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EUROPEAN PATENT ATTORNEYS · PATENTANWÄLTE HAMBURG - BERLIN
DIPL.-ING. JOACHIM RICHTER DIPL.-ING. HANNES GERBAULET
DIPL.-ING. FRANZ WERDERMANN
- I9S6
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IN BÜROGEMEINSCHAFT MIT
MAINITZ & PARTNER RECHTSANWÄLTE · NOTARE
unserzeichen HAMBURG
YOURRLE OURFILE 02.01.1995
B 94677 III 5436
Anmelder
Axel Benkhardt
Am Klingenberg 54
22587 Hamburg
Toilette
Die Erfindung betrifft eine Toilette, bestehend aus einem Toilettenbecken mit einem Toilettensitz aus
einem Sitzbrett und einem Toilettendeckel.
Sowohl im privaten als auch im öffentlichen Bereich ist es oftmals erforderlich, in den Toilettenräumen vermittels
Schilder oder anderweitiger Zeichen darauf hinzuweisen und die Toilettenbenutzer anzumahnen, die
Toiletten und Todilettenräume im unverschmutzten Zustand
zu verlassen, wobei im privaten Bereich oftmals von Mitbewohnern an einen Toilettenbenutzer Abmahnungen
mündlich erfolgen, die Wasserspülung nach der Toilettenbenutzung zu betätigen, das Toilettenbecken und den
Toilettensitz in sauberem Zustand zu verlassen und den Toilettendeckel zu schließen. Schriftliche Ermahnungen
werden oftmals übersehen und mündliche Abmahnungen sind nicht immer möglich.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Möglichkeit in Toiletten enthaltenen Räumen zu schaffen,
mit der über akustische Sprachsignale bei der Betätigung von Teilen des Toilettensitzes Toilettenbenutzer
angehalten werden, nach einer Benutzung die Toilette in sauberem Zustand zu verlassen.
Gelöst wird diese Aufgabe gemäß der Erfindung bei einer Toilette gemäß der eingangs beschriebenen Art mit den
in den Ansprüchen 1 bis 3 angegebenen Merkmalen.
Hiernach besteht bei in an sich bekannter Weise ausgebildeten Toiletten die Erfindung darin, daß an der dem
Innenraum des Toilettenbeckens zugekehrten Innenwandfläche des Toilettendeckels und/oder am Sitzbrett ein
programmierbares oder vorprogrammiertes Sprachmodul mit einer Sprachaufzeichnung vermittels seines Gehäuses
fest oder lösbar angeordnet ist, das mit einem mechanisch oder lichtoptisch gesteuerten Ein- und Ausschalter derart
verbunden ist, daß bei einem Anheben des Toilettendeckels und/oder des Sitzbrettes einer Toilette die Inbetriebnahme
des Sprachmoduls durch Wiedergabe der Sprachaufzeichnung ausgelöst wird. Die Erfindung sieht ferner als weitere
Ausführungsform einen Toilettendeckel und/oder ein
Sitzbrett mit einem in diese Teile der Toilette integrierten Sprachmodul vor. Auch eine Anordnung des Sprachmoduls
an der Innenwandfläche des Toilettenbeckens ist nach einer weiteren Ausführungsform der Erfinundung
vorgesehen.
Das Sprachmodul selbst besteht aus einem Gehäuse mit einer Stromquelle, bevorzugterweise mit einer Batterie,
einem Lautsprecher bzw. zur Aufnahme und Wiedergabe mit einer Mikrofon-Lautsprecher-Einheit und einem
mechanischen oder vermittels einer lichtoptischen Zelle gesteuerten Ein- und Ausschalter, so daß bei einer
Betätigung des Toilettendeckels und/oder des Sitzbrettes das Sprachmodul derart in Betrieb gesetzt wird, daß
die gespeicherte Sprachaufzeichnung akustisch und für den Toilettenbenutzer unüberhörbar wiedergegeben wird.
Die sonst mündlich erfolgenden Ermahnungen zur Reinhaltung der Toilette und der Toilettenräume erfolgt nunmehr
über die Toilette selbst, indem Teile der Toilette, wie der Toilettendeckel und/oder das Sitzbrett,
verschwenkt werden, sei es beim Öffnen oder beim Schließen des Toilettendeckels. Die Verwendung eines
mechanischen Ein- und Ausschalters für das Sprachmodul ermöglicht dessen Inbetriebnahme beim Öffnen und
Schließen der Toilettensitzteile, wohingegen bei der Verwendung von lichtansprechenden Elementen das Sprachmodul
nur in Betrieb gesetzt wird, wenn der Toilettendeckel und/oder das Sitzbrett so angehoben wird, daß
auf das Sprachmodul Licht fällt, das von einer lichtoptischen Zelle erfaßt und in Steuerströme umgewandelt
wird, um das Einschalten des Sprachmoduls auszulösen. Die Sprachaufzeichnung im Sprachmodul kann laufend
oder periodisch wiedergegeben werden, wobei auch Einst ellmögIichkeiten vorgesehen sind, um z.B. in grösseren
Intervallen die Sprachaufzeichnung bei geöffnetem Toilettendeckel und/oder Sitzbrett akustisch wiederzugeben,
wohingegen bei einem Schließen des Toilettendeckels und/oder des Sitzbrettes die Aussendung der
Sprachaufzeichnung außer Betrieb gesetzt wird, da dann
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im geschlossenen Zustand des Toilettendeckels und/oder des Sitzbrettes kein Licht mehr auf die lichtoptische
Steuerzelle des Sprachmoduls einfallen kann. Das Sprachmodul
kann auch Sprachaufzeichnungen anderer Art, wie z.B. belustigende Texte, enthalten.
Das Sprachmodul kann mit den verschiedensten Sprachaufzeichnungen
versehen sein, um den Benutzer einer Toilette anzuhalten, die Toilette und die Toilettenräume
in sauberem Zustand zu verlassen und vor dem Verlassen des Toilettenraumes den Toilettendeckel zu
schließen. Die entsprechende Sprachaufzeichnung kann im Sprachmodul vorprogrammiert sein. Es besteht jedoch
auch die Möglichkeit, durch Verwendung einer Aufnahme- und Wiedergabeeinrichtung jeweils gewünschte Ermahnungen
und Abmahnungen selbst in das Sprachmodul einzugeben, um dann diese Sprachaufzeichnung im jeweils erforderlichen
Fall wiedergeben zu können.
Mit der erfindungsgemäß ausgebildeten Toilette ist es
möglich, Toilettenbenutzer anzuhalten, die Toilettenräume und Toiletten in sauberam Zustand zu verlassen,
wobei für diese Abmahnung und Ermahnung es keiner zusätzlichen Person mehr bedarf. Die sonst oftmals übersehenen
Hinweisschilder in den Toilettenräumen können somit entfallen.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Besonders vorteilhaft ist hierbei diejenige Ausgestaltung, nach der das Sprachmodul an einem in den Innenraum
eines Toilettenbeckens eingehängten Behältnis
zur Aufnahme eines Reinigungsmittels und/oder eines Mittels zur Geruchsbeseitigung angeordnet ist.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen
Fig. 1 in einer schaubildlichen Ansicht eine Toilette mit geöffnetem Toilettendeckel und einem an diesem
angeordneten Sprachmodul,
Fig. 2 einen senkrechten Längsschnitt durch ein Toilettenbecken mit einem an dem Toilettensitz angeordneten
Sprachmodul,
Fig. 3 in einer Ansicht von oben das Toilettenbecken gemäß Fig.2,
Fig. 4 in einem senkrechten Querschnitt ein Toilettenbecken mit unterhalb des Toilettensitzes angeordnetem
Sprachmodul,
Fig. 5 in einer schaubildlichen Ansicht von oben das Gehäuse eines Sprachmoduls,
Fig. 6 in einer schaubildlichen Ansicht die Unterseite des Gehäuses des Sprachmoduls,
Fig. 7 einen senkrechten Schnitt durch einen Abschnitt des Toilettendeckels mit einem an dessen Innenwandfläche
angeordneten Sprachmodul,
Fig. 8 einen senkrechten Schnitt durch einen Abschnitt des Toilettendeckels mit einem in einer Ausnehmung
im Toilettendeckel angeordneten Sprachmodul, und
Fig. 9 einen senkrechten Querschnitt durch ein Toilettenbecken mit am Beckenrand zwischen dem Toilettendeckel
und dem Beckenrand eingehängter Halterung für ein ein Reinigungsmittel und/oder Geruchsbeseitigungsmittel
aufnehmendes Behältnis mit einem an diesem feuchtigkeitsgeschützt angeordneten Sprachmodul.
Gemäß Fig.l besteht die Toilette 10 aus einem Toilettenbecken
11 und einem Toilettensitz 12, der von einem Sitzbrett 13 und einem Toilettendeckel 14 gebildet ist,
wobei letztere über Schwenkscharniere 17 miteinander verbunden sind. Die Innenwandfläche des in Pfeilrichtung
X verschwenkbaren Toilettendeckels 14 ist mit 14a bezeichnet. Das Sitzbrett 13, welches ebenfalls in Pfeilrichtung
Xl unabhängig vom Toilettendeckel 14 verschwenkbar ist, sitzt auf dem umlaufenden Toilettenbeckenrand
16 auf, und zwar bevorzugterweise unter Zwischenschaltung von noppenartigen Abstandshaltern
18 aus einem federnd-elastischen Material (Fig.4). Der Innenraum des Toilettenbeckens 11 ist bei 15
angedeutet. Bei der in Fig.2 und 3 sowie Fig.4 und 9 gezeigten Ausfuhrungsform ist nur das Sitzbrett
des Toilettensitzes 12 dargestellt. Der Toilettendekkel 14 ist bei diesen Ausführungsformen entfernt.
An der dem Innenraum 15 des Toilettenbeckens 11 zugekehrten Innenwandfläche 14a des Toilettendeckels
14 und/oder an dem Sitzbrett 13 ist ein programmierbares oder vorprogrammiertes Sprachmodul 20 mit einer
Sprachaufzeichnung angeordnet, wobei die Befestigung des Sprachmoduls 20 vermittels seines Gehäuses 21,
wie nachstehend näher beschrieben, erfolgt. Dieses in an sich bekannter Weise ausgebildete Sprachmodul
20 ist mit einem mechanisch oder lichtoptisch gesteuerten Ein- und Ausschalter derart verbunden, daß bei
einem Anheben des Toilettendeckels 14 und/oder des Sitzbrettes 13 die Inbetriebnahme des Sprachmoduls
durch Wiedergabe der Sprachaufzeichnung ausgelöst wird. Das Sprachmodul 20 selbst besteht aus dem Gehäuse
21 mit einer Stromquelle, bevorzugterweise mit einer Batterie 22. Ferner weist das Sprachmodul
20 einen bei 23 angedeuteten Lautsprecher bzw. zur Aufnahme und Wiedergabe eine Mikrofon-Lautsprechereinheit
24 auf, wobei der Ein- und Ausschalter für die Inbetriebnahme des Sprachmoduls entweder über eine
mechanische Steuerung, wie z.B. Hebel, oder über eine lichtoptische Zelle/Sensor 25 erfolgt, die bei Lichteinfall
wirksam wird und Steuerströme für die Inbetriebnahme des Sprachmoduls auslöst (Fig.5 und 6).
Das Sprachmodul 20 ist mit seinem Gehäuse 21 nach einer ersten Ausführungsform an der Innenwandfläche 14a des
Toilettendeckels 14, und zwar bevorzugterweise benachbart zum Anlenkungsbereich von Toilettendeckel 14 und
Sitzbrett 13 angeordnet (Fig.l). Im geöffneten Zustand des Toilettendeckels 14 wird die lichtoptische Einrichtung,
wie Fotozelle od.dgl., von Licht beaufschlagt. Die erzeugten Fotoströme werden dann zu
Steuerungszwecken für das Sprachmodul 20 verwendetem
die SprachaufZeichnungswiedergabe auszulösen. Im geschlossenen Zustand des Toilettendeckels 14 wird das
Sprachmodul 2 0 nicht von Licht beaufschlagt, so daß auch keine Inbetriebnahme der Sprachaufzeichnungswiedergabeeinrichtung
erfolgt.
Die Befestigung des Sprachmoduls 20 mit seinem Gehäuse 21 an der Innenwandfläche 14a des Toilettendeckels 14
erfolgt mittels einer selbstklebenden Beschichtung 30 ( Fig.7). Bei der in Fig.8 gezeigten Ausführungsform
ist der Toilettendeckel 14 an seiner Innenwandfläche 14a mit einer Ausnehmung 14b zur Aufnahme des Gehäuses
21 des Sprachmoduls 20 versehen, das mittels Klemmsitz, einer Klebverbindung oder einer anderen geeigneten mechanischen
Verbindung in der Ausnehmung 14b gehalten ist. Nach dem Einsetzen des Sprachmoduls 20 in die
Ausnehmung 14b kann diese mittels einer Kunststofffolie abgedeckt sein, so daß das Sprachmodul 20
wasser- und feuchtigkeitsgeschützt ist.
Auch bei derjenigen Ausführungsform, bei der das
Sprachmodul 20 mit seinem Gehäuse 21 auf die Innenwandfläche 14a des Toilettendeckels 14 aufgesetzt ist,
kann das Sprachmodul 20 mittels einer folienartigen Abdeckung 35 feuchtigkeitsdicht und spritzwassergesichert
abgedeckt sein (Fig.7).
Es besteht jedoch auch nach einer weiteren Ausführungsform die Möglichkeit, das Sprachmodul 20 an dem Sitzbrett
13 anzuordnen (Fig.2 und 3). Die Anordnung des Sprachmoduls 20 erfolgt dann in der Weise, daß bei
NichtInbetriebnahme der Wiedergabeeinrichtung für die
Sprachaufzeichnung kein Licht auf die lichtoptische Einrichtung des Sprachmoduls 20 fällt, wenn das Sitzbrett
13 die in Fig.2 und 3 gezeigte, heruntergeklappte Stellung aufweist, wobei jedoch auch eine Anordnung
des Sprachmoduls 2 0 im oberen umlaufenden Randbereich des Sitzbrettes 13 erfolgen kann, wenn das Sitzbrett
13 mit einem Toilettendeckel 14 verbunden ist, der
dann im heruntergeklappten Zustand das Sprachmodul
20 und seine lichtoptische Einrichtung abdeckt. Die Anordnung des Sprachmoduls 20 an dem Sitzbrett ist
dann derart, daß die eigentliche Sitzfläche in keiner Weise beeinträchtigt wird.
Erfolgt das Ein- und Ausschalten des Sprachmoduls 20 mittels einer in der Zeichnung nicht dargestellten mechanischen
Einrichtung, z.B. über einen Steuerhebel, dann ist die Anordnung des Sprachmoduls 20 an dem
Toilettendeckel 24 und/oder an dem Sitzbrett derart, daß dieser Steuerhebel im Schwenkbereich des Toilettendeckels
14 und/oder des Sitzbrettes 13 so liegt, daß im geschlossenen Zustand des Toilettendeckels 14 und/
oder des Sitzbrettes 13 der Steuerhebel in das Gehäuse
21 des Sprachmoduls 20 eingeführt ist und die Inbetriebnahme der Wiedergabeeinrichtung für die Sprachaufzeichnung
blockiert, während bei einem Öffnen des Toilettendeckels 14 und/oder des Sitzbrettes 13 der
Steuerhebel so freigegeben wird, daß eine Inbetriebnahme der Wiedergabeeinrichtung der Sprachaufzeichnung
möglich ist.
Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform zeigt Fig.9.
Hier ist das Sprachmodul 20 mit seinem Gehäuse 21 an einem in den Innenraum 15 des Toilettenbeckens 11
eingehängten Behältnis 41 angeordnet, das zur Aufnahme eines Reinigungsmittels und/oder eines Geruchsbeseitigungsmittels
oder anderweitiger Mittel dient. Dieses Behältnis 41 ist mit einer bügelartigen Halterung 40 verbunden,
die am umlaufenden Toilettenbeckenrand 16 einge hängt wird. In denjenigen Fällen, in denen diese Behältnisse
in anderer Weise am Toilettenbecken 11 befestigt
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werden, ist das Sprachmodul 20 in entsprechender Weise angeordnet. Diese Ausführungsform ermöglicht, dem Käufer
ein Produkt zur Verfügung zu stellen, welches nicht nur zu Zwecken der Reinigung oder der Geruchsbelästigung
bei Toiletten eingesetzt wird, sondern welches darüber hinaus auch noch Sprachaufzeichnungen wiedergibt.
Das Sprachmodul 20 kann auch in dem Behältnis 41 angeordnet sein. Auch Behältnisse ohne einem Reinigungsmittel
und/oder einem Geruchsbeseitigungsmittel können verwendet werden.
Das Sprachmodul 20 ist an dem Toilettendeckel 14 und/oder am Sitzbrett 13 fest oder lösbar verbunden; auch eine
Integration des Sprachmoduls 20 in den Toilettendeckel 14 und/oder in das Sitzbrett 13 ist möglich. Des weiteren
kann das Sprachmodul 20 an der Innenwandfläche des Toilettenbeckens 11 fest oder lösbar, z.B. mittels Klebeverbindungen
oder mechanisches: Verbindungsmittel angeordnet sein, wobei dann das Sprachmodul 20 feuchtigkeits-
und spritzwassergesichert angeordnet ist.
Auch besteht die Möglichkeit, das Sprachmodul 20 mittels einer in der Zeichnung nicht dargestellten Halterung im
Innenraum oder an der Innenwandfläche des Toilettenbeckens 11 anzuordnen, wobei dann diese Halterung am umlaufenden
Toilettenbeckenrand 16 eingehängt ist.