DE29519910U1 - Fahrpedalgeber - Google Patents
FahrpedalgeberInfo
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Description
Beschreibung
Fahrpedalgeber
Die Erfindung betrifft einen Fahrpedalgeber mit einer Welle und einem
Betätigungshebel, wobei der Betätigungshebel ein Gegenstück mit einer Hohlbohrung aufweist, in welche ein Endabschnitt der Welle eingefügt ist.
Ein Fahrpedalgeber, bei dem ein stückweise konisch ausgebildeter Endabschnitt
eine Rändelung aufweist, ist in der EP 0 578 114 B1 dargestellt.
Nicht dargestellt ist der Betätigungshebel und dessen auf der Welle aufsitzendes
Gegenstück. Üblicherweise ist am Gegenstück die Bohrung zur Aufnahme eines gerändelten Abschnittes ebenfalls gerändelt und in ihrer Form dem
Wellenendabschnitt angepaßt, in diesem Fall also ebenfalls konisch ausgebildet, so
daß die Rändelungen dieser Teile formschlüssig ineinandergreifen.
Eine solche Ausfuhrungsform ist in mehrfacher Hinsicht nachteilig. Zum einen
müssen sowohl Welle als auch Verbindungsstück aus einem gehärteten Stahl bestehen, in die jeweils eine Rändelung eingeschnitten wird, was beide Teile recht
kostenaufwendig macht.
Weiterhin ist die Möglichkeit der Justierung von Welle und Betätigungshebel
zueinander (dem entspricht die Stellung des Betätigungshebels zur Anschraubfläche
des Fahrpedalgebers) durch die Rändelung begrenzt. Eine grobe Rändelung ermöglicht nur eine grobe Justierung; eine sehr feine Rändelung dagegen ist
besonders aufwendig und erlaubt trotzdem keine kontinuierliche Einstellung der Lage
des Betätigungshebeis bezüglich der Welle.
Die Rändelungen sowohl von Weiie wie auch am Gegenstück sind daher auf jeden
Fall mit besonders geringen Toleranzen anzubringen, da sonst besonders bei einem
langen Betätigungshebel die Fehlstellung der mit dem Betätigungshebel
verbundenen Fahrpedalplatte erheblich sein kann.
Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, einen Fahrpedalgeber zu schaffen, der bei
geringem Fertigungs- und Kostenaufwand eine auch gegenüber großen Kräften verdrehsichere und eine bei der Fertigung kontinuierlich einjustierbare Verbindung
zwischen Welle und Betätigungshebel ermöglicht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß entweder der
Endabschnitt der Welle oder die Hohlbohrung des Gegenstückes eine Rändelung aufweist und daß das mit einer Rändelung versehene Element aus einem härteren
Metall besteht als das Element, weiches keine Rändelung aufweist.
Die erfindungsgemäße Lösung ist günstig bezüglich des Fertigungs- und
Kostenaufwandes, da nur eines der beiden die Rändelverbindung ausbildenden Elemente mit einer Rändelung versehen werden muß.
Beim Zusammenpressen des Endabschnittes der Welle und der Hohlbohrung des
Gegenstückes drückt sich die Rändelung des gerändelten Elementes in das etwas weichere Metall des ungerändeiten Elementes ein und sorgt so für eine
formschlüssige Verbindung von Welle und Gegenstück.
Vor diesem Einpressen kann die Winkellage des Betätigungshebels so genau wie
erforderlich einjustiert werden, ohne daß dabei die Justiergenauigkeit durch die
Feinheit der Rändelung begrenzt wird.
Vorteilhafterweise braucht daher noch nicht einmal eine besonders feine und
toleranzarme Rändelung am gerändelten Element vorgesehen werden, da sich die Form des ungerändelten Elementes beim Einpressen von selbst anpaßt.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen gehen aus den
Unteransprüchen hervor.
So ist es besonders vorteilhaft, wenn der Endabschnitt der Welle und die
Hohlbohrung des Gegenstückes konisch ausgebildet sind. Hierdurch kann, im Gegensatz beispielsweise zu einem zylindrisch ausgebildeten Wellenendabschnitt
und Hohlbohrung die Festigkeit der Rändelverbindung durch die Anpreßkraft bei der
Montage beeinflußt werden. Weiterhin sind hier die Anforderungen an die Maßgenauigkeit des Endabschnittes der Welle und der Hohlbohrung nicht so
kritisch, da der konisch ausgebildete Endabschnitt der Welle auf jeden Fall soweit in
die Hohlbohrung des Gegenstückes eingepreßt werden kann, bis sich die Rändelung fest in das Material des ungerändelten Elementes eingedrückt hat.
Dies ist auch deshalb vorteilhaft, da insbesondere bei einem Fahrpedalgeber recht
große Betätigungskräfte vom Betätigungshebel auf die federbeiastete Welle übertragen werden und die bei einer besonders festen Rändelverbindung nicht zum
Abscheren der Rändelung führen.
Um diese feste Verbindung zu schaffen, ist es vorteilhaft, daß das Gegenstück
gegenüber dem Endabschnitt der Weile gegenüber von der Verschiebung in axialer Richtung gesichert ist, was vorteilhafterweise durch eine Schweißverbindung oder
auch durch eine zur Welle koaxiale Schraubverbindung zwischen dem Endabschnitt der Welle und dem Gegenstück erzielt werden kann.
Die Rändelung kann an dem Endabschnitt der Weile oder der Hohlbohrung des
Gegenstückes auf besonders einfache Weise durch Kaltschlagen angeformt werden. Dabei kann es vorteilhaft sein, keine Rändelung entlang des gesamten Umfanges,
sondern nur ein oder mehrere Rändelsegmente vorzusehen, die beispielsweise an gegenüberliegenden Seiten des Umfanges angeordnet sind. Solche
Rändelsegmente können vorteilhafterweise mittels Kaltschlagen in einem einzigen Arbeitsschritt erzeugt werden.
Um den erfindungsgemäßen Fahrpedalgeber besonders stabil auszuführen, werden
die Welle und das Gegenstück aus verschiedenen Stahlsorten gefertigt, die sich durch ihre Härte (zum Beispiel gehärteter oder ungehärteter Stahl) unterscheiden.
Ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Fahrpedalgebers ist in der
Zeichnung dargestellt und soll im folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert
werden.
Es zeigen
Figur 1 eine Draufsicht auf einen erfindungsgemäßen Fahrpedalgeber;
Figur 2 eine Schnittzeichnung des Gegenstückes;
Figur 3 den Endabschnitt der Welle.
In der Figur 1 ist ein erfindungsgemäßer Fahrpedalgeber in einer Draufsicht
dargestellt. Dieser besteht aus einem Gehäuse (8) in welchem mechanische Teile {wie zum Reibelemente, Rückstellfedern) und elektronische Teile (Drehsensor)
angeordnet sind. Die Ausgestaltung dieser in der Figur nicht dargestellter Teile ist
nach dem Stand der Technik bekannt und soll hier nicht näher erläutert werden.
Mit dem nicht dargestellten Drehsensor verbunden ist eine Welle (1), die aus dem
Gehäuse (8) herausgeführt ist und auf deren Endabschnitt (5) ein mit einem
Betätigungshebe! (2) verbundenes Gegenstück aufgepreßt ist. Die Verbindung von
Endabschnitt (5) der Welle (1) und dem Gegenstück (3) ist zudem durch eine
Schraubverbindung (7) gesichert, bestehend aus einer Schraube, die in ein koaxial
zur Längsachse der Welle (1) eingebrachtes Gewinde eingeschraubt ist.
Der mit dem Gegenstück (3) einstückig verbundene Betätigungshebel (2) trägt an
einem Endabschnitt eine Fahrpedalplatte (9).
Der Fahrpedaigeber insgesamt hat die Funktion, ein von der Stellung des
Betätigungshebels (2) bzw. der Winkellage der Welle (1) abhängiges elektrisches
Signal oder auch über einen Bowdenzug ein mechanisches Signal abzugeben. Im
eingebauten Zustand ist das Gehäuse (8) des Fahrpedalgebers mit der Karosserie eines Fahrzeuges verschraubt.
Bezüglich der Anschraubfläche im Kraftfahrzeug soll die Fahrpedalplatte (9) nun eine
möglichst genau vorgegebene Grundposition einnehmen. Hierzu wird bei der Montage des Fahrpedalgebers die Winkellage des Gegenstückes (3) bezüglich der
Welle (1) einjustiert.
Aufgrund des relativ langen Hebelweges zwischen Fahrpedalpiatte (9) und Welle (1)
führt dabei schon ein kleiner Winkelfehler zu einer großen Fehlstellung der Fahrpedalplatte (9). Bisher ergab sich das Problem, daß beim Zusammenfügen von
einem gerändelten Endabschnitt der Welle einer ebenfalls gerändelten Hohlbohrung
des Gegenstückes nur eine relativ ungenaue Justierung möglich war, da solche Rändelverbindungen nur eine stufenweise Verstellung der Winkellage von
Gegenstück und Welle zueinander zuläßt. Noch ungünstiger war hier die Justiermöglichkeit bei Ausbildung des Wellenendabschnittes als Doppelflach.
Andererseits ist es aber unbedingt nötig, die Verbindung zwischen dem Endabschnitt
(5) der Welle (1) und dem Gegenstück (3) als eine formschlüssige Verbindung
auszubilden, da hier aufgrund des fußbetätigten Betätigungshebels (2) und der durch
starke rückstellende Federkräfte belasteten Weile (1) an der Verbindung zwischen
Gegenstück (3) und Welle (1) starke Scherkräfte auftreten.
Dieses Problem wird nun durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung von Welle (1)
und Gegenstück (3) gelöst.
Aus den Figuren 2 und 3 ist ersichtlich, daß der Endabschnitt (5) der Welle (1) eine
Rändelung (6) aufweist, nicht dagegen die Hohibohrung (4) des Gegenstückes (3).
Die Weile (1) und das Gegenstück (3) lassen sich so vor dem Zusammenfügen in
jeder beliebigen Stellung zueinander positionieren, so daß (gemäß Figur 1) die Fahrpedaiplatte (9) in die gewünschte Position relativ zur Anschraubfläche des
Gehäuses (8) einjustiert werden kann.
In dieser Position werden der Endabschnitt (5) der Welle (1) und das Gegenstück (3)
zusammengefügt, wobei sich die Rändelung (6) an der aus vorzugsweise aus gehärtetem Stahl bestehenden Weile (1) in die Innenflächen der Hohlbohrung (4)
des aus einem weicheren Stahl bestehenden Gegenstückes (3) eindrückt, wodurch
eine formschlüssige Verbindung zwischen Welle (1) und Gegenstück (3) ausgebildet
wird.
Sowohl der Endabschnitt (5) der Welle {1) als auch die Hohlbohrung (4) des
Gegenstückes (3) haben in diesem Ausführungsbeispiel vorteilhafterweise eine
konische Form, so daß durch den Einpreßdruck vorgegeben werden kann, wie weit sich die Rändelung (6) in die Innenflächen des Gegenstückes (3) eindrückt.
Wie Figur 1 zeigt, wird beim montierten Fahrpedalgeber der Einpreßdruck durch eine
Schraubverbindung (7) aufrechterhalten, wodurch gleichzeitig die Verbindung von Gegenstück (3) und Welle (1) gegen Verschiebung in axialer Richtung gesichert ist.
Eine solche axiale Sicherung kann hierbei auch alternativ durch eine Schweißverbindung erreicht werden.
|
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Welle | |
| Bezugszeichenliste | Betätigungshebel | |
| Fahrpedalgeber | Gegenstück | |
| 1 | Hohlbohrung | |
| 2 | Endabschnitt (der Welle (1)) | |
| 3 | Rändelung | |
| 4 | Schraubverbindung | |
| 5 | Gehäuse | |
| 6 | Fahrpedalplatte | |
| 7 | ||
| 8 | ||
| 9 |
Claims (8)
1. Fahrpedalgeber mit einer Welle (1) und einem Betätigungshebel (2), wobei der
Betätigungshebel (2) ein Gegenstück (3) mit einer Hohlbohrung (4) aufweist, in welche ein Endabschnitt (5) der Welle (1) eingefügt ist, dadurch
gekennzeichnet, daß entweder der Endabschnitt (5) der Welle (1) oder die
Hohlbohrung (4) des Gegenstückes (3) eine Rändelung (6) aufweist und daß das mit einer Rändelung (6) versehene Element (5 oder 4) aus einem härteren
Metall besteht als das Element (4 oder 5), welches keine Rändelung (6)
aufweist.
2. Fahrpedalgeber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Endabschnitt (5) der Welie (1) und die Hohlbohrung (4) des Gegenstückes (3)
konisch ausgebildet sind.
3. Fahrpedalgeber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Gegenstück (3) auf dem Endabschnitt (5) der Welle (1) aufgepreßt und gegen axiale Verschiebung gesichert ist.
4. Fahrpedalgeber nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß als axiale
Sicherung eine Schweißverbindung von Welie (1) und Gegenstück (3) vorgesehen ist.
5. Fahrpedalgeber nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß als axiale
Sicherung eine Schraubverbindung (7) an Welle (1) und Gegenstück (3) vorgesehen ist.
6. Fahrpedalgeber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rändelung
(6) eine durch Kaltschlagen an die Welle (1) oder die Hohlbohrung (4) des Gegenstückes (3) angeformte Rändelung ist.
• ■
7. Fahrpedalgeber nach Anspruch 1 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Rändelung (6) an Welle (1) oder am Gegenstück (3) aus einem oder mehreren
Rändelsegmenten besteht.
8. Fahrpedalgeber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
verschieden harten Metalle zwei unterschiedlich harte Stahlsorten sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29519910U DE29519910U1 (de) | 1995-12-15 | 1995-12-15 | Fahrpedalgeber |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29519910U DE29519910U1 (de) | 1995-12-15 | 1995-12-15 | Fahrpedalgeber |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29519910U1 true DE29519910U1 (de) | 1996-02-01 |
Family
ID=8016770
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29519910U Expired - Lifetime DE29519910U1 (de) | 1995-12-15 | 1995-12-15 | Fahrpedalgeber |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29519910U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| IT201700021754A1 (it) * | 2017-02-27 | 2018-08-27 | Andrea Pivanti | Organo di azionamento |
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1995
- 1995-12-15 DE DE29519910U patent/DE29519910U1/de not_active Expired - Lifetime
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| R207 | Utility model specification |
Effective date: 19960314 |
|
| R163 | Identified publications notified |
Effective date: 19960528 |
|
| R150 | Utility model maintained after payment of first maintenance fee after three years |
Effective date: 19990329 |
|
| R151 | Utility model maintained after payment of second maintenance fee after six years |
Effective date: 20020319 |
|
| R152 | Utility model maintained after payment of third maintenance fee after eight years |
Effective date: 20040302 |
|
| R071 | Expiry of right |