DE29504288U1 - Schutzvorrichtung zur Rückhaltung von Flüssigkeiten - Google Patents
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Description
J 978 HM
IBS Industriebarrieren und Produktions GmbH
Ötzer Straße 10
Ötzer Straße 10
86672 Thierhaupten
Schutzvorrichtung
zur Rückhaltung von Flüssigkeiten
zur Rückhaltung von Flüssigkeiten
Die Erfindung betrifft eine Schutzvorrichtung nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 1, die einen Sperrkörper und eine an dessen Unterseite vorgesehene Dichtung umfaßt und die zur Rückhaltung von Flüssigkeiten, insbesondere
von Wasser, wie z. B. Löschwasser oder Hochwasser vorgesehen ist.
Aus dem Stand der Technik ist eine derartige Schutzvorrichtung bekannt, die
ein Hohlbalkenprofil umfaßt und auch "Dammbalken" genannt wird. Diese wird entweder mit Hilfe von Aufnahmehalterungen oder Böcken aufgestellt
oder beispielsweise zur Abdichtung von Eingängen an Wänden befestigt. Die Aufnahmehalterungen zur Aufstellung der Dammbalken sind mit einer
durchlaufenden Stirndichtung z. B. aus Polychloroprenschaumstoff versehen. Die Aufnahmehalterungen oder Böcke können derart gestaltet sein, daß
mehrere Dammbalken übereinander gestapelt werden können, um einen zu schützenden Bereich mit einer Schutzvorrichtung mit einer größeren Höhe, als
sie ein einzelner Dammbalken aufweist, vor dem Zufluß von Wasser oder anderen Flüssigkeiten zu schützen. Der Dammbalken nach dem Stand der
Technik weist an seiner unteren Längsseite eine sich über die gesamte
Längsrichtung desselben erstreckende längliche Dichtung aus hartem Gummi
auf, um zwischen dem Dammbalken und dem Boden, auf dem dieser angeordnet ist, eine wasserdichte Verbindung vorzusehen. Die
Gummidichtung ist mit dem Dammbalken verbunden. Der Nachteil dieses
Stands der Technik ist, daß die Dichtung meist aus Hartgummi besteht und erfahrungsgemäß bei welligem oder unebenem Bodenbelag nicht in
gewünschtem Maße gegen den Zu- oder Abstrom von Flüssigkeit abdichtet. Falls die Dichtung aus einem bodenanpassungsfähigen Material ist, war sie bis
jetzt nur direkt auf dem Balkenprofil aufgeklebt und sehr wartungsunfreundlich.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Schutzvorrichtung
zur Rückhaltung von Wasser und anderen Flüssigkeiten vorzusehen, die eine wasserdichte Verbindung mit einem welligen oder unebenen Untergrund
gewährleistet. Insbesondere soll eine dauerhafte Verbindung zwischen Dichtung und Sperrkörper geschaffen werden, wobei die Dichtung bei Bedarf
schnell montierbar und/oder austauschbar sein soll.
Die Aufgabe wird mit den Merkmalen des kennzeichnenden Teils des Anspruchs 1 gelöst. Weitere Ausführungsformen sind in den
Unteransprüchen beschrieben.
Der Vorteil der Erfindung liegt darin, daß mit der unteren Dichtung ein
einstückiges Element an der unteren Seite des Sperrkörpers vorgesehen ist, so daß die Handhabung einfach und die Herstellungskosten gering sind. Die
untere Dichtung gewährleistet sowohl eine stabile formschlüssige Verbindung mit dem Sperrkörper als auch eine Abdichtung gegenüber dem Untergrund,
wobei sich die untere Dichtung der Kontur der Bodenoberfläche anschmiegt und eine wasserdichte Verbindung zwischen dem Untergrund und dem
Sperrkörper sicherstellt. Die untere Dichtung ist einfach auswechselbar und braucht lediglich in den Sperrkörper in Längsrichtung eingeschoben werden,
um diese mit dem Sperrkörper zu verbinden. Um eine Schutzvorrichtung auf einer anderen Schutzvorrichtung anzuordnen, muß lediglich die untere
Dichtung von der aufzusetzenden Schutzvorrichtung entfernt werden. Dies ist durch die formschlüssige Verbindung von Dichtung und Unterseite des
Sperrkörpers mit einfachen Mitteln und in kurzer Zeit möglich. Damit wird
erreicht, daß mehrere dieser Schutzvorrichtungen übereinander angeordnet werden können, ohne daß eine einzelne Schutzvorrrichtung mit größerem
Aufwand modifiziert werden muß. Die formschlüssige Verbindung zwischen einer Schutzvorrichtung und einer darüber angeordneten Schutzvorrichtung
bewirkt, daß die oben angeordnete Schutzvorrichtung 1 die Verbiegung der unteren Schutzvorrichtung in Längsrichtung im wesentlichen mitvollzieht,
die insbesondere aufgrund des vertikal auf die Längsachse dieser Schutzvorrichtung wirkenden Wasserdrucks entsteht.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung liegt darin, daß keine sehr hohen
Anpreßkräfte zum Boden hin wirken müssen, um die Schutzvorrichtung 1 wasserdicht mit dem Boden zu verbinden.
Eine Ausführungsform der Erfindung wird im folgenden anhand der Figur
beschrieben, die einen Querschnitt durch die erfindungsgemäße Schutzvorrichtung zeigt.
Die Fig. zeigt die Schutzvorrichtung 1, das einen Sperrkörper 2 umfaßt, das
beispielsweise als ein Hohlkörperprofil nach dem Stand der Technik gebildet
ist. Alternativ dazu kann als Sperrkörper auch ein andersartiges Element vorgesehen sein, z. B. eine profilierte oder unprofilierte Platte. An seinem
unteren Ende la weist der Sperrkörper 2 ein unteres Profil 5 auf, das beispielsweise als Schwalbenschwanzprofil ausgeführt ist. Alternativ dazu
kann auch eine andere Profilform, z. B. ein T-Profil vorgesehen sein. An
seinem oberen Ende Ib weist der Sperrkörper 2 üblicherweise ein oberes Profil 6
auf, das in verschiedener Weise gestaltet sein kann. Bei der beschriebenen Ausführungsform ist das obere Profil 6 mit zwei Nuten 7, 8 und mit zwei
Armen 10, 11 gestaltet, die jeweils von einer Stelle innerhalb der Nuten ausgehen und von dem oberen Ende des Sperrkörpers 2 wegragen. Die Arme
10, 11 dienen zur Aufnahme des unteren Profils 5 einer weiteren Schutzvorrichtung 1, die auf eine bereits stehende Schutzvorrichtung 1
aufgesetzt werden kann. Die Gestaltung des oberen Profils 6 und des unteren Profils 5 ermöglicht eine formschlüssige Verbindung mit dem unteren Profil 5
am unteren Ende la der oben gelegenen Schutzvorrichtung 1.
• ·
• ·
• ·
C.
Die Schutzvorrichtung 1 kann jedoch auch ohne ein derartiges oberes Profil 6
vorgesehen sein.
Die Schutzvorrichtung 1 umfaßt weiterhin zwei Dichtungen 14, 15. Die
Dichtung 14 ist am unteren Ende la des Sperrkörpers 2 vorgesehen, während die Dichtung 15 am oberen Ende Ib des Sperrkörpers 2 gelegen ist.
Die Dichtung 14 ist einstückig gestaltet und umfaßt einen oberen formstabilen
und elastischen Teil 18 und einen unteren weichen und hoch-elastischen Teil 19 mit extremen Verformungseigenschaften. Der obere Teil 18 weist eine
Außenprofilform wie z. B. ein T-Profil oder andere Profilformen auf und ist
dazu geeignet, die Dichtung 14 nach Einschieben in das als ein entsprechendes Gegenprofil gebildete Profil 5 als eine sichere und formschlüssige Verbindung
ohne aufwendige Befestigungsverfahren schnell herzustellen. Der obere Teil 18 besteht aus einem relativ hartelastischen formstabilen Material wie z. B.
Hartgummi, Polyethylenschaum oder ähnlichem.
Der untere Teil 19 der Dichtung 14 weist meist keine besondere Profilierung
auf, sondern ist in der Regel von rechteckigem, quadratischem oder rundem Querschnitt. Wesentlich für den unteren Teil 19 ist, daß er aus einem sehr
weichelastischen Material, wie z. B. einem Polyurethanschaumstoff mit spezieller Tränkung oder anderen Schaumstoffmaterialien besteht, welche
unter einem gewissen Anpreßdruck eine extreme Anformfähigkeit an unebene Oberflächen aufweisen und damit in der Lage sind, eine formschlüssige und
dichte Auflage mit derartigen Oberflächen einzugehen.
Der obere Teil 18 und untere Teil 19 der Dichtung 14 sind fest und dauerhaft
miteinander z. B. durch Verkleben, Verschweißen, oder durch eine mechanische Verbindung, sowie durch Kombinationen derselben verbunden.
Der Sinn dieser Verbindung besteht darin, daß ein weicher, elastischer Dichtkörper ohne aufwendige Vorbereitung leicht auf einen Sperrkörper 2
aufgebracht werden kann und dort sicher aufgrund der angepaßten Profilierung im Profil 5 des Sperrkörpers 2 gehalten wird.
Die Dichtung 15 umfaßt in der beschriebenen Ausführungsform zwei identisch
geformte Dichtungen, die formschlüssig in die Nuten 21, 22 eingesetzt werden. Alternativ dazu könnte jedoch auch nur eine einzelne Nut oder eine
andersartige Führung vorgesehen sein, wobei die Dichtung 15 dann in einer anderen als der beschreibenen Art geformt sein kann, um formschlüssig mit
dieser Nut oder Führung zusammenzuwirken. Durch die Dichtung 15 und die in der beschriebenen Ausführungsform vorgesehenen Arme 10, 11 kann
mindestens eine Schutzvorrichtung 1 auf eine am Boden stehende Schutzvorrichtung 1 aufgesetzt werden, wobei die übereinanderstehenden
Schutzvorrichtungen 1 wasserdicht miteinander verbunden sind. Die Arme 10, 11 einer unten stehenden Schutzvorrichtung 1 greifen in das untere Profil 5
einer darüber angeordneten Schutzvorrichtung 1 formschlüssig ein, so daß die oben angeordnete Schutzvorrichtung 1 die Verbiegung einer unteren
Schutzvorrichtung 1 in Längsrichtung im wesentlichen mit vollzieht, die insbesondere aufgrund des vertikal auf die Längsachse einer Schutzvorrichtung
1 wirkenden Wasserdrucks entsteht. Das beschriebene obere Profil 6 mit den Armen 10, 11 kann auch anders gestaltet sein, wenn es ein Aufsetzen eines
weiteren Sperrkörpers 2 erlaubt.
Der Sperrkörper 2 wird üblicherweise in verschiedenen Größen hergestellt.
Seine Länge kann z. B. zwischen 2 und 9 Metern liegen, die Höhe liegt vorzugsweise im Bereich zwischen 0,3 und 3 Metern, während die Breite z. B.
zwischen ca. 50 und 150 Millimeter, beträgt.
Bei der Verwendung der erfindungsgemäßen, am Boden aufzustellenden
Schutzvorrichtung 1 mit Hilfe von Aufnahmehalterungen wird die Schutzvorrichtung 1 zunächst mit der unteren Dichtung 14 und mit der oberen
Dichtung 15 versehen, indem sie in das entsprechende Profil 5 bzw. in die Nuten 21, 22 eingesetzt werden. Dabei kann die untere Dichtung 14 in
Längsrichtung in das Profil 5 eingeschoben werden. Anschließend wird die Schutzvorrichtung 1 üblicherweise in seitliche Führungen der auf dem
Untergrund befestigten Böcke von oben nach unten eingeschoben, bis die Schutzvorrichtung 1 auf dem Boden steht.
Die Schutzvorrichtung 1 wird dann von Hand oder mit einer Spannvorrichtung nach dem Stand der Technik soweit zum Untergrund hin
gedrückt, bis die untere Dichtung 14 bis mindestens auf ca. 30 % ihrer ursprünglichen Höhe komprimiert ist. Beispielsweise mittels Schnellspanner
wird die Schutzvorrichtung 1 dann in dieser Lage an den Böcken befestigt.
Auf eine derart am Boden stehende Schutzvorrichtung 1 kann dann mindestens eine weitere Schutzvorrichtung 1 gesetzt werden. Dabei ist dann
die untere Dichtung 14 der aufzusetzenden Schutzvorrichtung 1 zuvor von der Schutzvorrichtung 1 zu entfernen. Die Anzahl der auf einer am Boden
aufgestellten Schutzvorrichtung 1 zusätzlich aufsetzbaren Schutzvorrichtungen 1 hängt unter anderem von der Bauform des
Sperrkörpers 2 ab. Üblicherweise können zwei bis zu ungefähr 20 Schutzvorrichtungen 1 aufeinandergesetzt werden. Eine auf eine bereits
aufgestellte Schutzvorrichtung 1 aufzusetzende Schutzvorrichtung 1 weist lediglich eine obere Dichtung 15 zur dichten Verbindung mit der jeweils
gegebenenfalls danach aufzusetzenden und danach darüberliegenden Schutzvorrichtung 1 auf und wird ebenfalls in die Führungen der
entsprechenden Aufnahmehalterungen eingeschoben, bis sie mit der jeweils unten stehenden Schutzvorrichtung 1 zur Anlage kommen.
Die Verwendung und Befestigung einer oder mehrerer erfindungsgemäßer
Schutzvorrichtungen 1 an Gebäudewänden, &zgr;. B. zur Abdichtung von Eingängen, erfolgt in analoger Weise, wobei die Schutzvorrichtung 1 oder die
Schutzvorrichtungen 1 dann in entsprechender Weise an den Wänden befestigt werden.
J 978 HM
IBS Industriebarrieren und Produktions GmbH Ötzer Straße 10
86672 Thierhaupten
| 1 | Schutzvorrichtung |
| la | unteres Ende des Trägerelementes |
| Ib | oberes Ende des Trägerelementes |
| 2 | Sperrkörper |
| 5 | unteres Profil |
| 6 | oberes Profil |
| 7,8 | Nuten |
| 10,11 | Arme |
| 14 | Dichtung |
| 15 | Dichtung |
| 18 | oberer Teil der Dichtung 14 |
| 19 | unterer Teil der Dichtung 14 |
| 21,22 | Dichtungen |
MS/ad
Claims (7)
1. Schutzvorrichtung zur Verwendung als Abdämmelement gegen den Zu-
und Abstrom von Flüssigkeiten, wobei die Schutzvorrichtung einen langgestreckten Sperrkörper und eine an dessen Unterseite vorgesehene
Dichtung umfaßt, die über die gesamte Länge der Unterseite des Sperrkörpers mit diesem verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Dichtung (14) einstückig ausgeführt ist und einen oberen Teil (18) und
einen unteren Teil (19) aufweist,
wobei der obere Teil formschlüssig mit einem Profil (5) am unteren Ende (la)
des Sperrkörpers (2) verbunden ist, und
wobei der untere Teil (19) wesentlich elastischer als der obere Teil (18) ist.
2. Schutzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
obere (18) mit dem unteren Teil (19) verklebt ist.
3. Schutzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
obere (18) mit dem unteren Teil (19) verschweißt ist.
4. Schutzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
obere (18) mit dem unteren Teil (19) mechanisch verbunden ist.
• ·
5. Schutzvorrichtung nach einem oder mehreren der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der untere Teil (19) aus einem
schaumstoffartigen Material gebildet ist.
6. Schutzvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der
untere Teil (19) aus weichelastischem Polyurethanschaum gebildet ist.
7. Schutzvorrichtung nach einem oder mehreren der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der obere Teil (18) aus Hartgummi
gebildet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29504288U DE29504288U1 (de) | 1995-03-13 | 1995-03-13 | Schutzvorrichtung zur Rückhaltung von Flüssigkeiten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29504288U DE29504288U1 (de) | 1995-03-13 | 1995-03-13 | Schutzvorrichtung zur Rückhaltung von Flüssigkeiten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29504288U1 true DE29504288U1 (de) | 1995-05-04 |
Family
ID=8005285
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29504288U Expired - Lifetime DE29504288U1 (de) | 1995-03-13 | 1995-03-13 | Schutzvorrichtung zur Rückhaltung von Flüssigkeiten |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE29504288U1 (de) |
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