DE29512266U1 - Sanitäre Ablaufarmatur - Google Patents
Sanitäre AblaufarmaturInfo
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- E03C—DOMESTIC PLUMBING INSTALLATIONS FOR FRESH WATER OR WASTE WATER; SINKS
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Description
Sanitäre Ablaufarmatur
Die Neuerung betrifft eine sanitäre Ablaufarmatur mit
a) einer an einem Waschtisch, einer Badewanne oder dergleichen befestigbaren Sanitärarmatur, welche den Wasserstrom
steuert;
b) einem an der tiefsten Stelle des Waschtisches, der Badewanne oder dergleichen anordenbaren Ablaufventil,
welches zum öffnen und Schließen einen zwischen zwei Stellungen hin- und herschwenkbaren Schwenkhebel aufweist;
c) einer Betätigungsstange, welche in ihrem oberen Bereich durch eine Gehäusebohrung der Sanitärarmatur hindurchgeführt,
in dieser in Längsrichtung verschiebbar und in ihrem unteren Bereich mit dem Schwenkhebel des Ablaufventil
es verbunden ist.
Bei bekannten sanitären Ablaufarmaturen dieser Art besteht die Betätigungsstange aus verchromtem Stahl. Da die Gehäusebohrung
der Sanitärarmatur, in welcher die Betätigungsstange verschiebbar ist, im allgemeinen schräg zur Vertikalen
an der Rückseite der Sanitärarmatur ausgeführt ist, müssen die bekannten Betätigungsstangen entsprechend den
geometrischen Gegebenheiten vorgebogen werden. Dies bedeutet, daß für unterschiedliche Sanitärarmaturen aber
u.U. auch für unterschiedliche Geometrien der Waschtische, Badewannen oder dergleichen unterschiedliche Betätigungsstangen
bereitgehalten werden müssen bzw. daß eine vorhandene Betätigungsstange bei der Installation nachgebogen
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werden muß. Da sich jedoch der Krümmungsradius der Betätigungsstange
in der folgenden Zeit bei der Benutzung der sanitären Ablaufarmatur ebenso wenig ändert wie der axiale
Bereich, in dem diese Krümmung liegt, kommt es immer wieder zu Schwergängigkeit der Betätigungsstange innerhalb
der Gehäusebohrung oder gar zu einem Verklemmen.
Aufgabe der vorliegenden Neuerung ist es, eine sanitäre Ablaufarmatur der eingangs genannten Art so auszugestalten,
daß stets eine Leichtgängigkeit der Betätigungsstange gewährleistet ist, wobei die Betätigungsstange nicht an
die geometrischen Einbauverhältnisse angepaßt werden muß.
Diese Aufgabe wird neuerungsgemäß dadurch gelöst, daß die Betätigungsstange aus einem Material mit so hoher
Eigenelastizität besteht, daß sie ihre den geometrischen Verhältnissen entsprechende Krümmung von selbst ohne
plastische Verformung bei der Befestigung am Schwenkhebel des Ablaufventils einnimmt.
Der Ersatz des bekannten plastisch verformbaren Stahles für die Betätigungsstange durch ein hochelastisches
Material, den die Neuerung vorsieht, ist mit einer Vielzahl von Vorteilen verbunden: In erster Linie ist hier hervorzuheben,
daß sich der Krümmungsradius derartiger flexibler Betätigungsstangen jeweils nach Bedarf, entsprechend den
geometrischen Verhältnissen sowohl der Sanitärarmatur als auch des Waschtisches, automatisch einstellen kann. Dies
bedeutet insbesondere, daß ein- und dieselbe Betätigungsstange ohne Nachbearbeitung bei praktisch allen Anwendungsfällen
Einsatz finden kann. Hinzu kommt, daß der axiale Bereich, in welchem die neuerungsgemäße Betätigungsstange
ihre Krümmung aufweist, nicht von vornherein festgelegt ist. Während es bei den bekannten verhältnismäßig starren
Betätigungsstangen vorkommen kann, daß ihr gekrümmter
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Bereich sich in die Gehäusebohrung der Sanitärarmatur hineinbewegt, wodurch eine Schwergängigkeit oder gar eine
Verklemmung hervorgerufen werden kann, ist die neuerungsgemäße Betätigungsstange in dem in der Gehäusebohrung
geführten Bereich stets ausreichend gerade; der gekrümmte Bereich bleibt außerhalb der Gehäusebohrung, so daß eine
Schwergängigkeit oder eine Verklemmung zuverlässig vermieden wird.
Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform der Neuerung
zeichnet sich dadurch aus, daß die Betätigungsstange aus einem flexiblen Kunststoff hergestellt ist. Bei dieser Materialwahl
läßt sich die Betätigungsstange besonders preisgünstig herstellen. Hinzu kommt, daß die aus Kunststoff
bestehende Betätigungsstange gegenüber dem Material des Gehäuses der Sanitärarmatur einen günstigeren Reibngskoeffizienten
als die frühere verchromte Stahlstange aufweist.
Die Betätigungsstange besteht vorteilhafterweise aus Polyamid oder aus Polyäthylen, beides Kunststoffe, die sich
im Sanitärbereich bewährt haben.
Es ist aber neuerungsgemäß auch möglich, daß die Betätigungsstange
aus einem elastischen Metall hergestellt ist.
Dabei kann insbesondere das elastische Metall Federstahl sein.
Besonders vorteilhaft ist diejenige Ausgestaltung der Neuerung, bei welcher die Betätigungsstange im ausgebauten
Zustand gerade ist. Die Betätigungsstange kann also in gestrecktem, geradem Zustande gespritzt werden, was die
Herstellungskosten erheblich vermindert. Die Krümmung der Betätigungsstange ergibt sich erst beim Einbau in die Ab-
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laufarmatur.
Bei bekannten sanitären AbIaufarmaturen erfolgt die Verbindung
des unteren Bereiches der Betätigungsstange mit dem äußeren Bereich des Schwenkhebels des Ablaufventiles
gelenkig, da es dort keine andere Möglichkeit gibt, den sich verändernden Winkel zwischen der Betätigungsstange
und dem Schwenkhebel zu kompensieren. Grundsätzlich ist es auch bei der vorliegenden Neuerung möglich, eine derartige
Schwenkverbindung zwischen Betätigungsstange und Schwenkhebel einzusetzen. Besonders kostengünstig ist
es jedoch, wenn die Betätigungsstange mit dem Schwenkhebel starr verbunden ist. Die Flexibilität der neuerungsgemäßen
Betätigungsstange ermöglicht nämlich, daß der sich bei der Betätigung des Ablaufventiles verändernde Winkel
zwischen dem Schwenkhebel und der Gehäusebohrung der Sanitärarmatur durch einen unterschiedlichen Krümmungsradius
b2w. unterschiedliche Länge und unterschiedliche axiale Position des gekrümmten Bereiches der Betätigungsstange
kompensiert wird.
Viele bekannte sanitäre AbIaufarmaturen weisen an dem
oberen, aus der Sanitärarmatur herausragenden Ende der Betätigungsstange einen Betätigungsknopf auf. An diesem
können die Finger des Benutzers, insbesondere beim Ziehen der Betätigungsstange, leicht ansetzen. Neuerungsgemäß
kann eine derartige sanitäre Ablaufarmatur so gestaltet werden, daß der Betätigungsknopf einstückig an die Betätigungsstange
angespritzt ist. Dies ist sehr viel billiger als die Gewindeverbindung, die bei den bekannten, aus
verhältnismäßig starrem Stahl bestehenden Betätigungsstangen
erforderlich war.
Ein Ausführungsbeispiel der Neuerung wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert; die einzige Figur
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zeigt schematisch die Seitenansicht der an einem Waschtisch befestigten Sanitärarmatur, der Betätigungsstange
und des Ablaufventiles, teilweise im Schnitt.
In der Zeichnung ist als Sanitärarmatur ein Einhebelmischer 1 dargestellt, der mit an und für sich bekannten Befestigungsmitteln
2 in dem Einbauloch 4 eines Waschtisches 3 angebracht ist. Letzterer ist nur in seinem wandnahen
Bereich geschnitten dargestellt; der gezeigte Bereich ist über eine schräg oder nahezu senkrecht verlaufende Wand
3a mit dem Boden des Waschtisches verbunden, wo an der tiefsten Stelle ein Ablaufventil 5 vorgesehen ist. Die
genaue Bauweise dieses Ablaufventiles 5 ist im vorliegenden
Zusammenhang ohne Interesse. Es kann zwischen einer Offen-
und einer Schließstellung dadurch umgestellt werden, daß ein aus dem Ablaufventil 5 im wesentlichen horizontal
herausragender Schwenkhebel 6 zwischen zwei Stellungen hin- und hergeschwenkt wird.
Die Verstellung des Schwenkhebels 6 erfolgt in ebenfalls an und für sich bekannter Weise mit Hilfe einer Betätigungsstange
7, die in ihrem unteren Bereich mit dem äußeren Bereich des Schwenkhebels 6 eine gelenkige Verbindung
8 aufweist.
Die Betätigungsstange 7 ist gemeinsam mit den Wasserzulaufrohren 9, 10 durch das Einbauloch 4 des Waschtisches 3
und sodann durch eine schräg verlaufende Gehäusebohrung 11 des Einhebelmischers 1 hindurchgeführt. Am oberen Ende
ist auf die Betätigungsstange 7 ein im Durchmesser vergrößerter Betätigungsknopf 12 aufgesetzt, an welchem die
Finger des Benutzers Halt finden.
Die Betätigungsstange 7 besteht aus einem biegsamen Kunststoff, z.B. einem Polyamid oder aus Polyäthylen. Sie ist
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im ausgebauten Zustande völlig gerade. Aufgrund ihrer hohen Eigenelastizität läßt sie sich leicht durch die Gehäusebohrung
11 und das Einbauloch 4 des Waschtisches 3 hindurchfädeln und - unter entsprechender Krümmung, wie in
der Zeichnung dargestellt - in ihrem unteren Bereich mittels der gelenkigen Verbindung 8 an dem Schwenkhebel
6 befestigen. Eine Anpassung an die speziellen geometrischen Gegebenheiten der Sanitärarmatur 1 ist entbehrlich.
Die Elastizität und Flexibilität der Betätigungsstange 7 stellt außerdem sicher, daß sie innerhalb der Gehäusebohrung
11 der Sanitäranaatur 1 stets leichtgängig verschiebbar ist, ohne daß es zu einem Verklemmen kommt. Dies rührt
u.a. daher, daß der Bereich, in welchem die Betätigungsstange 7 gekrümmt ist, nicht festliegt, sondern axial auf
der Betätigungsstange 7 wandern kann, sowie darauf, daß der Krümmungsradius veränderlich ist und nicht werksseitig
ein für allemal vorgegeben wird.
Ein weiterer Vorteil, der mit der Herstellung der Betätigungsstange
7 aus Kunststoff verbunden ist, besteht darin, daß der Betätigungsknopf 12 bei der Herstellung der Betätigungsstange
7 einteilig angespritzt werden kann.
In der obigen Beschreibung wurde davon ausgegangen, daß die Verbindung 8, über welche die Betätigungsstange
7 mit dem Schwenkhebel 6 des Ablaufventiles 5 verbunden
ist, um eine horizontale Achse gelenkig ist, die etwa koaxial zu der in der Zeichnung erkennbaren Schraube 13
verläuft. Die Elastizität der Betätigungsstange 7 läßt in günstigen Fällen jedoch zu, hier auf eine Gelenkigkeit
zu verzichten, das heißt, anstelle einer gelenkigen Verbindung 8 eine starre Verbindung vorzusehen. Die Winkeländerungen,
die sich mit der Hin- und Herbewegung des Schwenkhebels 6 zwischen dessen beiden Endpositionen ergeben,
können durch eine unterschiedliche Krümmung der Betätigungsstange 7 kompensiert werden.
Claims (9)
1. Sanitäre Ablaufarmatur mit
a) einer an einem Waschtisch, einer Badewanne oder dergleichen befestigbaren Sanitärarmatur, welche den Wasserstrom
steuert;
b) einem an der tiefsten Stelle des Waschtisches, der Badewanne oder dergleichen anordenbaren Ablaufventil,
welches zum Öffnen und Schließen einen zwischen zwei Stellungen hin- und herschwenkbaren Schwenkhebel aufweist;
c) einer Betätigungsstange, welche in ihrem oberen Bereich durch eine Gehäusebohrung der Sanitärarmatur hindurchgeführt,
in dieser in Längsrichtung verschiebbar und in ihrem unteren Bereich mit dem Schwenkhebel des Ablauf
ventiles verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Betätigungsstange (7) aus einem Material mit so hoher Eigenelastizität besteht, daß sie ihre den geometrischen
Verhältnissen entsprechende Krümmung von selbst ohne plastische Verformung bei der Befestigung am Schwenkhebel
(6) des Ablaufventils (5) einnimmt.
2. Sanitäre Ablaufarmatur nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Betätigungsstange (7) aus einem flexiblen Kunststoff hergestellt ist.
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3. Sanitäre Ablaufarmatur nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Betätigungsstange (7) aus Polyamid besteht.
4. Sanitäre Ablaufarmatur nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Betätigungsstange (7) aus Polyäthylen besteht.
5. Sanitäre Ablaufarmatur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungsstange (7) aus
einem elastischen Metall hergestellt ist.
6. Sanitäre Ablaufarmatur nach Anspruch 5, dadurch
gekennzeichnet, daß das elastische Metall Federstahl ist.
7. Sanitäre Ablaufarmatur nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungsstange (7) in ausgebautem Zustand gerade ist.
8. Sanitäre Ablaufarmatur nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungsstange (7) mit dem Schwenkhebel (6) starr verbunden ist.
9. Sanitäre Ablaufarmatur nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, bei welcher auf das obere Ende der Betätigungsstange ein Betätigungsknopf aufgesetzt ist, dadurch
gekennzeichnet, daß der Betätigungsknopf (12) einstückig an die Betätigungsstange (7) angespritzt ist.
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- 1996-07-26 FR FR9609611A patent/FR2738023B3/fr not_active Expired - Lifetime
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| R207 | Utility model specification |
Effective date: 19951214 |
|
| R081 | Change of applicant/patentee |
Owner name: ROKAL ARMATUREN GMBH, DE Free format text: FORMER OWNER: HANSA METALLWERKE AG, 70567 STUTTGART, DE Effective date: 19951212 |
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| R150 | Utility model maintained after payment of first maintenance fee after three years |
Effective date: 19981208 |
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|
| R071 | Expiry of right |