DE29502985U1 - Vertikalelement für ein Möbelstück - Google Patents
Vertikalelement für ein MöbelstückInfo
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Description
Abitz & Partner . \ . j \ y.. O K Morf
European Patent Attorneys *"* ·· »··· ·* ,..A. Dipi.-chan.
Patentanwälte M. Gritschneder
Dipl.-Phys.
A. Frhr. von Wittgenstein
Dr. Dip].-Own.
J. Morf
Abitz & Partner, Postfach 86 Ql 09. D - 81628 München Dr. Dipi.-Ctem.
Postanschrift / Postal Address Postfach 86 01 09 D - 81628 München
22. Februar 1995 2 9122/Regalsystem
EURO/TECH HANDELSGES.M.B.H.
Pöllach 92
5340 St. Gilgen
Österreich
Vertikalelement für ein Möbelstück
Die Erfindung betrifft ein Vertikalelement, z.B. ein Seitenteil, für ein Möbelstück, welches Vertikalelement leiterähnlich
mit vertikalen, vorderen und hinteren Stollen und querliegenden Sprossen aufgebaut ist, wobei aufeinanderfolgende
Sprossen zusammen mit den vorderen und den hinteren Stollen jeweils ein freies Feld begrenzen. Die Erfindung betrifft
ferner ein Möbelstück, das ein solches Vertikalelement enthält.
Bei modularen, variablen Regal- und Schrankanbauprogrammen werden durch Addition und Variation von Basiselementen modulare
Funktionseinheiten, z.B. Regale, Vitrinen, Schränke, Schreibtische, Garderoben und dergleichen erhalten. Diese
Funktionseinheiten können sowohl als Solitäre verwendet werden als auch durch Reihung und Kombination mit anderen Funktionseinheiten
zu Raumteilern und Wandanbauprogrammen zusammengestellt werden. Es ergibt sich dadurch eine Vielzahl von
Anwendungsmöglichkeiten für unterschiedliche Wohn- und Arbeitsbereiche. Alle Korpusverbindungen sind dabei reversibel
ausgeführt, so daß Aufbau und Montage der Funktionseinheiten unkompliziert sind.
München - Bogenhausen Telefon: .j*. "frelexi I I .' "telefax (U & Ql - automat.): Telegramm:
Posehingerstraße 6 +49-89-99 89 04-0 5 23 99*2 (nb'tz J)
+49-89-98 40 37 Chemindus München
+ 49-89-98 32 22
Allgemein bekannt sind derartige Funktionseinheiten, bei denen durch Verbinden von Vertikalelementen, insbesondere
Seitenteilen, und Böden eine nach allen Seiten offene Konstruktion
erhalten wird. Die Vertikalelemente sind dabei in Stollenbauweise hergestellt, bei der ein vorderer und ein
hinterer Stollen oder Holm durch querliegende Sprossen verbunden sind. Die dabei gebildeten freien Felder zwischen den
Sprossen und dem vorderen und dem hinteren Holm sind dabei freigelassen oder durch eingesetzte Füllungen geschlossen.
Die Füllungen sind fest eingebaut.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Vertikalelemente so auszubilden, daß sie in ihrem Aussehen variabel
sind.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß der
eine Stollen in vertikaler Richtung zumindest im Bereich des oder der freien Felder geschlitzt ist und daß die Sprossen
und der andere Stollen auf der dem freien Feld zugewandten Seite genutet sind.
Durch die Schlitzung des ersten Stollens ergeben sich zwei Halbstollen mit einem dazwischenliegenden Spalt. Durch den
Spalt kann ein Plattenelement in das freie Feld eingeschoben werden, wobei die Nuten der Sprossen als Führung beim Einschieben
und die Nut im zweiten Stollen als Anschlag dienen. Nachdem ein freies Feld auf diese Weise durch ein Plattenelement
ausgefüllt worden ist, kann es durch einen anschließend in den Schlitz des vorderen Stollens eingepreßten
Keder fixiert und gegen Herausfallen gesichert werden.
Vorzugsweise haben der Schlitz im ersten Stollen und die Nuten in den Sprossen und im zweiten Stollen gleiche Breite.
Durch den Schlitz im ersten Stollen können die einzelnen Plattenelemente auch bei einem bereits montierten und auf-
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gestellten Möbel in einfacher Weise ausgetauscht und z.B. einer veränderten Dekoration angepaßt werden. Die Plattenelemente
werden dadurch zu formalen und dekorativen Gestaltungselementen eines Anbauprogramms, die selbst nach Aufbau
und Montage der Möbel angebracht, ausgetauscht und versetzt werden können.
Bei dem Vertikalelement handelt es sich im allgemeinen um ein Seitenteil, wobei der erste Stollen vorne und der zweite
Stollen hinten steht.
Die Vertikalelemente können aus jedem für Möbel herkömmlicherweise
verwendeten Werkstoff bestehen, insbesondere Holz, Kunststoff und Metall. Für die Plattenelemente kommen als
Werkstoff insbesondere Sperrholzfüllungen, Korkfüllungen, mit bedruckten Textilien bespannte Rahmen, Diagonalsprossen,
Lochbleche, Fotohalterungen und dergleichen in Frage.
Gegenstand der Erfindung ist ferner ein Möbelstück, bei dem ein erfindungsgemäßes Vertikalelement verwendet wird.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnungen erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 ein Vertikalelement im Horizontalschnitt;
Fig. 2 eine Darstellung ähnlich der von Fig. 1 jedoch mit eingeschobenem Plattenelement;
Fig. 3 bis 6 die einzelnen Schritte des Einschiebens eines
Plattenelements;
Fig. 7 bis 10 die einzelnen Schritte des Einsetzens mehrerer Plattenelemente in ein Seitenteil;
Fig. 11 eine Raumteiler-Schreibtisch-Kombination, bei der mehrere Vertikalelemente gemäß den Fig. 1 bis 6
verwendet sind;
Fig. 12 ebenfalls einen Raumteiler, wobei das Vertikalelement zum Frontelement wird;
Fig. 13 einen Raumteiler mit T-Anschluß, wobei die Front
offen ist;
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10
Fig. 14 einen Raumteiler mit T-Anschluß, wobei die Front
teilweise geschlossen ist;
Fig. 15 einen Eckanschluß.
Gemäß Fig. 3 besteht das Vertikalelement 10 aus einem ersten, vorderen Stollen 11, einem zweiten, hinteren Stollen
12 und querliegenden Sprossen 13, 14, 15, die den vorderen Stollen 11 mit dem hinteren Stollen 12 verbinden. Zwischen
dem vorderen Stollen 11 und dem hinteren Stollen 12 und jeweils zwei aufeinanderfolgenden Sprossen 13 verbleiben freie
Felder 16. In diese freien Felder 16 werden Plattenelemente 17 eingeschoben.
Fig. 1 und 2 zeigen ein Vertikalelement 10 im Horizontalschnitt etwa auf halber Höhe eines freien Feldes 16. Der
vordere Stollen 11 ist durchgehend in vertikaler Richtung geschlitzt, so daß zwei Halbstollen 18, 19 entstehen, die
durch einen Spalt 20 getrennt sind. In die Sprossen 13 und in den hinteren Stollen 12 sind Nuten 21, 22 gefräst. Der
Spalt 20 und die Nut 21 der Sprossen 13 sowie die Nut 22 des hinteren Stollens 12 liegen etwa in der vertikalen Mittelebene
des Vertikalelements 10 und bilden dadurch einen Rahmen für das Plattenelement 17. Die Sprossen 13 und der hintere
Stollen 12 sind in der Stärke des Plattenelements 17 genutet. Der Spalt 20 im vorderen Stollen 11 kann etwas breiter
als die Plattenstärke sein, um das Einschieben des
Plattenelements 17 zu erleichtern. Die unterste Sprosse 14 ist nur auf der Oberseite und die oberste Sprosse 15 ist nur
auf der Unterseite genutet, während alle dazwischen liegenden Sprossen 13 auf der Oberseite und der Unterseite genutet
sind. Der Abstand der Sprossen 13, 14, 15 ist zweckmäßig jeweils gleich und entspricht unter Berücksichtigung der Nuttiefe
der Höhe der Plattenelemente 17, so daß die Plattenelemente 17 untereinander austauschbar sind.
Die Sprossen 13, 14, 15 sind mit den Stollen 11, 12 verzapft oder verdübelt und geleimt. Am vorderen Ende der Sprossen
13, 14, 15 ist ein Keder 23 vorgesehen, der in den Spalt eingeleimt ist.
Die Figuren 3 bis 6 zeigen die einzelnen Schritte des Einsetzens eines Plattenelementes 17 in das oberste freie Feld
16 eines Vertikalelements 10. Fig. 3 zeigt das Plattenelement 17 getrennt von dem Vertikalelement 10 vor dem Einschieben.
In Fig. 4 ist das Plattenelement 17 teilweise eingeschoben. In Fig. 5 ist das Plattenelement 17 vollständig
eingeschoben und ist der Keder 2 3 mit seinem einen Ende in den Spalt 20 eingesetzt. In Fig. 6 ist der Keder 23 in den
Spalt 20 in voller Länge eingepreßt, so daß der Spalt 20 verschlossen ist und das Plattenelement 17 gegen Herausfallen
gesichert ist.
Die Fig. 7 bis 10 entsprechen den Fig. 3 bis 6, wobei jedoch in jedes der freien Felder 16 ein Plattenelement 17 eingesetzt
wird, so daß insgesamt ein geschlossenes Vertikalelement IO entsteht.
Die beschriebenen Vertikalelemente 10 sind insbesondere als Seitenteile von Regalen einsetzbar. Die Verbindung der Seitenteile
mit anderen Möbelelementen wie Rückwänden, Ober-, Unter- und Fachboden ist reversibel ausgebildet. Sie erfolgt
mittels Schrankverbindungsbeschlägen mit einschraubbaren Bolzen in die beiderseits vorgebohrten Sprossen 13, 14, 15
und eingebohrten Exzentergehäusen in die horizontalen Möbelelemente,
z.B. Böden.
Fig. 11 zeigt eine Raumteiler-Schreibtisch-Kombination, mit zwei seitlichen Türmen 24, die durch Fachboden 2 5 und eine
Schreibtischplatte 26 verbunden sind. Jeder Turm 24 besteht aus zwei Vertikalelementen 10, die durch etwa quadratische
Fachboden 27 in Höhe der Sprossen 13, 14, 15 verbunden sind. Ein zusätzliches Vertikalelement 10 stützt die die Türme 24
verbindenden Fachboden 25 auf halber Länge ab und wird dadurch
zum Rückwandelement.
Fig. 12 zeigt einen Raumteiler ähnlich dem von Fig. 11, jedoch von der anderen Seite, so daß das zusätzliche Vertikalelement
10 zum Frontelement wird.
Die Fig. 13 und 14 zeigen Raumteiler' ähnlich dem von Fig.
12, wobei jedoch statt des zusätzlichen Vertikalelements 10 ein dritter Turm 2 4 vorgesehen ist, der einen T-Anschluß
bildet. In Fig. 13 ist die Rückseite des zusätzlichen Turms 24 durch Plattenelemente 17 geschlossen, während die Vorderseite
offen ist. Bei der Ausführungsform von Fig. 14 sind auch die untersten drei Felder 16 der Vorderseite
geschlossen.
Fig. 15 zeigt einen Eckanschluß zwischen zwei Regalen mit jeweils zwei Vertikalelementen 10 nach den Fig. 1 bis 6. Die
aneinanderstoßenden Frontelemente 10 der beiden Regale sind durch Eckanschluß-Fachböden 28 verbunden.
Claims (5)
1. Vertikalelement (10) für ein Möbelstück, welches Ver-
tikalelement leiterähnlich mit vertikalen, ersten und zweiten
Stollen (11, 12) und querliegenden Sprossen (13, 14, 15) aufgebaut ist, wobei zwischen aufeinanderfolgenden Sprossen
(13, 14, 15) und dem ersten und dem zweiten Stollen (11, 12) jeweils ein freies Feld (16) liegt, dadurch gekennzeichnet,
- daß der erste Stollen (11) in vertikaler Richtung zumindest im Bereich der freien Felder (16) geschlitzt ist
und daß die Sprossen (13, 14, 15) und der zweite Stollen (12) auf der dem freien Feld (16) zugewandten Seite genutet
(21, 22) sind.
2. Vertikalelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Sprossen (13, 14, 15) in gleichen Abständen angeordnet sind.
3. Vertikalelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Schlitz (20) im ersten Stollen (11) durch einen Keder (23) verschlossen ist.
4. Vertikalelement nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß in mindestens eines der freien Felder (16) ein Plattenelement (17) eingeschoben ist.
5. Möbelstück, dadurch gekennzeichnet, daß es mindestens ein Vertikalelement (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 4
aufweist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29502985U DE29502985U1 (de) | 1995-02-22 | 1995-02-22 | Vertikalelement für ein Möbelstück |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29502985U DE29502985U1 (de) | 1995-02-22 | 1995-02-22 | Vertikalelement für ein Möbelstück |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29502985U1 true DE29502985U1 (de) | 1995-04-06 |
Family
ID=8004330
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29502985U Expired - Lifetime DE29502985U1 (de) | 1995-02-22 | 1995-02-22 | Vertikalelement für ein Möbelstück |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29502985U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| WO2003045189A1 (fr) * | 2001-10-30 | 2003-06-05 | Alain Chennaux | Procede de fabrication de structures rigides a partir de panneaux |
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| FR2697978A1 (fr) * | 1992-11-19 | 1994-05-20 | Pecot Michel | La présente invention a pour objet un panneau décor amovible pour meuble ou autre support. |
-
1995
- 1995-02-22 DE DE29502985U patent/DE29502985U1/de not_active Expired - Lifetime
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| R207 | Utility model specification |
Effective date: 19950518 |
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| R163 | Identified publications notified |
Effective date: 19950502 |
|
| R150 | Utility model maintained after payment of first maintenance fee after three years |
Effective date: 19980414 |
|
| R157 | Lapse of ip right after 6 years |
Effective date: 20011201 |