DE29512468U1 - Verschlußmittel für einen Druckbehälter - Google Patents
Verschlußmittel für einen DruckbehälterInfo
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Description
HAGEMANN & KEHL
PATENTANWÄLTE .*·.."· · J·..* J II..
MÜNCHEN · HANNOVER * * &iacgr;
Unipath Limited München, den
GM 600/116C-95Ch 02.08.1995
Diese Erfindung betrifft ein verbessertes Verschlußmittel zur Verwendung bei Druckbehältern. Hierbei soll sich der Begriff
"Druckbehälter" auf jeden beliebigen Behälter beziehen, der
während des normalen Gebrauchs von Zeit zu Zeit unter einem inneren Druck steht, der sich vom äußeren Druck unterscheidet.
Im allgemeinen wird es sich beim äußeren Druck um den Atmosphärendruck handeln, und typischerweise wird der innere
Druck größer als der äußere Druck sein. Beispiele für Druckbehälter umfassen Druckkocher, Autoklaven und anaerobe Gefäße.
Die Erfindung betrifft insbesondere Verschlußmittel zur Verwendung bei Druckbehältern sowie Druckbehälter, die die
Verschlußmittel aufweisen.
Anaerobe Gefäße sind dem Fachmann wohlbekannt. Herkömmliche anaerobe Gefäße weisen ein Hauptteil und ein Deckelteil auf.
Das Deckelteil bildet für das Hauptteil einen gasdichten Abschluß, der typischerweise durch einen Schraubklemmen-Mechanismus
an Ort und Stelle gehalten wird. Mit Mikroorganismen angeimpfte Petrischalen werden innerhalb des Behälters
zusammen mit einem Gaserzeugungssystem aneinandergereiht. Das Gaserzeugungssystem wird (z.B. mittels Beaufschlagung durch
Luft oder Wasser) aktiviert, und der Deckel wird abgedichtet.
Das Gaserzeugungssystem nimmt typischerweise Sauerstoff auf und gibt ein bestimmtes Volumen eines anderen Gases wie etwa
Kohlendioxyd ab. Auf diese Weise können innerhalb des anaeroben Gefäßes im wesentlichen anaerobe Bedingungen geschaffen
81675 München · tsman'ingeVstrafe'e 10&dgr;*&Tgr;&egr;1&bgr;&iacgr;&sgr;&eegr; pi) 89 / 9§£7 3J .-Telefax 0 89 / 9 82 94 21
werden, die für das Wachstum bestimmter Mikroorganismen vorteilhaft
oder sogar wesentlich sein können.
Wenn das Gaserzeugungssystem jedoch ein größeres Gasvolumen
als das Volumen des aufgenommenen Sauerstoffs abgibt, dann
kann ein Druckanstieg innerhalb des anaeroben Gefäßes erfolgen. Alternativ hierzu kann ein erhöhter innerer Druck durch
Gaserzeugung während des Wachstums besonderer Mikroorganismen hervorgerufen werden. Ein erhöhter Druck innerhalb des
anaeroben Gefäßes stellt hierbei ein potentielles Sicherheitsrisiko dar.
Es ist bekannt, druckempfindliche Verschlußmittel zur Verwendung
bei Behältern vorzusehen, die zum Konservieren in Dosen und Aufbewahren von Nahrungsmitteln verwendet werden. US-Patent
Nr. 1 707 439 offenbart beispielsweise die Verwendung von Federklammern, die direkt mit dem Hauptteil eines Behälters
(oder indirekt mittels eines um den Umfang des Haupt teils laufenden Drahtes) verbunden sind. Die Federklammern
sind "so ausgelegt, daß sie den Austritt von Gasen und Dämpfen aus dem Behälter ermöglichen und erlauben, wenn der Druck
darin eine vorgegebene Grenze übersteigt". Die Federklammern erlauben eine Relativbewegung des Deckel- und des Hauptteils,
um ein Entweichen von Gasen und Dämpfen zu gestatten, und dichten das Deckel- und das Haupt teil wieder ab, wenn der
Überdruck abgebaut ist. Eine im wesentlichen ähnliche Vorrichtung geht aus US-Patent Nr. 2 2 68 72 0 hervor.
Eine Reihe von Unzulänglichkeiten ist mit diesen Vorrichtungen verknüpft. Beispielsweise ist der Behälter nur für eine
Belüftung bei einer vorgegebenen Druckdifferenz ausgelegt, so
daß die Verwendung des Behälters für die Ausführung unter-
schiedlicher Funktionen (, bei denen unterschiedliche Drücke
auftreten können,) nicht denkbar ist. Des weiteren sind die Federklammern nach dem Stand der Technik anfällig für Beschädigung
und unbeabsichtigtes Lösen.
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5
Nach einer ersten Ausgestaltung weist die Erfindung Verschlußmittel
für einen Druckbehälter auf, der ein Hauptteil und ein Deckelteil aufweist, wobei das Verschlußmittel mindestens
ein am Deckelteil angebrachtes Befestigungsmittel aufweist, um das Hauptteil und das Deckelteil lösbar aneinander
zu befestigen und einen im wesentlichen gasdicht abschließenden Behälter zu bilden, wobei das· mindestens eine Befestigungsmittel
einen begrenzten BewegungsSpielraum zwischen dem Hauptteil und dem Deckelteil von einer Abdichtstellung zu einer
Belüftungsstellung erlaubt, wenn der Druck innerhalb des Behälters den äußeren Druck um ein vorgegebenes Maß übersteigt,
wodurch ein Ableiten des Überdrucks erlaubt wird, und wobei das Verschlußmittel mindestens ein Ausgleichsmittel
aufweist, das nach Ableiten des Überdrucks eine Ausgleichsbewegung des Hauptteils und des Deckelteils von der Belüftungsstellung
zur Abdichtstellung bewirkt.
Das Befestigungsmittel und das Ausgleichsmittel können durch
dieselbe Komponente gebildet werden, die beide Funktionen ausführt. Alternativ dazu werden die Befestigungsfunktion und
die Ausgleichsfunktion vorzugsweise durch einzelne, jedoch
entsprechend zugeordnete Befestigungskomponenten und Ausgleichskomponenten
ausgeführt. Vorteilhafterweise wird die
Befestigungsfunktion durch eine stabile Befestigungskomponente
ausgeführt, die so geformt und aufgebaut ist, daß sie die Ausgleichskomponente vor Beschädigung bewahrt, wodurch andernfalls
die Funktion der Ausgleichskomponente negativ be-
einflußt werden kann. Wenn die Befestigungsfunktion und die
Ausgleichsfunktion durch einzelne Komponenten ausgeführt werden, werden sowohl die Befestigungskomponenten als auch die
Ausgleichskomponenten vorzugsweise am Deckelteil angebracht. 5
Nach einer zweiten Ausgestaltung weist die Erfindung einen Druckbehälter auf, der ein Hauptteil und ein Deckelteil und
Verschlußmittel aufweist, wobei das Verschlußmittel mindestens ein am Deckelteil angebrachtes Befestigungsmittel aufweist,
um das Hauptteil und das Deckelteil lösbar aneinander zu befestigen und einen im wesentlichen gasdicht abschließenden
Behälter zu bilden, wobei das mindestens eine Befestigungsmittel einen begrenzten Bewegungsspielraum zwischen dem
Hauptteil und dem Deckelteil von einer Abdichtstellung zu einer Belüftungsstellung erlaubt, wenn der Druck innerhalb des
Behälters den äußeren Druck um ein vorgegebenes Maß übersteigt, wodurch ein Ableiten des Überdrucks erlaubt wird, und
wobei das mindestens eine Befestigungsmittel nach Ableiten des Überdrucks eine Ausgleichsbewegung des Hauptteils und des
Deckelteils von der Belüftungsstellung zur Abdichtstellung bewirkt.
Erfindungsgemäß ist das Befestigungsmittel am Deckelteil des
Druckbehälters und nicht am Hauptteil angebracht, wie nach dem Stand der Technik bekannt. Die Ausführung der Erfindung
hat eine Reihe von Vorteilen. Das Hauptteil, das frei von beweglichen Teilen ist, kann im allgemeinen mit größerer Leichtigkeit
gehandhabt werden, insbesondere beim Reinigen (und, falls erforderlich, beim Erhitzen unter Druck) und beim Aufbewahren
(wobei die Hauptteile derartiger Behälter ohne weiteres ineinander aufgestapelt werden).
Obgleich das Befestigungsmittel dahingehend beschränkt ist,
daß ein Belüften des Druckbehälters nur dann erfolgt, wenn der Druck im Behälter den äußeren Druck um ein vorgegebenes
Maß übersteigt, kann für dasselbe Hauptteil eine Vielzahl unterschiedlicher Deckel (mit entsprechend zugeordneten Befestigungsmitteln
unterschiedlicher detaillierter Ausführung) vorgesehen werden, so daß dasselbe Hauptteil zur Verwendung
unter einer Vielzahl von Bedingungen ausgelegt werden kann, wobei das Belüften bei verschiedenen Druckunterschieden erfolgt.
Im Gegensatz dazu konnte bei Ausführungen nach dem Stand der Technik, bei denen das Befestigungsmittel am Haupt teil
angebracht ist, lediglich ein Hauptteil nur dazu verwendet werden, das Belüften bei einem Druckunterschied zu erlauben.
Wenn ein Belüften bei einem anderen Druckunterschied erforderlich war, so wurde ein völlig anderes Hauptteil benötigt.
Vorteilhafterweise ist das Verschlußmittel manuell bedienbar.
Typischerweise ist das Befestigungsmittel drehbar am Deckelteil
angeordnet.
Vorteilhafterweise ist eine Mehrzahl von beispielsweise vier
Befestigungsmitteln um die äußere Fläche des Druckbehälters herum angeordnet. Typischerweise ist der Druckbehälter im wesentlichen
zylindrisch, wobei die Befestigungsmittel gleichmäßig beabstandet um den Umfang des Behälters herum angeordnet
sind.
Vorzugsweise umfaßt das Befestigungsmittel eine Klammer, die
für den Eingriff an einer vorspringenden Fläche des Hauptteils des Druckbehälters ausgelegt ist. Vorteilhafterweise
greift ein nach oben gerichteter Fußbereich der Klammer an
einer horizontalen oder nach unten gerichteten Lippe am Hauptteil ein. Vorzugsweise weisen die Klammern ein synthetisches
Polymermaterial auf, wie etwa Acetal, oder ein metallisches Material, wie etwa rostfreien Stahl. Vorteilhafterweise
ist das Befestigungsmittel so ausgeführt, daß eine Fläche
vorgesehen ist, die eine manuelle Bewegung des Befestigungsmittels
von einer offenen Stellung und von einer geschlossenen Stellung ermöglicht. Vorzugsweise ist diese Fläche so unter
einem Winkel angeordnet, daß sie nach außen vom Druckbehalter vorspringt und von einem Benutzer ohne weiteres unabhängig
davon verwendet werden kann, ob das Befestigungsmittel in der offenen oder geschlossenen Stellung ist.
Das Ausgleichsmittel ist zweckmäßigerweise in Form einer Feder ausgebildet. Die Feder wird vorteilhafterweise aus rostfreiem
Federstahl oder einer ähnlichen metallischen Substanz hergestellt. Vorteilhafterweise ist das Ausgleichsmittel in
einem Endbereich mit dem Befestigungsmittel und in einem entgegengesetzten
Endbereich mit dem Deckelteil des Druckbehälters verbunden.
Vorzugsweise übt die Bewegung des Befestigungsmittels beim
Befestigen des Hauptteils und des Deckelteils aneinander eine Kraft auf das Ausgleichsmittel aus. In einer bevorzugten Ausführungsform
neigt die ausgeübte Kraft dazu, das Ausgleichsmittel zusammenzudrücken. Beim Befestigen des Haupt- und des
Deckelteils aneinander geht das Befestigungsmittel vorteilhafterweise
durch eine Gleichgewichtsstellung, so daß das Befestigungsmittel, wenn es festgemacht ist, in einer "overcentre"-Verschlußstellung
gegen die Seite des Druckbehälters stabil gehalten wird.
In einer Ausführungsform ist das Deckelteil mit einer Mehrzahl
von Paaren vorspringender Teile versehen, wobei jedes Teil eines Paares mit dem anderen Teil des Paares durch eine
Stange verbunden ist. Jede Befestigungsklammer weist Vorzugs weise
eine ähnliche Stange auf. Ein Endbereich des Ausgleichsmittels wird in Reibungseingriff mit der Stange des
Deckelteils gehalten, der entgegengesetzte Endbereich des Ausgleichsmittels wird durch Reibungseingriff mit der Stange
der Befestigungsklammer gehalten.
Vorzugsweise ist die Ausführung so, daß eine Verrückung des Deckelteils von der Abdichtstellung zur Belüftungsstellung
dazu neigt, das Ausgleichsmittel einem Zusammendrücken auszusetzen.
Beim Gebrauch führt ein erhöhter Druck innerhalb des Druckbehälters
{beispielsweise infolge Erhitzung eines Druckkochers oder Aktivierung eines Gaserzeugungssystems innerhalb eines
anaeroben Gefäßes) bezüglich des äußeren Drucks zur Bildung eines Druckunterschieds. Wenn der innere Druck weiterhin ansteigt,
kann der Druckunterschied ausreichen, um den zum Teil durch das Befestigungsmittel vorgesehenen Ausgleich zu überwinden
und somit das Deckelteil von der Abdichtstellung zur Belüftungsstellung zu verrücken, wobei die Verrückung ein Ableiten
des Überdrucks erlaubt, wodurch der innere Druck und der Druckunterschied herabgesetzt werden. Schließlich wird
der Druckunterschied auf ein solches Niveau herabgesetzt, daß der durch die Ausgleichsmittel vorgesehene Ausgleich dazu
dient, den durch den Druckunterschied herbeigeführten Widerstand zu überwinden, und das Deckelteil von der Belüftungsstellung
zur Abdichtstellung zurückführt, wodurch wiederum
ein im wesentlichen gasdicht abschließender Behälter gebildet
wird.
Das Deckelteil enthält zweckmäßigerweise einen einklappbaren
Tragegriff, der in einer Aufnahme im Deckel untergebracht werden kann, wenn er nicht zum Gebrauch benötigt wird.
Das Deckelteil enthält vorteilhafterweise eine vorspringende
Fläche, die einen Fingergriff zur Unterstützung beim Abheben des Deckelteils vom Hauptteil bildet, wenn innerhalb des Behälters
Unterdruck herrscht.
Der Behälter beinhaltet vorteilhafterweise mindestens ein manuell
bedienbares Ventilmittel, das die Einführung von Luft in einen Behälter erlaubt, um ein manuelles Abheben des Dekkelteils
in dem Fall zu ermöglichen, daß innerhalb des Behälters ein Unterdruck herrscht, der die Trennung des Deckelteils
vom Hauptteil verhindern kann. Das Ventilmittel hat zweckmäßigerweise die Form einer sich durch das Deckelteil
erstreckenden Schraube, die gedreht werden kann, um Luft in den Behälter einzuführen.
Die Erfindung wird nun weiter beschrieben durch illustrative Beispiele unter Bezugnahme auf die Zeichnungen, in denen:
25
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Figur 1 eine seitliche Ansicht eines die Erfindung verkörpernden anaeroben Gefäßes zeigt;
Figuren 2 und 3 eine perspektivische Ansicht des in Figur 1 gezeigten Gefäßes von oben gesehen zeigen;
Figur 4 eine Draufsicht auf das in den Figuren 1 bis 3 dargestellte
anaerobe Gefäß ist, jedoch auf einer anderen Skala (Lebensgröße);
Figur 5 eine vergrößerte Querschnittsansicht des Verschluß mittels
des in den Figuren 1 bis 4 gezeigten anaeroben Gefäßes ist;
Figur 6 eine vergrößerte Vorderansicht der in den vorangehenden
Figuren gezeigten Klammer ist;
Figur 7 eine Ansicht entlang der Schnittlinie A-A der Figur 6 ist; und
Figur 8 eine Ansicht der Klammer in Richtung des in Figur 7 gezeigten Pfeils C ist.
Im folgenden wird ein die Erfindung verkörperndes anaerobes Gefäß beschrieben.
Unter Bezugnahme auf Figur 1 hat das anaerobe Gefäß ein Hauptteil 2 und ein Deckelteil 4, die durch vier Klammern 6
lösbar aneinander befestigt werden können. Das anaerobe Gefäß hat ein Volumen von 2,5 Litern.
Das Hauptteil 2 ist im wesentlichen zylindrisch (mit einem Durchmesser von ungefähr 13cm), verjüngt sich jedoch in Richtung
auf die Basis leicht nach innen. Oben hat das Hauptteil 2 eine nach außen gerichtete Lippe 8. Das Hauptteil 2 weist
ein transparentes synthetisches Kunststoffmaterial auf.
&iacgr;&ogr;
Das Deckelteil 4 weist einen Neopren-Dichtungs-O-Ring (28,
Figur 5) auf, so daß ein im wesentlichen gasdicht abschließender Behälter gebildet wird, wenn das Hauptteil 2 und das
Deckelteil 4 aneinander befestigt werden. Das Deckelteil 4 ist im allgemeinen zylindrisch mit einer nach außen gerichteten
Lippe 10 an seiner Basis. Das Deckelteil 4 weist ein opakes synthetisches Kunststoffmaterial auf, insbesondere Acetal.
Ein einklappbarer Tragegriff ist vorgesehen, der in einer halbkreisförmigen Aufnahme im Umfang des oberen Randes
des Deckelteils anordbar ist, wenn er nicht in Gebrauch ist.
Das Deckelteil 4 ist mit vier Flanschpaaren (nicht gezeigt in Figur 1) versehen, die nach außen von seiner Seite vorspringen.
Eine transversale Stange ist zwischen den Teilen eines jeden Paars angeordnet. Die Stange hat einen Durchmesser von
4mm (26, Figur 5).
Wie den Figuren 2, 3 und 4 entnommen werden kann, ist das Deckelteil 4 mit einer vorspringenden Fläche 14 versehen, die
einen Fingergriff zur Unterstützung beim Abheben des Deckelteils
4 vom Haupttei'l 2 bildet, wenn im Behälter ein Unterdruck
bezüglich des äußeren Drucks herrscht. Des weiteren weist das Deckelteil 4 auch ein manuell bedienbares Ventil-.
mittel auf, das die Einführung von Luft in das anaerobe Gefäß in dem Fall erlaubt, daß der Unterdruck eine Trennung des
Deckelteils 4 vom Hauptteil 2 trotz des Fingergriffs verhindert. Das Ventilmittel hat die Form einer Unterlegscheibe und
einer sich durch das Deckelteil 4 erstreckenden Schraube 16, die gedreht werden kann, um Luft in den Behälter einzuführen.
Die vier Befestigungsklammern 6 sind in gleichen Abständen um
den Umfang des Deckelteils 4 herum angebracht und weisen Ace-
tal, ein stabiles geformtes Kunststoffmaterial auf. Unter Bezugnahme
auf Figur 5 weisen die Klammern 6 ein näherungsweise S-förmiges Hauptteil mit einem Fingergriff 18 am oberen Ende
und einem nach innen gerichteten Haken 20 am unteren Ende auf, der unter die nach außen gerichtete Lippe 8 des Hauptteils
2 paßt. Der Fingergriff 18 sieht eine Fläche vor, die die manuelle Bewegung der Klammer 6 sowohl von einer geschlossenen
Stellung als auch von einer offenen Stellung ermöglicht. Die Fläche des Fingergriffs 18 ist so unter einem
Winkel angeordnet, daß sie nach außen vom anaeroben Gefäß vorspringt und von einem Benutzer ohne weiteres verwendet
werden kann, unabhängig von der Stellung der Klammer 6. Die Klammern 6 weisen auch zwei Seitenflansche mit einer zwischen
diesen angeordneten transversalen Stange 22 auf, wobei die Stange einen Durchmesser von 4mm hat.
Jede Klammer 6 ist auch mit einzelnen Ausgleichsmitteln in Form einer Feder 24 verbunden, die aus rostfreiem Federstahl
von Standarddrahtstärke (s.w.g. = standard wire gauge) 28 hergestellt ist. Die Feder weist einen Streifen im allgemeinen
platten Metalls auf, der näherungsweise in einer S-Form ausgebildet ist. Ein Ende der Feder 24 ist um die transversale
Stange 22 der Klammer 6 gebogen. Das entgegengesetzte Ende der Feder 24 ist um die transversale Stange 2 6 des Deckelteils
4 gebogen. Die stabile Klammer 6 trägt dazu bei, die Feder 24 vor Beschädigung zu schützen.
Die Federn erlauben einen begrenzten Bewegungsspielraum zwischen
dem Hauptteil 2 und dem Deckelteil 4 von einer Abdicht stellung zu einer Belüftungsstellung, wenn der Druck innerhalb
des Behälters den äußeren Druck um ein vorgegebenes Maß übersteigt, wodurch ein Ableiten des Überdrucks erlaubt wird.
Beim Gebrauch werden angeimpfte Petrischalen (30, Figuren 1
und 2) innerhalb des Hauptteils 2 zusammen mit einem geeigneten
Gaserzeugungssystem (32, Figuren 1 und 2) aneinandergereiht, wie sie dem Fachmann wohlbekannt sind. Das Deckelteil
4 wird dann oben am Hauptteil 2 angeordnet, wobei jede Klammer 6 lose ist.
Um das Gefäß abzudichten, werden die vier Klammern 6 in Richtung der in Figur 1 gezeigten dicken Pfeile bewegt. Somit
wird die Klammer 6 unter Bezugnahme auf Figur 5 um die transversale Stange 26 in Richtung des Deckelteils 4 mit dem nach
oben gerichteten, unter der Lippe 8 des Hauptteils 2 des Gefäßes positionierten Haken 20 der Klammer 6 gedreht. Die
Klammer 6 geht damit von einer offenen Stellung in eine geschlossene Stellung über und setzt dabei die Feder 24 unter
Druck. In der offenen Stellung beträgt die Länge zwischen in Figur 5 gezeigten Punkten A und B 17,5mm. In der geschlossenen
Stellung ist die Länge A-B auf 15mm herabgesetzt. Hierdurch wird eine Kraft von 44,5 Newton (+/- 4,45 Newton) (10
lbs (+/- 1 Ib)) ausgeübt. In der geschlossenen Stellung wird
die Klammer 6 sicher in einer "over-centre"-Verschlußstellung gegen die Seite des Deckelteils 4 gehalten. Der nach oben gerichtete
Haken 20 der Klammer 6 ist im Eingriff mit der nach außen gerichteten Lippe 8 des Hauptteils 2.
Dieser Vorgang wird für die anderen Klammern 6, mit denen das Gefäß ausgestattet ist, wiederholt. Wenn alle Klammern 6 geschlossen
sind, wird durch den Neopren-Dichtungs-O-Ring 28
ein im wesentlichen gasdicht abschließender Behälter zwischen dem Hauptteil 2 und dem Deckelteil 4 gebildet, wobei das Dek-
kelteil 4 durch das Zusammendrücken der auf die Halteklammern 6 wirkenden Federn 24 an Ort und Stelle gehalten wird.
Die Ausführung ist derart, daß, sollte der innere Druck den äußeren Druck um näherungsweise 13.794 N/m2 (2 pounds per
square inch (psi)) übersteigen, der Druckunterschied eine ausreichende Kraft zur Überwindung des Widerstands der Federn
24 bereitstellen und das Deckelteil 4 von der Abdichtstellung zur Belüftungsstellung verrücken wird, wodurch die luftdichte
Abdichtung unterbrochen wird. Die Verrückung des Deckelteils 4 verursacht ein weiteres Zusammendrücken der Federn 24, wobei
die Klammern 6 durch ihren Eingriff in die Lippe 8 des Hauptteils 2 des anaeroben Gefäßes an Ort und Stelle gehalten
werden.
Das Unterbrechen der luftdichten Abdichtung erlaubt das Ableiten von Gas aus dem Inneren des anaeroben Gefäßes, was den
Druckunterschied herabsetzt. Schließlich fällt der innere Druck bis zu einem Punkt, bei dem die zusammengedrückten Federn
24 eine stärkere Kraft auf das Deckelteil 4 als der Druckunterschied ausüben, und an diesem Punkt werden die Federn
24 das Deckelteil 4 zurück in Richtung der Abdichtstellung treiben. Es wird ohne weiteres klar, daß, sollte der innere
Druck nachfolgend ansteigen, was einen Druckunterschied über dem Schwellenniveau von ungefähr 13.794 N/m2 (2 lb/psi)
nach sich zieht, der Vorgang wiederholt wird.
Die Erfindung wurde vorstehend in bezug auf ihre Anwendung auf ein anaerobes Gefäß beschrieben. Der Fachmann weiß zu
schätzen, daß die Erfindung im Prinzip auf jeden beliebigen
Druckbehälter angewendet werden kann. Verschiedene Faktoren können geändert werden, um die Erfindung zur Verwendung unter
verschiedenen Umständen (z.B. zur Verwendung bei unterschiedlichen
Schwellendruckwerten) auszulegen. Beispielsweise können die Ausgleichsmittel so gewählt werden, daß sie mehr Widerstand
bieten, wenn die Erfindung bei Druckbehältern verwendet werden soll, die größeren Druckunterschieden ausgesetzt
sind. Beispielsweise können, wenn Federn verwendet werden, diese aus dickerem und/oder stabilerem Material hergestellt
werden. Alternativ dazu oder zusätzlich kann die Bewegung der Klammern in die geschlossene Stellung ein größeres
Maß an Zusammendrücken der Federn bewirken, so daß ein höherer Druck-unterschied erforderlich ist, um das Deckelteil aus
der abgedichteten Stellung zu verrücken. Alternativ dazu können die entgegengesetzten Änderungen vorgenommen werden, wenn
ein System bei niedrigeren Druckunterschieden betätigt werden soll.
Dementsprechend kann, falls gewünscht, eine Reihe unterschiedlicher
Deckel, die mit Befestigungsmitteln und Ausgleichsmitteln ausgestattet sind, im Ansprechen auf verschiedene
Druckunterschiede zur Verwendung mit demselben Hauptteil bereitgestellt werden, was eine Verwendung des Hauptteils unter
einer Reihe verschiedener Bedingungen erlaubt.
Claims (12)
1. Verschlußmittel für einen Druckbehälter, der ein Hauptteil (2) und ein Deckelteil (4) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß das Verschlußmittel mindestens ein am Deckelteil (4) des Druckbehälters angebrachtes Befestigungsmittel
(6) aufweist, um das Hauptteil (2) und das Deckelteil (4) lösbar aneinander zu befestigen und einen im
wesentlichen gasdicht abschließenden Behälter zu bilden, wobei das mindestens eine Befestigungsmittel (6) einen begrenzten
Bewegungsspielraum zwischen dem Hauptteil (2) und dem Deckelteil (4) von einer Abdichtstellung zu einer Belüftungsstellung
erlaubt, wenn der Druck innerhalb 'des Behälters den äußeren Druck um ein vorgegebenes Maß übersteigt, wodurch ein
Ableiten des Überdrucks erlaubt wird, und wobei das Verschlußmittel mindestens ein Ausgleichsmittel {24) aufweist,
das nach Ableiten des Überdrucks eine Ausgleichsbewegung des Hauptteils (2) und des Deckelteils (4) von der Belüftungsstellung
zur Abdichtstellung bewirkt.
2. Verschlußmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Befestigungsmittel eine Klammer {6) umfaßt, die für
den Eingriff an einer vorspringenden Fläche des Hauptteils (2) des Druckbehälters ausgelegt ist.
81675 München -Ismaninger Straße 108-Telefon 0 0 89/980731 · Telefax 0 89/982 9421
3. Verschlußmittel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das Befestigen von Hauptteil (2) und Deckelteil (4) eine Kraft auf das mindestens eine Ausgleichsmittel (24)
ausübt.
5
5
4. Verschlußmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsfunktion und die Ausgleichsfunktion
durch einzelne, jedoch entsprechend zugeordnete Befestigungskomponenten und Ausgleichskoinponenten ausgeführt
werden.
5. Verschlußmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Verschlußmittel ein Federausgleichsmittel
aufweist.
6. Verschlußmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausgleichsinittel (24) eine Feder aus
rostfreiem Federstahl von Standarddrahtstärke 2 8 umfaßt.
7. Verschlußmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Befestigungsmittel (6) mit einer Fläche
versehen ist, die eine manuelle Bewegung des Befestigungsmittels (6) von einer offenen Stellung und von einer geschlossenen
Stellung ermöglicht.
8. Verschlußmittel nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Fläche nach außen vom Druckbehälter vorspringt.
9. Druckbehälter, der ein Hauptteil (2) und ein Deckelteil
(4) und Verschlußmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 8 aufweist .
10. Im wesentlichen zylindrischer Druckbehälter nach Anspruch 9, der in gleichen Abständen angeordnete, am umfang positionierte
Klammern (6) aufweist.
11. Anaerobes Gefäß nach Anspruch 9 oder 10.
12. Anaerobes Gefäß nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß das anaerobe Gefäß ein manuell bedienbares
Belüftungsmittel zum Ausgleichen des Drucks innerhalb des anaeroben Gefäßes mit dem äußeren Druck aufweist.
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