[go: up one dir, main page]

DE2950782C2 - - Google Patents

Info

Publication number
DE2950782C2
DE2950782C2 DE19792950782 DE2950782A DE2950782C2 DE 2950782 C2 DE2950782 C2 DE 2950782C2 DE 19792950782 DE19792950782 DE 19792950782 DE 2950782 A DE2950782 A DE 2950782A DE 2950782 C2 DE2950782 C2 DE 2950782C2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pressure
gas
gas supply
mbar
buildings
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19792950782
Other languages
English (en)
Other versions
DE2950782A1 (de
Inventor
Istvan Dr. Dipl.-Masch.-Ing. Hajdu
Miklos Dipl.-Masch.-Ing. Budapest Hu Wilcsek
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Magyar Szenhidrogenipari Kutatofejleszto Intezet
Original Assignee
ORSZAGOS KOEOLAJ ES GAZIPARI TROESZT GAZTECHNIKAI KUTATO ES VIZSGALO ALLOMAS BUDAPEST HU
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by ORSZAGOS KOEOLAJ ES GAZIPARI TROESZT GAZTECHNIKAI KUTATO ES VIZSGALO ALLOMAS BUDAPEST HU filed Critical ORSZAGOS KOEOLAJ ES GAZIPARI TROESZT GAZTECHNIKAI KUTATO ES VIZSGALO ALLOMAS BUDAPEST HU
Publication of DE2950782A1 publication Critical patent/DE2950782A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2950782C2 publication Critical patent/DE2950782C2/de
Granted legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F17STORING OR DISTRIBUTING GASES OR LIQUIDS
    • F17DPIPE-LINE SYSTEMS; PIPE-LINES
    • F17D1/00Pipe-line systems
    • F17D1/02Pipe-line systems for gases or vapours
    • F17D1/04Pipe-line systems for gases or vapours for distribution of gas

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Feeding And Controlling Fuel (AREA)
  • Pipeline Systems (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine Anlage für die Gasversorgung von Gebäuden mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Patentanspruchs 1.
Zu Beginn der kommunalen Gasversorgung wurde das damals etwa beim atmosphärischen Druck erzeugte Kammergas durch ein Niederdruckrohrnetz (50 kp/m² ≈ 4,9 mbar) zu den Verbrauchern geleitet.
Dieser Druckwert wurde vor allem aus Sicherheitsgründen so niedrig gewählt, nachdem anfangs im Zusammenhang mit der Zuverlässigkeit der Rohrleitungsmaterialien und der Rohrverbindungen gewisse Unsicherheit herrschte. Später wurde dieser niedrige Druck geringfügig erhöht (auf 80 kp/m² ≈ 7,85 mbar), und als die Ansprüche und der Verbrauch weiter angestiegen sind, wurde es mit der Förderung von Gasen höherer Drücke in der Netzleitung begonnen, wobei der Versorgungsdruck für die einzelnen Verbraucherbezirke mit Hilfe von sogenannten Bezirksdruckregler eingestellt wurde.
Bei der Erdgasversorgung wurde schon vom Anfang an ein wesentlich höherer Druck (275 kp/m² ≈ 26,96 mbar) verwendet.
Das heutige Gasverteilungssystem wurde eigentlich mit dem Ausbau der Erdgasfernleitungen ausgebildet, die mit einem Druck von 40-60 at betrieben werden. Das heutige Gasverteilungsnetz besteht im wesentlichen aus Hochdruck-Fernleitungen (20-60 at), aus Mitteldruck- Verteilungsleitungen (bis 6 at ≈ 5,88 bar) und aus Niederdruck-Versorgungsleitungen. Zwischen die einzelnen Leitungssysteme werden Gasdruckregler eingebaut, die mit verschiedenen, andere Versorgungsfunktionen ausübenden Geräten ergänzt (wie z. B. Filtern, Heizungs- oder Odorierungseinrichtungen usw.) sogenannte Versorgungsunterstationen bilden. Die ständige Steigerung des Gasverbvrauches trug zum allmählichen Abbau des über große Durchmesser verfügenden Niederdruck-Verteilungsnetzes bei, welches in gewissen Bereichen (z. B. in öffentlichen Geländen) schon völlig verschwunden ist, und die Verbrauchereinheiten mit Hilfe von sogenannten "Hausdruckreglern" unmittelbar an das Mitteldrucknetz angeschlossen werden.
Diese Entwicklung war aber nur außerhalb der Gebäuden zu beobachten. Innerhalb der Gebäude mußte der zulässige Druckabfall an der Anschlußleitung (worunter hier die Hausanschluß- und Verteilungsleitung sowie die Steigleitungen verstanden werden) infolge des niedrigen Versorgungsdruckes auf einem sehr niedrigen Wert gehalten werden, demzufolge war der Durchmesser der verwendeten Rohrleitungen recht groß. Diese Tatsache hat eine bedeutende Menge an Baumaterialien (vor allem an Metallen) sowie erhebliche Installationskosten erfordert und hatte darüber hinaus ein entlang der Wände verlaufendes, gut sichtbares und die Ästhetik der Wohnräume störendes Rohrnetz zur Folge. Die zur mechanischen Befestigung der Rohrleitungen benutzten Befestigungselemente mußten mit großem Arbeitsaufwand in die Wand eingemeißelt werden und die Überführung der Rohrleitung durch die Wandebenen benötigte ziemlich große Wanddurchbrüche. Diese Probleme haben vor allem bei Blockhäusern und bei durch Tunnelschalungstechnologie gefertigten Gebäuden erhebliche Schwierigkeiten bedeutet. Die Kosten waren hoch, und die Installationsarbeit war sehr zeitaufwendig.
Der niedrige Versorgungsdruck hat natürlich auch die Gestaltung der Gasverbrauchergeräte bestimmt. Infolge des niedrigen Druckes sind die Abmessungen der Geräte und damit im Zusammenhang auch ihr Platz- und Materialbedarf ziemlich groß. Darüber hinaus wurde durch den niedrigen Versorgungsdruck (nachdem die zur Verbrennung des Gases notwendige Luft durch die Energie des Gases zur Verbrennungsstelle gefördert werden muß) der Kreis der verwendbaren Gasbrenner stark eingeschränkt. Mehrere, sonst äußerst vorteilhafte Eigenschaften aufweisende Gasbrenner konnten bisher in Haushaltsgeräten deshalb nicht verwendet werden, weil zu ihrem Betrieb ein höherer Gasdruck notwendig ist, als der jetzige Versorgungsdruck (z. B. der Gasbrenner gemäß der HU-PS 1 56 316). Während der Entwicklung von Industriebrenneranlagen wurden zahlreiche solche Lösungen erarbeitet, die auch bei Haushaltsgeräten vorteilhaft verwendet werden könnten, wenn dort der notwendige höhere Gasdruck zur Verfügung stehen würde. Auf diese Weise entstand eine prinzipielle Lösung für eine solche Generation von Haushaltsgasgeräten, die neben der wesentlichen Verminderung der Abmessungen und der gleichzeitigen Erhöhung der spezifischen Leistungen eine Platz- und Materialersparung ermöglichen würde und gleichzeitig auch das Komfort der mit Gas versorgten Haushalte erhöhen könnte.
Mit der Verbreitung der industriellen Bautechnologien hat sich der Zeitaufwand für die eigentlichen Bauarbeiten bei der Errichtung von neuen Gebäuden wesentlich verringert, gleichzeitig ist aber die Durchführung der den Bauarbeiten nachfolgenden technologischen Installationsarbeiten (wie z. B. Wasser-, Kanal-, Elektro- und Gasinstallation) wesentlich schwieriger geworden. Die Fertigung von Nuten, Wand- und Deckendurchbrüchen ist schwer mechanisierbar und sehr zeitaufwendig. So hat sich also der Zeitaufwand der Installationsarbeiten nach Beendigung der eigentlichen Bauarbeiten auch im absoluten Maßstab erhöht, er hat sogar im Vergleich zu den Bauarbeiten schon dermaßen zugenommen, daß dieser Umstand schon die rechtzeitige Durchführung der Bauprogramme verhindert hat.
Aus diesen Gründen ist es verständlich, daß die Versuche zur Modernisierung dieser Installationsarbeiten mit großem Interesse empfangen werden. Die Wasserleitungs- und Kanalinstallationsarbeiten wurden durch die Anwendung von Rohrleitungsschächten wesentlich erleichtert, insbesondere bei Blockhäusern mit Großpaneelen und bei durch Tunnelschalungstechnologie gefertigten Gebäuden, nachdem diese Lösung die Deckendurchbrüche erübrigt. Bei den elektrischen Installationsarbeiten haben sich z. B. die geklebten Leitungen, die Kabelkanäle aus Kunststoff sowie die Aufhängung von Deckenleuchten mit Hilfe von Hängeschnur bewährt.
Gleichzeitig wurden auch auf dem Gebiet der Gasversorgung Versuche durchgeführt, um ein neues und weniger material- und zeitaufwendiges Verfahren zur Installation von häuslichen Gasversorgungsanlagen auszuarbeiten. Um die Abmessungen und das Material der Rohrleitungen (und damit im Zusammenhang die Mittel und die Technologie deren Befestigung) abändern zu können, war es notwendig, die Druckverhältnisse den neuen Plänen entsprechend umzuformen, in erster Linie deshalb, damit an den Leitungen innerhalb der Gebäude ein größerer Druckabfall zugelassen werden kann. Dieses Problem konnte eindeutig nur durch die Erhöhung des in das Gebäude eintretenden Druckes gelöst werden. Die Erhöhung des Eingangsdruckes wurde auch dadurch ermöglicht, daß der Maximalwert des Niederdruckes, der in die Gebäude eingeführt werden darf, inzwischen bei 100 mbar festgelegt wurde.
Fig. 1 zeigt die Druckverhältnisse bei verschiedenartig installierten häuslichen Gasversorgungsanlagen. Die eigentliche häusliche Gasversorgungsanlage ist an das Verteilungsnetz 1 angeschlossen und besteht aus einem Hausdruckregler 2, einer Anschlußleitung 3 (die eigentlich auf Hausanschluß-, Verteilungs- und Steigleitungen aufgeteilt werden könnte), einem Absperrhahn 4, einem Gaszähler 5 und einer Verbrauchsleitung 6 (welcher Begriff in diesem Fall auch die Abzweig- und Geräteanschlußleitungen beinhaltet). An diese Gasversorgungsanlage sind unmittelbar oder unter Einschaltung eines Gerätedruckreglers 8 Verbrauchergeräte 9 bzw. 10 angeschlossen.
Die Kurve "A" zeigt die Druckverhältnisse bei den mit herkömmlichen Methoden errichteten, allgemein verbreiteten Gasversorgungsanlagen. Hier ist der Druckabfall p₂-p₁, der zwischen dem Ausgangsdruck des an das Verteilungsnetz 1 angeschlossenen Hausdruckreglers 2 und dem Eingangsdruck am Verbrauchergerät 9 auf der gesamten häuslichen Gasversorgungsanlage auftreten darf, äußerst gering, infolgedessen (insbesondere bei gleichzeitiger Einschaltung von Gasheizgeräten) muß die Abmessung der Anschlußleitung 3 mindestens 1 1/2″ bis 2″ und die der Verbrauchsleitung 6 mindestens 3/8″ bis 1″ betragen. Das ist der Grund, warum eine derartige Gasversorgungsanlage ein materialaufwendiges Rohrnetz benötigt und warum zur Verlegung bzw. Befestigung dieses Rohrnetzes die schon erwähnte arbeitsaufwendige Technologie verwendet werden muß.
Es wurde versucht, den Querschnitt der verwendeten Leitungen durch die Erhöhung des in das Gebäude eingeführten Druckes und durch die Zulassung eines größeren Druckabfalls über die Gasversorgungsanlage zu verringern. Es wurde versucht, den in das Gebäude eingeführten Druck bei einer gemäß der Kurve "B" in Fig. 1 aufgebauten Gasversorgungsanlage bis zu dem Wert p₄ zu erhöhen und nach einem bedeutenden Druckabfall P₄-P₃ mit Hilfe eines Gerätedruckreglers 8 einen Druckabfall p₃-p₁ zu erzeugen und zu stabilisieren. Diese Lösung wies aber mehrere Nachteile auf.
Einerseits erwiesen sich die Leitungsquerschnitte zu klein, da eine Verminderung der Abmessungen nur bis zu einer bestimmten Grenze rationell ist. Andererseits mußte vor jedem Verbrauchergerät ein Gerätedruckregler eingebaut werden, wodurch die Anlage ziemlich teuer geworden ist.
Es wurde deshalb versucht, die Gasversorgungsanlage gemäß der Kurve "C" in Fig. 1 auszubilden, wo ein Druck p₅ in das Gebäude eingeführt wird, dessen Wert zwar den bei den herkömmlichen Gasversorgungsanlagen verwendeten Druck p₂ übersteigt, doch ist er noch so niedrig, daß er noch keine Sicherheitsprobleme mit sich bringt. Der am Leitungssystem zugelassene Druckabfall p₅-p₆ ist hier größer als der Wert, der bei den herkömmlichen Gasverteilungsanlagen zugelassen ist, wodurch eine Verminderung des Leitungsquerschnittes ermöglicht wird. Nachdem zur Erzeugung und Stabilisierung des Druckabfalls p₆-p₁ auch hier Gerätedruckregler 8 verwendet werden, verteilt sich der Druckabfall harmonisch zwischen dem Leitungsabschnitt und dessen Armaturen und dem Gerätedruckregler 8.
Diese Lösung (beispielsweise bei einem Eingangsdruck p₅ = 50 mbar und einem Druckabfall p₅-p₆ = 20 mbar) hat zwar eine Verminderung der Leitungsabmessungen ermöglicht (auf 1/2 bzw. 3/8″), aber keine Änderungen hinsichtlich des Rohrleitungsmaterials und der Technologie bei der Verlegung und Montage der Rohrleitungen. Ein weiterer Nachteil dieser Lösung besteht darin, daß der Gerätedruckregler 8 vor jedem Verbrauchergerät eingebaut werden muß, was bei der Installation der Gasversorgungsanlage einen bedeutenden Kostenfaktor, aber auch eine weitere Fehlerquelle darstellt.
Ein weiterer Nachteil der bisherigen Lösungen besteht darin, daß sie zwar eine gewisse (durch den Überdruck entstehende) Überbelastung der Geräte zulassen, aber keine (durch den Druckabfall entstehende) Unterbelastung. Die Ursache dafür besteht darin, daß bisher unter allen Umständen die Vermeidung eines dem Nenndruck niedrigeren Druckes (eines Druckabfalls) bestrebt wurde. Die zur Zeit gültigen Normen bestimmen das Maß der Wärmeüberbelastung in 15%, bei welcher das Gerät noch zuverlässig arbeiten muß, auch wenn bei einem abnehmenden Wirkungsgrad. Anhand von Messungen an Verbrauchergeräten wurde festgestellt, daß eine Unterbelastung von 10% bzw. der zu dieser Unterbelastung gehörende Druckabfall den Betrieb der Geräte bemerkbar noch nicht beeinflußt.
Die Beschränkung der zulässigen Druckschwankung ausschließlich auf den zwischen dem Nenndruck bzw. dem einer um 15% höheren Belastung gehörenden Überdruck liegenden Bereich hatte eine solche Einseitigkeit zur Folge, die beim Leitungsquerschnitt eingebüßt werden mußte.
Das Ziel der Erfindung ist die Behebung der erwähnten Nachteile.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, unter Ausnutzung des zugelassenen maximalen Betriebsdruckes die Zuleitungen derart zu dimensionieren, daß ein Optimum im Verhalten der Gasgeräte erreicht wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Anlage mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
Die erfindungsgemäße Lösung ermöglicht eine bedeutende Metallersparung, eine ästhetische Gestaltung des Leitungssystems, eine einfachere und zeitsparende Installationsarbeit, eine wesentliche Senkung der Kosten, die Ausnützung der Druckenergie der durch die Fernleitungen ankommenden Erdgase und schließlich die Möglichkeit der Einführung einer wirtschaftlicheren neuen Generation von Haushaltsgasgeräten.
Die Erfindung wird ausführlicher anhand der Zeichnung erläutert. Es zeigt
Fig. 1 die prinzipiellen Druckverhältnisse in einer erfindungsgemäß errichteten häuslichen Gasversorgungsanlage im Vergleich zu den früheren Lösungen, entlang der wichtigeren Elemente der Gasversorgungsanlage, und
Fig. 2 die Druckverhältnisse an den wichtigsten Meßpunkten bei einem konkreten Anwendungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens sowie die Abweichungen der Druckwerte vom Nenndruck.
Bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird an das Mitteldruck-Verteilungsnetz 1 ein Hausdruckregler 2 angeschlossen, dessen Ausgangsdruck dem Maximalwert des in das Gebäude gemäß den gültigen Vorschriften einführbaren Druckes (des sogenannten Niederdruckes) nahe kommt oder ihn sogar zweckmäßigerweise erreicht (p₇ in Fig. 1). Bei der Ausbildung der Anschlußleitung 3 wird herkömmliches Leitungsmaterial (Stahlrohr mit geschweißten oder Muffenverbindungen) verwendet, aber mit einem verringerten Querschnitt (bei Wohnungen bis einer Grundfläche von 130 m² kann dieser Wert 3/4″ betragen). Der größte Druckabfall (p₇-p₈) an der Anschlußleitung 3 entspricht in dieser Weise etwa dem vollen Druckabfall der durch das herkömmliche Verfahren errichteten Gasversorgungsanlage. Der Absperrhahn 4 und der Gaszähler 5 sind in an sich bekannte Einrichtungen, an welchen der Druckabfall (p₈-p₉) verschwindend klein ist. Als Verbrauchsleitung 6 werden kaltgezogene Stahlrohre oder Kupferrohre eingesetzt, deren Außendruchmesser den elektrischen Kabeln ähnlich, 8 bis 25 mm, zweckmäßigerweise 12 und 16 mm beträgt. Die Rohre werden mit Hilfe von silberhaltigem Lot durch Kapillar- Hartlöten und/oder Metallkleben miteinander verbunden. Die Rohre werden an der Wand mit Hilfe von wohlbekannten Kabelschellen befestigt, und durch die Wandebenen werden sie in einer Bohrung hindurchgeführt, deren Durchmesser höchstens 30 mm, zweckmäßigerweise 20 mm beträgt und die mit Hilfe von Schlagbohrmaschinen gefertigt werden.
Der an der Verbrauchsleitung 6 der durch dieses Verfahren ausgebildeten Gasversorgungsanlage auftretende Druckabfall (p₉-p₁₀) beträgt bei voller Belastung mindestens 15, aber höchstens 30% des Ausgangsdruckes des Hausdruckreglers 2. Als Verbrauchergeräte werden vorwiegend mit Verdrosselelement versehene Heizgeräte oder mit in den Gashahn einbauendem Drosselelement versehene Gasherde eingesetzt. So z. B. in den Abbildungen sind die Heizgeräte 9 mit Vordrosselelement, die Heizgeräte 11 und die Gasherde 12 mit in den Gashahn eingebauten Drosselelement versehen, nur beim Durchlauf- Wassererhitzer 10 wird notwendigerfalls ein Gerätedruckregler 8 verwendet. Demzufolge kann der an die Heizgeräte 9 und 11 sowie an den Gasherd 12 ankommende Eingangsdruck (p₁₀) wesentlich, mindestens um das Zweifache den jetzigen Versorgungsdruck übersteigen und nur der an den Eingang des Durchlauf-Wassererhitzers 10 ankommende Druck (p₁) wird mit dem jetzigen Vorsorgungsdruck gleichwertig sein.
Während der Durchführung des Verfahrens wird von den Werkzeugen die mit Gesteinbohrer versehene Schlagbohrmaschine am häufigsten verwendet, mit welcher man sehr einfach und produktiv arbeiten kann. Zur Montage kann auch die in an sich bekannte Rohrbiegezange verwendet werden, womit die Profilstücke ohne Vorfertigung an Ort und Stelle ausgebildet werden können, und die Zerstückelung der Rohrleitung kann in dieser Weise vermieden werden.
Zur Fertigung der Rohrverbindungen wird kein Schweißapparat gebraucht, da die mit Hilfe von Hartlot hergestellten Verbindungen mit solchem Flüssiggas-Lötgerät gefertigt werden, das über einen Injektorgasbrenner verfügt und ohne Sauerstoff- bzw. Preßluftbehälter oder Luftverdichter funktioniert. Beim Zusammenkleben der Rohrabschnitte wird außer dem in an sich bekannten Rohr weiter kein anderes Werkzeug mehr benötigt.
Die Rohrleitung der durch das erfindungsgemäße Verfahren ausgebildeten häuslichen Gasversorgungsanlage "beherrscht" nicht so auffällig die Wände, wie die früheren Leitungen, sogar nach der Bemalung der Leitungen ist sie kaum mehr bemerkbar und sie stört viel weniger die Innenarchitektur der Wohnräume als das jetzt übliche Rohrnetz.
Die Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird anhand eines konkreten Ausführungsbeispiels vorgestellt.
Beispiel 1
Mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens wurde in einem Einfamilienhaus eine häusliche Gasversorgungsanlage installiert, wo das Gebäude aus einem zentralen Wohnzimmer, aus drei Schlafzimmern, einem Badezimmer, einer Küche, einer Speisekammer und einer Toilette besteht, insgesamt mit einer Grundfläche von 130 m². In Fig. 2 wurde das Längsprofil der Gasversorgungsanlage dieses Gebäudes dargestellt. An das Mitteldruck-Verteilungsnetz, dessen Druck 3 bar beträgt, wurde ein Hausdruckregler 2 mit einem Ausgangsdruck von 100 mbar angeschlossen. Die Anschlußleitung 3 wurde aus geschweißtem Stahlrohr mit einem Durchmesser von 3/4″ ausgebildet. An die Anschlußleitung wurde ein Gaszähler 5 angeschlossen, der bis 200 mbar verwendet werden kann. Die Verbrauchsleitung 6 wurde aus kaltgezogenem Stahlrohr mit einem Durchmesser von 12 bzw. 16 mm und einer Wanddicke von 1,5 mm gefertigt. Versuchsweise wurde in einem Abschnitt auch ein Kupferrohr mit einem Durchmesser von 12 mm und einer Wanddicke von 1 mm eingebaut. Die Rohrverbindungen wurden durch Kapillar-Hartlöten hergestellt, bei den Stahlrohren mit Hilfe von einem Azetylen-Luft-Brenner und beim Kupferrohr mit Hilfe von einem Flüssiggas-Luft-Brenner. Der Nennwert des Anschlußdruckes für die Verbrauchergeräte wurde in 85 mbar festgelegt, wodurch sich die folgenden Druckverhältnisse ergaben:
p max = 100 mbar; p nenn =  85 mbar; p min =  73 mbar.
Von den Heizgeräten 9 wurden einige durch die entsprechende Einstellung des Vordrosselelementes der Automatik sowie durch den Austausch der Zündbrennerdüse, andere durch die Verstellung des eingebauten Druckreglers, die Wandheizgeräte 11 und die Gasherde 12 durch den Einbau von Vordrosselelementen in die Gashähne für den Betrieb bei dem höheren Nenndruck geeignet gemacht. Allein bei dem Durchlauf-Wassererhitzer 10 mußte ein Gerätedruckregler 8 eingebaut werden.
Zur Installation dieser Gasversorgungsanlage hätte gemäß dem herkömmlichen Verfahren eine Leitungsmasse von 93 kg eingebaut werden müssen, dagegen die Leitungsmasse, die beim erfindungsgemäßen Verfahren verwendet wurde, nur 30 kg betrug. Das bedeutet eine Metallersparung von 68%. Bei den Verbrauchsleitungen betrug die Materialersparung noch mehr, sogar 75%. Die Installationsarbeit war produktiv, das Maß der Zerstörung unbedeutend und das Rohrnetz ansprechend.
Die bei gleichzeitiger Höchstbelastung effektiv gemessenen Druckwerte wurden in Fig. 2 aufgezeichnet. Aus der Abbildung geht es hervor, daß der Druck bei jedem Meßpunkt innerhalb des Druckbereiches von -10 bis +15% geblieben ist, der noch normale Betriebsbedingungen garantiert.
Die Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens zeigen sich noch deutlicher bei Blockhäusern und bei Gebäuden, die durch Tunnelschaltungstechnologie gefertigt wurden. Hier ist die Festigkeit der Wände sehr hoch, sie kann sogar eine Druckfestigkeit von 240-400 kp/cm² erreichen, aber gleichzeitig sind die Wände recht dünn. Dieser Umstand erschwert einerseits die Fertigung von Wanddurchbrüchen, begünstigt aber die Benutzung von Schlagbohrmaschinen, nachdem die Wanddurchbrüche durch relativ kleine Bohrungen ersetzt werden können, und diese Bohrungen mit den genannten Werkzeugen sehr leicht gefertigt werden können. Bei solchen Gebäuden kann also der Zeitaufwand der Gasinstallationsarbeiten ganz bedeutend verringert werden. Dieses Verfahren ist allerdings auch bei der nachträglichen Gasversorgung von Altbauten von großem Vorteil, da die Installation ohne große Zerstörung durchgeführt werden kann.
Weitere Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens sind die folgenden.
Beim Gaszähler treten nur geringe Druckschwankungen auf. So ist eine zuverlässige Messung einfach mit einem für den gegebenen Druck geeichten Gaszähler bzw. mit Hilfe eines konstanten Korrektionsfaktors möglich.
Die Umstellung der zur Zeit hergestellten Gasgeräte auf den größeren Anschlußdruck ist relativ einfach. Die Belastung muß je Brenner durch den Umtausch der Düse bzw. durch den Einbau oder durch die Einregulierung von Vordrosselelementen eingestellt werden, nur bei älteren Gerätetypen muß ein Gerätedruckregler eingebaut werden.
Für eine neue Generation der Gasgeräte ermöglicht der Anschlußdruck von 85 mbar gute Chancen in der Verbesserung der Geräteeigenschaften. Bei einem größeren Anschlußdruck kann nämlich die Nennweite der gasführenden Teile kleiner gewählt und eine volle Primärluftversorgung der Brenner verwirklicht werden. Durch kleinere Armaturen können Kosten eingespart werden, die überstöchiometrisch arbeitenden Brenner ermöglichen einen guten Wirkungsgrad in einem breiten Belastungsbereich und der Ausbrand der Flamme erfolgt in einem kleineren Volumen, dementsprechend auch kleinere Verbrennungsräume notwendig sind.
Der Druckverlust an der Verbrauchsleitung kann durch das erfindungsgemäße Verfahren von dem zur Zeit üblichen Wert von 0,5 mbar zum Beispiel auf 19 mbar erhöht werden. Dies ermöglicht die Anwendung von Rohren mit einer maximalen Nennweite von 13 mm für die Verbrauchsleitung und nachdem es in den Wohnungen die Klimaverhältnisse zulassen, kann auch die Wanddicke dieser Leitungen wesentlich verringert werden, wodurch sich die schon mehrmals erwähnte bedeutende Metallersparung ergibt.

Claims (1)

  1. Anlage für die Gasversorgung von Gebäuden aus an sich bekannten Anlagenteilen, wie Anschlußleitungen, Absperrarmaturen, Gaszählern und Verbrauchsleitungen, bei der Brenngas den letzten benötigten Druckregler (Betriebs-, Haus- oder Zählerdruckregler) mit einem in Gebäuden zugelassenen maximalen Betriebsdruck verläßt, dadurch gekennzeichnet, daß die Nennwärmebelastung der Gasgeräte für einen Anschlußdruck eingestellt ist, der 85 bis 90% des Betriebsdruckes beträgt und daß der minimale Anschlußdruck des in der Wohnung am ungünstigsten liegenden Gasgerätes beim gleichzeitigen Betrieb aller Gasgeräte mindestens 73% des Betriebsdruckes beträgt.
DE19792950782 1978-12-19 1979-12-17 Verfahren zur installation von haeuslichen gasversorgungsanlagen Granted DE2950782A1 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
HUOA000614 HU178314B (en) 1978-12-19 1978-12-19 Method for making metal saving refined gas supplying device particularly for buildings of panel and tunnel sheeting

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE2950782A1 DE2950782A1 (de) 1980-08-14
DE2950782C2 true DE2950782C2 (de) 1988-09-01

Family

ID=11000193

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19792950782 Granted DE2950782A1 (de) 1978-12-19 1979-12-17 Verfahren zur installation von haeuslichen gasversorgungsanlagen

Country Status (4)

Country Link
AT (1) AT378588B (de)
CH (1) CH644198A5 (de)
DE (1) DE2950782A1 (de)
HU (1) HU178314B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19756759A1 (de) * 1997-12-19 1999-07-01 Rheinauer Maschinen & Armature Hausanschlußkasten für Gasinstallationseinrichtungen

Families Citing this family (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102012018880A1 (de) * 2012-09-25 2014-03-27 Fritz Curtius Trockner für Wäsche mit einer Heizstufe für fossile, gas-förmige Brennstoffe
CN103109783B (zh) * 2013-03-19 2014-08-06 浙江大学舟山海洋研究中心 一种浮升式海洋底栖生物诱捕装置

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19756759A1 (de) * 1997-12-19 1999-07-01 Rheinauer Maschinen & Armature Hausanschlußkasten für Gasinstallationseinrichtungen
DE19756759B4 (de) * 1997-12-19 2006-05-18 Rheinauer Maschinen & Armaturenbau Faulhaber Und Truttenbach Kg Hausanschlußkasten für Gasinstallationseinrichtungen

Also Published As

Publication number Publication date
DE2950782A1 (de) 1980-08-14
CH644198A5 (en) 1984-07-13
AT378588B (de) 1985-08-26
HU178314B (en) 1982-04-28
ATA792679A (de) 1985-01-15

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP3147574B1 (de) Absperrventil für ein heizungssystem und heizungssystem
DE2950782C2 (de)
DE4409927A1 (de) Wasserversorgungsanlage mit automatischem Mischsystem
DE2820832A1 (de) Kessel, hauptsaechlich fuer warmwasser-etagenheizungen
DE3116502C2 (de)
DE19941285C2 (de) Doppelrohrsystem als Rohr im Rohr zum Erstellen von Verteil- und Zirkulationssystemen für Trinkwasser in Verbindung mit Trinkwassererwärmungsanlagen
DE4100247C2 (de)
DE10049680A1 (de) Ventilbaugruppe zur Anordnung in der Wasserzuführungsleitung einer Wasserablaufarmatur
DE10102022A1 (de) Wasserheizanlage
DE951935C (de) Brenner- und Zuendanordnung fuer Absorptionskuehlschraenke, deren Kocher mit Gas, insbesondere mit Fluessiggas, wie Propan und Butan, betrieben wird
DE202014104134U1 (de) Wohnungsstation
AT165468B (de) verbindungsstücke für die Kupplung und Verzweigung von Rohrleitungen
DE3446494C2 (de)
DE10031854A1 (de) Anlage zur stetigen Erneuerung des Trinkwassers in einer von einer Versorgungsleitung abzweigenden Anschlußleitung
DE1579903C3 (de) Zentralheizungsanlage für beliebige Brennstoffe mit Zwangsumlauf des Heizmediums
WO2007137545A1 (de) Rohrteile für eine ringleitung
DD234480A5 (de) Wasserdurchlauferhitzer
DE19648303A1 (de) Rohr-Wandheizung aus Metallrohren und Verfahren zur Herstellung
DE7215774U (de) Fertigheizkoerper fuer warmwasser-einrohrsysteme
DE10399C (de) Mittel zur Verhütung der schädlichen Folgen bei Rohrbrüchen von Hauswasserleitungen
DE2360642A1 (de) Mit gas beheizter kessel mit mehreren elementen
DE2348028A1 (de) Lueftungsschacht
DE2038991B2 (de) Rohrleitungsanordnung fuer eine warmwasserzentralheizungsanlage
LU85944A1 (de) Direktbefeuerter lufterhitzer mit heizaggregat fuer eine warmluftheizung
DE1784451C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Verengen des Innenquerschnittes von Kaminen

Legal Events

Date Code Title Description
OD Request for examination
D2 Grant after examination
8364 No opposition during term of opposition
8327 Change in the person/name/address of the patent owner

Owner name: MAGYAR SZENHIDROGENIPARI KUTATO-FEJLESZTOE INTEZET

8328 Change in the person/name/address of the agent

Free format text: VIERING, H., DIPL.-ING. JENTSCHURA, R., DIPL.-ING., PAT.-ANWAELTE, 8000 MUENCHEN

8339 Ceased/non-payment of the annual fee