasser ansaugende Pumpe (19) und eine
von dieser gespeistes Strahlrohr (21) aufweist und mit einer Steuereinrichtung, die den Strahlreiniger
(17) abhängig vom Abwasserpegel im Becken (1) aktiviert, dadurch gekennzeichnet, daß sich das Strahlrohr
(21) zu seinem stromabwartigen Ende (35) hin verjüngt und das Strahlrohr (21) zwischen Pumpenausgang
und Strahlrohrende gegenüber der Atmosphäre
geschlossen ausgebildet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Strahlrohrende (35) in einem Abstand von mindestens einem Meter vom Beckenboden
(7) angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Strahlrohr (21) in einer bezüglich des Beckenbodens parallelen
Ebene schwenkbar ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung einen Schwenkantrieb (45) für das Strahlrohr
(21) steuert.
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22. Dezember 1995
-2-
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Strahlrohr (21) zumindest zwei Rohrabschnitte (29, 31, 33, 35)
aufweist, wobei das Austrittsrohr eine kleinere Strömungsquerschnittsfläche aufweist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Strahlrohrende (35) als Düsenrohr ausgebildet ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Strahlrohr
(21) gerade ausgebildet ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Düsenrohr
(35) mit einem Schnellverschluß (37) zum Trennen vom Strahlrohr (21) versehen ist.
Priority Applications (4)
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Family Applications (1)
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